BREXIT-Idiotien aus Deutschland: Die Alten verbauen den Jungen die Zukunft

„Die Alten sorgen dafür, dass die Jungen keine Zukunft haben“, so twittert die Heinrich-Böll-Stiftung mit Blick auf das BREXIT-Referendum, jene Stiftung, die dafür sorgt, dass viele Alte wenig Rente haben, weil rund 50 Millionen Euro pro Jahr aus Steuermitteln zum Unterhalt der Heinrich-Böll-Stiftung bereit gestellt werden.

Der alte Mann aus dem gleichnamigen Blog hat uns wie eine Reihe anderer Leser auf die neue Idiotie, die im Zusammenhang mit dem BREXIT durch den deutschen Medienwald getrieben wird, aufmerksam gemacht.

Deutschland wird langsam zum Land der Fehlschlüsse. Dieses Mal wird der genetische Fehlschluss salonfähig gemacht. Offensichtlich ist man bei der Heinrich-Böll-Stiftung der Meinung, dass Alte eine Verpflichtung hätten, nicht ihre, sondern die Interessen von Jungen zu vertreten, was nur auf der Prämisse basieren kann, dass Junge und ihre Stimmen bei Wahlen, mehr Wert haben, als Alte und Ihre Stimmen. Eigentlich sind wir hier schon am Ende, denn in einer Demokratie ist das ausgeschlossen.

Um noch den letzten Zweifel an der Unhaltbarkeit von Schlagzeilen, wie der in der Alpenprawda auszuräumen, hier der Werdegang der neuesten Phantasie in BREXIT. Es beginnt mit Daten von Lord Ashcroft, einem Umfrageinstitut, das eine Exit-Poll-Befragung durchgeführt hat, von der man allerdings nicht weiß, wo sie durchgeführt wurde und zu welchen Roh-Ergebnissen sie geführt hat. Alles, was man weiß ist, dass letztlich gewichtete Ergebnisse präsentiert werden, dass die Rohdaten also manipuliert wurden, um genau die Verteilung von rund 52% Leave und 48% Remain zu erhalten, die auch beim tatsächlichen Referendum herausgekommen ist.

Lord Ashcroft Polls

Lord Ashcrofts Daten zeigen, dass mit zunehmendem Alter der Anteil derjenigen steigt, die für den BREXIT gestimmt haben: 73% der 18 bis 24jährigen haben demnach für einen Verbleib in der EU gestimmt, gegenüber 40% der über 65jährigen.

Nun ist eigentlich nicht viel Intelligenz notwendig, um zu sehen, dass man es hier mit Anteilen zu tun hat, während die Behauptung, die Alten hätten den Jungen die Zukunft gestohlen, die die von Steuerzahlern finanzierten politischen Aktivisten aus der HB-Stiftung in die Welt posaunen, Aussagen über die Anzahl derjenigen, die für Leave gestimmt haben, macht: Mehr Alte als Junge haben für Leave gestimmt, deshalb haben die Alten den Jungen die Zukunft gestohlen (zur Zukunft der Jungen äußern wir uns in einem anderen Post).

Um die Aussage, die die HB-Stiftung und die Alpenprawda hier so vollmundig treffen, prüfen zu können, benötigt man offensichtlich die Wahlbeteiligung der einzelnen Altersgruppen, um ausgehend von diesem Anteil die tatsächliche Zahl der Befürworter bzw. Gegner eines BREXIT berechnen zu können. Das ist dann auch das Anliegen, das den alten Mann zu uns geführt hat: “Habt Ihr Daten zur Wahlbeteiligung oder wisst Ihr wo es Daten gibt?”, so seine Frage.

Wir wissen, wo es Daten gibt. Es gibt Daten bei Sky-Data. Die sind ebenso verschwiegen, wenn es darum geht, die Herkunft ihrer Daten zu offenbaren, wie Lord Ashcroft Poll. Glaubt man dem einen, dann gibt es daher keinen Grund, den anderen nicht auch zu glauben.

 

Die Wahlbeteiligung bei 18-24jährigen sie liegt mit 36% deutlich unter der Wahlbeteiligung der über 65jährigen, die bei 83% liegt. Dass die Daten von Sky-Data reliabel sind, legen Analysen der Financial Times nahe, die auf Grundlage von ökologischen Regressionen zeigen, dass mit einem zunehmenden Anteil von Alten die Wahlbeteiligung in einem Wahlkreis steigt.

