Spiegel-Ableger Bento = Vehikel, um jüngere Leser zu belügen

In letzter Zeit erhalten wir regelmäßig Hinweise auf „Bento“, ein Angebot der Spiegel-Online GmbH, das sich vornehmlich an junge Leser richtet, offensichtlich mit dem Ziel, diese jungen Leser zu manipulieren oder schlicht zu belügen.

Z.B. mit dem Beitrag: „Großbritannien will zurück in die EU – theoretisch“.
Verantwortlich für diesen Beitrag ist Marc Röhlig, ein Schreiber mit entweder viel Phantasie oder wenig Hemmungen, seine Leser zu belügen.

bento-luegenpresseSo schreibt Röhlig: „Wenn sich die Briten etwas wünschen dürften, wäre es ein Exit vom Brexit, also der Verbleib in der Europäischen Union (EU). Das legt zumindest eine Umfrage nahe, die das Portal YouGov unter früheren Brexit-Anhängern durchgeführt hat.

Sie wurden gefragt, ob sie eine fiktive „Stop Brexit“-Partei unterstützen würden. Jeder zweite war dafür. Befragt wurden 4.500 Erwachsene in Wales und England, also jenen Teilen Großbritanniens, die vor allem für den Brexit gestimmt haben“.

Röhlig geht es offensichtlich darum, die Briten als reuige Sünder darzustellen, die nichts lieber wollen als in der EU zu bleiben, aber die bösen Konservativen sind gewillt, den Willen der Mehrheit, die für einen Brexit gestimmt hat, umzusetzen, einer Mehrheit, die, wie Röhlig suggerieren möchte, gar nicht mehr vorhanden ist.

Das Problem an Röhligs Artikel: Er ist von vorne bis hinten erfunden.

Was tatsächlich ist:
YouGov hat 4.507 Erwachsenen in England und in Wales u.a. zwei Fragen gestellt: (1) Welche Partei sie bei einer Wahl zum Unterhaus wählen würden; Die Liste der möglichen Parteien enthielt alle derzeit vorhanden Partein. (2) Welche Partei sie bei einer Wahl zum Unterhaus wählen würden; Die Liste der möglichen Parteien enthielt zusätzlich eine „Stop BREXIT Partei“.

Das kleine Korn Wahrheit im Beitrag von Röhlig findet sich in der ungefähr richtigen Angabe der Anzahl der Befragten.

Mehr Wahres findet sich nicht, denn:

Es wurden nicht ausschließlich Wähler befragt, die für einen BREXIT gestimmt haben, wie Röhlig behauptet. Es wurden 4.507 Erwachsene befragt, die wiederum gefragt wurden, ob sie für oder gegen einen BREXIT gestimmt haben, also LEAVE oder REMAIN.

Das ist die erste Lüge.

Es folgt die zweite Lüge, denn: Nicht 50% der Wähler (“jeder Zweite war dafür”), die im Referendum für einen BREXIT gestimmt haben, würden eine Stop BREXIT Partei unterstützen, sondern 50% der Wähler, die im Referendum für einen Verbleib in der EU gestimmt haben. Ganze 3,9% der Wähler, die für LEAVE gestimmt haben, sind – wenn man so will –reuig, und würden nun für eine Stop BREXIT Partei stimmen.

Im Gegensatz dazu sind jedoch 50% der REMAIN Wähler nicht bereit, für eine Stop BREXIT Partei zu stimmen und 96,1% der LEAVE Wähler nicht. Es es also nicht verwunderlich, dass die Stop BREXIT-Partei gerade einmal von 25,9% der Befragten, die eine Angabe zu der entsprechenden Frage gemacht haben, unterstützt würde.

lierWenn man also nicht beabsichtigt, seine Leser zu belügen oder zu manipulieren, dann muss man die Befragung von YouGOV als das berichten, was sie ist, ein Beleg dafür, dass es 74,1% der Briten mit dem BREXIT Ernst meinen und sich an das Votum der Mehrheit der Bürger gebunden sehen. Warum Schreiber wie Röhlig ihren Job dazu missbrauchen, ihre Leser zu belügen und absichtlich hinters Licht zu führen, wie man annehmen muss, denn im Bento-Beitrag wird auf einen Beitrag im Independent verlinkt, auf dessen Basis man die Lügen von Röhlig leicht entlarven kann, ist eine interessante Frage.

