Ralf Stegner ist ein gruppenbezogener Menschenfeind

Die Amadeu-Antonio-Stiftung, die es wissen muss, schließlich wurde und wird sie von SPD-Ministerien finanziert, definiert gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie folgt:

„Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit umfasst verschiedene Einstellungen, die Feindlichkeit gegenüber Gruppen anderer Menschen ausdrücken. Die einzelnen Ausprägungen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sind (nach Heitmeyer): Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Etabliertenvorrechte (d.h., dass diejenigen, die zuerst da sind, mehr Rechte haben sollen als etwa Zugezogene), Sexismus und Heterophobie (d.h. Angst vor Menschen, die von der Mehrheitsgesellschaft als „anders“ definiert werden, z.B. Homosexuelle, Behinderte oder Obdachlose).“

Hauptmerkmal ist somit: Feindlichkeit gegenüber einer oder mehreren Gruppen anderer Menschen. Die einzelnen Ausprägungen sind lediglich Bestimmungen dafür, worauf die Feindlichkeit gegenüber einer Gruppe oder Gruppen anderer Menschen zurückzuführen ist.

Das folgende ist ein Zitat von Ralf Stegner:

Quelle: Olaf Kosinsky / kosinsky.eu

“Guten Morgen aus Bordesholm.

[…]
Die Aufarbeitung unserer Wahlschlappe vom Sonntag beschäftigt uns alle. Heute bin ich bei der DL 21 in Berlin, um über die Konsequenzen für die Partei zu diskutieren.
[…]
Zudem haben wir die staatspolitische Verantwortung gegen die rechten Drecksäcke anzugehen, mit denen die Merkel-Union inzwischen in Sachsen-Anhalt und Thüringen (besonders schändlich gegen ein Mahnmal für die Opfer des NSU-Rechtsterroismus) fröhlich gemeinsame Sache macht.

Beim Auftritt von AFD Führer Gauland am Wahlabend fehlten nur Ledermantel, Fackeln und Hunde….
Viel zu tun für die SPD.

Wenig hilfreich sind dabei die als Ratschläge getarnten Schläge der SPD-Rentner an die gegenwärtige SPD Führung. Eitelkeiten, die ausschließlich der parteipolitischen Konkurrenz nützen, just let it be!

[…]

Einem anderen Großmaul (diesmal nicht der Provinzaufschneider aus Strande 😎) der seit seine[r] Wahl vor 11 Monaten mehr gefährlichen Unsinn verzapft hat als George Bush Jr. in dessen gesamter Amtszeit gilt mein Musiktipp […]”

Gibt es tatsächlich jemanden, der sich von jemandem, dessen Versuch einer Argumentation darin besteht, mit Schimpfworten und Expletiven aller Art, seine Unfähigkeit zu argumentieren auch dem Letzten vor Augen zu führen, repräsentiert fühlt? Wenn ja, was sagt das über seinen Intellekt?

Aus dem Schwall der Beleidigungen ragt, man glaubt es kaum, eine Passage heraus. Sie lautet:

„Zudem haben wir die staatspolitische Verantwortung gegen die rechten Drecksäcke anzugehen, mit denen die Merkel-Union inzwischen in Sachsen-Anhalt und Thüringen (…) fröhlich gemeinsame Sache macht.“

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit findet, so weiß die Amadeu-Antonio-Stiftung, ihren Niederschlag in einer Feindlichkeit gegenüber einer Gruppe. Das Bedenkliche an dieser Art der Feindlichkeit ist, dass eine Gruppe aus Individuen besteht, denen jedoch jede Individualität abgesprochen wird. Stattdessen werden sie alle über einen Gruppen-Kamm geschoren und zur homogenen Masse der Feinde gemacht, der „rechten Drecksäcke“ im Falle von Ralf Stegner, die man gemeinsam denunzieren und auf ein einziges Merkmal, das des Drecksacks, reduzieren kann.

Dass Stegner nicht differenzieren kann, wenn ihn die Feindseligkeit leitet, die sein ganzes politisches Dasein anzutreiben scheint, ist die eine Sache, dass er sich öffentlich als gruppenbezogener Menschenfeind outet, ist eine andere Sache. Dass Personen wie Stegner es in Deutschland ins öffentliche Leben geschafft haben, zeigt, dass Politik keinen Anspruch auf Ernsthaftigkeit mehr hat. Sie ist zum Politainment geworden, bei dem die Darsteller gemäß ihrer Fähigkeiten um die Gunst der Konsumenten buhlen. Der, dessen Fähigkeiten sich darauf beschränken, Dritte zu beleidigen, der hat eben keine anderen Mittel, als Dritte zu beleidigen, wenn er wahrgenommen werden will.

