Stigmatisiert, benachteiligt und ausgesonder(schul)t: Die anti-Jungen-Kultur im Bildungssystem

Der letzte Teil unseres Umzugs-Dossiers über die Nachteile, denen sich Jungen im deutschen Bildungsssystem dadurch gegenübersehen, dass sie in einem schulischen Umfeld, das zunehmend von männlichen Lehrern entvölkert wird, stigmatisiert und benachteiligt werden, handelt von der Pathologisierung einst als normal angesehener Verhaltensweisen. Wie wir in den letzten Posts gezeigt haben, spielt die Etikettierung von Jungen als "sozial-emotional-Gestörte" eine besonders wichtige Rolle, wenn es darum geht, männliche Schüler, die nicht in den feminisierten Alltag deutscher Schulen passen, zu stigmatisieren. Im letzten Post unseres Dossiers zeigen wir nun, dass die Stigmatisierung von Jungen vor dem Hintergrund einer anti-Jungen-Kultur erfolgt, in der Verhaltensweisen, die man früher als "typisch" für männliche Jugendliche angesehen hat, nicht nur stigmatisiert, sondern auch pathologisiert werden. 

Eine anti-Jungen-Kultur: Ritalin gegen individuelle Freiheit

Wenn man sich wiederholt mit den unterschiedlichsten Themen, die Jungen betreffen, beschäftigt, dann kann man nicht anders als eine Hypothese wie die folgende zu formulieren: Die staatsfeministische Kultur in Deutschland wirkt sich in vielen Bereichen des Lebens zum Schaden von Jungen und schädlich auf die davon betroffenen Jungen aus.

Wissenschaft beginnt mit Hypothesen wie der vorliegenden und der Prozess von Wissenschaft besteht darin, empirische Daten zu suchen, um die Hypothese zu bestätigen oder um sie zu falsifizieren. Zu eben diesem Zweck wollen wir die Hypothese etwas verfeinern und in zwei Teilhypothesen aufgliedern:

  1. (1) Die staatsfeministische Kultur, mit der Jungen im Kindes- und Jugendalter konfrontiert sind, duldet keine Abweichung von der Vorgabe dessen, was nach staatsfeministischer Ansicht richtig und gut ist. (2) Ein Maß, das häufig Anwendung findet, um Abweichung vom “staatsfeminitisch Richtigen bzw. Guten” zu bestimmen und zu sanktionieren, trägt die Bezeichnung “sozial-emotionale Störung”.

Sozial-emotionale Störungen sind die häufigste Ursache dafür, (nicht nur, aber vornehmlich) Jungen von der Schule zurückzustellen, und sie sind die schwächste Begründung, die man für einen derartig tiefen Einschnitt in und die damit verbundenen Folgen für das Leben von Jungen überhaupt geben kann.

Sozial-emotionale Störungen sind die häufigste Ursache dafür, Jungen nach ihrer Einschulung auf eine Sonderschule abzuschieben, und sie sind die schwächste Begründung, die man für einen deratig tiefen Einschnitt in und die damit verbundenen Folgen für das Leben von Jungen überhaupt geben kann (Kottmann, 2006).

Sozial-emotionale Störungen sind die häufigste Ursache dafür, Jungen zu pathologisieren und ihnen eine Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung zu attestieren, eine Diagnose, die auf Kriterien basiert, die man nur als weich bezeichnen kann und die zur nachfolgenden Behandlung mit Psychopharmaka (z.B.: Ritalin) in keinem Verhältnis stehen.

Als sozial-emotional gestört gilt ein Kind, wenn es zu Hause oder im Kindergarten den Anweisungen von Eltern oder Kindergartenpersonal nicht Folge leistet oder sich häufig mit anderen Kindern “prügelt”. Oder ein Kind hat die Möglichkeit, sich als sozial oder emotional gestört zu qualifizieren, wenn es häufig von anderen Kindern gehänselt wird und vor anderen Kindern Angst hat (Horstschräer & Muehler, 2010, S.22). Eine weitere Möglichkeit, den psychiatrischen Tatbestand einer sozial-emotionalen Entwicklungsstörung zu erfüllen, besteht darin, sich leicht ablenken zu lassen und nervös oder zappelig zu sein. Geben Eltern oder Kindergärtnerinnen oder Lehrer an, ein Kind lasse sich leicht ablenken und sei zappelig, dann haben sie ihm damit ADHS, also eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) so gut wie attestiert.

