Genderista-Wiki: State of the Art

Unser Genderprojekt geht gut voran.

Mittlerweile gibt es bereits eine Reihe von Seiten im Genderista-Wiki.

Wir haben damit begonnen, Kategorien einzuführen und auf einer zentralen Seite: Genderista-Wiki: Aktuell zu sammeln. Alle Informationen, die das Wiki betreffen, finden sich dort. Wir haben bereits eine vollständige Aufstellung  aller Professuren mit Voll- bzw. Teildenomination in Gender Studies sowie der Fachbereiche, denen sie zugeordnet sind und der Namen der Besetzer, die von der Stelle profitieren. 

Gender Studies

 

Neben den genannten Informationen finden sich derzeit Informationen zu zwei Politiken, nämlich dem Professorinnenprogramm von Bund und Ländern und dem Maria-Goeppert-Mayer-Programm des Landes Niedersachsen. Für beide Programme haben wir die Professuren mit einer Denomination in Gender Studies zusammengestellt, inklusive der Universitäten an denen sie sich finden und der Nutznießer der jeweiligen Professuren. Zudem haben wir begonnen, Begriffe zu erklären, um auf diese Weise offenzulegen, welche Form der  Nutznießung durch das jeweilige Programm ermöglicht wird.

 

Politiken

 

Schließlich gibt es die Kategorie “Statistik”, in der wir eine Reihe von Informationen zusammenstellen, bislang eine Liste der Wirtsfächer, die am meisten durch Gender Studies heimgesucht werden, sowie unser Gender Trash Ranking, das wir auf Grundlage unserer Ergebnisse ständig erneuern.

 

Statistik

 

Ermöglicht wird die Arbeit am Genderista-Wiki durch die Spenden unserer Leser. Der derzeitige Spendenstand beträgt 14.718 Euro. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen, die die Arbeit am Genderista-Wiki unterstützen.

Für die erste Phase waren 12.500 Euro erforderlich. Wir haben somit mit der Finanzierung der zweiten Phase begonnen, für deren Durchführung weitere 25.000 Euro notwendig sind. Über die Zielsetzung und die Arbeitsschritte der einzelnen Projektphasen informieren die beiden Links unten.

 

Genderista-Wiki

 

Eine Unterstützung der Arbeit am Genderista-Wiki ist jederzeit auf den üblichen Wegen möglich:

 

Sklaven der Kontrollvariablen: Genderismus und Wissenschaft sind unvereinbar

Wer wie wir die wissenschaftliche Landschaft beobachtet, der hat in den letzten Jahren, wenn nicht im letzten Jahrzehnt eine  Veränderung festgestellt: Qualitative Forschung wird immer häufiger, quantitative Forschung immer seltener.

Das hat natürlich eine Ursache. Quantitative Forschung kann man nicht einfach so betreiben. Man benötigt eine methodologische Ausbildung, muss den Unterschied zwischen Operationalisierung und Faktum kennen. Man muss in Mathematik zumindest firm sein. Es ist nicht notwendig, Matrizenrechnung zu beherrschen, aber man sollte doch wissen, was passiert, wenn man z.B. eine Faktorenanalyse rechnet und es wäre auch hilfreich in der Lage zu sein, auf Grundlage einer vorhandenen Verteilung eine lineare Annäherung an die Verteilung von Hand berechnen zu können.

Qualitative Forschung ist mathematikfrei. Eine Erleichterung für all diejenigen, die Schwierigkeiten haben, eine Gerade einzuzeichnen, wenn man ihnen zwei Punkte in einem Koordinatenkreuz gibt. Um fair zu sein: Auch qualitative Sozialforscher haben sich bemüht, eine Methode zu entwickeln, die es ermöglich, die Willkür, die qualitativer Forscher anhaftet, loszuwerden. Die zum Teil recht guten methodologischen Lösungen haben jedoch wenig Widerhall in den Sozialwissenschaften gefunden. Qualitative Forschung ist vielmehr verkommen. An die Stelle methodischer Erwägungen ist das Draufloswurschteln getreten, das, damit es nicht als das solches kenntlich wird, als reflexive Forschung oder als Experteninterview bezeichnet wird. Experteninterviews sind in der Regel die Übertragung des Kaffeekränzchens aus dem Cafe um die Ecke in die Wissenschaft. Sie verlaufen bar jeder methodologischen Erwägungen oder gar Einsichten und resultieren zumeist in reflexiven Erkenntnissen, die keinerlei Bezug zur Wirklichkeit haben.