Der Erfolg dieses Mittels ist bedingt. Applaus erhält Stegner bestenfalls von denen, die den unmoralischen Morast, in dem er sich aufhält, teilen. Alle anderen werden sich, je nach der Bedeutung, die sie Anstand, gebührendem Verhalten, Moral und Argumentation zuweisen, entweder befremdet oder angewidert abwenden.

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Gewalt ist niemals links – Wie sich Linke die Welt nach Hamburg zurecht biegen wollen

Die deutsche Linke ist in einem Dilemma.

Ideologisch unterstützen die Linken von der LINKEN bis zur SPD, also von ganz linksaußen bis linksaußen, die Forderungen der G20-Gegendemonstranten.

Dummerweise hat es in Hamburg massive Ausschreitungen gegeben, bei Demonstrationen, die von Linken organisiert wurden, zu denen Linke aufgerufen haben, die von Linken angemeldet wurden, um linken Themen ein Forum zu schaffen und gegen den Kapitalismus, die Globalisierung, die Armut und alles, was Linke sonst noch zwar nicht kennen, aber bekämpfen, zu demonstrieren.

Das, so erklären nun Linke landauf und landab, seien keine Linken gewesen. Die Plünderer, die zu einer linken Veranstaltung angereist sind, das waren keine Linke. Die Steinewerfer, die aus dem Schutz einer Demonstrantenmenge einer von Linken angemeldeten und organisierten Demonstration auf Polizisten geworfen haben, das waren keine Linken. Die Linken, die in Hamburg seit Jahrzehnten Häuser besetzen und der Polizei auf der Nase herumtanzen, das sind keine Linken. Das sagt Dietmar Bartsch von der LINKEN, der Nachfolgepartei der PDS, die wiederum die Nachfolgepartei der SED war, jener linken Partei, die ihre eigene Bevölkerung hinter einer Mauer und Stacheldraht geschützt mit Selbstschussanlagen jahrzehntelang eingesperrt hat.

Das waren auch keine Linken. Die SED, also der Zusammenschluss aus SPD und KPD, die Partei der Ulbrichts, Honeckers, der Piecks, der Stophs und Grotewohls sie war, trotz aller ihrer Bemühungen, einen Ursprung in der Arbeiterbewegung zu finden, keine linke Partei. Und wo wir gerade dabei sind: Der real existierende Sozialismus, den die DDR jahrzehntelang praktiziert hat, so lange, bis das Land wirtschaftlich und finanziell ruiniert war, das war auch keine linke Ideologie. Linke Ideologie ist Ideologie, die klappt. Ideologie wie der Sozialismus der DDR, die nicht geklappt hat, ist keine linke Ideologie und keine linke Politik, sonst hätte es geklappt.

Und das gilt genauso für die Sowjetunion, für Venezuela, für Kuba und all die anderen Länder, in denen ursprünglich linke Politik ein zerstörtes Land hinterlassen hat. Das war keine linke Politik auf Basis linker Ideologie.

Ralf Stegner hat per Dekret erklärt, dass Linke keine Kriminellen und keine Gewalttäter sind, womit wir wieder bei den Hamburger Krawallen, bei den Gewalttaten, die aus linken Demonstrationen heraus begangen wurden, von Personen, die sich als Antifa dem linken Spektrum zuordnen und von der SPD, die dann keine linke Partei sein kann, unterstützt werden, die von Attac! in eigenen Protest Readers suggeriert, nein den Teilnehmern offen als Handlungsweise angedient wurde. Aber das sind alles keine Linken, denn Linke, das sind Friedensengel, Menschen, die nie die Hand erheben würden gegen einen Mitmenschen, Menschen, die Parteien formen, die nie Kriegskrediten zustimmen würden, (was die SPD nun endgültig als Gewaltpartei diskreditiert und aus der Linken ausgliedert).

