Münchner Soziologe will, dass Staat Konsum verbietet

Da sitzen wir gemütlich in unserem Office. Genießen unseren Kaffee, den von Nescafé, diesen genialen Dolce Gusto in den Kaffeekapseln, genießen unsere Aussicht auf die Black Mountains und die Brecon Beacons und lesen ein paar Texte, die sich bei uns eingefunden haben, und dann das:

Dolce Gusto Mocha

Der Favorit von Dr. Diefenbach… (also bei Kaffee!)

[Aus dem Interview von „Jetzt.de“ mit Stephan Lessenich]: „Es geht uns zu gut. Wir produzieren und konsumieren Dinge, die kein Schwein braucht. Nehmen Sie Kaffeekapseln. Die kannte bis vor zehn Jahren keiner. Es wusste niemand, dass er sie braucht. Jetzt verkauft allein Nestlé davon rund drei Milliarden im Jahr. Purer Luxus. Auch wenn wir zwei besonders privilegiert sind und viele Menschen in Deutschland nicht im Überfluss leben: Uns als Gesellschaft geht es zu gut.“

Stephan Lessenich, Direktor der Instituts für Soziologie an der LMU in München, den viele außerhalb von Attac bis eben vielleicht noch nicht kannten, von dem sie nichts wussten, er hat eine W3-Professur, lebt auf Kosten der Steuerzahler, purer Luxus ist er, und er will uns das Trinken von Dolce Gusto verbieten.

Warum?

Stephan Lessenich: “Die Kaffeekapseln oder besser der Abbau von Bauxit, der für das Aluminium benötigt wird, zerstört zum Beispiel in Brasilien die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Unser Kaffeeglück ist deren Unglück. Sie merken: Wir leben nicht über unsere Verhältnisse. Sondern über die von anderen.”

Weil wir Kaffee trinken, deshalb sind in Brasilien die Menschen unglücklich, und weil in Brasilien die Menschen unglücklich sind, weil sie nämlich Geld verdienen, mit dem Abbau von Bauxit, das sie wiederum als drittgrößte Exportnation von Bauxit auf dem Weltmarkt verkaufen können, deshalb leben wir gerade über die Verhältnisse von anderen. Verrückte Welt.

Unser Dolce Gusto kommt übrigens aus dem UK, aus Tutbury und das Bauxit aus Australien. …

Dennoch: Wir leben über die Verhältnisse anderer, wie der Soziologe Lessenich aus München erkannt hat und deshalb will er, dass der Staat eingreift und uns alles verbietet, was Lessenich für sinnlosen Konsum hält.

Und was hält der Herr Lessenich für sinnlosen Konsum? Konsum, der nach den 1970er Jahren eingeführt wurde, denn:

Dolce Gusto De LonghiStephan Lessenich: “ Es gibt für jeden Verhaltensänderungen, die er ohne Einschränkung seiner Lebensqualität anstreben könnte. Bei mir ist es die Mobilität: Ich besitze kein Auto. Ich ¬fliege nie innerhalb von Europa. Trotzdem lebe ich nicht im Mittelalter, sondern eben eher so um 1970. Und das ist völlig okay.”

Okay. Jetzt geht bitte jeder von Euch durch seinen Kühlschrank, seine Schränke und seine Wohnung und entfernt alles, was Konsum von Produkten darstellt, die nach 1970er Jahren entwickelt wurden. Nicht dass wir noch auf Kosten der Menschen in Brasilien leben. Das wollen wir nicht. Indes, ohne Auto braucht man ein Fahrrad. Fährt Lessenich Fahrrad? Hat ihn schon jemand Fahrrad fahren gesehen. Bitte melden. Fahrräder bestehen aus Aluminium.

ALUMINIUM!

BAUXIT!!

Arme Menschen in Brasilien!!!

So geht das nicht, Herr Lessenich!!!!

Wir trinken jetzt erst einmal einen noch einen „Grande“ und genießen wieder die Aussicht und erinnern uns an die Zeit, als Soziologen noch etwas anderes zu sagen hatten, als „Du sollst nicht ..:“ Als Soziologen noch Wissenschaftler und nicht Wanderprediger waren, als sie damit leben konnten, dass andere anders leben und nicht das Heil des richtigen Lebens verkünden wollten, als sie im Staat noch den, den es zu kontrollieren gilt, gesehen haben, nicht den Pater Familias, den der kleine Soziologe zur Hilfe ruft, damit er diejenigen kontrolliert und überwacht, die dem kleinen Soziologen nicht in den Kram passen, sich falsch verhalten, wie er meint.

