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Tag: Soziologie

EchoKammerOrchester: Witz-Zentrum-Berlin hat Angst vor dem Forschungsgegenstand

Soziologie und Politikwissenschaft, Ihr Leser, waren nicht immer der Hort der selbstgefällig Feigen, der sie heute geworden sind, Hort derer, die viel über Andere reden, viel Erziehungsbedarf bei Anderen sehen, viel Hilfestellung für Andere geben wollen, viel an Anderen auszusetzen haben, an Anderen, vor denen sie so viel Angst haben, dass sie jeden Kontakt mit

Weihnachten, die Zeit „zwischen den Jahren“ und Neujahr: Zeit der Einsamkeit? Zeit des Selbstmordes?

von Dr. habil. Heike Diefenbach Die Weihnachtstage dürften von allen Feiertagen in Europa, den christlichen wie den säkularen Feiertagen, die Feiertage sein, die am stärksten familienzentriert sind, also diejenigen, an denen die vergleichsweise meisten Menschen die meisten Zeit im Kreis ihrer Familie verbringen, gemeinsam mit Familienmitgliedern zusammensitzen, essen, Spiele spielen, spazierengehen, zur Kirche gehen etc.

Langeweile mit System: Monotonie in Diversität

Soziologie war einst ein spannendes, interessantes Fach: Konkurrierende Theorien, quantitative Methoden, geprüfte und falsifizierte Hypothesen, Streit auf Soziologentagen, Kritik, Erklärung gesellschaftlicher Phänomene vom Suizid bis zum Einbruchsdiebstahl, von der institutionellen Diskriminierung bis zur Transmission von Scheidung, politische Soziologie, Bildungssoziologie und vieles mehr. Soziologie war auf dem Sprung in die Kuhnsche Normalwissenschaft, mit einem festen Korpus

Deformationen: Peter L. Berger über den Zustand der Sozialwissenschaften

Öffentlich zugängliche Kritik am Zustand der Soziologie, daran, dass ein Fach, das auf dem Weg zur Wissenschaft war, von Ideologen zerstört und von staatsdienlichen Datenfuzzis lächerlich gemacht wurde, ist international selten und in Deutschland außerhalb von ScienceFiles so gut wie nicht vorhanden. Vor diesem Hintergrund ist der folgende Text von Dr. habil. Heike Diefenbach, in

Soziologie als Wissenschaft statt als „trister und obskurer Journalismus“

Samuel A. Stouffer an seinem 119. Geburtstag – aktueller denn je Von Dr. habil. Heike Diefenbach   Von dem U.S.-amerikanischen Soziologen Samuel A. Stouffer stammt die folgende Charakterisierung der Mißstände in der Soziologie: „In a society which rewards quick and confident answers and does not worry about how the answers are arrived at, the social

Deutschlands zerbrochene Gesellschaft

Der Kit, der eine Gesellschaft zusammenhält, ist letztlich das Gefühl, an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Dieses Gefühl wiederum baut auf der Erfahrung, seine Ideen, seine Überzeugungen einbringen zu können, mit seinen Überzeugungen Ernst genommen zu werden, mit anderen über die richtigen Problemlösungen diskutieren zu können, sich im Wettstreit der Meinungen bewähren zu können. Technisch

Volksgemeinschaft: Eine (ursprünglich) linke Idee (demokratischer Sozialismus)

Volksgemeinschaft, das lernt heute jeder Schüler, das ist ein Konzept der Nationalsozialisten, das auf dem Mythos der arischen Blutsverwandtschaft baut und im Wesentlichen dazu benutzt wurde, um die, die als „Schädlinge am Volkskörper“ galten, auszugrenzen. Wie die meisten, wenn nicht alle Konzepte, derer sich die Nationalsozialisten bemächtigt haben, so ist auch das Konzept der Volksgemeinschaft schon

Deutsche Gesellschaft für Soziologie: Steht Anschluss an die LINKE bevor?

Vorgestern haben wir den SVR-Integrationsbarometer einer grundlegenden Kritik unterzogen und gezeigt, dass das Integrationsbarometer weder valide noch verlässlich ist, dass die Konstruktion des Index, der zum Integrationsbarometer ernannt wird, auf Basis von 16 Aussagen / Fragen ungeklärten Status‘ erfolgt, dass sie fehlerhaft ist, gegen Standards der empirischen Sozialforschung verstößt und dass der Barometer mit Sicherheit

Münchner Soziologe will, dass Staat Konsum verbietet

Da sitzen wir gemütlich in unserem Office. Genießen unseren Kaffee, den von Nescafé, diesen genialen Dolce Gusto in den Kaffeekapseln, genießen unsere Aussicht auf die Black Mountains und die Brecon Beacons und lesen ein paar Texte, die sich bei uns eingefunden haben, und dann das: [Aus dem Interview von “Jetzt.de” mit Stephan Lessenich]: “Es geht

Deutschland ist eine Erziehungsdiktatur

Der deutsche demokratische Versuch hat ein Richtungsproblem. Er funktioniert in der falschen Richtung. Nicht von unten nach oben, sondern von oben nach unten. Politiker dirigieren Bürger und nicht etwa umgekehrt. Die politische Obrigkeit, also die Politiker, die sich dafür halten, machen für sich einen Alleinvertretungsanspruch geltend: Sie wissen, was für die Bürger gut ist. Sie

Macht

Seit in die Sozialwissenschaften das Geschwätz Einzug gehalten hat, und es für angebliche Sozialwissenschaftler wichtiger ist, sich ideologisch auf der richtigen Seite zu positionieren und darüber zu jammern, dass alles ökonomisiert wird oder die Gesellschaft so ungleich ist oder die Frauen so benachteiligt sind, seit all diese minimalistischen, wenn nicht irrelevanten Lamentos gesungen werden, seitdem hat es sich mit

Früher Sterben mit Armut – Die Debatte der Heuchler

Wir beobachten derzeit eine seltsame Diskussion um Armut und den Zusammenhang zwischen Armut und Sterblichkeit. Wer wenig verdient, stirbt früher, so der ökologische Fehlschluss, der im Neuen Deutschland gezogen wird. Fehlschluss: Nicht jeder, der sagen wir, weniger verdient als ein durchschnittlicher Landtagsabgeordneter, stirbt auch früher als ein durchschnittlicher Landtagsabgeordneter. Deshalb ist der Titel “Wer wenig verdient, stirbt

Angst vor Wutbürgern: Die Anomie der Manipulateure

Machen wir doch einmal ein bischen Soziologie – als Bericht dessen, was wir gerade im ScienceFiles-Breakfast-Club diskutiert haben: Zunächst ein paar Randbedingungen: (1) Politiker kann man auch werden, ohne eine abgeschlossene Ausbildung, ohne Berufserfahrung und ohne jemals gearbeitet zu haben. Die Zahl derer, die nach dem abgebrochenen Studium in die Politik gehen und die Zahl

Wutbürger sind verbittert und dumm: Die Soziologie der Gelangweilten und Satten

Heute hat uns der folgende Kommentar erreicht: “Hallo, Fr. Dr. Diefenbach, hallo Herr Klein, Sie wundern sich doch immer wieder, warum die Soziologie und die Soziologen bei den Laien so verrufen sind. Hier ist ein Grund dafür: http://www.faz.net/aktuell/politik/denk-ich-an-deutschland-1/wenn-systemkritik-proletariat-und-mittelstand-eint-13797245.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2 Dieses Geschwurbel ist für jeden denkenden Menschen nahezu unerträglich, und was ist dieser Autor: Prof. für Soziologie
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