Die Stalinisierung schreitet voran: Kolchosen und Opferlisten

Individualität und Freiheit haben es schwer in einer Zeit, in der der Faschismus als Guter gefeiert wird.

Zwei Beispiele:

  • Die „Welt als müllfreier Ort“
  • Dushan Wegner auf der “Nazi-Liste”

Die Welt als müllfreier Ort

Bento zu schließen, wäre sicher ein Beitrag zur Müllvermeidung

Die (W)Irren bei Bento haben heute beschlossen, „die Welt zu einem müllfreien Ort zu machen“. Diese Absage an den menschlichen Stoffwechsel, der nun einmal Müll produziert, kontinuierlich, täglich, ist denen bei Bento Programm. Sie predigen die Abschaffung des individuelle Menschen und seinen Ersatz durch einen Zellhaufen, der über keine eigenen Interessen, Empfindungen und Vorlieben mehr verfügt. Der neue Mensch ist gleichgeschaltet im Irrsinn, der sich in der Formulierung „die Welt zu einem müllfreien Ort zu machen“, Ausbruch verschafft. Ob Uranus, der nach H2S riecht, also nach faulen Eiern, jemals zum müllfreien Ort erklärt werden kann, ist unter Bentos wohl noch strittig, während Pulsare gute Chancen haben, in den Club der Müllfreien aufgenommen zu werden, weil sie sich so schön drehen. Braune Zwerge sind out, die Nazis unter den Sternen sind bei Bento wohl in jeder Variante Müll, den es zu entsorgen gilt.

Backen wir doch kleinere Brötchen und fragen danach, wie die Bentos die Erde zum müllfreien Paradies machen wollen.

Durch Kolchosivierung.

Kolchosen waren in der Sowjetunion verbreitete landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaften (LPGs, wie man in der DDR gesagt hat), die sich dadurch ausgezeichnet haben, dass alle alles in Eigentum hatten, aber niemandem etwas gehört hat.

Die modernen Formen des Stalinismus, die Bento propagiert, um die Erde müllfrei zu machen, sehen vor:

  • Autos zu teilen,
  • Waschmaschine und Spülmaschine zu teilen,
  • Essen zu teilen,
  • Fahrräder zu teilen
  • und Einkaufskooperativen zu gründen, um weniger zu konsumieren.

Es geht den Symbolen eines individuellen Lebensstils wirklich an den Kragen. Der Umwelt und dem Planeten zuliebe, natürlich. Die Stalinisten der Nach-Stalin-Ära, sie predigen den Verzicht und die Aufgabe individueller Wünsche und Ansprüche nicht mehr zugunsten des Arbeiterparadieses. Das Paradies wurde ausgeweitet. Wer sich fügt und seine Individualität in den Dienste der Partei stellt, der wird nicht mehr mit der klassenlosen, sondern mit der mülllosen Gesellschaft belohnt.

Wer sich weigert, der landet im Gulag.

Derzeit ist der Gulag noch verbal, wie Dushan Wegner gerade feststellen durfte, der sich auf einer Liste von Nazis und ihrer Netzwerke wiedergefunden hat, die Jan Böhmermann, der Mann, der Geschmacklosigkeit auf neue Höhen treibt, und austestet, wie viel Dreck man deutschen Fernsehzuschauern verabreichen kann, bis sie sich übergeben, verbreitet hat.

Böhmermann ist ein Kind des Unterschichtenfernsehens. An das Unterschichtenfernsehen bzw. die Diskussion darüber, die Detlef Nolte ausgelöst hat, erinnern sich nur noch wenige. Das Unterschichtenfernsehen war für die prekäre Mittelschicht sehr wichtig. Sie haben sich über die vermeintlich Dummen aus der Unterschicht aufgeregt, die in aberwitzigen TV-Formaten Blödsinn unter die Zuschauer, also die aus der prekären Mittelschicht, geworfen haben. Das Aufregen war ein Identifikation stiftender Akt. So konnte sich die prekäre Mittelschicht beweisen, dass es noch sozial unter ihr angeordnete Menschen in Deutschland gibt, was dann, wenn man auf einer halben Stelle im akademischen Prekariat darbt, nicht selbstverständlich ist.

