Die 22%-Intelligenzlücke: Selbst die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen

Eigentlich ist alles ganz einfach.

Unter sonst konstanten Bedingungen (ceteris paribus) gilt:

  • Lohn ist eine Funktion von Arbeit: Wer mehr arbeitet, hat mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Qualifikation: Wer qualifizierter ist, erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Nachfrage: Wessen Tätigkeit mehr nachgefragt wird, der erhält mehr Lohn;
  • Lohn ist eine Funktion von Sonderzahlungen z.B. wegen gefährlicher Tätigkeit, Schichtarbeit, Überstunden uvm: Wer mehr Anlass zu Sonderzahlungen gibt, der erhält mehr Lohn.

So einfach ist das eigentlich.

Bereits Einstein erkannte die Unbegrenztheit der Ressource "Dummheit"

Und dennoch geistert der 22%-Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen wieder durch die Medien. Der 22% Lohnunterschied, der auch “Gender Pay Gap” genannt wird, berücksichtigt keine der Variablen, die oben aufgezählt wurden: weder Arbeitsstunden, noch Qualifikation, noch Arbeitserfahrung, noch Sonderzahlungen noch sonstige Einflussfaktoren auf das Gehalt werden berücksichtigt. Statt dessen wird alles zusammengeworfen und sich darüber gewundert, dass ein Chefarzt mehr verdient als eine Krankenschwester, nein, darüber wird sich nicht gewundert, es wird als Diskriminerung beschrien, als 22%-Diskriminierung.

Dieser kurze Durchlauf durch deutsche Medien soll genügen, um auf das vorzubereiten, was bis zum 20. März auf die Leser der parteiunabhängigen Indoktrinationsblätter hereinbrechen wird. Denn: am 20. März ist Tag der Entgeltgleichheit, ein Tag mit Kultstatus für die Jünger des Gender Pay Gap-Kults, die sich dann wieder versammeln werden, um ihrem Aberglauben zu huldigen und den intelligenten Teil der Bevöllkerung mit der Behauptung zu penetrieren, Frauen würden 22% weniger verdienen als Männer.

Wir haben schon so viel zum Gender Pay Gap geschrieben, dass wir uns fühlen, wie Karl Raimund Popper sich gefühlt haben muss, als er zum 100sten Mal nachgewiesen hat, dass der Induktionsschluss nicht funktioniert (nachzulesen im Neuen Anhang zur Logik der Forschung, Kapitel XVIII). Kein Schluss ist logisch und zwingend genug, als dass ihn minder Intelligente oder solche, die sich einen Vorteil davon versprechen, nicht in Frage stellen würden, und so kommt man irgendwann zu der Erkenntnis, dass Wissen und empirische Belege da scheitern müssen, wo Ideologie und Dummheit herrschen.

Deshalb wollten wir eigentlich nichts mehr schreiben, zum Gender Pay Gap. Es ist alles gesagt. Wer jetzt noch von 22% fabuliert, der will oder kann nicht verstehen.

Dann aber sind wir auf zwei Kleinigkeiten gestoßen:

(1)

In der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, mit der pflichtschuldigst der Rücken vor den politischen Herren des Amtes gebeugt wird, steht Folgendes zu lesen:

“So betrug 2014 der unbereinigte Gender Pay Gap [!sic] in den neuen Ländern 9%, während er im früheren Bundesgebiet bei 23% lag.”

Wie lange die neuen Länder noch neue Länder bleiben, ist eine Frage, die wir hier nur stellen wollen. Nach 25 Jahren kann man sich aber zumindest darauf einigen, dass die neuen Länder nicht mehr ganz taufrisch sind. Wie auch immer, wir ziehen es vor, von Ost- und Westdeutschland zu sprechen. In Ostdeutschland beträgt das unbereinigte Gender Pay Gap demnach 9% gegenüber 23% in Westdeutschland.

Fragt sich eigentlich niemand, warum?

Wo sind die Frauenbewegten, die sich auf die Suche nach der Ursache der größeren Entgeltgleichheit in Ostdeutschland machen?

