Kann Demokratie repräsentative Demokratie sein?

Beim Stöbern in unseren alten Buchbeständen sind wir wieder einmal auf Poppers “Alles Leben ist Problemlösen” gestoßen. Darin findet sich Beitrag, der  in dieser dunklen Zeit, die viele als demokratisch bezeichnen, einen Ausgangspunkt für weitere Überlegungen über Parteien, Demokratie und deren Vereinbarkeit bietet.

Downs economic theory democracyDenn: aus demokratietheoretischer Sicht leben wir in einer seltsamen Zeit, einer Zeit, in der Parteien Steuergelder unter sich und denen aufteilen, deren Unterstützung sie zu kaufen wünschen, einer Zeit, in der es nicht möglich zu sein scheint, abgehalfterte Politiker loszuwerden, geschweige denn, eine verbrauchte, zu keinem Zeitpunkt taugliche Regierung in die Wüste zu schicken.

Statt dessen sind Wähler dazu verurteilt zuzusehen, wie immer farblosere Gestalten mit immer noch weniger Wissen in die Politik drängen, um dort anderen sagen zu können, wo es lang geht, anderen, die in der Regel nicht nur über mehr Wissen und Erfahrung, sondern auch über mehr Intelligenz verfügen.

Es scheint, wir leben in einer Zeit, in der der Schwanz mt dem Hund wedelt.

Wie es soweit kommen konnte, dass demokratische System zu schlechten Imitationen derselben wurden, dass unter dem fadenscheinigen Mantel demokratischer Legitimität munter Selbstbedienung betrieben wird, ist eine Frage, bei deren Beantwortung der Beitrag von Popper, den er im Jahre 1987 veröffentlicht hat, einige Ansatzpunkte bietet, von dem wir dann weiterdenken wollen.

Popper Problemloesen“Wie ein jeder weiß, heißt ‘Demokratie’ auf deutsch ‘Volksherrschaft’ oder ‘Volkssouveränität’, im Gegensatz zu ‘Aristokratie’ (Herrschaft der Besten oder der Vornehmsten) und ‘Monarchie’ (Herrschaft eines einzelnen). Aber der Wortsinn hilft uns nicht weiter. Denn nirgends herrscht das Volk: Überall herrschen die Regierungen (und leider auch die Bürokratie, das heißt die Beamten, die nur schwer oder gar nicht zur Verantwortung gezogen werden können).

[…]

Es gibt eigentlich nur zwei Staatsformen: solche, in denen es möglich ist, die Regierung ohne Blutvergießen durch eine Abstimmung loszuwerden, und solche, in denen das nicht möglich ist. Darauf kommt es an, nicht aber darauf, wie man diese Staatsform benennt. Gewöhnlich nennt man die erste Form ‘Demokratie’ und die zweite ‘Diktatur’ oder ‘Tyrannei’.

[…]

Für die Absetzbarkeit gibt es verschiedene Methoden. Die beste Methode ist die einer Abstimmung: Eine Neuwahl oder ein Votum in einem gewählten Parlament kann die Regierung stürzen. […] es kommt nicht darauf an, wer regiert, solange man die Regierung ohne Blutvergießen loswerden kann. Jede Regierung, die man wieder loswerden kann, hat einen starken Anreiz, sich so zu verhalten, daß man mit ihr zufrieden ist. Und dieser Anreiz fällt weg, wenn die Regierung weiß, daß man sie nicht so leicht loswerden kann.

[…]

In den Demokratien des westeuropäischen Kontinents ist ein Wahlrecht verbreitet, das sich wesentlich von jenem Wahlrecht unterscheidet, das zum Beispiel in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten gültig ist und das auf der Idee der lokalen Repräsentation beruht. In Großbritannien entsendet jeder Wahlkreis einen Repräsentanten ins Parlament: den, der die meisten Stimmen bekommen hat. Welcher Partei und ob er einer Partei angehört oder nicht, wird offiziell nicht zur Kenntnis genommen. Seine Pflicht ist es, nach bestem Wissen und Gewissen die Interessen derer zu vertreten, die in seinem Wahlkreis wohnen, ob sie einer Partei angehören oder nicht. Natürlich gibt es Parteien, und sie spielen eine große Rolle bei der Regierungsbildung. Aber wenn der Repräsentant eines Wahlkreises glaubt, daß es im Interesse seines Wahlkreises ist (…), gegen seine Partei zu stimmen oder sogar mit ihr zu brechen, so ist er verpflichtet, es zu tun. Winston Churchill, der größte Staatsmann unseres Jahrhunderts, war niemals ein Gefolgsmann, und er hat zweimal die Partei gewechselt.