Diese Entwicklung hat eine Reihe von Ursachen. Eine davon ist die Etablierung von Gender Studies an Hochschulen. Gender Studies sind das Gegenteil von Wissenschaft. Die sie betreiben, haben kein Interesse an nachvollziehbarer Forschung und sind schon gar nicht im Stande, mit mathematischen Modellen oder gar mit Statistik umzugehen. Sie haben sich deshalb auf qualitative Methoden gestürzt und wie alles, was die Genderista in die Finger bekommt, so haben auch die qualitativen Methoden einen Qualitätseinbruch erlitten.

Die Art und Weise, in der die Genderista die qualitativen Methoden erledigt haben, zeigt deutlich, dass hier ein bunch of nuts unterwegs ist, um seine Phantasien auszuleben.

Ein mentaler Führer dieses bunch of nuts scheint eine gewisse Maria Mies zu sein, die vor ihrer Emeritierung an der Fachhochschule in Köln tätig war. Wikipedia beschreibt Mies wie folgt:

“Maria Mies (* 1931 in Steffeln) ist eine deutsche Soziologin. Sie hat feministische, ökologische und entwicklungspolitische Bücher publiziert, die international beachtet wurden. Sie ist Professorin emerita der Fachhochschule Köln. Bekannt und tätig ist sie weiterhin als strikte Gegnerin der Globalisierung und gehört zu feministAttac, einem Frauennetz von Attac.”

Damit ist eigentlich alles gesagt. Wer zu Attac gehört, hat in der Regel mit Wissenschaft nichts am Hut, seine Anwesenheit an einer Hochschule kann daher nur als Betriebsunfall bezeichnet werden. Dass Mies als mentaler Anführer der Knalltüten angesehen werden kann, die sich heute an Hochschulen breit gemacht haben, zeigt sich auch deutlich, wenn man das, was sie zu Feminismus und Sozialforschung zusammen geschrieben hat, liest.

Nein, wir haben es nicht gelesen. Wir haben die Lektüre Alan Bryman überlassen. Bryman muss diesen Unsinn lesen, denn er hat ein Buch über Social Research Methods geschrieben, das nicht auf sinnvolle Social Research Methods beschränkt ist, sondern die gesamte Bandbereite von Unsinn mit erfasst, die sich heutzutage an Hochschulen finden lässt. Und so findet sich auch Mies.

Alan Bryman (2015). Social Research Methods. Oxford: OUP.

Man muss das, was Genderista von sich geben, häufig erst einmal einsickern lassen und sich selbst bestätigen, dass die den Blödsinn, den sie schreiben, Ernst meinen. Dann muss man das Gelesene noch einmal lesen und sich fragen, wie jemand auf die Idee kommen kann, seine Phantasien an Dinge heranzutragen, von denen er keine Ahnung hat, überhaupt keine Ahnung.

So ist Mies der Ansicht, dass quantitative Forschung die Stimme von Frauen unterdrücken würde, weil quantitative Forschung auf der Suche nach Wahrheit „valid knowledge“ Frauen zu Objekten der Forschung mache, sie in Kategorien stecke und die quantitative Unterdrückung von Frauen noch durch die Einführung von Kontrollvariablen amplifiziere.

So einen Blödsinn muss man wirklich erst einmal verdauen.

Wie soll man jemandem antworten, der denkt, man könne Forschung betreiben, ohne ein Forschungsobjekt? Kein Wunder, dass Genderista keine Forschungsergebnisse vorzuweisen haben. Ohne Forschungsobjekt kann man halt nichts erforschen. Aber damit nicht genug, wenn man die Antworten, die Frauen in einem Fragebogen gegeben haben, im Rahmen quantitativer Sozialforschung berücksichtigt, dann macht man diese Frauen nach Ansicht von Frau Mies nicht nur zum Objekt der Forschung, nein, man beutet sie auch aus, nutzt ihre Antworten und gibt nichts zurück. Selbst Frauen machen sich dieser Form modernen Befragungssklaventums nach Kenntnis von Mies schuldig. Man muss schon hart an der Grenze zur Debilität entlanglaufen, um auf derartigen Unsinn zu kommen. Wenn Fragen Ausbeutung darstellen, dann wird es Zeit, die Fragestunde im Bundestag abzuschaffen und Lehrer daran zu hindern, systematisch ihre Schüler auszubeuten und die Ausbeutung noch mit Bewertung zu krönen. 