Vermutlich sind sie zu Hause und mit der Erziehung von erwachsenen Kindern beschäftigt, denn das genau ist eine, wenn nicht die Ursache dafür, dass ostdeutsche Frauen relativ zu ostdeutschen Männern besser verdienen als westdeutsche Frauen relativ zu westdeutschen Männern. Ausgerechnet ein Beitrag aus dem DIW liefert Indizien:

  • In Ostdeutschland ist die Erwerbstätigenquote unter Frauen mit 75,8% (2012) höher als in Westdeutschland (70,6%).
  • Und der “Anteil der vollzeiarbeitenden Mütter ist im Osten doppelt so hoch wie im Westen”.

Anders formuliert: westdeutsche Frauen gehen seltener Arbeiten und klinken sich häufiger mindestens teilweise aus dem Arbeitsmarkt aus, wenn sie einen Vorwand im Form von Nachwuchs gefunden haben als ostdeutsche Frauen. Und dennoch wollen sie denselben Lohn wie Männer oder ostdeutsche Frauen, die 40-Stunden in der Woche arbeiten gehen!

(2)

solar eclipseAm Tag der Engeltgleichheit, an dem die 22%-Lüge wieder endemisch durch Deutschland geistern wird, am 20. März wird es nicht nur den mit Vernunft begabten unter uns reichen, nein, es reicht auch der Sonne. Die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen und wird sich am 20. März im Laufe des Vormittags hinter dem Mond verstecken, um zumindest zeitweise, dem dummen Gezeter, das von Politikern, politischen Aktivisten, Funktionären und sonstigen Günstlingen, die mit dem 22%-Mythos ihr Geld verdienen, kommen wird, zu entgehen. Leider ist diese Maßnahme der Sonne beim Mond nicht populär, der sich nur für knapp zwei Stunden bereit erklärt hat, die Sonne gegen die irdische Dummheit abzuschirmen.

Übrigen, das Life-Expectancy Gap zwischen Männern und Frauen beträgt 6,4%: Ein männliches Leben ist im Durchschnitt um 6,4% kürzer als ein weibliches Leben. Zeit, einen finanziellen Ausgleich für die kürzere Lebenserwartung zu fordern!

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19 Responses to Die 2219-Intelligenzlücke: Selbst die Sonne kann es nicht mehr mit ansehen

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  2. Hebel says:

    Kann man denn nicht die einfache Gesetzmäßigkeit:” Gleicher Lohn für gleiche Leistung” endlich akzeptieren und nicht immer fälschlicherweise “gleichen Lohn für gleiche Arbeit” fordern.

    • SH001 says:

      Wenn sie mal genau hinhören, dann können sie die SED äh. SPD Funktionäre schon von Gleichem Geld für vergleichbare Arbeit reden hören.

  3. kardamom says:

    und deshalb:

    …”wurde nunmehr beschlossen, Ende Oktober einen Equal-Age-Day einzurichten, welcher auf die unterschiedliche Lebenserwartung von Männern und Frauen hinweist.”

    https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2013/10/02/beschlossen-equal-age-day/

    • Peter says:

      Vergebens, denn es steht geschrieben:

      “Gleichheit zwischen den Geschlechtern gilt dort für die Lebenserwartung dann als gegeben, wenn die weibliche Lebenserwartung fünf Jahre höher liegt als die der Männer. Dies wird anscheinend als eine Art natürliche Konstante gesehen, die es den Konstrukteuren des Index erlaubt, Länder, in denen die Lebenserwartung der Frauen nur zum Beispiel vier Jahre höher ist als die der Männer, als diskriminierend gegen Frauen zu werten.” Jens Alber, Soziologe und Forschungsdirektor am Wissenschaftszentrum Berlin in der FAZ-Online am 25. März 2011
      http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~E39BC0FED6D4A4EB38617CB11863E947F~ATpl~Ecommon~Scontent.html (offline)

      Übrigens gibt es für die Ostfrauen noch eine viel spezifischere Erklärung, denn ihr bereinigtes Einkommen ist höher als das des Mannes (sic; Quelle leider verschludert). Simpler Grund: Sie waren (und sind) überproportional in der öffentlichen Verwaltung (Lehrer!) tätig, wurden auf West “umgeklappt”, ggf. verbeamtet, und bekommen nun sehr häufig mehr Geld als ihre handwerklichen Männer.