Kapitalismus muss nach Stegners Logik LINKS sein

Denn, Ralf Stegner hat es festgestellt, Gewalt ist rechts. Linke kennen keine Gewalt, haben nie Gewalt angewendet, würden nie Gewalt anwenden. Linke sind die waren Pazifisten, die die rechte Backe hinhalten, nachdem sie auf die linke Backe geschlagen wurden. Sie glauben es nicht? Suchen Sie Ralf Stegner auf, er wird sich gerne als lebendes Exemplar dieser reinen linken Spezies zur Verfügung stellen und seine Backen hinhalten (anschließend wird er dann noch über die Kieler Förde laufen, um seiner Reinheit Kultstatus zu verleihen).

Da wir nun alle wissen, dass Links, selbst dann, wenn sich Linke explizit auf Marx oder Lenin berufen, nicht links ist, wenn Gewalt vorkommen, können wir nunmehr eine Liste der Nicht-Linken zusammenstellen, die fälschlicherweise von Tausenden von Historikern und Politikwissenschaftlern für links gehalten werden:

  • Lenin und sein Russland,
  • Stalin und seine Sowjetunion,
  • Mao und sein China,
  • Pol Pot und sein Kambodscha,
  • Die Rote Armee Fraktion
  • Die Baader Meinhof Gruppe
  • Die Rote Kapelle
  • Bewegung 2. Juni
  • Revolutionäre Zellen
  • Linksruck
  • Marx21
  • Rote Hilfe Deutschland
  • Nicht zu vergessen: Die Rigaer Straße in Berlin, dort leben auch keine Linken.
  • Linke haben nicht in Berlin gegen Gentrifizierung demonstriert, denn da gab es Gewalt.
  • Linke haben nicht in Frankfurt gegen die EZB demonstriert, denn da gab es Gewalt, Blockupy),
  • Linke haben nicht gegen die Startbahn West demonstriert, nicht gegen Gorleben, nicht gegen Atomtransporte, denn da gab es Gewalt.

Wenn man es richtig überlegt, haben Linke noch nie wirklich demonstriert, denn alle Demonstrationen, von denen man bislang angenommen hat, sie seien von Linken organisiert, mit linken Themen bestückt und von Linken durchgeführt worden, waren gewalttätig, können entsprechend keine linken Demonstrationen gewesen sein.

Außer St. Ralf aus dem hohen Norden werden also nicht viele Genossen, die aufgrund ihrer Ablehnung von Gewalt denselben Heiligkeitsstatus annehmen können wie St. Ralf, übrig bleiben. Tatsächlich mach sich Stegner mit seiner Aussage zu einer ziemlich einsamen Person, schon weil sie natürlich logischer Unsinn ist, auf den nur minder Begabte hereinfallen.

Es ist nicht einmal ein besonderer logischer Fehlschluss, denn ein solcher Fehlschluss setzt noch ein Mindestmaß an Argument voraus.

Die einfache Aussage von Stegner hat die folgende logische Struktur:

Linke sind keine Kriminellen.
Linke sind keine Gewalttäter.
Wenn sich Linke als Kriminelle und als Gewalttäter entpuppen, dann sind bzw. waren sie keine Linken.

Das nennt man einfach einen Zirkelschluss. Man kann, wenn man sich systematisch um den Verstand reden will, einen Zirkelschluss in viele Worte verpacken:

Hey, das Meer ist aber rau heute.
Poseidon zürnt.
Woher weißt Du, dass Poseidon zürnt?
Siehst Du nicht, dass das Meer rau ist?

Das Poseidon Beispiel stammt vermutlich von Aristoteles (vielleicht auch von Xenopahnes). Aristoteles wurde 384 vor Christus geboren (Xenophanes ist noch älter). 2.401 Jahre nach Aristoteles gibt es immer noch DödelLeute, die einen Zirkelschluss für bare Münze nehmen.

Oder:

Linke würden nie eine Gewalttat begehen.
Ich habe Linke gesehen, die Gewalttaten begangen haben.
Das waren keine Linke.
Wieso waren das keine Linken?
Linke würden nie eine Gewalttat begehen.

Wenn die geistige Verwirrung derart weit fortgeschritten ist, dass Politiker anfangen, den Unsinn, den sie erzählen, selbst zu glauben, muss an Zwangsmaßnahmen gedacht werden. Schließlich leben wir im Zeitalter von Nudging! Kann niemand Stegner in Richtung einer für ihn geeigneten Institution nudgen, damit der Rest der Bevölkerung den Tatsachen, wie sie sich darstellen, ungestört ins Auge sehen kann?

