Das nächste Pay Gap ist in Vorbereitung: Das Homo-Pay Gap

Da hat man schon das berühmte Montagsmorgengefühl und dann das: Nicht nur, dass in unserer Mailbox eine Nachricht wartet, mit der uns dieses Mal ein Bekannter aus Bayern beglückt hat, nein, man stolpert auch über einen neuen, der eigenen Behauptung nach: wissenschaftlichen Text, der den “Effect of Sexual Orientation on Job Satisfaction” untersucht.

Am liebsten würde man wieder ins Bett gehen, die Decke über den Kopf ziehen und darauf warten, dass dieser Wahnsinn, dem derzeit in manchen Kreisen gehuldigt wird, vorbei geht. Leider geht er nicht vorbei, auch wenn man sich die Decke noch so lang über den Kopf zieht. Ein Phänomen, das einfach zu beschreiben ist: Wer Wahnsinn huldigt dessen Intelligenz muss gelitten haben, sofern sie jemals intakt war, und wenn die Intelligenz gelitten hat, dann fehlt die Fähigkeit zur Einsicht, dass man wahnsinnig ist.

Bildung fuer BerlinAlso weisen wir an dieser Stelle zunächst auf Berliner Wahnsinn in Form der Broschüre: “Bildung für Berlin” hin, um dann zu ergänzen, dass man in Berlin unter Bildung im Wesentlichen die Indoktrination von Schülern mit dem Fetisch sexueller Orientierungen, also dem derzeitig herrschenden Wahnsinn unter denen, die sich für besonders aufgeschlossen halten, versteht:

“Da es nicht möglich ist, homosexuellenfeindliche Einstellungen durch ein kurzes „Darüber-Sprechen“ zu ändern, darf der Arbeitsbogen nur eingesetzt werden, wenn er in eine längere Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität eingebunden ist und weitere Methoden, z. B. aus dieser Handreichung, eingesetzt werden” (Hinweis auf Seite 56)

Und damit die Indoktrination auch Spass macht, sollen Schüler über die These diskutieren: “Es gibt Schwule und Lesben, weil sonst niemand Zeit für Kunst und Wissenschaft hätte” (30) und sich mit dem Stadtmagazin “Siegessäule” auseinandersetzen (34), das umsonst und voller Werbung in Berlin ausgelegt wird. Wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten Linke sonst damit haben, wenn ein Unternehmen in die Nähe einer Schule kommt, ist die Nonchalance, mit der hier product placement betrieben wird, zumindest interessant. Wer nicht gewusst hat, dass Wissenschaftler mehrheitlich homosexuell sind: Wieder was gelernt. Das wahnsinnige Umschreiben der Geschichte ist in vollem Gange.

In vollem Gange ist auch das Nutznießer-Spiel, das auf Ungleichheiten basiert, von denen behauptet wird, sie seien Ergebnis einer Benachteiligung. Wie das erfundene Gender Pay Gap zeigt, lässt sich mit dem öffentlichen Ausleben von Phantasien durchaus Geld verdienen und so wundert es nicht, dass schon das nächste Gap in Vorbereitung ist. Dem derzeitigen Hype entsprechend ist es ein Homo-Gap: Homsexuelle sind nämlich in geringerem Ausmaß mit ihrer Arbeit zufrieden und werden schlechter bezahlt.

DrydakisIIDieses herausragende Ergebnis verdanken wir Nick Drydakis, der schon das herausragende Ergebnis produziert hat, dass die Häufigkeit von Geschlechtsverkehr die Höhe des Verdiensts beeinflusst, und zwar nicht nur im Rotlicht-Milieu.

Dieser Nick Drydakis hat wieder eine Studie publiziert, das Forschungsinstitut für die Zukunft der Arbeit in Bonn (IZA) hat die Studie in seiner Working Paper Reihe veröffentlicht, einer Reihe, die immer mehr zum Panoptikum verkommt, und wir haben uns diesen neuerlichen Drydakis zugemutet.