  4. markus says:

    Maenner arbeiten mehr und sterben eher, damit Frauen gut leben koennen – Das ist das gender gap vom Kopf auf die Fuesse gestellt !

    • Klaus says:

      Männer müssen endlich die Konsequenzen aus diesem Umstand ziehen. Welche Relevanz das hat, zeigt der “methodische Hinweis” des Statistischen Bundesamtes:

      “Mithilfe des unbereinigten Gender Pay Gap wird auch der Teil des Verdienstunterschieds erfasst, der durch schlechtere Zugangschancen von Frauen hinsichtlich bestimmter Berufe oder Karrierestufen verursacht wird, die möglicherweise ebenfalls das Ergebnis benachteiligender Strukturen sind.”

      Während die “benachteiligenden Strukturen” immerhin nur “möglicherweise” ursächlich seien, werden ohne jede Ursachenforschung “schlechtere Zugangschancen” festgestellt. Dass etwa ein freier Wille zur geringen Leistungsbereitschaft beitragen könnte, wird nicht in Betracht gezogen. Wer den Eindruck hat, dass der Raum für eine solche Willensbildung in der Regel von einem Mann geschaffen wird, muss erleben, dass diese Leistung in der gesellschaftlichen Anerkennung komplett unter den Tisch fällt. Ähnlich wie man sich bei Ehescheidungen einseitig mit dem Partner solidarisiert, der seine “Karriere geopfert” hat, und nicht gleichwertig mit jenem, der diese gemeinsame Entscheidung finanziell ermöglicht hat.

      • Ja, das sehe ich genauso. Ich wundere mich nun schon seit Jahren, um nicht zu sagen: Jahrzehnten, darüber, warum Männer nicht ihre Konsequenzen aus diesem Umstand – und vielen anderen real existierenden, für sie nachteiligen Umständen, ziehen.

        Ich verstehe es einfach nicht, und ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Männerschelte und -benachteiligung deshalb so beliebt und überall verbreitet ist, weil Männer unter den derzeitigen Minderheiten zweifellos die duldsamste ist.

        Gab es überhaupt schon einmal eine Demonstration von Männern gegen ihre strukturelle Benachteiligung in Deutschland und anderswo, z.B. gegen die lapidare, gerechtigkeitsverletzende Bemerkung “Frauen werden bei gleicher Eignung bevorzugt”, die es ja nun schon seit langer Zeit gibt und anscheinend für viele Menschen und eben auch (aus unerfindlichen Gründen) Männer wie eine Normalität akzeptiert wird, oder auch nur gegen die Untätigkeit der Bildungspolitik mit Bezug auf die Nachteile ihrer Söhne in der Schule? Gab es Arbeitsniederlegungen bei Müllmännern und Kanalarbeitern, solange nicht eine Frauenquote von 30% verwirklicht ist? Gab es auch nur entsprechende Petitionen?

        Muss man sich wundern, dass man immer weiter und weiter ausgebeutet, beschimpft und benachteiligt wird, wenn man auch angesichts der größten Hämmer nicht tätig wird?

        Möglicherweise ist es unter der Würde so manchen Mannes, sich als ausgebeutet, beschimpft und benachteiligt zu betrachten, und das wäre ja die Voraussetzung dafür, damit anzufangen, sich zu wehren. Eine psychologisch schützende Ignoranz ist aber oft eine die eigenen Lebenschancen stark einschränkende Ingnoranz, denn die Realität bleibt die Realität.