Linksextremismus ist ein erhebliches Problem in Deutschland.
Wenn Linke demonstrieren werden Schaufenster eingeschlagen, Autos abgebrannt, Läden geplündert, Pflastersteine aus dem Gehweg gerissen, die Krankenhäuser füllen sich mit Polizisten und vieles mehr, was man normalerweise Kriminellen zuschreibt.

Nun wäre es ein Fehlschluss zu sagen, alle Linken sind kriminell. Aber manche Linke sind kriminell. Manche Linke sind Gewalttäter. Die linke Ideologie ist ein Hafen für linke Gewalttäter. Die deutsche Linke hat ein Problem, wie es die Muslime haben: Es gibt Terroristen in beider Reihen.

Es wird Zeit, dieser Tatsache ins Auge zu sehen und entsprechend zu handeln.

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Wie geht eigentlich “sozial”? In Deutschland wedelt der Schwanz mit dem Hund

Ein Tweet aus dem hoh(l)en Norden Deutschlands hat uns veranlasst, die Frage, was ist eigentlich sozial, was ist das Soziale aufzunehmen.

Offenkundig ist „sozial“ der größte Verkaufsschlager der politischen Linken und eine feste Marke in ihrem Angebot, das sie gratis unter Wählern verteilen, immer in der Hoffnung, dass das große Geschenk „sozial“ die Stimmen derer, die auf das Wort geeicht sind, bringt.

Aber was ist das “Soziale”.

Das Philosophische Lexikon weiß rat:
“Sozial (von lat. Socialis, ‚kameradschaftlich‘, ‚gemeinschaftlich‘), bezeichnet das Zwischenmenschliche, d.h. alles, was mit dem Zusammenleben von Menschen zusammenhängt, bes. also in den Bedeutungen: gesellschaftsbetreffend, gesellschafts- und gemeinschaftsbildend; Gegensatz -> asozial (gemeinschaftsschädigende) -> auch Sozialismus.”

Das Soziale liegt somit in der Interaktion von Menschen. Wenn Menschen mit einander agieren, etwas tauschen, wenn sie handeln, dann ist das sozial. Und so steht es dann auch im Wörterbuch der Soziologie:

Soziologie Woerterbuch„Sozial (lat., die Gesellschaft betreffend), in der Soziologie allg. wertneutrale Bezeichnung für prozeßhafte zwischenmenschliche Beziehungen (Interaktionen), für wechselseitig orientiertes Handeln von Menschen (M. Weber) u. für Gebilde, die aus relativ dauerhaften zwischenmenschlichen Beziehungen hervorgehen. Diese Beziehungen, Handlungen und Gebilde, die in den Gesamtzusammenhang der Gesellschaft eingelagert sind, beinhalten sowohl Kooperation wie auch Konflikt. In der Alltagssprache wird mit dem Wort sozial mehr wertend ein bestimmtes Verhalten bezeichnet, das im Gegensatz zum unsozialen Verhalten menschenfreundlich-gemeinnützig geprägt ist.“

Nehmen wir zu Gunsten von Ralf Stegner an, dass er das Wort „sozial“ alltagssprachlich, also wertend benutzt, um sich damit als Menschenfreund zu inszenieren. Inszenieren ist der modus operandi, denn „das Soziale“ an sich hat nichts mit Menschenfreundlichkeit zu tun, sondern mit Interaktion zwischen Akteuren.

Wenn Akteure, also z.B. Hans Meyer und Peter Briegel, in eine Interaktion miteinander treten sollen, dann benötigt zumindest einer von ihnen einen Grund dafür. Peter Briegel mag am Straßenrand betteln. Hans Meyer ihm einen Euro in den Hut werfen. Die Interaktion ist entweder einseitig. Hans Meyer wirft einen Euro in den Hut. Oder wechselseitig: Peter Briegel bedankt sich für den Euro. Peter Briegel mag ein Klempner sein, der im Haus und nach Anruf von Hans Meyer das Leck im Heizungsrohr repariert. Die Interaktion ist wechselseitig in etlichen Stationen, Meyer ruft Briegel an. Briegel kommt zu Meyer. Briegel repariert das Rohr. Meyer bezahlt Briegel. Beide haben einen Nutzen von der Interaktion. Hans Meyer kann man sich auch als Priester vorstellen, der Peter Briegel die Beichte abnimmt. Nach der Beichte macht Hans Meyer einen Strich in seinem Arbeitspensum und Briegel fühlt sich erleichtert. Beide haben abermals einen Nutzen von der Interaktion.

