Von der Lügenpresse

Da ist es wieder, das Unwort des Jahres.

Vier Germanisten, Linguisten oder Sprachwissenschaftler und ein Journalist haben es bestimmt – in Darmstadt bestimmt (Was für ein Name: Darm-Stadt – ob die Wahl des Bestimmungsortes auf die Qualität dessen schließen lässt, was dort hervorgebracht wird?).

Warum haben die Darm-Städter das Unwort des Jahres bestimmt?

Weil es ein jährliches Ritual ist, das Unwort des Jahres zu bestimmen. Manche Dinge haben eben keinen, über traditionales Handeln hinausgehenden und damit intersubjektiv bestimmbaren Sinn.

Unwort des JahresDas Motiv des traditionalen Handelns ist leichter zu bestimmen, geht es doch darum lehrsam und belehrsam zu wirken, die dummen Wortverwender, die Unworte in ihrem Wortschatz führen, mit der Keule der sprachlichen Rechtschaffenheit zu schlagen, und zwar so lange, bis sie geläutert und ihr Wortschatz von Unworten, also von den Worten, die die Darm-Städter zu Unworten erklärt haben, gereinigt ist.

Das Unwort des Jahres 2014 lautet: Lügenpresse.

Tara!

Und so wird die Wahl begründet:

„Das Wort „Lügenpresse“ war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien. Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen. Dass Mediensprache eines kritischen Blicks bedarf und nicht alles, was in der Presse steht, auch wahr ist, steht außer Zweifel. Mit dem Ausdruck „Lügenpresse“ aber werden Medien pauschal diffamiert, weil sich die große Mehrheit ihrer Vertreter bemüht, der gezielt geschürten Angst vor einer vermeintlichen „Islamisierung des Abendlandes“ eine sachliche Darstellung gesellschaftspolitischer Themen und differenzierte Sichtweisen entgegenzusetzen. Eine solche pauschale Verurteilung verhindert fundierte Medienkritik
und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit, deren akute Bedrohung durch Extremismus gerade in diesen Tagen unübersehbar geworden ist.

Lügenpresse ist also ein Unwort,

  1. weil es bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff war.
  2. weil es den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien diente.
  3. weil es von fiesen Schweinen, die sich als besorgte Bürger maskieren, skandiert wird oder von Trotteln die sich als besorgte Bürger vor den Karren der fiesen Schweine spannen lassen, mitskandiert wird.
    1. Die fiesen Schweine sind fiese Schweine, weil sie wissen, dass Lügenpresse bereits im Ersten Weltkrieg und von den Nationalsozialisten benutzt wurde, und sie das Wort dennoch benutzen.
    2. Die Trottel sind Trottel, weil sie nicht wissen, dass Lügenpresse bereits im Ersten Weltkrieg und von den Nationalsozialisten benutzt wurde, und sie das Wort dennoch benutzen.
  4. weil die pauschale Bezeichnung „Lügenpresse“ eine fundierte Medienkritik verhindert.
  5. weil die pauschale Bezeichnung „Lügenpresse“ eine akute Bedrohung für die Pressefreiheit darstellt.

Diese Begründung muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen, nicht nur weil sie tautologisch ist. Da gibt es also fünf Gestalten in Darm-Stadt, die besorgte Bürger, die „Lügenpresse“ skandieren oder auf Plakaten mit sich tragen, als Trottel bzw. als fiese Schweine klassifizieren. Erstere wissen nicht um die Verwendung von Lügenpresse im Ersten Weltkrieg und durch die Nationalsozialisten, Letztere wissen darum und nutzen Erstere, die Trottel, um das, was außer Ihnen und den meisten Teilnehmern der Demonstration niemand weiß, zu verbreiten, nämlich das Erste-Weltkriegs-Nazi-Wort „Lügenpresse“.

Was sie davon haben, einen Begriff aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu entlehnen, der auch von den Nationalsozialisten gebraucht wurde, ist nicht ganz klar, da die meisten ja Trottel sind und nicht wissen, dass der Begriff in der Zeit des Ersten Weltkriegs schon einmal verwedent wurde und auch die Nationalsozialisten (also alle, oder handelt es sich hier um eine grobe Pauschalisierung der Darm-Städter?) ihn nicht verschmäht haben.