Ganz anders ist die Lage im kontinentalen Europa. Der Proporz besagt, daß jede Partei so viele Vertreter im Parlament – etwa im Bundestag – bekommt, daß die Zahl der Abgeordneten der verschiedenen Parteien in möglichst genauem Verhältnis zu den für die Parteien abgegebenen Stimmen steht.

Die Parteien sind damit von der Verfassung des Staates anerkannt und im Grundrecht verankert. Und der individuelle Abgeordnete wird ganz offiziell als Repräsentant seiner Partei gewählt. Daher kann er nicht die Pflicht haben, unter Umständen gegen seine Partei zu stimmen: Er ist, ganz im Gegenteil, moralisch an seine Partei gebunden, da er ja nur als Repräsentant dieser Partei gewählt wurde.

[…]

Ich weiß natürlich, daß man Parteien braucht: Niemand hat bisher ein demokratisches System erfunden, das ohne Parteien auskommt. Aber politische Parteien sind keine allzu erfreulichen Erscheinungen. […] Alle unsere Regierungen sind keine Volksregierungen, sondern Parteienregierungen. Das heißt Regierungen der Parteienführer; denn je größer eine Partei ist, um so weniger ist sie einig, um so weniger ist sie demokratisch, um so weniger Einfluß haben die, die für sie stimmen, auf die Parteiführung und das Parteiprogramm. Der Glaube, ein nach dem Proporz gewählter Bundestag oder ein Parlament sein ein besserer Spiegel des Volkes und seiner Wünsche, ist falsch. Er repräsentiert nicht das Volk und seine Meinungen, sondern lediglich den Einfluß der Parteien (und der Propaganda) auf die Bevölkerung am Wahltag. Und er macht es schwieriger, daß der Wahltag zu dem wird, was er sein könnte und sollte: ein Tag des Volksgerichts über die Tätigkeit der Regierung.

Es gibt also keine gültige Theorie der Volksherrschaft; keine gültige Theorie, den den Proporz fordert. So müssen wir fragen: Wie wirkt sich der Proporz in der Praxis aus. Erstens auf die Regierungsbildung, zweitens auf die so entscheidend wichtige Möglichkeit, eine Regierung zu entlassen?

1. Je mehr Parteien, um so schwieriger die Regierungsbildung. Das ist erstens eine Tatsache der Erfahrung, und zweitens ist es auch eine Tatsache der Vernunft: Wenn es nur zwei Parteien gäbe, dann wäre die Regierungsbildung leicht. Aber der Proporz macht es auch kleinen Parteien möglich, einen großen – oft einen entscheidenden Einfluss auf die Regierungsbildung zu gewinnen und damit sogar auf die politischen Entscheidungen der Regierung. Jeder wird das zugeben; und jeder weiß, daß der Proporz die Anzahl der Parteien vermehrt. Aber solange man annimmt, daß das ‘Wesen’ der Demokratie in der Volksherrschaft besteht, muß man, als Demokrat, diese Schwierigkeiten in Kauf nehmen, da der Proporz dann ja als ‘wesentlich’ erscheint.

2. Doch der Proporz, und damit die Vielzahl der Parteien, wirkt sich womöglich noch schlimmer aus, was die so wichtige Entlassung einer Regierung durch Volksentscheid angeht, also zum Beispiel durch die Neuwahl des Parlaments – erstens, da man weiß, daß es viele Parteien gibt und daher kaum erwarten kann, daß eine der vielen Parteien die absolute Mehrheit erreichen wird. Wenn daher diese Erwartung eintrifft, so hat sich eben der Volksentscheid gegen keine der Parteien ausgesprochen. Keine der Parteien wurde entlassen, keine der Parteien wurde verurteilt.

Zweitens erwartet man nicht, daß der Wahltag ein Tag des Volksgerichts über die Regierung ist. Manchmal war die Regierung eine Minderheitsregierung und daher nicht in der Lage zu tun, was sie für richtig hielt, sondern zu Konzessionen gezwungen; oder sie war eine Koalitionsregierung, in der keine der regierenden Parteien voll verantwortlich war.
So gewöhnt man sich daran, keine der politischen Parteien und keinen ihrer Führer für die Entscheidungen der Regierung verantwortlich zu machen. Und daß eine Partei etwa fünf oder zehn Prozent ihrer Stimmen verliert, wird von niemandem als Schuldspruch angesehen; am wenigsten von den Wählern, den Regierten: Es deutet nur auf ein momentanes Schwanken in der Popularität.
Drittens: Auch dann, wenn die Mehrheit der Wähler eine bestehende Mehrheitsregierung entlassen will, kann sie das nicht unbedingt erreichen. Denn selbst wenn eine Partei, die bisher die absolute Mehrheit hatte (so daß sie verantwortlich gemacht werden könnte), ihre Mehrheit verliert, so wird sie unter dem Proporz höchstwahrscheinlich noch immer die größte Partei bleiben. Daher wird sie mit der Unterstützung einer der kleinsten Parteien eine Koalitionsregierung bilden können. So wird der entlassene Führer der großen Parteien weiterregieren – gegen den Mehrheitsbeschluß und aufgrund der Entscheidung einer kleinen Partei, die meilenweit davon entfernt sein kann, den ‘Willen des Volkes’ zu repräsentieren.