Die Geschwindigkeit, mit der man in Deutschland als Junge als “sozial-emotional” gestört eingestuft werden kann, nimmt über die letzten Jahre in erschreckendem Maße zu, wie wir am Beispiel von ADHS in diesem post zeigen werden. Um die Brisanz dieser Zunahme einschätzen zu können, ist es wichtig, zunächst einen Blick auf die Kriterien zu werfen, die zur Diagnose von ADHS genutzt werden und die alles andere als differenziert und objektiv sind. Die entsprechende Einstufung eines Kindes, d.h. in rund 82% der Fälle (Basis: Zahlen von 2010) von Jungen, basiert auf dem in der folgenden Tabelle zusammengestellten Schema. Wer, wenn man so will, eine entsprechende “Punktezahl” im Urteil von Psychologen, Eltern oder Lehrern erreicht, hat seine Einstufung als ADHS-Erkrankter gesichert.

Klassifikation nach ICD-10 (International Statistical Classification of Diseases der Weltgesundheitsorganisation)
G1: Unaufmerksamkeit
  1. … sind häufige unaufmerksam gegenüber Details, Sorgfaltsfehler bei den Schularbeiten oder sonstigen Arbeiten oder Aktivitäten;
  2. … sind häufig nicht in der Lage, die Aufmerksamkeit bei Aufgaben und beim Spielen aufrecht zu erhalten;
  3. … hören scheinbar nicht, was ihnen gesagt wird;
  4. … können oft Erklärungen nicht folgen oder ihre Schularbeiten, Aufgaben oder Pflichten am Arbeitsplatz nicht erfüllen;
  5. … sind häufig beeinträchtigt, Aufgaben und Aktivitäten zu organisieren;
  6. … vermeiden häufig ungeliebte Arbeiten, wie Hausaufgaben, die geistiges Durchhaltevermögen erfordern;
  7. … verlieren häufig Gegenstände, die für bestimmte Aufgaben wichtig sind, z.B. Bleistifte; Bücher, Spielsachen und Werkzeuge;
  8. … werden häufig von externen Stimuli abgelenkt;
  9. … sind im Verlauf der alltäglichen Aktivitäten oft vergesslich;
AHDS: Mindestens 6 Monate lang mindestens 6 der Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht angemessenen Ausmaß;
G2: Überaktivität
  1. … fuchteln häufig mit Händen und Füßen oder winden sich auf den Sitzen;
  2. … verlassen Ihren Platz im Klassenraum oder in anderen Situationen, in denen sitzen bleiben erwartet wird;
  3. .. laufen häufig herum oder klettern exzessiv in Situationen, in denen dies unpassend ist …;
  4. … sind häufig unnötig laut beim Spielen oder haben Schwierigkeiten mit leisen Freizeitbeschäftigungen;
  5. … zeigen ein anhaltendes Muster exzessiver motorischer Aktivitäten, die durch den sozialen Kontext oder Verbote nicht durchgreifend beeinflussbar sind.
ADHS: Mindestens 6 Monate lang 3 der Symptome, in einem mit dem Entwicklungsstand der Kinder nicht zu vereinbarenden Ausmaß
G3: Impulsivität
  1. … platzen häufig mit der Antwort heraus, bevor die Frage beendet ist;
  2. … können häufig nicht in einer Reihe warten oder warten, bis sie bei Spielen oder in Gruppensituationen an die Reihe kommen;
  3. … unterbrechen und stören andere häufig;
  4. … reden häufig und exzessiv ohne angemessen auf soziale Beschränkungen zu reagieren;
ADHS: Mindestens 6 Monate lang mindestens eines der Symptome in einem mit dem Entwicklungsstand der Kinder nicht zu vereinbarenden Ausmaß
ADHS Diagnose basiert auf folgenden Kriterien:

  1. G1 bis G3 wie dargestellt;
  2. Beginn der Störung vor dem 7. Lebensjahr
  3. Die Kriterien sollen in mehr als einer Situation erfüllt sein (Schule, Klinik, zu Hause);
  4. Deutliches Leid durch G1 bis G3 oder Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit;

