Schluss mit dem Missbrauch von Hate Speech

Es ist an der Zeit, dem Missbrauch von Hate Speech, der politischen Indoktrination, die damit betrieben wird, und den kommerziellen Interessen, die damit befriedigt werden, ein Ende zu bereiten.

Deshalb haben wir uns entschlossen, Hate Speech zu definieren und damit das nachzuholen, worum sich die politischen Akteure so gerne drücken, denn eine Definition kann nur dann sinnvoll sein, wenn es sich um eine formale und vollständige Definition handelt. Formale Definitionen basieren auf allgemeinen Kriterien, die die Menge dessen, was definiert werden soll, beschreiben und entsprechend mehr als nur einen Fall umfassen. Und vollständig ist eine Definition dann, wenn das, was sie zu definieren behauptet, auch vollständig durch sie definiert wird, wenn das Definiendum also vollständig durch das Definiens beschrieben wird.

Definitionen, die von diesen Minimalforderungen abweichen,  bieten zwar denen, die sie vornehmen, zumeist jede Möglichkeit der Manipulation, sind aber dann wertlos, wenn es darum gehen soll, einen empirischen Tatbestand zu fassen.

Dass unvollständige und nicht formale Definitionen vornehmlich Mittel zur Indoktrination und Manipulation sind, kann man derzeit jeden Tag aufs Neue beobachten, denn es vergeht kein Tag, an dem nicht versucht wird, eine Pseudo-Definition von Hate Speech, die dem linken ideologischen Lager genehm ist, durchzusetzen. Ein sehr drastisches Beispiel für diesen Versuch, ist das von Gebührenzahlern öffentlich-rechtlicher Sender finanzierte Machwerk, für das die Landesanstalt für Medien, Nordrhein-Westfalen, die Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz und Klicksafe.de gemeinsam verantwortlich zeichnen.

lfm Hate speech.jpgDie Broschüre mit dem Titel „Hate Speech. Hass im Netz“ ist ein einziger Versuch, die Kritik an Inhalten linker Ideologie als Hate Speech durchzusetzen und Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus oder „antimuslimischen Rassismus“ unter dem Dach des Konzepts von Hate Speech zu sammeln. Die Prämisse, die mit Pamphleten wie diesem in die Köpfe von in diesem Fall „Fachkräften und Eltern“ gehämmert werden soll, lautet: Hate Speech gibt es nur auf der politisch rechten Seite. Ziel von Hate Speech sind die vermeintlich emanzipatorischen Konzepte der Linken, also das, womit Gutmenschen derzeit ihr Geld verdienen.

Damit dieser Missbrauch von Hate Speech, der der Förderung eigener ideologischer und vor allem finanzieller Interessen dient, beendet wird, legen wir eine formale Definition von Hate Speech vor, mit der jeder prüfen kann, ob Aussagen, die ihm gegenüber gemacht werden, sich als Hate Speech qualifizieren.

Dementsprechend ist Hate Speech eine Aussage oder eine Reihe aufeinander bezogener Aussagen, für die (1) keinerlei Begründung geliefert wird, die (2) sich auf Zuhörer oder Leser richten, mit dem Ziel, Dritte als Hassobjekt zu präsentieren. Entsprechend benötigt Hate Speech (3) die Motivation, Dritte bei Zuhörern oder Lesern diskreditieren, diffamieren oder schlecht machen zu wollen – denn wäre die entsprechende Motivation nicht vorhanden, würde auch kein Versuch unternommen, einem Publikum ein Hassobjekt ohne jegliche Begründung zu liefern; (4) Zuhörer, deren intellektuelle Aufmerksamkeit derart abgestumpft ist, das sie für affektive Appelle anfällig sind, sie als Gelegenheit zur Zuordnung wahrnehmen.

