Wider das Gender-Dummdeutsch

Es reicht uns wieder einmal. Die Chancengerechtigkeit, von der die Mitglieder der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gestern gefaselt haben, sie hat unseren Geduldsfaden einmal mehr reißen lassen. Das Kapern wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte durch Minderbemittelte oder Opportunisten muss ein Ende haben. Wir sind es der Rationalität und dem klaren Verstand schuldig, der leidet, wenn Blödsinn wie „Chancengerechtigkeit“ verbreitet wird.

sciencefiles-rationaler-widerstand-3Wir fühlen uns langsam wie Sir Karl Raimund Popper, der bei seinem xten Versuch, zu zeigen, dass es keine Begründung für das Induktionsprinzip geben kann, seiner entsprechenden Verzweiflung ob der Klarheit seiner Beweisführung Luft gemacht hat. Wir haben schon so oft über Gerechtigkeit und Gleichheit geschrieben (z.B. hier (Fussnote 13) und hier), dass es mehr als ärgerlich ist, wenn immer noch (tatsächlich oder angeblich) Ahnungslose unterwegs sind, die nicht wissen, wovon sie sprechen, oder Begriffe nur deshalb missbrauchen, weil sie deren affektive Ladung als warm glow auf die eigenen mickrigen Versuche, intelligent und gut zu erscheinen, fallen lassen wollen.

Hier nun also unser neuester und kürzester Versuch, die Konzepte von Gleichheit und Gerechtigkeit darzustellen.

  • Gleichheit gibt es als
    Chancengleichheit und als Ergebnisgleichheit;
  • Gerechtigkeit gibt es als
    prozedurale (Verfahrens-) und distributive (Verteilungs-)Gerechtigkeit;

Um die Konzepte deutlich zu machen, schicken wir acht Läufer an den Start eines 100 Meter Laufes.

Sie alle haben dieselbe Strecke von hundert Metern zurückzulegen und werden zur gleichen Zeit und auf die gleiche Weise auf den Weg geschickt.
Das ist Chancengleichheit!

Sie alle haben eine ebene Strecke zurückzulegen, auf der sich nicht für einige Hindernisse finden und für andere nicht.
Das ist prozedurale (oder Verfahrens-)Gerechtigkeit.

Derjenige, der als erster durchs Ziel geht, erhält eine Goldmedaille. Derjenige, der als letzter durchs Ziel geht, erhält keine Medaille.
Das ist distributive (oder Verteilungs-) Gerechtigkeit.

Derjenige, der im Vergleich zu anderen mit höherem Einsatz eine bessere Leistung erbracht hat, wird also herausgehoben und belohnt.

Das ist Gerechtigkeit.

Einfacher können wir die Konzepte nun wirklich nicht mehr darstellen.

Aus opportunistischen Gründen oder weil ihre geistigen Kapazitäten nicht ausreichen, um eingeführte Konzepte korrekt zu benutzen, verballhornen Genderisten alles, was mit Gleichheit und Gerechtigkeit zu tun hat. Sie tun das entweder durch begriffliche Neuschöpfungen wie die unsinnige „Chancengerechtigkeit (der auf das legitime Einräumen unterschiedlicher Chancen, z.B. auf Basis von Geburt, abzielt)“, die wir gestern bereits als Blödsinn entlarvt haben. Oder sie tun das, in dem sie neue Begriffe einführen und für diese Begriffe eine Verwandtschaft mit Gerechtigkeit oder den Konzepten der Gleichheit erfinden.

Begriffe wie:

  • Gleichstellung
  • Gender Mainstreaming
  • Professorinnenprogramm

Schicken wir wieder unsere acht Läufer an den Start des 100 Meter Laufes und gehen wir dieses Mal davon aus, dass zwei der acht Läufer weiblich sind, sechs männlich.

Gleichstellung
Gleichstellung zielt auf Ergebnisgleichheit ab, d.h., unabhängig davon, ob die beiden weiblichen Läufer als vorletzter oder letzter oder fünfter Läufer durchs Ziel gehen, sie werden mit den besten männlichen Läufern gleichgestellt. Entsprechend gibt es zwei Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen. Ergebnisgleichheit nivelliert Unterschiede in der Leistung und stellt Menschen im Hinblick auf ein willkürliches Merkmal, wie in diesem Fall Geschlecht und unabhängig von der Leistung, die sie tatsächlich erbracht haben, gleich.

