Flüchtlingskriminalität und ARD-Manipulateure: Wenn aus einer Zunahme ein Rückgang wird

Wie dumm muss man sein, um dem neuerlichen Manipulations-Versuch der ARD auf den Leim zu gehen?

Weil Flüchtlinge bei der ARD nicht besonders kriminell sein dürfen und die Redakteure bei der ARD sich immer noch Augen und Ohren zuhalten, wenn einfache kriminologische Erkenntnisse ausgesprochen werden wie die, dass Kriminalität durch Zuwanderung steigt und dass dann, wenn vornehmlich junge Männer zuwandern, die Kriminalität stärker steigt, einfach nur deshalb, weil junge Männer, ob Flüchtlinge oder Deutsche, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, sich kriminell zu verhalten, als der Rest der Bevölkerung, versuchen sie, ihre Leser auf das Primitivste zu manipulieren:

ARD Manipulation Fluechtlinge„Ein Kapitel der Kriminaltstistik befasst sich auch mit dem Zusammenhang zwischen Kriminalität und Zuwanderung. Die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer ist demnach im vergangenen Jahr um 52,7 Prozent gestiegen – auf 174.438. Die Zahl ist damit deutlich weniger stark gestiegen als im Vorjahr, als der Anstieg gemäß dem Jahreslagebild des Bundeskriminalamts noch 91 Prozent betragen hatte.“

Die ARD will also suggerieren, dass die Kriminalität bei Flüchtlingen – gemessen an den ermittelten Tatverdächtigen – geringer geworden sei. Interessant sind hier die Daten, die die ARD verschweigt.
Rechnen wir also ein wenig.

In 174.438 tatverdächtigen Flüchtlingen des Jahres 2016 ist eine Steigerung von 52,7% enthalten, so die ARD. Eine Steigerung von 52,7% entspricht 60.202 tatverdächtigen Flüchtlingen, die im Jahr 2016 mehr in der Kriminalstatistik erfasst wurden als 2015. Dementsprechend müssen 2015 114.236 tatverdächtige Flüchtlinge erfasst worden sein. Wenn 114.236 tatverdächtige Flüchtlinge im Jahr 2015 eine Steigerung um 91% im Vergleich zu 2014 darstellen, dann müssen im Jahr 2014 59.809 tatverdächtige Flüchtlinge erfasst worden sein. Die Steigerung um 91%, die 2015 im Vergleich zu 2014 gegeben war, entspricht somit 54.427 tatverdächtigen Flüchtlingen, während die Steigerung um 52,7% im Vergleich der Jahre 2016 und 2015, die die ARD als Rückgang verkaufen will, 60.202 tatverdächtigen Flüchtlingen entspricht.

Die Zahl der tatverdächtigen Flüchtlinge hat also im Vergleich der Jahre 2016 und 2015 abermals zugenommen von 54.427 im Vergleich der Jahre 2015 und 2014 auf 60.202 im Vergleich der Jahre 2016 und 2015, obwohl die Steigerungsrate für das Jahr 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 mit 52,7% geringer ausgefallen ist als im Vergleich der Jahre 2015 und 2014, für die sie 91% betragen hat. Des Rätsels Lösung besteht in der Basis der Prozentuierung, die für die Steigerung von 91% eine geringere ist als für die Steigerung von 52,7% [Bei 10 Tatverdächtigen stellen 9 mehr einen Zuwachs um 90% dar, bei 20 Tatverdächtigen sind 10 mehr ein Zuwachs um 50%).

Die ARD versucht also mit einem Trick aus dem Schmierenjournalismus, ihre Leser hinters Licht zu führen, in dem sie einen geringeren Anstieg in der Zahl der tatverdächtigen Flüchtlinge zu suggerieren versucht, den es nicht gibt, denn tatsächlich verstecken sich hinter den 52,7% 60.202 tatverdächtige Flüchtlinge und somit mehr als hinter den 91%, denen 54.427 Flüchtlingen entsprechen.