Auf Basis der Daten von Sky-Data kann man nun zeigen, dass die Aussage, die Alten hätten den Jungen die Zukunft gestohlen, falsch ist.

Ignorieren wir zum Zwecke einer einfachen Darstellung, die auch von Minderbemittelten nachvollzogen werden können sollte, Unterschiede in der Mengenverteilung. Gehen wir also davon aus, es gibt genau so viele Junge wie Alte und beschränken wir die Analyse auf diejenigen, die Remain gewählt haben, dann ergibt sich die folgende Ausgangsposition:

Altersklasse Anteil Remain Wähler Anzahl Wähler Anzahl Remain-Wähler
18-24 73% 100.000 73.000
25-34 62% 100.000 62.000
35-44 52% 100.000 52.000
45-54 44% 100.000 44.000
55-64 43% 100.000 43.000
65+ 40% 100.000 40.000

Nun unterscheiden sich die Altersklassen, wie wir oben gezeigt haben, im Hinblick auf den jeweiligen Anteil derjenigen, die sich am Referendum beteiligt haben. Wir haben deshalb in der nächsten Tabelle, die entsprechende Wahlbeteiligung berücksichtigt.

Altersklasse Anteil Remain-Wähler Anzahl Remain Wähler Wahlbeteiligung Tatsächliche Remain-Wähler
18-24 73% 73.000 36% 26.280
25-34 62% 62.000 58% 35.960
35-44 52% 52.000 72% 37.440
45-54 44% 44.000 75% 33.000
55-64 43% 43.000 81% 34.830
65+ 40% 40.000 83% 33.200

Tatsächlich haben in jeder Altersklasse mehr Wähler für Remain gestimmt als in der Altersklasse der 18- bis 24jährigen, um die nun das größte Geschrei gemacht wird. Insbesondere haben mehr Alte als Junge für einen Verbleib in der EU gestimmt. Diejenigen, die nun benutzt werden, um eine EU-Zukunftserzählung zu spinnen, sie sind auch diehjenigen, die mit weitem Abstand das geringste Interesse am Refrendum über einen Verbleib in der EU hatten.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass unsere Analyse auf der Annahme basiert, dass alle Altersklassen die selbe Anzahl von Mitgliedern aufweisen: Das ist natürlich nicht so. Es gibt mehr Alte als Junge, auch im Vereinigten Königreich und entsprechend unterschätzen unsere Ergebnisse das tatsächliche Ausmaß, in dem mehr Alte für Remain gestimmt haben als Junge.

Die entsprechenden Schlagzeilen offenbaren eine erschreckende Unfähigkeit im Umgang mit Prozentwerten und sie offenbaren eine ideologisch bedingte Stupidität. Solange dieser Stupidität nicht durch eine vernünftige Ausbildung Abhilfe geschaffen wird, oder die Auswahl von Journalisten auf Fähigkeiten und Kompetenzen basiert wird, müssen sich die Pressevertreter nicht wundern, dass sie insgesamt als Lügenpresse bezeichnet werden.

Mehr vom Alten Mann und zum Thema BREXIT gibt es hier und hier.


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45 Responses to BREXIT-Idiotien aus Deutschland: Die Alten verbauen den Jungen die Zukunft

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  2. corvusalbusberlin says:

    “Die Alten sorgen dafür, dass die Jungen keine Zukunft haben.”

    Die Jungen verbauen sich ihre Zukunft selber, indem sie sich manipulieren lassen und das nicht einem mehr mitkriegen – zum mindestens der größte Teil.

    Es ist zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre, dass die völlige Verblödung auf dem Vormarsch ist.

  3. Roland Winkhart says:

    Auch die angehenden Börsenverluste durch den Brexit sind wohl arg weit hergeholt:
    Die Medien skandalisieren den Brexit
    http://www.prabelsblog.de/2016/06/die-medien-skandalisieren-den-brexit/

    Unglaublich, was für eine Schmierenkomöde zur Zeit abgeht.

  4. Robert Fenßel says:

    Die Schlagzeile und Aussage trifft folgenden Kern:
    Die Erfüllung des Tatbestandes der Volksverhetzung in Reinkultur.
    Die Bestätigung der Erfahrung der sogenannten Alten:
    Das akademisierte und zunehmend verantwortungslose Jungvolk verblödet im Zeitraffer,
    und es gibt kein Thema tagtäglich, wo es nicht bewiesen wird.