Die Kaltschnäuzigkeit, mit der Leser bei Bento belogen werden, macht den Stellenwert von und die Achtung gegenüber den eigenen Lesern, wie sie bei Schreibern vom Schlage eines Marc Röhlig vorhanden sind, deutlich. Offensichtlich hat Röhlig nicht im Traum damit gerechnet, jemand könnte prüfen, ob stimmt, was er da zusammenschreibt. Er fühlt sich als Redaktionsmitglied von Bento wohl jeder Form von Kontrolle enthoben und blickt entsprechend hochmütig auf seine jungen und wie er wohl findet: dummen Leser herunter.

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall und Letzterer wird ein tiefer Sturz sein: Von der Einbildung, Journalist zu sein, bis zur Realität, ist es nämlich ein weiter Weg.

P.S.

Gerade erreicht uns dieser Tweet von Marc Röhrig:

Die Reaktion auf unseren Beitrag ist also postwendend, wenngleich man sagen muss, dass es eher unglaublich ist, dass ein Schreiber eines Spiegel-Ablegers offensichtlich über Dinge berichtet, die er “nicht richtig gelesen hat”, die er nicht einmal benennen kann, denn einen Bericht von YouGOV über die Studie, der wie wohl er denkt frei zugänglich zu lesen wäre, den gibt es nicht .

Es gibt dazu ein paar Berichte in britischen Medien und Blogs. Wenn also ein Beitrag wie der, den wir besprochen haben, dabei herauskommt, dass ein Bento-Schreiber nicht “richtig liest”, worüber er berichtet, dann muss man ihm raten, gar nicht mehr zu lesen, denn lesen stört nur bei der Verbreitung der eigenen Ideologie.

Und darum ist es wohl gegangen, um nichts anderes, das war dann wohl die Absicht.

Die Reaktion ist übrigens ein guter Indikator dafür, wie lappidar man bei Bento mit der Verantwortung gegenüber den Lesern umgeht. Letzteren wird eben etwas, was man “nicht richtig gelesen hat” vorgesetzt, zum Fressen und Schlucken, denn zu mehr sind die Deppen, die sich wohl nach Ansicht der Bento-Schreiber auf deren Seite verirren, sowieso nicht fähig.

Print Friendly

Profile photo of Michael KleinAbout Michael Klein
... concerned with and about science

20 Responses to Spiegel-Ableger Bento = Vehikel, um jüngere Leser zu belügen

  1. businessexperte says:

    Liest überhaupt jemand dieses bento, der nicht über gefeaturedte Artikel von SPON kommt? Sprich: Ist bento nicht sowieso egal?

    • Peterle says:

      Eine Lüge als solche zu entlarven ist niemals egal. Unabhängig ob sie von rechts, links, oben oder unten verbreitet wurde oder wird.
      Meine 2 Cent…

  2. Andreas K. says:

    YouGov – die Meinungs-Bezahl-Huren?
    Denen kann man doch nicht einmal das aktuelle Datum glauben!

    Oder wie war das nochmal mit dem WWF und dem Kohleausstieg?
    http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Umfrage_zum_Klimaschutz.pdf
    Man achte auf Folie 5!

    Wurde ja auch prompt mit der “Unstatistik des Monats” belohnt:
    http://www.rwi-essen.de/unstatistik/59/

  3. Lernender says:

    Scheint grad so ein Trend zu sein, Spiegel versuchts mit “Bento”, die ÖR sponsern grad
    mit “Funk” so ein hippes Jugendmagazin auf Youtube, ein Teilressort nennt sich “Fickt euch”. 45Mio kostet das den Steuerzahler.

    Herr Röhlig, der arme Tropf, ist halt auch ein kleiner Systemscheiberling, der politisch gewollte Meinung herbeizuschreiben hat, anstatt sich mit der Materie kritisch auseinander zusetzen.

  4. Anspruchsvoller Leser says:

    Immerhin mal eine Reaktion, auch wenn es sich um eine fragwürdige Richtigstellung
    handelt. Ihre Kritik wird offenbar ernst genommen, das ist doch schonmal was.
    “Erst wenn die letzte sinnlose Studie einer ideologischen Stiftung ad absurdum…”
    In diesem Sinne 😉 bitte weitermachen !!!

  5. greenbowlerhat says:

    Mit dem Begriff “Lüge” wäre ich sparsam. Denn der Lügner, also der, der bewusst eine objektiv falsche “Wahrheit” erzeugen will, durch Vorspiegelung oder auch schlicht durch Auslassen, der erbringt eine durchaus nicht unbeträchtliche Intelligenzleistung. Das ist bei allem, was über ein alltägliches “Sie sehen aber gut aus heute” hinausgeht, durchaus anstrengend, auch körperlich, und zwar in einem Ausmaß, welches messbar ist.