        So gesehen ist es irgendwie verständlich, dass manche Männer zu der Alternative finden, den nicht ausgebeuteten, bevorteilten weißen Mann zu markieren um den Preis, dass sie sich vor den Karren der angeblich armen, ausgebeuteten, benachteiligten Frauen spannen lassen und als feministische oder genderistische Karrieristen unterwegs sind; so kann man sich doppelt gut fühlen: man setzt sich für die armen benachteiligten Opfer (von wem auch immer) ein, und das kann man deshalb trefflich tun, weil man selbst ja keinerlei Notlagen kennt, keine Benachteiligungen, nichts dergleichen. Kurz: man bleibt der tolle Typ gerade dadurch, dass man den Opfer-Weibchen das Wort redet.

        Also, wenn ich ein Mann wäre, dann hätte ich dazu doch etwas (bzw. einiges mehr :-)) zu sagen – und zwar in aller Deutlichkeit …!

  5. A.S. says:

    Als ich das letzte mal in den Nachrichten etwas über das Gender-Pay-Gap gehört habe, wurden Unterschiede mit unterschiedlicher Berufswahl erklärt. Es wurde also indirekt gesagt, dass es sich eigentlich um ein Berufs-Pay-Gap handelt. Aber auf diese Idee ist anscheinend niemand in der betroffenen Redaktion gekommen. Das ginge ja über das Abschreiben von Agenturmeldungen hinaus……..
    In einem Land der Tariflöhne, Besoldungstabellen und Gebührenordnungen für massenhaft Berufe dürfte die Zahl der Leute die von einem potentiellen Gender-Pay-Gap betroffen sein könnten doch eher gering sein. Zumindest habe ich noch von keinem Tarifvertrag gehört, der nach Geschlecht bezahlt. Die Krankenkassen zahlen Ärzte und Ärztinnen auch geschlechtsneutral durch Gebührenordnung und Rezeptzwang an jeder Marktwirtschaft vorbei.
    Wenn es etwas zu thematisieren gäbe, dann wäre es tatsächlich ein mögliches Berufs-Pay-Gap.

    • “In einem Land der Tariflöhne, Besoldungstabellen und Gebührenordnungen für massenhaft Berufe dürfte die Zahl der Leute die von einem potentiellen Gender-Pay-Gap betroffen sein könnten doch eher gering sein. ”

      EXACTLY! Und das gilt in Deutschland schon seit sehr langer Zeit, war also schon so, als irgend ein PR-Mensch in Deutschland den Kampfbegriff “Gender-Pay-Gap” aufgeschnappt und reproduziert hat. Er hatte damals keinen Sinn, er hat heute keinen Sinn – jedenfalls nicht Ländern mit einem stark ge-/verregelten Arbeitsmarkt.

      Die Frage ist: kann man so dumm sein, dass man das nicht versteht, oder ist das einfach Boshaftigkeit Männern gegenüber? Und falls Letzteres der Fall ist, stellt sich die Frage: woher kommt dieser krankhafte Hass gegen Männer (der anscheinend selbst von vielen Männern gezeigt wird)? Normal ist das sicherlich nicht!

  6. Michel Houellebecq says:

    Ach ja, der Zwanzigste naht..! Hätte ich fast vergessen. Auch ich habe mir die Finger schon wund geschrieben zu diesem Thema, mitunter sogar für Tageszeitungen. Zwischen dem bereinigten und unbereinigten GPG liegt mittlerweile, zumindest in der Schweiz, eine Differenz von gut 60 Prozent. Also sind nur noch 40 Prozent auf (zur Zeit) noch unerklärbare Faktoren zurück zu führen. 9 Prozent sind in den gar nicht mehr so taufrischen, neuen Bundesländern zu verzeichnen- wohlgemerkt: Unbereinigt! Also bleiben noch 3,6 Prozent bereinigt übrig. Da drängen sich zweierlei Fragen auf: Wie gross ist die statistische Streuung? Frauen handeln bekanntermassen schlechtere Löhne mit den Arbeitgebern aus, als Männer: Um wieviel schlechter denn genau? Auch das dürfte einen nicht unerheblichen Teil der “unerklärlichen” Differenz ausmachen. Ach ja, noch eine dritte Frage ist mir gerade in den Sinn gekommen: Bis vor Kurzen wurde gar nicht zwischen dem bereinigtem und dem unbereinigtem GPG unterschieden: Da galten die 22 Prozent Differenz noch als in Stein gemeisselt! Gut, dass die Ökonometrie Fortschritte macht! Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis sich auch die verbleibenden 40 Prozent statistisch in Luft (oder Wohlgefallen) auflösen..!