Wir leben in absurden Zeiten, Zeiten, in denen wir Personen finanzieren, die sich an Universitäten einnisten um denen, die einer geregelten Arbeit nachgehen, zu erzählen, dass sie falsch leben, auf Kosten anderer. Derartige Personen sind der reine Luxus und es hat sie in den 1970er Jahren auch noch nicht in dem Ausmaß gegeben. Wir sollten darüber nachdenken, zumindest diesen Luxus zu beenden. Einmal ehrlich, wenn Lessenich nicht mehr an der LMU-München beschäftigt ist: Würden Sie einen Unterschied merken?

Dolce Gusto Grande

Michael Klein: „Der Mann von Welt gibt sich nicht mit weniger als „Grande“ zufrieden.“

Eben.
Darauf einen Grande!

Es ist erschreckend und in hohem Maße absurd, dass Soziologen wie Lessenich heute Trivialitäten als Erkenntnis verkaufen und damit predigen gehen. Ressourcen sind endlich. Das wussten bereits die Alten in Babylon. Für die meisten Ressourcen gilt: Wenn ich sie konsumiere, dann sind sie weg. Du kannst sie nicht mehr konsumieren. Auch das wussten die Alten in Babylon bereits. Nur haben die Alten in Babylon diese triviale Erkenntnis nicht zum Anlass genommen um tausende von Tontafeln mit dieser Trivialität vollzuritzen. Das wäre für die alten Babylonier ein Luxus gewesen, der sich nicht rechtfertigen lässt, denn diese Trivialitäten sind jedem bekannt. Gut für Lessenich, dass Papier geduldiger ist als Tontafeln.

Über Michael Klein
... concerned with and about science

25 Responses to Münchner Soziologe will, dass Staat Konsum verbietet

  1. Heike Diefenbach says:

    „Michael Klein: „Der Mann von Welt gibt sich nicht mit weniger als „Grande“ zufrieden.“

    Wer, bitte, ist dann der Typ, der „Grand Intenso“ trinkt?? Auf ihn bin ich wirklich neugierig … 🙂

    • Der Mann von Llannon?

    • corvusalbus says:

      Was ist ein “ Grande“ und was ist ein „Grand intenso?“. Ich habe einen einfachen Bodum-Kaffezubereiter, aber der Kaffe schmeckt. Wenn ich mir die aber mal genau ansehe, brauche ich wohl einen neuen. Hat 40 Jahre auf dem Buckel.

      Heute habe ich wieder einmal erfahren dürfen, dass die Leute immer darauf aus sind, ihr Gegenüber zu verarschen.
      Mit meiner Zahnärztin, die mir ein Haikrone angefertigt hatte.
      Glücklicherweise war die gerade mal 2 Tage provisorisch befestigt und in meinem Spinat gelandet, so dass ich in die Notfall – Sprechstunde ging.
      Die Notfall-Ärztin konnte ihren Blick gar nicht von diesem „Ungetüm“ abwenden – dachte, ich wolle sie verarschen, als ich sie bat, mir die Krone wieder einzusetzen.
      Sagen dürfen die ja nichts. Aus rein versicherungstechnischen Gründen.
      Aber sie empfahl mir, die Krone überprüfen zu lassen, was ich schon mehrmals meiner Zahnärztin gegenüber versuchte. Vergeblich.

      Auch heute versuchte sie sich zum wiederholtem Male in Naivität.
      Jetzt reicht es mir endlich.

      Übrigens mein Fahrrad besteht nicht aus Aluminium. Das schleppt mir keiner die Treppen zur U-Bahn hoch oder runter.
      Sieht einer Harley Davidson ähnlich.
      Da frage ich mich jetzt ernsthaft : Darf ich so etwas überhaupt fahren?

  2. Heike Diefenbach says:

    Um zu wissen, dass Herr Lessenich (mental) „eher so um 1970“ herum lebt, hätten wir alledings nicht um seine Schwierigkeiten mit Kaffeekapseln wissen müssen. Das wird eigentlich in allen möglichen Zusammenhängen deutlich, in denen sich Herr Lessenich äußert.

    Anyway – früher – vielleicht in den 1970er-Jahren ?!?! – war der Spruch „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ weithin bekannt, und es ist schön, wenn Herr Lessenich Dinge TUT, die er gut findet, aber davon, dass man SPRICHT bzw. sein gutes Tun an die große Glocke hängt, um anderen Menschen das eigene grandiose Vorbild zu präsentieren, war m.W. nicht die Rede.