[…]

Mir scheint die Form, die das Zweiparteiensystem möglich macht, die beste Form der Demokratie zu sein. Denn sie führt immer wieder zur Selbstkritik der Parteien. Wenn eine der beiden großen Parteien in einer Wahl eine richtige Schlappe erlitten hat, dann kommt es gewöhnlich zu einer radikalen Reform innerhalb der Partei. Das ist eine Folge der Konkurrenz und des eindeutigen Verdammungsurteils der Wähler, das nicht übersehen werden kann. So werden die Parteien durch dieses System von Zeit zu Zeit gezwungen, aus ihren Fehlern zu lernen oder unterzugehen. Meine Bemerkungen gegen den Proporz bedeuten nicht, daß ich allen Demokratien den Rat gebe, den Proporz aufzugeben. Ich wünsche nur, der Diskussion darüber eine neue Richtung zu geben. Der Gedanke, daß aus derIdee der Demokratie die moralische Überlegenheit des Proporzsystems logisch abgeleitet werden könnte und daß die kontinentalen Systeme wegen des Proporzes besser, gerechter oder demokratischer seien als die angelsächsischen Systeme, ist naiv und hält einer etwas eingehenderen Überlegung nicht stand” (Popper, 1996:207-213).

true powerBliebe anzumerken, dass die Etablierung von Berufspolitikern, die sich selbst bei kürzester Parlamentszugehörigkeit mit üppigen (Renten-)Bezügen versorgen können, zu einer Klasse politischer Funktionäre geführt hat, die ihre eigenen Interessen ins demokratische Spiel nicht nur einbringen, sondern auch durchsetzen können, Interessen, die z.B. eine finanzielle Absicherung auch im Falle einer Abwahl geschaffen haben und somit das beseitigt haben, was Demokratie erst möglich gemacht hat: Den Wettbewerb. Wo sich alle, unabhängig von ihrem Wahlerfolg aus den von Steuerzahlern finanzierten Töpfen satt essen können, gibt es keine Konkurrenz und keine Notwendigkeit, sich für die eigenen Wähler zu engagieren. Vielmehr gibt es Anzreize zum Trittbrettfahren, zum Abkassieren ohne Gegenleistung.

Insofern wurde Poppers Darstellung von der Zeit überholt, denn er hat nicht mit Berufspolitikern gerechnet, die über Parteilisten gesichert sind und keinerlei Verantwortung gegenüber ihren Wählern übernehmen müssen und wollen. Die damit verbundene Entwicklung zu Parteisoldaten, für die es wichtiger ist, sich mit dem Kreisvorsitzenden zu halten als mit den Wählern, die  zu repräsentieren, sie vorgeben und die sich daraus ergebenden Anreize für etablierte Gewählte, mit einander über Parteigrenzen zu kollaborieren, wenn es darum geht, die eigene Existenz unabhängig von Wahlausgängen zu sichern, führt vielmehr zu der Frage, ob Parteien Totengräber der Demokratie sind, ob es, anders als Popper formuliert hat, keine Demokratien ohne Parteien geben kann, sondern mit Parteien keine Demokratie.

Wir werden uns dieser Frage in einem der nächsten Posts widmen.

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13 Responses to Kann Demokratie repräsentative Demokratie sein?

  1. Philipp Gampe says:

    Nun, zumindest das US System ist nicht besser, da dort die Politiker zwingend gut Schauspielern können müssen und größtenteils auf Spenden aus der Industrie angewiesen sind.
    Darüber hinaus sagt einem ja der Dunning-Kruger-Effekt, dass die meisten Bürger die Arbeit der Politiker gar nicht bewerten können. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Politiker nicht wirklich viel schlauer sind, als der Bevölkerungsdurchschnitt.

    Es wäre interessant, wenn man noch mögliche Rückkopplungseffekt/ -strategien einbezieht und vergleicht. So gibt es ja in einiger Ländern die Möglichkeit zur Abwahl eines Politikers. Andererseits steigt damit die Bürokratie.

    Ich fände es besser, wenn man zu jeder Wahl auch über die (Renten-)Bezüge des Vorgängers abstimmen könnte: 0%, 50%, 100%, 150%, 200% (also fünf Stufen; dies sollte niemanden intellektuell überfordern). Dann könnten die Politiker vor der Wahl nicht nur (leere) Zukunftsversprechen machen, sondern müssen auch ihre Handlungen in gutem Licht erscheinen lassen um sich die Gunst der Wähler zu sichern.
    Wohlgemerkt spreche ich hier nur über die Bezüge nach der Amtszeit, nicht über das was der Politiker während der Amtszeit “verdient”.