Diese Verwendung eines Begriffes, den die Nationalsozialisten verwendet haben (und der in der Zeit des Ersten Weltkriegs verwendet wurde), diskreditiert die Verwender und beschert ihnen ironische Anführungszeichen als: „besorgte Bürger“, was natürlich meint, dass die besorgten Bürger, nur von sich behaupten, besorgt zu sein, denn tatsächlich sind sie fiese Schweine, die ganz bewusst Begriffe, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs und von den Nationalsozialisten (also von allen) verwendet wurden, verwenden oder Trottel, weil sie Begriffe benutzen, von denen sie nicht wissen, dass sie von den Nationalsozialisten und während der Zeit des Ersten Weltkrieges verwendet wurden.

Und diese Verwendung macht angeblich Medienkritik unmöglich und gefährdet Meinungsfreiheit, so die Darm-Städter. Hier kann man eigentlich nur „Ha“ sagen, denn: Der Begriff „Lügenpresse“ ist Medienkritik, eine ziemlich pauschale, sofern er sich auf alle Medien richtet, eine ganz konkrete, wenn er z.B. die ARD oder andere politisch beeinflussbare öffentliche Sender meint. Wieso es die Meinungsfreiheit gefährden soll, dass jemand seine vielleicht pauschale Meinung (was zu klären wäre) kundtut, er also von seiner Meinungsfreiheit Gebrauch macht, das ist ein Geheimnis, für das die Darm-Städter auch bei langem Nachdenken keine Begründung finden werden, die auch nur ansatzweise mit Logik und Denken vereinbar ist.

Lügenpresse?

Lügenpresse?

Auf die Behauptung, dass es die Freiheit der Presse gefährden soll, wenn der Wahrheitsgehalt der täglich verbreiteten Meldungen geprüft und bewertet wird, ob die Bezeichnung Lügenpresse zu allgemein, nur in Teilen oder gar nicht gerechtfertigt ist, kann nur jemand kommen, der die Prämisse hat, dass Kritik an der Presse, in welcher allgemeinen Form auch immer, sie geäußert wird, an sich schädlich ist.

Das wiederum ist entweder eine Kritikfeindlichkeit, die die Frage aufkommen lässt, was die entsprechenden Kritikfeinde an Universitäten zu suchen haben. Oder es ist Ausdruck eines erhabenen, prätentiösen Elitegefühls, das man vielleicht am besten als Bewusstsein einer sprachlichen Vorhut der Schwallerklasse bezeichnen kann, abermals ist es nicht mit der Position eines Wissenschaftlers an einer Universität zu vereinbaren.

Entsprechend hat man wieder einmal, wie so oft, wenn das Unwort aus Darm-Stadt auf uns niederkommt, das begründete Gefühl, dass hier politische Animositäten, im vorliegenden Fall gegen die Teilnehmer von Pegida Märschen, ausgelebt und als Wahl zum Unwort des Jahres maskiert werden sollen, was vollkommen unnötig ist, denn es ist hinreichend bekann, und zwar auch außerhalb der Lügenpresse, dass die Darm-Städter Wortwächter dem linken politischen Spektrum zuzuordnen sind.

Wäre es nicht Zeit, diesem paternalistischen, manipulativen, arroganten, antidemokratsichen, unsinnigen Unwort-Spuk ein für alle Mal Ende zu setzen?

Über Michael Klein
... concerned with and about science

43 Responses to Von der Lügenpresse

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Von der Lügenpresse | netzlesen.de

  2. Hat dies auf Waffen – Waffenbesitzer – Waffenrecht rebloggt und kommentierte:
    Ich fand die Begründung für die Kürung des Wortes „Lügenpresse“ interessant und teilweise nachvollziehbar, allerdings letztendlich nicht besonders befriedigend. Wesentlich klarer geht ScienceFiles da ran und deren Argumentation benennt das, was mich bei der Begründung von Stephan Hebel massiv gestört hat.

  3. affffengeil :°)
    Na, schaun mer ma:
    https://books.google.com/ngrams/graph?content=L%C3%BCgenpresse&year_start=1840&year_end=2014&corpus=20&smoothing=0&share=&direct_url=t1%3B%2CL%C3%BCgenpresse%3B%2Cc0
    Man sieht möglicherweise die Reaktion auf schon öfter beschriebene Hetze gegen Deutschland zu WK I. Dann sieht man deutlich die von Marschall Ferdinand Foch beschworenen zwanzig Jahre danach. Was war denn da los?
    Weiterhin sind die Jahre 1849, 1866, 1871 und 1887 interessant. Kooomisch, was war denn da los?
    Ich fürchte, da ist was ins Knie gegangen. Könnten das wütende Reaktionen sein? Fragen wir doch mal die unvoreingenommene Geschichtsschreibung, ob da was dran ist. Nicht so einfach, merken wir uns das also für die nächste Unterrichtsstunde. Wahrlich, ein interessantes Wort.

