Bedeutet weiblicher Professor gleich Depp?

Die meisten weiblichen Professoren, die diese Überschrift lesen, werden sich ärgern oder doch zumindest mit Wut reagieren, ob der Frage, die die Behinderung einer ganzen Bevölkerungsgruppe suggeriert, ob der Gleichsetzung von „weiblich“ und mangelnden geistigen Fähigkeiten. Und dennoch enstpricht diese Überschrift genau dem Niveau, das an deutschen, bayerischen Schulen derzeit an Schüler vermittelt wird, und zwar unter der Überschrift:

Ist der Klimawandel ein Mann?

Achtung JudenDer Überschrift folgt ein Text von 41 Zeilen, mit dem das Leseverständnis bayerischer Schüler geprüft werden soll. D.h. getestet wird, ob sie das, was sie lesen, später wiedergeben können, nicht ob sie dem, was sie lesen, kritisch gegenüber stehen. Verantwortlich für diesen Testtext, der bayerischen Schülern zu Beginn eines Schuljahres vorgelegt wird, ist das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München, bei dem man sich fragt, ob die dort Verantwortlichen, Überzeugungstäter oder geistig Minderbemittelte sind. Diese Bewertung ist selbst für ScienceFiles außergewöhnlich, und deshalb will ich sie entsprechend begründen.

Der Text, den bayerische Schüler lesen müssen und bei dem sie eigentlich nur Schaden an ihrem geistigen Wohlbefinden nehmen können, rekurriert auf zwei wenig bis gar nicht bekannte Frauen. Ines Weller besetzt nach Angaben des Textes in Bremen eine Professur und Gotelind Alber wird als Umweltexpertin und Physikerin vorgestellt.

Und das haben beide zu sagen:

wellerWeller zeigt sich als Meister der Reduktion und stellt laut Text einen einfachen Zusammenhang her: Männer fahren dickere Autos als Frauen, dickere Autos verbrauchen mehr Benzin als (dann wohl:) dünnere Autos, schädigen die Umwelt mehr, also schädigen Männer die Umwelt mehr. Das ganze gibt es dann noch mit Steaks und Fleisch allgemein.

Was soll man als Betreiber eines Wissenschaftsblogs zu so einem Unsinn sagen? Soll man Gegenrechnen im selben kindischen Ton: Frauen verbrauchen aber Kosmetika und deshalb müssen gaaaanz viele Tiere in Versuchen sterben und in den meisten Fällen völlig umsonst, weil Personen wie Weller noch so viel Kosmetika auftragen können wie sie wollen, die geistigen Defizite werden davon nicht überdeckt? Soll man darauf hinweisen, dass viele Männer eine Frau auf dem Beifahrersitz mitnehmen? Darauf, dass viele Männer gaaaanz dicke Autos fahren, die man Lkw nennt und die die Umwelt gaaanz doll belasten, aber natürlich notwendig sind, damit Frau Weller im Supermarkt ihr Öko-Müsli kaufen kann?

Es gibt Unsinn, der macht einem ratlos. Wie soll man jemandem erklären, dass die Welt nicht so einfach gestrickt ist, wie er, sie in diesem Fall, glaubt? Wir haben in der Vergangenheit Ergebnisse einer Studie berichtet, die zeigten, dass Inkompetente nicht merken, dass sie inkompetent sind, gerade weil sie inkompetent sind. Das Ganze ist ein Dilemma, ein Dilemma, das sich mit der Frage verbindet, wie jemand, der denkt, die Welt bestünde aus einfachen Kausalitäten und der Sinn von Wissenschaft bestünde darin, Schuld nach Geschlecht zu verteilen, auf einem Lehrstuhl landen konnte?

Psychologisch ist das Ganze natürlich interessant, denn die Fragestellung: „Sind Männer am Klimawandel schuld?“, drängt sich nicht unbedingt auf. In westlichen Gesellschaften leben die meisten Männer in Partnerschaften und trotz rückläufiger Tendenz sind heterosexuelle Partnerschaften immer noch die Mehrzahl. Deshalb zählt man in der Sozialforschung in der Regel Haushalte und unterteilt die Haushalte in Ein- und Mehrpersonenhaushalte. Das hat sich sogar bis zu den Verantwortlichen für den Schülertest in Bayern herumgesprochen:

„Aber wie hoch ist der Beitrag von Mann und Frau in den Industriestaaten zum Klimawandel wirklich? Da wird’s schon schwieriger. ‚Familienhaushalte kann man für eine Untersuchung nicht hernehmen“, erklärt die Forscherin. Man weiß ja nicht, wer in der Familie nun genau was verbraucht.

alberDie „Forscherin“, die hier sagt, dass man auf Grundlage der vorhandenen Daten, nichts über die Verursachung von Umweltverschmutzung aussagen kann, ist die oben als Umweltexpertin und Physikerin präsentierte Gotelind Alber, die sich durch ein erratisches Denken auszeichnet. Denn, wer nun denkt, wenn man keine Daten zu etwas hat, dann kann man auch nichts darüber aussagen, der irrt:

„Dennoch scheint die Klimarechnung zugunsten der Frau aufzugehen. Und außerdem: Frauen denken anders über den Klimawandel als Männer, sie sind eher bereit, etwas für das Gemeinwohl zu tun: „Frauen, die meist mehr für die Familie da sind als Männer, sind es gewohnt, für andere mitzudenken“, sagt Alber. Männer hingegen seien offensichtlich nur dann umweltbewusst, wenn es nichts kostet.“

Es gibt Dinge, die verschlagen mir, auch nach mehreren Jahrzehnten in der sozialwissenschaftlichen Zunft noch den Atem. Da gibt es eine Person, Gotelind, die sagt, dass man nicht prüfen kann, wer mehr die Umwelt verschmutzt, Frauen oder Männer, die aber dennoch wissen will, dass die Klimarechnung zugunsten von Frauen aufgeht, und zwar weil Frauen „mehr für die Familie da sind“ als Männer. Ich kann es nur wiederholen, ein größerer Unsinn ist mir noch nicht untergekommen, ein weniger strukturiertes Denken habe ich noch nicht gesehen und ein größeres Phantasiegebilde auch noch nicht.