Es fällt auf, dass die Diagnose “ADHS” vollständig auf Einschätzungen darüber basiert, was ein mit einem erreichten Entwicklungsstand zu vereinbarendes und nicht zu vereinbarerndes Verhalten  ist, was “häufig” ist, was “exzessiv” ist, was “angemessen” ist, was mit dem “Entwicklungsstand” vereinbar ist, kurz: die Diagnose von ADHS basiert, wie Roggensack (2012, S.15), das in ihrem Buch thematisiert hat, auf einer sozialen Übereinkunft darüber, welche Ausprägungen ein korrektes Verhalten annehmen soll und welche es nicht annehmen darf. Es ist an dieser Stelle, dass die genderistische Propaganda über die Jungen-Machos, die sich in nicht-adäquater Weise in der Schule benehmen, die sich nicht an die Vorgaben, die ihnen mit Blick auf ihr Verhalten gemacht werden, anpassen wollen, z.B. weil sie als Jungen sich in ihrem Verhalten von Mädchen unterscheiden wollen, es ist hier, dass die Pathologisierung von Verhaltensweisen von Jungen ihren Ausgangspunkt nimmt.

Und wie die folgende Abbildung zeigt, ist die Pathologisierung von Jungen als ADHS-Kind massiv auf dem Vormarsch. Betrachtet man die Anzahl der Jungen, die in Krankenhäusern mit ADHS diagnostiziert wurden, dann ist deren Zahl von 3758 im Jahre 2000 (85,6% aller ADHS-Diagnosen in Krankenhäusern) auf 7368 im Jahre 2010 gestiegen (82,4% aller ADHS-Diagnosen in Krankenhäusern). Die in der Abbildung dargestellten Steigerungsraten sprechen eine deutliche Sprache.

Wenn Diagnosen in der Weise ansteigen, wie es die Abbildung zeigt, dann stellt sich die Frage nach den Ursachen für diesen Anstieg. Im Falle von ADHS kann der Anstieg in den Diagnosen einen tatsächlichen Anstieg von ADHS widerspiegeln, es kann auch sein, dass die Anzahl der Diagnosen, nicht aber die Anzahl von ADHS-Kindern zunimmt. Gerade bei Diagnosen wie der auf ADHS, die auf den weichen und subjektiven Kriterien basiert, die oben genannt wurden, liegt der Verdacht nahe, dass soziale Einflussfaktoren, dass das gesellschaftliche Klima, dass das staatsfeministische Bemühen, Jungen zu Mädchen umzuerziehen, einen Effekt auf die Anzahl der diagnostizierten Fälle von ADHS hat.

Im Fall von ADHS kommt erschwerend eine Konsequenz der Diagnose hinzu, denn obwohl die Diagnose auf wackeligen subjektive Füssen steht und obwohl es bislang nicht gelungen ist, einen biologischen Marker für ADHS zu finden, d.h. mit klinischen Untersuchungen einen eindeutigen Nachweis für ADHS zu erbringen, etwa in der Art, in der man Krebs nachweisen kann, wird auf ADHS mit schweren Geschützen, und in zunehmendem Maße wie die folgende Abbildung zeigt, mit Psychopharmaka geschossen. Dies ist ein Unterfangen, das in höchstem Maße ethisch problematisch ist, denn es geht um nicht mehr und nicht weniger als darum, Kinder, in der Mehrzahl Jungen, zu einem Verhalten durch die Gabe von Methylphenidat (Ritalin) umzuprogrammieren und somit eine Verhaltensänderung herbeizuführen, auf die die betroffenen Kinder keinerlei Einfluss haben, gegen die sie sich nicht zu Wehr setzen können. Was die verschreibenden Ärzte wohl dazu sagen würden, wenn man sie täglich unter die Wirkung von Barbituraten setzen würde, um sie an einem allzu schnellen Verschreiben von Ritalin zu hindern? Oder was wohl Lehrer sagen würden, wenn man sie täglich unter Beruhigungsmittel setzt, damit sie die “Lebhaftigkeit” ihrer Schüler besser ertragen?