    Carsten

    „Wenn Menschen die Waffen ergreifen, um andere Menschen zu befreien … , dann ist der Kreuzzug heilig und gesegnet. Ich will nicht nach Frieden rufen, solange es in der Welt die Sünde und das Böse gibt.“
    Woodrow Wilson

  4. Chaeremon sagt:

    “ … leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der […] Demokratie …“

    Jetzt ist es endlich ‚raus, nur die Anderen (und „wir“ nicht!) haben Leistungskompetenz zur Gefährdung der Demokratie!

    Denn die richtigen „wir“ haben ja so’n Leistungsschutzrecht (egal was das auch soll, die richtigen „wir“ werden ja schliesslich geschützt, sagt doch schon DAS WORT) /sarc

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  6. DrVanVoid sagt:

    Darmstadt passt doch zu Linksgrün. Ich will aber nicht völlig bösartig dastehen: Ich meine nicht den Enddarm, sondern Blinddarm.

    Ich habe noch nichts davon gelesen, dass das Wort „Lügenpresse“ im ersten Weltkrieg benutzt worden ist und die „Nationalsozialisten“ gibt es auch erst seit 1920. Sie gingen aus der Deutschen Arbeiterpartei hervor, die es im übrigen nur ein Jahr lang gab (1919 – 1920).

    Wer also schreibt:

    „Die Trottel sind Trottel, weil sie nicht wissen, dass Lügenpresse bereits im Ersten Weltkrieg und von den Nationalsozialisten benutzt wurde, und sie das Wort dennoch benutzen“

    muss sich die berechtigte Frage stellen lassen, ob er nicht selbst der Trottel ist. Und wer hat das Trottelwerk verbreitet? Natürlich DIE LÜGENPRESSE😉

  7. DrVanVoid sagt:

    …außerdem wird ein Märthyrer erst durch den Feind unsterblich. Ob sich die „schlauen“ wirklich so klug verhalten haben, das „Unwort“ historisch auf alle Zeit festzupinnen, möchte ich noch bezweifeln. Das Gegenteil dürfte der Fall sein: Der Bekanntheitsgrad wird durch den Schildbürgerstreich von Linksgrün geradezu explodieren.

  8. Das wäre doch die Lösung: einfach alle Wörter, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland und Österreich gesprochen wurden, per Gesetz zu verbieten. Damit wäre die deutsche Sprache so mausetot, wie es sich das Lann nicht zu erträumen gewagt hätte. Nur noch der Buchstabe „x“ ist erlaubt, mit dem dann die Gender-Beglückten in all ihrer „Diversity“ (mit)meinen können wen oder was ihnen gerade vorschwebt.

  9. Pingback: Lügenpresse – Ich bin entsetzt. « p e l z blog

  10. peter sagt:

    Wurde nicht jeder Begriff schon mal von den Nazis verwendet? (wenn man mal von Begriffen absieht, die erst nach den Nazis erfunden wurden)?
    Autobahn, Kinder Ganztagsbetreuung, usw.
    Am besten wir halten die Klappe und glotzen nur Protest.

  11. Kosendey sagt:

    Hat hier jemand „Autobahn“ gerufen? Tja, das habt ihr nun davon… pfui Autobahn… Autoooooobaaahn.😉😀

  12. Florian sagt:

    Nach den Kommentaren zu urteilen sympathisieren fast alle Leser mit pegida und finden Nazivokabular voll in Ordnung.

    Schade, dass das wohl auch für ScienceFiles gilt.

    Wie soll mab euch jemals wieder als seriöse Quelle in Sachen Genderismus nennen?

    • Es ist Ihnen schon aufgefallen, dass zwischen der Überschrift und dem Kommentarbereich noch ein Text steht, in dem argumentiert wird – oder?

    • Florian meine Tropfen sagt:

      Nun lasst mir bitte mal den Florian in Ruhe! Er ist noch nicht so weit, das alles zu verstehen.

      Nicht wahr, Florian, Sie sind doch kein böser oder? Sie verstehen es einfach noch nicht.