Das Unterschichtenfernsehen wurde durch TV-Gestalten wie Böhmermann abgelöst. Sie verkaufen nicht mehr soziale Erhöhung wie im Unterschichtenfernsehen. Sie verkaufen moralische Erhöhung, denn in der prekären Mittelschicht ist man nicht nur der Einkommens-Trennlinie zwischen Mittelschicht und Unterschicht verlustig gegangen, man ist auch der Moral verlustig gegangen, und zwar vollständig. Anstand, Ethik, Moral, all die Vorstellungen davon, was ein gutes, ein richtiges Leben auszeichnet, sie sind verloren gegangen. Die Mitglieder der prekären Mittelschicht haben keinerlei Möglichkeit, das, was ein gutes, ein moralisches Leben auszeichnet, positiv, nein überhaupt zu bestimmen.

Deshalb müssen sie sich abgrenzen.

Wie damals beim Unterschichtenfernsehen tun sie das, in dem sie eine Klasse schaffen, auf die sie heruntersehen zu können glauben: Die Nazis. Die Nazis sind böse. Das weiß man aus der Geschichte. Wenn man über tumbe Nazi-Witze von Böhmermann lacht, ist man ein guter, ein moralisch Erhöhter. Wenn man sich über vermeintliche Nazis ereifert, gehört man auf die richtige Seite. Wenn man überall Nazis sieht, dann hat man zwar immer noch keine Idee davon, was Moral und Anstand sind, aber man hat gezeigt, dass man kein Nazi ist, und das muss gut sein, oder?

Dushan Wegner, wie gesagt, hat sich auf der Liste eines angeblichen Nazi-Netzwerkes gefunden, die Böhmermann vertreibt. Böhmermann ist ein Händler in Geschmacklosigkeit. Er verkauft Identitäten an diejenigen, die so tief gefallen sind, dass sie Angebote aus der TV-Gosse annehmen, um sich überhaupt als etwas fühlen zu können, um ihre niederen Instinkte noch um die Einbildung man sei ein Mensch mit einem Funken Moral ergänzen zu können.

Was Dushan Wegner zu Böhmermann und seiner Liste zu sagen hat, kann man hier nachlesen.

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Soziale Erpressung: Nachhaltigkeit zu fordern ist a-moralisch

Lust zum Denken?

Kann man Sonntags doch mal machen…

Hypothese 1:

(Moderne) Gesellschaften werden durch zwei Motive angetrieben:

  • Den Versuch, Macht über andere auszuüben
  • Den Versuch, auf Kosten anderer zu leben

Hypothese 2:

  • In modernen Gesellschaften kommt der Bürokratie eine entscheidende Rolle zu, um die unter Hypothese 1 formulierten Motive umsetzen zu können.
  • a) Macht über andere wird mit Hilfe gesetzlicher Regelungen und anderer Formen der verbindlichen Bevormundung ausgeübt.
  • b) Das Leben auf Kosten anderer erfolgt durch eine Form der Einflussnahme auf gesetzliche Regelungen, so dass Vorteile auf Kosten anderer in Gesetzesform gegossen werden. Beispiele reichen von den Subventionen für alternative Energieformen über staatliche finanzierte Programme zur richtigen ideologischen Erziehung der Staatsbürger bis zu Vergünstigungen für bestimmte Lebensformen.

Hypothese 3:

  • Es ist ein natürliches Recht eines jeden Menschen danach zu streben, sein Leben so gut und so angenehm wie nur möglich zu verbringen.

 

Hypothese 3 steht im Widerspruch zu Hypothese 1:

Das Ausüben von Macht und das Leben auf Kosten anderer schafft eine asymmetrische soziale Beziehung. Einer hat mehr, einer hat weniger davon. Einer lebt besser, einer lebt schlechter.

 

Hypothese 3 steht im Widerspruch zu Hypothese 2:

Gesetze, die zum Beispiel bestimmte Konsumweisen unter Strafe stellen, Verpflichtungen z.B. in Sozialkassen zu zahlen und damit eine wesentlich geringere Rendite zu erwirtschaften als dadurch möglich wäre, das Geld für die Beiträge in der Matratze zu verstecken, führen dazu, dass viele Menschen schlechter leben, weniger angenehm leben als es ihnen möglich wäre.

Die beschriebenen Widersprüche werden durch eine künstlich hergestellte in die Köpfe mancher Menschen manipulierte Form von a-Moral gelöst. Auf diese Weise sollen Menschen darüber hinweggetäuscht werden, dass ihre Handlungen nicht ihrem besten Interesse dienen.

 

Zwei Beispiele.

  • Menschen sind soziale Wesen und als solche auf andere angewiesen.

