Tag: Soziologie

Deutschlands zerbrochene Gesellschaft

Der Kit, der eine Gesellschaft zusammenhält, ist letztlich das Gefühl, an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Dieses Gefühl wiederum baut auf der Erfahrung, seine Ideen, seine Überzeugungen einbringen zu können, mit seinen Überzeugungen Ernst genommen zu werden, mit anderen über die richtigen Problemlösungen diskutieren zu können, sich im Wettstreit der Meinungen bewähren zu können. Technisch

Volksgemeinschaft: Eine (ursprünglich) linke Idee (demokratischer Sozialismus)

Volksgemeinschaft, das lernt heute jeder Schüler, das ist ein Konzept der Nationalsozialisten, das auf dem Mythos der arischen Blutsverwandtschaft baut und im Wesentlichen dazu benutzt wurde, um die, die als „Schädlinge am Volkskörper“ galten, auszugrenzen. Wie die meisten, wenn nicht alle Konzepte, derer sich die Nationalsozialisten bemächtigt haben, so ist auch das Konzept der Volksgemeinschaft schon

Deutsche Gesellschaft für Soziologie: Steht Anschluss an die LINKE bevor?

Vorgestern haben wir den SVR-Integrationsbarometer einer grundlegenden Kritik unterzogen und gezeigt, dass das Integrationsbarometer weder valide noch verlässlich ist, dass die Konstruktion des Index, der zum Integrationsbarometer ernannt wird, auf Basis von 16 Aussagen / Fragen ungeklärten Status‘ erfolgt, dass sie fehlerhaft ist, gegen Standards der empirischen Sozialforschung verstößt und dass der Barometer mit Sicherheit

Münchner Soziologe will, dass Staat Konsum verbietet

Da sitzen wir gemütlich in unserem Office. Genießen unseren Kaffee, den von Nescafé, diesen genialen Dolce Gusto in den Kaffeekapseln, genießen unsere Aussicht auf die Black Mountains und die Brecon Beacons und lesen ein paar Texte, die sich bei uns eingefunden haben, und dann das: [Aus dem Interview von “Jetzt.de” mit Stephan Lessenich]: “Es geht

Deutschland ist eine Erziehungsdiktatur

Der deutsche demokratische Versuch hat ein Richtungsproblem. Er funktioniert in der falschen Richtung. Nicht von unten nach oben, sondern von oben nach unten. Politiker dirigieren Bürger und nicht etwa umgekehrt. Die politische Obrigkeit, also die Politiker, die sich dafür halten, machen für sich einen Alleinvertretungsanspruch geltend: Sie wissen, was für die Bürger gut ist. Sie

Macht

Seit in die Sozialwissenschaften das Geschwätz Einzug gehalten hat, und es für angebliche Sozialwissenschaftler wichtiger ist, sich ideologisch auf der richtigen Seite zu positionieren und darüber zu jammern, dass alles ökonomisiert wird oder die Gesellschaft so ungleich ist oder die Frauen so benachteiligt sind, seit all diese minimalistischen, wenn nicht irrelevanten Lamentos gesungen werden, seitdem hat es sich mit

Früher Sterben mit Armut – Die Debatte der Heuchler

Wir beobachten derzeit eine seltsame Diskussion um Armut und den Zusammenhang zwischen Armut und Sterblichkeit. Wer wenig verdient, stirbt früher, so der ökologische Fehlschluss, der im Neuen Deutschland gezogen wird. Fehlschluss: Nicht jeder, der sagen wir, weniger verdient als ein durchschnittlicher Landtagsabgeordneter, stirbt auch früher als ein durchschnittlicher Landtagsabgeordneter. Deshalb ist der Titel “Wer wenig verdient, stirbt

Angst vor Wutbürgern: Die Anomie der Manipulateure

Machen wir doch einmal ein bischen Soziologie – als Bericht dessen, was wir gerade im ScienceFiles-Breakfast-Club diskutiert haben: Zunächst ein paar Randbedingungen: (1) Politiker kann man auch werden, ohne eine abgeschlossene Ausbildung, ohne Berufserfahrung und ohne jemals gearbeitet zu haben. Die Zahl derer, die nach dem abgebrochenen Studium in die Politik gehen und die Zahl

Wutbürger sind verbittert und dumm: Die Soziologie der Gelangweilten und Satten

Heute hat uns der folgende Kommentar erreicht: “Hallo, Fr. Dr. Diefenbach, hallo Herr Klein, Sie wundern sich doch immer wieder, warum die Soziologie und die Soziologen bei den Laien so verrufen sind. Hier ist ein Grund dafür: http://www.faz.net/aktuell/politik/denk-ich-an-deutschland-1/wenn-systemkritik-proletariat-und-mittelstand-eint-13797245.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 Dieses Geschwurbel ist für jeden denkenden Menschen nahezu unerträglich, und was ist dieser Autor: Prof. für Soziologie

Totaler Durchgriff: Frühsexualisierung als Grenze der Privatheit und Homophobie

Wissenschaftliche Vorrede: Die Degeneration der institutionellen Soziologie [diejenigen, die gleich wissen wollen, ob Sie homophob sind, können die Vorrede überspringen] “Soziologie (im hier verstandenen Sinne dieses sehr vieldeutig gebrauchten Wortes) soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und in seinen Wirkungen ursächlich erklären will” Max Weber hat dies geschrieben. Man

Vom Ökologischen Fehlschluss: Arbeitslosigkeit und Selbstmord

Manche Wissenschaftler versuchen, mit Zahlen zu beeindrucken. Daten für 63 Länder. Durchschnittlich 233.000 Selbstmorde pro Jahr. Längsschnittdaten für 12 Jahre. Alles auf den ersten Blick beeindruckend. Die durchschnittlich 233.000 Selbstmorde in 63 Ländern, haben Carlos Nordt, Ingeborg Wanke, Erich Seifritz und Wolfram Kawohl nicht nur gesammelt, nein, sie haben die durchschnittlich 233.000 Selbstmorde auch in Zusammenhang

Der widersprechende Mund und das Rückgrat: Zwei Desiderate der Wissenschaft

In der Soziologie wird diskriminiert. Männer werden diskriminiert, und zwar systematisch. Und was passiert? Nichts. Warum? Nun, wir haben die letzten Tage eine Reihe von Argumenten gehört, die rechtfertigen sollen, warum sich bislang kein Widerstand unter Soziologen regt und nicht nur unter Soziologen, denn die Diskriminierung von Männern an Hochschulen ist nicht nur ein Problem der Soziologie.
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