Fremdsprachen als Gegenmittel zur deutschen Emotionalität?

Was uns regelmäßig irritiert, da wir nun seit mehreren Jahren nicht mehr in Deutschland leben, ist die Emotionalität, mit der selbst wenig relevante Themen in Deutschland (sofern man die Medien als Maßstab nimmt) und in Interaktionen (sofern man Foren und Blogs als Maßstab nimmt) behandelt werden. Fast scheint es so, als wäre die emotionale Reaktion in die Verwendung der deutschen Sprache in Deutschland so eingewebt, so mit der eigenen Identität verwunden, dass, egal, um welche Themen es geht, viele gar nicht anders als emotional reagieren können.

Ob es um die Wahlbeteiligung, Fragen der Gerechtigkeit, ob es um Steuern und deren Vorenthalten, ob es um Marktwirtschaft, Banker oder die Ernte von Kaffeebohnen, ob es um Veganer oder Windkraft geht, immer sind viele Deutsche emotional involviert, immer schon wissen sie lange bevor sie die Fakten kennen, sofern sie sich überhaupt für die Fakten interessieren, was richtig und was falsch ist. Man kann nicht anders als derartige Reaktionen auf Probleme als neurotisch einzuordnen, denn emotionale Reaktionen sind in der Regel falsch. Es mag im Neolithikum sinnvoll gewesen sein, emotional auf das Auftauchen eines Rudels Wölfe zu reagieren und die Flucht zu ergreifen, aber selbst dabei wäre eine rationale Abwägung der Fluchtwege vorteilhaft, wenn man sich selbst nicht durch natürliche Selektion und zu Gunsten einer informierteren Nachwelt opfern will.

GefuehlsjunkNun sind Wölfe nicht mehr häufig. Der moderne Deutsche sieht sich in der Regel nicht mit den Folgen seiner emotionalen Reaktionen konfrontiert, geschweige denn, dass die Evolution dafür sorgen würde, dass emotional Gebundene aussortiert werden. Vielmehr belohnt die moderne deutsche Gesellschaft und nicht nur sie die Emotionalität, feiert sie geradezu, führt sie als Strafminderungsgrund in Gerichtssäle ein, macht sie zum legitimen Entschuldigungsgrund bei persönlichem Fehlverhalten, unterhält ganze Berufszweige, die ein Interesse an der Festschreibung emotionalen Verhaltens haben, das sie dann gegebenenfalls therapieren können und, nichtzuletzt, setzt sie die Emotionalität und die Intuition gegen die als kalt bezeichnete Rationalität, wie sie z.B. auf Märkten herrschen soll (eine Vorstellung, die zeigt, dass diejenigen, die sie haben, keine Idee haben, was Märkte eigentlich sind).

Fast hat man schon die Hoffnung aufgegeben, dass es möglich ist, einen informierten Diskurs zu führen, rational und sachlich über Vor-und Nachteile von Wahlen, üder die Realität, über die Folgen industrieller Massentötung oder über harmlose Themen wie Meinungsfreiheit und Bildung zu sprechen.

Fast – denn es zeigt sich ein Silberstreif am Horizont. Eine Untersuchung von Albert Costa et al. (2014), die gerade erst veröffentlicht wurde, zeigt einen Weg aus dem emotionalen Elend und hin zu nützlicher Erwägung als Grundlage von Entscheidungen.

Costa et al. haben ein bemerkenswertes Ergebnis produziert: Wenn man Probanden ein moralisches Dilemma in ihrer Mutter- und in einer Fremdsprache vorlegt, dann wählen sie in ihrer Muttersprache emotionaler als in der Fremdsprache.

Costa et al. haben zwei Versionen eines Dilemmas, aus der sozialpsychologischen Forschung bemüht, das als Straßenbahn-Dilemma (Trolley-Dilemma) bekannt ist.

Trolley Dilemma IDie erste Version des Straßenbahn-Dilemmas sieht fünf Personen auf Gleisen dem sicheren Tod entgegensehen, weil sich eine Bahn nähert. Die fünf Personen können dadurch gerettet werden, dass eine gewichtige Person durch den Probanden von einer Fussgängerbrücke auf die Gleise gestoßen wird, wodurch die Bahn gestoppt wird.

Trolley Dilemma IIDie zweite Version umfasst zwei Gleise, mit einmal fünf Personen und einmal einer Person. Wieder ist die Bahn auf dem Gleis unterwegs, dessen weiteres Befahren den Tod der fünf Personen zur Folge hat. Dieses Mal ist es möglich, die Bahn durch das Umstellen einer Weiche auf ein anderes Gleis umzuleiten, wo sie dann eine Person anstelle der fünf Personen tötet.

Was tun die Probanden: Stellen sie die Weiche um oder stoßen sie die gewichtige Person
auf die Gleise?

Das Beispiel ist eines dieser typisierten Dilemmata, bei denen der Teufel im Detail steckt. Wir erfahren nichts über die Personen, die es zu schützen gibt und nichts über die Person, die eventuell geopfert werden soll. Wir müssen also davon ausgehen, dass es keine qualitativen Unterschiede zwischen den Personen gibt, und es lediglich darum geht, für sich eine quantitative Entscheidung zu treffen, die als moralische Frage daherkommt und lautet, bin ich bereit, eine Person zu töten, um fünf Personen zu retten oder verweigere ich jedes Eingreifen und lasse dem Schichsal seinen Lauf, töte also fünf anstelle einer Person.

Die emotionale Antwort auf diese Frage lautet: Ich lasse dem Schicksal seinen Lauf. Die rationale oder utilitaristische Antwort auf diese Frage lautet: Stoßen oder Weiche umstellen. Wie gesagt, die Personen sind wie Crast Test Dummies. Sie unterscheiden sich in nichts voneinander.

Costa et al. haben nun festgestellt, dass sich die Häufigkeit utilitaristischer Entscheidungen dann erhöht, wenn das Dilemma den Probanden in einer Fremdsprache gestellt wird, während dasselbe Problem dann, wenn es in der Muttersprache der Probanden gestellt wurde, weniger utilitaristisch-rationale Entscheidungen und mehr emotionale Entscheidungen zur Folge hatte.

Um zu diesem Ergebnis zu kommen, haben die Autoren zwei Gruppen von Probanden gebildet, die alle Kenntnisse in einer Fremdsprache (hier: Englisch) und in ihrer Muttersprache hatten. Der einen Gruppe (N = 158) wurden das Dilemma in ihrer Muttersprache vorgelegt, der anderen Gruppe (N = 159) in Englisch, also für sie in einer Fremdsprache.

Free lunchOffensichtlich hat eine Muttersprache viel mehr emotionale Konnotationen als eine Fremdsprache und offensichtlich ist eine Problemdarstellung in einer Fremdsprache dazu geeignet, emotionale Muttersprachler zu rationalen Entscheidungen zu bewegen. Indes muss die Distanz zur Fremdsprache relativ groß sein, wie Costa et al. auch zeigen konnten. In einem weiteren Experiment ließen sie ihre Probanden einschätzen, wie flüssig sie die Fremdsprache zu sprechen und zu verstehen im Stande sind. Je besser diese Einschätzung, desto geringer die Unterschiede im Hinblick auf die Lösung des Straßenbahn-Dilemmas zwischen denen, denen das Dilemma in ihrer Muttersprache präsentiert wurde und denen, denen es in einer Fremdsprache präsentiert wurde.

Die rationaleren Entscheidungen scheinen sich darüber zu erklären, dass die Probanden bei Darstellung des Dilemmas in einer Fremdsprache, die sie zwar verstehen und lesen können, in der sie aber nicht fließend sind, über das Dilemma nachdenken müssen, während sie bei Darstellung in ihrer Muttersprache oder dann, wenn sie die Fremdsprache fließend beherrschen, emotional, aus dem Bauch heraus und ohne Nachdenken reagieren können.

Ob wir auf Grundlage der Ergebnisse von Costa et al. in Zukunft die Beiträge auch ScienceFiles in englischer Sprache verfassen, um die Wahrscheinlichkeit, emotionaler Kommentare zu verringern, darüber haben wir noch keine Entscheidung getroffen, aber es scheint in jedem Fall ein gangbarer Weg zu sein, um das, was jede Diskussion über kurz oder lang tötet, zumindest einzudämmen, das was manche Deutsche vor sich hertragen, wie einen Bauchladen: Ihre emotionale Abhängigkeit davon, dass bestimmte Fragen auf eine und nur auf eine Art und Weise entschieden werden können, eine Abhängigkeit, die so groß ist, dass sie, wie Dr. habil. Heike Diefenbach an anderer Stelle geschrieben hat, eine richtige Faktophobie haben, die es wiederum unerträglich macht, auch nur einzuräumen, dass es möglich ist, andere Entscheidungen zu treffen, und dies gar auf einer Kenntnis von Fakten.

Costa, Albert, Foucart, Alice, Hayakawa, Sayuri, Aparici, Melina, Apesteguia, Jose, Heafner, Joy & Boaz, Keysar (2014). Your Moral Depend on Language.

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79 Responses to Fremdsprachen als Gegenmittel zur deutschen Emotionalität?

  1. Dr. Günter Buchholz says:

    In der Regel meinen die Leute, sie würden schon denken, und zwar richtig denken, wenn sie ihre Alltagssprache mit ihren Alltagsbedeutungen nutzen. Sie irren sich dabei sehr oft. Denn sie merken nicht, dass sie so in einem strikten Sinne gerade n i c h t denken, weil sie sich weder über die verwendeten Begriffe, noch über die zugeordneten Bedeutungen und Fakten Rechenschaft ablegen. So kann dann kann alles mögliche und das jeweilige Gegenteil davon in scheinbarer Schlüssigkeit “abgeleitet” werden.