    Gleichzeitig ist es aber eine freundliche Unterstellung von Ihnen, denn hier spricht alles dafür, dass schlicht und einfach etwas anderes beim Verfasser vorliegt: Dummheit, Bequemlichkeit, und Faulheit, seine Quellen auch zu lesen. Plus ein gehöriges Maß an Verachtung für die eigenen Leser, denn offenbar geht der Autor ja davon aus, nicht erwischt zu werden (was er, immerhin, mit dem Lügner gemein hätte).

    Das soll keinesfalls den Text verharmlosen, im Gegenteil. Aber es ist eine Sache, wenn einer einem eine geschickt verdrehte manipulative Story auftischt, un man der Story anmerkt, dass sich da jemand Mühe gegeben hat, auch aus Respekt vor dem Leser. Die geschickte Lüge, da kann sich der Leser gebauchpinselt fühlen. Aber dieses plumpe Zeug, das ist einfach nur dumm.

    Wäre Bento ehrlicherweise als das bezeichnet, als was es wirkt, nämlich als das Praktikanten-Blog, wäre es ja nicht so schlimm. Aber so ist es eben schlimm. Aber nicht wegen “Lüge”.

    • Für Sie hat Lüge ganz offensichtlich eine normative Bedeutung. Das ist gut so. Aber warum sollten wir mit dem Begriff sparsam sein? Zumal ich nicht sehe, dass wir ihn verschwenderisch benutzen. Sie haben nicht einen einzigen Beleg, eine Begründung dafür gebracht, dass es sich nicht um eine bewusste Täuschung von Lesern, also eine Lüge handelt. Statt dessen fahren Sie ihre Vermutung auf und sind der Ansicht, dass ihre unbegründeten Vermutungen eher zutreffen als unsere Darstellung, die sich immerhin auf den gesunden Menschenverstand stützt, denn man muss schon sehr verblödet sein, wenn man einen kurzen Beitrag auf dem Independent oder im Blog politicalbetting so falsch liest, wie er hier gelesen worden sein muss. Und ein solches Maß an Verblödung sind wir nicht bereit, selbst einem bei Bento Beschäftigten zu unterstellen. Im Gegensatz zu ihnen – was mich zu der Frage brint, auf welcher Grundlage sie Verblödung attestieren und ob man nicht sparsam mit entsprechenden umfassenden Vorwürfen sein soll, wenn sich im Sinne von Ockham, eine viel einfachere Erklärung finden lässt?

  6. lernender says:

    “Und ein solches Maß an Verblödung sind wir nicht bereit, selbst einem bei Bento Beschäftigten zu unterstellen.”

    Kann bei allem zustimmen, nur bei diesem Satz bin ich mir nicht sicher.

    Das Ausmaß der Verblödung nimmt mit einer rasenden Geschwindigkeit zu, dass nur
    noch das Kunstwort “Hysterische Verblödung” dem gerecht wird.

    Wie soll ich sonst die Aussage der Raute auf die drängende Frage der inneren Sicherheit mit Flöten spielen lernen bzw. Notenblätter kopieren (Copyright?) werten?

    Wie darf ich das bewerten wenn im “Vice” Magazin, Anleitungen gibt, ihre eigene Plazenta zu essen?
    http://www.vice.com/de/read/heute-kommt-plazenta-auf-den-tisch

    Menstruationstipis? Das Lannx, das keine Seminare mehr hält?

    Es gibt ein universelles Sprichwort ” Wenns dem Esel zu gut geht, tanzt er auf dem Eis”
    Und in der Phase sind wir grad – und welche Phase als nächstes kommt, ist auch bekannt.
    Dann bauen wir das halt wieder auf, was solls..

  7. Roland says:

    Ach Sie sind mit Marc Röhlig aber streng. Dabei hat Marc Röhlig zumindest seinen Fehler, als einen Fehler anerkannt und zumindest darauf reagiert, auch wenn seine Reaktion alles andere als professionell war.

    Wir müssen Marc Röhlig zumindest zu Gute halten, dass Grundzüge von Lernpotential und Sozial-Kompetenz besitzt. Attribute die bei vermeintlichen “Wissenschaftlicher” “Journalisten” und “Politiker” die sonst hier auf ScienceFiles erwähnt werden, fehlen.

    • Heike Diefenbach says:

      Naja, wenn Röhlig seinen Fehler einräumt, dann tut er das aber in grandios lapidarer Weise, denn wenn jemand etwas schreibt, was er damit der Öffentlchkeit als Tatsache, als Bericht, darstellt, dann hat er m.E. durchaus eine Sorgfaltspflicht.

