Ungebildete sind klimaverträglicher – Neue Studie mit explosivem Ergebnis

Das hier, ist eine Visualisierung des Human Development Index (HDI):

Der HDI ist ein Index, in den eine Reihe von Informationen / Daten eingehen. Das UNDP – United Nations Development Programme, in dessen Rahmen der HDI fortgeschrieben wird, hat die folgende Abbildung erstellt, die die Variablen zeigt, die den HDI ausmachen:

Das ist ein Index ganz nach dem Herzen eines Ökonomen. Alle Daten auf Makroebene, keine Informationen zu Individuen, die die schöne Modellwelt stören. Der HDI wächst mit der Lebenserwartung, dem Niveau der Schulbildung der Bevölkerung und dem wirtschaftlichen Output gemessen als Gross National Income per Capita (also das Nationaleinkommen geteilt durch die Bevölkerung zur Mitte des jeweiligen Jahres).



Die drei Blöcke wirken natürlich aufeinander. Je höher gebildet eine Bevölkerung, desto mehr wirtschaftliches Wachstum. Je mehr wirtschaftliches Wachstum, desto höher das Nationale Einkommen. Und je reicher ein Land, desto höher die Lebenserwartung. Das alles sind gut dokumentierte Zusammenhänge, die von UNDP einfach nur verwurschtelt werden, um auch einmal einen Index verbreiten zu können: Den HDI.

Indices oder Sammelmaße aller Art, die man je nach Anzahl der Variablen schon auch einmal “Szenario” nennt, sind weit verbreitet und finden sich immer da, wo Simulationen gerechnet werden sollen, bei denen sichergestellt werden muss, dass am Ende kein Ergebnis steht, das den politischen Interessen, die mit der Simulation verbunden sind, nicht im Einklang stehen. Das Intergovernmental Panel for Climate Change (IPCC) hat aus diesem Grund eigene Szenarien, SSPs, in denen Entwicklungen beschrieben werden, die Gesellschaften nehmen können, von der konzertierten Aktion zur Bekämpfung des Klimawandels bis zur konzertierten Aktion, keine konzertierte Aktion gegen Klimawandel zuwege bringen zu wollen, entwickelt. Alle Szenarien basieren auf der Annahme, die zur Einsetzung des IPCC geführt hat und deshalb vom IPCC mit Zähnen und Klauen verteidigt wird: Menschen haben über den Ausstoß an CO2 einen, nein DEN Einfluss auf das Erdklima. Je mehr CO2 desto wärmer wird es, behaupten die Politiker im IPCC.

Die SSPs, Shared Socio-Economic Pathways des IPCC basieren auf Erzählungen darüber, wie sich die Zukunft entwickeln wird, wenn die Annahme, Menschen drehen an der Temperatur des Planeten, zutrifft. Wir haben die SSPs, über die viel geschrieben wird, die man aber seltsam selten als Erzählung findet, zusammengestellt:


Je nach Wahl der Erzählung, kann man die Leserschaft mit den vorhersehbaren Ergebnissen dann damit erschrecken, dass der angeblich von Menschen verursachte Klimawandel soziale Ungleichheit erhöht, Armut erhöht, Migration erhöht. Kaum ein Wunsch, bleibt unerfüllt.



Brian C. O’Neill und seine Mitstreiter haben sich der SSP2 bis SSP5 bemächtigt und auf Basis des oben dargestellten HDI untersucht, wie sich eine Erhöhung des Bildungsniveaus in den Ländern, in denen es nicht hoch ist, also vornehmlich in Afrika und Südostasien, auf das Klima auswirkt. Warum man so etwas forscht, ist nicht wirklich nachvollziehbar, denn die oben dargestellte Systematik von HDI und SSPs sorgt dafür, dass das Ergebnis vorhersehbar ist, denn:

  • Mit der Bildung steigt das gesellschaftliche Wachstum und mit der Bildung sinkt die Geburtenrate;
  • mehr gesellschaftliches Wachstum bedeutet mehr Produktion,
  • mehr Produktion bedeutet mehr CO2-Ausstoß,
  • mehr CO2-Ausstoß hat einen negativen Effekt auf das Klima, der den positiven Effekt, der von einer sinkenden Geburtenrate ausgeht, übersteigt;

Das alles ist nicht überraschend, denn es sind lediglich die Annahmen, auf denen die beschriebenen Maße basieren. Wenn man natürlich nicht weiß, was Ökonomen, die Makrodaten in allen Varianten miteinander kombinieren, seit Jahrzehnten an Zusammenhängen produzieren, dann kann es durchaus sein, dass man von seinem Ergebnis überrascht, vielleicht sogar negativ überrascht wird.

O’Neill und Mitautoren berichten nun, dass – je nach SSP, das sie gewählt haben – die CO2-Emissionen um zwischen 5% und 25% steigen, und zwar bis 2100. Bad Luck. Und das, obwohl durch den Rückgang der Geburtenrate, der mit steigender Bildung einhergeht, CO2-Emissionen reduziert werden. Nicht genug, wie vorherzusehen war, denn ein steigender Lebensstandard ist mit steigenden Begehrlichkeiten verbunden, damit zwangläufig verbunden: Mehr CO2. Nur, wenn die Bildung in den Ländern, die im HDI hinterherhinken, also in Afrika und Südostasien stagniert, das Bildungsniveau nicht steigt, nur dann sinken die Netto-Emissionen von CO2 und das, obwohl der Effekt einer nicht sinkenden Fertilitätsrate sich negativ auf die Emissionen auswirkt.

Was tun mit einem solchen Ergebnis?
Das ist eine Frage der Bewertung.

Da höhere Bildung mit einem negativen Effekt auf das Klima einhergeht, kann man, je nachdem, was wichtiger ist, Klima oder Menschen, Afrikaner und Südostasiaten in Unbildung halten und den Temperaturanstieg damit vielleicht reduzieren, jedenfalls in den Modellen des IPCC und den Szenarien, die damit vertrieben werden. Aber Afrikaner sind schwarz und Südostasiaten mindestens hellbraun, weshalb das Verbot von Bildung jenseits eines bestimmten Niveaus wohl als Rassismus anzusehen wäre. Wir alle wissen: Black Lives Matter und Rassismus muss ausgerottet werden.

Was bleibt?

Die Verdummung der Bevölkerung westlicher Staaten, eine Lösung, die gleichzeitig Erklärung für das ist, was man nur als heruntergekommenes Bildungssystem beschreiben kann. Zudem ist diese Lösung auch eine Erklärung dafür, warum niemand ein Problem damit hat, wenn Schüler anstatt in der Schule zu lernen, in den Straßen deutscher Städte hopsen. Die Verdummung der Bevölkerung ist, wie O’Neill et al. (2020) gezeigt haben, Voraussetzung dafür, dass die Wirtschaftsleistung sinkt, die wiederum sinken muss, um weniger CO2 zu emittieren.

Da kein intelligenter Mensch freiwillig in die Höhle zurückgeht, wenn er auch den Luxus moderner Gesellschaften genießen kann, muss man dafür sorgen, dass die Anzahl intelligenter Menschen sinkt. Wenn man die #BlackLivesMatter Demonstrationen betrachtet, muss man konstatieren, dass der Westen in Punkto Verdummung von Teilen der Bevölkerung schon ein gutes Stück vorangekommen ist, wobei das besonders Pikante an der Sache darin besteht, dass die Verdummung zuerst an Universitäten umgesetzt wurde.



O’Neill, Brian C., Leiwen Jiang, K. C. Samir, Regina Fuchs, Shonali Pachauri, Emily K. Laidlaw, Tiantian Zhang, Wei Zhou, and Xiaolin Ren (2020). The Effect of Education on Determinants of Climate Change Risks. Nature Sustainability; https://doi.org/10.1038/s41893-020-0512-y


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