Der absolute Knaller kommt jedoch erst noch:

Dass man Frauen in quantitativen Modellen als Kontrollvariable benutze, verstärke noch deren Ausbeutung.

Wir haben keine Worte mehr, um einen derartigen, ja, was eigentlich, Unsinn, Blödsinn … angemessen zu bezeichnen. Die Frau hat wirklich Phantasie. Aber leider eben keine Ahnung. Ein Datensatz besteht in der Regel aus Zeilen und Reihen mit Zahlen darin. In einem Datensatz finden sich keinerlei Frauen, auch keine Männer. Es finden sich Operationalisierungen, z.B. die Operationalisierung von Geschlecht: 1 „männlich“, 2 „weiblich“. Damit kann man dann rechnen, Geschlecht als binäre Variable mit nominalem Skalenniveau behandeln und, ja, wir geben es zu, als Kontrollvariable in ein statistisches Modell einführen. Das hat jedoch nichts mit den Sado-Masochistischen Phantasien, die Frau Mies zu haben scheint, zu tun, nichts mit Kontrolle und Unterdrückung. Es heißt nämlich nur Kontrollvariable, weil damit ein Einfluss konstant gehalten werden soll, so dass man Ergebnisse bekommt, die man unabhängig vom Geschlecht interpretieren kann. Nicht nur haben Kontrollvariablen nichts damit zu tun, dass Frauen oder Männer gefesselt oder überwacht werden, Frauen und Männer sind nicht einmal in einem Datensatz, lediglich eine Zahl, eine Operationalisierung ist in einem Datensatz enthalten. Und weil dem so ist, deshalb suchen quantitative Sozialforscher auch nicht nach „Wahrheit“ oder „valid knowledge“, sondern nach Zusammenhängen und sie versuchen, Theorien mit Daten zu bestätigen oder zu falsifizieren, aber eben nicht zu beweisen.

Das alles weiß Frau Mies nicht, kann sie nicht wissen, sonst würde sie nicht den Blödsinn schreiben, den sie schreibt, und das alles wissen Gendersita nicht. Wie häufig uns in den letzten Jahren das Missverständnis begegnet ist, dass es Wissenschaftler gäbe, die denken würden, man könne objektive Wahrheit finden, … wir haben aufgehört zu zählen. Wann immer uns dieser Unsinn begegnet ist, kam er jedoch von Genderista, die die einzigen zu sein scheinen, die an diesen Unsinn glauben, was einmal mehr zeigt, dass sie nicht nur nichts mit Wissenschaft zu tun haben, sondern nicht einmal eine Vorstellung davon haben, was Wissenschaft eigentlich ist.

Das ist auch nicht verwunderlich, denn – wie abermals Bryman herausgearbeitet hat – sind Genderista der Ansicht, quantitative Sozialforschung sei abzulehnen, weil sie wertneutral vorgehe. Und hier haben sie ausnahmsweise einmal zumindest im Ansatz recht. Quantitative Sozialforschung soll wertneutral sein, aber nicht nur quantitative Sozialforschung, auch qualitative Sozialforschung, ja Sozialforschung überhaupt, Wissenschaft als Ganzes. Tatsächlich ist es eine der unverrückbaren Grundlagen von Wissenschaft, wertneutral vorzugehen. Da Genderista, wie Bryman gezeigt hat, das explizit nicht wollen, stellen sie sich – wie all die anderen politischen Aktivisten – selbstgewählt und bewusst außerhalb der Wissenschaft auf und machen deutlich, dass Genderismus keine Wissenschaft ist.

Warum sind Genderista dann an Hochschulen präsent? Man muss nach den Ausführungen, die Brynman zitiert, davon ausgehen, dass die Unterwanderung von Hochschulen durch Genderista die Zerstörung von Wissenschaft zum Ziel hat.