Das Soziale verlangt entsprechend nicht nur nach Interaktion, es verlangt auch nach einem Nutzen. Geselligkeit im Gesangverein ist Ausdruck des Sozialen. Alle, die daran beteiligt sind, haben einen Nutzen. Kameradschaft im Schützengraben des ersten Weltkriegs ist ein Ausdruck des Sozialen. Alle daran beteiligten haben einen unmittelbaren Nutzen z.B. durch gegenseitige Hilfe.

Das Soziale fordert Interaktion. Interaktion gibt es nur, wenn die Interagierenden einen Nutzen von der Interaktion haben. Das verlangt, dass eine Interaktion reziprok ist. Einer macht den Anfang, einer folgt nach. Einer gibt etwas, einer gibt etwas zurück. Einer spendet, einer bedankt sich. Und so weiter.

Was in Deutschland mit Begriffen wie „soziale Ungleichheit“, „soziale Gerechtigkeit“ „soziales Gewissen“ oder einfach nur “sozial” geschaffen werden soll, was Ralf Stegner mit seiner undeutschen (sprachlich gemeint!) Behauptung, er wisse, wie „sozial gehe“ etablieren will, ist eine vollkommene Umdeutung des Sozialen. Sozial ist nicht mehr ein Austausch, sondern eine einseitige Verpflichtung.

Wer etwas leistet, muss von seinem Erwirtschafteten etwas abgeben. Das soll sozial sein.
Wer nichts hat, hat Anrechte auf den Ertrag der Arbeitskraft anderer, kann über den staatlichen Transfer auf deren Erwirtschaftetes zugreifen. Das soll sozial sein.
Wer weniger hat als ein anderer, kann nach einem sozialen Ausgleich ohne eigene Leistungserhöhung rufen. Das soll sozial sein.

Die Reziprozität, die bislang sichergestellt hat, dass das Soziale in Interaktionen geschaffen wird, sie wird gestrichen und durch eine Verpflichtung des Leistenden, zu geben und ein Recht, des nicht Leistenden, zu nehmen, ersetzt. Damit wird natürlich die Motivation dessen, der leistet, zerstört. Wozu sollte man Interaktionen aufnehmen, von denen man nichts hat?

Peoples_Dice_of_EqualityAlso muss der Leistende zum einen darüber getäuscht werden, dass er einen nicht Leistenden ohne Gegenwert unterhält. Das geschieht über die Formulierung von allerhand Rechten, die alle eines gemeinsam haben: Sie verlangen von denen, die leisten, eine Finanzierung ohne denen, die leisten auch nur die kleinste Kleinigkeit zurückzugeben. Es geschieht darüber, dass die Interaktion, die der Leistende nicht mehr direkt ausführt, weil er nichts davon hat, ihm indirekt aufgezwungen wird. Der Leistungsfluss, von dem, der leistet, zu dem, der nicht leistet, aber entgegennimmt, wird durch den Staat sichergestellt. Die Finanzbehörden des Staates nehmen dem Leistenden einen Teil seines erwirtschafteten Geldes und verteilen es an den nicht Leistenden. Das ist sozial, ist Umverteilung von Reich zu Arm wird dem Leistenden erzählt, und das ist dann der letzte Nagel im Sarg der Reziprozität, denn der Leistende, dem genommen wird, muss sich damit trösten, ein sozialer Mensch zu sein, der so sozial ist, dass er sogar das Hartz IV der Antifa finanziert, die sein Auto anzündet, weil es gerade am Wegrand geparkt war. Er muss sich damit trösten, weil derjenige, der an der Leistung des Leistenden teilhat, der nimmt ohne selbst zu leisten, ihm nicht danken wird, denn das Nehmen ist zwischenzeitlich zum Recht stilisiert worden. Nehmen, sich aushalten lassen, sind Rechte geworden, während für diejenigen, denen Nehmen und sich-Aushalten-lassen nicht so liegt, die Pflicht zur Arbeit haben.

Das Soziale, wie es Ralf Stegner vorschwebt, ist demnach nichts anderes als eine moderne Variante von Sklaventum, das eine Klasse von Individuen Mehrwert erwirtschaften sieht, eine Klasse von Individuen die Hände aufhalten und die eigenen Rechte einfordern sieht und eine Klasse von Individuen sich als soziale Wohltäter inszenieren sieht, die sich anmaßen darüber zu entscheiden, wem wie viel genommen und wem wie viel gegeben wird, vom Geld, das natürlich andere erwirtschaften.

