Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität entfernen II: Der Brief

Heute haben wir den Brief auf den Weg gebracht.

Der Brief an den Präsidenten der Humboldt-Universität, Jan Hendrik Olbertz und an den Senator für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres.

In einem vergangenen Post haben wir die Forderung das/der/die Profx Lann Hornscheidt von der Hummboldt Universität Berlin zu entfernen, bereits begründet. Wir wollen das nicht wiederholen. Statt dessen für alle Unterstützer und Leser, hier das Anschreiben, mit dem wir die Email an die Genannten verschickt haben:

Sehr geehrter Herr Dr. Olbertz, sehr geehrte Frau Scheeres,

wir, das sind Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein sowie 62 Unterstützer, wir sind besorgt. Wir sind besorgt über den Zustand der deutschen Sozialwissenschaften, die derzeit zwischen Irrelevanz und Lächerlichkeit oszillieren.

Dass viele Bundesbürger mit Sozialwissenschaften, eben keine Wissenschaft verbinden, sondern willkürlich zusammengeklaubte Wortansammlungen, deren Sinn sich ebenso wenig erschließt wie ihr Zweck, dass viele Bundesbürger der Ansicht sind, dass Sozialwissenschaften eine Form der Selbsttherapie für Personen mit abstrusen Ideen sind, hat einen benennbaren Grund: Die Entprofessionalisierung der Sozialwissenschaften und ihre Verwillkürlichung durch politische Eingriffe im Rahmen des Staatsfeminismus.

Wissenschaft ist eine Methode, die klaren Kriterien folgt. Wissenschaft stellt Sätze über die Wirklichkeit auf. Diese Sätze haben einen Gehalt, d.h. sie sagen etwas über die Wirklichkeit aus. Sie sind prüfbar und nachvollziehbar und führen letzten Endes zu einem Wissen, von dem die Gesellschaft profitiert.

Mit dem Advent des Staatsfeminismus ist die Suche nach wissenschaftlichen Ergebnissen, die zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen, in den Sozialwissenschaften in eine Randexistenz abgedrängt worden. Sie wurde zur Suche nach den letzten Abstrusitäten, die man zur Erbauung eigener Grillen ausleben kann. Zudem sind die Sozialwissenschaften zu einem Instrument, mit dem Absurditäten, die von Ideologen ersonnen wurden, legitimiert werden sollen, verkommen.

Kaum ein Inhaber einer wissenschaftlichen Position an deutschen Universitäten steht so sehr für diese Entwissenschaftlichung der Sozialwissenschaften, wie Lann Hornscheidt, der/die sich zum Ziel gesetzt zu haben scheint, Kommunikation zu verunmöglichen und durch eine Ansammlung absurder Laute zu ersetzen.

So besteht Lann Hornscheidt darauf, mit einer dem Duden unbekannten Buchstabenfolge „Profx“ angesprochen zu werden und sanktioniert Studenten, die nicht bereit sind, ihre Muttersprache zu Gunsten der Lann Hornscheidtschen Sprachphantasie aufzugeben.

Auf diese Weise missbraucht Lann Hornscheidt nicht nur eine wissenschaftliche Position um ihren eigenen Spleen auszuleben, sie führt auch eine verbale Vergewaltigung harmloser Studenten durch, die zur Sprach-Konformität mit Lann Hornscheidt gezwungen und auf diese Weise der normalen Welt entfremdet werden. Entsprechend mündet die Sprach-Agitation von Lann Hornscheidt wie in fast allen Fällen, in denen eine kleine Gruppe sich eigene Sprachkonventionen gibt, in einen Kult, der wiederum zur politischen Agitation genutzt wird.

Der Missbrauch der wissenschaftlichen Position, den Lann Hornscheidt betreibt, geht zu Lasten von Studenten und Kollegen. Ersteren wird das Lehrangebot reduziert, denn Studenten, die dem Sprachkult von Lann Hornscheidt nicht huldigen wollen oder schlicht nicht wissen, wie sie der/die/das ansprechen sollen, ist eine Teilnahme an Lann Hornscheidtschen Seminaren verwehrt. Dies wiederum geht zu Lasten von Kollegen, die in ihren Seminaren eine höhere Studentenzahl aufnehmen müssen und so gezwungen sind, die Lann Hornscheidtsche Unkollegialität auszubaden.