Die Merkmale von Hate Speech sind somit:
(1) Eine Motivation, Dritte zu diskreditieren;
(2) die Erwartung, ein Publikum zu finden, das empfänglich für die Diskreditierung Dritter, die Schaffung eines Hassobjekts ist.;
(3) das Fehlen jeglicher Begründung für die gemachten Aussagen und entsprechend das Vertrauen auf ideologische Gemeinsamkeiten mit den Adressaten der Hate Speech, die allein über wertende Inhalte hergestellt wird. Man könnte auch sagen, Hate Speech funktioniert bei denen, findet bei denen Beifall, die die moralische Niedrigkeit dessen, der die Hate Speech von sich gibt, teilen, die sich im selben anstandsfreien Sprachraum aufhalten.
(4) Motivationen, Dritte zu diskreditieren können Hass und Opportunismus sein. Welche Motivation letztlich vorliegt, ist eine empirische Frage.

Entsprechend dieser Definition von Hate Speech ist jeder Mensch zur Hate Speech fähig. Hass ist, wenn man so will, Teil des biologischen Make-ups von Menschen. Dass Linke den Eindruck vermitteln wollen, sie seien in dieser Hinsicht Missgeburten, die weder zu Hass noch zu Hate Speech fähig sind, ist ein Beleg für ihre intellektuelle Seichtheit, die die einfachsten Konsequenzen der eigenen Behauptungen nicht zu erkennen im Stande ist.

Dass nicht alle Menschen Hate Speech von sich geben, ist der Tatsache geschuldet, dass Anstand und Moral sowie ein Wissen darum geschuldet, dass Hate Speech in einer Demokratie das gemeinsame Fundament untergräbt, was insofern misslich ist, als man nicht weiß, ob derjenige, den man heute als sein Hassobjekt außerkoren hat, nicht morgen das Skalpell in der Hand führt, mit dem ein Tumor entfernt werden soll. Darüber hinaus sagt die Vernunft in Kombination mit dem kategorischen Imperativ von Kant, dass es besser ist, Menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, tut man es nicht, hat man nämlich den Anspruch, anständig behandelt zu werden, verwirkt.

Wenden wir unsere Kriterien an, dann sind die folgenden beiden Beispiele, Beispiele für Hate Speech:

Es handelt sich hierbei um Hate Speech, weil keine Begründung für die Aussage, “Kein Einfluss für das Neonazipack” gegeben wird. Die Aussage richtet sich an diejenigen, die keine Begründung brauchen, weil sie derselben ideologischen Glaubensrichtung angehören, denselben Hass verspüren wie Stegner (sofern er kein Opportunist ist) und von denen Stegner erwartet, dass sie sich bereitwillig als seine Claqueure instrumentalisieren lassen. Die Motivation der Aussage besteht einzig und allein darin, Dritte zu diskreditieren und zu diffamieren und die Aussage wie einen Knochen vor die Meute der eigenen ideologischen Anhänger zu werfen. Es handelt sich somit nicht um eine Kommunikation, sondern um einen verbalen Auswurf, der alle Kriterien für Hate Speech erfüllt.

Ein weiteres Beispiel für Hate Speech hat Sonia Mikich in der ARD produziert:

“Bleiben wir nicht bei den Schlagzeilen stehen: Strafzölle für deutsche Autos, NATO obsolet, Brexit prima, Merkels Flüchtlingspolitik katastrophal. Nein, wer das ganze Interview liest, erlebt Widersprüche, Angeberei, verbale Erektion und eine Gedankentiefe von höchstens 140 Zeichen. Halbwertzeit: ein Tag. Das waren nicht Positionen eines Politikers, sondern die Selbstverliebtheit eines Narzissten von altrömischer Größe, eines Egomanen aus einem Comic. So ungefähr die Kreuzung aus Nero und Donald Duck“.