Wenn Sie das nächste Mal einen Sozialisten hören, wie er den Begriff „sozial“ im Mund führt, halten Sie ihre Geldbörse fest, denn sozial bedeutet für Sozialisten nehmen ohne Gegenleistung; Diebstahl.

Die Sozialdemokratisierung der AfD – Vom unwissenden Ralf (Stegner)

Ralf Stegner, der auf Twitter so gerne austeilt, hat Probleme damit einzustecken. Ein Phänomen, das oft zu beobachten ist, vor allem dann, wenn die Austeilenden außer verbalen Injurien nichts zu bieten haben, keine Argumente, keine Fakten, keine Begründung. Ralf Stegner ist ein solcher Austeiler.

Er bezeichnet die AfD gerne als rechtsextreme Partei und vergleicht die AfD mit der NSDAP, hat aber keinerlei Ambiguitätstoleranz, wenn andere tun, was er tut, vergleichen, nur eben nicht die AfD, sondern die SPD, mit der AfD, und zwar so, dass es für die SPD unvorteilhaft ist: Die Sozialdemokratisierung der AfD, so titelt die Welt und Stegner ist erregt und gar nicht tolerant. Diese fehlende Ambiguitätstoleranz, die teilt Stegner übrigens, wenn man die Forschung von Wilhelm Heitmeyer ernst nehmen kann, mit Rechtsextremen, die auch gereizt auf alles reagieren, was ihrer Weltsicht nicht entspricht. Man erkennt die Ambiguitätsintoleranten daran, das sie außer Stande sind, Argumente zu antizipieren oder gar zu formulieren.

SPD-Vize Ralf Stegner: Die AfD ist das Gegenteil von sozialdemokratisch – WELT https://t.co/8Nl9fWfhOi

 

Ralf Stegner macht kein einziges Argument. Die WELT hat ihm für seinen Gastbeitrag rund 500 Worte eingeräumt. 500 Worte, knapp zwei Din-A4 Seiten Text, die Stegner dazu nutzen könnte, um zu argumentieren, warum die AfD und die SPD so grundverschieden sind, dass sich jeder Vergleich zwischen beiden verbietet, wie er behauptet.

Wählt_Spartakus_1920QuelleWikipediaNur: Er nutzt die 500 Worte nicht dazu, zu argumentieren, was einfach sein sollte. Denn wären die Unterschiede zwischen der AfD und der SPD so groß, dass man nicht von einer Sozialdemokratisierung der AfD schreiben kann, die Argumente, sie müssten sich nur so aufdrängen. Jede Sparte der Politik, ob Rechts-, Sicherheits-, Bildungs- oder Verteilungspolitik, die Unterschiede sie müssten klar benennbar sein, die Argumente für die Grundverschiedenheit beider Positionen nur so hervor sprießen.

Indes, im Beitrag von Stegner sucht man Argumente vergebens. Stegner übt sich mehr als Spruchbeutel, der versucht, Leser mit Nominalkonstruktionen so zu benebeln, dass sie vor lauter Worten nicht mehr erkennen, dass die vielen Worte keinerlei Sinn tragen. Etwa wenn er schreibt:

USPD 1921“ Für linke Volksparteien wie die SPD gilt, dass Gerechtigkeit Maßstab und Kompass unserer Politik ist. Wir geben auf die realen Probleme der Menschen bei Arbeit, Rente, Familie Gesundheit oder Pflege gerechte und praxistaugliche Antworten“.

Wer aus diesem Absatz etwas entnehmen kann, eine klare Aussage, eine, die sich auf eine konkrete Politik bezieht, vielleicht auch einen Sinn, der möge sich melden. Bis dahin gehen wir davon aus, dass

für ehemalige Volksparteien wie die SPD, die auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit sind, gilt, dass Ergebnisgleichheit Maßstab und Kompass ihrer Politik ist. Sie gehen weder auf die realen Probleme der Menschen bei Arbeit, Rente, Familie Gesundheit oder Pflege ein, noch geben sie gerechte und praxistaugliche Antworten

An Stelle von Argumenten versucht Stegner seine Leser von sich und der SPD dadurch zu überzeugen, dass er Verbalinjurien verbreitet, Expletive, wie wir im UK sagen, weil das Wort Expletives nicht nur die Niedrigkeit des Versuchs, sich mit Beleidigungen eine Vorteil zu verschaffen, beschreibt, sondern auch die soziale Distanz, die zwischen einem selbst und sowas besteht, zum Ausdruck bringt, etwa:

„Unerträgliche Verharmlosung des fremdenfeindlichen …“, „empörender Missgriff“, „Duo infernale“, „perfide ist der Vergleich“, „Hetze gegen Schutzsuchende“, Beatrix von Storch ist zur Nächstenliebe nicht fähig, „völkisch-nationales Gedankengut“…

Gelingt es Stegner nicht, seine Leser mit diesem Appell an eine geteilte Ideologie und deren emotionale Überhöhung zu fangen, dann bleiben von seinen 500 Worten nur noch die oben bereits bebeispielten Leerformeln oder logische Fehler und falsche Behauptungen wie die folgenden:

 

SED DDR

Die einzige bekannte Form von “Zusammenhalt”

“Seit 154 Jahren steht die SPD für Zusammenhalt, sozialen Ausgleich und Völkerverständigung. Die AfD steht für das Gegenteil!“

Zuerst zu den falschen Behauptungen, die alle der Tatsache entspringen, dass Stegner offensichtlich keinerlei Ahnung hat, in welcher Partei er sich eigentlich befindet. 1863, also zu dem Zeitpunkt, in dem Stegner die Gründung der SPD wähnt, gründete sich nicht die SPD, also die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, sondern der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV). 1869 wurde unabhängig vom ADAV die SDAP gegründet, die Sozialdemokratische Arbeiterpartei. Das war die erste Partei, die ein „sozialdemokratisch“ im Namen führte. Nur für kurze Zeit, denn 1875 haben sich ADAV und SDAP zur SAP der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands zusammengeschlossen. Der Begriff „Sozialdemokratie“ taucht, als Reaktion auf die Bismarck’schen Sozialistengesetze erst wieder 1890 im Namen der Partei auf, die nun Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt, obwohl das Parteiprogramm weiterhin stramm sozialistisch und kaum demokratisch ausgerichtet war. Vollständig auf dem Boden der Demokratie ist die SPD erst 1959 mit dem Godesberger Programm angekommen. Erst in diesem Programm wurde der Sozialismus und der damit verbundene Umbau der Gesellschaft nach marxistischen Vorstellungen aus dem Programm entfernt. Erst ab 1959 kann man von einer demokratischen, einer sozialdemokratischen Partei sprechen.

Soviel zur Geschichte.
Zurück zum unwissenden Ralf.
Die SPD sei seit 154 Jahren eine Partei des Zusammenhalts.
Wenn die SPD in den Jahren ihres Bestehens etwas war, dann eine Partei der Abspaltungen. Von den unzähligen sozialistischen und kommunistischen Parteien, die aus der SPD hervorgegangen sind, seien nur die folgenden genannt:

  • Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (Abspaltung 1916/17);
  • Kommunistische Partei Deutschlands (Gründung 1920, Vorgänger. Spartakusbund seit 1914);
  • Deutsche Arbeiterpartei (Abspaltung 1919/1920);
  • Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (Abspaltung 1931);
  • Demokratische Sozialisten (Abspaltung 1982);
    Usw.

Nichts ist es mit dem Zusammenhalt.

KPD Weimarer republik 2Auch mit der Völkerverständigung ist es nicht so weit her, seit die SPD im Jahre 1914 der Zweiten Internationalen durch ihre Zustimmung zu den deutschen Kriegskrediten im Deutschen Reichstag am 4. August 1914 den Garaus gemacht hat. Vielmehr hat sich die SPD zu diesem Zeitpunkt und nicht nur zu diesem Zeitpunkt, betont national gegeben, fast schon national sozialdemokratisch oder sozialistisch und die Verbindung zwischen „national und sozial gehört“, wie Ralf Stegner selbst schreibt, zum „dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte“ und zum dunkelsten Kapitel des deutschen Sozialismus.

Bleibt die Logik:

“Seit 154 Jahren steht die SPD für Zusammenhalt, sozialen Ausgleich und Völkerverständigung. Die AfD steht für das Gegenteil!“

Wenn die AfD für “das Gegenteil” steht, dann steht die AfD zwangsläufig und nach der Logik von Stegner seit 154 Jahren für keinen Zusammenhalt, keinen sozialen Ausgleich und keine Völkerverständigung. Das ist offensichtlicher Unsinn, da die AfD erst 2013 gegründet wurde.

