The Great Divide? Flüchtlinge, Parteien und Kompetenzen

Kaum ein Thema beherrscht den öffentlichen Diskurs derzeit in der Weise, in der das Thema „Flüchtlinge“ dies tut. „Wir schaffen das.“ „Wir schaffen das nicht.“ „Wir schaffen das …“

Das Thema Flüchtlinge, es findet sich auf der ersten Seite der Tageszeitung. Das Einschalten des Fernsehers erhöht die Wahrscheinlichkeit, mit dem Thema „Flüchtlinge“ in verschiedenen Varianten konfrontiert zu werden. In manchen Städten und Dörfern, die Unterkünfte für Flüchtlinge bereitstellen, prägen Flüchtlinge das Straßenbild. Sie sind Gegenstand von Diskussionen, Gesprächen, von Streit und Argument. Dabei wird sehr viel über Flüchtlinge gesprochen und wenig mit ihnen, wenn überhaupt.

GT fluechtlinge

Und bei all dem, was über Flüchtlinge gesprochen wird, da hat man das Gefühl, die Fragen, die wirklich dringend geklärt werden müssten, die Einstellungen und Haltungen, die in Deutschland gegenüber Flüchtlingen verbreitet sind, sie sind nicht wirklich das, was interessiert.

Nicht einmal in den Standardumfragen zum Thema „Flüchtlinge“ hat man das Gefühl, dass tatsächlich erfragt werden soll, was Befragte zum Thema „Flüchtlinge“ zu sagen haben. Niemand scheint sich bislang dafür zu interessieren, was tatsächlich in der Bevölkerung an Einstellungen gegenüber Flüchtlingen vorhanden ist. Gewünscht ist vielmehr eine ganz bestimmte Einstellung, die entsprechend erfragt wird, ohne die Themen, die wehtun, zu tangieren.

Entsprechend haben wir uns dazu entschlossen, auf SurveyNET eine neue Befragung durchzuführen – Thema: Flüchtlinge. Und weil Flüchtlinge, deren Ankunft in Deutschland, deren Versorgung, die mit ihnen verbundenen Kosten und ihre Integration in die Gesellschaft politische Aufgaben darstellen, von denen Parteien behaupten, sie könnten sie lösen, haben wir gleich noch einen Befragungsteil ergänzt, in dem wir nach den entsprechenden Kompetenzen von Parteien fragen.

Hier ist der Link zu unserer neuen Befragung zum Thema:

Flüchtlinge, Parteien und Kompetenzen

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

 

Über Michael Klein
... concerned with and about science

19 Responses to The Great Divide? Flüchtlinge, Parteien und Kompetenzen

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  2. e-moog sagt:

    Ich nehme zwar war an, dass die „“ um die „Flüchtlinge“ in die Richtung geht, aber wäre eine Begriffsklärung zu Beginn nicht sinnvoll für die Befragung?

    Welche Gruppe derer, die da unregistriert und aus sicheren EU-Ländern über die Grenzen gelassen werden, ist mit „Flüchtlinge gemeint? Alle, oder nur die Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention? Angesichts verschiedener Quellen (z.B. youtube Billy Six) bin ich im Moment der Ansicht, dass nur ein winziger Bruchteil der einströmenden Menschen echte Flüchtlinge sind, die in Menge und Integrationsfähigkeit (sofern sie dauerhaft bleiben wollten) vermutlich nichtmal ein ernsthaftes Problem darstellen würden.

    • rote_pille sagt:

      Ist doch total wurscht ob sie registriert oder unregistriert sind. Was würde es ändern wenn man sie registriert hätte?

      • e-moog sagt:

        ist das ein derailing-versuch? das liegt doch auf der hand!
        warum unterliegen deutsche bürger der meldepflicht?
        niemand weiss wer kommt – wieviel männer, wieviel frauen, wieviel familien, ob familie nachkommt, welche qualifikation die mitbringen, was die hier wollen…
        was macht man wohl mit solchem wissen?!

        • rote_pille sagt:

          Gar nichts. Als ob es am mangelnden Wissen liegt dass Politiker nichts machen.
          Durch diese Registrierung ändert sich absolut nichts an der Zahl der Flüchtlinge, ihrem Benehmen, ihrer Integrationsfähigkeit oder den Leistungen die sie bekommen. Außerdem können die praktisch alles angeben was sie wollen und wer will das Gegenteil nachweisen? Wenn Sie zählen wollen, können Sie es bei der Zuweisung der Unterkünfte oder der Geldausgabe machen.