    • corvusalbusberlin says:

      “Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit übertrifft. Auf der Welt wird es nur noch eine Generation aus Idioten geben.
      (Albert Schweizer)
      Wir sind längst auf dem Wege der totalen Verblödung und der Vormarsch ist bewusst geplant Dank EU und deren verwandtschaftlichen Sesselfurzern – der Wirtschaft, den Politikern und den Medien.

  5. alte Regeln neu anwenden says:

    Wieder einmal werden die Jungen auf die Alten gehetzt. Die Gesellschaft immer mehr spalten damit die künftigen Diktatoren des Raubtierkapitalismus so richtig absahnen können.

    • Was hat das mit Raubtierkapitalismus zu tun? Ich wünschte, Sie würden hier nicht Sprachblasen verbreiten.

      • vogelflug says:

        Ich mische mich mal ungfragt ein:

        Ich denke auch, dass das nicht zwingend etwas mit (Raubtier- oder gar Herbivoren-Kapitalismus) zu tun hat, diesem bzw. dessen Vertretern aber dennoch nützlich sein KANN.

        Wo ich Ihnen (alte Regeln neu anwenden) Recht gebe, ist diese von den Medien (scheinbar oder vermeintlich mit / ohne Vorsatz?) herbeigeführte, versuchte Spaltung, egal worum es geht. Das eigentliche Problem wird nicht diskutiert, aber schnell eine Gruppe für alles verantwortlich gemacht.
        Bsp.: “Euro-Krise”
        Der Aussage:
        “Die Deutschen wollen uns arme Griechen ausnehmen; Merkel = Hitler!” in griechischen Qualitätsmedien wird
        “Die faulen Griechen gehen mit 13 in Rente!” in deutschen Qualitätsmedien gegenübergestellt, Klischees bedient (Deutsche = arrogante Herrenmenschen, Griechen = faule Südländer) und Stimmung erzeugt.
        Am Ende stehen Griechen und Deutsche sich (bei mangelnder Reflexion) feindlich gegenüber…und der lachende Dritte freut sich seines Seins (Deutsche Großbanken als Gläubiger des griechischen Staates bspw…).

        Mittlerweile frage ich mich daher bei Zeitungsartikeln oft “Wem könnte dieser Artikel nutzen?”, da, wie wir hier gesehen haben, bewusst (?!) aus Zahlen polarisierende Aussagen und Pauschalisierungen konstruiert werden, was ja wohl nicht “aus Versehen” geschieht.
        Mag sein, dass es nur darum geht polarisierende Aussagen zu treffen, um durch dieses Sensationsgeheische Verkäufe zu generieren, mag aber auch sein, dass manchmal mehr dahintersteckt.

        • alte Regeln neu anwenden says:

          @vogelflug
          Die Spaltung der Gesellschaft kann natürlich viele Ziele dienen. So wird die Spaltung im Sozialismus benutzt um eine Ideologie an der Macht zu halten. Was bisher nicht so recht geklappt hat, wie die Geschichte bewiesen hat.
          Aber im Kapitalismus ist die Gewinnmaximierung das Endziel allen produktiven Tuns, das wird fast immer durch die Ausbeutung des Menschen gemacht und wenn da nichts mehr zu holen ist werden Automaten eingesetzt. Somit sind alle die dabei mitwirken daran interessiert die Gesellschaft zu spalten um zum Hauptziel, der Gewinnmaximierung, zu kommen und so wenig wie möglich in soziale Strukturen zu stecken. Ob man nun dazu Raubtierkapitalismus oder Monopolkapitalismus oder andere Verbindungen aus anderen Bereichen damit verbindet, läuft immer darauf hinaus das immer welche nicht wissen wie sie das einordnen sollen, weil sie das Endziel nicht im Auge behalten.

          • rote_pille says:

            Was haben Sie gegen Gewinnmaximierung? Auch normale Lohnempfänger werden dahin gehen wo sie den größten Lohn bezahlt bekommen, weil sie ihren Gewinn maximieren. Beuten sie deshalb andere aus?

            • alte Regeln neu anwenden says:

              @rote_pille
              Gewinn ist nicht gleich maximaler Lohn.
              Entschuldigung das betriebswirtschaftliche Begriffe richtig verwende.

              • rote_pille says:

                Es macht für die Aussage keinen Unterschied. Manche verdienen ihr Einkommen durch den Verkauf von Produkten, andere verkaufen ihre Arbeitskraft. Und? Beide wollen maximal verdienen.