    Diese Art von unkontrolliertem, nicht-methodischem Denken ist äußerst fehleranfällig und offen für irrationale Einflüsse aller Art, insbesondere aber für die von Interessen. Methodisches Denken, oder Denken im eigentlichen Sinn, muß erlernt und trainiert werden. Das ist eine strenge Angelegenheit, die geistige Dispiplin und Konzentration erfordert, vergleichbar mit Schach oder vieelciht auch einer Kampfsportart.

    Ohne diese intellektuelle Strenge, die naturgemäß auch anstrengend ist, ist Wissenschaft unmöglich. Methodisches Denken problematisiert und klärt Begriffe, identifiziert und misst die relevanten Fakten, wendet wissenschaftliche Methoden an (z. B. Statistik), verhält sich kritisch-reflektierend, auch sich selbst gegenüber, und es weiß um seine Vorläufigkeit anstelle vermeintlicher Gewißheiten, wie sie im Alltagsdenken so beliebt sind; und dort besonders dann, wenn sie bestimmten persönlichen Interessenlagen entsprechen. Wissenschaftliches Denken ist in diesem Sinne bescheiden, und es steht doch hoch über den Pseudo-Selbstgewißheiten des Alltagsdenkens, das sowieso immer alles besser weiß, und wenn es “m i r” jeweils nutzt, dann erst recht.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Dr. Günter Buchholz,

      prima Kommentar, dem ich in allem zustimmen kann – außer in einem für mich doch wichtigen Punkt: es mag durchaus viele Leute geben, die meinen zu denken bzw. sich darum bemühen, aber sich dabei oft irren. Dem könnte man durch ein besseres Bildungssystem, in dem u.a. die Grundregeln der Logik und des vernünftigen Argumentierens gelehrt werden, abhelfen. Hier im Verinigten Königreich erfreut sich seit einiger Zeit die Lehre des klassischen Triviums (Logik, Grammatik und Rhetorik und ihre Zusammenhänge) an Privatschulen und im Selbststudium wieder großer Beliebtheit ….
      Und damit einher könnte gehen, dass man immer wieder klar macht, dass es keine irgendwie geartete Sünde ist, in einem Punkt Unrecht zu haben – eben weil es oft seine Gründe hat, wenn man Unrecht hat oder etwas missversteht.

      Aber daneben gibt es Leute, deren gesamte Identität geradezu auf dem Aussetzen des Denkens beruht, und die sich dessen mehr oder weniger bewusst sind, was daran erkennbar wird, dass sie jeder Form der Diskussion konsequent aus dem Weg gehen; sie müssen das tun und wissen, dass sie das müssen, weil sonst alles, worauf sie ihre Identität und oft auch ihre materielle Existenz gründen, in sich zusammenfallen würde wie ein Kartenhaus. Sie wissen: Wenn sie auf eine Frage Antwort geben, zieht dies höchstwahrscheinlich Nachfragen und Einwände nach sich, und das wäre der Anfang vom Ende.Und wenn das Ganze dann noch öffentlich sichtbar würde, wären Identität und Auskommen gefährdet.

      Das ist typischerweise die Konstellation, in der sich Ideologen befnden. Ideologen mögen bis zu einem gewissen Punkt meinen, dass sie denken, sagen wir: in der Zeit ihrer Unschuld, die oft die Zeit ihrer Jugend ist, aber mit den Jahren werden sie sich sehr bewusst darüber, was sie tun und meinen bestenfalls, gute praktische Gründe dafür zu haben, das Denken auszusetzen und nur noch darüber nachzudenken, wie sie Diskussionen aus dem Weg gehen könnten.

      Nicht umsonst findet man in den mir – ich muss es zugeben – verhaßten Wie-Behalte-Ich-Recht-Büchern Hinweise darauf, dass man sich möglichst nicht auf die Punkte dessen, der in diesem Büchern als Gegner bezeichnet wird, einlassen soll und immer und immer wieder nur IM Rahmen der eigenen Prämissen sprechen soll, niemals der Versuchung unterliegen soll, sich auch nur eine Sekunde auf die des Gegenübers einzulassen. Warum sind solche Bücher so beliebt? Sicher sind sie nicht beliebt bei denen, die tatsächlich denken wollen, sondern eben nur bei denen, die Recht behalten wollen, und darum geht es ihnen: Recht zu behalten im sprachlichen Sinn, nicht im empirischen, satz- oder argumentationslogischen. Das Recht-Behalten besteht dann darin, die Tatsache, dass man Unrecht hat, nicht zuzugestehen oder möglichst nicht erkennbar zu machen.

      Kurz: Ich denke, es gibt Leute, die nicht nur wissen, dass sie nicht denken, sondern alles Mögliche tun, um nicht denken zu müssen, und ich habe den Eindruck,dass es hiervon erschreckend viele in Deutschland gibt.

    • Kint says:

      “alles mögliche und das jeweilige Gegenteil”

      Ein wichtiger Punkt, scheint mir.

      Und überhaupt: Geht es um Emotionalität oder Irrationalität? Und was wäre deutsch daran?

      Das konstruierte Dilemma selbst erscheint doch krank und abwegig.

      Und wieso sollte die Entscheidung, nicht zu töten, emotional sein? Mir unbegreiflich. Sie ist rational, begründet durch den Entschluss, bzw. auf dem klaren Grundsatz: Ich töte nicht.
      Schon gar nicht in dem völlig irren Fehlschluss: Ich kann nicht helfen, also töte ich…
      Ein klarer Standpunkt, von dem nicht mal die situationsbedingt verständliche, Verwirrung ablenken kann.

      Geht es etwa um Irrsinn durch Fremdsprache?
      Die nicht durch und durch, bis in die letzte Faser, verstanden wird?
      Oder so vielleicht: Aus Neusprech wird Doppeldenk? Wird aus “politisch korrekten” Sätzen der Wahnsinn im ganzen Kopf?
      Wenn man an gewisse soziologische Nicht-Verstehbarkeiten, an manche fast ins Unverständliche verklausulierte Bosheiten denkt: Auch eine Neusprech-Fremdsprache, die bestenfalls Irrsinn induzieren kann?

      Leider ist schon Schluss hier.
      Und dabei waren wir noch gar nicht bei der Emotionalität, schon gar nicht deutscher Irrationalität.

      • Ich finde die überhebliche Art, mit der Sie eine Studie vermeintlich kritisieren, die auf einem Dilemma basiert, dessen Zweck sie nicht einmal zu verstehen versucht haben. Aber wo die ir-ratio anfängt, hat ratio keine Chance, nur soviel, wenn Sie sich entscheiden die eine Person nicht zu töten, dann töten Sie FÜNF an deren Stelle, eben durch Ihre emotional begründete Nichthandlung. Insofern wäre es besser gewesen, vor dem kommentieren zu denken.

        • Kint says:

          Sie finden meine Art… wie?
          Was erscheint Ihnen überheblich?
          Nicht verstanden, nicht mal versucht? Und ich hatte gedacht, ich hätte mich klar und deutlich ausgedrückt… manchmal ist das der Stein des Anstoßes.

          • manchmal ist das der Stein des Anstoßes

            Manchmal ja, nur bei Ihnen nicht. Sie haben schlicht nicht verstanden, was Sie kritisieren – as simple as that.

          • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

            @Klint

            wieder können Sie am eigenen Beispiel lernen: Würden Sie nicht (zumindest derzeit) zur Überheblichkeit neigen, hätten Sie zumindest die Möglichkeit eingeräumt, dass Ihr Kommentar deswegen wirr wirkt, weil er keine sachlichen Aussagen enthält und nur Ihre Emotionalität bzw. Irrationalität zum Ausdruck bringt, und dass genau DAS auf einem Wissenschaftsblog ein “Stein des Anstoßes” sein kann.

            Vielleicht versuchen Sie, sachliche Aussagen und Argumente klar auszudrücken statt nur Ihre Emotionalität – die haben Sie zwar in der Tat sehr deutlich gemacht, aber das ist eben nicht das, was man normalerweise mit einem klaren Ausdruck verbindet.

        • Kint says:

          P. S., Entschuldigung:
          “wenn Sie sich entscheiden die eine Person nicht zu töten, dann töten Sie FÜNF an deren Stelle”
          Nein!
          Sie sollten zwischen Töten und Nicht-Töten unterscheiden.

          • Genau: wenn ich einen vor einen Zug stoße, dann töte ich denjenigen. wenn ich fünf dabei zusehe, wie sie von einer Bahn überfahren werden, obwohl ich dafür hätte sorgen können, dass sie es nicht werden, dann haben ich niemanden getötet. So eine verquere Argumentation … anyway, Sie haben das gesamte Dilemma einfach nicht verstanden…, und das lässt nur den Schluss zu, dass Sie auf irgendwas am Beispiel, vermutlich darauf, dass man dann, wenn man den Dicken von der Brücke stößt, sieht, was man tut, währen dann, wenn man fünf überfahren lässt, man so tun kann, als wüsste man von nichts, emotional reagiert.