Den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung wollen wir nicht hinterfragen – wir wollen lediglich auf die Sozialität und Menschenliebe von Antifanten hinweisen, die Flaschen und Steine auf Polizeibeamte (die ja Menschen sind) werfen, verweisen.

Aus dieser Behauptung wird eine Form der Pflicht auf Verzicht abgeleitet. Weil man Teil einer menschlichen Gemeinschaft sei, müsse man geben, um nehmen zu können.

  • Zum Beispiel die Pflicht zum nachhaltigen Leben.

Nachhaltigkeit wird von der Brundtland-Kommission als Form der Befriedigung aktueller Bedürfnisse definiert, die keine negativen Folgen für die Bedürfnisbefriedigung künftiger Generationen hat.

Wir hinterfragen nicht den offensichtlichen Unsinn, dass es kaum möglich ist, die Bedürfnisse zukünftiger Generationen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie erst in der Zukunft geformt werden, heute schon zu kennen und es entsprechend nicht möglich ist, sie in Rechnung zu stellen.

Uns geht es um den a-moralischen Trick, mit dem Menschen durch Betonung ihrer angeblichen moralischen Verpflichtung gegenüber Menschen, die noch nicht leben, in ein selbstschädigendes Verhalten gezwungen werden.

  • Wir haben die Erde nur geliehen und müssen sie an andere Generationen in der Weise weitergeben, wie wir sie vorgefunden haben.

Das ist offenkundiger Blödsinn, denn dieser Satz schließt jede Möglichkeit technologischer Veränderung aus. Er ist also nicht empirisch, sondern normativ gemeint. Er soll Druck erzeugen, um Menschen gefügig zu machen, damit sie den Widerspruch, der mit dem Verweis auf Nachhaltigkeit geschaffen wird, nicht erkennen.

Der heutige Verzicht, die Übernahme aktueller Kosten für z.B. die Entwicklung von alternativen Technologien, für die Ausbildung und den Unterhalt von Umweltberatern, für Subventionierung der Massenproduktion angeblich biologischer Insektizide, die künstliche Verteuerung von Produkten, die angeblich nicht nachhaltig sind, durch künstliche Steuern, die insgesamt höhere Besteuerung zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung, das alles sind Maßnahmen, die individuelle Menschen schädigen, die ihr Recht, so angenehm und gut wie möglich zu leben, einschränken.

Es sind Maßnahmen, die es bestimmten gesellschaftlichen Gruppen erlauben, ihre Vorstellungen für andere verbindlich zu machen und ihre Lust nach Macht auf diese Weise zu befriedigen (Hypothese 1a), und es sind Maßnahmen, die geeignet sind, um einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe, einen von anderen finanzierten Vorteil zu verschaffen, sie mit Privilegien auszustatten, die ihr ein Leben auf Kosten der anderen ermöglichen (Hypothese 1b)

Möglich wird dies zum einen durch die Nutzung staatlicher Bürokratie und zum anderen durch die Erfindung einer moralischen Verpflichtung, die es nicht gibt.

Kein Mensch hat eine Pflicht, auf Menschen Rücksicht zu nehmen, die noch nicht geboren sind und vielleicht nie geboren werden.

Man kann auch argumentieren, dass kein Mensch eine Pflicht hat, überhaupt auf andere Rücksicht zu nehmen. Es liegt in seinem Interesse, Rücksicht auf andere zu nehmen, um eine soziale Interaktion, die Vorteile für ihn hat, zu etablieren und so eine Kooperation zu starten, aber es ist keine Verpflichtung.

Die einzige Pflicht, die man Menschen als Wesen, die mit einem Geist und einem Willen ausgestattet sind, auferlegen kann, ist die, so zu leben, dass die Externalitäten ihres Lebens für die anderen, die derzeit leben, so gering wie möglich sind. Auch diese Pflicht ist eine soziale, keine natürliche Pflicht, eine Pflicht, die sich aus der Vernunft ableitet. Es ist vernünftig, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will. Aber es ist vollkommen unvernünftig, auf andere, die noch nicht geboren sind und Bedürfnisse zukünftiger Generationen, die man nicht kennen kann, Rücksicht zu nehmen. Es ist a-moralisch diese Rücksicht zu verlangen, aber für diejenigen nützlich, die davon profitieren, dass sie anderen eine moralische Verpflichtung einreden, die es nicht gibt, die im Gegensatz zu ihrer Verpflichtung sich selbst gegenüber steht.