Quelle: ManMed

Es soll nicht bestritten werden, dass es schwierige Kinder gibt, Kinder, die einem massiv auf die Nerven gehen können. Es soll allerdings bestritten werden, dass es eine Lösung für dieses Problem darstellt, die entsprechenden Kinder zu pathologisieren, ihnen ein Handicap mit auf den Weg ins schulische und berufliche Leben zu geben, sie ihrer Willensfreiheit zu berauben und ihnen Psychopharmaka zu verabreichen, deren Wirkung sie nicht absehen können. Es ist schon verwunderlich, dass in der kinderliebenden staatsfeministischen Kultur Deutschlands, in der der Verweis auf “Kinder” immer dazu gut ist, Steuergelder “für” Kinder loszueisen, eine große Anzahl von Jungen ohne mit der Wimper zu zucken, ihrer Individualrechte beraubt werden, und es ist umso erstaunlicher, dass dies in einer Kultur geschieht, die die Beschneidung von Jungen mit eben dem Verweis auf die nämlichen Individualrechte ablehnt.

Literatur:

Horstschräer, Julia & Muehler, Grit (2010). School Entrance Recommendation: A Question of Age or Development?

Kottmann, Brigitte (2006). Selektion in die Sonderschule. Das Verfahren zur Feststellung von sonderpädagogischem Förderbedarf als Gegenstand empirischer Forschung. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.

Roggensack, Claudia (2012). Mythos ADHS. Konstruktion einer Krankheit durch die monodisziplinäre Gesundheitsforschung. Heidelberg: Carl Auer Verlag.

Bildnachweis:
Caleb Marsh

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12 Responses to Stigmatisiert, benachteiligt und ausgesonder(schul)t: Die anti-Jungen-Kultur im Bildungssystem

  1. heureka47 says:

    Die Entwicklung des Phänomens “ADHS” ist – selbstverständlich – nicht monocausal. Ein Mensch ist keine Insel, sondern steht in der Vernetzung mit der ihn umgebenden Gesellschaft – primär mit Eltern und LehrerInnen und weiteren einflußausübenden Personen und Faktoren.

    Diese Umgebung ist AUCH – allermeist unbewußt – “Opfer” einer Entwicklung zum Schlechteren. Eltern und sonstige Verwandte, Freunde, Nachbarn, LehrerInnen usw. leiden an der sich tendenziell verschlimmernden “Kollektiven Neurose” (der zivilisierten Gesellschaft), an der “Entfremdung” (von ihrem “wahren Selbst”, vom “wahren Sein”, von ihrer wahren Identität und Natur und vor allem von der “Lebens-Energie”) und an deshalb geringer werdender Gesundheit, Leistungsfähigkeit, (mentaler, emotionaler) Belastbarkeit, an Kohärenz und Resilienz.

    Die “Kollektive Neurose” ist zwar in den Gesellschaftswissenschaften, in der Soziologie hauptsächlich, ein bekanntes Phänomen, aber die allermeist selbst betroffenen und beeinträchtigten Wissenschaftler erkennen die wahre Schwere und Tragweite dieser Störung nicht; sie können nur die Spitze des Eisbergs erkennen. Alles weitere wird Opfer ihrer eigenen Abwehrmechanismen, des “Angst-Tabu” und der zwanghaften Verdrängung.

    Aus diesen und ähnlichen Gründen in der gesamten Gesellschaft werden tiefere Ursachen bzw. Zusammenhänge so gut wie NIRGENDWO erkannt. Die sehr wenigen Ausnahmen von Fachleuten, die über diese Dinge so offen sprechen wie z.B. ich werden nicht ernstgenommen, evtl. sogar aktiv an den Rand gedrängt, “in die Ecke” gestellt, schlechtgeredet.

    Ich bin geneigt zu sagen, daß die Kollektive Neurose die schlimmste Krankheit ist, die man sich vorstellen kann; weil sie in der Lage ist, sich im Schutz der “Dunkelheit” des Unbewußten auszubreiten und zu vertiefen, ohne entdeckt zu werden. So hat sie das Potenzial, eine Weltbevölkerung auszurotten – und ist tatsächlich gerade dabei, das zu tun.