      • e-moog sagt:

        versuchen sie mit ihrer gleichgültigkeit eine meiner fragen zu bearbeiten/beantworten? oder zielen sie auf etwas ab, das sie nicht niederschreiben können?
        versuchen sie es gern nochmal!

        • Roland sagt:

          Na hoffentlich bringen die Flüchtlinge, also die echten, auch das nötige Beweismaterial mit, sodass eine geordnete bürokratische Erfassung möglich wird. Passierschein 38A wird hier schließlich nicht an jedem Dahergelaufenen ausgehändigt! Wer das nicht leistet, vielleicht weil er ja doch Hals über Kopf aufbrechen musste, ist halt ein unechter Flüchtling.

          Ich bin da auch überfragt. Was macht man denn nun mit dem Wissen, das sich aus der Registration ergibt? Was wird da überhaupt registriert? Etwa ob sich beim Registrierenden um einen echten oder einen unechten Flüchtling handelt? Zu welcher bereits vorhandenen Datenbank korreliert eigentlich die Registration oder wird damit erst eine Datenbank erschaffen? Ich bezweifle doch sehr stark, dass der heilige Akt der Registration so ehrfurchtgebietend sein soll, dass jedermann gar nicht anders kann als wahrheitsgetreue Angaben zu machen. ^^

        • rote_pille sagt:

          Ich versuche Ihnen nur klar zu machen, dass es keinen Sinn macht da noch irgendwelche künstlichen Unterschiede einzuführen. Für die Praxis spielen die keine Rolle.

  3. gartnercomms sagt:

    Das sehe ich ähnlich. Habe die Umfrage begonnen, aber wieder abgebrochen, weil die Antworten für echte Flüchtlinge einerseits und die Großzahl der Wirtschaftsmigranten andererseits sehr unterschiedlich ausfallen würden. Vielleicht ist das Teil des Untersuchungsdesigns? Andernfalls würde ich auch eine Differenzierung vorschlagen – denn die (mittlerweile völlig kritiklos von pratisch allen Beteiligten akzeptierte) pauschale Bezeichnung der wandernden (invadierenden?) Völkermassen als „Flüchtlinge“, vulgo schutzbedürftige, nahezu sakrosankte Wesen, ja einen wesentlichen Pfeiler der politischen Desinformationsstrategie darstellt. Von der noch feineren Differnzierung hinsichtlich „Asylsuchender“ im eigentlichen Sinne ganz zu schweigen…

  4. Plan B sagt:

    Beim Anklicken erscheint:
    VIEW TEMPORARY SITE

    Irgendwer eine Ahnung? Brause mit Safari 5.0.

  5. seinswandel sagt:

    Einige Rückfragen zum Fragebogen:
    Was ist „gesellschaftliches Wachstum“?
    Wie kommen Sie darauf, dass Arbeitslose zur Aufnahme einer Arbeitsstelle motiviert werden müssen?
    Was ist ein gutes Leben?
    Ist (extremer) Reichtum das Ergebnis von Fleiß?
    Die Formulierung „Wohlstand ist das Ergebnis von Glück“ fand ich irritierend. War möglicherweise gemeint, ob aus Wohlstand Glück folgt?

    • Wie, Sie haben keine Vorstellung davon, was gesellschaftliches Wachstum ist?
      Wie kommen Sie darauf, dass man Arbeitslose nicht zur Aufnahme einer Arbeitsstelle motivieren muss? Arbeiten Sie umsonst?
      Wissen Sie auch nicht, was ein gutes Leben ist.
      Generell: Zerbrechen Sie sich nicht unseren Kopf. Wir haben eine Messintention und hoffen, mit unseren Fragen genau das messen zu können, was wir messen wollen.

  6. Mir geht es ähnlich, die Fragen sind nicht konkret genug.

    Beispiel:
    Flüchtlinge zerstören die deutsche Kultur

    Flüchtlinge haben nicht die Macht zu solch einer Veränderung, würde der Staat unsere Werte hoch und die Gewaltenteilung einhalten. Also nicht die Flüchtlinge zerstören unsere Kultur, sondern die politische Agenda im Hintergrund, die nicht nur gewähren lässt, sondern dies vielmehr forciert!

    Die korrekte Antwort wäre also Nein.

  7. waldbaer sagt:

    Ich muß ehrlich sagen, ich habe mich auch ein bißchen an Radio Jerewan erinnert gefühlt: „Im Prinzip ja, bzw. [Option], aber..“..
    Ich habe dann das Nachdenken eingestellt, und einfach mal durchgeklickt.
    Ich hoffe, das war im Interesse der Umfrage. *g*
    https://de.wikipedia.org/wiki/Radio_Jerewan

  8. Pingback: Flüchtlinge?! | ScienceFiles

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