Was machen die Phantasie von Gotelind Alber oder die wilden Spekulationen von Ines Weller in Schulbüchern oder Tests für die Schule? Ich meine, es war keine Übung in kindlicher Phantasie und auch kein Test, der Beispiele für Wahnvorstellungen gibt. Aber das ist genau, was im Text zu lesen ist: Wahnvorstellungen, die Wahnvorstellungen zweier Frauen mit offensichtlichen, sagen wir: psychischen Problemen, die sich nichts sehnlicher wünschen als zu zeigen, dass Männer böse sind. Ich bin nun leider kein Psychotherapeut, aber ich denke, es gibt bei Sigmund Freud einen Namen für dieses Krankheitsbild, das dazu führt, dass völlig irrelevante und vor allem völlig abstruse „Forschungsfragen“ formuliert werden.

Wer bitte hat ein Interesse daran, auseinanderzuklamüsern, wieviel Co2 Männer zur Umwelt beitragen und wieviel Frauen. Zu welchem Zweck? Was soll, selbst wenn es möglich wäre, was es nicht ist, damit erreicht werden? Krieg zwischen den Geschlechtern? Verdammung eines Gechlechts? Ist das Geschlechterfaschismus, wie Gerhard Wisnewski auf Kopp Online schreibt? Ist es das Ergebnis eines Minderwertigkeitskomplexes, für den man seinen Vater verantwortlich macht, und der nun nach außen projeziert wird? Ist es einfach nur der Ausdruck von Irrsin? Ich weiß es nicht, aber ich weiß etwas anderes:

Ines Weller: Stellvertretende Sprecherin des artec | Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Koordination des Forschungsfelds Industrial Ecology, Technik und Konsum zusammen mit Prof. Dr. Arnim von Gleich und Prof. Dr. Hans Dieter Hellige und stellvertrende Sprecherin des Zentrum Gender Studies (ZGS), Universität Bremen; 1988 Promotion zum Dr. rer. nat. in Didaktik der Chemie an der Universität Bremen; 1981 – 1984 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich 2 (Chemie, Biologie) der Universität Bremen; 1973 – 1980 Studium der Chemie, Universität Heidelberg, Diplomarbeit in Theoretischer Organischer Chemie.

Nuts in BedlamEs wäre sicher besser gewesen, Frau Weller hätte jeden ihrer zehn Finger von sozialwissenschaftlichen Fragen gelassen. Im täglichen Leben ist es nämlich nicht so, dass man einen Tropfen Lackmuslösung in eine Flüssigkeit gibt und dann sagen kann: „Hey, das ist rot geworden, weil…“. Soziale Beziehungen sind etwas komplizierter, und deshalb kann man auch nur dann behaupten: Männer sind am Klimawandel schuld, wenn man ein sehr eingschränktes, fast schon krankhaft beschränktes oder fixiertes Weltbild hat.

Gotelind Alber is an independent researcher and advisor on sustainable energy and climate change policy with a special focus on local strategies to address climate change, energy efficiency and renewable energy, multi-level governance, gender issues and climate justice. She is physicist by education and has 25 years of working experience in research, policy and management, among others as managing director of the Climate Alliance of European Cities. She is co-founder and board member of the global network GenderCC – Women for Climate Justice, and Focal Point of the Women and Gender observer constituency in the UNFCCC process.

Gotelind Alber verdient also ihren Unterhalt  damit, dass sie Geschlechterthemen mit Klimawandel in einen absurden Zusammenhang bringt, und dabei eben einmal die wissenschaftliche Lauterkeit vergisst (sofern sie überhaupt von so etwas gehört hat). Insofern ist der Unsinn, den sie von sich gibt, wenigstens noch mit einem persönlichen Nutzen in Zusammenhang zu bringen, denn offensichtlich unterhält die UN Gremien, in die man berufen wird gerade weil oder selbst wenn, man Unsinn erzählt.

Zum Versuch, Schüler ideologisch mit Genderthemen zu indoktrinieren, gibt es einen guten Beitrag von Gerhard Wiesnewski auf Kopp Online.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf die Gepflogenheiten an bayerischen Schulen und die „Qualitätsmaterialien“ des Staatsinstituts für „Bildung“ sowie für die Zusendung der entsprechenden Materialien.

Ist der Klimawandel ein Mann?

Über Michael Klein
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51 Responses to Bedeutet weiblicher Professor gleich Depp?

  1. qed sagt:

    info@bpjm.bund.de

    Im Rahmen einer Leistungserhebung mittels eines Tests des „Staatsinstitut für
    Schulqualität und Bildungsforschung München“ verteilen Lehrkräfte in Bayern
    einen Text mit dem Titel »Ist der Klimawandel ein Mann?« an die Schüler. Darin werden
    Männer als »klimaschädlich« denunziert und implizit die Frage aufgeworfen, ob die Welt ohne Männer nicht besser dran wäre.

    https://www.isb.bayern.de/download/9785/text.pdf

    Davon abgesehen, daß diese Behauptung aus dem Dunstkreis feministischer Ideologinnen
    stammt und Fr. Prof. Weller weder den empirischen noch sonst einen nach wissenschaftlichen Kriterien ernstzunehmenden Nachweis erbringt,

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/erderwaermung-soziologisch-maenner-sind-schuld-am-klimawandel-a-517892.html

    überdies die These vom menschengemachten Klimawandel alles andere als gesichert ist,
    erfüllt dieser Test alle Kriterien der Volksverhetzung und Diskriminierung sowie
    Verächtlichmachung, mit dem Schülern die feministisch-ideologische Behauptung von der
    Minderwertigkeit des männlichen Geschlechts als Tatsache aufoktroyiert wird.

    Ich fordere sie deshalb auf, diesen Test unverzüglich aus dem Schulbetrieb zu entfernen und die Urheber zur Rechenschaft zu ziehen….als jugendgefährdend zu
    indizieren und die Entfernung zu verlangen sowie die Urheber zur Rechenschaft zu ziehen.