Ralf Stegner weiß also schlicht nichts über die Geschichte der Partei, deren Vize-Bundesvorsitzender er ist. Er lebt wohl nach dem Motto, wer den Mund nur weit genug aufreißt, der braucht keine Argumente.

So kann man sich täuschen!

 

Hass in sozialen Netzwerken: Verursacher in Schleswig-Holstein gefunden

Haben Sie sich auch schon gefragt, wo der ganze Hass im Internet, von dem immer die Rede ist, ist, und wo er herkommt? Wenn es Ihnen so geht wie uns, dann finden sich Hasskommentare eher spärlich wenn überhaupt und die wenigen, die es gibt, die zeichnen sich regelmäßig durch etwas aus, das man nicht anders als „strunz dumm“ bezeichnen kann.

Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, Hasskommentare konzeptionell anzugehen, unter der Frage: Was zeichnet einen Hasskommentar aus? Drei Merkmale drängen sich auf:

evil-gnome(1) Ein Hasskommentar hat keinerlei kognitiven kommunikativen Inhalt, weder ein Argument noch eine Begründung oder gar einen Beleg für eine Behauptung.

(2) Ein Hasskommentar ist affektiv darauf gerichtet, das Objekt des Kommentars zu diffamieren, zu diskreditieren oder in welcher Form auch immer abzuwerten. Damit ein Hasskommentar Wirkung entfaltet, muss das Objekt des Kommentars sich von dem Kommentar getroffen fühlen und irgendwie anders darauf reagieren als mit Lachen.

(3) Da ein Hasskommentar keine Kommunikation darstellt, weil er keinen erkennbaren kognitiven Inhalt hat, dafür aber voller affektiver Auswürfe ist, ist die Motivation hinter einem Hasskommentar leicht zu benennen: (Psychologische) Onanie. Hasskommentare sind für diejenigen, die sie absondern, verbale Onanie. Hasskommentare sind die Waffe des intellektuell Zurückgebliebenen, der es nicht zur Argumentation gebracht hat.

Gemessen an diesen drei Kriterien sind Hasskommentare im Internet und in sozialen Netzwerken eher selten. Gehäuft treten sie jedoch in Schleswig-Holstein auf. Dort gibt es einen Twitter-Account, der eine Art Hassschleuder ist.

Die 140 Twitter-Zeichen sind in gewisser Weise optimal für diejenigen, deren kognitive Fähigkeiten Argumente nicht zulassen und die dann, wenn sie mehr als 140 Zeichen zur Verfügung hätten, ab Zeichen 141 in erhebliche Ausdrucksnot kommen würden. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Hasskommentare, wenn, dann auf Twitter zu finden sind, da die Kürze der Tweets dabei hilft, kognitive Schwächen zu verstecken, naja, das denken die entsprechenden Hasskommentierer wohl, von denen wir einen, wie gesagt, mit seinem Account in Schleswig-Holstein lokalisiert haben.

Tatsächlich machen Inhalt und Häufigkeit der Hass-Tweets, die Ärmlichkeit der sprachlichen Darbietung und die komplette Abwesenheit von Argument oder Begründung (Merkmal 1 und 2) deutlich, dass es sich beim Inhaber des Accounts, wohl um ein besonders onanierbedürftiges Wesen handelt, so dass man nicht weiß, ob man mit Ralf Stegner ärgerlich sein muss, da er offensichtlich denkt, seine Tweets würden von anderen für etwas anderes als einfacher Auswurf auf Basis von Hass angesehen oder ob man ihn bemitleiden muss, denn es muss furchtbar sein, wenn man voller Hass ist und kein anderes Mittel findet, damit umzugehen, als Hass-Tweets wie die folgenden:

 

 

 

Eine Ursache für den Hass dürfte auch darin zu finden sein, dass das Scheitern an etwas voraussetzt, etwas getan zu haben. Und je mehr man erreichen will, je durchgreifender die Folgen einer bestimmten Tätigkeit sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man mit seiner Handlung auf Widerstand trifft. Das ist bei Trump der Fall, und es kann Stegner und seiner SPD natürlich nicht passieren, denn: Wann hätte die SPD oder einer ihrer Parteisoldaten, die sich nicht trauen, den Mund mit einem von der Parteiräson abweichenden Satz aufzumachen, jemals eine Handlung ausführen wollen, die eine durchgreifende Veränderung, am Ende noch eine Veränderung vorhandener Praxis zur Folge gehabt hätte?

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