Die Hate Speech von Mikich richtet sich gegen Donald Trump, das derzeitige Lieblings-Hassobjekt der deutschen Linken. Frau Mikich ist sehr proliferant, wenn es darum geht, Trump zu beleidigen, sie ist eine sprudelnde Quelle und scheint in einer Welt zu verkehren, in der die Phantasie von Erektionen, der Hass auf selbstbewusste Menschen und die Abscheu vor allem, was nach Erfolg aussieht, an der Tagesordnung ist. Es ist gleichzeitig ganz offensichtlich keine Welt, in der man es gewohnt ist, seine Aussagen zu begründen. Offensichtlich reicht eine Beleidigung, um das Gegenüber in Verzückung zu versetzen. Und darauf hofft Mikich mit ihrem anstandslosen Kommentar, darauf, dass all diejenigen, die ihren Hass auf Trump teilen und deren affektive Sucht nach Zuordnung ihre Vernunft in den Schatten stellt, ihr verzückt zustimmen. Sie hat es Trump gegeben. Ihn so richtig beleidigt. Mehr ist nicht notwendig in der Hass-Welt von Mikich, in der Begründungen nicht vorkommen. Deshalb ist ihr Kommentar ein Paradebeispiel für Hate Speech.

Betrachten wir nun, was Eltern und Fachkräften von denen, die sich immer gerne für den politischen Zeitgeist prostituieren, als Hate Speech verkauft werden soll. Überraschenderweise lehnen sich die Autoren der oben genannten Broschüre „Hate Speech. Hass im Netz“ soweit aus dem Fenster, dass sie Beispiele für das geben, was sie für Hate Speech halten.

lfm-hate-speech-2

Hier einige der Beispiele und unsere Bewertung:

Angebliche Hate Speech: „Die Flüchtlinge haben alle teure Handys.“

Die Aussage qualifiziert sich nicht als Hate Speech, denn die Aussage beschreibt eine Beobachtung, die man jederzeit falsifizieren kann. Zudem fehlt der Aussage die affektive Komponente und die Absicht, ein Hassobjekt zu diskreditieren, die notwendig sind, um eine affektive Verbindung zu seinem Publikum herzustellen, eine Komponente wie „Neonazipack“.

Angebliche Hate Speech: „Ich will auch ein neues Smartphone. Werd‘ ich im nächsten Leben halt Asylant.“

Wenn Hate Speech so harmlos wäre, wie dieses Beispiel, man müsste sich ihr nicht widmen. Aber Hate Speech ist, wie die Beispiele oben zeigen, nicht harmlos. Sie wird in den Beispielen bewusst eingesetzt, um ideologische Morons, die nur auf affektive Inhalte reagieren, zu manipulieren und zu Begeisterung und Zustimmung zu aktivieren. Ob dies in den dargestellten Formen von Hate Speech von Stegner oder Mikich absichtlich erfolgt, weil beide Opportunisten sind oder beide als ideologische Morons einfach nicht anders können, ist eine Frage, die noch zu beantworten ist. Im Gegensatz dazu ist das, was in der Broschüre als Hate Speech verkauft werden soll, richtig harmlos, schon weil die Wirkung bei denen, die die Meinung dessen teilen, der die Aussage macht, nach kurzer Zeit verpuffen wird, sofern sie sich den Witz nicht merken. Abgesehen davon ist ein Smartphone eher ein unwichtiger Bestandteil des Lebens und die Aussage zielt nicht darauf ab, Asylbewerber zu diskreditieren und zum Hassobjekt zu erkären, da Letzteren ja Überlegenheit im Hinblick auf den Zugang zu Smartphones attestiert wird.

Angebliche Hate Speech: „Kanake, Schwuchtel, Schlampe.“
Welche Wirkung mit diesen Begriffen verbunden ist, ist eine Frage der Subkultur, in der sich der Sprecher bewegt. Als Begriffe können sie Beleidigungen darstellen, zur Hate Speech können sie nur dann werden, wenn sie auf ein (ideologisches) Ziel hin instrumentalisiert und in eine entsprechende Motivation, die auf eine dauerhafte Diskreditierung Dritter abzielt, eingebunden werden, etwa so: „Kein Einfluss für das Neonazipack!“

