Steuerknechtschaft: Durchschnittsarbeitnehmer zahlt mehr als 50% Steuern

New Direction – Foundation for European Reform hat gerade eine Studie veröffentlicht, die es in sich hat. Es geht darin um die Steuerlast, die ein durchschnittlicher Arbeitnehmer  zu tragen hat.

Berechnet wurde eine reale Steuerlast, also die Steuerlast, die über Einkommenssteuer, Sozialversicherungsabgaben und Mehrwertsteuer entsteht. Sonstige Steuern, aus dem vielfältigen Arsenal der Besteuerung, wie z.B. Tabaksteuer, Schaumweinsteuer, Stromsteuer, Branntweinsteuer, Energiesteuer, Versicherungssteuer, Kraftfahrzeugsteuer, Solidaritätszuschlag uvm. sind also nicht berücksichtigt.

Warum die Autoren der Studie die Steuerlast, die nur ein Bruchteil der realen Steuerlast darstellt, reale Steuerlast genannt haben, bleibt ihr Geheimnis.

Dass die genannten Steuerarten nicht berücksichtigt wurden, liegt daran, dass die Zielsetzung der Studie darin besteht, “die Steuer- und Abgabenlast der Beschäftigten in den 28 EU-Staaten” und dabei “Äpfel mit Apfeln” zu vergleichen. Und die Studie will die wahren Kosten, die mit der Beschäftigung von Arbeitnehmern in den Mitgliedsstaaten der EU verbunden sind, aufzeigen.

Die reale Steuerbelastung, die ermittelt wurde, ist demnach nicht mit der tatsächlichen Steuerbelastung z.B. in Deutschland identisch. Die tatsächliche Steuerbelastung liegt noch oberhalb der ermittelten realen Steuerbelastung, Kraftfahrzeugsteuer, Energiesteuer (z.B.: Benzinsteuer), Stromsteuer usw. sind noch zu addieren.

Auch ohne die genannten Steuern ist die reale Steuerlast, der sich ein durchschnittlicher Erwerbstätiger in Deutschland ausgesetzt sieht, mit stolzen 52,38% immens. Mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit bringt ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Deutschland demnach damit zu, für seinen Staat zu arbeiten, damit sein Staat umverteilen kann. Mit 52,38% liegt der Steuerabzug, den ein deutscher Arbeitnehmer zu erdulden hat, 7,11% über der durchschnittlichen Steuerlast aller 28 EU-Mitgliedsstaaten (45,27%). Ein durchschnittlicher deutscher Arbeitnehmer muss bis zum 11 Juli eines Jahres für seinen Staat arbeiten. Ab dem 12. Juli arbeitet er für sein eigenes Einkommen. Die Lohnknechtschaft wurde also von der Steuerknechtschaft ersetzt.

Im internationalen Vergleich zählen deutsche Arbeitnehmer zu denjenigen, die am umfangreichsten von ihrem Staat ausgenommen werden. Die folgende Aufstellung zeigt für die 28 EU-Mitgliedsstaaten, bis wann ein Arbeitnehmer für seinen Staat arbeiten gehen muss (Basis der Berechnung sind die in der Terminologie der Studie: realen Steuern, die ein durchschnittlicher Arbeitnehmer zahlen muss, nicht die tatsächlichen Steuern):

Steuerzahlertagkalender

Angesichts dieser beeindruckenden Daten stellt sich die Frage, wieso in Deutschland überhaupt noch jemand arbeiten geht: Sagen doch die meisten Motivationstheorien vorher, dass die Motivation dann leidet, wenn die Handlungsergebnisse nicht direkt dem Handelnden zu Gute kommen. Aus Sicht der Euqitätstheorie müsste man zudem annehmen, dass sich Arbeitnehmer, die wissen, was sie täglich leisten müssen, um ihre Lohntüte zu füllen, ungerecht behandelt vorkommen, wenn ihr Staat ihnen eben einmal mehr als die Hälfte ihrer Entlohnung wegnimmt, um sie anderweitig zu verteilen, z.B. in die Frauenförderung zu investieren oder um damit Programme, Maßnahmen, politische Stiftungen und nicht zuletzt: Parteien zu finanzieren.