      Schauen Sie mal, Florian: wir von den Pegida-Freunden helfen Ihnen sogar, obwohl Sie so garstig zu uns sind. Ich erkläre Ihnen sogar, wie die Presse Sie besch***t. Ein Beispiel nur, es gab voriges Jahr 2014 hundertausende solcher Fälle. Nehmen wir den Waffenstillstand in der Ukraine. Will Poroschenko wirklich Frieden? NEIN, er hat nur keine Panzer mehr. Er hatte nämlich – als er noch Panzer hatte – keine Fahrer, sondern Großmäuler (wie Sie auch eins werden, wenn Sie so weitermachen).



  13. Lügenpresse sollte eigentlich das WORT des Jahres werden …

  14. A.S. sagt:

    Nein, das Unwort des Jahres sollte bleiben. Es ist zu oft eine zu gute Quelle für linke Befindlichkeiten.
    Lügenpresse, Sozialtourismus, Opfer-Abo, betriebsratsverseucht, Herdprämie, Entlassungsproduktivität, Humankapital, Ich-AG, Kollateralschaden, sozialverträgliches Frühableben, Wohlstandsmüll, Rentnerschwemme….
    Das sind einige der Unwörter der letzten Jahre. Eigentlich alles Wörter, die einen Sachverhalt gut treffen, wenn auch manchmal geschmacklos. Und es sind Themen, bei denen Linke i.d.R. treffende Formulierungen meiden wie der Teufel das Weihwasser. Schwierige Themen, bei denen man standardisierte linke Positionen nur beibehalten kann, wenn man unscharf und verschleiernd bleibt. Diese Wörter wurden gewählt, weil sie die Wohlfühlutopien von Linken stören.
    Also, das Unwort soll bleiben. Als linkes Stimmungsbarometer. An dem jetzigen Unwort kann man ja auch ablesen, dass die Linke Angst hat die Meinungsführerschaft zu verlieren wenn die linke „Tendenzpresse“ an Glaubwürdigkeit einbüßt.

  15. DrVanVoid sagt:

    Die Nazis haben vor allem auch das Wort JUDE verwendet, soweit ich mich an den Geschichtsunterricht erinnere. Ob man das in Darmstadt nicht weiß?

    Dieses Wort zum Unwort gemacht hätte – trotz oder gerade wegen der dann eintretenden weltkriegsähnlichen Zuständen – historisch allerdings Sinn gemacht:



    Nein, ich bin kein „Nazi“. Ich habe es einfach nur satt, mich von Leuten wie einen Idioten behandeln zu lassen, deren Intelligenz nicht mal dazu reicht, ein Mindestmaß an Benehmen anderen Menschen gegenüber zu erreichen. Dieselben Menschen, die UNS als ausländerfeindlich beschimpfen sind die, die mit Bomben auf genau diese Ausländer – Frauen – Kinder – alte Menschen – geworfen haben.

    Eigentlich ist die gesamte politische Links-Grün-Szene ein Sumpf an organisierter Kriminalität, die keine Scheu haben, über Leichen zu gehen und andere Menschen (auch oder gerade Ausländer) für eine fixe Idee, die den eigenen Geldbeuten füllt, sterben zu lassen oder mit eigenen Händen oder Anweisungen umzubringen.

    • Die müssen in Dresden Jod- und Fluormangel haben.

      Carsten

      [PEGIDA]
      „Es ist der Aufstand des Steuerpöbels, der es einfach satt hat, wie eine Weihnachtsgans ausgenommen zu werden, während die politisch-mediale Kaste den Wanst sich vollstopft und mit geraubtem Steuergeldern wild um sich schmeißt, sind die eigenen Taschen erst prall gefüllt.“
      Uwe Werler

      • Ralle sagt:

        … man kann das auch, mit Marx und Engels (also urtümlich „links“) beantworten – dies ist die Erhebung des Überbaues über die Basis.
        … Folgerung daraus wäre allerdings für dieses System schrecklich! Es würde bedeuten, das eine Revolution ansteht oder sogar notwenig wäre!
        … aber wenn man alles was „links“ ist und nicht von liberal ( nicht libertär!) und „grün-ökofaschistisch“ untercheiden kann – Schade!!!

        • „In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte notwendige von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen.“

          Marx; Kritik der politischen Ökonomie
          Irgendwie verstehe ich Ihren Kommentar vor dem Hintergrund dieser Definition von Marx nicht…

          • Ralle sagt:

            Entschuldigung ( … und nicht „sorry“) – denken, verstehen und begreifen kann ich niemandem abnehmen!