Zunächst mit der Frage: Wie kommt man auf die Idee, sexuelle Orientierung stünde in einem Zusammenhang mit Arbeitszufriedenheit und Verdienst?

So:

In früheren Studien hat, wer wohl, ja: Nick Drydakis herausgefunden bzw. will er herausgefunden haben, dass Homosexuelle schlechteren Zugang zum Arbeitsmarkt haben und geringere Gehälter beziehen als nicht-Homosexuelle. Und weil angenommen werden kann (warum auch immer), dass Diskriminierung die Arbeitszufriedenheit reduziert und Homosexuelle natürlich diskriminiert werden (das setzen wir einfach), folgt daraus für Drydakis, dass Homosexuelle eine geringere Arbeitszufriedenheit berichten als Heterosexuelle.

Das muss man einfach einmal so hinnehmen.

Und dann gibt es Studien, die berichten, dass Homosexuelle zufriedener mit ihrer Arbeit sind, wenn sie sich vor ihren Arbeitskollegen ge-outet haben. Ob die Arbeitskollegen anschließend zufriedener oder nicht zufriedener mit ihrer Arbeit sind, hat niemand untersucht. Jedenfalls resultiert daraus die Hypothese, dass Homosexuelle, die sich vor ihren Kollegen geoutet haben, zufriedener mit ihrer Arbeit sind.

Mehr Hypothesen gibt es nicht.

Die linearen Probit-Modelle, die Drydakis dann mit ordinalen abhängigen Variablen rechnet, lassen wir einmal unkommentiert. Gehen wir lieber gleich zu den Ergebnissen.

Was kommt heraus aus den Telefoninterviews mit 12.111 griechischen Befragten, darunter 304 homosexuelle Männer (2,5%) und 236 homosexuelle Frauen (1,9%)?

  • Homosexuelle sind weniger zufrieden mit ihrer Arbeit als Heterosexuelle.
  • Homosexuelle, die sich geoutet haben, sind mit ihrer Arbeit zufriedener als Homosexuelle, die sich nicht geoutet haben.
  • Homosexuelle erhalten einen geringeren Lohn als Heterosexuelle (= Homo Pay Gap).

knoweldge gapMan beachte, dass das Homo Pay Gap hier einfach auftaucht, dass es in den Hypothesen keinerlei Vorbereitung findet. Ein näherer Blick (jetzt doch) auf die Daten zeigt die bekannte Drydakis-Regression, bei der sich für Männer Homosexualität (negativ), Bisexualität (negativ), Alter (positiv), Alter quadriert (positiv), Ehestand verheiratet (positiv), Anzahl der Kinder (positiv), Einwanderer (negativ), Universitätsabschluss (positiv), Arbeitserfahrung (positiv) Fahrerlaubnis (positiv), grundlegende Computerkenntnisse (positiv) auf das Verdienst auswirken.

Es gibt noch etliche andere Variablen im Modell, aber die wollen wir einfach einmal unberücksichtigt lassen, denn die Tatsache, dass nicht homosexuelle, nicht bisexuelle, eher ältere Männer, die verheiratet und nicht zugewandert sind, die Kinder haben und einen Universitätsabschluss, die über eine Fahrerlaubnis, Arbeitserfahrung und Computerkenntnisse verfügen besser bezahlt werden, als z.B. Homosexuelle, nicht Bisexuelle, die eher jünger und zugewandert sind, die keinen Hochschulabschluss haben und keine grundlegenden Computerkenntnisse, keine Fahrerlaubnis und eher keine Arbeitserfahrung und keine Kinder haben und auch nicht verheiratet sind, spricht eigentlich für sich.

Was sagt uns dieser lineare Zusammenhang? Dass sich Bildung lohnt und Einkommen das Ergebnis vieler Variablen ist. Das sagt er uns. Was sagt er Drydakis: Dass Homosexuelle schlechter bezahlt werden als Heterosexuelle. Man sollte den Mann einfach nicht mehr in die Nähe eines Computers lassen und ihm das Nutzen statistischer Programme so lange untersagen, bis er nachgewiesen hat, dass er nicht nur die Tastenkombination kennt, die zur Regression führt, sondern auch das mathematische Verfahren, das einer Regression zu Grunde liegt.

Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, so fällt uns auch noch die Unzahl von Forschern ein, die sich mit den Fragen von Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit befasst haben. Die Motivation Hygiene Theory von Herzberg, die Equity Theory von Adams, die Job Characteristics Theory von Hackman und Oldham, die Expectancy Theory von Lawler. Sie alle haben viele Faktoren zusammengetragen (und theoretisch argumentiert), die die Arbeitszufriedenheit und die Arbeitsmotivation beeinflussen, die Ausstattung des Arbeitsplatzes, die Bezahlung, die Art und der Umfang der Arbeit, die mit der Arbeit verbundenen Kompetenzen, die Signifikanz der Arbeit, die Autonomie bei der Arbeit, das Verhältnis zu Vorgesetzen und viele andere mehr (Man sollte Drydakis nicht nur den Zugang zu Computern und Statistikprogrammen verbieten, man sollte ihn auch mindestens einen Monat in eine Bibliothek einsperren!).

Nur eine Variable sucht man, wenn es um Arbeitszufriedenheit geht, umsonst: die sexuelle Orientierung. Aber nun haben wir ja Herrn Drydakis, der auf einem entsprechenden Feldzug zu sein scheint, ein Feldzug, der bislang allerdings noch keinerlei Antwort auf die Fragen gebracht hat, woran man Homosexuelle erkennt, was ja notwendig ist, um sie schlechter bezahlen zu können oder warum man Homosexuelle, die man kennt, schlechter bezahlen sollte? Der lapidare Verweis auf Diskriminierung nutzt hier ebenso wenig weiter, wie beim Gender Pay Gap. In beiden Fällen, weder beim Homo Pay Gap noch beim Gender Pay Gap wurde bislang auch nur ein Betroffener aufgefunden, der dieselbe oder doch zumindest eine vergleichbare Arbeit erledigt, wie ein “nicht-Betroffener” und dafür ein geringeres Gehalt erhält.

Aber wenn es darum geht, der eigenen Phantasien Flügel zu verleihen und Wahnsinn zu Verdienstzwecken und zu Zwecken des Nutznießens auszuleben, dann sind derartig empirische Einsprüche vernachlässigenswert. Wen interessiert schon die Realität, wenn in der Ferne der von Steuerzahlern gefüllte Finanzierungstopf winkt?

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… concerned with and about science

13 Responses to Das nächste Pay Gap ist in Vorbereitung: Das Homo-Pay Gap

  1. Meier, Hans (Kempten) says:

    Es gibt auch den heterosexuell men pay gap: Heterosexuelle Männer geben mehr Geld an andere ab als umgekehrt,und zwar sowowohl gezwungen (Unterhaltspflichten) als auch freiwillig.

  2. Momo says:

    Leider konnte ich Ihren Beitrag nicht zu Ende lesen, obwohl Sie sich ja soviel Mühe mit der Widerlegung der Tatsache geben, dass:

    Das Leben ungerecht ist und immer bleiben wird, schnüff.

    Im Übrigen habe ich mir zur Gewohnheit werden lassen, in allen Beiträgen über Homosexuelle den Begriff: “Homosexuelle” durch “Kleinwüchsige” zu ersetzen, das erweitert enorm den Erkenntnisgewinn und führt automatisch zu der Forderung, dass es nicht nur staatliche Quoten für Frauen und Schwerbehinderte geben “muss”, sondern auch für LISSBBTTJHUU-Menschen, Kleinwüchsige, Sommersprossige und……mich!

