Meister der Machtpolitik: Trump Bemerkung versetzt Mainstream-Medien in Hysterie

Ambivalenz oder Bigotterie, in jedem Fall ist die westliche (Medien-)Kultur durch eine Widersprüchlichkeit geprägt, die man kaum mehr als normal bezeichnen kann.

Ein paar Beispiele:

Feministen und Genderisten geifern gegen die toxische Maskulinität des weißen Mannes und seine Errungenschaft, haben diese Errungenschaften aber gleichzeitig so internalisiert, dass sie nichts erstrebenswerter finden, als eine hohe Status-Position in der Welt der weißen Männer, sei es auf der Position eines Professoren oder in einem Unternehmensvorstand. Alles Streben von Feministen ist nicht etwa danach gerichtet, sich zu emanzipieren, sondern gerade im Gegenteil, Habitus und Status weißer Männer zu emulieren.

Die Feinde von Donald Trump, diejenigen, die auf ihn heruntersehen, die ihm alles mögliche unterstellen, um ihn zu diskreditieren, sind in ihrer Meinungs- und Identitätsbildung so sehr von ihm abhängig, dass sie manisch jeder seiner Bewegungen folgen, an seinen Lippen kleben und jede seiner Bemerkungen gierig aufnehmen, auslegen, interpretieren, verzerren, um Erregungspotential ergänzen… Gäbe es Trump nicht, ihr Leben wäre ohne Sinn.

Aber es gibt Donald Trump, und er geriert sich immer mehr als Meister der Machtpolitik, der keinerlei Probleme damit hat, diejenigen, von denen er der Ansicht ist, nicht gerecht behandelt zu werden, damit vertraut zu machen, wer im Zweifelsfall die bessere Verhandlungsposition hat.

Nachdem er vor einiger Zeit die deutschen Mainstream-Medien und Politiker zu einem vielstimmigen Chor des Dementi angeregt hat und selbst Medien in Aufregung versetzt hat, von denen man gar nicht mehr wusste, dass es sie noch gibt, einfach durch die Bemerkung, in Deutschland spiegele die Polizeiliche Kriminalstatistik nicht die Realität wider, sei aus politischen Motiven geschönt, dies just, nachdem er dieselben Mainstream-Medien und Politiker damit geschockt hatte, dass ihm ein Friedensschluss in Asien wichtiger ist als mit G6 über Geschlechtergerechtigkeit zu diskutieren und er auch nicht davor zurückgeschreckt ist, den anderen vom G7 zu zeigen, dass er sich nicht instrumentalisieren lässt, nachdem er also Journalisten und Politiker in „creative inertia“ hält, hat er nach einem Bericht der Washington Post nun etwas Neues nachgelegt.

Trump, den die Genderisten und Sozialisten ob seiner Hingabe zum Wert der Gerechtigkeit, z.B. im Zusammenhang mit Rüstungslasten, die gerecht verteilt werden sollen, auf Händen tragen müssten, hat in einem Nebensatz Interesse daran bekundet, die US-amerikanischen Truppen aus Deutschland abzuziehen.

21, 22,…

All hell breaks loose:

Die Mainstream-Medien zeigen sich von ihrer Hühnerseite, nachdem jemand Fuchs gerufen hat:

Der mediale Hass auf und die mediale Abhängigkeit von Donald Trump, sie steigern sich zu einem Crescendo der Erregten. Gazetten, die sich regelmäßig über zu hohe Rüstungsausgaben beklagen, die sich erregen, wenn der Verteidigungsetat erhöht wird, die die USA verhöhnen und auf Gis heruntersehen und die immer in der ersten Reihe stehen, wenn es darum geht, Militäreinsätze der USA zu problematisieren, sie eilen nun herbei, um sich darüber zu empören, dass ein US-Präsident den Abzug von US-Truppen aus Deutschland erwägt, nein, nicht einmal erwägt, Interesse an Zahlen dazu bekundet.
Plötzlich werden die Pazifisten von ZEIT und Spiegel zu Freunden des Militärs. Plötzlich sind sie alarmiert darüber, dass die Selbstverständlichkeit, von US-Truppen und weitgehend auf US-Kosten geschützt zu werden, vor Russland geschützt zu werden, in Frage gestellt wird. Schmarotzer sind regelmäßig empört, wenn die Quelle ihrer Labsal plötzlich die unentgeltliche Versorgung in Frage stellt.