Gender Mainstreaming
Gender Studies T ShirtGender Mainstreaming zielt darauf, die Bedingungen dafür, dass Frauen sich in einem 100 Meter Lauf gegen Männer durchsetzen, zu verbessern. Entsprechend liegt Gender Mainstreaming dann vor, wenn die beiden weiblichen Läufer 30 Sekunden Vorsprung vor den männlichen Läufern erhalten oder die 100 Meter für die beiden weiblichen Läufer auf 40 Meter verkürzt werden. Ziel von Gender Mainstreaming ist abermals die Ergebnisgleichheit, bei der Leistung nicht belohnt, sondern bestraft wird und das Prinzip der Chancengleichheit verletzt wird.

Professorinnenprogramm

Beim Professorinnenprogramm muss zwischen Veranstalter (den Hochschulen) und Financiers (dem BMBF und den Kultusministerien der Länder)  unterschieden werden.

Veranstalter:

Beim Professorinnenprogramm gehen sechs männliche und zwei weibliche Läufer an den Start. Dies ist der Fall, um dem Sportgesetz genüge zu tun, in dem steht, dass ein 100-Meter Lauf acht Teilnehmer haben muss und kein Teilnehmer aufgrund seines Geschlechts benachteiligt werden darf. Jedoch werden die sechs männlichen Läufer missbraucht, um den Anschein zu erwecken, es handle sich beim 100 Meter Lauf um einen ordentlichen Wettkampf und nicht um Schiebung. Die Schiebung ist das Werk der Financiers:

Financiers:

Die Financiers wollen, dass die beiden weiblichen Läufer als erste durchs Ziel gehen. Nur für diesen Fall, bezahlen Sie den Veranstalter. Deshalb lässt der Veranstalter sechs männliche Läufer an den Start gehen, sie das Rennen aber nicht beenden. Sie werden vom Veranstalter aus fadenscheinigen Gründen disqualifiziert und ausgeschlossen, um sich in den Besitz des Geldes zu bringen, das die Financiers in Aussicht gestellt haben, wenn zwei weibliche Läufer als erste durchs Ziel gehen. Entsprechend dienen männliche Läufer ausschließlich als Staffage, um die Schiebung nicht offenkundig werden zu lassen. Die männlichen Läufer sollen den Zuschauern den Eindruck vermitteln, sie hätten einen ordentlichen Wettkampf gesehen und verbergen, dass der Financier den Veranstalter für das Rennen nur bezahlt, wenn ein weiblicher Läufer gewinnt.

Wir hoffen, auch die Halfwits (oder Nitwits), die mit Genderismus versuchen, sich moralischen Status zu ergaunern, sind dazu in der Lage, diese einfache Darstellung wissenschaflicher und philosophischer Konzepte zu verstehen.

Was uns angeht, wir wollen und können diesen Missbrauch wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte, der einzig dazu dient, Frauen (oder eine andere Klientel) zu bevorteilen, nicht mehr ertragen.


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9 Responses to Wider das Gender-Dummdeutsch

  1. David says:

    Aus der gleichen Ecke tönt es doch immer, dass das Geschlecht subjektiv sei. Man stelle sich einen Mann vor, der von sich behauptet, eine Frau zu sein und am Förderprogramm teilnehmen möchte.

    Das ist alles so dermaßen unlogisch und inkonsequent, dass es einem wirklich langsam gegen den Strich geht.

    Danke fūr den Artikel.

    • Andre Zawehn says:

      Aus dem gleichen Grund parke ich, wann immer möglich, auf dem Frauenparkplatz. Sollte mich jemand jemals darauf ansprechen, will ich der Person entgegenrufen: Ich bin eine Frau und stecke nur im falschen Körper!

  2. Werner Runkel says:

    Herzlichen Dank für diese klare und komplett einsichtige Darstellung von Gleichheit und Gerechtigkeit ! Damit sollte jedes genderverseuchte Halbhirn klarkommen – allerdings habe bei dieser Klientel meine Zweifel – Hirn, Denken, Logik ist bei diesen “Wesen” leider absolute Mangelware und der verbleibende Rest reicht gerade einmal, um überzogene, pubertäre, ja geradezu gefährliche “Rechte” ( für extrem Minderbemittelte ) lauthals zu artikulieren. Nochmals Dank für diese klare, eindringliche Darstellung !

  3. Pingback: Wider das Gender-Dummdeutsch – MoshPit's Corner

  4. Tapmedie Ulpanius says:

    Gender-Dummdeutsch?
    Am Freitag auf wdr3:
    40% aller Comicleserinnen sind weiblich!
    Aha!
    Und 60% der Leserinnen also männlich!
    Und ist es doch Wahnsinn, so hat es doch Methode…

  5. markus says:

    Wann immer zwei Begriffe (hier Chancen-Gerechtigkeit) aneinander geklatscht werden, erinnert mich das an einen alten Witz aus unserer Firma:

    Wer glaubt, dass Einsatzleiter den Einsatz leiten, glaubt auch, das Zitronenfalter Zitronen falten.