    Blöderweise wird zuvor niemand mehr freiwillig Arbeitgeber in einem wirklich produktiven Betrieb sein wollen, denn dieser trägt ja Kosten und Risiken des staatlich verordneten Schwachsinns:

    http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/dav_aktuelles_2014-03-23_petition.html

    • Chaeremon says:

      Pfui! Aus Momo! Aus! Einem Club Verband der die einzig mögliche Zukunft unseres Gesellschaftssystems erst gar nicht im Programm hat dem gewährt “man” nicht auch noch Aufmerksamkeit durch einen Link. Tipp: immer erst selbst nachdenken warum ein Lobbyistenverband seine Stimme mit Kreide zart macht …

  3. heureka47 says:

    Die größte Bildungslücke ist die der Persönlichkeits- / Bewußtseinsbildung in der zivilisierten Gesellschaft.
    Das beste, was man für Kinder – und “Erwachsene” – in dieser Gesellschaft tun könnte, wäre wahrheitsgemäße Aufklärung über Sinn und Zweck von “Initiation”, “Übergangsritual” und “Ascension” sowie die Voraussetzungen dafür und die Schritte des Prozesses – wovon die zivilisierte Gesellschaft entfremdet ist.

    Dem entgegenzuwirken ist mein Anliegen und dem dient mein Wirken seit 1992 – damals begonnen mit der AKTION MENSCH UMWELT ZUKUNFT (AMUZ), die Mitglied wurde in der weltweit aktiven NETZKRAFTBEWEGUNG und in der Stiftung ZUKUNFTSRAT HAMBURG.

    Meine wichtigsten Texte findet man seit einigen Jahren auf meiner HP http://www.Seelen-Oeffner.de – vor allem den jüngsten – kurzen, schnell überschaubaren – Text “Wahre Heilung”. Der Inhalt wird angesichts der “dramatisch” wachsenden Krisen- / Katastrophengefahr immer wichtiger.

  4. Fand gerade diesen Link, der auf eine besonders üble Stelle in der Broschüre verweist:
    Knabenliebe als Akzeptanzmodell für Berliner Schüler

  5. qed says:

    Na endlich!

    Ich hatte schon so langsam die Befürchtung, unsere hirnerweichten Polit- Syphillitiker*_Innen von der grünlinken Glaubensfront hätten ihre Dompteure Adorno, Marcuse, Horkheimer et al schon nicht mehr geistig erfasst: In den Heiligen Schriften der Frankfurter Schule steht nämlich geschrieben, daß all die Abartigen dieser Welt, die Frauen, die pädathyschen Kinderfreunde, die Neger, Kameltreiber, Ziegenbeschäler und leprösen Analphabeten dieser Welt die Heilsbringer sind im Kampf gegen den Scheitan, die weiße, böse, männliche Hete und uns der Segnungen der marxistischen Weltrevolution als Speerspitzen des heroischen Kampfes teilhaftig werden lassen.
    Wir denken kurz nach über die Gründe, die über Jahre das Propaganda- Dauertrommelfeuer des ‘Gender Pay Gap’ auf uns niedergehen ließen, gegen die die monströsen Stahlgewitter des WK I ein lauer Maienregen waren: Frauen verdienen weniger, weil sie unterdrückt, ausgebeutet und prekarisiert wurden und deshalb als verstümmelte Behinderte einer Geschlechtsteilquote bedürftig sind.
    Dasselbe Recht steht natürlich auch anderen Schmerzenskreaturen zu und wer wäre besser geeignet, als unsere gebenedeiten, kulturtragenden Afterrosettenfreunde, die allzeit Ausrottungsfeldzüge von Haßheten zu gewärtigen haben? Ich schließe jede Wette ab: Bald werden wir auch die Forderung nach Aufsichtsratssitzen für die schrillbunte Trans- Queer- Schwuchtelgemeinde vernehmen und derlei wird die irre Politkaste bußfertig statt geben.
    Und die nächste Attacke auf den Verstand wartet auch schon: Was ist denn mit der hirnamputierten, lesbischen Ziegenhirtin aus Hinteranatolien? Sie halten das jetzt für übertrieben? Seufz. Ein Blick auf die Beauftragtinnen- und Ministerinnenschar für Kültürbereicherung sollte eigentlich eines Besseren belehren. Und ein Blick in die Gerichtssäle, in denen ‘kulturelle Eigenheiten’ längst Freibrief noch für die niederträchtigsten Schwerverbrechen geworden sind.