Die politische Sprach-Agitation des/der Lann Hornscheidt ist als  „intervenieren“ benannt und hat z.B. das Ziel , die Humboldt-Universität umzubenennen, eine Intervention, die mit einer Diskreditierung und Verleumdung von Wilhelm und Alexander von Humboldt einhergeht.

Universitäten sind Orte des Erkenntnisgewinns.

Universitäten sind weder Orte der ideologischen Propaganda noch Orte, an denen Kulte gebildet und etabliert werden können.

Lann Hornscheidt trägt nicht erkennbar zum Erkenntnisgewinn bei, betreibt ideologische Propaganda und schart  Studenten um sich, die nach dem Durchlaufen einer sprachlichen Aufnahmeprozedur in den Kreis des Lann Hornscheidt-Sprachkults aufgenommen werden.

Das hat an Universitäten nichts zu suchen.

Steuerzahler finanzieren Positionen an Universitäten nicht dafür, dass sich deren Inhaber mit dem Ausleben ihrer individuellen Phantasien profilieren und ansonsten Schaden anrichten, Schaden, wie er z.B. dadurch entsteht, dass das Wirken von Lann Hornscheidt die Sozialwissenschaften als ideologisches Unterfangen der Lächerlichkeit preisgibt.

Das muss ein Ende haben.

Deshalb fordern wir und (bis zum heutigen Tag) 62 Unterstützer, Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität zu Berlin zu entfernen oder dazu zu bringen, ein sinnvolles Angebot für Studenten bereitzustellen, das an keinerlei Sprachphantasien gebunden ist.

Eine ausführliche Begründung zu dieser Forderung sowie die Liste der Unterstützer finden Sie unter:

https://sciencefiles.org/2014/10/31/profxin-lann-hornscheidt-von-der-humboldt-universitat-entfernen/

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. habil. Heike Diefenbach
Michael Klein

Über Michael Klein
... concerned with and about science

74 Responses to Lann Hornscheidt von der Humboldt Universität entfernen II: Der Brief

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  2. Axel sagt:

    Professx Hornscheidt sanktioniert ihre Studenten (Studierxs), wenn sie nicht neutral x- oder a-gendern?
    Aus Kiel und Wien ist ja bekannt, daß es Abzüge gibt, wenn nicht „SuS“ oder Studierende_Innen geschrieben wird, aber ob das mit der xForm vor Gericht Bestand hätte?

  3. Sven H. Schillings sagt:

    Kompliment an Sie beide, der Brief ist sehr gut formuliert. Bin froh, daß meine Studienzeit lange zurückliegt und dieser Kelch an mir vorüberging. Ist es wirklich so, daß bei Nicht-Verwendung dieser Sprachverunstaltung Sanktionen stattfinden? Ich hatte das zuletzt bei einem Bildungsinstitut der Gewerkschaften in Wien gelesen, daß bei Nichtverwendung der Gendersprache 10% Punktabzug erfolgen. Das kann doch nicht ernsthaft wahr sein, geschweige denn gerichtsfest?

  4. St. Elmo sagt:

    Ich vermute das mit ersten Auftauchen des Worts „Staatsfeminismus“ der Brief in der Ablage P endet.

  5. fdominicus sagt:

    Darf man mit Zwischenmeldungen bezüglich des Status rechnen?

  6. Maisha Auma sagt:

    Das ist doch ein Fake? The Onion? Wann wurde das letzte Mal gefordert ein Prof. von der Uni zu entfernen. Was hatte diese Person in dem Fall verbrochen. Haben wir eine empirische Basis, um die Angemessenheit dieses Handlungsmittels (Forderung) einzuschätzen. I am confused.

    • I am confused.

      Das ist offensichtlich.