          • Kint says:

            Sie verstehen nicht den Unterschied zwischen Töten und Nicht-Töten.
            Zwischen Zusehen beim Sterben und dem Herbeiführen des Sterbens.
            Der zu spät kommende Retter sieht das Opfer sterben.
            Der gefesselte Retter ist gezwungen beim Sterben zuzusehen.
            Und wer nicht verhindern kann, dass überhaupt jemand stirbt, tötet nicht, wenn jemand stirbt. Weder diesen noch einen anderen. OK?

            Sie unterstellen eine Verantwortung zu retten, wenn (obwohl) nicht gerettet werden kann,
            u n d nennen den zwangsläufigen Misserfolg – den überhaupt nicht zu vermeidenden Tod – “Töten”.

            Harte Kost… Nein, das hab ich nicht verstanden…

            • Wollen Sie es einfach nicht verstehen? Sie sind kein gefesselter Retter, Sie haben die AKTIVE Wahl dazwischen, einen Menschen zu Opfern oder fünf. Dieser ganze sanctimonious crap hat nichts mit dem Dilemma zu tun. #
              Übrigens ist ein Retter, der gefesselt nicht retten kann, definitionsgemäß KEIN Retter, aber das nur nebenbei.

              • bayer says:

                das hier umstrittene beispiel, welches jemand vor die wahl stellt, wenige zugunsten vieler zu opfern ist, wie man an den kommentaren sieht, sehr ungünstig, ja ungut gewählt.
                im grunde ist es sogar perfide und teuflisch, und jedenfalls aus einer ethischen logik heraus betrachtet absolut ungeeignet um tatsächlich zwischen rationaler und emotionaler handlung zu unterscheiden – in wahrheit dient diese art “logik” seit menschengedenken dazu, immer wieder von neuem die grosse masse von sich aus tötungsunwilliger, friedliebender bürger in kriege zu schicken, um vermeintlich “viele ihrer lieben” zu retten, indem sie “wenige böse” töten.
                wenn die menschheit nicht sehr bald versteht, nicht mehr auf solch üble provokationen zu reagieren, egal ob aus logischen oder emotionalen gründen, werden wir es nicht mehr sehr weit schaffen.
                dass selbst doktoren und habilitierte hier nicht in der lage sind den wahren und menschenverachtenden, diabolischen kern dieses nur zur geistesverwirrung der noch klar denkenden geschaffenen “problems” zu erkennen, lässt wenig hoffnung für eine positive weiterentwicklung unserer menschheit.

                @ Klein : wenn Sie sich bitte mit einschlägiger literatur zu neurologie/psychiatrie befassen, werden Sie feststellen, dass die für logisches denken zuständigen arreale des menschlichen gehirns ohne die ihnen “zuarbeitenden” entwicklungsgeschichtlich natürlich älteren hirnregionen der instinkte und gefühle ( limbisches system und amygdala, soweit ich erinnere, aber ist schon vor einer dekade gehört worden ) nicht mehr funktionieren.
                das heisst, es gibt keine sogenannte “reine” nicht von emotionen abhängige logik.
                es gibt sehr wohl aber menschen, bei denen unterschiedlich schwere beeinträchtigungen der gefühlsarreale ihres gehirns ( besonders fehlende empathie unterschiedlichen grades – seit einiger zeit hat sich dafür die bezeichnung soziopath etabliert ) zu ausfallerscheinungen wie betrügern, folterern, oder abschlächtern führen.
                ist es das, was Sie wollen mit Ihrer verherrlichung einer “absoluten” logik ?

                gruss und alles

            • Kint says:

              Wann gedenken Sie meine Antworten freizuschalten, Herr Klein?

              • Eigentlich hätte ich das nunmehr getan, aber angesichts Ihrer Not, den Kommentar freigeschaltet zu bekommen, habe ich dazu keine Lust mehr. Es gibt nämlich keine Freischalt-Garantie und auch keine Anwesenheitspflicht 24/7 für ScienceFiles-Redakteure, nur um Ihren Kommentar oder Ihre Kommentare freizuschalten.

            • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

              @Klint

              die Gegenrede mag Ihnen Freude machen, aber jetzt versuchen Sie doch einmal einmal ernsthaft und ehrlich, Stellung zu beziehen, statt sich mit gut klingenden Bedenken vor der Stellungnahme zu drücken!

              Also:

              Was genau würden Sie tun, wenn Sie in der Situation dessen wären, der die Weichen für den Zug umstellen kann?

              Wie viele Menschen würden Sie “sterben lassen”?
              Wie würden Sie es in dieser Situation schaffen, sich nicht verantwortlich zu fühlen?
              Würden Sie es tatsächlich überhaupt schaffen? (Falls ja, dann würde ich das für sehr harte, schwer verdauliche Kost halten.)

              • Kint says:

                Herr Klein verbirgt meine gestrigen Antworten vor den Lesern, will meine Kommentare offenbar nicht mehr freischalten.

                Statt dessen überschütten Sie mich mit einer ganzen Reihe von Stellungnahmen und Fragen und fordern mich auf,
                “einmal ernsthaft und ehrlich, Stellung zu beziehen”

                Was, um Himmels willen, soll ich tun? Jede einzelne Ihrer Einlassungen einzeln beantworten? Um zu gucken, ob Herr Klein sie auch veröffentlicht?
                Soll ich selbst erstmal meine gestrigen Antworten freischalten? Oder sie Ihnen per Post zuschicken? Kennen Sie sie denn? Falls nein: Soll ich sie Ihnen trotzdem erklären? Und schaltet Herr Klein sie dann auch lesbar? Oder was?

                Ist doch eine ziemlich unglaubliche “Diskussion”, die hier “geführt” wird. Das sehen Sie doch wohl auch selbst. Bringen Sie das bitte mal in Ordnung, dann reden wir (weiter).

                • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

                  @Klint,

                  eine Diskussion ist nicht deshalb “unglaublich”, weil Sie es in ihr nicht schaffen, Ihre Position argumentativ zu verteidigen, und den Beistand vermissen! Es ist eben diese Art, sich zu äußern, die in Ihren Mitmenschen den Eindruck vermittelt, Sie seien entweder überheblich oder argumentativ völlig unbedarft. Wozu schreiben Sie solche Dinge? Sie werden niemanden von irgendetwas überzeugen, außer davon, dass Sie nichts Besseres zu schreiben haben, und wir wollen doch hoffen, dass das nicht so ist!

                  Und was Sie “um Himmels willen” tun sollen, weiß ich nicht. Aber was Sie um der Verständigung unter den Menschen willen tun sollen, ist doch recht einfach bestimmbar:(hier besteht kein Dilemma – außer vielleicht einem psychologischen 🙂

                  Sie sollen netterweise auf die Fragen und Argumente antworten, die auf Ihre Kommentare hin formuliert worden sind; wenn Sie das nicht tun, können Sie nicht erwarten, dass Ihre Position ernstgenommen wird.Sie kann bestenfalls jemandem gefallen, ohne dass er seinerseits begründen könnte, warum sie gefällt; das wäre wieder eine Frage seiner Emotionalität bzw. psychologischen Befindlichkeit, und diese ist anderen nicht mitteilbar oder für die Mehrzahl der Mitmenschen nicht relevant oder nachvollziehbar oder alles zusammen, weswegen die Verständigung unter Menschen nur argumentativ möglich ist.

                  Und ich dachte bislang auch, dass man sich in Foren und auf blogs genau deshalb einlässt: um die Diskussion zu suchen, Argumente auszutauschen, die Dinge vielleicht einmal in einem anderen Licht zu sehen, Punkte zu bedenken, die man bislang nicht bedacht hat, sich über die eigenen unhinterfragten Prämissen klar werden … kurz: möglichst im Austausch mit anderen dazuzulernen, entweder dahingehend, dass man seine Position revidiert, oder dahingehend, dass man seine Argumente schärft.

                  Grundregel ist: wenn man sich auf Diskussionen einlässt, läuft man prinzipiell Gefahr, auf Gegenargumente zu stoßen oder auf etwas aufmerksam gemacht zu werden, woran man bislang nicht gedacht hat. Ich dachte, genau darin besteht der Wert von Diskussionen!?! Ich dachte, Diskussionen seien etwas, wovon man einen Gewinn haben kann und sollte, nicht eine Art Kampffeld, auf dem gewinnen oder verlieren kann.

                  Wenn Sie sich aber auf diesem blog nur emotional erleichtern wollten, dann haben Sie ihn missbraucht, und dürfen sich insofern auch nicht darüber wundern, dass Sie mit diesem Missbrauch nicht durchkommen, wie man so schön sagt. In diesem Fall ist die Frage danach, was Sie tun sollen, anders zu beantworten: Im Interesse Ihrer Mitmenschen sollten Sie dann einfach nur schweigen.

              • Kint says:

                “um der Verständigung unter den Menschen willen”,
                Frau Diefenbach, wiederhole ich meine Frage: Haben Sie nun meine Antworten gelesen, die seit gestern in Herrn Kleins Computer stecken, oder soll ich sie alle nochmal schicken, oder soll ich sie Ihnen nur erläutern?
                Oder sollen die gar nicht mehr behandelt werden und ich soll nur auf Ihre ganzen verstreuten Einwürfe isoliert antworten? Ich weiß es wirklich nicht, da Sie darauf einfach nicht antworten und die Sache mit den Antworten an Hrn. Klein auch nicht bereinigt oder geklärt haben.

                • Meinen Sie, wenn Sie hier Fragen wiederholen und keine Antworten geben, dann können Sie irgend jemanden, darüber hinwegtäuschen, dass Sie keine Antwort geben?