Bei den folgenden Beispiele handelt es sich um pointierte Formulierungen, um Forderungen und Slogans, um Stereotype, wie die Autoren selbst erkennen und um Verallgemeinerungen. Stereotype und Verallgemeinerungen haben mit Hate Speech überhaupt nichts zu tun. Sozialpsychologen sind vielmehr der Ansicht, dass beides notwendig ist, um sich im täglichen Leben zurechtzufinden. Stereotype wie Verallgemeinerungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie revidiert werden, wenn sie sich als ungeeignet erwiesen haben, um sich in der Realität zu orientieren. Bei Aussagen, die sich als Hate Speech unter unserer Definition qualifizieren, wie z.B. “Kein Einfluss für das Neonazipack!” ist kaum zu erwarten, dass derjenige, der die Aussage äußert, sich zu irgendeinem Punkt im Verlauf seines Lebens mit Fakten konfrontiert sieht, die ihn dazu bringen, seine Aussage zu revidieren. Deshalb ist Letzteres Hate Speech, während Stereotype und Verallgemeinerungen es nicht sind, schon weil ihnen jede Motivation fehlt, Personen oder Gruppen zu Hassobjekten zu erklären und zu diskreditieren.

Gleichsetzung wie die dargestellte (Juden = Israel) erfüllen nicht die Kriterien zur Hate Speech. Die Absicht, zu diskreditieren, ist zumindest nicht offenkundig, und es ist über Gleichsetzungen kaum möglich, eine affektive Brücke zu seinem Publikum herzustellen, die es ermöglich, gemeinsam empfundenen Hass auszuleben. Die Gleichsetzung von Björn Höcke mit „Nazipack“, wie sie Stegner vornimmt, schafft gerade diese ideologische Brücke mit all denen, die schon vor Stegners Tweet der Ansicht waren, Höcke sei Nazipack. Deshalb ist Stegners Tweet Hate Speech, die Gleichsetzung von Juden und Israel ist es nicht. Im übrigen ist es kaum möglich, Gleichsetzungen von Verallgemeinerungen zu trennen, denn die Aussage „Alle Griechen sind faul“, die als Beispiel für Hate Speech in der Kategorie „Verallgemeinerungen“ präsentiert wird, könnte ebenso in der Kategorie Gleichsetzung stehen, da Griechen und Faulheit gleichgesetzt werden. Die Autoren der Broschüre sind ganz offensichtlich in ihren eigenen ideologischen Inhalten versunken, wobei die formale Logik auf der Strecke geblieben ist.

hate_speech1Verschwörungstheorien generell als Hate Speech klassifizieren zu wollen, ist eine Form von Naivität, die nicht nachvollziehbar ist und auch nicht nachvollzogen werden muss, denn es reicht, den Fehlschluss festzustellen, der darin besteht, dass die Autoren des Hate Speech Pamphlets allen Ernstes die Prämisse haben, es gäbe keinerei Verschwörungen, weshalb alle Verschwörungstheorien Hate Speech sein müssen. Das ist zu dumm, als dass es noch einer Anwendung unserer Kriterien für Hate Speech bedürfte. Im übrigen ist es erschreckend, dass diejenigen, die hier Verschwörungstheorien generell als Hate Speech abtun wollen, selbst Verschwörungstheorien anhängen ohne es zu merken, z.B. der Verschwörungstheorie, dass Hate Speech nur durch soziale Netzwerke möglich geworden sei oder es Internetseiten gebe, die sich nur der Verbreitung von FakeNews widmeten.

Aussagen, die zu Gewalt gegen Individuen und Gruppen aufrufen, sind noch am ehesten geeignet, um unsere Definition von Hate Speech zu erfüllen. Allerdings ist es bei solchen Aussagen immer schwierig, zu entscheiden, wann ein solcher Aufruf vorliegt und wann nicht. So könnte man in der Aussage von Stegner unter dem Bild von Björn Höcke „Kein Einfluss für das Neonazipack!“ einen Aufruf zur Gewalt ansehen, denn die Verhinderung von Einfluss, soweit es sich auf Einfluss bezieht, der aus Wählerstimmen resultiert, ist denen, die Stegners Ideologie teilen, weitgehend genommen. Es ist jedoch nicht notwendig, sich mit derartigen Fragen zu befassen, wenn man unsere Definition von Hate Speech und die Kriterien, die Hate Speech auszeichnen, zugrunde legt:

Hate Speech liegt demnach vor, wenn

(1) Dritte diskreditiert oder diffamiert werden sollen;
(2) Keinerlei Begründung für die eigene(n)diskreditierende(n) Aussage(n) gegeben wird;
(3) Die Aussage sich an ein Publikum richtet, von dem der Aussagende annimmt, dass es auf rein affektive Appelle reagiert und fehlende Begründungen nicht vermissen oder einfordern wird;
(4) Den Aussagenden und sein Publikum derselbe Hass verbindet, der in der Hate Speech zum Ausdruck kommt;

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21 Responses to Schluss mit dem Missbrauch von Hate Speech

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  2. Gereon says:

    Wo kann ich diese Broschüre, die offensichtlich FakeNews verbreitet, einklagen? Bei Correctiv!? Oder arbeitet das Ministerium für Wahrheit schon?

  3. Rainer Wittmann says:

    Hate Speech liegt nach dem Artikel vor, wenn 1…, 2…, 3… 4. den Aussagenden und sein Publikum derselbe Haß verbindet, der in HateSpeech zum Ausdruck kommt. Diese Definition ist zirkulär, weil “Haß” erklärt werden soll durch die in “Hate Speech” zum Ausdruck gebrachte Bedeutung. Bevor “Hate Speech” erklärt werden kann, ist zu klären: was ist Haß? Assoziative Begriffe sind z.B.: Abneigung, Feindschaft, Böswilligkeit, Abscheu, Antipathie, Ressentiment, Widerwille, Unausstehlichkeit.
    Ich halte die Diskussion darüber, was “Hate Speech” ist, für völlig verfehlt. Das Wort wird verwendet, um die Meinungsfreiheit einzuschränken. Wenn man mit Meinungsfreiheit nicht nur Gedankenfreiheit meint, sondern auch die uneingeschränkte Freiheit, Gedanken zu äußern, gibt es keine Begrenzung dieses Grundrechtes. Dann mag man irgendwelche Äußerungen als “Hate Speech” qualifizieren, diese Einordnung wäre aber im Sinne der Auslösung von Rechtsfolgen ohne Bedeutung. Den Kreisen, die das Wort “Hate Speech” verwenden, geht es aber gerade darum, die mit haßerfüllte Äußerung zu verbieten, also die Meinungsäußerungsfreiheit zu beschränken.

    • Wenn Sie die Definition von Hate Speech wegnehmen und nur die Frage betrachten, warum Hate Speech bei manchen wirkt, die wir in die Definition mitaufgenommen haben, dann wird unsere Definition tatsächlich kürzer, zirkulär wird sie deshalb nicht, denn die Wirkung von Hatespeech, die wir als konnative Dimension mitberücksichtigen ist unabhängig von der formalen Definition des Inhalts. Sie erinnern sich vielleicht, diffamierend, affektiv, ohne Begründung …

  4. rote_pille says:

    Und wenn Hate Speech vorliegt? Was dann? Die sollen erst mal aufhören per Steuern unser Eigentum zu klauen, um die Überbevölkerung zu versorgen, dann lässt sich in Erwägung ziehen, auf ihre Gefühle Rücksicht zu nehmen.

  5. Brockenteufel says:

    Glaubt Ihr wirklich, daß die zumeist geistig “schlicht gestrickten” Linken wie bei Correctiv oder der AAS diese Definitionen verstehen und umsetzen könn(t)en? Aber selbst wenn, sie würden es gar nicht wollen.

  6. F.R says:

    Hier eine gute Abhandlung zur Broschüre:

    https://volksbewegung.wordpress.com/2016/07/16/hate-speech/

    und Folgeartikel (Rubrik Schul-Indoktrination)

  7. ein stein says:

    Benjamin S. schrieb im Jahr 2015 auf Facebook über das Foto des syrischen Jungen Aylan, der im Mittelmeer ertrunken und an den Strand in der Nähe der türkischen Stadt Bodrum gespült worden war: “Wir TRAUERN NICHT sondern wir FEIERN ES!“.