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Gesetz ohne Moral – Die ARD macht es möglich

Wir sind noch nicht fertig, mit dem Urteil des Bunderverfassungsgerichts, von dem wir gestern berichtet haben, einem Urteil, das nach Ansicht von Klaus Hempel von der ARD-Rechtsredaktion, bei der man wohl links dreht, „bei einigen des bisherige Weltbild ins Wanken bringen“ wird.

Hempel, in dessen Gehirn es aussehen muss, wie bei Hempels unter dem Sofa, ist einer von denjenigen, die Journalist ohne erkennbare Qualifikation spielen. Bei Hempel nimmt der Versuch, Text für andere zu produzieren, bizarre sprachliche Formen an.

So schreibt er:

„In den Köpfen der meisten Menschen herrscht nach wir vor eine klare Ordnung: männlich, weiblich, heterosexuelle“.

Erwähnen wir zunächst, dass Hempel mit Sicherheit keine Daten hat, die ihm einen Schluss über die „meisten Menschen“ erlauben würden, dass er also seine Vorurteile zum Besten gibt, um dann die Ursache für seine Vorurteile zu identifizieren: Hempel hat keine „klare Ordnung“ im Kopf, denn er ist nach eigenem Bekunden ja jemand, der männlich, weiblich, heterosexuell nicht denkt.

„Alles, was dazwischen liegt“, so schreibt er weiter und man fragt sich, was zwischen „männlich, weiblich, heterosexuell“ außer weiblich liegen könnte, „ist nicht normal und wird daher nicht toleriert“. Abermals gefällt sich Hempel darin, seine Murks-Phantasie anderen zu unterstellen und zu behaupten, Andere wären nicht tolerant, im Gegensatz zu ihm, der gerade vor lauter Toleranz in Kombination mit sprachlichem Unvermögen andere bezichtigt, sie würden „weiblich“ nicht für normal halten.

Und wenn man denkt, alle Ausdrucksformen von Dummheit innerhalb von drei Sätzen in Hempels Text aufgefunden zu haben, schlägt Hempel ein weiteres Mal zu. Dieses Mal mit dem folgenden Sprachversuch:

„In unserem Staat haben wir uns aber nicht in erster Linie an Moralvorstellungen zu orientieren, sondern an Recht und Gesetz“.

Daraus muss man schließen, dass Moralvorstellungen und Recht und Gesetz für Hempel inkommensurabel, dass für ihn Gesetz und Moral zwei verschiedene Dinge sind. Nehmen wir Hempel einmal ernst, auch wenn es schwer fällt, dann stellt sich die Frage, was findet Eingang in, was ist die Grundlage von Gesetzen, wenn nicht Moralvorstellungen?

Betrachten wir die Tatsache, dass sich jeder, der Hempel, wegen des Unsinns, den er verbreitet, verprügelt, obwohl es gerechtfertigt werden kann, vor dem Gesetz wegen Köperverletzung verantworten muss.

Warum nur?

Moral im Sinne von: Gewalt ist kein Mittel, um Dummheit zu bestrafen, fällt aus, wie Hempel sagt.

Bleibt die Ideologie: Man darf Hempel nicht verprügeln, weil er sich mit seinem Text bei denen, die sich für fortschrittlich halten, angebiedert hat.
Und es bleibt die Willkür: Öffentlich-rechtliche Journalisten dürfen eben nicht verprügelt werden.

Beides, Willkür und Ideologie, die einzigen Alternativen, die Hempel zulässt, um Gesetze zu begründen, sind höchst unsichere Gesellen. Erstere trägt die Unsicherheit bereits im Namen, Letztere ist wie der Zeitgeist, sie durchläuft Konjunkturen. Das Gesetz von heute mag den Richter, der Regimegegner ins Gefängnis steckt, schützen, das von morgen, mag in die andere Richtung gehen und Richter mit Regimegegnern tauschen. Wer es nicht glaubt, möge die DDR-Richter befragen, die sich nach dem Anschluss vor Gericht wiedergefunden haben, dieses Mal als Angeklagte.

Kurz: Gesetz ohne Moral ist nicht denkbar. Jedes Gesetz ist Ausdruck von Moralvorstellungen. Dass man journalistische Darsteller wie Hempel nicht verprügelt und Körperverletzung ausgeschlossen ist, speist sich z.B. aus Mitleid und der Tatsache, dass der Staat ein Gewaltmonopol ausübt, das ihm von seinen Bürgern übertragen wurde, eines, das man ihm übrigens wieder nehmen kann, wenn er sich als unfähig erweisen sollte, seine Bürger zu schützen. 