      Begründung findet sich, wie im Text angegeben, hier:
      https://sciencefiles.org/2014/10/31/profxin-lann-hornscheidt-von-der-humboldt-universitat-entfernen/

      • Maisha Auma sagt:

        Die Begründung fehlt mir nicht. Die habe ich gelesen. Ich wusste nur sehr gerne, wie oft eine solche Aktion, wie die hier schon mal gestartet wurde? Wie oft, mit wie vielen Unterstüter_innen ist eine solche Forderung schon mal gemacht worden? Was waren die empfundene Vergehen? Um welche ‚Vergehen‘ ging es etc. Ich finde das nützlich, um einzuschätzen auf welcher Grundlage das hier angemessen erscheint. Sonst ist es ja evtl. recht willkürlich.

        • Das wiederum sind Fragen, die in den Kontext der empirischen Sozialforschung gehören und z.B. über eine Kleinförderung bei der DFG finanziert und beantwortet werden können.
          Willkürlich ist etwas, wenn es nicht begründet ist. Diese Aktion ist begründet, folglich nicht willkürlich und wenn für sie Willkür mit Menge zusammenhängt und nicht willkürlich ist, was häufig vorkommt, dann ist jedes erste Mal Willkür, was wiederum eine Definition von Willkür ist, die ich als sehr willkürlich und wenig sinnvoll ansehe.

          • Maisha Auma sagt:

            Willkürlich ist Etwas für mich, was evtl. bestimmte soziale Gruppen, gesellschaftliche Gruppen überproportional trifft (härter trifft) als andere soziale Gruppen, wenn der Ausgangspunkt ähnliche Handlungsweisen sind. Das hätte mich wirklich interessiert. Es ist also eine inhaltliche Frage, Nachfrage gewesen. Insofern stimme ich dem ersten Teil ihrer Antwort zu und freue mich auf konkrete Ergebnisse, sometime in the future.

            • Willkürlich ist Etwas für mich, was evtl. bestimmte soziale Gruppen, gesellschaftliche Gruppen überproportional trifft (härter trifft) als andere soziale Gruppen, wenn der Ausgangspunkt ähnliche Handlungsweisen sind.

              Das ist keine Willkür sondern systematische Bevorzugung oder Benachteiligung, denn wenn etwas willkürlich ist, dann kann es keine soziale Gruppe in homogener Weise treffen, Willkür ist zufällig, nicht systematisch, Wenn etwas systamtisch ist, dann nennt man das Absicht.

            • @Maisha Auma

              Das ist eine äußerst ungewöhnliche Auffassung von Willkürlichkeit. Willkürlich bedeutet in der deutschen Sprache: keiner Regel folgend bzw. Beurteilung nach wechselnden Kriterien oder wechselnden Maßstäben.
              Dementsprechend ist es KEINE inhaltliche Frage, was willkürlich ist und was nicht, sondern eine Frage, die anhand eines formalen Kriteriums beantwortet werden kann.

              Ich kann nicht nachvollziehen, was die begründete Forderung nach Disziplinierung oder Entfernung einer Person, die für eine bestimmte Arbeit bezahlt wird, diese Arbeit aber nicht verrichtet, mit Willkür zu tun haben soll. Professoren sind Personen, die mit bestimmten Aufgaben betraut sind, insbesondere mit Lehraufgaben an Universitäten. Die Steuerzahler bringen das Geld auf, das diese Personen als Einkommen monatlich beziehen.

              Wenn ein Professor seine Aufgaben nicht wahrnimmt, in diesem Fall: Studierende von seinen Seminaren abschreckt, weil er sie noch vor Beginn des Seminars verunsichert, oder Studierende, die ihn auf eine Weise ansprechen, die er weltanschaulich unbefriedigend findet, und wenn dieser Professor damit für wenig eigene Lehrbelastung sorgt, aber diejenige von Kollegen hierdurch erhöht, dann wird er seiner Lehrverpflichtung nicht gerecht und benimmt sich hierüber hinaus unkollegial.