    Insofern ist Lessenichs Verhalten eher am Ende der 1980er/Anfang der 1990er zu verorten; mit scheint, er ist eher ein etwas ein verspäteter Yuppie als ein 1970er-Jahre-Blumenkind; im Ashram hätte er Bescheidenheit gelernt.

    • Am Yuppie störe ich mich ein wenig. Da ist „professional“ drin… Young urban professional people …

      • Heike Diefenbach says:

        Ah, ja, das hatte ich nicht bedacht. Und das „Young“ ist ja auch schon seit längerer Zeit nicht mehr zutreffend. Bleibt nur das „urban“ und damit das Aus-Produktionszusammenhängen-Ausgeschlossen-Sein bzw. die Entfremdung von der realen Welt. What was I thinking????

        Also doch ein mentaler 1970er ohne die damals zumindest bei einigen anzutreffende Ernsthaftigkeit??

    • Armin says:

      70er Jahre war die Zeit des massiven Influx von Kommunisten. Um diese Zeit war der sovietische KGB ganz besonders aktiv darin, ‚den Westen‘ – insb. Universitäten, Schulen, Medien und die Filmindustrie und Parteien – zu unterwandern, um dann von dort aus effizient die kommunistische Ideologie (Gleichheit, Gleichheit, über alles!) in die Köpfe der ahnungslosen und unfreiwilligen Rezipienten zu transportieren.

      Just saying …

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  4. Eloman says:

    Da gibt es doch noch einen Verzichtsapostel aus der Gilde der Sozialschwätzer namens Harald Welzer. Auch so ein Nettostaatsprofiteur (frei nach HH Hoppe).

  5. Sven Kuchary says:

    Schon die Erfindung des Teebeutels brauchte wirklich niemand, und auf der Insel erst recht nicht. Und nun soll es Tee (= Tea!) auch als lösliches Pulver geben, so wie Neskaffee. Diesen Kulturschock darf ich den Autoren dieses Blogs erzählen, sonst erfinden die noch den Trocken-Whisky: Pulver mit Wasser aufgießen, umrühren, und Sie erhalten ein erfrischendes Getränk!

    • Wir wollen sie ja nicht schockieren, aber es ist alles schlimmer als Sie glauben: Es gibt bereits alkoholfreien Whisky:

      https://blog.thewhiskyexchange.com/2009/06/your-worst-nightmare-alcohol-free-whisky/

      • corvusalbus says:

        Alles in dem Artikel habe ich nicht genau verstanden. Aber ich prophezeie Ihnen schon heute, dass in spätestens 20 Jahren Lebensmittel , Getränke – alles was damit zusammenhängt, nur noch in Tablettenform hergestellt wird.
        Gut, dass ich das nicht mehr erlebe.

      • Gereon says:

        Alkoholfreien Whisky kann es nicht geben, genauso wie alkoholfreies Bier. Beide Getränke sind alkoholhaltig definiert, der Entzug von Alkohol macht es zu etwas Anderem, Undefinierten, Unbenanntem. Und fragen Sie ja nicht nach meinen Vorschlägen.
        Der Münchner Soziologe fährt natürlich kein Alu-Fahrrad sondern, wie in den 70ern einen ordentlich gemufften und verlöteten Stahlrahmen mit doppelt gezogenen Rohren und ner 10-Gangschaltung auf Stahlritzel.
        Und erzählen Sie ihm ja nicht, wieviel Strom die Alu-herstellung aus Bauxit benötigt, das überlebt der Mann nicht.
        Er kann übrigens gerne mal auf nen Kaffee nach Großmutters Art vorbeikommen.
        Kaffepulver rein, Heisswasseraufgiessen, linksrum umrühren, 3 Minuten absetzen lassen, oben abtrinken. Wenn mans drauf hat, bekommt man fast keine Feststoffe ins Getränk. Schmeckt aber gut.
        Danach gehen wir dann zum Unkrauthacken auf die Felder oder in den Weinberg, ich wette, wenn ers ein halbes Jahr aushält, hab ich ihn fast wieder auf menschlichem Niveau.
        Zum Abschluss darf er alles essen, was er mit eigener Arbeit und Leistung aus dem Boden bekommen hat. Dann darf er sich Magna cum Laude in ein sinnvolleres Leben verabschieden.