Es ist nicht mehr lustig: Einerseits sind Irre dabei, Bücher wie die Kleine Hexe zu zensieren, weil darin Worte vorkommen, die sie nicht mögen, andererseits sind Bücher wie die von Mies und anderen Genderista im freien Handel zugänglich und werden nicht mit einem Zusatz wie: “Das Lesen dieses Buches kann ihren Intellekt beschädigen” versehen. 

Wie weit die Genderista mit ihrem Vorhaben schon gelangt ist, wie sehr sie deutsche Universitäten bereits infiltriert hat, das weiß niemand. Wir wollen es untersuchen, in einem Forschungsprojekt, das nur von Privatleuten, die ein Interesse an unserer Forschung haben, finanziert wird. Wir haben bereits 75% der Mittel zusammen, die notwendig sind, um die erste Phase des Projekts zu beginnen. Wenn Sie auch dazu beitragen wollen, das Ausmaß der Gender-Unterwanderung an deutschen Universitäten zu untersuchen, dann können finden Sie hier Näheres zu Projekt und den Möglichkeiten, uns zu unterstützen.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Studiengang: Master of Sex [Feinde der Wissenschaft II:]

Wenn es um Satire geht, bleibt alles hinter der deutschen Realität zurück:

„Der berufsbegleitende Masterstudiengang Sexologie der Hochschule Merseburg basiert neben anderen theoretischen Grundlagen auf dem Modell sexueller Gesundheit Sexocorporel. Unterschiedliche sexualwissenschaftliche Modelle werden vorgestellt und der Zusammenhang zum Modell Sexocorporel aufgezeigt. Der theoriegeleitete körperorientierte Ansatz von Sexocorporel und die anwendungsbezogenenen Methoden zeigen, wie vielfältig die Einflussfaktoren auf die Gestaltung der Sexualität sind. Es wird aufgezeigt, wie sexuelles Erleben und sexuelles Verhalten über persönliche und soziale Lernprozesse lebenslang entwickelt werden können.“

Wer hätte das gedacht, dass Hochschulen einmal zu Stätten werden, an denen „sexuelles Erleben“ und „sexuelles Verhalten“ gelehrt wird, mit dem Ziel, „persönliche und soziale Lernprozesse lebenslang“ zu entwickeln.

„Der Tagesspiegel fasste die Ausrichtung des Studienganges prägnant zusammen: „Wie im Sport und in der Ernährung ist auch in der Sexualität eine gute Körperwahrnehmung zentral für das sexuelle Wohlbefinden […]. Dazu gehören Atmung sowie Anspannung und Entspannung von Muskeln. Im neuen Masterstudiengang lernen die Studierenden nebst der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen über die eigene Reflexion und Bewegungs- und Atemübungen ihren eigenen Körper besser kennen.“ (Tagesspiegel, 14.9.2014) Der von der AHPGS akkreditierte Studiengang …”

Hochschulen sind Einrichtungen, die von der Allgemeinheit finanziert werden. Sie werden finanziert, weil die Allgemeinheit der Ansicht ist, dass die Ausbildung junger Menschen einen gesellschaftlichen Nutzen mit sich bringt. Bei Studiengängen wie dem zum „Sexologen M.A.“, steht nicht der gesellschaftliche Nutzen im Vordergrund. Tatsächlich fällt uns kein gesellschaftlicher Nutzen ein, der daraus entsteht, dass Studenten „über die eigene Reflexion und Bewegungs- und Atemübungen ihren eigenen Körper besser“ kennenlernen. (Das gehört bestenfalls an eine Volkshochschule.) Dass daraus vielleicht in persönlicher Nutzen erwächst, jedenfalls bei denen, die sich seit mehr als 20 Jahren über den eigenen Körper wundern und die Hilfe von Dritten benötigen, um ihr Wundern zu überwinden, mag sein, dass dieser persönliche Nutzen auch nur irgendwelchen gesellschaftlichen Nutzen nach sich zieht, ist fraglich, nein vollkommen unwahrscheinlich, denn „[i]m Masterstudiengang werden Studierende befähigt, als zukünftige … Sexologen Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer und LGBTI in ihrer sexuellen Gesundheit zu fördern“.