                  Mein Computer ist im übrigen frei von Ihren Kommentaren. Zu Zwecken der Hygiene nutzen wir WordPress als Speicher und lassen nur temporäre Darstellungen bei noch nicht veröffentlichten Kommentaren zu. Anders formuliert: Die Kommentare sind im Orkus von WordPress verschwunden und dort vermutlich digital geschreddert worden. Sie haben auch wirklich nichts zur Verständigung beigetragen.

                  Aber sicher: Sie sind ganz ungerecht behandelt worden. Jeder hat ja das Recht, sich auszukotzen — nur auf ScienceFiles nicht…

                • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

                  @Klint,

                  was soll das denn nun?
                  Ist das eine Art Gebet oder Mantra, dass jemand doch noch ein Argument in Ihren Kommentaren entdecken möge, wenn Sie lange genug auf diese Kommentare verweisen? Das ändert doch nichts daran, dass keine Argumente in ihnen enthalten sind, wie man unschwer daran erkennen kann, dass Sie selbst nicht im Stande sind, sie zu nennen, und es statt dessen vorziehen, jeder Argumentation aus dem Weg zu gehen und Ihr Mantra anzustimmen.

                  Ich fürchte, es hilft nichts: Sie hatten hinreichend Gelegenheit, ARGUMENTE vorzubringen und idealerweise solche, die irgendetwas mit der Studie zu tun haben, und haben es nicht gewollt oder gekonnt. Wir haben – jedenfalls im Vergleich zu anderen blogs und insbesondere zu den öffentlich finanzierten Medien, die zensieren, was Ihnen nicht passt und in keinerlei Kommunikation mit ihren Kommentatoren treten, die sprichwörtliche Engelsgeduld mit Ihnen aufgebracht und einige Zeit investiert, in der wie eigentlich etwas hätten tun können (und vielleicht: sollen), das sinnvoller ist oder uns vielleicht sogar ein Einkommen erwirtschaftet hätte, was dieses blog nicht tut. Sie können sich nun wirklich nicht beklagen, wenn Ihre weiteren Kommentare im Abfalleimer landen.

                  Aber Michael Klein hat wahrscheinlich dennoch Recht mit seiner Vermutung, dass Sie sich ungerecht behandelt vorkommen werden, wo Sie doch anderen gegenüber so fair und konstruktiv handeln….

          • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

            @Klint

            nun, nicht alle Menschen haben es so gut wie Sie und kommen niemals in die Lage, schwere und harte Entscheidungen mit dramatischen Folgen für andere Menschen fällen zu müssen! Wenn man nicht Gefahr läuft, in diese Lage zu kommen, oder zumindest meint, man könne niemals in so eine Lage kommen, dann beschränkt sich die eigene Moral auf verbale Akte und man kann aus sicherer Entfernung über die Moralität anderer Leute spekulieren.

            Wer Verantwortung trägt, z.B. als Notarzt oder im Katastrophenschutz, der hat es nicht so leicht wie Sie und weiß, dass das reale Leben sich nicht an eine schöne, saubere Moral hält, in der man Töten der einen und Nicht-Töten der anderen nicht aufrechnen sollte. Ich muss sagen, es ist reichlich naiv, wenn Ihnen nicht klar ist, dass der Wert Ihres Leben nach Alter, Geschlecht und wer weiß, was noch allem, im Fall einer Abwägungssituation (wie in Kriegs- und Katatstrophenfällen) mit dem der Leben anderer gewichtet wird. Ob das in einer guten Welt so sein sollte, ist eine Frage, dass es in dieser Welt, der einzigen realen Welt, die wir bevölkern, aber so ist, ist keine Frage.

            Und wer etwas empathischer ist als Sie es sind, kann sich wahrscheinlich recht gut in die Lage hineindenken, wie sie im Dilemma beschrieben ist.

      • @Klint,

        Ihr marodierender Kommentar zeigt eutlich, dass die Lektüre unseres Textes über die Studie alle möglichen Assoziationen und Emotionen in Ihnen ausgelöst hat, aber hierüber hinaus sehe ich nicht, was Ihr Kommentar mit unserem Text bzw. der Studie, über die im Text berichtet wird, zu tun hat.

        Und daher sollte Ihnen doch an Ihrem eigenen Beispiel leicht einsehbar sein, was Emotionalität mit Irrsinn zu tun hat!

  2. user unknown says:

    Einleitung und Fazit sprechen von Deutschen und der Deutschen Sprache, so als sei dies ein nationales Problem oder eines der deutschsprachigen, während in der Versuchsbeschreibung von Muttersprache und Fremdsprache die Rede ist, im PDF von Spanisch, Koreanisch und Hebräisch vs. Englisch.

    • In der Tat, aber der Witz an wissenschaftlicher Forschung ist die Möglichkeit, die Ergebnisse zuerst zu generalisieren (Fremdsprache und Muttersprache) und sie dann wieder anzuwenden (Deutsch als Muttersprache, z.B. Englisch als Fremdsprache). Das nennt man auch eine Transferaufgabe. Gut, PISA hat wieder und weider gezeigt, dass es mit Transferaufgaben Probleme insbesondere in Deutschland gibt, aber die Übertragung von Fremdsprache (im Text: foreign language) und Muttersprache (native language) auf Deutsch (Muttersprache) und beliebige Fremdsprache, so haben wir gedacht, sei trotz aller Transferprobleme nachvollziehbar.

      Fehlt übrigens English/French aus dem Text, nur der Vollständigkeit halber.

  3. A. Behrens says:

    eine Frage zum Versuchsaufbau. Ich habe die Bilder gerade meiner Familie vorgelegt, die Situation geschildert und gefragt was sie tun würden. Übereinstimmend und unabhängig haben sich alle Familienmitglieder für die Opferung der einen Personen entschieden.

    Zumindest meine Frau ist sehr emotional und durchaus auch mein Jüngster. Von daher kann ich den Versuchsaufbau nicht nachvollziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand keine Entscheidung oder eine andere Entscheidung treffen würde.

    Aufgefallen ist mir lediglich, dass meine ähm Probanden recht lange für ihre Antwort gebraucht haben. Die erste, schnelle Antwort meines Sohnes war übrigens “hinlaufen und befreien”.

    Frage daher: Wie sah der Versuchsaufbau tatsächlich aus? Persönlich kann ich noch nicht mal eine Dilemmasituation erkennen. Es gibt nur eine einzige sinnvolle Lösung.

    • “Participants read a packet with the scenario and a cartoon depiction of the scene. After they indicated
      their decision, they answered questions regarding demographic and language background, and the foreign language packet
      contained a comprehension check.”

    • rjb says:

      Was ist mit der Möglichkeit, daß der Proband selbst von der Brücke springt, statt die andere Person hinunterzustoßen?

      • Sehr gut! Er wird einwenden, dazu nicht fett genug zu sein.
        Wenn es an die eigene Haut geht ist Ende von Spaß, das ist doch klar.

        Carsten

        http://www.koufogiorgos.de/images/150410_ossifarbe.jpg

      • Kint says:

        Ja, sehr gut.
        So viel zu dem herbeikonstruierten “Dilemma” hier.

        • Ein Dilemma zeichnet sich dadurch aus, dass es denjenigen, der die Wahl hat, vor problematische Lösungen stellt, Scylla und Charybdis im Extrem. Ein Dilemma ist entsprechend eine interpretative Kategorie, die als solche IMMER konstruiert ist.

          Welches Dilemma können sie anführen, das nicht kontruiert ist?

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @Casten Thumulla, Klint

          Was, bitte, ist an rjbs Vorschlag “gut”? Das Dilemma bleibt insofern dasselbe als eine Wahl getroffen werden muss, wer und wie viele sterben werden. Wenn es für Sie irgendwie einen netteren, erträglicheren, besseren Tod darstellt, wenn sich jemand für die Rettung anderer in einer Dilemma-Situation opfert als wenn jemand stirbt, der selbst in einer Dilemma-Situation ist, d.h. wenn Sie Selbstmord vor unfreiwilligen, sagen wir: Unfalltod, vorziehen, dann nur zu!

          Und ich sehe auch nicht, warum jemand, der sich nicht selbst umbringen möchte, den Tod anderer Leute als “Spaß” ansehen sollte, nur, weil er an der Fortsetzung seines eigenen Lebens interessiert ist.

          • Carsten Thumulla says:

            Die Frage, würden Sie jemanden opfern, um andere zu retten, ist eine andere als die, würden Sie sich opfern, um jemanden zu retten.

            • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

              Aha. Und inwiefern? Ich kann mir nur so einen Reim auf Ihre Aussage machen, dass Sie meinen, jemand bestimmtes sei nicht in der Menge aller Anderen enthalten. Das ist aber falsch, und das wissen Sie sicher. Daher verstehe ich Ihre Aussage nicht. Dementsprechend bin ich auch ratlos im Hinblick auf die Frage, welche Implikationen das für das, was in der Studie geprüft wurde, hätte.

          • rjb says:

            Meine Bemerkung war eine Entgegnung auf die Behauptung von A. Behrens, es gäbe überhaupt nur eine sinnvolle Lösung, die offenbar darin besteht, den Dicken über die Brüstung zu wuchten.