    • Hallo QED,

      ich finde diese Mails und Ihr Engagement grossartig. Wollen Sie nicht noch eine Mail an die Antidiskriminierungsstelle folgen lassen, mit Gruss von uns an Herrn Sopp und uns über den Gang der Dinge auf dem Laufenden halten?

  2. Politologe sagt:

    Danke für den guten Artikel, der aber auch weniger harsch und beleidigend hätte ausfallen können – die Frage ob Männer oder Frauen mehr zum Klimawandel beitragen ist nun wirklich aberwitzig von den Autorinnen beantwortet.
    Beispiel Auto: Was ist der Indikator, der die Autorinnen zu ihren Schlüssen führt: vermutlich die Anzahl auf Männer und Frauen zugelassener Autos und welchen Typs diese entsprechen? Aber ist die CO2-Bilanz großer Autos wirklich schlechter? Da müsste man noch mal hinzuziehen, wie viele Personen mit dem Auto regelmäßig fahren. Familien z.B. benötigen größere Autos, es fahren aber mitunter auch mehr Personen (Männer, Frauen, Mädchen, Jungs) mit diesem einen Fahrzeug gleichzeitig. Man müsste also Benzinverbrauch je km je mitfahrende Person als Indikator nehmen. Oder einfacher ausgedrückt: ein SMART Zweisitzer kann in der Klimabilanz schlechter abschneiden als ein Passat mit 5 Sitzen. Zudem müsste man die CO2 Bilanz der Produktion des jeweiligen PKW einbeziehen. Wird das Auto importiert oder in Deutschland hergestellt? Usw., usw., usw. Das wäre ein Ansatz der Kritik an den „Daten“ selbst.
    Generell könnte man aber auch mal damit anfangen zu überlegen, ob es in der Klimawandelforschung nichts wichtigeres gibt, als die geschlechterbezogene Frage, wer „schuld“ ist. Zum Beispiel, warum die Erwärmung seit 15 Jahren nicht nennenswert zugenommen hat, welche Horrorszenarien der WBGU steuerfinanziert verbreiten darf usw… Zudem fällt auf, dass Frau Alber zumindest mir noch nie als Wissenschaftlerin aufgefallen ist, ihre Veröffentlichungen sind auch alles andere als hochqualitativ – ich würde sie als genderbewusste Consultant(in) bezeichnen.

    • Ich darf das Lob an dieser Stelle zurückweisen, denn ich lege keinen Wert auf Lob, das im nächsten Satz relativiert und zurückgenommen wird. Wenn Sie statt dessen die Behauptung, der Artikel wäre beleidigend, belegen würden, wäre zumindest kognitiv etwas gewonnen.

      • Politologe sagt:

        Ich bin der Auffassung, dass man Textinhalte interessant und gut finden kann, die Art und Weise, wie die Texte geschrieben sind, aber evtl. nicht.
        „Depp“ empfinde ich als beleidigend. Mit ihrer rhetorischen Frage als Überschrift legen Sie den Text so an, dass der Leser zu dem Schluss kommt, die Professorin, die hier diese Fragen untersucht, sei ein „Depp“.
        Mein Verständnis von Wissenschaft ist es, dass man wissenschaftliche Inhalte scharf kritisieren darf, wenn sie einer eingehenden Prüfung nicht standhalten und Qualitätsmängel haben. Das machen Sie hier , deswegen finde ich den Artikel gut. Ich bin jedoch der Auffassung, dass man in solch einer wissenschaftlichen Kritik die Personen nicht persönlich angreifen sollte, daher meine Unterscheidung zwischen Inhalt und Form.

        • Ich schlage vor, Sie lesen den Text noch einmal von vorne, und ich gebe Ihnen zwei Fragen mit auf den Weg:

          (1) Wozu benutzt man im Deutschen ein Fragezeichen?
          (2) Was, wenn „Depp“ eine Tatsache beschreibt? Ist es dann dennoch eine Beleidigung? Es soll Deppen geben – kann man Deppen also beleidigen, wenn man sie Depp nennt?

        • jck5000 sagt:

          „Was, wenn “Depp” eine Tatsache beschreibt? Ist es dann dennoch eine Beleidigung? Es soll Deppen geben – kann man Deppen also beleidigen, wenn man sie Depp nennt?“

          Das finde ich einen wunderbaren Punkt, die Frage stelle ich mir auch ab und zu. Ich denke, unsere Meinungen gehen da in die gleiche Richtung, Herr Klein… ich fürchte nur, die (deutsche) Justiz würde das anders sehen.

          Im Übrigen finde ich nicht, dass der Artikel irgenwie beleidigend ist, man spürt nur ihr (als ehrlich empfundenes und für mich nachvollziehbares) Entsetzten ob so eines Schwachsinns. Das sind keine wissenschaftlichen Inhalte. Sie halten nicht nur einer „eingehenden Prüfung“ nicht stand, sie haben auch keine „Qualitätsmängel“. Es ist schlicht und einfach nur Schwachsinn.
          Und wenn „Politologe“ die Bewertung des Inhalts als Schwachsinn als persönlichen Angriff gegenüber den Personen, die diesen Schwachsinn verbrochen haben, werten möchte, dann hätte ich gerade ein für ihn qualifizierendes Substantiv im Kopf…

        • Wenn Sie „Depp“ als Beleidigung empfinden, dann ist das Ihre persönliche Auffassung und sicher nicht verallgemeinerungswürdig. Selbst wenn es beleidigend wäre, gewöhnen Sie sich dran, Männer haben keine Würde.

          PS: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ … so stehts im Grundgesetz. Gilt das auch für falschbeschuldigte und per Gewaltschutzgesetz entrechtete und diskriminierte Männer?

          Ehe Sie sich also hier beleidigt fühlen, setzen Sie sich lieber für den Erhalt der Würde ihrer Geschlechtsgenossen ein. Unerwartet könnte auch Sie dieses Gewaltschutzgesetz eines Tages entwürdigen …..