      Man stelle sich Röhlig in der Schule vor; er bekommt seinen Deutschaufsatz mit der Note “ungenügend” zurück. Röhlig ist entsetzt, fragt den Lehrer, wie er zu dieser Bewertung kommt, und der Lehrer zuckt mit den Schultern und antwortet: “Naja, ich habe eben deinen Aufsatz nicht richtig gelesen.”

      Hätte Röhlig dem Lehrer geantwortet: “Wenigstens erkennen Sie Ihren Fehler an” und auf eine Neubewertung seines Aufsatzes samt deren Bekanntmachung im Klassenveband verzichtet? Ich bin ziemlich sicher, dass er dies nicht getan hätte.

      Und zwar mit Recht. Das kann nämlich einfach nicht sein, dass Leute ihren Job nicht richtig machen. Wenn sie ihn nicht machen wollen oder können, dann kann man sie mit diesem Job nicht betrauen; dann muss das jemand anders machen, der kompetenter oder fleißiger ist. Niemand hat ein Recht darauf, seinen Job einfach nicht zu machen und die Mindeststandards, die der Job erfordert, nicht zu erfüllen, besonders dann nicht, wenn der Job die Öffentlichkeit involviert.

      Die neue deutsche Leichtigkeit in Sachen Wahrheit und Gründlichkeit führt direkt in die völlige Beliebigkeit, in der alles irgendwie konstruiert ist und Realität und Nicht-Realität (in Form von Lügen vorgebracht) in Eins fallen. Das nennt man auch Wahnsinn.

  8. Makoto Atava says:

    Da es sich hier im Artikel um einen Ableger des Spiegel dreht, sollte man durchaus auch ein Auge auf so manchen Artikel im Spiegel selbst werfen, wie jene des Herrn Stöcker.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/gegen-donald-trump-afd-co-plaedoyer-fuer-eine-rationale-internationale-a-1117693.html

    Allein der Satz “Gegen Trump, AfD & Co. – Rationale aller Länder vereinigt euch!” liegt einen schwer im Magen, und auch der Rest dieser Kolumne von Herrn Christian Stöcker, hört sich eher nach einer neuen linken, den einer von ihn geforderten rationalen Internationale an.

    • Heike Diefenbach says:

      “Rationale aller Länder, vereinigt euch!”
      finde ich wunderbar.

      Das Problem ist nur, dass derzeit die irrationalen Ideologen meinen, sie seien die Rationalen. Rationalität wird von ihnen mit Übereinstimmung mit logisch nicht begründbaren und empirisch unhaltbaren Verbalprodukten gleichgesetzt, und deshalb ist es für die Ideologen so wichtig, dass Wissenschaft formal als etwas rationales, das man als Ideologe gerne in Anspruch nehmen würde, erhalten bleiben soll, aber sie inhaltlich ausgehöhlt wird und durch die Ideologie als solche ersetzt wird. Dann muss man die Rationalität der eigenen Anschauungen nicht begründen und an der Realität überprüfen lassen, sondern die eigenen Anschauungen sind einfach zur Rationalität ERKLÄRT worden – Marxismus-Leninismus läßt grüßen!

  9. Uranus says:

    Das Internet ist eine feine Sache. Man mag zwar über die damit mögliche Kontrolle und Überwachung jammern, aber das ist wenigstens keine Einbahnstraße. Die Kontrolle und Überwachung funktioniert nämlich nicht nur von oben nach unten, sondern auch, wie man sieht, auch von unten nach oben. Solche Typen wie Marc Röhling schnallen das aber möglicherweise gar nicht so richtig, auch dann nicht, wenn sie mehrfach auf die Schnauze fallen. Er wurde ein erstes Mal von Sciencefiles kalt erwischt. Darauf hin liefert er eine derart dämliche Erklärung ab – er will etwas nicht gelesen haben, was er gar nicht lesen konnte, er aber den Eindruck zu erwecken versucht, daß er es frei zugänglich hätte lesen können, wenn er es denn gewollt hätte – worauf hin er von Sciencefiles prompt ein zweites Mal kalt erwischt wird. Das wird solche Typen aber kaum in ihren Grundfesten erschüttern, die machen einfach weiter wie gehabt. Eine schriftliche Abmahnung seines Arbeitgebers, die jetzt eigentlich fällig wäre, wird er wohl nicht zu befürchten haben.