    Außerdem könnte man noch versuchen, Seiteneffekte zu verringern:
    * offene Spendenlisten mit namentlich aufgeführten Spendern
    * Berufsverbot/Nebenverdienstverbot während der Ausübung des Mandats (eigentlich dürften die doch gar keine Zeit mehr dazu haben)
    * Begrenzung der Amtszeiten/Mandate auf Bundesebene (und Landesebene)
    * Idiotentest 😉

  2. heureka47 says:

    Popper gehört nicht zu meinen Lektüre-Erfahrungen; ich bin auch kein Wissenschaftler – wenn auch durch meinen Beruf (Außenhandelskaufmann und staatl. gepr. Betriebswirt) sehr mit dem rationalen Denken in Berührung gekommen – aber statt dessen sind tausende Bücher und andere Medieneinheiten in Berührung mit mir gekommen, die mir die Problematik der modernen Gesellschaft in unzähligen Aspekten / Details vermittelt haben.

    UND ich bekam die Möglichkeit, auch deren tiefere Ursache zu erkennen.

    Dr. Hermann Oberth, “Großvater der Raumfahrt” und Weltbürger, beschrieb in seinem Buch “Wählerfibel für ein Weltparlament” unsere Situation / Zivilisation als “Kakokratie” (“Herrschaft des Schlechten”) und “Gesellschaftsneurose”. Letzteres ist nicht nur eine Metapher, sondern dahinter steckt, daß – von seltenen Ausnahmen abgesehen – wirklich jeder einzelne Mensch von einem eindeutig feststellbaren schweren Mangel befallen und beeinträchtigt ist. Die WählerInnen ebenso wie die Gewählten, die gesamte Gewaltenteilung und die gesamte ver(ge)waltete Bevölkerung.

    Wenn man – wie ich – sich dem Problem nicht aus neurotischer Abwehr- / Vermeidungshaltung / latenter Angst verschließt, sondern lösungswillig / -fähig ÖFFNET, erkennt man die Fehler im System allerorten. Zum Beispiel im Grundgesetz. Das fängt schon im ersten Satz der Präambel an: “Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott…”: PIEEEEP! Da gibt’s schon den ersten Alarm!
    Im Artikel 1 geht’s auch sofort wieder los mit dem “PIEEEEEP!” – denn die allermeisten für die staatliche Gewalt Tätigen wissen gar nicht, was die “Würde des Menschen” ist, die zu achten und zu schützen ist.

    Des Menschen WAHRE Würde ist, daß er ein “Würden-TRÄGER” ist; denn der WAHRE Erwachsene ist ein “Amts-Inhaber” – er ist “Stellvertreter Gottes auf Erden”. Und das muß er auch sein, wenn er

    – seine Kinder glaubwürdig / erfolgreich im Geiste des höchsten Prinzips des Universums erziehen will;
    – dauerhaft tragfähige, konstruktive, Beziehungen zu Mitmenschen / PartnerInnen aufbauen / aufrechterhalten will;
    – eine langfristig gesunde / überlebensfähige Bevölkerung aufrechterhalten will OHNE immer wieder durch Untergänge (aller “Hochkulturen”) zurückgeworfen oder durch Aussterben gar aus der Evolution völlig entfernt zu werden.

    *

    Gesunde Kulturen brauchen keine Zivilisation. Gesunde Menschen brauchen keine Demokratie, keine cartesianische Wissenschaft, keine Massenreligionen, keine Massenmedien, keine “Weltkriege”.
    Wahrhaft gesunde Menschen LEBEN das höchste Prinzip des Universums und sind wahrhaft – bedingungslos – glücklich. Haben keine Sorgen – MACHEN sich keine Sorgen. Sind frei von dominierender Angst. Frei von (Kollektiver) Neurose. Sind HEILE / GEHEILTE Seelen.

    “Neurose ist heilbar!” schreibt EYSENCK.

    Folglich ist auch (die) “Kollektive Neurose” / “Gesellschaftsneurose” usw. HEILBAR. Grundlegend und auf völlig natürliche Weise. Durch Aufstieg zur höheren Bewußtseins- / Seins-Ebene; oberhalb des “Ego” / “Niederen Selbst” und seiner typischen ANGST.

    Herzlichen Gruß!

  3. Meier, Hans (Kempten) says:

    Drei Tatsachen:

    Das Prinzip der Repräsentativität ist ein feudales (1), das bei Gründung der modernen Demokratie als eine Notlösung beibehalten wurde (2), die heute überflüssig ist (3).

    1. Die attische Demokratie kannte kein repräsentatives Prinzip. Jeder Bürger vertrat auf der Volksversammlung nur sich selbst.