                • alte Regeln neu anwenden says:

                  @rote_pille
                  Mal, siehe Link,nachlesen, sonst müßte ich hier Ihnen eine Bilanz erklären, um den Unterschied zwischen Gewinn und Lohn rauszuarbeiten, denn weiter mit allgemeinen Begriffen zu argumentieren bringt nicht viel.

                  https://kvfg.net/blogs/gemeinschaftskunde/?p=915

                  • rote_pille says:

                    Marx ist schon lange widerlegt, spätestens seitdem es dieses schöne Buch hier gibt:
                    http://docs.mises.de/Mises/Mises_Gemeinwirtschaft.pdf
                    Wie gesagt, alle Menschen maximieren ihr Einkommen und daran ist nichts verwerflich.

                    • alte Regeln neu anwenden says:

                      Wer die Produktionsmittel besitzt und die Macht hat ist in der Lage sein Einkommen am größten zu maximieren.
                      Sie haben natürlich auf der Seite nur das Wort Marx gelesen und nicht verstanden das da auch versucht wird zu erklären wie Mehrwert entsteht und deren Verteilung. Es profitiert natürlich auch der Staat am Mehrwert in Form der Ust gleich Mehrwertsteuer die Ihnen bei jedem Einkauf abgeknöpft wird. Einiges was Marx gesagt hat heißt jetzt bloß andes. Das ist mit allen Therien so, man definiert die Begriffe einfach anders bringt die in einem anderen Zusammenhang und schon sind sie widerlegt.
                      Die Struktur der Bilanz ist das was die wirklichen Verhältnisse wiedergibt zu dem Zeitpunkt der Erstellung und ist ein Wiedergabe der Verteilung der finanziellen Mittel. Da können sich noch so viele Theoretiker daran abarbeiten die gesellschaftlichen Verhältnisse werden durch die Verteilung der finanziellen Mittel und der Art und weise wie sie verteilt werden bestimmt.

                    • rote_pille says:

                      Mit “Marx” ist alles gesagt, weil nichts, was in Ihrem Artikel steht, auch nur im Geringsten von Marx abweicht. Wenn Sie das nicht erkennen, dann googeln Sie nach Marx. Oder noch besser: lesen Sie das Buch in meinem Link, sonst bleiben Ihre volkswirtschaftlichen Kenntnisse für immer auf dem Stand des vorletzten Jahrhunderts, in dem sie selbstverständlich auch falsch waren. Ich für meinen Teil weiß, was seine Mehrwerttheorie aussagt. Es stimmt nicht, weil seine Werttheorie verkorkst ist.

                    • alte Regeln neu anwenden says:

                      Ich weiß wie in der Wirklichkeit der Mehrwert entsteht und wie die Mehrwertsteuer jeden Monat errechnet wird, aber Sie haben nicht den blassisten Schimmer von Betriebswirtschaft sondern bewegen sich in den abstrusensten Theorien und alle die Begriffe von Marx verwenden sind noch lange keine Marxisten. Aus und Ende.

                    • rote_pille says:

                      Sie verwenden die gleichen Begriffe und kommen zu den gleichen Schlussfolgerungen wie Marx. Aber gut von mir aus, ich nenne Sie von jetzt an “Murxisten” wenn Sie Marx nicht mögen. Dass sich der Begriff “Mehrwert” eingebürgert hat und sogar eine Steuer nach ihm benannt wurde, heißt nicht, dass die volkswirtschaftliche Mehrwerttheorie, wegen der Marxisten und Murxisten die Existenz einer systematischen Ausbeutung postulieren, gültig ist.

                      Sehen Sie sich das an, dann werden Sie wissen wo der Wert herkommt: https://www.youtube.com/watch?v=XytgC-exEBs

                • alte Regeln neu anwenden says:

                  Noch eine kleine Ergänzung. Wer allgemeine Begriffe bei der Argumentation verwendet ohne fachbezogenen Bezug trägt auch zur Spaltung der Gesellschaft bei, weil dann jeder der der das hört oder liest seine eigene Interpretation dabei erstellt. Ganz besonders beherrschen Politiker diese Argumentationsweise und andere Meinungsmacher. Schlagwörter ohne Fachbezug sind eigentlich nur Worthülsen die der Manipulation dienen.

