Individualität und Freiheit haben es schwer in einer Zeit, in der der Faschismus als Guter gefeiert wird.
Zwei Beispiele:
Die „Welt als müllfreier Ort“
Dushan Wegner auf der „Nazi-Liste“
Die Welt als müllfreier Ort
Bento zu schließen, wäre sicher ein Beitrag zur Müllvermeidung
Die (W)Irren bei Bento haben heute beschlossen, „die Welt zu einem müllfreien Ort zu machen“. Diese Absage an den menschlichen Stoffwechsel, der nun einmal Müll produziert, kontinuierlich, täglich, ist denen bei Bento Programm. Sie predigen die Abschaffung des individuelle Menschen und seinen Ersatz durch einen Zellhaufen, der über keine eigenen Interessen, Empfindungen und Vorlieben mehr verfügt. Der neue Mensch ist gleichgeschaltet im Irrsinn, der sich in der Formulierung „die Welt zu einem müllfreien Ort zu machen“, Ausbruch verschafft. Ob Uranus, der nach H2S riecht, also nach faulen Eiern, jemals zum müllfreien Ort erklärt werden kann, ist unter Bentos wohl noch strittig, während Pulsare gute Chancen haben, in den Club der Müllfreien aufgenommen zu werden, weil sie sich so schön drehen. Braune Zwerge sind out, die Nazis unter den Sternen sind bei Bento wohl in jeder Variante Müll, den es zu entsorgen gilt.
Backen wir doch kleinere Brötchen und fragen danach, wie die Bentos die Erde zum müllfreien Paradies machen wollen.
Durch Kolchosivierung.
Kolchosen waren in der Sowjetunion verbreitete landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaften (LPGs, wie man in der DDR gesagt hat), die sich dadurch ausgezeichnet haben, dass alle alles in Eigentum hatten, aber niemandem etwas gehört hat.
Die modernen Formen des Stalinismus, die Bento propagiert, um die Erde müllfrei zu machen, sehen vor:
Autos zu teilen,
Waschmaschine und Spülmaschine zu teilen,
Essen zu teilen,
Fahrräder zu teilen
und Einkaufskooperativen zu gründen, um weniger zu konsumieren.
Es geht den Symbolen eines individuellen Lebensstils wirklich an den Kragen. Der Umwelt und dem Planeten zuliebe, natürlich. Die Stalinisten der Nach-Stalin-Ära, sie predigen den Verzicht und die Aufgabe individueller Wünsche und Ansprüche nicht mehr zugunsten des Arbeiterparadieses. Das Paradies wurde ausgeweitet. Wer sich fügt und seine Individualität in den Dienste der Partei stellt, der wird nicht mehr mit der klassenlosen, sondern mit der mülllosen Gesellschaft belohnt.
Böhmermann ist ein Kind des Unterschichtenfernsehens. An das Unterschichtenfernsehen bzw. die Diskussion darüber, die Detlef Nolte ausgelöst hat, erinnern sich nur noch wenige. Das Unterschichtenfernsehen war für die prekäre Mittelschicht sehr wichtig. Sie haben sich über die vermeintlich Dummen aus der Unterschicht aufgeregt, die in aberwitzigen TV-Formaten Blödsinn unter die Zuschauer, also die aus der prekären Mittelschicht, geworfen haben. Das Aufregen war ein Identifikation stiftender Akt. So konnte sich die prekäre Mittelschicht beweisen, dass es noch sozial unter ihr angeordnete Menschen in Deutschland gibt, was dann, wenn man auf einer halben Stelle im akademischen Prekariat darbt, nicht selbstverständlich ist.
Das Unterschichtenfernsehen wurde durch TV-Gestalten wie Böhmermann abgelöst. Sie verkaufen nicht mehr soziale Erhöhung wie im Unterschichtenfernsehen. Sie verkaufen moralische Erhöhung, denn in der prekären Mittelschicht ist man nicht nur der Einkommens-Trennlinie zwischen Mittelschicht und Unterschicht verlustig gegangen, man ist auch der Moral verlustig gegangen, und zwar vollständig. Anstand, Ethik, Moral, all die Vorstellungen davon, was ein gutes, ein richtiges Leben auszeichnet, sie sind verloren gegangen. Die Mitglieder der prekären Mittelschicht haben keinerlei Möglichkeit, das, was ein gutes, ein moralisches Leben auszeichnet, positiv, nein überhaupt zu bestimmen.