            Es scheint in der Geschichte auch irgendwie darauf anzukommen, daß genug Masse auf dem Gleis landet. Wobei nicht ersichtlich ist, weshalb dies zum Anhalten der Straßenbahn führen sollte. In der Darstellung des in meinem anderen Beitrag zitierten Wikipedia-Artikel sei die Straßenbahn außer Kontrolle geraten, was darauf hindeutet, daß nicht deren Führer zum Anhalten veranlaßt werden soll, sondern daß sie von dem Hindernis auf den Schienen gestoppt wird. Das wiederum läßt aber offen, welche Folgen der Aufprall aufs Hindernis für die Insassen hat. Der Proband muß also wissen, daß der Dicke genug Masse hat, um die Straßenbahn aufzuhalten, und dies andererseits keine Opfer unter den Insassen kostet.

            Das ist alles ziemlich irreal, und deshalb halte ich das für kein gutes Dilemmaszenario. Anders stellt es sich in der Variante mit der Weiche dar. Im Weichenszenario antwortet eine große Mehrheit der Befragten dahingehend, diese so zu stellen, daß weniger Opfer überfahren werden. Und da scheint auch der Einfluß der Sprache weg zu sein, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

            Wenn man sich von den Dilemmageschichten auf die abstrakte Situatiuon zurückzieht, also man hat eine Wahl zwischen zwei Alternativen, mit mehr oder weniger vielen Opfern, mehr oder weniger viel eigener Aktivität, mehr oder weniger gravierenden Nebenwirkungen der eigenen Aktivität, dann führen unterschiedliche rationale Moraltheorien zu unterschiedlichen Ergebnissen, und es ist insbesondere nicht der Fall, daß genau eine der beiden Handlungsalternativen die “rationale” ist und die andere die “emotionale”. Insgesamt kann ich somit weder Costa et al. noch den Weiterungen durch Herrn Klein viel abgewinnen, und dies, obwohl mir dieses deutsche emotionsgeladene Gequackel und Geschwurbel erheblich auf die Nerven geht.

        • Kint says:

          Der Hinweis von rjb ist ausgezeichnet, völlig treffend, weil er nachweist, dass der Erfinder des “Dilemmas” nicht denken kann, nämlich nicht einmal die Entscheidungsspielräume erkannt hat (oder sogar wissentlich verfälscht) – die er anschließend beurteilen will.
          Und es geht darum, dass der unschuldige Zeitzeuge ein hilfloses Opfer ist. Das untersucht werden soll, wie es reagiert, wenn es doch einen monströsen Mord nicht verhindern kann.
          Dem die objektive Möglichkeit einfach abgesprochen wird, nicht schuldig – in der unverschuldeten – Situation zu werden – indem er nicht tötet.
          Dem völlig sinn- und begriffswidrig nur die Wahl des Tötens, der Schuld gelassen wird.
          Und nun sogar: Die sogar seinen Selbstmord umfassen soll!

          Irrer geht´s doch gar nicht mehr, oder?

          Doch: Um auf sowas zu kommen, soll das hilflose, gequälte Opfer am besten auf Englisch “denken”. Richtig?

          • Ich habe jetzt wirklich keine Lust mehr diesen Unfug hier zu veröffentlichen. Da es Ihnen offensichtlich nicht nachvollziehbar ist, dass man im Rahmen eines Experiments eine Fragestellung verfolgt, die einen bestimmten Versuchsaufbau erfordert und dass es gerade das besondere an Experimenten ist, dass man die Bedingungen kontrollieren kann und Variablen ausschließen kann, die man ausschließen will, für nebensächlich hält oder schlicht irrelevant, schlage ich vor, Sie machen sich entsprechend über Forschungsmethoden schlau und melden sich hier genau dann wieder, wenn Sie wissen, wovon Sie sprechen.

          • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

            @Klint,

            aha, der Hinweis von rjb ist “ausgezeichnet”, weil Sie ihn “völlig treffend” finden, und “völlig treffend” finden Sie ihn, weil er für Sie etwas “nachweist”, was Sie mögen, und das ist, dass von den Autoren nicht alle denkbaren Entscheidungsspielräume modelliert wurden.

            Das stimmt. Man kann schon aus praktischen Gründen in einer experimentellen Versuchsanordnung den Probanden nicht alle denkbaren Szenarien vorlegen.

            Nun könnten Sie einwenden (und ich bin sicher, Sie werden es wollen), dass die von Ihnen vermisste Variante aber wichtig wäre.

            NUR: Wofür? Für moralphilosophische Fragen? Für entscheidungstheoretische Fragen?
            Ersteres interessiert die Autoren hier nicht (aber Sie und einige andere unserer Leser), und Letzteres interessiert die Autoren nur insofern als sie prüfen, ob die Präsentation von Situationen in der Mutter- oder Fremdsprache die Wahrnehmung von Situationen und mit ihr unsere Entscheidungen beeinflussen. Und das Ergebnis war: sie tun es.

            Ich finde das sehr interessant, besonders die Frage, warum das so sein sollte und welche Implikationen das hat.

            Wenn es Sie nicht interessiert, gut – da kann man nichts machen.

            Aber es ist vollkommen unsinnig, einer Argumentation vorzuwerfen, dass sie keine Argumentation für das ist, was man selbst gern argumentieren würde, sondern für etwas anderes. Und weil das so ist, lässt sich aus der Kritik von Argumentationen, die sich auf etwas anderes als das eigene Anliegen beziehen, auch kein Argument für die eigene Position mit Bezug auf das eigene Anliegen ableiten – das ist eine schlichte logische Implikation.

            Dessen ungeachtet:
            Inwiefern soll ich Ihren neuerlichen Kommentar als Antwort auf meinen Kommentar zum Hinweis von rjb verstehen können? Sie gehen darauf ja gar nicht ein. Was also hat er mit meinem Komentar zu tun?

            Wie ich Ihnen schon vorher antwortete auf Ihre Frage danach, was Sie tun sollen:

            Versuchen Sie doch einmal, die Studie als das gelten zu lassen, was sie ist, und ernstzunehmen, was das Forschungsinteresse dieser Studie ist statt Ihre eigenen Anliegen in sie hineinzuzwängen zu versuchen, und versuchen Sie auf das einzugehen, was andere Leute schreiben, und zwar auch dann, wenn Sie es nicht “ausgezeichnet” finden!

            Ich habe schon Ihrem vorherigen Kommentar, der Ihre Frage danach, was Sie tun sollen, enthielt, dass Sie den Beistand vermissen, und es ist klar, dass Sie sich entsprechend freuen, wenn Sie meinen, dass Sie den Kommentar von jemand anderem für sich als Beistand instrumentalisieren können, aber das enthebt Sie nicht einer Verpflichtung, in einer Diskussion selbständig und mit Bezug auf das Thema – und nicht irgendetwas anderes – zu argumentieren.

            Wenn Sie das nicht schaffen oder sich nicht zumindest ab SOFORT ernsthaft und ehrlich darum bemühen, kann ich auch nicht mehr anders als Sie als diskussionsunfähig und daher als eine unnötige Belastung für dieses blog einzuordnen.

  4. rjb says:

    Und: Angenommen, es lassen sich Nieren, Lebern, Lungen und Herzen erwartbar erfolgrich transplantieren. In einem Krankenhaus liegen 5 Patienten, die an diesen Organen erkrankt sind (Nieren zwei) in einer Weise, die zum alsbaldigen Tod führen wird, es sei denn, es werden ihnen Ersatzorgane transplantiert. Und dann ist da eine Person, meinetwegen mit leichtem Übergewicht, aber mit transplantationsfähigen Organen für jene fünf Patienten sich des Lebens erfreuend. Darf nun diese Person getötet werden, um so die 5 Patienten zu retten?

    • Das Beispiel ist eines dieser typisierten Dilemmata, bei denen der Teufel im Detail steckt. Wir erfahren nichts über die Personen, die es zu schützen gibt und nichts über die Person, die eventuell geopfert werden soll. Wir müssen also davon ausgehen, dass es keine qualitativen Unterschiede zwischen den Personen gibt, und es lediglich darum geht, für sich eine quantitative Entscheidung zu treffen, die als moralische Frage daherkommt und lautet, bin ich bereit, eine Person zu töten, um fünf Personen zu retten oder verweigere ich jedes Eingreifen und lasse dem Schichsal seinen Lauf, töte also fünf anstelle einer Person.

      • Stuff says:

        „typisierten Dilemmata“ ist lieb, handelt es sich üblicherweise bei solchen an all vorstellbaren Haaren herbeikonstruierten Scenarien um Speibiele ( http://www.wurstball.de/108918/ ) – selbst in Flugsimulatoren wird weiss Gott nicht nur der Flug simuliert.
        Ich war selber schon in der verzwickten Lage, Schaden „aufteilen“ zu müssen (Triage) und kann nur sagen, dass dies in der Situation verbal nicht auszudrücken ist, da die Zeit fehlt, sollte sofort gehandelt werden müssen. Nachher kann ich das sehr wohl beschreiben und entsinne mich auch spontaner Regungen.
        Aber ich bin da vielleicht ungerecht, allerdings hülfe eine Art Gewärtigkeitstraining; wenn ich mir so manche Unfälle im Strassenverkehr ansehe (muss ich öfter), so kann man nur unterstellen, das diverse „darf-der-das“-Grübeleien Reaktionszeiten ziemlich verlängern. Reden da die Lenker(innen)mit sich selbst…?

        • Stuff says:

          BTW: In dem in der Speibielsskizze gezeichneten Modell der Tramway bin ich als Kind noch gefahren. Wie alt ist denn diese Zeichnung?