    Immerhin habe ich Hoffnung. Unser alter fetter Kater, fast blind und taub, läßt öfters unter sich und ist schwerer Alkoholiker. Mir erscheint er von seiner intellektuellen Schärfe her prädestiniert, dereinst im deutschen Bundestag die Mittelkralle nach oben zu recken.

  6. karstenmende says:

    In der Konsequenz wird ein solches Tolerazverständnis, dass Herr Drydakis zu vertreten meint, dazu führen, dass ein jeder Mensch mit homoerotischen Neigungen diese Privatsache bei seiner Bewerbung thematisieren wird und aufgrund der zu erwartenden Diskriminierungsklage bevorzugt eingestellt werden muß. Ich kenne dafür den Begriff “Erpressung”.

  7. ups2009 says:

    Dunkel erinnerte ich mich an “Karl Marx über Urninge” …

    “Das ist ja ein ganz kurioser ‘Urning’, den Du mir da geschickt hast. Das sind ja äußerst widernatürliche Enthüllungen. Die Päderasten fangen an sich zu zählen und finden, daß sie eine Macht im Staate bilden. Nur die Organisation fehlte, aber hiernach scheint sie bereits im geheimen zu bestehen. Und da sie ja in allen alten und selbst neuen Parteien, von Rösing bis Schweitzer, so bedeutende Männer zählen, kann ihnen der Sieg nicht ausbleiben. ‘Guerre aux cons, paix aux trous-de-cul’ (Krieg den Fotzen, Friede den Arschlöchern), wird es jetzt heißen. Es ist nur ein Glück, daß wir persönlich zu alt sind, als daß wir noch beim Sieg dieser Partei fürchten müßten, den Siegern körperlich Tribut zahlen zu müssen. Aber die junge Generation! Übrigens auch nur in Deutschland möglich, daß so ein Bursche auftritt, die Schweinerei in eine Theorie umsetzt und einladet: introite usw. Leider hat er noch nicht die Courage, sich offen als ‘Das’ zu bekennen, und muß noch immer coram publico ‘von vorn’, wenn auch nicht ‘von vorn hinein’, wie er aus Versehen einmal sagt, operieren. Aber warte erst, bis das neue norddeutsche Strafgesetz die droits de cul anerkannt hat, da wird es ganz anders kommen. Uns armen Leuten von vorn, mit unserer kindischen Neigung für die Weiber, wird es dann schlecht genug gehen. Wenn der Schweitzer zu etwas zu brauchen wäre, so wäre es, diesem sonderbaren Biedermann die Personalien über die hohen und höchsten Päderasten abzulocken, was ihm als Geistesverwandten gewiß nicht schwer wäre……” (MEW 32 S. 324/5. Engels an Marx, 22.6.1869) … nach Sekundärquelle anarchostalinist auf wordpress

  8. david says:

    Die homosexuellen die nicht geoutet sind und trotzdem weniger verdienen sind doch der Beste beweis, dass der gap eben inhärente gründe haben muss.

    Wie Sie richtig feststellen, hätte man die für das Kriterium wichtigen aus der arbeitsPsychologie bekannten variablen miterheben müssen, um überhaupt mal alternative Hypothesen formulieren zu können, hier hatte man es aber wohl von Anfang an auf eine bloße Theoriefreie Messung einer Häufung abgesehen. Bei der regression wäre dann trotz des Fehlens aussagekräftiger pradiktoren

  9. david says:

    Das interessante an den ungeouteten Homosexuellen, die weniger verdienen ist ja gerade, dass hier die Theorie einer direkten Diskriminierung überhaupt nicht greift, sondern sie inhärente Faktoren nahelegen. Oder eben eine Kultur der Angst, in der Nichtgeoutete gar nicht erst ihre “normale” Leistungsfähigkeit entwickeln. (Letzteres wirft dann wiederum die Frage auf, warum trotzdem alle Welt glaubt, dass es unter die Profifußballer (also einer absoluten Elite von 0,1% aller Fußballer) dennoch so viele Schwule schaffen würden.)