Abermals wird auf einem öffentlich-rechtlichen Sender versucht, die Leser in den Glauben zu manipulieren, die Kriminalität unter Flüchtlingen gehe, gemessen an den ermittelten Tatverdächtigen, zurück. Tatsächlich nimmt die Kriminalität – gemessen an ermittelten tatverdächtigen Flüchtlingen aber zu.

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15 Responses to Flüchtlingskriminalität und ARD-Manipulateure: Wenn aus einer Zunahme ein Rückgang wird

  1. corvusalbusberlin says:

    Wenn ich wochenlang in einem Schuhkarton leben müsste, würde ich auch kriminell werden.
    Wenn man nur die wirklich Berechtigten aufnehmen würde , diese dann menschenwürdig unterbringt und ihnen dann vielleicht noch eine Arbeit anbieten könnte, hätten wir das Problem nicht.

    • David says:

      Wenn Sie tatsächlich vor Krieg und Verfolgung fliehen wūrden, wären Sie heilfroh, in einem sicheren “Schuhkarton” unterzukommen.

      Ūbrigens, “Arbeit” wächst nicht an Bäumen, schon gar nicht solche fūr schlecht bis gar nicht Ausgebildete ohne Sprachkenntnisse.

    • rote_pille says:

      Was soll das bitte heißen, “menschenwürdig”? Diese Leute haben zu essen, Kleidung und einen warmen Schlafplatz. Klingt besser als die Geschichten meiner Landsleute, der alten Gastarbeiter. Die sind nämlich eingesperrt und/oder rausgeschmissen worden, obwohl sie hier gearbeitet hätten/haben, ohne dass ihnen alles in den Arsch geschoben wurde wie denen heute.
      Außerdem: wenn man alle wirklich Berechtigten aufnehmen würde, kämen zig, wenn nicht hunderte Millionen. Es braucht nur eine kleine Gruppe von ein paar zig Tausend Mann in einem Land Scheiße zu bauen, und schon sind Millionen Menschen in einem Bürgerkriegsland. Ich würde diese Leute selbst losschicken damit ihr Naivlinge endlich lernt euren Samariterkomplex zu überwinden. Die Welt ist ein überbevölkerter Kackhaufen, in dem die falschen Leute sich vermehren wie verrückt und irgendwann der Tag kommt, an dem ihr entscheiden müsst den Überschuss verhungern zu lassen oder einfach von dem hungrigen Horden zertrampelt werdet, wenn ihr zu willensschwach seid um euer Wohlergehen über das von allen anderen zu stellen.

    • Andre Zawehn says:

      Flüchtlinge in deutschen Flüchtlingsunterkünften sind IMMER menschenwürdig untergebracht! Dach über dem Kopf, warm, trocken, Versorgung mit Essen. Alles andere ist Kür! Ist mein Leben inzwischen “menschenunwürdig”, weil ich nicht auch täglich vom Caterer beliefert werde und meine Toilette von anderen Leuten geputzt wird? Weil ich meine Miete selbst zahlen muß? Ich gebe Ihnen aber vollkommen recht, daß die Dauer der Prüfung, ob Jemand überhaupt berechtigt ist, bedeutend zu beschleunigen wäre. Es wären dann Kapazitäten frei für die echten Bedürftigen. Allerdings verdient die Asylindustrie dann auch bedeutend weniger Geld….

    • Hosenmatz says:

      Diejenigen, die tatsächlich vor Krieg und Verfolgung hierher geflohen sind, scheinen sich meistens eher “brav” zu verhalten. Während diejenigen, die schon die Illegalität ihres unberechtigten Einwanderns eingegangen sind, eher weniger Hemmungen haben weitere Straftaten zu begehen.

  2. O. Prantl says:

    “Wenn ich wochenlang in einem Schuhkarton leben müsste, würde ich auch kriminell werden.”

    Mit dieser Aussage unterscheiden Sie sich ganz wesentlich von allen ehemals wehrpflichtigen Soldaten.