    Daß die Betroffenen / Befallenen / Beeinträchtigten die Warnungen / Aufklärungsbemühungen der wenigen Erkennenden nicht wahrnehmen / nicht ernstnehmen, sondern ignorieren oder verwerfen, ist Symptom der Krankheit, die man wohl zu Recht auch die “pathologische Unweisheit” (oder p. Dummheit) nennen dürfte. Es handelt sich dabei ja auch im Wesentlichen um eine “pathologische geistig-seelische Unreife”, eine “Entwicklungs- / Reifungsstörung”.

    Die Schilderung bei Moses über den “Tanz um das Goldene Kalb” charakterisiert diese Krankheit genau. Das “Kalb” ist hier Symbolfigur für die “Unreife”.

    “ADHS” ist nur EINES unter unzähligen Symptomen der sehr komplexen, umfassenden “Krankheit der Gesellschaft” der letzten mindestens 10.000 Jahre (wenn wir ab den ersten Städtekulturen rechnen wollen). Aber das Problem begann schon früher; möglicherweise schon vor 20.000 oder 30.000 oder sogar 40.000 Jahren.

    Es wäre sicher interessant, die Wanderungen diverser Völker, das Ausbreiten von Kulturen und Reichen auch einmal unter dem Blickwinkel der Ausbreitung der “Kollektiven Neurose” auf unserem Planeten zu sehen. Dann würde wahrscheinlich das eine oder andere, was bisher noch unerklärlich schien, verständlich(er) werden.

    Interessant dabei, daß sich nördlich der Alpen, in “Germanien” und bei dessen Nachbarn (vor allem England und Skandinavien) gesunde Kulturen behaupten konnten bis die geisteskranken Römer sie besiegten und zivilisierten.

    Daß ich nicht vergesse zu erwähnen:
    Die grundlegende Heilung – auf völlig natürliche Weise – von der Kollektiven Neurose (die ich die “Kollektive Zivilisations-Neurose” nenne) ist in jedem Einzelfall jederzeit möglich! Es bedarf nur der Einsicht bzw. Entscheidung des Betroffenen, seine grundlegende Heilung zu betreiben.
    Das Potenzial dazu trägt er BEI SICH. Die Selbst-Heilungs-Kraft; die Kraft seiner höheren Bewußtseins-Ebene, das FEINstoffliche Bewußtsein, die SEELE.

  2. patzer says:

    http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=36849

    Bitte gaaaaanz vorsichtig anschauen und immer auf den Blutdruck achten!

  3. T.R.E.Lentze says:

    Im ersten Diagramm ist anscheinend (nicht: scheinbar) die Zeitreihe invertiert. Sie verläuft so: 2010, 2009,…, 2001, 2000. Sollte korrigiert werden.

  4. Daisy says:

    Woher die Aufregung, die UN Agenda 21 ist voll im Gange.
    Nieder mit den Menschen, also Kissinger wird es freuen…

  5. Pingback: SilberNews – 153.06.13 – Gold & Silber: Die Realität | DER KLARE BLICK

  6. Andreas H. says:

    Vielen Dank für diese übersichtliche Darstellung! Das haben Sie wieder einmal sehr anschaulich herausgearbeitet, Herr Klein. Angesichts Frau Diefenbachs und Ihrer “Pionierarbeit” auf diesem Gebiet, sind Blogartikel, welche dann auch noch von Linguistikprofessoren (W3) an Hauptstadtuniversitäten in sozialen Medien geteilt werden, mehr als zynisch….ja schon menschenverachtend.

    Link: http://drmutti.wordpress.com/2013/04/19/quotenjungs/

    ” (…) Zum anderen wird behauptet, Jungen würden bei gleicher Leistung in der Schule schlechter bewertet – im Durchschnitt 2,58 versus 2,67 – und selbst bei gleicher Bewertung weniger häufig für das Gymnasium vorgeschlagen.Nun sind das starke Behauptungen, die starker Belege bedürften.”