  3. templarii sagt:

    Wird Zeit solche Menschen wegen Volksverhetzung anzuzeigen. Oder wie nennt man es Heute: „Gedankenverbrechen“ oder „Hassverbrechen“.. Orwell ist mir aber zu gruselig..

  4. Erzet sagt:

    Liebes Sciencefiles-Team,
    wenn ich je dachte, schlimmer/dümmer geht nimmer, zeigte mir dieser Beitrag mal wieder das Gegenteil – und überhaupt neige ich als Frau nach häufigerem Besuchen Ihres Blogs zu heftigen Fremdschäm-Anfällen. So auch als ich neulich einem vom Zeitgeist in diesem Punkt noch wenig tangierten Bekannten (Mathematiker) den Genderismus zu erklären versuchte, und so ungläubige Blicke erntete, dass ich lieber noch ein Glas Wein u. das Thema wechselte. Nach einem weiteren Glas Wein fand ich aber auf dem ungewöhnlichen Weg des Nachdenkens eine Lösung des Fremdschäm-Problems: Wenn laut Genderismus Geschlecht nur ein soziales Konstrukt ist, bin ich keine Frau, weil anders konstruiert als die Genderistinnen (nennt man die so?), denn sonst dächte ich wie sie. Ich bin irgendwas anderes, was, ist mir zunächst mal egal (oder findet sich demnächst bei einem Glas Wein). Und wenn ich keine Frau bin, kann ich den Blog künftig ohne Fremdschämen goutieren. Da ich davon ausgehe, dass auch manch andere Leserin Fremdschäm-Probleme wg. Genderismus hat, wollte ich diese Super-Lösung nicht für mich behalten und wünsche allen ein entspanntes, sonniges Wochenende!

  5. Es fehlt mir leider die Berechnung Feminismus -> Globale Erwärmung.

    Denn da ergeben sich durchaus Zusammenhänge:

    * Mehr Scheidungen -> Mehr Haushalte
    * Weniger Kinder -> Uneffektiverer Energieverbrauch
    * Arbeitende Frauen -> Zweitwagen
    * Kitas -> Benzinverbrauch auf dem Weg zur Kita

    Und so weiter.

    Während die Gesamtbilanz der Männer wahrscheinlich positiv ist, ist die Gesamtbilanz der Feminist.I.nnen wahrscheinlich negativ.

  6. Joachim Winter sagt:

    Danke fürs Wachehalten! Danke!

  7. Vielleicht wäre ein ganz allgemein sinnvoller Schritt die Unterteilung in Mann – Frau in der Forschung nur auf das wirklich Notwendige zu beschränken. Viele Untersuchungen, wie etwa wer nun mehr CO2 verbraucht, bringen tatsächlich keinen Mehrgewinn.

  8. qed sagt:

    „Wollen Sie nicht noch eine Mail an die Antidiskriminierungsstelle folgen lassen, mit Gruss von uns an Herrn Sopp und uns über den Gang der Dinge auf dem Laufenden halten?“

    Wie konnte ich nur den guten Herrn Sopp vergessen?!
    Wurde natürlich umgehend nachgeholt.
    Auch die Damen vom ISB habe ich via CC in Kenntnis gesetzt.

    Wie Sie wissen, gehen temperamentvollen wackeren Kämpen wie mir schon mal gerne die Pferde durch, ich versprechs aber, daß ich diesmal ganz brav war.
    Selbst die sehr belästigende Blähneigung (Iiiiih! Methan mit Thioverbindungen!) der Damen beim ISB nach dem Bio- Müsli oder die über jedem Pflegeheim (95% weibliche Besatzung!) wabernde Methan- und Ammoniakwolke habe ich mit dem gnädigen Mantel des Schweigens zugedeckt…

  9. Guy Brunner sagt:

    Meines Erachtens wäre es verfehlt à la „Politologe“ Politische Korrektheit im vorliegenden Fall anzuwenden. Die Schonfrist gegenüber dem abstrusen Feminismus muss zu Ende gehen. „Depp“ ist also bei diesem Unsinn eine absolut treffende Formulierung.
    Danke.

  10. Pingback: Erziehung zum (Selbst-)Hass – das neue Curriculum an deutschen Schulen | Kritische Wissenschaft - critical science

  11. @Politologe
    Die weibliche Form von Consultant ist Consultante, selten auch Consultanine.

    Man soll die Arbeit kritisieren, nicht die Person, richtig! In diesem Falle konzentriert sich aber so viel Murx in der „Arbeit“ einer Person, daß man deren Arbeitsansatz hinterfragen muß. Das Wort Professor wird ja im allgemeinen Sprachgebrauch oft mit einem ‚zerstreuter‘ verbunden. Eine Person, die man angreifen will, kann schon mal mit einem Herr Doktor oder Herr Professor oder Meester belegt werden. Ist Dir das neu?
    Außerdem steht ausdrücklich da, daß die Überschrift das Niveau dessen aufs Korn nimmt, das die Frauen Professorinnen so vorlegen. Man setzt also Niveau gegen Niveau und eröffnet den Kampf mit gleichem Kaliber. Was gibts daran also zu meckern?

    @jck5000
    Jemanden als Depp zu bezeichnen kann man als Tatsachenfeststellung ausgeben, obwohl klar subjektiv. Vermutlich würde man mit diesem Ansatz vor Gericht scheitern. Konsequent durchdacht negieren Gerichte in ihrer Gesamtheit damit die Existenz von Deppen. Ein wissenschaftlicher Beweis dafür würde mich sehr interessieren. In diesem Falle haben wir aber die Frage nach der Verbindung von weiblichen Professoren, also Professorinnen, mit Deppen, Dorftrotteln…, nicht die Frage, ob Johnny Depp ein Professor ist. Ich kann nur sagen, wer in der Öffentlichkeit kegelt, der muß sich auch öffentlich die Punkte ansagen lassen. Und wer eine Ratte schießt, der ist ein Rattenschießer, egal, was ein Gericht, wie lekker auch immer, dazu noch abläßt.