                  • rote_pille says:

                    Sie sollten vielleicht ein wenig Selbstreflexion betreiben. Dann würden Sie bemerken, dass Ihr Marxismus mit seinen Klassen, die im Grunde Kasten sind (“unüberwinliche Klassengegensätze” … ) perfekt dazu geeignet ist, um die Gesellschaft zu spalten, viel mehr als meine einmalige laxe Benutzung von Begriffen in irgendeinem Kommentar.
                    Selbst wenn Sie Gewinne nur als die Gewinne der Kapitalisten definieren, dann haben Sie Unrecht, denn der Kapitalismus hat nicht das Ziel, diese Gewinne zu maximieren – er hat überhaupt gar kein Ziel. Nur Menschen können Ziele setzen und verfolgen. Die Kapitalisten versuchen im Kapitalismus ihren Gewinn genauso zu maximieren wie Arbeiter ihren Lohn, und wenn man die Arbeitswerttheorie erst einmal als falsch erkannt hat, was sie ist, dann wird man da auch keine Ausbeutung feststellen können.

                    • alte Regeln neu anwenden sagt: says:

                      @rote_pille

                      “viel mehr als meine einmalige laxe Benutzung von Begriffen in irgendeinem Kommentar.”
                      Da Sie die Anwendung von Begriffen in laxiger Form bei einer Diskussion benutzen, ist für mich die Diskussion erledigt. Ich benutze mal gern karikierende Schlagwörter aber bei einer Diskussion möchte man sich doch wohl auf die richtige Anwendung von Begriffen verlassen können. An sonsten finde ich bei Ihrer Argumentation keinen roten Faden der auf eine sinnvolle Ideologie schließen läßt.

          • corvusalbusberlin says:

            Um ein gutes Gewissen zu behalten, würde ich einen 1 Euro Job annehmen.

  6. normalo says:

    Die Heinrich-Böll-Stiftung und die Junge Generation glauben das die gebratenen Spatzen an den Bäumen hängen. Man muss sich doch nur mal die Antifa Jugend bei Demos anschauen(das sind mittlerweile schon viele). Wer hat von denen schon was dem Staat geleistet? Ganz ganz wenige, dass bin ich mir sicher. Aber Menschen mit Lebenserfahrung wiedersprechen. Da sind sie Spitze.

  7. Blondinchen says:

    Diese Aussage bestätigt eindrucksvoll, in welch einem verhängnisvollen Ausmaß die junge Generation ideologisch verzogen und somit für Manipulationen empfänglich gemacht wurde. Die meisten von ihnen sind lebensuntüchtig, ihnen fehlt schlichtweg der gesunde Menschenverstand, um Situationen und die Folgen ihres Handels richtig einzuschätzen. Wir haben diesem Treiben viel zu lange untätig zugeschaut und zugelassen, dass zunehmend ein Keil zwischen die Generationen getrieben wurde. Es wird Zeit für eine Rolle rückwärts, sonst verbaut sich die junge Generation ihre Zukunft selbst und merkt es noch nicht einmal.

  8. BRCS says:

    Dass so wenige Jugendliche wählen gegangensind, zeugt doch von ihrer Verantwortungslosigkeit! Es ist schon ganz richtig so, dass Lebenserfahrung und Lebensweisheit den Sieg eingefahren haben!

  9. Harry says:

    Tja. Alter schützt vor Torheit nicht. Aber zum Glück lernen viele mit der Anzahl der Lebensjahre offenbar doch dazu.
    Immer wieder erschütternd und widerlich zu sehen, wie sich ein paar Dep pen, höchstens anfangs zwanzig, nach einer Handy Nachricht vollkommen ahnungslos von der Materie zu irgendeiner Demo aufmachen, wo sie im Prinzip sowieso nur Party machen wollen. Und dann noch anderen vorwerfen was sie selber sind bzw. machen.
    Jetzt haben sie wieder einen Sündenbock, sollten sie dank ihrer angelernten Unwissendheit (Schule&Studium) keine gescheite Arbeit bekommen …..

    • corvusalbusberlin says:

      Und es macht mir Angst und Bange, wenn diese Deppen eimal in “Führungspositionen” – gleich welcher Couleur aufsteigen sollten.

      All zuviel werde ich davon nicht mehr mitbekommen, denn ich bin 79 Jahre alt.

      Zu diesem Thema kann ich das Buch : “Menschenschinder oder Manager – Psychopathen bei der Arbeit” von Paul Babiak und Rober D. Hare – enpfehlen,
      ebenso auch: “Wahnsinn der Normalität” von Arno Gruen

  10. martin says:

    Was ist das für eine super manipulierte “Umfrage”? Genauso viele Männer wie Frauen haben für den Austritt gestimmt? Es dürfte jeden der ein bischen Hausverstand hat klar sein das Frauen mit Sicherheit gegen den Brexit gestimmt haben. Schon alleine weil sie immer die vermeindliche Sicheheit wählen und bei der Angstpropaganda im Vorfeld, bis hin zum vermeindlichen Attentat auf das zarte Fräulein. Wem das alles nix sagt, sollte sich die Bilder zu den “unfair nochmal wählen”-Jammer-Artikeln der Mainstream-Journalie ansehen, 90% Frauen mit billigen Schildern auf welchen noch billigere Sprüche stehen.