    oder

    “Das Argument könnte natürlich einfach für die Diskussion um Jungen und ihre Situation in der Schule wiederverwertet werden: Jungen KÖNNEN sich einfach nicht so gut den Anforderungen von Schule anpassen, ihr Gehirn ist nicht dazu gemacht, stillzusitzen, zuzuhören und sich unterzuordnen. Sie wälzen sich lieber im Schlamm. Darüber hinaus haben sie nur eingeschränkte sprachliche Fähigkeiten. Außerdem WOLLEN Jungen einfach nicht so lange zur Schule gehen, sie entscheiden sich lieber für ein Lebensmodell, in dem sie schon sehr früh dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Sie gehen eben lieber hinaus in die raue Wirklichkeit anstatt sich im warmen Elfenbeinturm zu verkriechen, das entspricht eher ihrem Naturell als Jäger.
    Wenn diese Art der Argumentation aber zur Abwechslung einmal dazu führt, dass Männer im Ergebnis in irgendeinem Bereich unterlegen sind, scheint es zu schmerzhaft zu sein. Dann wird plötzlich über die Notwendigkeit einer spezifischen Jungenförderung nachgedacht – sogar die Gefahr der Degeneration des “echten Mannes” wird dann in Kauf genommen.”

    Am Schluss gibt sich die Autorin dann sogar noch versöhnlich und wäre mit einer Quote (wer sagt eigentlich das alle, die auf die Nachteile von Jungen im Bildungssystem hinweisen für eine Quote sind?) für männliche Kinder einverstanden (es geht ja schließlich um Kinder, auch wenn wie sie betont dadurch weibliche Kinder benachteiligt würden), im Gegenzug müsse man dann konsequent aber alles Quotieren! Ein feminstisches quid pro quo.

  7. Gerhard Holler says:

    Ich bin Neurologe und arbeite vor allem mit Kindern. In den letzten 20 Jahren hat sich ein grundlegender kultureller und sozialer Wandel vollzogen. Nach meiner Ansicht geht die Unfähigkeit, das Schul- und vor allem das didaktische System, die pädagogischen Instrumente an diesen grundlegenden Wandel anzupassen, auf ein Missverständnis dieses kulturellen Wandels zurück. Dieses Missverständnis besteht nach meiner Auffassung darin, dass man den Begriff der Kultur zu eng fasst und unterschlägt, dass wir es nach einem solchen Wandel mit massiv veränderten Gehirnen zu tun haben. Das Gehirn von Napoleon würde heute nicht dazu hinreichen, eine Dönerbude zu führen; das ist der Kern der Sache. Das ist keine Frage des Wissens oder der “Erziehung”, und nur stellenweise eine Frage der ideologische. Bösartigkeit. Napoleon in der Dönerbude dreht durch, weil seine Neuronen nicht für meckernde Kunden, das Ordungsamt und die Steuererklärung geschaltet sind.
    Wer sich das Rauchen abgewöhnt hat, weiß, wovon ich rede. Ich selbst habe beim Aufhören zuerst Risperdal und danach Ritalin genommen.
    Die Männer, die die Avantgarde unserer technischen Zivilisation sind, geben ihre Verfassung nicht an ihre Söhne weiter. Die Jungen müssten den Papa sehen, wie er das übermächtige Computersystem unter Kontrolle kriegt, sie müssten sehen, das das nur dann geht, wenn man die Beine unter dem Tisch lässt, und sie müssten bei dieser furchtbaren anthropologischen Umwälzung einen liebenden Blick vom Papa kriegen, der ihnen zeigt, dass man auch gegen unklare, bedrohliche Herausforderungen als reifer Mensch Mittel hat. Wenn die Jungen mit traditionellen weiblichen Haltungen geprägt werden, laufen sie ins Messer.
    Mein Vater war Jäger. Als Kind hat er mir gezeigt, was Waffen sind, und wie sich ein Mensch zu solchen Dingen zu verhalten hat. Ich habe gesehen, wie er ein Reh am Waldesrand aufgeschlitzt hat. Es hat mich beruhigt und stark gemacht, keine Angst haben zu müssen. Wenn der Papa Drohnenpilot in Stuttgart und geschieden ist, funktioniert das nicht mehr. Außerdem muss sich der Papa verstecken. Solche Konstellationen breiten sich massenhaft aus und zerstören die Entwicklungschancen von Jungen.