Das bringt uns zum nächsten Fehler in der Hempelschen Phantasiewelt. Gesetze fallen nicht vom Himmel. Sie werden auch nicht von „dem Staat“ auf Aufforderung von „dem Bundesverfassungsgericht“ “den Bürgern” vor die Nase gesetzt – jedenfalls nicht in einer Demokratie. In einer Demokratie gilt, dass die Gesetze die Realität abbilden sollen. Die Moralvorstellungen, die die Mehrheit der Bevölkerung teilen, sind entsprechend die Grundlage für Gesetze, die z.B. das Eigentum, die Unverletztlichkeit der Person garantieren und vielleicht einmal in Zukunft, das strafbewerte Verbot ideologisch verblödete Journalisten in öffentlich finanzierten Medienanstalten zu dulden, umfasst.

Also: Ohne Moral kein Gesetz.
Und weil es ohne Moral kein Gesetz geben kann, deshalb sind Recht und Gesetz nicht ohne Moral zu denken. Somit ist die einzige Frage, die im Zusammenhang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Bedeutung ist, die Frage, ob eine Mehrheit in der Bevölkerung die Vorstellung von einem Dritten Geschlecht teilt und der Ansicht ist, dieses dritte Geschlecht, dessen vermeintliche Träger seltener sind als Wasser in der Wüste, rechtfertige den Aufwand von Millionen von Steuereuros, um die Freaks of Nature, die nicht männlich und nicht weiblich sind oder sein wollen, nun auch verwaltungstechnisch kenntlich zu machen.

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Attac! “erpresst” Epoch Times zu genehmer Berichterstattung

Manche Leser werden sich noch an den Attac!-Protestreader erinnern, den uns ein Leser zugeschickt hat. Den Protestreader, in dem unverhohlen zur Gewalt aufgerufen wurde, haben wir aus einer Reihe von Informationsmaterialien, die unser Leser am Stand von Attac! in Hamburg und während des G20 gesammelt hat, zusammengestellt. Es handelt sich also um Material, das mit Billigung von Attac! durch Mitarbeiter von Attac! verbreitet wurde. Da das Gesetz der Transitivität auch für Attac! gilt und sich unter dem Material solches befand, in dem zur Gewalt aufgerufen wurde, folgt daraus, dass Attac! Gewalt während der Proteste gegen den G20 billigend in Kauf genommen hat.

Dass sich Attac! mit einer Presseerklärung von der Gewalt während des G20 distanziert hat, ist somit nichts anderes als die Arbeit an der Fassade, hinter der Materialien verteilt werden, die Gewalt befürworten.

Wie gesagt, wir haben darüber berichtet und Epoch Times hat auch darüber berichtet. Rosemary Frühauf und Nancy McDonnell haben dort die Aufgabe übernommen, Attac! reinzuwaschen und haben dies damit versucht, dass Sie fälschlicherweise behauptet haben, wir hätten den Attac!-Protestreader gefälscht. Das ist nachweislich falsch.

Nun wurde uns anonym eine eMail zugespielt, die wir zwischenzeitlich geprüft haben. Sie ist authentisch und zeigt, wieso Frühauf und McDonnell über ScienceFiles Lügen verbreitet haben.

Ursprünglich scheinen beide nämlich unseren Beitrag mehr oder weniger übernommen und Attac! als eine der Organisationen identifziert zu haben, die hinter der Gewalt in Hamburg anlässlich des G20 in Hamburg steckt. Daraufhin hat sich Attac! bei Epoch Times gemeldet und gedroht, mit dem Anwalt, einer Unterlassungsklage, so sehr, dass sich die Pflänzchen bei der Epoch Times dazu erpresst gefühlt haben, einen Artikel zu veröffentlichen, der nun nicht mehr Attac! in korrekter Weise als die Organisation darstellt, die Gewalt billigend dadurch in Kauf nimmt, dass sie Flugblätter, die zu Gewalt aufrufen, verteilt, sondern einen Artikel, in dem wir beschuldigt werden, FakeNews zu verbreiten und den Attac!-Protestreader gefälscht zu haben.