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @Stuff

          Sie geben im zweiten Teil Ihres Kommentars ja selbst ein Beispiel dafür, dass Dilemma-Situationen häufig bestehen; bei Strassenverkehrsunfällen – und sei es nur, weil eine Entscheidung zu treffen ist, zwischen spontaner Instinkthandlung und überlegter und damit wahrscheinlich effizienterer Reaktion.

          Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie zur Instinkthandlung neigen würden. Aber sind Sie sicher, dass das die beste Entscheidung ist? Für wen? Für Sie? Für den, dem Sie helfen wollen?

          (Kennen Sie eigentlich die Folge “Miracle Man” aus den X-files? Wenn nicht, schauen Sie sie einmal an, denn sie ist nicht nur unterhaltsam, sondern es wird sehr deutlich, dass es ziemlich schwierig sein kann, zu wissen, was gut und wünschenswert für andere Leute ist …)

          Die Tatsache, dass wir es normalerweise gar nicht bemerken, dass z.B. ein Arzt sich mit Bezug auf unsere Gesundheit für oder gegen etwas entscheidet (z.B. weil wir gar nicht wissen, welche Optionen er hat, die Wirkungen von Medikamenten gar nicht kennen oder beurteilen können, etc.), bedeutet nicht, dass solche für uns u.U. dramatische Entscheidungen deutlich häufiger gefällt werden als wir vermuten.

          Sie haben Recht: In der zugespitzten Formulierung sind solche Dilemmata so genannte “life boat experiments”, aber ich glaube, wir unterschätzen die Häufigkeit von Dilemmata, die uns selbst betreffen, deutlich – und die “life boat experiments” heißen so, weil es historische Vorbilder dafür gibt!

          • Stuff says:

            Jjeinn!
            Ich unterstelle vorerst, Sie meinten mit „instinktiv“ Reaktionen wie das Ausweichen bei einem heranfliegenden Gegenstandes u.dgl.
            Denn es ist ja gerade das Überlegen, dieses „darf der denn das“, oder die Vergewisserung, es „richtig“ gemacht zu haben und auf das vordere Kfz bei Massenkarambolagen nicht aufgefahren zu sein, um dann vom neuen letzten in der Schlange niedergefahren zu werden u.dgl.
            Den Wunsch nach Authentifizierung der Aktion und Reaktion um später in juristischen Auseinandersetzungen die besseren Karten oder Beweise zu haben halte ich einem Gottglauben gleich, irgend eine Instanz wird mich freisprechen. Allzuoft dann aber leider keine irdische mehr.
            Unter Gewärtigkeit verstehe ich das Wissen um Grössenordnungen („Brauch ich einen Tankwagen oder genügt eine Eprouvette“ – war bei Verwendung eines logarithmischen Rechenschiebers augenblicklich erkennbar!), das Wissen, was Energiedifferenz meines Autos, Geschwindig mal Masse, gegen an einer Bushaltestelle wartender Menschen anrichten kann aber auch dass Richtungsänderungen nicht beliebig möglich sind, macht mich zum Hassobjekt in gewissen Stadtteilen, an dem dann links und recht vorbeigefahren wird.
            Soll ich nun auch die 70 km/h fahren, damit sich die Idioten nicht „derstessen“? Ist meine Überlegung, so ich das in der Situation denn überlegte, dass so ein an mir vorbeiziehendes Moped in der Haltestelle nur zwei umbringen kann, während mein Auto locker 8…10 schaffte, auch als Beispiel brauchbar?
            Es haben sich leider (oder Gottseidank?) schon etliche gefunden, die den mir vom Weltengeist oder wem auch immer zugedachten Unfall übernahmen, einer musste mir vorher beim Überholen auch noch den Vogel zeigen. Leider verstarb unter dem Tieflader, in den er raste, nicht nur er, sondern auch Frau und Kind.

            Ich hoffe ein wenig Einblick in diese Mechanik des Instinktiven gegeben zu haben.

            • @Stuff

              Zum ersten Satz: mit dem Begriff “Instinkthandlung” habe ich lediglich versucht, das in einen Begriff zu fassen, wovon ich meinte, dass Sie in Ihrem Kommentar gesprochen hätten. Ich persönlich bin der Auffassung, dass Instinkthandlungen für private Entscheidungen (wie: will ich bei diesem Chef oder mit in diesem Abhängigkeitsverhältnis arbeiten oder nicht?) nützlich sein können, wenn man einfach fühlt, dass das nicht das Richtige für einen ist, aber in Interaktions- bzw. Entscheidungssituationen, in denen mein Handeln für mehr Leute als mich selbst sehr ernsthafte Konsequenzen haben kann oder mein eigenes Leben gefährdet sein kann, Instinkthandlungen einfach nur mit Irrationalität oder wenn Sie dies vorziehen: unvernünftigem Handeln gleichzusetzen sind.

              Ansonsten kann ich zu Ihrem Kommentar nur sagen: WAS????

              Welcher “Weltengeist”? Welche “Übernahme von Unfällen”? Was soll die seltsame Frage an MICH, ob SIE 70 km/h fahren sollen?
              Haben Sie irgendwelche größeren Probleme mit Ihrem Verhalten im Straßenverkehr? Dafür ich nun wirklich nicht die richtige Gesprächspartnerin.

              Und was hat das alles mit der Studie oder ihrem Ergebnis zu tun? Mit Sprachen?

              Tut mir leid, ich weiß nicht, was mit diesem Kommentar anzufangen sein könnte.

      • rjb says:

        Das steht alles schon weiter oben, und die Wiederholung führt nicht weiter.

        Zunächst einmal entnehme ich
        http://en.wikipedia.org/wiki/Trolley_problem
        daß es eine Transplantationsversion der Geschichte bereits gibt, von J.J. Thomson, von der auch die Variante mit dem dicken Mann stammt. Varianten der Geschichte, inklusive der Möglichkeit, selbst den dicken Mann zu spielen, finden sich auch hier:
        http://www.stevenmilverton.com/2008/01/16/mutter-teresa-bill-gates-norman-borlaug-bewundernswerte-menschen/
        Ferner sehe ich aus der Arbeit von Costa et al., daß die Reaktionen auf die Variante mit der Weiche deutlich von der Reaktion auf die Variante “dicker Mann” abwich; im genannten Wikipedia-Artikel werden die Differenzen, die verschiedene Moraltheorien zwischen diesen Varianten machen (können), angesprochen. Die Hintergründe unterschiedlicher Spontanreaktionen auf die Dilemmata sind natürlich andere als moraltheoretische; die durchschnittliche Person auf der Straße dürfte weder über das existierende Angebot an Moraltheorien orientiert sein noch in diesem Angebot eine Präferenz haben.. Und ich glaube auch nicht, daß das eine spezifisch deutsche Bildungslücke ist. Ich fände es interessant, wie die Spontanreaktionen auf eine Geschichte ausfällt, deren Eintrittsmöglichkeit nicht so entfernt erscheint wie die Straßenbahnvarianten. Transplantation, und dabei stattfindende dubiose Machenschaften sind ein Thema mit einer gewissen Geläufigkeit; auf einem Straßenbahngleis irgendwie solide verschnürt herumliegende 5 Personen trifft man doch eher selten an, weder in natura noch in der Berichterstattung. Das kann sich auch auf Spontanreaktionen auf diese unterschiedlichen Varianten auswirken.

        Zum zweiten sehe ich, angesichts etwa der Diskussion dieser Dilemmata unter dem Blickwinkel verschiedener Moraltheorien im genannten Wikipedia-Artikel, nicht, weshalb eine “rationale” Reaktion nur darin bestehen könnte, den dicken Mann herunterzustoßen. Zum dritten sehe ich auch den Zusammenhang zwischen diesen Dilemmata bzw. den spontanen Reaktionen von Befragungspopulationen auf diese, und einer typisch deutschen Gefühlsseligkeit/duselei/schwurbelei, die ich durchaus wahrzunehmen glaube, nicht.Letztere spielt aber eine beträchtliche Rolle in der beliebten gesellschaftlichen Selbstbespiegelung von Themen um Leben und Tod, und das könnte sich auch in den emotionalen Spontanreaktionen auf ein Transplantationsthema ausdrücken. Es ist aber nicht so, daß Emotionalität und Denken im Widerspruch zueinander stehen müssen; der emotionale Wunsch, etwas durchblicken zu wollen, kann beispielsweise sehr förderlich fürs Denken sein. In der “deutschen Emotionalität” scheint mir aber eine andere Konstellation vorzuliegen, in der die Emotionen das Denken verhindern (Denken im o.g. Sinne von Herrn Buchholz, nicht in der Form “mir brummt etwas durch den Schädel”).

      • Diese Frage wird ständig beantwortet. Es soll ja moralisch sein, Personen auszurauben, um Straßen bauen zu können, Schwimmbäder und Bibliotheken bauen zu können, andere vor dem Verhungern retten zu können, den Planeten und sein Klima retten zu können — nur selber springen, äähhhh, zahlen wollen diese Apostel nicht.

        Aber demokratisch würde die Sache wenigstens funktionieren, wenn die Personen auf dem Gleis einen Arm frei hätten, um abstimmen zu können.

        Carsten

        http://www.oli-hilbring.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/wm-fazit.jpg

    • A. Behrens says:

      Vielen Dank. Jetzt verstehe ich das Dilemma. Auch oben hinsichtlich der Frage “Warum schupsen statt springen”.

    • AgeSeptimum says:

      “Bei der Person handelt es sich leider um
      keinen Organspender und er führt auch ein
      entsprechendes Dokument mit sich, daß er die
      Organentnahme verweigert.”