    • In Deutschland vielleicht …

      • corvusalbusberlin says:

        “Es dürfte jeden der ein bischen Hausverstand hat klar sein das Frauen mit Sicherheit gegen den Brexit gestimmt haben. Schon alleine weil sie immer die vermeindliche Sicherheit wählen…. ”

        Ihre Behauptung kann ich nur mit bodenloser Frechheit bezeichnen.

        mit der Rechtschreibung scheinen Sie zudem gewaltig auf Kriegsfuss zu stehen.

        Ich kann nur hoffen, dass Herr Klein und viele andere zu Ihrem Kommentar Stellung beziehen.

        • vogelflug says:

          Ich stimme der Aussage auch nur sehr bedingt zu, aber:
          Warum beziehen Sie nicht selbst Stellung zu der Aussage?

          Mehr als “bodenlose Frechheit” und eine kleine Einschätzung der Rechschreibkompetenz konnten Sie auch nicht bieten…

          Wie gesagt, die Aussage ist definitiv mehr als streitbar (in meinen Augen), aber was ist denn nun Ihre genaue Haltung dazu?

          • corvusalbusberlin says:

            Meine Haltung ist, das Frauen inzwischen genauso viel leisten wie Männer und sie inzwischen auch denken gelernt haben. Es gibt sogar eine Menge Frauen, die weitaus mehr leisten als die meisten Männer.

            Ja und wenn die Ehe schief geht, das passier immer häufiger, habe ich gehört, darf die Frau auch noch die alleinige “Aufzucht”gewährleisten. (war einmal ein Ausdruck von Frau Dr. Diefenbach, wenn ich nicht irre).

            Sie dürfen sicher sein, dass ich weiss, wovon ich rede. Ich habe zwei Kinder erzogen und war mein Leben lang berufstätig.
            Und damals waren die Zeiten mit den heutigen verglichen , noch das reinste Zuckerschlecken.

            Und dann soll es ja auch passieren, dass Die Herren der Schöpfung sich aus der Verantwortung stehlen und nicht einmal das gesetzliche Kindergeld zahlen.
            Bis das dann eingetrieben ist, “zahlt das Amt. ”

            Und das sind nicht immer die Väter, die es nicht zahlen könnten.

            So, jetzt reicht es. Alles andere – wie Zahlen et cetera ….können Sie sich runterlasen.
            Meinetwegen auch was anderes.
            Lassen Sie sich den “Spaß ” nicht verderben.

            Wenn ich noch mal auf die Welt kommen sollte, dann sicher nicht als Frau.

            • corvusalbusberlin says:

              Über Flüchtigkeitsfehler kann ich immer hinwegsehen. Aber den Unterschied merkt man ja wohl.

            • Heike Diefenbach says:

              Wir sollten hier, glaube ich, weder die eine noch die andere Seite (und die ensprechenden Lebenserfahrungen) verallgemeinern, denn es geht hier nicht um die subjektiven oder persönlichen Eindrücke oder Erfahrungen von Martin, corvusalbusberlin oder mir oder wem auch immer.

              Auf Martins Seite stehen die Überlegungen und Beobachtungen, die schon Horkheimer angestellt/gemacht hat und die sich in seinen soziologischen Arbeiten über die Familie – in ihrem Verhältnis zum System, wenn man so sagen möchte – niedergeschlagen haben. Das waren und sind m.E. wichtige Überlegungen und Beobachtungen gewesen, denn Familie wird wie jede andere soziale Gruppe oder Institution im Interesse des Establishments geformt und beeinflusst.

              Ich denke, dass Horkheimer mit seinen Betrachtungen sehr weitgehend Recht hatte.

              Die Frage ist nun, ob Horkheimer auch heute noch Recht hätte, und dies ist eine empirische Frage, was auf der Seite von corvusalbusberlin anzuführen wäre.

              Leider gibt es derzeit in Deutschland keine Familiensoziologie, die sich für Daten und Fakten, so wie sie sind, interessieren würde (sie interessiert sich derzeit weit überwiegend dafür, ob politische Ziele des Establishment auch hinreichend erreicht wurden oder nicht), weshalb wir z.B. über die Häufigkeit und die Gründe von Nicht-Zahlungen von Unterhalt sehr wenig bis nichts wissen.