Die entsprechende eMail, die von Rosemarie Frühauf stammt, haben wir unten veröffentlicht. Sie zeigt, zum einen, wie Attac!, durch Drohungen mit Anwalt und Unterlassungsklage die Berichterstattung in der Epoch Times im eigenen Interesse bestimmt hat, wie Attac! Epoch Times „erpresst“ hat. Angesichts der Leichtigkeit, mit der die entsprechenden Drohungen von Attac! ausgesprochen zu werden scheinen, kann man wohl davon ausgehen, dass der Fall der Epoch Times kein Einzelfall ist.

Zum anderen zeigt sich, dass vermeintliche Journalisten in Deutschland denen nach dem Maul schreiben, von denen sie am wenigsten Ärger erwarten, dass sie sich anbiedern und erpressen lassen, anstatt das eigene Medium zu nutzen, um die Erpressung öffentlich zu machen, dass sie lieber den vermeintlich kleineren in die Pfanne hauen, als dass sie wahrheitsgemäß berichten. Das Ganze ist ein Armutszeugnis für den unabhängigen Journalismus und zeigt einmal mehr, warum in Deutschland kritische Berichterstattung kaum mehr möglich ist, denn: Wenn man einen kritischen Bericht über z.B. Attac! schreibt, dann kann man wohl auf 21 zählen und warten bis das Telefon klingelt, an dem dann ein Mitarbeiter von Attac! mit Anwalt und Unterlassungsklage droht. Und wie viele Journalisten, die noch Rückgrat haben, würden wohl ein derartiges Szenario in Kauf nehmen?

Nun zur eMail (inklusive Tippfehler):
“…
vielen lieben Dank für Ihre Zuschrift zu Attac, den den Fall wunderbar klärt: Attac hat offensichtlich die Flugblätter gemeinsam verteilt, aber nur auf dem einen Flugblatt stand Attac drauf und das war der Trick.

Zuerst hatten wir auch den Inhalt und die Botschaft von Sciencefiles. Dann hat Attac uns angerufen und mit Anwalt Unterlassung etc gedroht, falls wir nicht sofort den Artikel runternehmen und ein Gegenstatement veröffentlichten: Der Protest Reader sei überhaupt nicht von ihnen, nur ein Flugblatt sei von ihnen und das ganze sei gebastelt und eine Unterstellung. Aha.

Dann musste ich erstmal nachdenken, wie wir den Fall lösen. Wir können ja nicht einfach schreiben, “Liebe Leser, Attac erpresst uns gerade”. Trotzdem habe ich versucht, in dem Artikel noch auf die Dubiosität der Interventionistischen Linken einzugehen.

Wir werden jetzt versuchen, einen Satz einzubauen, der dem aufmerksamen Leser zeigt, dass wir von Attac angerufen wurden … Aber größere Änderungen werde ich an dem Artikel nicht mehr vornehmen, da ich froh war, das Attac den Artikel akzeptiert hat und das Problem von uns abgewendet war. Die Passage über den “linken Aktivismus” mochten sie jedoch nicht, konnte ich herauslesen.
Was wir von Attac halten, dürfte Ihnen nach dieser Email klar sein.

Leider sind wir ein sehr kleines Team, sonst hätten wir bei solchen Großereignissen Leute vor Ort, die diesen Merkwürdigkeiten persönlich nachgehen.

Entschuldigen Sie bitte, falls meine Antwort etwas ruppig ausgefallen sein sollte.

Beste Grüße

Rosemarie Frühauf
The Epoch Times Deutschland
Redaktion”

Anwälte unter unseren Lesern bitte bei uns melden: Wir wollen Drohpotential aufbauen, um Waffengleichheit herzustellen.

Massentierhaltung: Gewinn für wenige, Kosten für alle

Heute laufen Wissenschaftler durch die Straßen von Städten und fordern u.a., dass politische Entscheidungen auf Grundlage von Fakten getroffen werden. Nun, Scott Weathers und Sophie Hermanns haben eine Reihe von Fakten zusammengestellt, von denen wir annehmen, dass sie nicht nur von denjenigen, die für die Wissenschaft marschiert sind, unterschrieben werden:

Massentierhaltung_huehnerDie Resistenz gegen Antibiotika wächst weltweit in dramatischem Ausmaß. Derzeit sterben jährlich rund 700.000 Menschen, weil Antibiotika bei ihnen nicht mehr wirken (Cecchini et al. 2015). Im Jahre 2050 werden rund 9,5 Millionen Menschen jährlich aufgrund einer Antibiotika-Resistenz sterben, mehr als derzeit an Krebs (OECD 2015).