Das ist eine Drohung, nein ein Armutszeugnis, das die ganze Armseligkeit einer verbal sexbesessenen Zeit zeigt, in der Sexualität auf Orientierungen reduziert wird, die mit Techniken umgesetzt werden können. Anders ist es nicht mehr zu erklären, dass eine Tätigkeit, die von selbst funktioniert, wenn die dazu notwendige Attraktion und das notwendige emotionale Empfinden, das man früher Liebe (oder auch nur Verliebtheit) genannt hat, vorhanden sind, erlernt und mit Techniken versehen und von der Atem- über die Bewegungs- bis zur Entspannungsübung geplant werden muss. Es ist eine arme, eine erlebnisarme Zeit. Vielleicht erklärt das, warum es nun Angebote an Hochschulen gibt, die die Grenze zu zertifizierten Voyeurismus überschritten haben.

Die Ausbildung zum Merseburger Sexologen zieht sich über 6 Semester, also drei Jahre, kostet 19.500 Euro (“36 Monatsraten zu je 541,67 € pro Monat”). Aber lassen Sie sich nicht von den Kosten abschrecken: „eine Förderung mit bis zu 90 % ist möglich, abhängig vom Bundesland und weiteren Kriterien“.

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Feinde der Wissenschaft I: Feigheit und Politische Korrektheit

Ernst Peter Fischer hat es bei den ScienceBlogs mit den Feinden der Wissenschaft aufgenommen. In einem recht kurzen Text ärgert er sich über Thorsten Wilhelmy, Sekretär des Wissenschaftskollegs, der wohl der FAZ gegenüber viel Unsinn erzählt hat. Fischer schreibt u.a.:

„Früher hat man in den Reihen der Forschung den Mut gehabt, von Feinden der Wissenschaft zu reden, und man meinte damit Esoteriker, Astrologen und andere Scharlatane. Man meinte damit Leute, die von der Wissenschaft nichts halten und ihre Heilslehren verkünden. Heute unternimmt das der Sekretär des Wissenschaftskollegs, der viel Verständnis für Wissenschaftsfeindlichkeit zeigt und Menschen versteht, die Forschern vorwerfen, Ideologen zu sein. Thorsten Wilhelmy wertet die Wissenschaft ab, wo er kann, und auf die Geschichte hat sie seiner Ansicht nach so viel Einfluss wie die Denkmalpflege und die Kinofilme.“

Das mit dem Mut, das haben wir auch schon häufiger geschrieben, in der Variante des institutionalisierten Wissenschaftlers ohne Rückgrat, der den Mund nicht aufbekommt, um für seine Wissenschaft zu kämpfen. Aber Fischer macht hier einen sehr interessanten Punkt, der es ermöglicht, wissenschaftliche Belege für die Feigheit, die sich in den Wissenschaften breit gemacht hat, zu erbringen.

Eine Suche nach dem Begriff „Feinde der Wissenschaft“ in Google bringt, nun ja, ScienceFiles an erster Stelle und ein paar zehntausend weitere Fundstellen darunter zwei in den ScienceBlogs. Eine entsprechende Suche in wissenschaftlicher Literatur erbringt 77 Ergebnisse und die überwiegende Zahl derer, die sich trauen, von Feinden der Wissenschaft zu sprechen, haben sich das vor der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert getraut. Heutige Wissenschaftler sind unter denen, die den Begriff verwenden, nicht zu finden.

Dabei wäre es gerade heute wichtiger denn je, die Feinde der Wissenschaft klar zu benennen, so wie dies der Mathematiker Victor Schlegel 1872 getan hat als er in einer Rede „jene“ adressiert hat, die aus wissenschaftlicher Forschung politisches Kapital zu schlagen versuchen. Wenn man bedenkt, dass es 1872 keine Ministerien gegeben hat, die Steuergelder eingesetzt haben, um Legitimationsforschung in Auftrag zu geben oder Programme zu finanzieren, deren Ziel darin besteht, unter Vortäuschung falscher Tatsachen, die der Wissenschaft angelastet werden, Volkserziehung zu betreiben, ist die Aussage von Schlegel umso bemerkenswerter.

In jedem Fall kann man feststellen, dass Fischer Recht hat, wenn er die Feigheit unter Wissenschaftlern beklagt, die jenen, die Wissenschaft missbrauchen und zerstören wollen, nicht mehr beherzt und in klaren Worten entgegen treten, sie als Feinde der Wissenschaft bezeichnen. Nur dass das Früher, von dem er spricht, sehr viel früher ist.