Deshalb müssen sie sich abgrenzen.
Wie damals beim Unterschichtenfernsehen tun sie das, in dem sie eine Klasse schaffen, auf die sie heruntersehen zu können glauben: Die Nazis. Die Nazis sind böse. Das weiß man aus der Geschichte. Wenn man über tumbe Nazi-Witze von Böhmermann lacht, ist man ein guter, ein moralisch Erhöhter. Wenn man sich über vermeintliche Nazis ereifert, gehört man auf die richtige Seite. Wenn man überall Nazis sieht, dann hat man zwar immer noch keine Idee davon, was Moral und Anstand sind, aber man hat gezeigt, dass man kein Nazi ist, und das muss gut sein, oder?
Dushan Wegner, wie gesagt, hat sich auf der Liste eines angeblichen Nazi-Netzwerkes gefunden, die Böhmermann vertreibt. Böhmermann ist ein Händler in Geschmacklosigkeit. Er verkauft Identitäten an diejenigen, die so tief gefallen sind, dass sie Angebote aus der TV-Gosse annehmen, um sich überhaupt als etwas fühlen zu können, um ihre niederen Instinkte noch um die Einbildung man sei ein Mensch mit einem Funken Moral ergänzen zu können.
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Wenn die Welt ein müllfreier Ort werden soll, könnte bento sich selbst abschaffen und so einen großen Beitrag zur Erreichung des hehren Zieles leisten.
Nach Kurt Beck wurde die „Unterschicht“ bereits seit 2006 zum Problem.
Also nichts Neues!
Dann muss natürlich auch ein „Unterschichtenfernsehen“ her.
Auch nichts Neues „
Naja, ich bin auf der Liste auch vertreten (Nr. 888), echauffiere mich aber nicht im Gegensatz zu vielen Weichspül-Patrioten, als Naaazi bezeichnet zu werden.
Längst nicht jeder hat so eine Auszeichnung in der BaehRD verdient.
Kolchosen:
Wer alles mit allen teilt, hat am Ende nichts.
Und wer einmal in einer WG gelebt hat, weiß, in welchem Zustand sich die gemeinschaftlich genutzten Gegenstände meist nach kurzer Zeit befinden: entweder verdreckt oder kaputt oder beides. (es gibt auch Ausnahmen, ich weiß)
„Reconquista Internet“ hat es schon bis in Wikipedia geschafft (wer den Text wohl geschrieben hat?) Allerdings gibt es mit aktuellem Stand einen Löschantrag („Relevanz ist beim diesem Satireprojekt nicht erkennbar“). Da „die Gründung von Reconquista Internet am 26. April 2018 in der Sendung Neo Magazin Royale lanciert (wurde)“, ist davon auszugehen, das ZDF und sein Fernsehrat verbuchen das Projekt unter strahlender Meinungsfreiheit und ö.-r. Kultur und Kampf gegen Rechts so allgemein. Und das Rechercheteam des Jugendnetzwerks Funk von ARD und ZDF war auch noch dabei, also, wir zahlen das alle mit unserem Rundfunkbeitrag mit. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und liest auch gern in sämtlichen großen Medien über das Projekt.
