Feminismus, Bolschewismus, Kommunimus: Wie Genderisten Genozide relativieren

Wir haben uns heute mehrfach verwundert die Augen gerieben.

Zunächst über das ZDF, in dem Bärbel Schmidt-Sakic allen Ernstes versucht, die Oktoberrevolution aus dem November 1917 in Russland zu einer „Revolution der Frauen“ umzudeuten. Man muss daraus schließen, dass Feministen nun auch bereits sind, die Verantwortung für die mehr als 50 Millionen Toten, die als Folge der Oktoberrevolution zu beklagen sind, zu übernehmen.

Dem Irrsinn nicht genug, findet sich in der ARD die folgenden Aussage,

“Sie [die Oktoberrevolution] war der Versuch, eine gesellschaftliche Utopie zu verwirklichen. In Kunst, Literatur und Musik hat sie weit über Russland hinaus inspiriert. Und sie war ein soziales Experiment – mit breit angelegter Alphabetisierung, mit Stärkung von Frauenrechten. Deshalb hat sie bis heute trotz aller negativer Folgen immense zivilisatorische Bedeutung.”

Für diese Variante eines brachialen Sozialdarwinismus ist eine Gabriele Woidelko verantwortlich, die von der ARD als Russlandexperte verkauft werden soll. Wohl denn, wenden wir die gehobelten Späne von Woidelko, den Zweck, der alle Mittel rechtfertigt, auch mehr als 50 Millionen Tote, doch einmal auf das Dritte Reich an. Das Dritte Reich war ebenso eine gesellschaftliche Utopie, der Arier ihr Fetisch. Das damit verbundene soziale Experiment aus Herrenmenschen und Untermenschen hat zwar auch nicht funktioniert, aber über seine technologischen Errungenschaften hat das Dritte Reich bis heute eine immense zivilisatorische Bedeutung, man denke nur an Wernher von Braun und die Raketen aus Penemünde, die es den USA ermöglicht haben, das Rennen um den Mond zu gewinnen. Ein kleiner Schritt für Neil Armstrong, aber ein großer Schritt für die Menschheit.

Wenn man derartigen Unsinn wie den von Schmidt-Sakic und Woidelko liest und die damit verbundenen Versuche, Grausamkeit, Mord und Vernichtung, die im Namen einer Ideologie begangen wurden, zu relativieren, dann stellt sich automatisch die Frage, warum soll hier Mord und Genozid an der eigenen Bevölkerung verharmlost werden? Die Antwort findet sich in einer Gemeinsamkeit, einer Gleichschaltung der Texte in ARD und ZDF. Im ZDF wird die russische Revolution gleich vollständig für Frauen reklamiert und eine Eloge dazu angestimmt, wie Lenin, der Bolschewismus und die Nachfolger im Mörderreigen Frauenrechte und Gleichstellung befördert haben. In der ARD kommen die Frauenrechte etwas weniger prominent aber dennoch vor.

Die Notwendigkeit, Mord und Vernichtung, Genozid an der eigenen Bevölkerung zu relativieren, ergibt sich daraus, dass der Genderismus, der als neue sozialistische Heilslehre gilt, seine Wurzeln im Bolschewismus hat. Die meisten queeren Ideen, mit denen Genderisten heute hausieren gehen, wurden von Kommunisten und Bolschewisten, von Mördern wie Trotzky und Lenin vorgedacht.

Um dies zu verdeutlichen, reicht es, einen Blick in das Buch von Wendy Z. Goldman zu werfen, das den Titel „Women, the State and Revolution: Soviet Family Policy and Social Life, 1917-1936 trägt.

Dort findet sich unter anderem Folgendes:

„Given that the family was widely expected to wither away, the issue of how to organize household labor provoked extensive discussion. Lenin spoke and wrote repeatedly of the need to socialize housework, describing it as ‘the most unproductive, the most savage, and the most arduous work a woman can do.’ Sparing no harsh adjective, he wrote that ‘petty housework crushes’ and ‘degrades’ a woman ‘chains her to the kitchen and the nursery’ where ‘she wastes her labor on barbarously unproductive, petty, nervewracking, and stultifying drudgery’. Lenin obviously despised housework. He argued that ‘the real emancipation of women’ must include not only legal equality, but ‘the wholesale transformation’ of household into socialised labor”.