    • Andre Zawehn says:

      Na dann mach ich mir mal ein Instant-Wasser: Tüte getrocknetes Wasser aufreißen, in einem Glas mit Wasser auffüllen – herrlich und erfrischend

  6. Andre Zawehn says:

    Ehrlich gesagt, habe ich die Kapseln von Nescafe vor ein paar Jahren auch aus meinem Leben verbannt. Die waren so praktisch. Ich habe die geliebt! Dann habe ich für mich beschlossen (wegen Verdacht auf gelöstes Plastik o. Alu im Kaffee, wegen Müll, wegen teuer), auf einen Jura-Vollautomaten umzusteigen. Jetzt liebe ich den! Aber es hat mir niemand die Kapsel verboten, noch habe ich mich mit einem Schild an den Bahnhof gestellt „Das Ende ist nah – lasset ab von der Kapsel!“. Freier Bürger, freie Wahl der Kaffeezubereitung…

  7. christian says:

    Zuerst habe ich den Artikel für Satire gehalten, aber mir wird langsam klar, dass alles so gemeint ist.
    Mir fehlt in diesem Artikel die Weitsicht, die ich sonst so sehr schätze. Was der Mann sagen will, ist nicht im Kleinen zu erfassen. Es geht um Bewusstsein, darum, dass wir uns mal klar werden, wieviel unnötiges Zeugs uns umgibt.
    Und ich finde es kleingeistig zu sagen, wenn er das meint, dann schauen wir doch mal, wie er dies und das handhabt.
    Fakt ist, egal, wie wir zu diesem Konsum-Wahnsinn stehen, irgendwie müssen wir alle damit zurecht kommen, gemäß unseres Bewusstseins. Und je mehr ich daran aktiv teilnehme, desto mehr sollte mir bewusst sein, dass vieles davon auf Kosten sehr, sehr viel ärmerer Länder geschieht.
    Das blenden wir gerne aus, dazu sind viele Bestandteile des Luxuslebens zu angenehm, …und dann auf ihn mit Gebrüll. Der arme (von uns alimentierte) Mann.

    • Wenn Sie das für sich tun wollen und für überlegen wollen, dann ist das gut für Sie, aber hören Sie auf, andere missionieren zu wollen. Wir halten es für so was von kleingeistig, wenn man denkt, das was man denkt und für richtig hält, müssten auch alle anderen denken und für richtig halten. Und jenseits von kleingeistig ist es sozial unintelligent in einem Ausmaß, das schaudern lässt. Oder in anderen Worten: Es geht Sie schlicht nichts an, ob andere über das nachdenken, was Sie wichtig finden und sich so verhalten, wie Sie es für richtig halten. Kehren Sie Ihr eigenes Haus, das reicht. Oder wie es bei Tesco heißt: Every little helps.

    • Heike Diefenbach says:

      Wenn „uns“ etwas bewusst sein sollte, dann dass es keinen Sinn hat, auf Länderebene (oder auf Gruppenebene wie z.B. „die“ Männer und „die“ Frauen) zu denken. In allen Ländern, egal, wie relative reich oder arm gemessen am BSP oder anderen wirtschaftlichen Maßen, gibt es Leute, denen es sehr gut geht, und Leute, denen es relativ schlecht geht.

      Ich für meinen Teil versuche so zu leben, dass ich das Wohlergehen anderer Menschen, denen es relativ schlecht geht – soweit deren Lebensverhältnisse mir überhaupt einigermaßen verläßlich bekannt sind – (subjektiv) nicht erheblich negativ beeinflusse, ohne mein eigenes Wohlergehen (subjektiv) allzu stark einzuschränken (weil mir sonst die Kraft fehlt für all die kleinen Dinge, die ich auf täglicher Basis für mich und andere Menschen und Tiere tue).

      Und das ist nicht so einfach wie es auf den ersten Blick erscheinen könnte.

      Denken Sie z.B. an „Fairtrade“-Produkte: Ethnographische Forschung hat gezeigt, dass die Bauern, die in genossenschaftlichen Fairtrade-Projekten arbeiten, oft gar nicht wissen, dass es Prämien für die Zielerreichtung gibt (wie im schlechten, alten Sozialismus!), sondern die oft in eigenen Institutionen organisierten Projektleiter vor Ort die Prämien einstreichen. Und das ist nur EINER der REALEN Umstände, unter denen „Fairtrade“-Produkte erwirtschaftet werden.