      Es handelt sich zwar um ein rein qualitatives Szenario
      aber da Sie gerade dabei sind es mit qualitativen
      (und damit notwendigerweise auch Wertekategorien und
      somit emotionalen Begrifflichkeiten) vollzuladen, wie
      wär’s mit folgender Modifikation:

      Wir wissen nichts über den einen, aber die Fünf sind
      alle Mitglieder der grünen Partei…

      Also ich würde einen Dreck tun und auch nur einen
      der Fünf warnen…

      (lmao)

  5. Ein Beispiel deutscher Emotionalität in Sachfragen respektive Meinungsäußerungen über Sachfragen lieferte Juli Zeh heute bei Günther Jauch ab. Zeh sagte sinngemäß: Ich kenne niemanden in meinem Umkreis der AfD gewählt hat. Es hat mir aber auch keiner gesagt, denn er müsste wissen, dass ich ihn dann ins Gesicht geschlagen hätte.
    Zeh gilt manchen als Intellektuelle.

    • peter says:

      zweifellos eine lupenteine Demokratin

    • A.S. says:

      Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie vermeindlich Intelektuelle die Diktatur der eigenen Meinung propagieren und nichtmal merken was sie da sagen.

    • Nachdem die Sendung in der Mediathek online steht, habe ich mir die Passage noch einmal angeschaut. Sie beginnt bei 43:00. Hier der Wortlaut:

      Jauch: Kennen Sie, Frau Zeh, Menschen aus Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis, die der europäischen Idee durchaus skeptisch gegenüber stehen, und die Sie deshalb nicht für Rechtsradikale oder komplette Dummis halten?

      Zeh:Also, es hat mir noch keiner ins Gesicht gesagt, dass er AFD wählen geht, wahrscheinlich hätte der oder die auch Angst gehabt, dass mir dann die Hand ausrutscht, oder so

    • WachtamRheinbeiRhöndorf says:

      Ich hätte Frau Zeh mit einiger Gewissheit direkt vegetativ-reaktiv niedergestreckt,
      da linksgrüne Berufsasoziale in meinem nationalliberalen, stets bildungsbürgerlich ausgekieideten Umfelde, keine soziopathischen Reflexionsfläche erhalten und ich ihnen, außerhalb der mit ihnen geborenen, republikanischen Freiheitsrechte, keinen therapeutischen Spielraum zu gewähren bereit bin.

  6. A.S. says:

    Beiträge auf Englisch wäre eine Art von Gruppenhaft gegenüber denjenigen, die rational argumentieren und im Englischen nicht so fitt sind.
    Nebenbei: Das zweite Dillema kann man lösen. Man kann eine Weiche auch so stellen, dass der Zug entgleist. Man muss die Weiche in Mittelstellung lassen, so dass keine der beiden Weichenzungen anliegt. Dann sind alle gerettet.

    P.S. der Sinn des Tests ist mir schon klar 🙂

  7. alphachamber says:

    Mit Ihren Schlüssen in den ersten 3 Absätzen haben Sie sicher recht. In dem gesamten Artikel sehe ich aber verschiedene Probleme etwas “zwanghaft” miteinander verbunden: Die Politik der Sprache, die Kant’sche deontologische Ethik und Dichotomie von Vernunft und Emotionen. Dazu erscheint mir die “Costa”-Studie von etwas zweifelhafter Konsequenz.

    Wittgenstein schrieb: “The limits of language are the limits of philosophy.” Die Sprache ist Voraussetzung des (konzeptuellen) Denkens überhaupt. Interessanterweise bestätigen selbst kompetente Linguisten, dass sie gedanklich in ihre Muttersprache zurückfallen für effizienteres Kopfrechnen, während einer Konversation in einer Zweitsprache. Die Sprache ist das stärkste wahrnehmbare Element des kulturellen Profils eines Menschen. Die politisch-korrekte Korrosion der deutschen Kultur und deren Werte erfolgt also am effektivsten nicht durch Unterwanderung von Trachtenvereinen, sondern durch die Korruption der Sprache. Eine (beabsichtigte?) Nebenwirkung ist leider auch eine Zersetzung des Bildungsniveaus. Emotionen oder Moralität sehe ich dadurch aber, per se, kaum beeinflußt.
    Die spezifische “emotionelle” Moralität ist eher das geistige Erbe der platonisch-kantschen Linie der Philosophie. Dem Deutschen ist das Paradox gelungen, “vernünftig zu fühlen”: Der brilliante Ingenieur, der gerade das beste Auto oder Fluggerät, oder fortschrittlichste IT System der Welt baut, ist ein emotioneller Sklave seiner Gesellschaft.

    In einer Ethik-Debatte, welche die Vernunft gewissermaßen als “rechtes” Denkprinzip verachtet, dominieren nur Emotionen und Gefühle als legitime Träger der positiven Werte. Wenn der Mensch zum Wählen moralischer Entscheidungen nicht seine Vernunft einsetzen darf, verliert er seine wichtigste Eigenschaften: Die konzeptionelle Denkweise und das rationale Handeln – die einzige Bedrohung, die der deutsche Staat noch zu befürchten hat. Was bleibt, ist ein schizophrener und manipulierbarer Bürger mit seiner Religion des Altruismus; ohne Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und Verantwortung – es bleiben ihm nur die Gefühle zwischen trotziger Aggression oder Gleichgültigkeit. Das ist, m.E,, der rote Faden.

  8. Nietzsche says:

    Ohh Schmerz! Moral basiert auf Sprache. Könnte eine der Doktorarbeiten unserer politischen Kaste sein. “Emotionalität” – vermittelt durch die Presse – ist doch eher die gewollte Manipulation zur Weichheit. Zum Glück vielleicht. Mein Fazit lautet: Wollte man verallgemeinern, so könnte man höchstens behaupten, der Deutsche sei besonders erziehbar. Auch zur Emotionalität? Im Prinzip zu allem, was er kann oder vortäuschen kann. Die Typen selbst mögen nicht “emotional” sein aber die Anpassung an das Rudel verlangt dann von ihnen, zumindest so zu tun. “Umwelt”, “Frauenfeindlichkeit”, “Auschwitz”, “Sozialschmarotzertum” …. alles läßt sie dann zusammenzucken, als habe der Führungsoffizier ein “MKUltra”-Reizwort gebellt. In gewissem Sinne ist es ja auch so. Früher durfte der Panzer auch über den verwundeten Kameraden rollen. Klare sozialpsychologische Fragestellung: Nehmen wir die Stellung oder Rücksichten. Die Frage war meist schnell beantwortet und das auf Deutsch.

    Das Problem vieler Akademiker ist offensichtlich der Verlust zu den gewöhnlichen Menschen aber auch zu dem, was man die Wirklichkeit und die Selbsteinschätzung nennt. Menschen möchten Erwartungen erfüllen. Das trifft in aller Regel sogar auf Gebildete zu.
    Die Erwartungen an einen deutschen Menschen sind eben zur Zeit von etwas anderer Natur. Das soll uns nicht die Realität vergessen lassen, die da lautet: Nach einer mehrjährigen Umprogrammierung könnte man gerade hier wieder die emotionslosesten Monster der Welt ins Rennen schicken, denn kein stark ausgeprägter Hang zur Individualität stellt sich dem entgegen.

    Je mehr man sich über die Grenzen seiner eigenen Dressur hinwegsetzen kann, desto eher ist man fähig zu verstehen, daß man immer man selbst ist. Dieses selbst muß nicht so “emotional” sein, wie man immer glaubte oder andere glauben machen wollte. Die Wandfarbe deckt sich ja meist auch nicht mit der Farbe des Mauerwerks. Wer also in sozialpsychologischen Forschungsaufgaben zu der Ansicht kam, er springe ins Wildwasser und rette zunächst das hilflosere Nachbarskind und dann die eigene Tochter – eine gute Schwimmerin – muß in der ganz eierkopflosen Realtät manchmal feststellen, daß er gar nicht ins Wasser gesprungen ist und beide ertrunken sind und das in der eigenen und zwei Fremdsprachen. Man hat die überraschend emotionsloseste Entscheidung getroffen – losgelöst von Sprache -, die überhaupt denkbar war. Man hat sich nur um sich selbst gekümmert. Jetzt sind wir wieder daheim!

    Basiert also Moral auf Sprache? Nein. Antworten basieren meist auf der Absicht, sich einen Vorteil zu verschaffen, indem man die gewünschte Erwiderung gibt, aber jedenfalls basiert Erkenntnisfähigkeit auf der Qualität des Gehirns.

    • Es hat, das sei nur nebenbei angemerkt, niemand behauptet, dass Moral auf Sprache basiere, vielmehr ist die Aussage die, dass Moral von Sprache ANHÄNGEN kann. Das ist etwas anderes, so wie eine Korrelation ja keine Kausalität ist. Dennoch: Danke für den langen Kommentar.

