Eine Pressemeldung der Ruhr-Universität Bochum hat heute unsere Aufmerksamkeit erregt: „Absolut indiskutabel“, heißt es darin und: „RUB verurteilt tätlichen Angriff auf Prof. Borges“.
Der Weihnachsmannmob hat dazu rote Holzpfeile mitgebracht, um auf den Studenten im ersten Semester Jura zu zeigen. Prof. Borges, ein Mann mit Zivilcourage, der auch einem Lynchmob nicht gestattet, seine Vorlesung zu stören, hat daraufhin versucht, die Störer aus dem Vorlesungssaal zu drängen, was ihm einen Faustschlag ins Gesicht eingebracht hat und tatsächlich die anwesenden Studenten aktiviert hat, um ihrem Professor zur Seite zu eilen und die falschen Weihnachtsmänner, die sich verhalten wie Faschisten, aus der Vorlesung zu werfen. Das getan, hat Prof. Borges dann seine Vorlesung fortgesetzt. Die Helden im Weihnachtsmannkostüm haben sich auf den Weihnachtsmarkt geflüchtet, wo es der Polizei gelungen ist, einige der falschen Weihnachtsmänner festzunehmen.
Da Prof. Borges Strafanzeige erstattet hat, werden sich die Weihnachtsmänner nunmehr wegen gemeinsamer Körperverletung und da die Ruhr-Universität Bochum sich positioniert hat, auch wegen schwerem Landfriedensbruch verantworten müssen.
Die berichtete Geschichte stammt aus dem Deutschland der Jetztzeit, nicht aus dem Ende der Weimarer Republik. Die Weihnachtsmänner gehören zur Revolutionären Antifa Bochum, die sich – wie auch immer – von der Militanten Antifa Bochum unterscheidet. Die Revolutionäre der Antifa- Bochum, die im Rudel auftreten muss, um einen Studenten, den sie nicht mag, bloßzustellen, weil er rechts ist, während man selbst doch auf der richtigen, nämlich linken Seite des politischen Spektrums angesiedelt sein will, erfüllen alle Kriterien, die wir zusammengestellt haben, um Gutmenschen zu definieren:
Und aus irgendwelchen Gründen denken diese revolutionären Antifaschisten, dass sie sich von rechten Faschisten unterscheiden würden. Warum sie dies denken, ist unklar: Sie achten weder Persönlichkeitsrechte, noch achten sie Eigentum. Sie setzen sich über jede Form von Rechtsgut hinweg, wenn sie der Meinung sind, das sei notwendig. Kurz: Sie verhalten sich wie heilige Krieger auf dem Kreuzzug, die alles kurz und klein hauen, was aussieht wie ein Ungläubiger. Und sie bestätigen einmal mehr, was aus der politikwissenschaftlichen Forschung über Anhänger von KPD und NSDAP bekannt ist. Sie waren die beiden Seiten derselben Medaille, und haben beide mit ganzer Kraft am Grab des ersten deutschen demokratischen Versuches gegraben. Ob man das Grab von rechts oder von links aushebt, ist letztlich egal.
Diese Einigkeit oder die fehlenden Unterschiede zwischen KPD und NSDAP haben es vielen ehemaligen KPD Wählern ermöglicht, einfach die Seite zu wechseln, und das Kreuz nunmehr im Jahre 1932 eben bei der NSDAP und nicht mehr bei der KPD zu machen. Faschisten sind eben Faschisten, ob Links- oder Rechtsfaschisten, das spielt keine Rolle.
Und so bleibt zu hoffen, dass Prof. Borges nicht nur die Solidarität seiner Universitätsverwaltung zukommt, sondern dass sich auch der ein oder andere seiner Fachkollegen findet, der den Mut hat, sich eindeutig zu positionieren.