Auch die Relativierung von Wissenschaft, die Fischer beklagt, ist ein Faktum, das man nicht leugnen kann. Was heute alles an Hochschulen als wissenschaftlich gelten will, wäre noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Gelächter goutiert worden. Dass es nun einen Sekretär eines Wissenschaftskollegs gibt, der Wissenschaft mit Kinofilmen und Denkmalpflege gleichsetzt, verwundert nicht wirklich.

Die Relativierung all dessen, was Wissenschaft ausmacht, gibt es nicht erst seit gestern. Sie beginnt spätestens mit dem naiven Konstruktivismus, dessen Vertreter entdeckt zu haben glauben, dass alles konstruiert ist, nichts gegeben und deshalb alles hinterfragbar. Warum sich Konstruktivisten die Mühe machen, trotz der Beliebigkeit, die sie allem zuweisen, ihre konstruierte Beliebigkeit in Bücher zu schreiben, ist eine Frage, deren Antwort nicht nur auf den ersten Blick entweder in eine Reductio ad absurdum führt oder zu der Erkenntnis, dass Konstruktivisten nicht an ethische Maßstäbe gebunden sind, die nicht-Opportunisten teilen.

Der Konstruktivismus hat den Weg bereitet für all den Unsinn, der heute an Hochschulen sein Unwesen treibt, die Whiteness-Studies, die Cultural Studies, die Gender Studies, die Postcolonial Studies, die Auto-Ethnographie oder wie die Bezeichnungen der Zeitvertreibe lauten, die sich dadurch auszeichnen, dass sie keinerlei verwertbares Erkenntnisinteresse haben und dadurch, dass sie die individuelle Wertung zum wissenschaftlichen Ergebnis erklären wollen.

Um die Feinde der Wissenschaft wirkungsvoll zu bekämpfen, muss man, da stimmen wir Ernst Peter Fischer zu, den Mut haben, sie offen beim Namen zu nennen. Um dies tun zu können, um der weiteren Relativierung von Wissenschaft auf das Niveau von Kinofilmen wirksam entgegen treten zu können, muss sich Wissenschaft wieder auf die Kriterien besinnen, die sie von all dem Unsinn, der heute im Namen der Wissenschaft betrieben wird, trennen.

Karl Raimund Popper hat die Kriterien als Abgrenzungskriterien bezeichnet. Demnach ist Wissenschaft dem Ziel gewidmet, Erkenntnisse über die empirische Welt zu gewinnen. Zu diesem Zweck bedient sich Wissenschaft einer Methode, die darin besteht:

  • Aussagen über die Realität zu machen,
  • die einfach, widerspruchsfrei und von anderen nachvollziehbar sind und
  • die an der Realität scheitern können.

Aussagen, die diesen Kriterien der Falsifizierbarkeit, der Nachvollziehbarkeit und (in Abstufung) der Einfachheit nicht genügen, sind keine wissenschaftlichen Aussagen. Fächer, die sich an Hochschulen tummeln, aber keinerlei Erkenntnisse über die empirische Welt vorweisen können, die diesen drei Kriterien genügen, sind keine Wissenschaft. Gemessen an diesen Kriterien sind Whiteness-Studies, Gender-Studies, Post-Colonialstudies oder wie der ganze Unsinn sonst noch heißt, keine Wissenschaft, sie erreichen nicht einmal den Status einer Hilfswissenschaft. Hilfswissenschaften stellen Methoden der Erkenntnis oder der Prüfung bereit, so wie die Mathematik, die Logik oder die Philosophie dies tun. Ihr Status als (Hilfs-)Wissenschaft ist also dadurch bestimmt, dass sie an der Produktion von Erkenntnis beteiligt sind bzw. sie erleichtern. Gender Studies, Whiteness-Studies oder Post-Colonialstudies sind an keiner Produktion von Erkenntnis beteiligt. Im Gegenteil: Sie sind an der Zerstörung von Erkenntnis beteiligt, Erkenntnis, die ihren Vertretern ideologisch nicht passt. Sie sind Ideologen, Feinde der Wissenschaft.