Aus Sicht der Rational-Choice Theorie kann man diese Anomalien der genannten Motivations- und Equitätstheorien wiederum über Informationsasymmetrien erklären: Zwar wissen staatliche Akteure um das Ausmaß, in dem sie Arbeitnehmer schröpfen, aber die Arbeitnehmer wissen es nicht. Sie können das Ausmaß nicht richtig einschätzen, sind sich nicht im Klaren darüber, dass ihr Staat ihnen mehr als die Hälfte abzwackt, um damit z.B. allerlei wichtige Vergünstigungen für nicht Erwerbstätige, die nicht Rentner sind, zu finanzieren.

Aus Sicht von Gerechtigkeitstheorien, wie der Theorie distributiver Gerechtigkeit, muss man sich fragen, ob es nicht langsam an der Zeit wäre, die Steuerlast so umzuverteilen, dass Personen, die arbeiten, für sich einen höheren Nutzen erarbeiten können als für ihren Staat.

Und aus Sicht des gesunden Menschenverstandes muss man sich fragen, wie moralisch verkommen ein Staat sein muss, der nicht in der Lage ist, die notwendigen Ausgaben für die Aufrechterhaltung wichtiger Infrastrukturen (z.B. Straßen) zu tragen, obwohl er den erwerbstätigen Teil der Bevölkerung über Gebühr ausnimmt.

Wer vor diesem Hintergrund anfangen will zu sparen, damit sein Staat darauf verzichten kann, ihn und andere Arbeitnehmer auszunehmen, kann dies tun, indem er unsere Petition gegen die teure und bestenfalls für die Gesellschaft nutzlose öffentliche Förderung von Genderismus an Hochschulen und Schulen unterzeichnet.

Nachtrag: Das monatliche Nettoeinkommen, das diesen Berechnungen zu Grunde liegt, beträgt in Deutschland 2.260,67 Euro. Die Berechnungen basieren auf dem “realen Bruttoeinkommen”, das alle Kosten der Beschäftigung eines Arbeitnehmers, inklusive der Arbeitgeberbeiträge, die zusätzlich zum Bruttolohn anfallen, berücksichtigt.

Rogers, James & Philippe, Cécile (2014). Die steuerliche Belastung eiens Durchschnittsverdieners in den 28 EU-Staaten.

Print Friendly, PDF & Email

About Michael Klein
... concerned with and about science

26 Responses to Steuerknechtschaft: Durchschnittsarbeitnehmer zahlt mehr als 5026 Steuern

  1. A.Behrens says:

    Die weiteren Steuern kann man zumindest grob schätzen.

    1. Miete: im Schnitt 1/3 der monatlichen Ausgaben –> Mehrwertsteuerfrei
    2. Sparen: Im Schnitt 1/10 der monatlichen –> Mehrwertsteuerfrei, Gewinne dürften unter Einkommenssteuer erfasst sein
    3. Essen: Im Schnitt 1/6 der Ausgaben. >= 7%
    4. Rest: 60% ausgehen.

    Was man dafür bekommt, sind zum Beispiel: kostenlose Schulen. Frei nach Akif Pirincci könnte man allerdings auch sagen: Müsste ein Familienvater keine Steuern bezahlen, könnte er von dem eingesparten Geld sich seine Schule selbst bauen.

    Überlegenswert ist auch, wer denn dieses Geld bekommt. Natürlich die Empfänger von Transferleistungen. Wieder frei nach Akif Pirincci:

    In Deutschland gehen 40 Mio der Menschen arbeiten. Der Rest ist Rentner, Kind oder Hausfrau. Von den 40 Mio arbeiten aber rund die Hälfte beim Staat. Beamte und Staatsangestellte zahlen zwar irgendwie Steuern, aber eigentlich nicht. Denn eigentlich nehmen Sie einen Betrag x von den Steuerzahlern, bekommen aber nur y% von x ausgezahlt. Tatsächlich Steuern erwirtschaften tun sie nicht.

    Da beim Staat überdurchschnittlich viele Frauen arbeiten (Männer gehen eher in die Wirtschaft, da die Wirtschaft besser bezahlt) kann man sagen: Die bösen unterdrückenden Patriarchen (weiß, männlich) in Deutschland arbeiten 2/3 ihrer Zeit dafür, dass jemand anderes entweder gar nicht arbeitet (die Hälfte der Gesellschaft) oder vorwiegend verwaltend/verteilend tätig ist.