Das alles firmiert unter „Satire“, und die darf ja bekanntlich alles. Wie sagt doch Tucholsky: „Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.“ (Das kleine Problem ist nur, „gut“ zu operationalisieren, na egal.) Ich kann leider nicht finden, dass Herr Böhmermann ein guter sympathischer Idealist ist, er spielt wohl eher seine Rolle als personifizierte selbstverliebte Skandalnudel und verdient wahrscheinlich nicht schlecht an seiner schrägen VIP-Rolle. Das hat die Demokratie echt nicht verdient, dass sie mit angeblichen satirischen Spaßaktionen verteidigt wird, von einer „antipopulistischen Troll-Armee“ [Armee = Bezeichnung für eine militärische Einheit]. Demokratie lebt EIGENTLICH von ernsthaftem Meinungsaustausch, sie wird nicht von Trollen repräsentiert, sondern von seriösen Bürgern, und sie respektiert auch alle legalen Meinungen, die nicht gegen Gesetze verstoßen, und wirft nicht alles Ungeliebte mit Schwung in eine Schublade, auf der das Label
extremistisch, populistisch, irgendwie rassistisch, neu-rechts-Gesellschafts-mittig, jedenfalls nicht eindeutig links-grün und gruppenbezogen menschenfreundlich
steht. Man wünschte sich ja wirklich, alle, die sich für grün-links und Vorzeige-Demokraten halten, wären voller „Liebe und Vernunft“ und hetzten nicht gegen andere Personen. Das wäre schön. Nett finde ich vor allem immer den Vorwurf, die andere Seite wolle „die öffentliche Debatte beeinflussen“. Das ist so unverschämt, man selbst will das ja auf gar keinen Fall. Sagen wir mal: Nur die Richtigen sollten in einer Demokratie die öffentliche Debatte beeinflussen wollen. (= Neu-Definition von Demokratie.)
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Nach Kurt Beck wurde die „Unterschicht“ bereits seit 2006 zum Problem.
Also nichts Neues!
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Längst nicht jeder hat so eine Auszeichnung in der BaehRD verdient.
Kolchosen:
Wer alles mit allen teilt, hat am Ende nichts.
Und wer einmal in einer WG gelebt hat, weiß, in welchem Zustand sich die gemeinschaftlich genutzten Gegenstände meist nach kurzer Zeit befinden: entweder verdreckt oder kaputt oder beides. (es gibt auch Ausnahmen, ich weiß)
„Reconquista Internet“ hat es schon bis in Wikipedia geschafft (wer den Text wohl geschrieben hat?) Allerdings gibt es mit aktuellem Stand einen Löschantrag („Relevanz ist beim diesem Satireprojekt nicht erkennbar“). Da „die Gründung von Reconquista Internet am 26. April 2018 in der Sendung Neo Magazin Royale lanciert (wurde)“, ist davon auszugehen, das ZDF und sein Fernsehrat verbuchen das Projekt unter strahlender Meinungsfreiheit und ö.-r. Kultur und Kampf gegen Rechts so allgemein. Und das Rechercheteam des Jugendnetzwerks Funk von ARD und ZDF war auch noch dabei, also, wir zahlen das alle mit unserem Rundfunkbeitrag mit. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und liest auch gern in sämtlichen großen Medien über das Projekt.
Das alles firmiert unter „Satire“, und die darf ja bekanntlich alles. Wie sagt doch Tucholsky: „Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.“ (Das kleine Problem ist nur, „gut“ zu operationalisieren, na egal.) Ich kann leider nicht finden, dass Herr Böhmermann ein guter sympathischer Idealist ist, er spielt wohl eher seine Rolle als personifizierte selbstverliebte Skandalnudel und verdient wahrscheinlich nicht schlecht an seiner schrägen VIP-Rolle. Das hat die Demokratie echt nicht verdient, dass sie mit angeblichen satirischen Spaßaktionen verteidigt wird, von einer „antipopulistischen Troll-Armee“ [Armee = Bezeichnung für eine militärische Einheit]. Demokratie lebt EIGENTLICH von ernsthaftem Meinungsaustausch, sie wird nicht von Trollen repräsentiert, sondern von seriösen Bürgern, und sie respektiert auch alle legalen Meinungen, die nicht gegen Gesetze verstoßen, und wirft nicht alles Ungeliebte mit Schwung in eine Schublade, auf der das Label
extremistisch, populistisch, irgendwie rassistisch, neu-rechts-Gesellschafts-mittig, jedenfalls nicht eindeutig links-grün und gruppenbezogen menschenfreundlich
steht. Man wünschte sich ja wirklich, alle, die sich für grün-links und Vorzeige-Demokraten halten, wären voller „Liebe und Vernunft“ und hetzten nicht gegen andere Personen. Das wäre schön. Nett finde ich vor allem immer den Vorwurf, die andere Seite wolle „die öffentliche Debatte beeinflussen“. Das ist so unverschämt, man selbst will das ja auf gar keinen Fall. Sagen wir mal: Nur die Richtigen sollten in einer Demokratie die öffentliche Debatte beeinflussen wollen. (= Neu-Definition von Demokratie.)