            … aber schön, das jemand die Schriften von Marx und Engels noch kennt und zitierfähig parat hat! ,-)))

  16. Joe sagt:

    Die Verwendung von „Lügenpresse“ wollen die Möchtegern-Eliten dem Bürger nun verbieten, während sie mit „Islamophobie“, „Verschwörungstheorie“ und anderen Begriffen fragwürdiger Herkunft ständig um sich werfen.

  17. Darm-Stadt Wix-Hausen ist aber nicht das Domizil dieser Sprachverhunzer? Soweit zum Kalauern.

    Ich habe in Erinnerung, dass der Begriff Lügenpresse mit der Berichterstattung der Mainstreammedien zur Ukrainekrise wieder in vieler Munde kam und nicht mit Pegida.

    Und als wären es die Tüpferl zum Ü berichtet das Blog Propagandaschau aktuell von den netten Bildern des Millionenzuges in Paris vom Sonntag. Insbesondere wird gezeigt wie der Zug der Regierungschefs ein paar Straßen abseits in die Bilder des Zuges geschnitten wurden.

    Lügenpresse, Verdummerpresse, Schwindlerpresse, Münchhausenpresse und was sonst noch passt, hier der Link zum Hoax der Woche.

  18. Sven H. Schillings sagt:

    Diese Wahl des Wortes „Lügenpresse“ kommt natürlich unseren Gutmenschen in Politik und Presse gerade recht, um die Bürger im Umfeld der Pegida zu diskreditieren- aber die 5 Darmstädter haben sicherlich frei und unabhängig votiert. Übrigens hatten bereits die Deutschen im 19. Jahrhundert ihre Erfahrungen mit der Presse zum Ausdruck gebracht: das Sprichwort „Lügen wie gedruckt“ kommt bereits aus dem Jahr 1869.

  19. ausgesucht sagt:

    Vorschlag: Unwort des Jahres 2015 —> „Unwort”.

  20. Pingback: Dass man auf die Wahl des Wortes „Lügenpresse“ zum Unwort des Jahres stolz sein kann, begreife ich nicht. | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  21. Marcel Elsener sagt:

    Als Antwort auf Eure (wohl bloss rhetorisch gemeinte) Frage am Schluss des Blogtexts. Nein, es ist nicht an der Zeit, diesem paternalistischen, manipulativen, arroganten, antidemokratsichen, unsinnigen Unwort-Spuk ein für alle Mal Ende zu setzen. Begründung: es ist Teil der Meinungsäusserungsfreiheit, dass die das dürfen.

    Jedoch darf man diese selbstgerechten, neunmalklug daherschwafelnden Herrschaften in Darmstadt der Lächerlichkeit preisgeben und dementsprechend mit Kritik, Spott und Hohn überschütten, denn auch das ist Teil der Meinungsäusserungsfreiheit. Deswegen ein grosses Dankeschön an die Autoren dieses Blogs, dass Ihr das so gekonnt gemacht habt.

    Die vier Linguisten und der eine Journalisten hingegen haben sich einmal mehr gekonnt selbst disqualifiziert, und das darf man denen ruhig um die Ohren hauen. Auch ihnen gilt mein Dank, denn so kann alle Welt sehen, dass sie geistig nicht satisfaktionsfähig sind, was ja eine Art Erkenntnisgewinn für jene darstellt, die geistig satisfaktionsfähig sind.

  22. Mara Cuja sagt:

    Also mal ehrlich: Ich meine im nächsten Jahr sollten die Begriffe „National“ und „Sozial“ Unworte des Jahres werden. Weil in den 1930er Jahren diese Worte vielfach ge- und Mißbraucht wurden und sogar Parteinamen damit „Schmückten“! Wenn das kein Grund ist!
    Außerdem ist hier ja eh alles nationale und soziale abgeschafft, wozu noch so unnütze Worte?
    Schön Abend noch

  23. Peter ohne Wolff sagt:

    Lügenpresse in aller Munde und die Lüge des angeblichen Unwortes als Sahnehäubchen obendrauf. Dazu noch die Lügen über die Demos in Dresden und die Lügen bei dem Versuch diese in eine Ecke zu stellen.