    Markus ( https://der-5-minuten-blog.de )

  6. Fiete says:

    Ich ziehe ers i.d.R. vor die Termini “Gleichheit” u. “Gerechtigkeit” so zu erklären, daß der Genderquatsch darin zunächst gar nicht vorkommt.

    Also in etwa so:
    Gleichheit ist eine Zustandsbeschreibung, die uns dabei behilflich ist, unsere bescheidenen Kopfrechen- u. Vergleichskünste für uns nützlich anzuwenden.
    Zwei 10€-Centstücke bspw. sind zwar unterschiedlich schwer und groß, auch unterschiedlich verschlissen, zeigen z.T. ganz andere Symbole, sind aber aus unserer subjektiven Sicht gleich genug, um an der Ladenkasse einfach durchgezählt zu werden.
    Menschen sind auf den ersten Blick noch unterschiedlicher, aber auch sie sind gleich genug, um von den meisten anderen Menschen als solche durchzähl- u. vergleichbar zu sein.

    Gerechtigkeit ist ein Ideal und damit eine ganz andere Begriffsklasse. Sie ist bildlich wohl am ehesten mit dem Horizont analog zu setzen. Man kann sie oftmals ( bei weitem nicht immer ) recht klar sehen ( oder das zumindest meinen ), man kann ( und sollte m.E. ) sie auch gern anzustreben versuchen, erreichen ( als Zustand ) kann man sie jedoch nicht, zumal sie für jeden anders ( oftmal sehr signifikant anders ) aussieht und sich permanent verändert.

    Um beim Beispiel zu bleiben: für einen Menschen von 1,80m Größe ist der Horizont weiter entfernt, als für einen, der nur 1,55m mißt. Und auch die Richtung differiert stark, oftmals kann man ihn gar nicht sehen, manchmal aber auch mehrere Abschnitte davon in ganz verschiedenen Richtungen ( welche mag da die richtige sein? ).

    Wie sehr sich die beiden Begriffe unterscheiden, sieht man wenn sie im direkten Widerspruch zueinander stehen.
    Beispiel BGleiG u. GleibWV. Aus feministischer Sicht absolut gerecht, eben weil die rechtliche Gleichheit der Geschlechter damit per Gesetz abgeschafft wird.
    Aus Sicht von Gleichberechtigungsbefürwortern logischerweise absolut ungerecht, da den Männern damit das verfassungsrechtlich garantierte Wahl- u. Vertretungsrecht entzogen wird, noch dazu unter der oberfaulen Ausrede dadurch “mehr Gleichheit”, resp. sogar “gerechtere Verhältnisse” schaffen zu wollen, was beides schlichtweg völlig absurd ist. Und das ist noch höflich formuliert, denn vermutlich hat auch der durchschnittliche Feminist noch soviel Restverstand irgendwo im Hinterkopf, daß er die Lüge ( Gleichheit durch Ungleichheit, resp. Gleichberechtigung durch Rechteentzug, resp. Gerechtigkeit durch Diskriminierung ) sicherlich durchaus zu erkennen in der Lage ist.

    Kurz gesagt: Die Femis lügen sich ihre kleine Weltenblase schön.

    ( und falls wer das Beispiel mit den unterschiedlichen Entfernungen des Horizonts aus dem Kopf nicht nachvollziehen kann, habe ich dazu eine hübsch vertonte Erläuterung der Berechnung zur Hand:
    https://www.youtube.com/watch?v=iK9bhyl6B_E )

  7. Arno says:

    Wer immer noch nicht aus dem heutigen marxistisch-leninistischen, fotzenfaschistischen DDR2.0 Deutschland auswandert, ODER lautstrak den Mund aufmacht, ist selber schuld…

  8. Klarer Fall, wenn jemand besser ist als ein anderer, so hat er seine Fähigkeit herabzufahren auf das Niveau des Schwächeren, dann sind beide gleich, und das ist (kommunistisch/sozialistisch) gerechtes Verhalten. Nur wo wäre Deutschland mit dieser Genderkacke (Entschuldigung) heute ? Frau Merkel benutzt ein anderes System, das mit der Zuwanderung von Menschen mit IQ von ca 80, und bei Vermischung der Schwarz/Weissen Rassen erledigt sich das Problem von selbst. Es geht den Eliten der Politik und Finanz nicht um Weiterentwicklung, sondern um Züchtung von Sklaven, die nicht in der Lage sind, den Eliten Probleme zu machen. Das ist auch schwierig mit einem IQ von 80 und weniger.