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Gegen Wissenschaftsfreiheit – für Rufmord: Spiegel stürmt voran

Menschen sind unterschiedlich.

Versuchen Sie einen Menschen mit Schuhgröße 45 in Schuhe der Größe 38 zu quetschen und Sie sehen, dass wir recht haben: Menschen sind unterschiedlich.

Manche Unterschiede zwischen Menschen kann man zu Gruppenunterschieden zusammenfassen.

Verabreichen Sie Japanern Milch in großen Mengen und tragen Sie die Folgen davon.

Manche Gruppenunterschiede äußern sich in gruppenspezifischen Merkmalen.

Äthiopier und Kenianer haben aufgrund ihrer Hochländer Vorteile im Langstreckenlauf. Schwarze Menschen sind allgemein die schnelleren (und anmutigeren) Läufer und natürlich können Blacks da singen, wo Weiße nur noch piepsen können.

Es ist gut, wenn systematische Gruppenunterschiede bekannt sind, nicht dass ein Mensch mit der Blutgruppe A mit Blut der Blutgruppe B versorgt wird, nicht dass Asiaten, die in der Mehrheit gegen Laktose allergisch sind, mit laktosehaltigen Medikamenten „behandelt“ werden oder überhaupt in einer Weise behandelt werden, die ihrer Gruppenzugehörigkeit nicht angemessen ist. Oder man denke an Nierensteine, die bei weißen Männern und Frauen viel häufiger vorkommen als bei Afro-Americans oder Hispanics. Das Wissen um die Gruppenzugehörigkeit erleichtert es, die richtige Diagnose bei vorhandenen Symptomen zu finden.

Nehmen wir zum Beispiel Flüchtlinge.

Flüchtlinge kommen in ihrer Mehrzahl aus muslimischen Ländern und bringen einen entsprechenden kulturellen Hintergrund mit. Landauf landab sind die Gutmenschen dabei, die kulturellen Unterschiede, die sich in Verhalten und Verhaltenserwartungen niederschlagen, zusammenzustellen und als Erklärung für im Vergleich zur deutschen Aufnahmegesellschaft abweichendes Verhalten anzuführen.

Diese Gutmenschen sind also der Ansicht, dass es zwischen der Gruppe der Flüchtlinge und der Gruppe der Deutschen systematische Unterschiede gibt, die sich im Verhalten niederschlagen.

Eine Studie aus Österreich hat herausgefunden, „dass es voneinander abweichende stimmliche Normwerte geben könnte, die bis dato keinen Einfluss auf die Auswertung der Stimmstatus haben. Somit könnten Sprecher unterschiedlicher Herkunft in Österreich oder Deutschland zum Teil pathologische Stimmwerte aufweisen, wenngleich der Patient in seinem Herkunftsland normgemäß wäre“.

Diese Erkenntnis ist z.B. in der Logopädie von Bedeutung, in der sprachliche Besonder- oder Absonderlichkeiten, die Sprechende aufweisen, zuweilen als pathologisch bezeichnet und als behandlungsbedürftig angesehen werden. Jeder Gutmensch wird sich darüber freuen, dass es mit der Arbeit aus Österreich nunmehr gelungen ist, Logopäden dafür zu sensibilisieren, Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund, die sich als Gruppe systematisch in ihrem Spracheverhalten von Deutschen oder Österreichern unterscheiden, weil sie z.B. andere Sprechgewohnheiten haben, davor bewahrt werden, pathologisiert zu werden, weil die Sprechgewohnheit, die in ihrer Gesellschaft ganz normal ist, in deutschsprachigen Gesellschaften als beanstandenswert aufgefasst wird.

Jeder Gutmensch wird sich darüber freuen, dass eine Diskriminierung, die aus der Unkenntnis unterschiedlicher Sprachpraktiken entstehen könnte, vermieden wird.

Das, jedenfalls sollte man meinen.

Tatsächlich ist ein linksextremer Gesinnungsmob über Thorsten Seifter hergefallen, der genau dieses Ergebnis in seiner Bachelorarbeit herausgearbeitet hat. Statt ihn zu loben, wird versucht, ihn zu schädigen, seinen Ruf zu zerstören, ihn zu diffamieren: „Die innerartliche Variation des menschlichen Vokaltrakts und der Stimme“, so hat Seifter seine Arbeit betitelt, in der es darum geht, systematische Variationen zwischen Menschengruppen mit Bezug auf Sprachverhalten zu untersuchen, Variationen, die offenkundig sind, wenn man weiße Pieps-Sängerinnen, die versuchen, Musik zu machen, mit schwarzen Sängerinnen, wie Patience Dabany vergleicht.