              Allein dieses Wissen würde uns aber in dieser Diskussion weiterbringen.

              Für das Vereinigte Königreich kann ich festhalten, dass es, wie soll ich sagen, diese Frauen, die professionell Frauen und sonst nichts sind, kaum gibt. Frauen tun hier alles Mögliche ganz selbstverständlich und nehmen es ganz selbstverstänlich auf die eigene Kappe, und die Männer-sind-so-und-machen-dieses-und-Frauen-sind-so-und-machen-jenese-Rhetorik ist hier eher unbeliebt. Die Briten sind halt ein indvidualistisches (!) Völkchen.

              Insofern war für das VK tatsächlich kein Unterschied zwischen Männer und Frauen bei der Brexit-Wahl zu erwarten – und es gab ja auch keinen nennenswerten Unterschied.

  11. ” „Die Alten sorgen dafür, dass die Jungen keine Zukunft haben” –
    Wer sagt denn überhaupt, daß die Zukunft in der EU für die Briten besser wäre? Dasselbe Thema soeben bei Anne Will. 90% der eingeladenen Studiozuschauer sind Claqueure für von der Leyen und die anderen EU-Anbeter. Auch so kann man die TV-Zuschauer manipulieren.

    • corvusalbusberlin says:

      “90% der eingeladenen Studiozuschauer sind Claqueure für von der Leyen und die anderen EU-Anbeter.”
      Der Meinung bin ich auch und habe der von der Leyen bereits einen gesalzenen Brief geschrieben.
      Die meisten jungen Menschen haben keine Zukunft mehr und an Familiengründug sollt en sie erst gar nicht denken.

      Sehr geehrte Frau von der Leyen,

      ein vereinigtes Europa? Das scheint doch wohl Wunschdenken von Ihnen zu sein?
      Denken Sie mal an Griechenland. Denken Sie an Frankreich. Denken Sie an Spanien.
      Wie gut geht es denen?

      “Uns geht es gut! ” (Merkel)

      Vielen Menschen bei uns geht es absolut nicht gut.

      Alte Menschen gehen für einen Hungerlohn schuften, weil ihre Rente vorne und hinten
      nicht reicht.
      Es gibt 80jährige Taxifahrer und unzählige Putzfrauen in diesem Alter.

      Was wollen Sie – den Bürger weiterhin verblöden.?

      Denken Sie daran, was die Politik jeden Tag gegen den Willen des deutschen Bürgers entscheidet.

      Ich kann Ihre Äußerungen nicht nachvollziehen und die anderen der Tischrunde z. T. auch nicht.

      Es sollte Ihnen doch bekannt sein, dass ein Großteil der Menschen nicht mehr an das Gerede der meisten Politiker glaubt. Verdummung ist angesagt.

      Na, aller Wahrscheinlichkeit bekommen Sie im nächsten Jahr die Quittung.

  12. Pingback: Brexit, Lügen und die Wahrheit « Feuerbringer-Magazin

  13. Livia says:

    “Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe.” Winston Churchill

    Wahlen sind geheim und anonym und zum Glück (noch) nicht in Altersklassen eingeteilt! Man müß sein Alter bei Abgabe der Stimme nicht angeben – obwohl man inzwischen bei allen unmöglichen Anlässen danach gefragt wird – und dabei geht es nicht um die Volljährigkeit!
    Wie martin schon richtig feststellt – daß Frauen und Männer völlig gleich abgestimmt haben, zeigt, daß es den Manipulatoren nur um das Alter ging, nicht um das Geschlecht – bei letzterem hat man sich keine Mühe gegeben; denn darum ging es ihnen nicht.

    Wenn irgendwo die Alten den Jungen die Chanchen zertreten, dann hierzulande, wo es genug Alte gibt, die noch die Blockparteien wählen – weil sie das schon immer gemacht haben oder Mitglied sind. (Ab 50 ändern die Wenigsten noch ihre Gewohnheiten.) Das zeigt schon, daß CDU, SPD und die Linke mehr Mitglieder durch den Tod verlieren, als durch Austritt – und das auch in Phasen, in denen sie ihre eigene Basis mal wieder richtig verärgert haben. Bei den Grünen wird das Phänomän auch eintreten, wenn die “68er-Generation” stirbt.