      • Müller says:

        Ganz unten: Costa, Albert, Foucart, Alice, Hayakawa, Sayuri, Aparici, Melina, Apesteguia, Jose, Heafner, Joy & Boaz, Keysar (2014) <- WOW! Titel: Your Morals Depend on Language. D. h.: Von jmdm./etw. abhängig sein bzw. auf etw. beruhen.
        Danke für die Erwiderung. 🙂

        • Ja, wenn man den Text nicht liest und sich ausschließlich auf die Überschrift desselben bezieht und sich noch dazu mit der schönen deutschen Absolutheit ausschmückt, die nur als Kausalität daherkommt und keine Korrelation kennt, dann mag dies zutreffen. Und vielleicht hätten die Autoren besser “may depend” geschrieben, aber vermutlich haben Sie gedacht, dass die Fairness ihrer Leser soweit reicht, den Text zu lesen, bevor Sie den Mund mit Kritik vollnehmen.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @Müller

          Hier besteht ein Missverständnis:
          Der Titel der Studie stellt auf die Versuchsanordnung ab: das Hauptergebnis der Studie ist ja, dass Entscheidungen hinsichtlich des Dilemmas unterschiedlich getroffen werden, je nachdem, ob es in der Mutter- oder einer Fremdsprache präsentiert wurde.

          Es bezieht sich dagegen NICHT auf die ontologisch-philosophsiche und essentialistisch gefärbte Frage danach, ob es Moral außer in der sprachlichen Konstruktion oder durch die sprachliche Konstruktion gibt.

          Der Konstruktivismus mag heutzutage naheliegen (mir scheint, vor allem in Deutschland), aber man muss beim Lesen versuchen, den Autoren und dem, was sie getan und geschrieben haben, gerecht zu werden, indem man bereit ist, sich erst einmal auf das einzulassen, was ihr Anliegen ist, was sie warum und wie tun – und diese Autoren sind Empiriker und verfolgen die Frage nach dem Ursprung der Moral oder der Beschaffenheit ihrer Existenz in überhaupt keiner Weise.

          • alphachamber says:

            Hallo! Da sich diese Studie ja nur empirisch durchführen lässt, wie lassen sich Ihrer Meinung nach die Abweichungen berücksichtigen die durch unterschiedliche Sprachkompetenz entstehen? Und wie ließe sich diese einigermaßen objektivieren. Aus Erfahrung weiß ich auch, dass eine Fremdsprache – welche im Mutterland erlernt wird – ein abweichendes Denken erzeugt, als wenn man sich über Jahre hinweg eine Fremdsprache innerhalb ihrer Kultur aneignet. Im ersten Falle “übersetzt man einfach”, im letzteren Falle d e n k t man in dieser Sprache – möglicherweise mit dem entsprechenden kulturell verändertem Handeln.
            MFG

            • Das ist genau der Witz an der Studie. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Leute, die nicht fluent in der Fremdsprache sind (wie im Text beschrieben) über das beschriebene Dilemma nachdenken müssen und dass dieses Nachdenken dazu führt, dass sie rationaler Entscheiden, während Personen, die fluent in der Fremdsprache sind, nahezu das selbe Ausmaß an irrationalen Entscheidungen zeigen wie Muttersprachler. Was genau dieses Ergebnis bedeutet, ob es darauf hindeutet, dass man zwischen einem oberflächlichen Verstehen, das eher emotionale Reaktionen auslöst und einem Begreifen, das Nachdenken einschließt, unterscheiden muss, wäre dann in weiterer Forschung zu klären.

              • Ossi bei Facebook says:

                Wo ist das Problem?

                In einer Fremdsprache dauert es halt länger, bis die Probanden nicht nur gehört haben sondern auch inhaltlich begriffen worum es geht, um es mit aller Härte zu formulieren:
                Einer wird zum Organspender Gemacht (Sturz von der Brücke) damit Fünf mittels Spenderorgan gerettet.

                Ich sehe keine Emotionalität in der Aufgabe!

                • Das erste Problem besteht darin, dass Sie scheinbar das Problem und die Fragestellung nicht verstanden haben. Es ist ja gerade das längere Nachdenken, das die emotionale Reaktion zu verhindern scheint.

                  • Ossi bei Facebook says:

                    … möglicherweise interpretieren Sie die Reaktion der Versuchsteilnehmer falsch?

                    • möglicherweise auch nicht. Wenn wir im Möglichkeitsraum verschwinden wollen: Möglicherweise ist ihre unfundierte Kritik reine Reaktanz?

                    • Ossi bei Facebook says:

                      Den Vorwurf “unfundierte Kritik” weise ich zurück.
                      Bei der von mir vorgeschlagenen Versuchsanordnung Organraub sehe ich nun einmal nicht wo dem Probanden zwingend eine Emotionalität angedichtet werden müsste.

                      Wäre es nicht denkbar, das ohne Sprachkompetenz sich der Informationsgehalt reduziert auf den Sachverhalt:
                      “Fünf Menschen bekommen ein Spenderorgan.”

                    • Zum allseitigen Verständnis: Fundiert ist eine Kritik dann, wenn sie einen Beleg enthält, der zumeist mit dem Wörtchen “WEIL” angeschlossen wird. Solange ihre Beiträge dieses Wörtchen nicht enthalten, können Sie zurückweisen was immer Sie wollen nur eines können Sie nicht: fundiert kritisieren und solange nicht fundiert kritisiert wird, sehe ich keinen Anlass ihnen weiter die Gelegenheit zu verbaler Erleichterung zu geben.

                • Ossi bei Facebook says:

                  Ich hoffe das sprachliche Stilmittel – eines wenn auch drastischen Vergleichs – führt nicht zu einem Diskussionsabbruch iherseits.

  9. ups2009 says:

    nebbich … denen Nebbisch sei “Das Milgram-Experiment” & “Das Stanford-Gefängnis-Experiment” anempfohlen.
    Im übrigen scheint es mir eine Psychopathen-Welt wie die eines “Menschenrechtler des Tages: Rabbi Ovadia Yosef” zu sein.

    PS: Konkrete Zahlen des “Versuchsergebnis” werden uns auch nicht mitgeteilt.
    PPS: Im übrigen fehlt mir die Referenz zu anderen Muttersprachlern wie diese mit dem Befehl “DU must TÖTEN” umgehen 🙁

    • Es wäre nett, wenn Sie zumindest versuchen würden, eine Sprache zu wählen, die auch die Mehrzahl der Leser versteht.
      Kommunikation dient der Verständigung, zumindest mir ist eine solche auf Grundlage dessen, was Sie schreiben, nicht möglich.

      zu PS: Sowas auch, da wurde ihnen etwas “nicht mitgeteilt”. Am Ende erwartet jemand, dass Sie selbst lesen – im Original?
      zu PPS: Ja, der Verdacht verdichtet sich, dass Sie wohl oder übel selbst lesen müssen, und bei der Gelegenheit können Sie für sich und uns alle die Frage beantworten ein von niemandem ausgesprochener Befehl “Du musst Töten” mit der Studie zu tun hat.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @ups2009, Michael Klein

        ja, das ist aber auch wirklich eine Schweinerei von uns, unseren Lesern nicht vollumfänglich mitzuteilen, was sie gerne mitgeteilt bekommen hätten!

        Anyway – wer sich für den blog engagieren möchte und bereit ist, dies in seiner Freizeit und unentgeltlich zu tun (so, wie wir es tun) und sich dabei den Maßstäben unterwerfen möchte, die im Grundsatzprogramm skizziert sind (so, wie wir es versuchen,), dem steht es frei, zur Vollumfänglichkeit der Unterrichtung durch unseren blog beizutragen.

        Wie wäre es für den Anfang, wenn Sie, ups2009, eine deutschsprachige Rezension des englischsprachigen Artikels verfassen würden, in der Sie alles thematisieren können, was Sie wichtig am Text (!) finden? Wenn Sie wollen können wir Ihnen den Originaltext schicken, und falls es Ihnen hilft, können Sie sich an den Rezensionen orientieren, die hier auf unserem blog schon bereitgestellt wurden.

  10. gretabloggt says:

    Es wäre in der Tat interessant zu erfahren, ob es eine logische Verbindung gibt. Ich habe derzeit häufig den Eindruck, dass die Emotion weniger in der Sprache als viel mehr in der Unfähigkeit sachlich zu bleiben begründet ist. Wo wir dann beim sozioökonomischen Faktor wären. Zumindest, wenn ich mir die Kommentarspalten so anschaue – von ZEIT bis Bild.

  11. Klaus Borgolte ZA7975 says:

    Es ist traurig, wenn man zu dem Schluss kommt, die deutsche Sprache sei nicht für sachliche Darstellungen geeignet. Ich wohne im Ausland und teile diese Ansicht garnicht.

    Habe kürzlich beobachtet, wie man in einem Strafverfahren in englischer Sprache sich mehr als eine halbe Stunde mit der definition von “I cried” aufhielt. Hatte der Angeklagte nun geweint oder geschrien, was für die Deutung der Tathergangs sehr wichtig war.

    Sachlich richtige Aussagen kann man nur machen, wenn man alle Fakten kennt. Im Leben muss man ja oft schnelle Entscheidungen treffen ohne alle Fakten zu kennen. In dem Fall würde man eine Person opfern, um fünf zu schonen. Pech, wenn man später erfährt, dass die fünf Überlebenden nur tote Puppen warten.

    Also brauche ich für eine sachliche und richtige Aussage Fakten. Was unser tägliches Leben betrifft, so ist es doch so, dass wir von gefälschten Fotos, tendenziösen Meinungen, faschen Behauptungen und politisch korrekter Sprache umgeben sind und es schwer fällt, die Wahrheit zu finden.

    Und Wisenschaftler, na ja, die verteidigen ihren Irrtum auch sehr oft. Geht es doch um ihre Reputation. Was unsere BRD anbelangt, die ist ein Tollhaus. Da würde ich mir eine mutigere geistige Elite wünschen.

  12. Pingback: Die Angst, Dinge beim Namen zu nennen | Kritische Wissenschaft - critical science

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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