    Im Feudalismus stand der Landesherr analog zum Familienvater für seine Lehensleute und repräsentierte diese
    – dem nächsthöheren Lehensherrn gegenüber (zumindest theoretisch hatte er deren Sache mitzuvertreten)
    – anderen Lehensherren hierarchisch mehr oder weniger gleicher Stufe gegenüber (und schützte seine Leute z.B. vor fremden Übergriffen)
    – den Lehensleuten selbst gegenüber (als ihr Herr)

    2. Die Umwandlung des Feudalsystems in unser heutiges System des frei veräußerlichen individualeigentums erfolgte in den großen Flächenstaaten, die das Feudalsystem geschaffen hatte. Direkte Demokratie war rein technisch unmöglich, weil nicht alle Bürger mal einfach so an einem Ort zusammen kommen konnten, also mussten sie gewählte Vertreter schicken (das amerikanische Wahlmännersystem, das heute so unverständlich wirkt, zeigt dieses System in statu nascendi). Weil diese Repräsentanten politische Bündnisse schlossen, Vereinigungen, die sich institutionalisierten, entstand daraus das Parteiensystem, an dessen Ende die Bürger ncht mehr Volksvertreter wählen, sondern nur noch entscheiden, welche Partei wieviel Sitze im Parlament hat. Inwieweit die Parteivertreter im Parlament sich noch als Vertreter ihrer Wähler verstehen, ist eine offene Frage. Hausaufgabe: Analysieren sie das deutsche Wahlrecht, die Praxis des Wahlsystems und den Stand der Gewaltenteilung. Wie vertritt das Parlament das Volk gegenüber (!) der Regierung?

    3. Das repräsentative System war immer heikel und verliert an Legitimation in dem Maße, in dem es von Parteien gekapert wird. Seine einzige reale Legitimation, die technische Notwendigkeit von Repräsentation, ist hinfällig in dem Moment, in dem durch das Internet alle sehr wohl gleichzeitig partizipieren können – ob der Ort der Volksversammlung ein realer oder ein virtueller ist, ist strukturell ja gleichgültig.

    SCHLUSSBEMERKUNG, historisch:

    Es gab überkommene Systeme, die endeten in einer blutigen Katastrophe (Frankreich 1789), es gab welche, die endeten unblutig, weil ihre Vertreter verantwortungsbewusst genug waren, sich dem notwendigen gesellschaftlichen Wandel anzuschließen (Auflösung der Apartheid in Südafrika oder Gorbatschow wären solch positive Beispiele).

    Was werden wir erleben oder unsere Kinder?

    • heureka47 says:

      “Was werden wir erleben oder unsere Kinder?”:

      Wir oder unsere Kinder werden genau DAS erleben, was wir / sie ERSCHAFFEN.

      Leider sind sich die allermeisten Menschen der ENTFREMDETEN zivilisierten Gesellschaft nicht klar darüber, was sie vor allem UNBEWUSST erschaffen oder was sie UNTERLASSEN zu erschaffen – um persönlich oder kollektiv langfristig / dauerhaft zu überleben.

      Der Mensch ist in der Hauptsache GEIST (GE-IST!), Seins-Energie. Und wenn / wo diese Energie sich ihres Seins bewußt ist, ist es BEWUSST-SEINS-Energie. Und diese Energie ist u.a. auch “Schöpfer-Kraft”; sie erschafft durch “Vorstellungs-Kraft”. Dieses Schöpfen / Erschaffen aus (der) KRAFT ist dem WAHRHAFT ERWACHSENEN Menschen (Mensch = mens = Geist / Seele) ebenso möglich wie dem universellen Geist, der “All-Seele” (“Gott”).

      KINDER verfügen natürlicher- und vernünftigerweise (aus Sicherheitsgründen) noch nicht bewußt / willentlich über die Fähigkeit(en) des Erwachsenen. Das wird erst erlangt (“hergestellt”) durch den Prozeß der Initiation (Einweihung, Einführung) in das “höhere” Sein / Bewußtsein bzw. durch die “Ascension”, den “Aufstieg” zur höheren Seins- / Bewußtseins-Ebene. Auch als “Übergangsritual” bekannt. Oft aber- wo es heute noch durchgeführt wird – auf das “Äußerliche” beschränkt – verkümmert.
      Uralte Schriften beschreiben die Schritte, die IM (Unter-)BEWUSSTSEIN zu tun sind, um wirksam aufzusteigen und zum “Mit-Schöpfer” zu werden und aus der (Seins- / Bewußtseins-)KRAFT schöpfen und erschaffen zu können.