Was hat Seifter falsch gemacht?

Seifter hat den Begriff der Rasse in seine Arbeit eingeführt, durchaus kritisch und im Rahmen einer differenzierten Diskussion des Begriffs, also einer Darstellung von Für und Wider, Kritik an und Vorteil des Konzepts der Rasse und in einem Kapitel, das mit „Grundierung: Das Minenfeld Rasse“ überschrieben ist.

Statt politisch-korrekt Unterschiede zwischen Menschengruppen zu verwischen oder mit „Kultur“ oder sonstigen nichtssagenden Begriffen zu umschreiben, versucht Seifter die internationale Diskussion um den Begriff „Rasse“ aufzunehmen, die derzeit u.a. darüber geführt wird, ob die vielen systematischen Intergruppenunterschiede, die mit Blick auf genetische Differenzen gefunden werden, es nicht rechtfertigen, das alte Konzept der Rasse wieder aufzunehmen (Cooper 2004: 270). Die Arbeit von Seifter ist also auf der Höhe der wissenschaftlichen Diskussion, wie man sie auch bei Koenig, Lee und Richardson (2008) nachlesen kann oder für sein Thema noch relevanter bei Xue und Hao (2006), die „significant gender and race effects … in certain vocal tract dimensions“ finden.

Aber Rasse ist ein Begriff, der bei linken Extremisten Speichelfluss und neuronale Gewitter im Gehirn auszulösen scheint, die es unmöglich machen, der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Seifter nichts anderes tut als diejenigen, die Unterschiede zwischen Menschengruppen auf Kultur attribuieren, nur dass er diese Unterschiede als biologisch-genetische Unterschiede zwischen Menschengruppen ansieht, die er – wie viele andere vor allem im angelsächsischen Sprachraum – als Rasse bezeichnet. Er hätte sie auch Grumpf nennen können und in einer Fußnote auf Seite 4 darauf hinweisen, dass er mit Grumpf Rasse meint. Das wäre den linken Spinnern dann entgangen, und er hätte die Früchte seiner Arbeit in aller Ruhe genießen können.

Aber Seifter hat den Begriff „Rasse“ benutzt.

Die Rufmord-Maschinerie der linksextremen Inquisition ist unmittelbar angesprungen und hat sich, wie so oft, im Fehlschluss ad hominem Bahn gebrochen. „Der Mann“, so schreibt der Spiegel, sei „in rechten Kreisen als Autor bekannt“. In linksextremen Kreisen ist es ausreichend, Menschen mit „rechten Kreisen“ in Verbindung zu bringen, um den Gesinnungsmob loszutreten, den Mob jener Dummen, die vermutlich nicht einmal dann, wenn sie es versuchen würden, intellektuell an Seifter heranreichen würden, denn: Die Arbeit von Seifter hält alle wissenschaftlichen Standards ein und allen wissenschaftlichen Test stand. Sie ist fundiert. Es wird eine Forschungsfrage benannt, es werden Konzepte diskutiert, und es werden Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Rasse und Stimme zusammengetragen. Was man von einer Bachelorarbeit verlangen muss, das ist vorhanden. Insofern wundert es uns nicht, dass der Erstgutachter die Arbeit mit sehr gut bewertet hat.

Sowenig wie es uns wundert, dass die Horde der Gesinnungswächter, denen es egal ist, ob sie einem Menschen Unrecht tun, die Exempel statuieren wollen, um der Exempel willen und sich nicht dafür interessieren, ob sie Leichen zurücklassen, mit großem Trara über eine Arbeit und einen Studenten herfällt, dessen ganze Schuld darin besteh, „in rechten Kreisen als Autor bekannt“ zu sein und das Wort „Rasse“ benutzt zu haben.

Wissenschaftsfreiheit wollen die ideologischen Hochschul-Stürmer, die Ludditen der Neuzeit, zur Verhandlungsmasse erklären und natürlich sich die Prüfung der richtigen Gesinnung vorbehalten, sich die Rolle des Zensoren anmaßen und entscheiden, wie weit Wissenschaftsfreiheit gehen darf.