Wie man sich diese Transformation vorzustellen hat, wird einige Seiten weiter erklärt:

„Unlike modern feminists, who argue for a redivision of household tasks within the family, increasing men’s share of domestic responsibilities, Bolshevik theorists sought to transfer housework to the public sphere. Preobzrazhenskii expressed this difference crisply. ‘Our task does not consist of striving for justice in the division of labor between the sexes’, he wrote, ‘Our task is to free men and women from petty household labor.’ The abolition of the family, rather than gender conflict within it, held the key to women’s emancipation. The socialization of household labor would eliminate women’s dependence on men and promote a new freedom in relations between the sexes. Trotsky declared that as soon as ‘washing [was] done by a public laundry, catering by a public restaurant, sewing by a public workshop,’ ‘the bond between husband and wife would be freed from everything external and accidental.’ New relationships, ‘compulsory for no one,’ would develop based on mutual feelings”. [Mit der neuen Freiheit kommt natürlich eine ganz neue und umfassende Form der Abhängigkeit, da die eigene Ernährung und alle Verrichtungen des täglichen Lebens von Bediensteten des Staates ausgeführt werden.]

Der Unterschied zum modernen Feminismus ergibt sich daraus, dass Bolschewisten wie Lenin keine halben Sachen machen wollten: Die Befreiung von Hausarbeit hatte das Ziel, Männer und Frauen mit voller Arbeitskraft für die Gesellschaft, das sozialistische Ganze, einsetzen zu können. Schließlich war Russland 1917 ein Agrarstaat, der in seiner Entwicklung weit hinter Deutschland oder England zurückgeblieben war. Die nachholende Industrialisierung benötigte also jede Hand in Vollzeit, nicht in Teilzeit und konnte letztlich nur durch Sklavenarbeit in den Gulags erreicht werden. Moderner Feminismus ist nicht daraus ausgerichtet, Frauen zu 100% in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Deshalb wurden in diesem Punkt Abstriche von der ansonsten mit Bolschewisten und Kommunisten geteilten ideologischen Grundlage gemacht.

Ungeachtet dessen sind Relativierungen wie die oben dargestellten von Schmidt-Sakic und Woidelko nicht nur geschmacklos, sie sind angesichts der Emanzipation, wie sie weibliche und männliche Sklaven in den Gulags, die über die ganze Sowjetunion verteilt waren, erfahren haben mögen, nur mit völliger Ignoranz oder einer Art von Zynismus zu erklären, die man Probleme hat, in den Kontext von Humanismus und menschlicher Spezies zu integrieren.

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5 Responses to Feminismus, Bolschewismus, Kommunimus: Wie Genderisten Genozide relativieren

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  3. Markus Meier says:

    Aus Friedrich Engels Schriftchen “zum Ursprung der Familie” –

    Was heißt denn das: regelloser Geschlechtsverkehr? Daß die jetzt oder zu einer früheren Zeit geltenden Verbotsschranken nicht gegolten haben. Die Schranke der Eifersucht haben wir bereits fallen sehn. Wenn etwas, so steht dies fest, daß die Eifersucht eine relativ spät entwickelte Empfindung ist [was soviel bedeuten soll wie “eine Deformation eines Urzustandes, so wie der gesamte Kapitalismus … weg damit!”]. Dasselbe gilt von der Vorstellung der Blutschande. Nicht nur waren Bruder und Schwester ursprünglich [also “gut” …] Mann und Frau, auch der Geschlechtsverkehr zwischen Eltern und Kindern ist noch heute bei vielen Völkern gestattet. [“gender” lässt grüssen – – Es geht den Linken um einen nicht auszulöschenden Hass auf die Familie, das findet sich tatsächlich bei den Bolschewiki und den Feminicki gleichermassen.]

  4. Armin says:

    Diese Mediale Peinlichkeit unserer elitären Medien zielt an den Befestigten vorbei, gezielt auf alle die unbefestigt sind jegliche Geschichte umzudeuten. Dies hat längst die Qualität von aktiver Volksverhetzung.

  5. ruebezahl99 says:

    Da passt dieser Artikel mit paar Details vielleicht noch mit “in die grosse Suppe”.. 🙂 ?

    Die „freie Liebe“ – das gescheiterte sowjetische Experiment
    http://www.epochtimes.de/wissen/geschichte/die-freie-liebe-das-gescheiterte-sowjetische-experiment-a2158469.html
    “…”Alle Verbote, die die Sexualität betreffen, müssen abgeschafft werden […]. Wir können von den Suffragetten viel lernen: Auch das Verbot der gleichgeschlechtlichen Liebe muss abgeschafft werden” – das schrieb Lenin 1911 an seinen Mitstreiter Leo Trotzki. Die Einstellung der Kommunisten zur Sexualität läutete 1917 das sowjetische Experiment der “freien Liebe” ein, das fast in einer gesellschaftlichen Katastrophe endete….”

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