    Dann noch die Lüge über die angebliche Nazinähe. Die haben das fast nicht benutzt, wohl aber der Widerstand

    Die „Sprachkritische Aktion“ erwähnt nicht, dass von „Lügenpresse“ auch auf der linken Seite des historischen Politikspektrums die Rede war. Etwa in illegalen Flugblättern von Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime; Goebbels wurde darin als „Meister der Lügenpresse“ bezeichnet – völlig zu Recht.

    http://www.heise.de/tp/artikel/43/43850/1.html

    Die Journaille und die ganzen Staatsapologeten reiten sich immer weiter in die Sch…. . Ein Umkehr ist nicht zu erwarten.

    Für meine Wenigkeit ist dieses Unwort das Eigentor der Lacher des Jahres. Wie kann man nur so hirnlos sein die Wahrheit als Versuch ihrer Diskreditierung in Form einer Lüge in den Mund zu nehmen? Aber ich konsumiere auch seit 15 Jahren keinerlei Lobotomie TV und erst recht keine Nachrichten, daher fällt mir das noch auf.

    Vielleicht ist es aber genau anders herum und die Lügenpresse hätte sonst die zweifellos vorhanden Zensur (aka Schere im Kopf) nicht überwunden. Dann ist es wahre Kunst und die Wahl genial.

  24. BeFree sagt:

    Sie haben ja in der Sache vollkommen Recht, aber Sie überziehen auch, wo es einfach nicht passt. Darmstadt, man mag die Stadt mögen oder nicht, dort leben oder nicht, wohnen, arbeiten – beim Emanuel Merck oder bei der ESA – an der TH studieren oder gerne Jazz hören, für alles ist sie bekannt. Sie war einmal die Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums und weiß tatsächlich nicht ganz genau woher der/ihr Name stammt. Es gibt jedoch Angebote:
    Die älteste erhaltene Erwähnung der Ansiedlung unter der Bezeichnung Darmundestat stammt aus dem 11. Jahrhundert, mehrere Jahrhunderte nach Gründung der Siedlung. Die Erklärungsversuche zum Ursprung des Namens sind sehr unterschiedlich.
    Dennoch mit dem von Ihnen vermuteten Darm hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun.
    Die Lokalpresse bevorzugt die Erklärung, dass Darmstadt die befestigte Siedlung eines königlichen Wildhübners mit Namen Darimund war.
    Eine andere Deutung sieht den Namen als Ableitung der Begriffe darre für Tor oder Hindernis und mund für Schutz, somit wäre Darmundestat also eine Siedlung an einem befestigten Durchgang.
    Eine weitere Herleitung will die Wortstämme dar für Eiche oder Baum erkennen.
    Wie wollen Sie vom Leder ziehen, wenn die nächste Ihnen zu Recht oder zu Unrecht nicht genehme wissenschaftliche oder unwissenschaftliche Äußerung von drei Menschen aus Schweinfurt …… Schwein-Furt……geäußert würde?
    Was würden Sie aus Katzenelnbogen herausdestillieren bis man Ihnen sagte, der Name ginge auf ein gleichnamiges Adelsgeschlecht zurück? Bleiben Sie doch einfach sachlich, so wie Sie es auch von den Kommentaren erwarten, und bewahren Sie etwas die Contenance, bei aller verständlichen Erregung über die Spinner, hier -innen, und Worthülsensezierer um Frau Nina Janich mit ihrer angeblich unabhängigen, sprachkritischen und offensichtlich unsäglich geltungsbedürfigen Jury in Darmstadt. Ein dümmliches Gurkentrüppchen das mit der Botanisiertrommel durch die Medienlandschaft rennt, um möglichst häßliche Sprachschmetterlinge sprachwissenschaftlich zu fangen. Die Findung des Unwortes des Jahres ist einfach ein Blödsinn per se für eine sog. Wissenschaft, die Mühe hat, ihre Daseinsberechtigung unter Beweis zu stellen, aber Darmstadt kann dafür nichts.
    P.S. Bitte nicht misszuverstehen, ich bin kein Heiner.

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  27. hans sagt:

    Diese Nazis!Haben eine Zeitreisemaschine erfunden um Lügenpresse schon 1841 zu benutzen.



    Schon 1841 wurde das Wort Lügenpresse benutzt und auch Kommunisten,Linke,68er etc benutzten das Wort ohne das es jemanden stört.
    80% der Journalisten sind Linke/Grüne und wissen das ganz genau.Warum reden sie also immer vom Nazi Wort?Sie wissen ganz genau das man mit diesem Wort alles und jeden zerstören kann und kaum einer Widerpsrechen wird aus Angst selber als Nazi bezeichnet zu werden!

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