      Dazu braucht es das UR-Vertrauen – mit dem wir ALLE auf die Welt kommen. Wenn es im Laufe der Kindheit gestört wird, (scheinbar) “verloren” wird, kann es durch HEILUNG wiedererlangt werden. Und um den Prozeß der Initiation / Ascension erfolgreich / wirksam durchführen zu können, braucht es VERTRAUEN – und zwar die Qualität “BEDINGUNGSLOSES Vertrauen”.
      Das wird z.B. in der Geschichte von Abraham symbolisch dargestellt.

      Denn im Prozeß der Initiation / Ascension geht es darum, ins eigene “Unbewußte” ein- / abzutauchen, um dort die zukünftige eigene Identität, das “Höhere / wahre Selbst”, die “höhere Bewußtseins-Ebene”, die SEELE, kennenzulernen. Wer bei diesem anfänglichen Schritt (noch) nicht wahrhaft geheilt ist, sondern noch seelische Verletzungen (Traumata) im weiteren Sinne in sich trägt, wird diesen auf seinem Weg wahrscheinlich begegnen und soll sie ertragen / aushalten können – und wenn es ihm schon möglich ist, sie auch “erlösen”, die Gefühls-Energien, um die es sich dabei handelt, aus dem (Unter-)Bewußtsein entlassen, sie als DIE Gefühle zulasssen, als die sie einmal abgespalten / verdrängt wurden.

      Und JETZT komme ich zurück zum Ausgangspunkt:
      Diese abgespaltenen – negativen – Gefühlsenergien, ebenso wie unterdrückte Bedürfnisse und alle Arten von NATÜRLICHEN “Lebens-Impulsen”, die nicht zugelassen werden, bilden ein – negatives – Energie-Potenzial im Menschen, dessen er sich nicht bewußt ist, das aber dennoch – auf verschiedene Weise – seine Wirkung entfaltet!

      Was ich hier beschreibe, ist wesentlicher Aspekt der
      – “Krankheit der Gesellschaft”,
      – in der Soziologie als “Kollektive Neurose” bekannt;
      – in der Bibel schon bei Moses im “Tanz um das Goldene Kalb” beschrieben;
      – von Jesus angesprochen in dem Wort “…denn sie wissen nicht, was sie tun.”;
      und an vielen anderen Stellen in der Literatur zu erkennen.
      Ich arbeite an diesem Thema intensiv seit 1991 und nenne diese Krankheit seit 1992 die “Kollektive Zivilisations-Neurose”. Sie ist nach meinen Erkenntnissen die – tiefere – Ursache

      – der allermeisten gesundheitlichen Störungen (“Krankheiten”);
      – der Störungen im Bereich menschlicher Beziehungen und Kinder-Erziehung;
      – der “Globalen Krise” / “99 Welt-Probleme” / “Welt-Problematik” u.ä.;
      – der wiederholt ausbrechenden “Kollektiven PSYCHOSEN” (Krieg und ähnliches).

      “Kollektive PSYCHOSE” wurde auch die Zeit 1933/1939-1945 genannt. Die nächste dieser Katastrophen ist nach der “Statistik” schon “fällig”. Denn die Abstände sind grob durchschnittlich 50 Jahre.

      DAS hat bisher die – (selbst-)entfremdete – zivilisierte Gesellschaft (weitgehend unbewußt) ERSCHAFFEN. Und sie ist immer noch sehr fleißig dabei, weiter an diesem Werk zu arbeiten.
      Etwas ganz ANDERES, gegenteiliges, zu erschaffen, wäre der Menschheit ebenso möglich – aber dazu müßte die “Kollektive Zivilisations-Neurose” grundlegend geheilt werden.

      Der Aufklärung über diese Zusammenhänge widmen ich und meine Initiativ(en) sich seit 1992.

      Wir Menschen haben das Potenzial, DAS zu manifestieren, zu verkörpern, zu erschaffen, was wir – in Wahrheit, von unserer “Ur-Substanz” her – SIND (und schon immer waren): GE-IST, Gott, Schöpferkraft, Kraft der Liebe, Kraft des Friedens, Lebens-Kraft / -Energie, usw.

      Wir brauchen es nur zu ERKENNEN.
      Und wer das Vertrauen verloren hat und nicht den MUT, sich selbst und seine tiefere Wahrheit zu erkennen, kann es wiedergewinnen – durch konstruktives Überwinden der seelischen Verletzung(en) und der Unsicherheit / Angst oder sonstigen “negativen Gefühle” bzw. Denkhaltungen / Glaubenssätze.

      Angst überwinden Liebe finden.

      Wer die Initiation nicht zur rechten Zeit – am Beginn der Pubertät – vollzogen hat, kann sie jederzeit nachholen und durch Grundreinigung des (Unter-)Bewußtseins – mit Hilfe der Kraft der Liebe, der Kraft Gottes oder Christus – sich selbst HEILEN und GANZ werden.
      Auch dies steht in der Bibel und in anderen alten Sagen / Legenden.