    Nach Ihrer Definition ist diese Aussage eindeutig Hate Speech, weil es Dritte diskreditiert, dafür keinerlei Begründung angegeben wird, sich an Gleichgesinnte richtet, die die fehlende Begründung nicht vermissen werden und den Aussagenden und sein Publikum derselbe Hass (auf Flüchtlinge) verbindet.

    Die Spiegel-Autorin Hatice Ince twitterte vor Kurzem „#udoulfkotte ist tot. Hahaha! Darauf einen Schnaps!“ und „Das Jahr fängt gut an. #Ulfkotte“.

    Nach Ihrer Definition sind diese Aussagen ebenfalls eindeutig Hate Speech, weil sie Dritte diskreditieren, dafür keinerlei Begründung angegeben wird, sich an Gleichgesinnte richtet, die die fehlende Begründung nicht vermissen werden und den Aussagenden und sein Publikum derselbe Hass (auf Ulfkotte) verbindet.

    Kaum wurde die Aussage von Benjamin S. publik, forderte die Internetseite linksunten.org auf, den „ekelhaften Drecksfaschisten ausfindig zu machen” – und nach einer Denunziationskette wurde Benjamin S. auch wenig später von seinem Arbeitgeber, der Zeitarbeitfirma Runtime, fristlos entlassen, während die Polizei sofort Ermittlungen wegen § 189 StGB “Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener” aufnahm.

    Nach der Veröffentlichung ihres Tweets wurde Hatice Ince meines Wissens weder von ihrem Arbeitgeber entlassen, noch nahm die Polizei Ermittlungen wegen § 189 StGB auf. Nicht einmal ihr Twitter-Zusatz @HatinJuce (= @Hating Jews – wohl so etwas wie die Mutter aller Hate Speeches) konnte eine ähnliche Reaktion wie bei Benjamin S. induzieren.

    Angesichts dieser realen Verhältnisse in Deutschland – inwiefern hilft nun Ihre so treffliche Definition von „Hate Speech“ der Gesellschaft weiter, welchen Mehrwert bietet sie für den Einzelnen gegenüber der viel einfacheren Definition „Hate Speech liegt im Auge des Betrachters.“

  8. luisman says:

    Eine Aussage wie
    (1) “kill all men” oder “zahlt Frauen 20+x% mehr als Maennern”
    (2) weil Patriarchie, oder “gender-pay-gap”
    (3) gerichtet an Feministinnen (feelings)
    (4) die Gemeinsamkeit durch likes oder retweets manifestiert wird

    ist dann nach Eurer Definition kein hate speech, nur weil eine fadenscheinige Begruendung genannt wird? Und wenn nur wissenschaftlich fundierte Begruendungen nicht als “keinerlei” Begruendung definiert werden, wird der Streit eben darueber ausbrechen wie fundiert/wahr diese sind.

  9. merxdunix says:

    Die SPD will sich also mit einem Wahlplakat groß machen, auf dem sie Hetze gegen Hilflose als Schwäche bezeichnet, und Stegner fordert die Hilflosigkeit der Neonazis – Schwache Leistung!

    Hass zu empfinden, ist m. E. gar nicht so einfach. Dagegen regt sich meist ein innerer Widerstand, den es zu überwinden gilt. Hass muss trainiert werden, insbesondere wenn er zum Ausdruck gebracht werden soll. Hate Speech zu kreieren beherrschen deshalb oft nur solche, die auf Provokationen geschult sind, und die finden sich überwiegend in der Politik und im Journalismus.
    Aus der Mustertabelle sprechen vielleicht Verachtung, Neid und Wut. Hass schürt dagegen, wer Entsprechendes zu Tabellen zusammenfasst und es damit kanalisiert.