    Die Chanchen der Jungen wurden auch dadurch verdorben, daß die Jugend zum unpolitisch sein geradezu erzogen wurde und Kinderlose, alte Jungfern und Junggesellen unsere Bildungspolitik bestimm(t)en und an die Wand fuhren und fahren. Das ging eher nach dem Motto: Wir wollen keine fähige Jugend, die uns eines Tages unsere Positionen streitig macht! Während in der freien Wirtschaft am liebsten keiner über 42 (Kündigungsschutz!) mehr eingestellt wird, sind Politiker doch mittlerweile (fast) alle über 50. Erinnert irgendwie an die “Rentnergang” im ZK der DDR.

    Als Junger, der sich mit Politik beschäftigt, weis man:
    -Man hat weniger Chanchen auf eine auskömmliche Arbeit als alle Generationen zuvor.
    -Man wird den Zusammenbruch der sozialen Sicherungssysteme noch erleben; zuvor muß man mit seiner Arbeit 3 Rentner und 2 nicht integrierbare Asylanten mit durchfüttern.
    – Wählen gehen hat gar keinen Zweck, weil man von der Masse der Alten doch überstimmt wird. Also macht man lieber Party – nutzt die Errungenschaften des überbordenden Wohlstands noch so lange, wie man ihn hat, aus.

    Es ist vermessen zu behaupten, die Jungen hätten so oder so gestimmt; denn bei dieser Gruppe war wahrscheinlich die Wahlbeteiligung am Niedrigsten! Also hatten die meisten von ihnen ohnehin die Einstellung: Egal.

    Solche “Untersuchungen” werden von den Leuten gemacht, die mit dem Wahlergebnis nicht einverstanden sind – um sich selber schön zu reden, daß sie mit ihrer Überzeugung recht haben. Sieht man in die Geschichte, erkennt man, daß die Zeiten ohne Grenzen stets die unsichersten, chaotischten und kriegerischten waren. Sie standen auch stets am ENDE von IMPERIEN und Epochen.
    Dagegen zeigt die Phase der Abschottung Japans daß diese das Land und Volk am Weitesten vorangebracht hat.
    Das bedeutet aber auch maximale Autarkie (= Unabhängigkeit = Freiheit) der Völker und DAS ist für die heutigen Eliten, die vom internationalen Handel, der Warenverschieberei und Finanzierung dieser Dinge sehr gut und bequem leben, ein ganz rotes Tuch!

  14. Lernender says:

    http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/sozialpolitik-junge-cdu-politiker-fordern-kurswechsel-in-rentenpolitik-muss-kommen_id_5670485.html

    “Nachwuchspolitiker der CDU kritisieren die Ausrichtung der Rentenpolitik. Außerdem richte sich die Politik zu stark nach den Interessen von Senioren. Finanz-Staatssekretär Jens Spahn fordert deshalb, ein Familien-Wahlrecht einzuführen.

    “Ein Drittel der Wähler ist bald über 60. Da besteht die Gefahr, dass Politik sich zu stark nach deren Interessen richtet”, sagte Finanzstaatssekretär Jens Spahn in der “Welt am Sonntag”. Er sei überzeugter Anhänger eines Familienwahlrechts.

    “Wenn Familien mehr Stimmen haben, haben ihre Themen auch mehr Gewicht in der politischen Debatte,” erklärte der Sozialexperte dem Blatt.”

    Lustig – es besteht die Gefahr (?) dass Politik sich zu stark nach den Interessen der Ü60 Generation richtet, anstatt zu hinterfragen, warum niemand der Jüngeren von Ihrem Wahlrecht gebrauch machen..

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  16. djadmoros says:

    Ich glaube ja auch nicht, dass der Brexit zwangsläufig die gräßlichen Folgen haben muss, von denen nun allerorten geunkt wird – zumal ich finde, dass die EU der Bürokraten diesen Tritt in den Hintern mehr als verdient hat.

    Die Aussagen führender Brexit-Befürworter (Farage, Johnson) lassen mich aber auch an deren Verstand zweifeln. Man bekommt den Eindruck, dass sie niemals darauf vorbereitet waren, dass sie Erfolg haben könnten. Als wollten sie sagen:

    »You really believed us?? Hey, that was all fairy tales! We just wanted to excite you!!«

    • Wir sind keine Freunde von Behauptungen, die ohne Beleg bleiben. Wenn es Aussagen von BoJo und Farage gibt, die Sie an deren Verstand zweifeln lassen, dann ist es ein Akt der Fairness, diese Aussagen auch zu nennen, damit andere die Möglichkeit haben, ihre Einschätzung nachzuvollziehen.

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