    • Bernhard says:

      Vergleichen wir doch mal die emotiale Befindlichkeit eines Fiat 500 Fahrers (18 Jahre) mit der des Fahrers eines 60 To Leopard 4 Panzers ebenfalls 18 Jahre alt.
      Oder, der erste schreibt für den Textteil eines Anzeigenblattes und der andere für den Spiegel(Leopard Panzer).Wenn wir uns in diese Befindlichkeit hineinversetzen können,erkennen wir auch die mechanismen, die die Leute entwickeln um weiterhin Leopard fahren zu können. Dann noch berücksichtigen,dass die älteren Leopard-Fahrer darüber entscheiden,wer ans Steuer darf…………………………, um diese Spirale zu durchbrechen sehe ich nur die Möglichkeit journalistische Vergehen als Ordnungswidrigkeit bzw. Srafrechtlich mit entsprechenden Sanktionen zu belegen.
      z.Z. gibt es nichts außer dem erhobenen Zeigefinger des sog.Pressetates.Schon kleine Kinder ignorieren diesen Finger.

      • Heike Diefenbach says:

        “… ehe ich nur die Möglichkeit journalistische Vergehen als Ordnungswidrigkeit bzw. Srafrechtlich mit entsprechenden Sanktionen zu belegen.”

        Eigentlich bin ich (weiteren) Verregelungen des menschlichen Zusammenlebens gegenüber prinzipiell skeptisch eingestellt, aber die Lage in Deutschland scheint mir solche Dinge langsam zu erfordern.

        Immerhin kann man wegen dieses seltsamen Konstruktes “Beleidigung” belangt werden; wieso dann nicht wegen der Verbreitung von nachweisbaren Lügen in der Öffentlichkeit? Ein “Beleidiger” kann auch immer sagen, das habe er ja so gar nicht gemeint, aber ihm nimmt das keiner ab. Warum sollte dann ein white-collar-Lügner damit durchkommen, seine Lügen als Irrtum darzustellen? Das kann man eine Frage der relativen Gerechtigkeit nennen.

        Und eine solche Regelung würde signalisieren, was Uranus in seinem Kommentar angesprochen hat, dass nämlich Gerechtigkeit “keine Einbahnstraße” ist und jeder sozusagem dem zum Opfer fallen kann, was er – für andere – fordert.

  10. Pingback: Bekloppto bei „Bento“: Spiegel-Online Ableger mit Quatschgeschichte über den Brexit bugsiert sich ins aus | LW-Freiheit

  11. Boris says:

    Das überrascht mich gar nicht. Es war schon vor einiger Zeit auf konjunktion.info und anderswo zu lesen, daß die Eliten eine Coverstory dafür aufbauen, einen Schuldigen zu haben wenn es demnächst einen / den Finanz Crash gibt (und diesmal die Eliten auch alle ihre Strippen rechtzeitig gezogen haben). Nämlich die rückständigen, Alten, verbohrten Nationalisten. Man hat ja kurz nach dem Brexit schon mal versucht, die Story ‘Alt gegen Jung’ aufzubauen, hatte dann ja nicht so durchschlagend geklappt. Und welches Blatt wäre besser geeignet als die Vice-Kopie der Transatlantiker-Presse? (Was z.B. Ronja von Rönne zu bento sagt ist denke ich mal bekannt)

  12. Anspruchsvoller Leser says:

    So, ich habe heute nochmal bei dem Autor vorbeigeschaut und bin darauf gestoßen:

    http://www.bento.de/politik/thueringen-lka-beamte-ringo-muehlmann-wird-afd-vorstand-ist-das-erlaubt-948809/

    Zitat:

    “Compact” gilt als rechtspopulistisch und bildet auch Verschwörungstheorien ab. Ein Autor ist Helmut Roewer, langjähriger Chef des Verfassungsschutzes in Thüringen. In Roewers Amtszeit tauchten die späteren Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe unter.

    @ Bernhard:

    gute Idee, nur was ist ein journalistisches Vergehen. Habe mir mal das StGB angeschaut,
    lügen ist nicht strafbar, auch nicht als Journalist.

  13. St. Elmo says:

    Sorry, wird transparent geändert. „Lüge“ war sicher nicht meine Absicht, hatte die Studie nicht richtig gelesen.

    — Marc Röhlig (@marcroehlig) October 24, 2016

    Sorry, hab die Hygienevorschriften nicht ganz eingehalten, war sicher nicht meine Absicht, hatte das nicht richtig gelesen, hoffe das Antibiotika hilft gegen ihre Sepsis

    – Dr. S. Irs (@SIrs)

  14. Pingback: Bei Gender hört das Denken auf: Spiegel-Ableger Bento einmal mehr im Lügenmodus | ScienceFiles

error: Content is protected !!
Profile photo of Michael Klein
Holler Box
Skip to toolbar