      – Der Siegfried der Nibelungen steht (beim Kampf gegen den Drachen) symbolisch für die Fähigkeit, ANGST erfolgreich und dauerhaft wirksam bleibend überwinden zu können.

      – Herakles steht bei der Reinigung des Augias-Stalles symbolisch für die Grund-Reinigung des (Unter-)Bewußtseins.

      – Jesus gibt uns im “Vaterunser” das Gebot, unser (Unter-)Bewußtsein REIN zu halten mit den Worten “Geheiligt werde dein Name” (auf Wunsch erkläre ich das gern).

      – Der “Froschkönig” des gleichnamigen Märchens steht symbolisch für den Identitäts-Wechsel des Menschen im “Übergangsritual”, bei der “Initiation” / “Ascension”, vom “Ego” / “Niederen Selbst” zum “Höheren / wahren Selbst”. (Das “Ego” verwandelt sich vom “König” zum “Prinzen”).

      Die – äußerlich betrachtet – unzähligen Probleme der zivilisierten Gesellschaft sind nur Symptome / Auswirkungen (und Sekundär-Wirkungen von Wirkungen) der uralten Krankheit – die von ihrer Natur her den Betroffenen allermeist selbst nicht bewußt wird.

      Um aber dem völligen Untergang und eventuellen letztlichen Aussterben zu entkommen, ist es erforderlich, die Krankheit zu erkennen und grundlegend zu heilen.

      Herzlichen Gruß!

      • Meier, Hans (Kempten) says:

        Sehr geehrter Herr Unbewusst,

        ich habe nichts gegen Esoterik, aber mir würde schon reichen, wenn das bisschen Verstand, über das wir rational und bewusst verfügen, rational und bewusst genutzt würde. Was sonst noch an unterdrückten “Ich-bin-wichtig”-Trieben, egoistischen Harmoniebedürfnissen, aggressivem Weltbefriedungswahn, pubertierenden Initiations- und Märchenassoziationen im Unbewussten sich selbst nicht beherrschender halb- und viertelbewusster Menschen existiert, ist etwas für Dichter (die ich liebe) oder (was ich nicht liebe) sex and crime-Phantasien im Hauptprogramm der ARD, nicht aber für eine praxisorientierte Gesellschaftskritik.

        Natürlich dürfen Sie die Menschheit vor dem Aussterben retten. Aber hier werden sehr viel konkretere Probleme diskutiert, deren Lösung nicht in der edlen Absicht bestehen kann, eine Apokalypse zu verhindern.

        Anders gesagt: Mein Neffe ist schwer krank. Es hilft ihm bei Gesprächen über seine Krankheit und Heilungsmöglichkeiten wenig, wenn ich ihm mitteile, wie er dazu beitragen kann, dass es weniger Krieg auf der Erde gibt. Darüber können wir in pazifistischen Gesprächszirkeln säuseln, damit dürfen wir aber nicht in ernsthaften medizinischen Untersuchungszusammenhängen Zeit und Aufmerksamkeit verschwenden (umgekehrt würden es ja auch Pazifisten als Affront wahrnehmen, wenn in ihre Gesprächszirkel jemand einbricht, um mit Berichten von seiner Krankheit vom Paz.-Thema abzulenken)..

        Und HIER interessiert nun einmal eine Erkrankung des politischen Systems namens “Parteien”.

        Danke!

        HM

        • heureka47 says:

          “Mein Neffe ist schwer krank”:

          Wenn es sich dabei um “Krankheit” im Wortsinn handelt, kann die Kraft, die die Welt retten kann, auch Ihrem Neffen helfen.
          Ich verstehe, daß die meisten Menschen diesen größeren Zusammenhang – noch – nicht erkennen können, aber er ist DA. Und JEDER kann lernen, ihn zu erkennen.

          Richten Sie Ihrem Neffen meine herzlichen Grüße aus und geben Sie ihm Kenntnis von meinem Hinweis auf die – tiefere – Ursache von “Krankheit” im Mangel an Lebens-Energie aufgrund der “Entfremdung”.
          Für den Fall, daß Ihr Neffe noch nicht das Pubertätsalter erreicht hat, die Initiation noch nicht durchführen kann, ergeht die Aufgabe an seine Eltern oder direkten Bezugspersonen.

          PS: Die Erkrankung der politischen Parteien ist die Erkrankung der entfremdeten Menschen, die in / als Parteien oder ihre Verantwortungsträger wirken.

          Herzlichen Gruß!