      Die Frage ist dann: wenn Sie „Fairtrade“-Produkte kaufen, wen unterstützen Sie damit eigentlich bzw. eigentlich am meisten? Wenn man meint, dass die Bauern von dem Produktkauf hinreichend profitieren, nimmt man die „Prämienreißer“ vor Ort in Kauf, aber wenn man vor Ort betrachtet, was den Bauern von ihrer Arbeit bleibt, wie stark sie sich oft der Genossenschaft gegenüber verschulden, wie groß ihre Chance ist, aus den Schulden wieder herauszukommen, dann sieht man, WIE prekär das Auskommen der Bauern ist und dass ihnen vielleicht besser gedient wäre, wenn sie Zugang zu einem möglichst wenig reglementierten Markt hätten,

      Das ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass es möglich ist, in bestimmten Situationen das Beste zu tun, wenn man gar nichts anderes macht als im mainstream zu agieren. Und es ist ein gutes Beispiel dafür, dass man oft mit der richtigen Motivation handelt, aber ohne das notwendige Urteilsvermögen (mangels Informationen), ganz zu schweigen von der schlichten Tatsache, dass alles positive und negative beabsichtigte und unbeabsichtigte Effekte hat.

      Deshalb ist und bleibt die Motivation eine wichtige, wenn nicht die entscheidende Größe für das eigene Handeln.

      Jeder, der daherkommt und anderen sagt, sie müssten das und jenes tun, weil er selbst das und jenes tut (wenn auch nach eigenem besten Wissen und Gewissen), ist deshalb völlig naiv. Oder sein eigenes Gewissen spielt bei seiner Predigt keine Rolle, sondern er hat eher, sagen wir: unedle Motive.

      Es muss nämlich nicht nur ihm, sondern auch allen anderen freistehen, das zu tun, was IHNEN SELBST angesichts ihrer eigenen Informationen und ihrer eigenen Motivation als das Beste in einer bestimmten Situation erscheint.

      Und was die Kaffeekapseln betrifft, so steht der Müll, den sie verursachen, in keinem Verhältnis zu z.B. dem Sondermüll, den Kühlschränke oder Computer verursachen, nur, weil es keine Infrastruktur gibt, die auf die Reparatur dieser und anderer Geräte abzielt. Und dann gibt es noch Leute, die vom Bauxit-Abbau leben … manche besser als andere … Nein, ich fühle mich nicht kompetent, hier ein Urteil zu treffen.

      Ich trinke lieber meinen Kaffee aus Kaffeekapseln und widme mich u.a. weiter der Pflege meines chronisch kranken Fundkaters – nun schon im zehnten Jahr etc. etc.

  8. Armin says:

    Drecks Kommunisten.
    Kommunismus ist die Geisteskrankheit des 20. Jahrhundert.

    Im 21. Jahrhundert wird es Zeit, dass Kommunismus endgültig ausstirbt.
    Die grösste Massenmörderideologie die jemals die Welt befallen hat gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.

  9. Martin Schmitt says:

    Wenn Herr Lessenich in den 70ern lebt, sollte er als erstes die Segnungen der modernen Kommunikationswelt abgeben: seinen Internetanschluß, sein Smartphone und sein Laptop. Dafür geben wir ihm für sein professorales Gesülz Schreibmaschine, Farbband und Durchschlagpapier. Damit erledigt sich das Problem von selbst. Armes Deutschland!

  10. Hosenmatz says:

    Erst die Leute zu unmündigen Bürgern erziehen und sich dann wundern, wenn diese keine mündigen Entscheidungen treffen.

  11. leipzigoma says:

    Gehen Sie bitte nicht gar so streng mit dem Mann ins Gericht. Er ist immerhin Gründungsmitglied des Instituts für solidarische Moderne 😉 https://www.solidarische-moderne.de/de/topic/36.gruendungsmitglieder.html

  12. davboe says:

    Hui! Danke. Da hat sich jemand die Mühe gemacht, die Moralpredigt des Herrn Lessenich mal einer Analyse zu unterziehen.
    Ich dachte, ich les nich richtig, als mir dieser Wortschwall eines … nun ja … Gelehrten entgegen kam – der Mann wäre auch auf einer Kanzel gut aufgehoben.
    Mehrmals dachte ich: Was möchte mir Herr Lessenich sagen? Bis ich bemerkte: Ich bin dem völlig egal. Du auch. Und Du ebenfalls – der predigt einfach so vor sich hin.

    Danke für die Aufklärungsarbeit.

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