    Nitzsche dazu (auch so ein böser Patriarch): Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.

    Es ist daher IMO angemessen, dass für deutsche Männer der überkommene Begriffe “Arbeitnehmer” aufgegeben wird. Jedenfalls wenn sie in der Wirtschaft arbeiten. Die korrekte Bezeichnung ist: SKLAVE.

    Bei meinen Kindern beobachte ich eine eigenartige Tendenz. Dort wollen ganz viele Beamter werden. Und zwar aus einem ganz pragmatischem Grund: Beamte verdienen überdurschnittlich viel Geld (*).

    Mit sklavischen Grüßen

    (*) http://www.welt.de/wirtschaft/article117209612/Beamte-koennen-ueber-Rentner-Vermoegen-lachen.html

  2. karstenmende says:

    Hinz kommt, dass der Staat in den letzten Jahren (Jahrzehnten) seine Kernaufgaben auf die Privatwirtschaft umgelegt hat. Krankenhäuser als GmbH. Kommunalversorgung als KG, überall wo übergeordnete Strukturen als “to nessecary to fail” zu gelten haben hat dieöffentliche Hand einen Rückzieher gemacht. Man kann zu diesen Prozessen stehen, wie man will, aber sicherlich steht fest, dass der Staat damit seine Ausgabenseite reduziert hat. Die Frage, was mit diesen freigewordenen Resourcen geschehen ist, lässt sich unter anderem mit “Professorinnenprogramm” beantworten. Wie wir alle wissen, sind die öffentlichen Kassen, in nicht unerheblichem Maße Finanzspekulationen auf den Leim gegangen. Allerdings haben Frauenförderprogramme und die Finanzierung von “Gender-Professuren” keinerlei Abstriche wegen der angeblich klammen Finanzlage hinnehmen müssen. Ganz im Gegenteil. Dieser überflüssige Nonsens wird immer weiter auf die Spitze getrieben. Diese Förderkreise sind ohnehin bar jedes Verständnisses von Effektivität, Notwendigkeit und Kosten-Nutzen Rechnungen. Deshalb würde es wohl niemanden hier wundern, wenn Genderisten selbst dann noch auf ihre Allimentierung bestehen werden, wenn es keine Feuerwehr mehr gibt, die ihre nutzlosen Hinterteile aus ihren brennenden Villen retten wird.

    • A.Behrens says:

      Warum sollte meine Gesundheit eine Kernaufgabe des Staates sein?

      Ansonsten: In der DDR gab eine Satirezeitschrift Eulenspiegel. An ein Bild kann ich mich erinnern: Zwei Luftschiffe. Eines runtergekommen, schmutzig, offensichtlich kurz vorm Absturz mit riesigen Löchern in der Bespannung. Das andere war schön älter, aber offensichtlich mit Liebe gepflegt, überall bunte Aufkleber und, leuchtende Farben und witzige Anbauteile. Darunter die Frage “Welches von beiden Luftschiffen ist privat?”.

      Heute darf man (noch?) fragen: Und warum?

      • An ein Bild kann ich mich erinnern: Zwei Luftschiffe. Eines runtergekommen, schmutzig, offensichtlich kurz vorm Absturz mit riesigen Löchern in der Bespannung. Das andere war schön älter, aber offensichtlich mit Liebe gepflegt, überall bunte Aufkleber und, leuchtende Farben und witzige Anbauteile. Darunter die Frage “Welches von beiden Luftschiffen ist privat?”.

        Man sah eindeutig den vor sich hin faulenden Kapitalismus und den blühenden Sozialismus.

        Carsten

        Mehr Bretto vom Nutto!

        • A. Behrens says:

          > Man sah eindeutig den vor sich hin faulenden Kapitalismus und den blühenden Sozialismus.