Die Freiheit der Wissenschaft ist ein innerhalb der Grenzen, die die Methode der Wissenschaft steckt, also innerhalb der Entwicklung einer Theorie, der Ableitung von Hypothesen und der Prüfung derselben, eine vollumfängliche Freiheit. So lange die Anforderungen der Methode der Wissenschaft erfüllt sind, gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich der Themenwahl. Hier auch nur einen Fußbreit zu wanken, würde die Möglichkeit von Wissenschaft unter die Ägide der Gesinnungsdiktatoren stellen, würde Ideologen zu Herren über das, was Wissenschaft darf und sein kann, machen. Zwangsläufig würde dies dazu führen, dass als Wissenschaft nur noch das gelten darf, was der herrschenden Ideologie entspricht und – um im derzeitigen herrschenden politisch-korrekten Wahngebilde zu verbleiben: Wissenschaft würde unweigerlich kaputt gegendert.

Dass Wissenschaftsfreiheit innerhalb des durch die korrekte Anwendung des methodischen Rüstzeugs geschaffenen Rahmens vollumfänglich ist, heißt übrigens auch, dass nur der, der die Methoden der Wissenschaft beherrscht und anwendet, sich auf Wissenschaftsfreiheit berufen kann. Das ist der Grund, warum Seifters Arbeit unter Wissenschaftsfreiheit fällt, Gender Studies aber nicht. Ersterer kann Methoden anwenden, Letztere können es nicht, wollen vielmehr politischen Aktivismus betreiben und stehen damit außerhalb der Wissenschaft und im Lager der Ideologie, was sich auch daran zeigt, dass sie dieselben Fehlschlüsse und Manipulationen anwenden, die die Rufmörder der Schmierenjournalie auch anwenden: Diffamierung der Person unter vollständiger Vermeidung einer Auseinandersetzung mit vorgebrachten Argumenten. Warum sie es vermeiden, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen? Weil sie es nicht können. Sie sind Ideologen, keine Wissenschaftler. Sie können auf wissenschaftlichem Boden nicht konkurrieren.

Zurück zur Inquisition der stürmenden Linksextremisten. Dass sie zu Mitteln wie Rufmord und Manipulation (dazu gleich) greifen müssen, macht ihre Erbärmlichkeit überdeutlich, denn: Wer Seifters Arbeit kritisieren will, kann dies jederzeit und mit Bezug auf das, was er geschrieben hat, tun. Man kann seine Darstellung in Kapitel 3 angreifen, kritisieren, dass er den Begriff der Rasse überhaupt benutzt, muss dies aber im Kontext einer internationalen und vor allem wissenschaftlichen Diskussion tun, in der es ganz normal geworden ist, Hispanics von Caucasian Whites zu unterscheiden und in der immer häufiger die Frage auftaucht, ob Unterschiede in DNA-Sequenzen so systematisch sind, dass sie mit den Grenzen von Rassen zusammenfallen (dazu bald mehr).

All das passt der deutschsprachigen Gesinnungspolizei, die in weitgehender Verblödung vor sich hindämmert und als einzige Regung die Aufregung kennt, natürlich nicht. Zum einen sind diese Inquisitoren nicht in der Lage, auf wissenschaftlichem Boden zu konkurrieren, zum anderen sind sie nur daran interessiert, sich auf Kosten von anderen in ihrer symbolischen Echokammer zu produzieren, und dieses Mal hat es Thorsten Seifter getroffen, der im Spiegel mit fieser Manipulation gerufmordet wird.

„Gleich zu Beginn seiner Bachelorarbeit, die im Internet abrufbar ist, schreibt der Student vom “Einfluss des genuin anatomischen Faktors Rasse”. Weiter heißt es in der Arbeit etwa: “Es ist das eine, nach wissenschaftlichen Kriterien festzustellen, dass der Intelligenzquotient von Europiden (Europäern) im Durchschnitt höher ist als der von Negriden (Afrikanern) (…) und gleichzeitig niedriger als jener von Mongoliden (Ostasiaten)”

Die Manipulation durch selektives Zitieren ist eine der Todsünden des Journalismus und der Wissenschaft. Lisa Duhm, die das „h“ an der falschen Stelle trägt, zeichnet für den Spiegel-Text verantwortlich und kann mit großer Sicherheit als weder des Journalismus noch des Schreibens über Wissenschaft fähig angesehen werden. In der im Internet abrufbaren Bachelorarbeit ist die zitierte Stelle in Gänze zu finden. Zitiert man sie in Gänze, ergibt sich ein vollkommen anderes Bild als es Duhm vermitteln will:

„Es ist das eine, nach wissenschaftlichen Kriterien festzustellen, dass der Intelligenzquotient von Europiden (Europäern) im Durchschnitt höher ist als der von Negriden (Afrikanern) (vgl. z. B. Rindermann, 2013b) und gleichzeitig niedriger als jener von Mongoliden (Ostasiaten), aber noch einmal etwas vollkommen anderes, daraus eine Hegemonie oder Selbstüberhöhung abzuleiten und politisch (oder sogar militärisch) durchzusetzen. Im Umkehrschluss jedoch Forschungsvorhaben nicht durchzuführen, weil nicht-wissenschaftliche Begebenheiten (etwa weltanschauliche) diese de facto verunmöglichen – Stichwort politische Korrektheit –, ist nicht nur de jure absolut kritisch zu sehen (in Österreich ist die Freiheit von Forschung und Lehre an Universitäten verfassungsrechtlich verankert; vgl. Art. 81c Abs. 1 Bundes-Verfassungsgesetz 2017; erweitert noch durch § 2 Abs. 1 und 3 Universitätsgesetz 2002 2017), sondern aus wissenschaftstheoretischer Sicht geradezu fatal. Dann nämlich würde es nicht mehr um wissenschaftliche Erkenntnis gehen, sondern um die Einhaltung von Dogmen, was den gesamten Wissenschaftsbetrieb obsolet machen würde“ (Seifter 2018: 5-6).

Was dem ganzen Schmierentheater jedoch die Krone aufsetzt, ist der Kriechgang, mit dem Karl Peter Pfeiffer, Rektor der Fachhochschule „Joanneum“ sich gegenüber dem Spiegel „rechtfertigt“. Anstatt den Schreiber darauf hinzuweisen, dass in der Wissenschaft weder die Person des Autoren noch die politische Zugehörigkeit eine Rolle spielen, weshalb man Fehlschlüsse wie den eines ad hominem, wie er gleich zu Anfang im Spiegeltext zu finden ist, als Ausdruck von Dummheit ansieht (in der Wissenschaft), versucht der Rektor, sich mit Nichtwissen und der Gnade später Kenntnis zu entschuldigen. Das ist geradezu unglaublich. Anstatt die Inquisitoren mit ihrem Gesinnungstribunal in ihre engen geistigen Schranken zu verweisen, kriecht der Rektor vor ihnen, versucht er sich dadurch anzubiedern, dass er vom Abbruch der Beziehungen zum Erstkorrektor der Arbeit von Seifter berichtet und nebenbei bekannt gibt, dass Denunziation unter den Mitarbeitern seiner Fachhochschule (ein Mitarbeiter habe ihn per Mail über Seifters Arbeit informiert) offenkundig normal ist.

Während man sich über die Anmaßung der Spiegel Schmierfinken, Wissenschaft beurteilen zu wollen, ärgert, wird man vom Ärger über den kriechenden Rektor eingeholt. Falls irgendjemand sich immer noch fragt, wie es 1933 zur Machtübernahme, am 10. Mai desselben Jahres zur Bücherverbrennung, anschließend zu Pogromen und zum Ausschluss von Juden aus Institutionen u.a. der Wissenschaft kommen konnte, die hier berichtete Begebenheit vom Versuch eine Gesinnungsdiktatur durchzusetzen ist ein Schulbeispiel dafür.


Cooper, Richrd (2004). Genetic Factors in Ethnic Disaparities in Health. In: Anderson, Norman B, Bulatao, Rodolfo A., Cohen, Barney & National Research Council (U.S.) Panel on Race, Ethnicity and Health (eds.) Critical Perspectives on Racial and Ethnic Differences in Health in Late Life. Washington: National Academies Press, pp.269-309.

Koenig, Barbara A., Lee, Sandra Soo-Jin & Richardson, Sarah S. (2008)(eds). Revisiting Race in a Genomic Age. New Brunswick: Rutgers University Press.

Xue, S.A. & Hao, J.G. (2006). Normative Standard for Vocal Tract Dimensions by Race as Measured by Acoustic Pharyngometry. Journal of Voice 20(3): 391-400.


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