Es wäre schön, wenn es uns, gemeinsam mit Ernst Peter Fischer gelingen würde, die trägen Gelenke der noch trägeren Wissenschaftler, die sich in ihren Büros verstecken oder in die Emeritierung geflüchtet haben, in Bewegung zu setzen und wenn wir auf diese Weise eine Bewegung starten könnten, die für Wissenschaft eintritt und sich gegen diejenigen stellt, die sie von innen heraus zerstören wollen, denn wie schreibt Fischer so richtig:

„Da fällt einem nur noch der alte Satz ein, dass man mit seinen Feinden schon fertig wird. Mühe machen die angeblichen Freude, zum Beispiel der Sekretär des Wissenschaftskollegs.“

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Mit Volldampf gegen die Wand: Professorinnenprogramm wird fortgesetzt

Das Professorinnenprogramm wird fortgesetzt. 300 Millionen Euro, die seit 2008 eingesetzt wurden, um 524 Professorinnen an Hochschulen zu berufen, haben nicht ausgereicht, um der Wissenschaft den Garaus zu machen. Entsprechend wird das Professorinnenprogramm fortgesetzt. Darauf hat sich die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz geeinigt.

GWG 2Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Gremium, in dem die Kultusminister der Länder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung den neuesten Schlachtplan aushecken, um die Wahrscheinlichkeit, dass sich in Deutschland ein fähiger Wissenschaftler in die institutionelle Wissenschaft verirrt zu verringern oder zu beseitigen. Die gemeinsame Wissenschaftskonferenz ist ein Treffpunkt von geschlechterbewegten Politikern, die von Wissenschaft ungefähr so viel verstehen, wie eine Steckrübe vom 100 Meter Lauf. Der Zusatz „Wissenschaft“ hat kosmetische, er hat keine inhaltlichen Gründe.

Auch das Professorinnenprogramm hat kosmetische Gründe, denn die Politiker, die sich in der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zusammenfinden, sie finden es gut, wenn der Anteil weiblicher Professoren erhöht wird. Warum? Wissenschaftliche oder gar Gründe, die auf Fähigkeit und Wissen basieren, können es nicht sein, denn Meritokratie spielt im Professorinnenprogramm gerade keine Rolle, kann sie auch nicht, denn die Berufungsverfahren orientieren sich weitgehend an meritokratischen Gesichtspunkten: weibliche Bewerber, die besser geeignet sind, um eine Professur zu besetzen als männliche Bewerber kommen somit ohne Professorinnenprogramm zum Zuge.

Daher dient das Professorinnenprogramm dazu, die weiblichen Bewerber, die nicht besser geeignet sich als männliche Bewerber, auf eine Position zu hieven, auf die sie ohne das Professorinnenprogramm nie gekommen wären. Und bei der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz macht man auch gar keinen Hehl mehr daraus, dass das Professorinnenprogramm dazu dient, die Auswahl nach Fähigkeit und Leistung durch die Bevorzugung weiblicher Bewerber aufzuheben.

So heißt es: „

Professorrinnenprogramm“Das Bund-Länder-Programm wirkt auf zwei Ebenen: Es erhöht die Anzahl der Professorinnen an deutschen Hochschulen und stärkt die Strukturen für die hochschulinterne Gleichstellung. Die Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem wird dadurch nachhaltig verbessert.“

Die Ziele des Professorinnenprogramms sind also: Mehr weibliche Professoren und „stärkere Strukturen für hochschulinterne Gleichstellung“. Letzteres bedeutet, dass ein weiblicher Professor, der seine Berufung dem Professorinnenprogramm verdankt, verpflichtet ist oder wird, die Interessen seiner Klientel der weiblichen Bewerber, deren Fähigkeiten nicht ausreichen, um sich im freien und fairen Wettbewerb gegen männliche Konkurrenz durchzusetzen, zu vertreten. Die „Struktur für die hochschulinterne Gleichstellung“ wirkt sich dann vermutlich so aus, dass diejenigen, die sich bereits auf Lehrstühlen breit gemacht haben, keine Probleme damit haben, wenn männliche Bewerber auf ausgeschriebene Stellen getäuscht und dafür benutzt werden, den rechtlichen Schein aufrecht zu erhalten, schließlich sind Ausschreibungen, die sich nur an ein Geschlecht richten, im Antidiskriminierungsgesetz verboten. Dennoch werden sie getätigt und dennoch wurden 524 weibliche Bewerber über das Professorinnenprogramm berufen, in dessen Genuss ausschließlich weibliche Bewerber kommen, die „Struktur für hochschulinterne Gleichstellung“ hat wohl diesen moralischen Verfall und die Verbreitung von Betrug und Täuschung als normalem inneruniversitärem Umgang zur Folge.