Die Resistenz gegen Antibiotika ist in erster Linie eine Folge des Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung. Die industrielle Produktion von z.B. Fleisch, die Tiere nicht mehr als Lebewesen, sondern als Produkte ansieht, kommt ohne den Einsatz von Antibiotika nicht mehr aus. 75% der Antibiotika, die in der EU zum Einsatz kommen, werden derzeit in der Massentierhaltung eingesetzt (OECD 2016).

Die Massentierhaltung, die industrielle Ausbeutung von Tieren, ist in erster Linie dafür verantwortlich, dass Menschen eine Resistenz gegen Antibiotika entwickeln. Mehrere Studien haben gezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, in Menschen und Tieren besteht (Vieira et al. 2005) und dass eine Reduktion des Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung mit einer Reduzierung der Antibiotika-Resistenz von Menschen einhergeht (Aarestrup 2005). U.a. Gülle ist ein hervorragender Träger, auf dem Bakterien eine Antibiotika-Resistenz enzwickeln können (Economou & Gousia 2015).

Die WHO hat rotes Fleisch und industriell verarbeitetes Fleisch als krebserregend eingestuft. Eine Vielzahl von Studien hat gezeigt, dass hoher Fleischkonsum das Risiko für Krebs, Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen mit Todesfolge, Lungenerkrankungen, Diabetes und für Herzinfarkt erhöhen (Bouvard 2015, Micha et al. 2010, Pan et al. 2011, Rouhani et al. 2014, Varraso & Camargo 2015, Wang et al. 2016, Wolk 2017, Yang et al. 2016).

MassentierhaltungObwohl Massentierhaltung erhebliche Schäden anrichtet, die von allen getragen werden müssen, namentlich die Resistenz gegen Antibiotika und die Kosten für die Behandlung von Krankheiten, die sich aus dem Konsum von prozessiertem und rotem Fleisch ergeben, obwohl Massentierhaltung für den Eintrag von Methan in die Atmosphäre verantwortlich ist, einen hohen Anteil daran trägt, dass das Grundwasser mit Phosphaten und Nitraten belastet wird, werden Massentierhalter nicht für die von ihnen verursachten Kosten in Haftung genommen. Vielmehr können sie auf Kosten der Gesundheit von Menschen und auf Kosten der Massen von Tieren, die sie täglich prozessieren, ihren Gewinn einstreichen, ohne auch nur einen Cent für die Beseitigung der Kosten, die von Massentierhaltung verursacht werden, beizutragen. Mit anderen Worten: Massentierhalter machen nicht nur auf Kosten aller ihren Gewinn, sie sorgen auch bei denen für gesundheitliche Kosten, die kein Fleisch essen, aber dennoch Opfer der von Massentierhaltung verursachten Antibiotika-Resistenz werden.

Aus diesem Grund haben Scott Weathers und Sophie Hermanns einen offenen Brief geschrieben, aus dem wir die aufgelisteten Fakten entnommen haben. Mit diesem Brief fordern die Autoren vom nächsten Generaldirektor der WHO, dass er die erheblichen gesundheitlichen Kosten, die von Massentierhaltung verursacht werden, in derselben Weise zum Gegenstand von WHO-Maßnahmen macht, wie dies z.B. im Hinblick auf die gesundheitlichen Folgen, die durch Tabakkonsum verursacht werden, getan wurde. Die Forderung ist einfach: Diejenigen, die Tiere wie Objekte behandeln, sie in Massen in Ställe zwängen und mit Antibiotika füttern, sie müssen die Kosten dafür, dass immer mehr Menschen an den Folgen einer durch Massentierhaltung verursachten Antibiotika-Resistenz sterben, tragen oder zumindest an den Kosten beteiligt werden. Das gleiche gilt für die Behandlungskosten, die durch Krankheiten, die auf Fleischkonsum zurückzuführen sind, verursacht werden.

Wir leben in einer Zeit, in der moralische Appelle an diejenigen, die ihr Geld auf dem Rücken anderer Lebewesen verdienen, nicht mehr helfen, weil die Massentierhaltung ein Unternehmen darstellt, das jede von Moral gezogene Grenze weit überschritten hat. Wenn man Menschen nicht mehr mit einem Appell an Anstand und Empathie erreichen kann, muss man ihnen Kosten verursachen bzw. sie die Kosten tragen lassen, die sie selbst verursachen. U.a. deshalb unterstützen wir den offenen Brief von Weathers und Hermanns.