          Ganz genau das. Mit großen blauen Augen und intensiv Kopf nickend… 😉

      • karstenmende says:

        Ich denke, dass das Eigentumsverhältnis allein nicht zwingenderweise über Funktionalität und Zustand entscheidet. Auch privatwirtschaftliche Unternehmungen können durch Missmanagement ruiniert werden. Aber, im Falle von Krankenhäusern ist es meines Erachtens sehr wohl die Aufgabe der öffentlichen Hand für die Bereitstellung und Funktionalität der Infrastruktur zu sorgen. Warum? Es mag unter privatwirtschaftlichen Bedingungen wohl effizienter erscheinen eine Reihe von Krankenhäuser zu schließen. Was aber, wenn es doch einmal zu unvorhergesehenen Katastrophenfällen kommt und dann die rationalisierten Kapazitäten plötzlich fehlen? Das meine ich mit “to nessecary to fail”. Ähnliches gilt für die Feuerwehr. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen dürfte es so etwas überhaupt nicht geben. Es gibt in einer modernen Zivilgesellschaft so etwas wie ein übergeordnetes öffentliches Interesse. Ich möchte den unter Ihnen erleben, wie ihm zumute ist, wenn ihm aufgrund von Einsparungsmaßnahmen nach einer Naturkatastrophe keine Hilfe zuteil werden kann.

        • A. Behrens says:

          Da einer meiner Pflegesöhne werdender Feuerwehrmann ist: Unvorhergesehene Katastrophenfälle sind auch heute bereits nicht handelbar. Keine Kommune der Welt ist in der Lage ausreichend Feuerwehrleute für großen Katastrophen bereitzuhalten. Aus diesem Grund gibt es nur eine kleine kommunale Feuerwehr für die normalen Brände, es gibt eine Vielzahl von Betriebsfeuerwehren die verpflichtend hinzugezogen werden können, wenn es Großbrände gibt, und es gibt die gesetzliche Möglichkeit Erwachsene zwischen 18 und 60 zu Einsätzen zwangsweise zu verpflichten. Vergleichbar eine Generalmobilmachung im Kriegsfall.

          Gleiches auch im medizinischen Bereichen. Es ist finanziell nicht machbar, für alle Eventualitäten ausreichend Material und Personal vorzuhalten. Denn das würde bedeuten, dass zu 99% der Zeit 95% der Ärzte einfach rumsitzen würden. Finanziell nicht machbar.

          Jegliches Katastrophenmanagement ist immer eine große Wahrscheinlichkeitsrechnung, bei der für Extreme der Tod von vielen Menschen in Kauf genommen wird. Mediziner bekommen zum Beispiel gelehrt, dass sie in solchen Fällen Menschen in drei Gruppen einteilen sollen:

          1. Gruppe: Überlebt auch ohne Hilfe –> und wird keine Hilfe bekommen. Auch dann nicht, wenn sie anschließend missgestaltete Krüppel sind.
          2. Gruppe: Überlebt mit Hilfe
          3. Gruppe: Wird sterben.

          Aufgabe eines Mediziners im Notfall ist es, ausgehend von den vorhandenen Ressourcen, die die Summe der ersten und zweiten Gruppe zu optimieren, auf Kosten der dritten. Und ja, das ist Menschlich. Das Leben ist kein Ponyhof. Und ja, es wird zwischen wertvollen und weniger wertvollen Menschen unterschieden. Die Idee “Jedem wird geholfen” ist ein reiner Luxusgedanke, der im Katastrophenfall als aller erstes fallen gelassen wird.

          • SH001 says:

            Ändert aber trozdem nichts daran das es Dienstleistungen gibt die zu wichtig für eine Gesellschaft sind, als das sie Privatwirtschaftlich organisiert werden können/sollten.

  3. lostsoul says:

    bis zum satz mit dem Begriff ”genderismus” fand ich den artikel interessant.

  4. AgeSeptimum says:

    Was auch hier wieder einmal nicht erwähnt wird:
    Das Nominalwertprinzip in BRDLand.
    Wenn bei hoher Inflation und in dauernden
    Niedrigzinsphasen die Besteuerung auf nominelle Zinserträge erfolgt,
    findet defacto eine Zwangsenteignung über Substanz-
    besteuerung statt.
    Damit werden als Sparleistung konservierte Arbeitsleistungen
    nachträglich enteignet.
    Die effektive Höhe der Besteuerung der Lebensarbeitsleistung
    steigt weiter.

    Die stetige Ausweitung der im Umlauf befindlichen Geldmenge
    durch die staatsabhängigen Notenbanken (FED, BOJ, EZB)
    hat hierauf ebenfalls einen stark verschärfenden Nebeneffekt.
    (Neben ihrem Hauptziel der Umverteilung zugunsten
    der Schuldner (i.e. Staaten) auf Kosten der Gläubiger,
    aber das führt hier zuweit).