    @templarii
    Stimmt schon, aber Du glaubst doch nicht, daß sich der §130 StGB gegen seine Macher anwenden läßt?! (1) und (2) legen Strafmaße fest und beinhalten philanthropisches Geschwurbel, das nicht einklagbar ist. Seine Maske rutscht erst in (3) bis (6). Gelänge es jemandem, die praktische Anwendung fast nur gegen Deutsche nachzuweisen, dann wäre auch der Sinn dieses Paragraphen offengelegt, was aber keiner macht. Erkennung an den Taten — gilt auch für Juristen. Der Paragraph wird letztlich zum Werkzeug für das, gegen das er zu stehen vorgibt.

    So, nun endlich auch zum Artikel.
    „Ist der Klimawandel ein Mann?“
    Allein diese Überschrift reicht, um das Niveau dessen abzuschätzen, was da noch kommen kann. Das ist Ideologie pur, ja Verhetzung. Auch Gott und der Teufel sollen ja Männer sein. Warum also soll der Klimawandel keinen Schniedelwutz haben?
    Jaja: „Weller zeigt sich als Meister der Reduktion“
    Reduktion würde ich das nicht nennen, eher Primitivierung — der ideologischen Art. Ups, ist Weller nicht eine Meisterin?

    Ich verstehe nicht, warum die Männer so schlecht sind, wenn doch die Frauen für sie mitdenken? Apropos mitdenken, mit dem Denken…

    Gelernt habe ich jetzt wenigstens, daß das Loch weiblich ist, das Arschloch.
    Apropos — löchriger Professor — da war doch was — was männliches
    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/radikaler-professor-todesstrafe-fuer-leugner-des-klimawandels-a-875802.html
    Nur gespiegelt, wers gerührt möchte, bitte weitergurgeln.

    Laß Dich nicht verAlbern
    Carsten

    Nur Dummheit ist nachhaltig

  12. dw-seneca sagt:

    Vielleicht kann ich etwas Tröstliches zu dieser Form der Schülerindoktrination beitragen. Aufgrund meines Berufes habe ich sehr viel mit jungen Menschen zu tun, und meine, daß die Schüler mittlerweile mehrheitlich mit Sarkasmus und Unglauben auf die vielfältigen Versuche der Lehrer reagieren, ihre Meinungen im Sinne grüner PC zu beeinflussen. Und der Genderismus kommt überhaupt nicht bei ihnen an. Im Gegenteil, mit sochen abtrusen Vorstellungen wie im Text dargelegt machen sich diese Leute nur noch lächerlich.

    • Das Argument wollte ich auch schon bringen, habe aber nochmal drüber nachgedacht. Selbst überdurchschnittlich gebildete Menschen, die beruflich jahrzehntelang ihren Mann ([lorettamodus]oder ihre Frau [/lorettamodus]) gestanden haben, erliegen dem geballten täglichen Bombardement aus Desinformation. Das soll heißen, daß ich im Punkte geistiger Widerstand gegen solche Angriffe von Kommilitonen und Kollegen, die ich sehr schätze, überwiegend enttäuscht bin. Die Leistungsfähigkeit der Gehirne ist durch die ständige Wiederholung der Propaganda überfordert. Wer kann schon auf so vielen Gebieten recherchieren und sich bilden? Wer kann die Zeit aufbringen? Ich sehe doch an mir, wie hoch der Aufwand ist, sich dagegen zu wehren. Fazit: Die Lügen sind erfolgreich und sie kommen vielfältig daher, auch als Unterseeboot der Textanalyse. .

      Carsten

      „Die Kanzlerin lügt uns ins Gesicht, wenn sie sich unwissend stellt.“
      Udo Vetter

  13. Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

    Zur Frage, ob es prinzipiell oder im Kontext dieses Beitrags auf sciencefiles beleidigend ist, von „Deppen“ zu sprechen:

    Faktisch ist „Beleidigung“ ja das, was jemand zu jemand anderem gesagt hat, worüber sich Letzterer geärgert hat. „Beleidigung“ an sich gibt es also überhaupt nicht; vielmehr gibt es das Gefühl, beleidigt worden zu sein, als subjektive Empfindung, und die Absicht, jemanden beleidigen zu wollen, als subjektive Absicht.
    Beides kommt, glaube ich, viel seltener zusammen, als man vielleicht glaubt, wenn man nicht weiter darüber nachdenkt.

    „Depp“ kann als Beleidigung gemeint gewesen sein, und es kann als Beleidigung empfunden werden, aber das Wort als solches ist nicht immer und auf jeden Fall beleidigend, nämlich dann nicht, wenn es umgangssprachlich jemanden bezeichnen soll, der kognitiv unterdurchschnittlich leistungsfähig ist, oder der Rationalität ablehnt. In diesem Sinn wurde der Begriff im obigen Artikel benutzt.

    Damit stellt sich nicht mehr die Frage, ob der Begriff beleidigend ist oder nicht, sondern, ob er in diesem Fall ANGEMESSEN ist oder nicht. Und tatsächlich ist er angemessen, wie der Artikel zeigt, jedenfalls für mich.

    Aber man braucht sich ja nur auf die Aussagen der (Staats-)Feministinnen selbst zu beziehen, um die umgangssprachlich gebrauchte Bezeichnung für jemanden, der Rationalität ablehnt und insofern wenig von kognitiver Leistungskraft hält (und sie dementsprechend auch bei sich selbst nicht kultiviert), mit Bezug auf diese Personengruppe als angemessen zu identifizieren.

    Ich zitiere aus meinem Text über das „Patriarchat“:

    „So liest man z.B. in Ursula Meyers „Einführung in die feministische Philosophie“ die folgenden Sätze: „Die feministische Vernunftkritik weist nach, dass das rationale Subjekt, das auch in der modernen Philosophie als Grundprinzip der Erkenntnis und der Moral gilt, in Abgrenzung zur Natur und Sinnlichkeit und damit zur Weiblichkeit definiert wird. … Aus dieser Situation resultieren auch die Schwierigkeiten von Frauen mit der patriarchal geprägten Vernunft“; s. Meyers, Ursula I.: Einführung in die feministische Philosophie. Aachen: ein-FACH-verlag, 2004, S. 33; Hervorhebung d.d.A.).