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  4. floydmasika says:

    Die Angaben der ARD scheinen ja immerhin faktisch richtig zu sein. Man sucht sich etwas zwanghaft einen Indikator, bei dem man von sinkenden Zahlen schreiben kann, aber das ist der halbwegs erfahrene Leser gewohnt.

  5. floydmasika says:

    Etwas fragwürdig finde ich jetzt eher Aussagen von Sciencefiles.org, wonach die Kriminalität auf Männlichkeit und Lebensumstände zurückzuführen sein muss. Das sind sicher auch Ursachen, aber bei weitem nicht die einzigen. Es gibt auch ein paar politisch heiklere Ursachen wie etwa Prägung der psychischen Eigenschaften durch 50000 Jahre getrennte Evolution und Geschichte. Für eine Gleichheitsvermutung spricht sehr wenig.

    • Wenn wir das behauptet hätten, dann hätten Sie vielleicht einen Punkt. Aber das haben wir nicht behauptet. Wir haben auf ein deskriptives Faktum hingewiesen, das Sie in jeder polizeilichen Kriminalstatitik finden, weltweit: Die Kriminalitätsbelastung junger Männer ist die höchste aller Bevölkerungsgruppen.

    • Heike Diefenbach says:

      Wenn Männer statistisch häufiger von etwas betroffen sind oder ein Verhalten häufiger zeigen als Frauen, dann hat das noch lange nicht notwendigerweise mit “Männlichkeit” zu tun. Eine Deskription/Korrelation ist eben noch lange keine Erklärung! Wenn z.B. Männer mehr schwerwiegende Arbeitsunfälle haben als Frauen, dann ist das nicht irgendeiner Männlichkeit geschuldet, sondern der Verteilung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt bzw. auf bestimmte Arbeiten: es sind weit überwiegend Männer, die körperlich schwere und gefährlichere Arbeit erledigen, deren Unfallpotenzial höher ist (quantitativ wie qualitativ).

      Ich bin immer wieder erschreckt darüber, welche Erfolge die Gehirnwäsche der Genderista/politisch Korrekten u.ä. auch bei denen erzielen können, die sich als deren Kritiker verstehen; ohne es selbst auch nur zu bemerken übernehmen sie die seltsamsten Prämissen der Genderista/politisch Korrekten und stellen auf der Basis derselben Zusammenhänge her, die einem normalen (d.h. hier: bislang gender-ungeschädigten) Menschen nicht einmal im Traum einfallen würden – wie in diesem Fall:

      Was hat es mit “Männlichkeit” (außer der deskriptiv-biologischen, versteht sich,) zu tun, wenn wir von der Verteilung einer Variable auf Männer oder Frauen berichten?

  6. Leser says:

    Die ARD berichtet sprachlich korrekt, aber inhaltlich verwirrend und damit manipulativ, dass die Steigerung der Steigerung gesunken ist. Mathematisch gesehen ist das die zweite Ableitung: Die Zunahme der Zunahme ist gesunken. Einen Sinn in dieser Feststellung – ausser Manipulation – kann ich nicht erkennen.
    Wenn man nur weit genug voranschreitet bis zur n-ten Ableitung bei einer Wachstumsfunktion, die im Zusammenhang mit endlichen Ressourcen steht, kommt man immer zu einem Sinken oder einer Konstanten: Die Zunahme der Zunahme der Zunahme … ist geringer geworden bzw. ist konstant.

    • merxdunix says:

      Es ist eben mal wieder das Geschäft mit der Hoffnung, wie sich gerade unter Sadomasochisten immer ein schönes Gefühl einstellt, wenn der Schmerz nachlässt. Die Deutschen wollen doch gar keine Leichtigkeit, sie bevorzugen die Erleichterung.

  7. Mahdi says:

    In der Statistik sind ja nicht alle aufgeführt, anerkannte Migranten wurden nicht erfasst. Wer Polizeimeldungen verfolgt, die vor paar Jahren noch für großen Aufschrei gesorgt hätten, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus wie “verroht” diese Gesellschaft geworden ist, in dem Sinne, wie man sich darüber ausschweigt, und meint: der Kelch wird schon an mir vorübergehen.

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