    Höchst Zeit, BRDLand den Rücken zu kehren…

    • lostsoul says:

      die, die am lautesten kreischen, dass man seinem land den rücken soll, bleiven komischerweise immer noch im land. ausserdem: meinen sie wirklich im ernst, dass es in anderen ländern besser aussieht? von aussen sieht man nicht alle Details. da ich schon eine landwechselerfahrung hinter mir habe, würde ich empfehlen, euch nicht zu weit aus dem Fenster heraus zu lehnen. man wird nirgendwo mit offenen armen und geschenken auf nem präsentierteller empfangen.

      • lostsoul says:

        *den rücken kehren soll

      • AgeSeptimum says:

        Eigentlich sollte man auf polemische Antworten
        wie Ihre, die zudem keinen Bezug zum Thema nehmen,
        gar nicht weiter eingehen.

        Da hier aber andere mitlesen, werde ich ausnahmsweise wenigstens
        auf einige Punkte ihres stark emotionalen Beitrags eingehen:

        1. Die ‘am lautesten kreischen…”
        Falls sie über Daten verfügen, die Ihre Aussage stützen
        wäre es nett wenn Sie uns diese zukommen ließen – Links etc.?

        2. ‘landeswechselerfahrung’ – Sie scheinen Ihre persönlichen Erfahrungen
        gerne zu verallgemeinern – auf welcher Grundlage?

        3. Wie kommen Sie zur Annahme, daß ich nicht aus eigener
        Erfahrung spreche?

        Anmerkung:
        Die Empfehlung richtet sich ohnehin an Leute, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen.
        Das BRDLand nicht notwendigerweise ungünstig für
        Transfer- und Staatshilfeempfänger ist, setze ich als bekannt voraus.
        Hier geht es darum, daß BRDLand nicht besonders geeignet
        für Leistungserbringer ist.

        In Anbetracht der Lasten,
        die dieses Land für zukünftige Generationen bereits angehäuft hat
        und die derzeit in geradezu unglaublich unverschämter Weise expandiert werden,
        kann man die geplanten ‘zukünfigen Lastesel’ nur eindringlich warnen.

        Jenseits aller Illusionen sollte es für junge Menschen die ein einigermaßen
        selbstbestimmtes Leben führen wollen nicht allzu schwierig sein, etwas
        besseres als BRDLand zu finden.

  5. Habnix says:

    Im Personlabogen den man bei Bewerbung um einen Arbeitsplatz ausfüllen muss oder auch nicht, stehen zwei Fragen.

    1.) Haben Sie einen Führerschein ?

    2.) Haben Sie ein Fahrzeug ?

    So entweder man beantwortet diese fragen für den Arbeitgeber positiv oder zum eigenen Ungunsten negativ.

    • lostsoul says:

      die fragen zu beantworten, steht jedem bewerber frei.

    • Rothbard says:

      Wird dann wohl davon abhängen, welche qualifizierende Mitgift ein Arbeitgeber zur Erfüllung der ausgeschriebenen Aufgabe von einem potentiellen Vertragspartner erwartet, nicht? Ich meine, den Hauch einer Anspruchshaltung herauszulesen, kann aber die Begründung nicht erkennen.

  6. Besserwessi says:

    Die “realen” Steuern sind schon glatt gelogen (wird ja sogar zugegeben) das was da hingefälscht wurde sind EU-Normalisierte Steuern.

    Spielt aber keine Rolle, entscheiden ist die Abgabenlast.

    Sie beträgt für Arbeitnehmer fast 75%.

    http://www.betriebsausgabe.de/blog/2006/12/12/steuern-und-abgabenlast-2007-im-saldo-keine-entlastung/

    Hier die Darstellung des Rechenmodells:

    http://www.bwl24.net/blog/2009/03/05/grafische-darstellung-unseres-modells/?utm_source=zingel.de%2Bhtaccess&utm_medium=301&utm_campaign=zingel.de%2Bhtaccess

    Auch das soielt wiederum keine Rolle, denn das frei verfügbare Einkommen ist noch weit geringer.

    • A. Behrens says:

      Ich bin nicht einverstanden mit der Rechnung.