  7. Teardown says:

    Ich muss sagen, ich finde es eher erstaunlich, dass der Gap so gering ist. Nur sieben Prozent!

    Männer knacken doppelt so häufig die 60-Stunden Marke, ab 48 Stunden ein Drittel mehr, dazu deutlich häufiger im Schichtdienst (Alles Überstunden von Vollzeiterwerbstätigen, also voll im Gap eingerechnet)

    Männer pendeln fast ein Fünftel längere Wegstrecken, investieren also mehr unbezahlte Zeit um zu ihrer Arbeitsstelle zu kommen (Voll im Gap eingerechnet)

    Frauen bleiben in jedem Berufsfeld häufiger der Arbeit krankheitsbedingt fern, nicht das Männer unbedingt gesünder wären, sie haben nur eine höhere Toleranzschwelle. Dennoch, der Arbeitgeber bekommt verlässlichere Arbeitsleistung geboten. (Voll im Gap eingerechnet)

    Frauen arbeiten häufiger bei Arbeitgebern, die ihnen eine höhere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der täglichen Arbeitsorganisation ermöglichen, z.B. in den Sozialen Diensten. Der Klassiker ist die Schichtplanung in Einrichtungen stationärer Betreuungen, wo Krankenpfleger die Bereitschaftsdienste in der Nachtschicht oder an Feiertagen übernehmen, während Mütter zu Hause sein dürfen. Das müsste man eigentlich mal monetär bewerten, da durch familienfreundliche Arbeitszeiten Fremdbetreuungskosten eingespart werden können. (Wird voll im Gap eingerechnet)

    Studien zeigen, dass einerseits die Einkommenspfade von Berufseinsteigern von dem ersten Gehalt und der wirtschaftlichen Situation zum Zeitpunkt des Einstiegs abhängig sind, und andererseits das gerade junge Frauen sich keinerlei Gedanken über ihre Gehaltsvorstellungen, über ihren Marktwert machen, und daher tendenziell eher zu wenig verhandeln. Diese Einkommenseinbußen potenzieren sich dann über das Erwerbsleben hinweg. (Wird voll im Gap eingerechnet)

    Die sieben Prozent weniger sind angesichts solcher arbeitsmarktpolitischer Realtiäten eher keine Benachteiligung, sondern bereits ein Indiz für Bevorteilung. Aber das ist leider wie immer zu kompliziert zu kommunizieren, 22 Prozent ist dagegen herrlich einfach….

    • Teardown says:

      Es gibt aus meiner Sicht ->keine<- strukturelle Lohndiskriminierung von Frauen am Arbeitsmarkt.

      Man muss sich doch auch mal das Kalkül des Arbeitgebers überlegen, wenn so etwas rauskäme. Wie hoch wäre der Imageschaden intern bei Mitarbeitern/potenziellen Mitarbeitern und extern bei Kunden? Was ist mit juristischen Folgen, da spart man vielleicht 2-3 Prozent am Jahresgehalt ein, um dann bei Entdeckung hohe Strafzahlungen aufgebrummt zu bekommen. Und bei dem Löwenanteil der wirklich relevanten Unternehmen mit Betriebsrat dürfte so etwas schon mal gänzlich unmöglich sein…

      Das Albert Einstein Zitat passt sehr gut…

  8. lernender says:

    Die Katze ist aus dem Sack..