Chancengerechtigkeit ist natürlich ein absoluter Blödsinn. Chancen kann man bestenfalls gleich verteilen. Wer versucht, Chancen, also Anrechte auf eine mögliche Entwicklung „gerecht“ zu verteilen, der müsste schon wissen, wer seine Chancen am besten zu nutzen im Stande ist, müsste entsprechend in die Zukunft schauen. Vielleicht bilden sich die Helden der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz ein, sie könnten in die Zukunft schauen, sie können es aber nicht. Vielleicht sind sie auch einfach nur eine Ansammlung von Schwätzern, die irgendetwas mit Gerechtigkeit und Chancen und so verbreiten will, irgendwas, das dem Publikum, das sie für dumm halten, zeigt, wie gut sie doch sind.

junk_scienceFür Letzteres spricht, dass mit dem Professorinnenprogramm Ergebnisgleichheit hergestellt wird, d.h. weibliche Bewerber werden unabhängig von ihrer Leistung männlichen Bewerbern vorgezogen, um letztlich eine gleiche Verteilung von Professuren nach Geschlecht herbeizuführen. Ergebnisgleichheit ist in diesem Fall das Gegenteil von Gerechtigkeit und hat auch mit Chancengleichheit nichts zu tun. Ergebnisgleichheit ist das Gegenteil von Gerechtigkeit, weil eine gerechte Stellenbesetzung nach Leistung und eben nicht nach Geschlecht erfolgen würde. Ergebnisgleichheit hat mit Chancengleichheit nichts zu tun, weil Chancengleichheit lediglich gewährleistet, dass alle Bewerber in einem Auswahlverfahren an denselben Kriterien (von Leistung usw.) gemessen werden.

Das kann man nicht oft genug feststellen.

Also werden die nächsten vier Jahre weitere 150 Millionen Euro aus dem Fenster geworfen, um einige 100 weibliche Bewerber auf Professorenstellen zu hieven, auf die sie in einem freien und fairen Wettbewerb nie gekommen wären, denn hätten sie sich auch über Kenntnisse und Fähigkeiten, über ihre Leistung durchgesetzt, sie hätten das Professorinnenprogramm nicht nur nicht gebraucht, sie hätten es sich verbeten, über das Professorinnenprogramm berufen zu werden.

Haben sie aber nicht. Entsprechend sitzen bereits 524 weibliche zumindest Minderwissenschaftler als Professoren an Hochschulen und tun ihr Möglichstes, um die deutsche Wissenschaft von innen zu zersetzen und die Produktion von Wissen gegen die Wand zu fahren. Es werden weitere 200+ in den nächsten vier Jahren folgen.

Männlichen Graduierten, die im Wissensbetrieb bleiben wollen, kann man vor diesem Hintergrund nur raten, sich entweder einen Job in der Privatwirtschaft zu suchen oder ins Ausland zu gehen. Die deutsche Wirtschaft wird feminisiert und wie alle Berufe, die in der Vergangenheit feminisiert wurden (Lehrer, Ärzte, Juristen) so wird es auch mit dem Beruf des Hochschullehrers weiter bergab gehen. Den Schülern, die keine deutsche Rechtschreibung mehr beherrschen, folgen die Studenten, die weder grundlegende fachliche noch methodische Kenntnisse aus ihrem Studium mitbringen. Schaun wir mal, wie lange es dauert, bis die deutsche Wissenschaft insgesamt gegen die Wand gefahren wurde. Die Sozialwissenschaften, jener Zweig der Wissenschaft, der den höchsten Anteil weiblicher Professoren aufzuweisen hat, dank dem Professorinnenprogramm, ist bereits in der Vorwissenschaft angekommen.

Die Nachricht, dass das Professorinnenprogramm fortgesetzt wird, wurde in der Redaktion von ScienceFiles mit einer Mischung aus Unverständnis, Belustigung und „No more Hope-Attitude“ aufgenommen. Dr. habil. Heike Diefenbach ist dazu übergegangen, den Song of Awakening zu hören. Die Hoffnung stirbt dann doch zuletzt.

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