      Zum Beispiel wird angenommen, dass 75% der monatlichen Ausgaben mit 19% MwSt. versteuert werden. Was i.A. nicht korrekt ist, da Deutsche im Mittel etwa 1/3 ihres Geldes für Miete bezahlen und Miete steuerfrei ist. Allerdings kann man natürlich argumentieren, dass für den Bau der Wohnung ja MwSt. bezahlt wurde und Miete lediglich eine zeitlich gesteckte Bezahlung der Baukosten ist. Schließlich ist Miete nur dann MwSt. frei, wenn der Bauherr die MwSt. der Baukosten vollständig bezahlt hat.

      Definitiv falsch ist es aber, die Abschreibung für ein KFZ zur Steuerlast hinzuzuziehen. Der Besitz eines Autos ist freiwilliger Konsum.

      Interessanter Punkt ist aber tatsächlich die Berufsgenossenschaft. Denn hinter der Berufsgenossenschaft steckt im Kern eine gesetzliche Zwangsversicherung die Arbeitgeber abschließen müssen. Ob man die Kosten allerdings mit 200,- EUR pro Monat pro Nase ansetzen muss, bezweifle ich.

      Von daher ist die Abgabenquote von rund 75% zu hoch.

      • Rothbard says:

        “Der Besitz eines Autos ist freiwilliger Konsum”

        Und das ändert an der omnipräsenten staatlichen Knarre im Raum genau was?

        Abgesehen davon eine überhebliche urbane Sichtweise. Auch wenn wohl kaum jemand mit dem Ochsenziemer zum Autohändler getrieben wird, ist die Annahme, ein motorisiertes Fortbewegungsmittel sei in der Regel ein reines Gaudium, doch ziemlich weltfremd.

      • Besserwessi says:

        Das Modell ist von einem (leider verstorbenem) Betriebswirt verfasst worden. Das diese Rechnungen (es gibt noch ein paar mehr) willkürlich sein müssen liegt in der Natur der Sache. Es ist nun mal nicht möglich mit einer Beispielrechnung alle Fälle abzudecken.

        BG Abgaben sind branchenabhängig und die Ust können zu hoch oder zu niedrig sein. Das macht den Kohl nicht fett da viele weiter indirekte Abgaben und Aufwendungen auch nicht erfasst sind. So fehlen z.B. EEG Strom, Aufwendungen durch die viele Vorschriften im Betrieb, GEZ Schmarotzer, Einfuhrzölle, Mautabgaben (auch EU weit) usw. usf,

        Wenn man will kann man auch Aufwendungen wie z.B. höheren Zeitaufwand durch rote Welle, Sparmaßnahmen bei der Bahn und die daraus folgenden Betriebsstörungen, Flugbenzinsteuer und wasweißich kapitalisieren und abziehen.

        Das treibt eine Rechnung aber ins absurde. Die Richtung stimmt und die Aussage das die Abgabenlast von den verlogenen Drecksmedien verschwiegen wird damit auch.

        Im übrigen wären selbst Abgaben von 100% bei entsprechender Gegenleistung diskutabel.
        Die Aufgaben von Bund Ländern und Gemeinden sind vielseitig. Bei Vergleichszahlen zeigt sich aber stets das der Staat ein faules gefräßiges ineffizientes Schmarotzergebilde ist. Z.B. Telekom Privatisierung 50 bis 70% überflüssiges Personal, Privat(Konzern)Fernsehen 80% etc.

  7. Pingback: Kann man mit Deutschen alles machen? | Kritische Wissenschaft - critical science

  8. Pingback: Warum man mit vielen Deutschen alles machen kann | Kritische Wissenschaft - critical science

  9. Pingback: Deutsche Steuergerechtigkeit: 10,3 Mrd. € zuviel einbehalten | ScienceFiles

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

Translate »
error: Content is protected !!
Haben Sie Lust auf Auseinandersetzung oder steht bei Ihnen eher der Frust durch Auseinandersetzungen im Vordergrund? Der individuelle Umgang mit Konfliktsituationen ist ein Feld, das in Deutschland nicht beforscht wird. Dr. habil. Heike Diefenbach ändert dies zur Zeit. Sie haben die einmalige Gelegenheit, daran mitzuwirken. Nehmen Sie an unserer Primärforschung teil. Wirken Sie mit an der Erstellung einer Skala zur Messung von Konfliktorientierung.   Zur Teilnahme geht es hier.
Holler Box
Skip to toolbar