Hier kann der offene Brief unterschrieben werden.

Literatur

Aarestrup, Frank M. 2005. “Veterinary Drug Usage and Antimicrobial Resistance in Bacteria of Animal Origin.” Basic & Clinical Pharmacology & Toxicology 96 (4): 271–81. doi:10.1111/j.1742-7843.2005.pto960401.x.

Bouvard, Véronique, Dana Loomis, Kathryn Z Guyton, Yann Grosse, Fatiha El Ghissassi, Lamia Benbrahim-Tallaa, Neela Guha, Heidi Mattock, and Kurt Straif. 2015. “Carcinogenicity of Consumption of Red and Processed Meat.” The Lancet Oncology 16 (16): 1599–1600. doi:10.1016/S1470-2045(15)00444-1.

Cecchini, Michele, Julia Langer, and Luke Slawomirski. 2015. “Antimicrobial Resistance in G7 Countries and beyond: Economic Issues, Policies and Options for Action.” OECD. https://www.oecd.org/els/health-systems/Antimicrobial-Resistance-in-G7-Countries-and-Beyond.pdf.

Economou, Vangelis, and Panagiota Gousia. 2015. “Agriculture and Food Animals as a Source of Antimicrobial-Resistant Bacteria.” Infection and Drug Resistance 8 (April): 49–61. doi:10.2147/IDR.S55778.

Micha, Renata, Sarah K. Wallace, and Dariush Mozaffarian. 2010. “Red and Processed Meat Consumption and Risk of Incident Coronary Heart Disease, Stroke, and Diabetes Mellitus: A Systematic Review and Meta-Analysis.” Circulation 121 (21): 2271–83. doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.109.924977.

OECD. 2016. “Antimicrobial Resistance: Policy Insights.” https://www.oecd.org/health/health-systems/AMR-Policy-Insights-November2016.pdf.

Pan, An, Qi Sun, Adam M. Bernstein, Matthias B. Schulze, JoAnn E. Manson, Meir J. Stampfer, Walter C. Willett, and Frank B. Hu. 2012. “Red Meat Consumption and Mortality: Results from Two Prospective Cohort Studies.” Archives of Internal Medicine 172 (7): 555–63. doi:10.1001/archinternmed.2011.2287.

Rouhani, M. H., A. Salehi-Abargouei, P. J. Surkan, and L. Azadbakht. 2014. “Is There a Relationship between Red or Processed Meat Intake and Obesity? A Systematic Review and Meta-Analysis of Observational Studies.” Obesity Reviews: An Official Journal of the International Association for the Study of Obesity 15 (9): 740–48. doi:10.1111/obr.12172.

Varraso, Raphaëlle, and Carlos A. Camargo. 2015. “The Influence of Processed Meat Consumption on Chronic Obstructive Pulmonary Disease.” Expert Review of Respiratory Medicine 9 (6): 703–10. doi:10.1586/17476348.2015.1105743.

Vieira, Antonio R., Peter Collignon, Frank M. Aarestrup, Scott A. McEwen, Rene S. Hendriksen, Tine Hald, and Henrik C. Wegener. 2011. “Association between Antimicrobial Resistance in Escherichia Coli Isolates from Food Animals and Blood Stream Isolates from Humans in Europe: An Ecological Study.” Foodborne Pathogens and Disease 8 (12): 1295–1301. doi:10.1089/fpd.2011.0950.

Wang, Xia, Xinying Lin, Ying Y. Ouyang, Jun Liu, Gang Zhao, An Pan, and Frank B. Hu. 2016. “Red and Processed Meat Consumption and Mortality: Dose-Response Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies.” Public Health Nutrition 19 (5): 893–905. doi:10.1017/S1368980015002062.

Wolk, A. 2017. “Potential Health Hazards of Eating Red Meat.” Journal of Internal Medicine 281 (2): 106–22. doi:10.1111/joim.12543.

Yang, Cuili, Lei Pan, Chengcao Sun, Yongyong Xi, Liang Wang, and Dejia Li. 2016. “Red Meat Consumption and the Risk of Stroke: A Dose-Response Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies.” Journal of Stroke and Cerebrovascular Diseases: The Official Journal of National Stroke Association 25 (5): 1177–86. doi:10.1016/j.jstrokecerebrovasdis.2016.01.040.

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