    Die Feministin Frau Meyers äußert hier unmissverständlich die Ansicht, dass Frauen mit Vernunft „Schwierigkeiten“ hätten, oder umgangssprachlich ausgedrückt: Deppen seien.

    Ich zitiere nochmals aus meinem Text über das Patriarchat, genau: aus Anmerkung 50, damit ich keine neue Literaturliste zum Thema „Feministinnen und die Schwierigkeiten mit der Vernunft“ anzulegen brauche. Dort habe ich geschrieben:

    „Der Feminismus ist in großen Teilen geprägt von Rationalitäts- und Individuen-sowie Wissenschaftsfeindlichkeit, wobei offenbar davon ausgegangen wird, dass man, nur, weil man weiblichen oder männlichen Geschlechts ist, unterschiedlich empfinde, denke und funktioniere, also von einer Wesensdifferenz von Männern und Frauen auszugehen scheint, was den Feminismus in weiten Teilen als essentialistische Ideologie ausweist. Einige Beispiele hierfür sind:

    Konnertz, Ursula (Hrsg.): Grenzen der Moral. Ansätze feministischer Vernunftkritik. Tübingen: edition diskord, 1991.

    Krüll, Marianne: Wege aus der männlichen Wissenschaft. Perspektiven feministischer Erkenntnistheorie. Pfaffenweiler: Centaurus, 1990.

    Ostner, Ilona & Lichtblau, Klaus (Hrsg.): Feministische Vernunftkritik. Ansätze und Traditionen. Frankfurt/M.: Campus, 1992.

    Schaeffer-Hegel, Barbara & Watson-Franke, Maria-Barbara (Hrsg.): Männer Mythos Wissenschaft. Grundlagentexte zur feministischen Wissenschaftskritik. Pfaffenweiler: Centaurus, 1989.

    Schwickert, Eva-Maria: Feminismus und Gerechtigkeit. Über eine Ethik von Verantwortund und Diskurs. Berlin: Akademie Verlag, 2000.“

    Wer nicht glauben kann, dass Feministinnen sich selbst als „Deppen“ identifizieren, dies aber durchaus als positiv zu sehen im Stande sind, der möge die genannten Texte einsehen.

    Ich weiß, es ist schwierig, das zu glauben, aber es ist tatsächlich so.

    • So einfach ist die Sache nicht. Der Verstand ist vielfältig. Ich habe schon jemanden kennengelernt, der nach allgemeinen täglichen Kriterien durchaus als deppenhaft gelten könnte und der auch so von Leuten beurteilt wurde, deren IQ ich nicht zu messen brauche, um zu wissen, daß er deutlich unter 100 liegt, und deren schulische und berufliche Karriere das unterstreichen. Das Problem an der Sache ist nur, daß er sein Abitur mit Auszeichnung abschloß und daß er wahrscheinlich auch ein Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen hätte. Es gibt also schulisch erfolgreiche Deppen, die sicher auch sehr intelligent sind.

      Der Verstand hat viele Schichten. Einige Kinder, oft Mädchen, neigen dazu, den vom Lehrer gebotenen Stoff fleißig zu lernen und originalgetreu wiederzugeben, auch, wenn er nicht verstanden wurde. Diese bringen meist gute Noten heim. Sie können auch etwas, nämlich das Gelernte.

      Meinem Gefühl nach rekrutieren sich erfolgreiche Techniker gerade aus der zweiten Reihe des schulischen Erfolges, wo mehr verstanden als gelernt wird, wo mehr experimentiert als gehorcht wird, wo man sich lieber auf das eigene Urteil verläßt, wo man gegenüber schulischen Aufgaben eher eine gewisse Gleichgültigkeit entwickelt. Dieser Ungehorsam schlägt sich natürlich in den Noten nieder, hat aber in der späteren Praxis positive Wirkungen.

      Es gibt Autisten, die photographisch das wiedergeben können, was ihnen geboten wird. Sind die nun schlauer? Was haben die mehr? Ich vermute, sie haben etwas weniger, eine Abstraktionsschicht, die verallgemeinert und überflüssige Information wegwirft. Das wird aber erst die Zukunft klären, wenn wieder mehr vorurteilsfrei geforscht wird.

      Carsten

      „Die Gender-Ideologie ist die schmutzige Phantasie von einer kleinen Clique von Extremistinnen, die von der Frauenweltherrschaft, gemeint ist ihre persönliche Weltherrschaft, träumen.“
      Bettina Röhl

      • Herr Thumulla,
        es geht doch nicht um Essentialismus, sondern darum, ob bestimmte beobachtbare Fakten eine entsprechende und vielleicht auch nur auf den Bereich zutreffende Einschätzung zulassen. Wenn ich jemanden als Deppen bezeichne, dann habe ich, im Gegensatz zu, wie mir scheint, Ihnen, ihn deswegen nicht als von Natur aus dumm und unverbesserlich abgestempelt, sondern ein Verhalten bewertet, das ihn gerade, vor dem Hintergrund bestimmter Kriterien als Deppen auszeichnet. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass er lernen kann und schon gar nicht ist damit eine Qualität „Depp“ bestimmt, die ihm inhärent und unverrückbar inne wohnt. Solches haben hier weder ich noch Dr. Diefenbach behauptet.

        • Wenn man sich entschieden hat, daß etwas subjektiv ist, dann braucht man nicht mehr nachzuweisen, daß es nicht objektiv sein kann — zugegeben.
          Aber der Versuch, zu finden, ob eine Beleidigung angemessen ist, ist doch der Versuch der Objektivierung. Deshalb wollte ich das auseinandernehmen.

          „umgangssprachlich“ ist eher eine Mittelung vieler subjektiver Einschätzungen und ein argumentum ad populum. Ich sah es als Versuch der Objektivierung.

          Das Problem ist vielschichtig — wollte ich sagen. Es gibt hochspezialisierte Leute, die nachweislich etwas können, und die in politischen und alltäglichen Dingen deppenhaft sind.