    • corvusalbusberlin says:

      “Hass zu empfinden, ist m. E. gar nicht so einfach. ”

      Hass sowie Liebe sind überaus starke Gefühle.
      Ich meine damit nicht ein bisschen Hass oder ein bisschen Liebe. Nichts lauwarmes!

      • merxdunix says:

        Für Liebe mag das gelten, wobei sie bei der von Ihnen gemeinten Intensität gern mit Leidenschaft verwechselt wird.
        Hass ist, so wie ich es sehe, ganz klar eine Neurose, in die man sich beispielsweise durch innere Wut oder Enttäuschung verrennen kann.
        Man kann Hass aber auch durch Indoktrinieren systematisch anerziehen, so dass er zur sozialen Verhaltensnorm oder bürgerliche Pflicht wird. Das ist im 3. Reich geschehen und darauf könnte auch die im Artikel aufgezeigte tabellarische Benennung von Hassobjekten abzielen, indem sie es als bürgerliche Pflicht tarnt, gegen Meinungsfreiheit zu sein.

        • corvusalbusberlin says:

          “Hass ist, so wie ich es sehe, ganz klar eine Neurose,in die man sich beispielsweise durch innere Wut oder Enttäuschung verrennen kann.

          Wir sind alle fähig , in bestimmten Situationen – jede auf seine Weise, abgrundtiefen Hass zu empfinden, ohne eine Neurose zu haben.

          • merxdunix says:

            Bei Hass geht es nicht darum, Gefühle zu verstehen, sondern Schlussfolgerungen zu verinnerlichen. Hass wird aus diversen Anlässen heraus zunächst gedacht und durch Wiederholung der Denkprozesse zunehmend empfunden, wie jede andere Neurose auch.

  10. Bernd Engelking says:

    “Entsprechend dieser Definition von Hate Speech ist jeder Mensch zur Hate Speech fähig.”
    Nicht nur das. Es ist die Sprache der einfachen Menschen “am Stammtisch”.

    In vertrauter Umgebung, unter sich einander vertrauenden Menschen, spricht man die Sprache des Volkes. Daher kann sich die große Mehrheit der einfachen Menschen auch nicht dagegen wehren. Sie spricht, “wie ihnen der Schnabel gewachsen ist”.
    “Soziale Medien” übernehmen heute die Rolle der Stammtische und da alle mitlesen können, ist es nicht schwer, sich “unvorsichtig” äußernde Menschen in Schubladen zu stecken.

    Schon immer hat den Regierenden nicht gefallen, was und wie an Stammtischen gesprochen wurde, vor allem wenn das Volk anderer Meinung ist. Wenn man seine Politik, die nicht dem Volk dient bzw. gegen das Volk gerichtet ist, lieber “verkaufen” will, ist es vielleicht gut, die Menschen in ihrer Meinungsäußerung zu hindern. Hate speech ist eine Art “Lupe”, in der die Menschen und die Regierenden Volkes Meinungen ablesen können.

  11. Marcus Junge says:

    So richtig eine Definition wäre, es ist die falsche Baustelle, die Baustelle der Linken und Systemlinge und da wollen wir gar nichts bauen, denn es ist Treibsand.

    “Haßsprache” ist kein rechtlicher Maßstab, sie darf gar nicht belangt werden. Wenn Linke und Systemlinge Anwandlungen aus der Gummizelle heraus haben, dann gehört das einfach nicht Gesetze gegossen, ob nun mit oder ohne Definition, ist egal. Für Beleidigung und Co. gibt es schon Rechtsnormen und Definitionen, “Haßsprache” ist nur ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und ein Versuch der Gedankenkontrolle.

    Also fordert keine Definition = Unterwerfung unter das miese Spiel der Linken / Systemlinge, sondern lehnt deren Irrsinn vollständig ab.

  12. rolandtluk says:

    Wenn dieser geistige Rohrkrepierer der Linksideologen erfolgreich scheitert, dann erfinden die den nächsten Unsinn.
    Es ist wirklich notwendig, die irrationalen politischen Akteure endlich aus den Verkehr zu ziehen.

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