  8. Es ist demnach also schon heute normal, psychisch krank zu sein. Die geplante “DSM-V”-Version des Psycho-Katalogs wird noch umfänglicher ausfallen – die Liste umfasst etwa die “hypersexuelle Störung”, die “Launenfehlregulationsstörung” oder die “Fressanfallstörung”. Dann, befürchten kritische Psychiater, dürfe bald niemand mehr seelisch gesund sein. Angeführt wird der Protestzug vom US-Psychiater Allen Frances . Der Mann kennt sich aus – am “DSM-IV” hat er noch maßgeblich mitgestrickt. Nun aber zieht er die Reißleine. Besonders beunruhigt ihn, dass zunehmend Kinder und Pubertierende ins Visier der Branche geraten.

    • heureka47 says:

      “Es ist demnach also schon heute normal, psychisch krank zu sein”:

      Nicht nur “schon heute”, sondern schon eine ganze Weile.
      Siehe mein Kommentar vom 13.6.: Schon die biblische Geschichte des Moses spricht von der kollektiven Krankheit – im “Tanz um das Goldene Kalb”. Wenn man sich die Beschreibungen ansieht, findet man deutliche Hinweise auf das, was neuzeitlich mit “Neurose” / “Kollektive Neurose” beschrieben wird. Die Krankheit ist seit über 10.000 Jahren immer dieselbe. Und ihr Grundproblem wird in der Story über Kain und Abel – symbolisch – dargestellt. Ein (Grund-)Konflikt zwischen zwei verschiedenen Ebenen von Bewußtsein im Menschen, von verschiedenen Verständnissen dessen, was Leben ist; was Gott und Welt sind.

      Der “Brudermord” des Kain an Abel steht – ebenfalls symbolisch, wie alles in derlei Geschichten – für den GENOZID, der seit Beginn der Kollektiven Neurose im Gange ist.
      In der Zeit der letzten “Kollektiven PSYCHOSE” (1933-45) trat er zum Teil offen zutage, aber auch zuvor und danach wurde er weiter ausgeübt.

      Zu jedem Zeitpunkt seit Beginn der Kollektiven Neurose ließen sich die Menschen auf diesem Planeten in zwei Kategorien einordnen:
      Einerseits den Abel-Typ, andererseits den Kain-Typ.
      Und noch immer ist der Kain-Typ der Täter und der Abel-Typ das Opfer.

      Der Kain-Typ ist psychisch gestört; Opfer einer Entwicklung, die vor 15.000 oder 20.000 oder auch schon 40.000 Jahren ihren Anfang nahm; damals und heute Opfer einer “Entwicklungs- / Reifungsstörung” und nach der Pubertät – aufgrund der nicht vollzogenen Initiation – einer (meist LATENTEN = unterschwelligen, unbewußten) ANGST-Störung sowie einer ganzen Reihe von weiteren einzeln benennbaren Schwächen / Störungen, bis hin zu den schweren Störungen im psychischen, psychosomatischen und auch im somatischen Bereich. Das allermeiste aller Krankheit in der zivilisierten Gesellschaft hat seine tiefere / hauptsächliche Ursache in der Kollektiven Neurose – auch die “Krankheit der Gesellschaft” oder, wie von mir seit 20 Jahren, die “Kollektive Zivilisations-Neurose” genannt.

      Grundlegende Heilung – mit völlig natürlichen Mitteln: durch Bewußtseins-(weiter-)entwicklung – ist in jedem Einzelfall jederzeit möglich.

      Was die allermeisten Psychiater und die Wissenschaft darüberhinaus nicht wissen, nicht erkennen können in ihrer Beeinträchtigung durch die Kollektive Neurose, ist diese völlig natürliche Möglichkeit der grundlegenden, nachhaltigen, Heilung.
      Statt dessen werden Medikamente / Psychopharmaka gegeben, die zwar Wirkung auf die Symptome haben, aber die Ursache überhaupt nicht berühren und schon gar nicht beseitigen. Das häufig bemühte Argument, die Störungen seien – evtl. sogar genetisch bedingte – ansonsten “unerklärliche” Hirnstoffwechselstörungen, ist hahnebüchen und auch nur ein Beweis der pathologischen Unweisheit der Mehrheit der Branche.

  9. Pingback: Petition zur Förderung von Jungen | Kritische Wissenschaft - critical science

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