          Ich habe beispielsweise erst zur Zeit des climate gate angefangen, die Sache zu hinterfragen und zu recherchieren. Bis dahin hatte ich nicht geglaubt, daß gestandene Wissenschaftler zu dämlich zum Messen sind. Erst der Wille zur Manipulation der Messungen löste für mich das Rätsel. Meine Annahme, daß kein Wissenschaftler schlechte Meßstationen in seinen Meßreihen läßt war also deppenhaft.

          Carsten

          „Man soll nichts Gutes tun, es fällt einem selbst zur Last.“
          Alter Mann in den Weinbergen

  14. das geschlecht dürfte da zweitrangig bis unwichtig sein – allerdings immer mehr professorInneN kann man wohl getrost als deppInneN bezeichnen.

  15. Matthias sagt:

    „If you really successful at bullshitting, it means you’re not hanging around enough with smarter people“ – Neil deGrasse Tyson

    Habe ich gerade gefunden und hat mich an die Damen und Herren Gender-Professorinnen erinnert…

  16. Eitan Einoch sagt:

    Der Text ist natürlich blanker Unsinn, und ob man ihn 14jährigen zur Textanalyse vorlegen sollte ist eine interessante Streitfrage… Ich hätte mich im Unterricht wahrscheinlich kaputtgelacht und ein paar sarkastische Kommentare abgelassen, z.B. sowas wie: “Nein, der Klimawandel ist NICHT ein Mann, denn der Grund, weshalb Männer spritfressende Autos fahren und so gerne Fleisch futtern, liegt allein bei den Frauen. Frauen stehen eben auf Alpha-Machos, die mit Statussymbolen und maskulinem Imponiergehabe protzen. Ein Mann, der einen Kleinwagen oder sogar nur Bus und Bahn fährt, Salat isst und Joghurt löffelt und nicht weiß, wie man(n) einen Grill anschmeißt, wirkt auf Frauen so erotisch wie ein paar abgetragener Tennissocken. Genau über diese Männer klagen z.B. Autorinnen wie Nina Pagel (“Die Schmerzensmänner”) oder Sigrid Goddard (“Die Männer die wir lieben und die Luschen die wir kriegen”). Fazit: Selbst schuld, Mädels!”😀

  17. Pingback: ScienceFiles Leser machen Druck: Briefe an und Reaktionen von Ministerien | Kritische Wissenschaft - critical science

  18. stefanolix sagt:

    Interessant im Zusammenhang mit der Klima-Indoktrination: Mein Sohn musste in der 5. Klasse in einer Projektwoche im Gymnasium eine Mappe zum Thema

    »Warum der Führerschein erst ab 21 ausgestellt werden sollte«

    gestalten [Die vorgegebene Antwort war natürlich: Damit das Klima nicht durch mehr Autofahren belastet wird]. Leider bekam ich das Material zu spät zu sehen – dort war ähnlicher Blödsinn zu lesen, wie auf dem Blatt für die bayrischen Schüler.

  19. Dietmar Nass sagt:

    Bis jetzt habe ich diese Seite immer gern und mit Gewinn gelesen – wenn auch nur sporadisch – und auch dieser Artikel hat meine volle Zustimmung – bis auf einen Punkt. Die Verlinkung eines Verschwörungstheoretikers par excellence (Gerhard W.) aus einem dazu passenden Verlag zur Unterstützung bzw. Ergänzung der eigenen Thesen ist der Glaubwürdigkeit und Akzeptanz dieses Blogs nicht gerade förderlich – und für mich ein Grund, diesen Artikel nicht, wie ursprünglich geplant, auf meinem Facebook-Account zu verlinken.

    • Eitan Einoch sagt:

      @Dietmar Nass
      Volle Zustimmung!

    • Ah ja, Du meinst den Verlag Kopp und Gerhard Wisnewski. Klar, da stellen sich einem gestandenen verbeamteten Deutschlandzerstörer ja die Scheuchklappen auf!

      Und fürs Fratzenbuch ist diese Diskussion sowieso nicht geeignet — rein vom Niveau her. Das war also eine gute Entscheidung! Glückwunsch!

      Unvoreingenommenes Lesen, Recherchieren und Denken ist eben nicht Euer Ding.
      Die Quelle
      https://www.isb.bayern.de/download/9785/text.pdf
      muß schon deshalb falsch sein, weil sie vom Verlag Kopp und von Gerhard Wisnewski verlinkt wird. Ist ja logisch, weiß jeder Verschwörungspraktiker, ist Grundwissen.

      Was ist eigentlich so falsch daran, wenn man Kopp und Wisnewski nichtmal erwähnen darf? Warum macht Ihr Euch nicht die Mühe und widerlegt sie? Zu faul? Heute keine Lust? Nicht in der Lage? Nur großes Maul?
      Vielleicht machen die was richtig und ich sollte das öfter lesen? Vielleicht sind die Quellen gut, die von uns Grand Hand abgelehnt werden sollen, weil es einige Knallchargen so wünschen?

      Carsten

      http://www.nichtlustig.de/toondb/081112.html

      • Eitan Einoch sagt:

        Ich sage es mal so, Gerhard Wisnewski gehört zu den üblichen Verdächtigen, wenn es um Verschwörungsmärchen, Amerikafeindlichkeit und Israelhass geht. Dass er auch bei den Maskulisten aka Männerrechtlern auftaucht, wundert mich nicht.

        • Nun, da hätten wir Verschwörungsmärchen, Amerikafeindlichkeit, Israelhaß, Maskulisten, Verschwörungstheoretiker — danke, das genügt zum Thema Vorurteilsfreiheit völlig.

          Carsten

      • netdna sagt:

        „Und fürs Fratzenbuch ist diese Diskussion sowieso nicht geeignet — rein vom Niveau her.“
        Haben Sie sich schön eingekuschelt in Ihrer Arroganz und Ihrem Elfenbeinturm? Gehen Sie bloss nicht vor die Tür…
        Zur inhaltlichen Argumentation siehe meinen Kommentar unten zu den Ausführungen von Herrn Klein.