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/097/1709781.pdf

    “Eine wesentliche Rolle werden sachverständige (!) Personen überneh-
    men müssen, um Informationsdefizite zu beheben. Ihre Einbeziehung wie auch
    die Verpflichtung zur Prüfung der Entgeltsysteme werden Veränderungs-
    prozesse in den Betrieben bzw. Dienststellen und bei den Tarifvertragsparteien
    anstoßen. Es ist nämlich davon auszugehen, dass Entgeltdiskriminierungen
    wegen des Geschlechts nicht immer oder auch nur überwiegend auf bewusster
    und gewollter Rechtsverletzung beruhen, sondern auf Problemen der Bewer-
    tung und Vergleichbarkeit von Tätigkeiten bzw. auf Informationslücken.”

    Klar wo die Reise hingeht – ähnlich wie die ISO 900X Zertifizierung (und wer das mal migemacht hat, weiß was das für ein debiler, grenzenloser Schwachsinn ist) werden die zigtausende KMU`s von Hornscheids Jüngerinnen künftig zwangsbeglückt, denn künftig wird weder eine EU-weite Ausschreibung noch eine innerdeutsche staatliche Ausschreibung an denjenigen vergeben, der das beste Preis/Leistungsverhältnis bietet, sondern an das Unternehmen, das in erster Linie von den völlig korrupten Taugenichtse aus Hornscheids Umfeld ausreichend “beraten” wurde und über die “Beratung” ein Jodeldiplom als Nachweis bei der Ausschreibung einreicht..
    (Nicht zu vergessen, dass die “Beratung” erstmal richtig Kohle kostet, womit die Gegenfinanzierung der Nichtsnutze auch geklärt ist)

    Daß das Thema von den Medien wieder aufgewärmt wird, ist im kriegerischen Sinne als das Haubitzenfeuer des Hinterlandes zu sehen – kurz bevor tausende Studentinnen, mit nix in der Tasche und ideologische Scheiße im Hirn, aufs Schlachtfeld der freien Wirtschaft losgelassen werden – und der Unternehmer hat im Prinzip keine Chance sich zu wehren..

  9. Michael Gäse says:

    Fehler oder Versehen?!
    Wer der Verknüpfung der Destatis Pressemitteilung folgt und sich diese durchliest, sollte auf dem ersten Blick auf folgenden Ungereimtheiten stoßen:

    Zitat: Trotz eines großen Ost-West Unterschieds im unbereinigten Gender
    Pay Gap lag der bereinigte Verdienstunterschied in beiden Regionen auf etwa
    vergleichbarem Niveau (früheres Bundesgebiet: 7; neue Länder: 9%).

    Generell stellt Destatis selber fest, das zweidrittel sich durch unterschiedliche Qualifikationen etc. erklären lassen (bereinigter GAP). Das scheint aber nur für den Westen zu gelten, denn für West werden in der oberen Darstellung 23 Prozent angegeben für Ost 9%. Im Osten gibt es keine Unterschied zwischen un- und bereinigten GAP.

    Die zweite Ungereimtheit ist die Feststellung, dass man selbst nicht genau weis, wo nun der Verdienstunterschied liegt. Man hält es für “möglich”, dass das strukturelle Benachteilungen seien könnten… nichts genaues weiß man, verbreiten tut man jedoch mal so…

  10. Pingback: Gender Pay Gap: Was es alles (nicht) gibt | PTB - PAPSTTREUERBLOG

  11. neuland says:

    Nun ja, der ‘unerklärte Rest’ liegt zwischen 2% bis 8%, je nachdem, welche Statistik man nach welchen Kriterien fälscht:
    http://neuland.mustermann.org/gesellschaft/gender/equal-pay-day.php

    Davon abgesehen möchte ich aber schon ganz gerne auf der Beibehaltung der Meldungen zum GPG bestehen. Ein bisschen Kontinuität muss sein in diesen unruhigen Zeiten, nachdem kürzlich bereits die false flag Operationen mit dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen aufgeflogen sind, einige Experten Zweifel daran äußern, dass die Erde eine Scheibe ist und selbst Angie ein bisschen auf Distanz zu den Amis geht.

  12. martinreads says:

    Mal ausgerechnet:
    22. Januar: Equal Height Day
    29. Januar: Equal Death Day
    10. März: Equal Weight Day

    🙂

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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