  4. Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Repräsentative Demokratie

  5. Pingback: Das Geschäft “Partei”: Einnahmen der Politik | LW-Freiheit

  6. EuroTanic says:

    ““Wie ein jeder weiß, heißt ‘Demokratie’ auf deutsch ‘Volksherrschaft’ oder ‘Volkssouveränität’”
    Nichts ist falscher und sinnloser als das. MIt Demokratie war nie die herrschaft des Volkes gemeint. Wozu auch. Die meisten Menschen sind dumm, interessenlos, leicht zu manipulieren, einfacher gesagt, DER MOB. Warum sollte ich mich von einem MOB beherrschen lassen wollen?
    Da ist es doch einfacher einen faulen König loszuwerden als massenweise Wähler.

    • Meier, Hans (Kempten) says:

      Sorry, aber “Demokratie” heißt nun einmal Herrschaft des Demos. Sehr interessant ist “nur” die Frage,.wie Demos zu übersetzen ist – in der Hochzeit Athens waren das alle Wehrfähigen (und -berechtigten) – wer zu Verteidigung (und Angriff!) beitrug, hatte gleiches Mitspracherecht. Damit ausgeschlossen waren Frauen, Sklaven (die aber in besonderen Zeiten die Freiheit bekommen konnten, so dass aus Rudersklaven plötzlivch in großer Zahl Bürger werden konnten) und Metöken (nicht eingebürgerte Zuwanderer, für einige Jahrzehnte auch alle, deren Eltern nicht bereits athenische Bürger gewesen waren, wobei als “Athener” alle Mitglieder des attischen Seebundes galten – d.h. gut die Hälfte Griechenlands).

      Die Definition von “Demos” änderte sich immer wieder in oft bürgerkriegsähnlichen Zuständen – mal gehörten ihm mehr Menschen an, mal weniger.

      Was heute Demokratie genannt wird, hat damit NICHTS zu tun:

      1. Die griechische Demos-Kratie kannte kein repräsentatives Prinzip. Jeder vertrat nur sich selbst auf der Volksversammlung.

      2. Wer Mitglied des Demos war, war eingeschränkter als heute.

      3. Politische Macht war viel beschränkter als heute. Es gab wenige Wahlämter (praktisch nur die Feldherren – die brauchten das Vertrauen ihrer Soldaten und dabei waren persönliche Kompetenzen unverzichtbar. Alles andere wurde nach strengen Regeln ausgelost (!), was garantierte, dass niemand länger in einem Amt blieb oder dieses häufiger bekleiden konnte. Politische Ämter galten als Last, die man für beschränkte Zeuit für die Allgemeinheit auf sich zu nehmen gezwungen war (mit hohen Strafen für Missbrauch). Ergebnis: fast jeder Bürger bekleidete im Lauf seines Lebens ein Amt, alle waren gleichermaßen beteiligt und deshalb interessiert und engagiert (und sei es als Kritiker der augenblicklichen Amtsinhaber).

      4. Die wichtigen Entscheidungen wurden (außer auf dem Schlachtfeld) NICHT von Amtsinhabern getroffen, sondern von der Volksversammlung. Amtsinhaber waren dazu da, die Beschlüsse umzusetzen.

      BITTE: Wenn sich etwas “Demokratie” nennt, aber keiner ist, dann macht der Nict-Demokratie nicht den Gefallen, daraus zu folgern, dass es Demokratie überhaupt nicht geben könne. Das legitimiert die Nicht-Demokratie.

  7. CountZero says:

    Ich bin sicher, Ihnen ist ‘Postdemokratie’ von Colin Crouch bekannt? Für mich war die Lektüre jedenfalls eine Art Erweckungserlebnis: plötzlich konnte ich einiges einordnen, bei dem ich jahrzehntelang (sic) ein teilw. erhebliches Störgefühl hatte. Treibt einen in den Zynismus, da die von Crouch vorgeschlagenen Kontermaßnahmen schwer umsetzbar erscheinen.

    Desweiteren verfestigt sich der Eindruck, dass wir gerade dabei sind, aus einer ‘inclusiven’ Wirtschaftsordnung in eine ‘extraktive’ überzugehen (gemäß Acemoglu/Robinson: ‘Why nations fail’). Macht die Sache nur noch besorgniserregender.

  8. alphachamber says:

    Das moderne System der Demokratie ist auch nicht mehr mit dem klassischen Griechenland direkt vergleichbar, kulturelle Institutionen ändern sich und damit ihre politische Strukturen. Wichtiger ist das Konzept einer Gleichberechtigung und persönlichen Freiheit. Die Gewaltenteilung ist dafür essentiell, der europäische, speziell der deutsche Parlamentarismus nicht.

    In einer g e r e c h t e n demokratische Gesellschaft gilt mitnichten die “Diktatur” der Mehrheit”, sondern eine Verfassung, die gerade davor schützt.
    Für die anderen hat Thomas Hobbes den richtigen Trost:
    “Eine Demokratie kann nur für einen Teil sprechen, eine Diktatur für alle.”

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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