    • Sehr geehrter Herr Nass,

      wir sind ein Wissenschaftsblog und darüber hinaus kann ich meine Logikausbildung bei H-J. Wendel nicht einfach vergessen, deshalb widerstrebt es mir, das zu tun, was die meisten Deutschen, Sie eingeschlossen, so bereitwillig tun, nämlich ad personam oder ad hominem fehl zu schließen. Ob Herr Wisnewski ein Verschwörungstheoretiker ist oder nicht, spiel bei der Beurteilung seiner Argumente keine Rolle. Manche seiner Argumente mögen falsch sein, aber der Beitrag, den ich zitiert habe, ist weder falsch noch enthält er, im Gegensatz zu Ihrem Beitrag, einen logischen Fehlschluss.

      Eine faire Argumentation verlangt es, dass man sich mit dem Argument nichtmit dem Argumentierenden auseinandersetzt!

      • netdna sagt:

        Sehr geehrter Herr Klein,

        ich habe nicht die Argumente von Herrn W. kritisiert, und daher nicht „ad personam oder ad hominem“ fehl geschlossen – also auch keinen „logischen Fehlschluss“ fabriziert. Mir ist bewusst und ich habe es auch schon erlebt, dass beispielsweise in der ‚Brigitte‘ über ein bestimmtes Thema ein qualifizierterer Artikel steht als im ‚Spiegel‘.
        Meine Kritik an der Erwähnung des betreffenden Links erfolgt nicht unter dem logisch-argumentativen Aspekt, sonder eher einem taktischen. Natürlich hat Herr W. in diesem Fall Recht, jedoch seine Ausführungen zu den meisten anderen Themen sind, gerade unter wissenschaftlichem Aspekt, eine Zumutung (ich muss das hier wohl nicht näher ausführen). Von daher finde ich persönlich es nicht zielführend, eigene Thesen mit einer solchen Person und einem solchen Verlag zu unterfüttern. Ähnliche Argumente kann man auch aus anderen, seriöseren Quellen schöpfen.
        Ich möchte meine Sichtweise an einem – zugegebenermassen – drastischen Vergleich illustrieren: Würde ein Hundefreund eine Abhandlung über das innige, vertrauensvolle Verhältnis von Herr und Hund mit einem Bild von Adolf Hitler zusammen mit seinem Schäferhund illustrieren, weil dieser Herr ja nachweislich seinen Hund innig geliebt hat und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis da war? Und darauf vertrauen, dass die wissenschaftlich gebildeten Leser nicht „ad personam oder ad hominem“ schliessen?

        • NetDna,

          ich fürchte, den schmalen Grad zwischen ad hominem und nicht ad hominem, den Sie da beschreiten wollen, den gibt es nicht – taktisch oder nicht. Wenn man jemanden mit einem richtigen Argument aufgrund seiner sonstigen vielleicht falschen Argumente und mit Blick auf Dritte, die diesen jemanden nicht mögen, nicht zitiert, dann akzeptiert man zum einen deren Prämisse und macht zum anderen doch nichts anderes als einen taktischen Fehlschluss ad hominem, denn Sie verzichten ja auf das zitieren, eben wegen der Person dieses jemand und opfern seine in diesem Fall richtigen Argumente, der Befürchtung, dass andere, die ad hominem zu denken gewohnt sind, Sie in deren ad hominem einschließen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, die Regeln zu setzen als die Regeln anderer zu übernehmen und deshalb werde ich immer dann Herr Wisnewski zitieren, wenn er etwas Richtiges und Sinntragendes gesagt oder geschrieben hat, das sich gerade in meine Argumentation einpasst. Taktische Erwägungen, die darauf hinaus laufen, dass man sich die „Taktik“ Dritter quasi selbst-oktroyiert, sind kontraproduktiv. Ihr Beispiel finde ich verfehlt, aber ich will es dennoch aufnehmen: Wenn Hitler ein Hundefreund war, dann müsste ein normaler Denker eigentlich in der Lage sein, diese Eigenschaft von allen sonstigen Hitlerschen Eigenschaften zu trennen. Aber Herr Wisnewski hat mit Hitler absolut nichts zu tun und deshalb ist ihre Analogie unzutreffend.

          • netdna sagt:

            @Michael Klein: Ok, meine Position dazu ist eine andere, aber jeder macht es natürlich so, wie er es selbst für richtig und zielführend hält. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Blog und den interessanten Themen und werde Ihn auch weiterhin mit Gewinn lesen.

            BTW: Dietmar Nass und netdna sind die selbe Person, ich habe mich da wohl bei der Anmeldung vertan. Sorry.

        • Sie sind ein Vertreter des Schweigekartells, das muß ich jetzt mal sagen. Wer Ihnen nicht paßt, der darf nicht erwähnt werden, egal, was er für Argumente bringt. Genau so arbeiten unsere Medien. Das, was sie verschweigen, ist interessant. Genau darum lesen viele Menschen Kopp und Wisnewski und Elsässer und und…

          Das war nichts weiter als ein kalter Zensurversuch. Für Linkverbote war doch das Hamburger Stadtgericht zuständig, oder?

          Carsten

          primary busyness solutions executive assistent

          • netdna sagt:

            @Carsten Thumulla: „Von daher finde ich persönlich es nicht zielführend…“ habe ich oben geschrieben. Sie machen daraus: „Wer Ihnen nicht paßt, der darf nicht erwähnt werden, egal, was er für Argumente bringt.“ … „Das war nichts weiter als ein kalter Zensurversuch.“
            Eine marginale, solidarisch gemeinte Kritik wird als Zensur interpretiert. Das sagt wenig über den Sachverhalt, jedoch viel über Ihre Denkweise aus. Ihre Anhängerschaft in Bezug auf „Kopp und Wisnewski und Elsässer“ passt dazu wie die Faust auf’s Auge.

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  21. Striesen sagt:

    Ob der Klimawandel ein Mann ist, war ja noch zu diskutieren. Telepolis weiß aber inzwischen:

    Die Energiewende ist weiblich

    So ist die Geschlechtergerechtigkeit wieder im Lot.

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39704/1.html

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