    Wie richtig im Artikel bemerkt, hätte man die aus der Arbeitspsychologie bekannten Faktoren für Verdienst, Zufriedenheit und Motivation erheben müssen, um überhaupt relevante Hypothesen und Alternativerklärungen aufstellen zu können. Hier war man offensichtlich auf der Suche nach einer bloßen Häufung, welche die Prämisse (“all equal”) nicht hinterfragt oder gar gefährdet. Vor einer Regression sind ja bestimmte Validitätstests durchzuführen, um die Annahmen auf stichhaltigkeit zu prüfen. Wie sieht beispielsweise die Interkorrelation zwischen sexueller Orientierung und profunden IT-Kenntnissen aus? Da man hier wahrscheinlich substantielle Interkorrelationen der Prädiktoren findet, hat die fragliche Variable womöglich gar keine inkrementelle Prädiktivität.

    Vor allem aber, und das ist das wichtigste Argument, zugleich mein Lieblingsargument gegen den Gender Pay Gap, kennen wir bereits eine beachtliche Interaktion zwischen den Variablen Homosexualität und Geschlecht (u.a. Carpenter, 2007)!
    Gay men have 12% lower personal incomes and lesbians have 15% higher personal incomes than otherwise similar heterosexual men and women, respectively.
    Wenn homosexuelle Männer diskriminiert werden, warum werden dann ausgerechnet homosexuelle (!) Frauen (!!) privilegiert?? Das ist ein Ergebnis, dass unsere Genderologen nun mal so gar nicht erklären können.
    Dieser Zusammenhang reicht eigentlich an sich schon aus, um den Gender Pay Gap als Ergebnis von Diskriminierung zu widerlegen (mit der gesetzten Annahme, dass Sexuelle Identität ja auf keinen Fall mit Motivation und Leistungsfähigkeit in bestimmten Bereichen zusammenhängen kann)

    • heureka47 says:

      “Oder eben eine Kultur der Angst,…”:

      Vielen Dank für den input!

      Das ist genau der Punkt – und an der “Angst vor dem Outen” wird das Problem erkennbar, das in der GANZEN zivilisierten Gesellschaft steckt.
      Nicht nur die “Schwulen” haben – wie oft auch immer, bevor einige sie überwinden – die Angst vor dem “Erkanntwerden”.
      Ich denke dabei an die Story von Adam und Eva, die sich “bedeckten” und “versteckten” nachdem sie vom “Baum der Erkenntnis (von gut und böse)” gegessen hatten.
      Das “Sich-Bedecken” und “Verstecken” ist symbolische Darstellung für das Entstehen von ANGST vor dem Erkennen, ANGST vor der WAHRHEIT.

      Und diese symbolische Darstellung zielt – damals wie heute – auf die “Latente Angst”, wie Rainer Taéni sie in seinem gleichnamigen Buch nennt, die wesentlicher Teil / Aspekt der “Kollektiven Neurose” der zivilisierten Gesellschaft ist.

      Die “Normalen” in der zivilisierten Gesellschaft haben AUCH Angst: Davor, sich offen als die zu zeigen, die sie wahrhaftig, als Seele, sind (oder sein könnten). Sie haben sich an die – kranke – “Normalität” der zivilisierten Gesellschaft angepaßt. Der Begriff “Normopathie” gehört in diesen Bereich. Und ist – gut erkennbar jetzt immer öfter – Ursache auch von ärztlich / psychiatrisch diagnostizierten Störungs- bzw. Krankheitsbildern.

      Das Problem bedarf der GRUNDLEGENDEN Heilung, die in jedem Falle möglich ist.

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