Einmal mehr hat sich Donald Trump als gewiefter Machtpolitiker entpuppt, der weiß, wie man sein Gewicht in die Verhandlungswaagschale wirft, um einer gerechten Lastenverteilung unter NATO-Partner nahe zu kommen. Dabei beweist er eine gute Kenntnis der deutschen Medienlandschaft. Er bespielt sie wie ein Akkordeon, weiß, wie Igor Pavlov, welche Taste er drücken muss, um den medialen Speichelfluss auszulösen und vor allem weiß er, dass bei deutschen Medien Hysterie vor Vernunft kommt.

Er muss entsprechend nur Schnippen, der Rest geht von alleine.

Er drohe mit dem Abzug aller Truppen aus Deutschland, schreibt die ZEIT und behauptet, die Washington Post habe diese Meldung verbrochen. Der Spiegel ist etwas zurückhaltender, bezieht sich auch auf den Bericht der Washington Post und spekuliert, dass der Abzug eine Art Vergeltungsschlag gegen Deutschland sei und der großen TrumpüAgenda, die NATO aufzulösen, zuzurechnen sei. Der moderateste Bericht, der zudem dem, was tatsächlich ist, am nähesten kommt, stammt von der BILD-Zeitung, die man damit wohl als Qualitätsmedium bezeichnen muss.

Alle vermeintlichen Rezipienten des ausführlichen Berichts in der Washington Post (WP) haben übersehen, was in der ersten Hälfte des Beitrags steht:

“A spokesman for the National Security Council at the White House said in a statement that the NSC had not requested a Defense Department analysis of repositioning troops in Germany. But “the Pentagon continuously evaluates U.S. troop deployments,” the statement said, and such “analysis exercises” are “not out of the norm.””

Kosten-Nutzenanalysen der Standorte der US-Army außerhalb der USA und in den USA, sind somit eine Normalität, eine allerdings, die ein gewiefter Präsident wie Trump, im Nebensatz erwähnen und der er damit einen völlig neuen Spin geben kann. Diese Form der Machtpolitik ist in den USA – im Gegensatz zu Deutschland – bekannt. Die WP schreibt weiter:

The [US-]NATO official and others suggested that the cost analysis of the U.S. presence in Germany and a pullout option was reminiscent of Trump’s leaked request last winter for military options to go to war with North Korea, designed “to scare the living daylights out of everyone and get [North Korea] to the table.” In this case, the official suggested, the goal may be to “pile more trouble” on Merkel, while rattling the alliance in general and positioning himself as a summit spoiler.

Und wie immer, hat Trump auch dieses Mal die Rechnung mit der deutschen Medienlandschaft gemacht. Welche Verhandlungsposition ihm gegenüber hat die Bundesregierung noch, wenn die öffentliche Meinung längst der Hysterie ob des bevorstehenden Truppenabzugs der US-Army, einer der Hauptarbeitgeber in der Gegend um Landstuhl und Kaiserslautern, verfallen ist?
Keine.
Denn es gilt, den Abzug zu verhindern, koste es, was es wolle.
Was diese neuerliche Episode von, ein Präsident spielt Katz-und-Maus mit Verbündeten, die ihm grubentief unterlegen sind, jedoch zeigt, ist eine Umorientierung der US-Prioritäten. Die Europäer sind immer öfter außen vor. Trump trifft sich mit Putin. Die Europäer müssen draußen bleiben. Trump verhandelt mit Nordkorea. Die Europäer müssen draußen bleiben.

Politiker, die diese Bezeichnung noch verdient haben, wären beunruhigt, ob dieser Entwicklung und Politikern, die ein Gespür für Veränderung haben, würde sich vielleicht der Verdacht aufdrängen, dass sich derzeit eine tektonische Verschiebung in politischer Relevanz ereignet, weg von Europa mit Asien als Ziel.

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