              Vor allem stellt ein solcher Professor aber seine Weltanschauung und seine pesönlichen Vorlieben für etwas so lächerliches wie die „korrekte“ Ansprache über seinen Auftrag, WISSENSCHAFT zu befördern und Studierende wissenschaftliches Denken und Arbeiten zu lehren. Wissenschaftliches Denken und Arbeiten ist aber nur möglich, wenn es nicht durch ideologische Denkbeschränkungen und ideologisch begründete Prämissen behindert wird. Man muss daher sagen: Wissenschaft steht im GEGENSATZ zu Ideologie. Wissenschaftliche kann bestenfalls IdeologieKRITIK sein, aber niemals Ideologie. Wer seine Arbeitsstelle als Professor dazu missbraucht, seine Weltanschauung oder seine Ideologie zu verbreiten, für den muss man deshalb feststellen, dass er, obwohl er an einer wissenschaftlichen Einrichtung Wissenschaft befördern soll, Wissenschaft tatsächlich beschädigt und unkritisches, lediglich ideologisches Denken fördert.

              Das sind die Kriterien, nach denen entschieden werden kann und m.E. sollte, ob jemand eine Stelle als Professor innehaben kann oder nicht:

              Wissenschaftler sind Wissenschaftler und nicht Sozialreformer, politische Kader oder sonst irgendwelche ideologisch oder opportunistisch motivierten Schwätzer.

              Reflexion, Emanzipation usw. usw. sind keine Dinge, die übergeordnete Ziele wissenschaftliches Denken und Arbeiten anleiten können, sondern sind Dinge, die entweder im Dienst wissenschafltichen Arbeitens und Denkens stehen, oder Gegenstand philosophischer Diskussion oder empirischer Forschung sein können – sonst nichts.

              Würde sich Wissenschaft wie ein Fähnchen im Wind drehen, jedesmal, wenn der Wind des Zeitgeistes dreht, wäre sie ohne jeden Wert. Wissenschaft bedeutet dauerhaft dazuzulernen, und deshalb ist sie vor allem eine Methode, und nur diese Methode stellt sicher, dass wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt möglich ist.

              Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch Max Webers Text über „Wissenschaft als Beruf“ ….

            • Werner Sombart III sagt:

              Da Sie gemäß Ihrem Foto ein Afrikaner sind, liegt die Vermutung nahe, daß Sie sich vorschnell mit der Person Hornscheidt solidarisieren, nur weil Sie persönlich vielleicht die eine oder andere Diskriminierung erfahren haben. Dies Phänomen kann man häufig beobachten bei Minderheiten in Deutschland, die sich deshalb auch mit gesellschaftsschädlichen Gruppierungen identifizieren, nur weil man denen ablehnend begegnet. Die Gründe der Ablehnung werden dann gar nicht mehr untersucht bzw. bewußt nicht verstanden. Genau das stelle ich auch an Ihren Postings fest.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

          „Ich wusste nur sehr gerne, wie oft eine solche Aktion, wie die hier schon mal gestartet wurde? Wie oft, mit wie vielen Unterstüter_innen ist eine solche Forderung schon mal gemacht worden?“

          Für die Sache ist das aber in keiner Weise relevant.

          Dennoch wäre eine solche Forschung wahrscheinlich interessant. Vermutlich würde man deutliche Parallelen finden zwischen Versuchen von Wissenschaftlern in Nazi-Deutschland, Universitäten frei von z.B. Rassen-Ideologen zu halten, in der DDR, Wissenschaft nicht auf den Marxismus-Leninismus als weltanschauliche Basis zu verpflichten, und heutigen Versuchen, Wissenschaft nicht zur ideologischen Magd und Legitimationshilft für Genderismus verkommen zu lassen,

  7. s. essokim sagt:

    Was ist das? Ein verzweifelfes letztes Aufbäumen der weissen privilegierten cisgender „Elite“? Welch absolut abturnendes entitlement. Was für ein unglaublich verstaubter Wissenschaftsbegriff. Welch geschichtsvergessene Selbstgefälligkeit. Mir graut vor der Universität, die man sich hier scheinbar zurück wünscht. „Universitäten sind weder Orte der ideologischen Propaganda noch Orte, an denen Kulte gebildet und etabliert werden können.“ Haben Sie schon mal ein Geschichtsbuch aufgeschlagen? Wenn dies den Tatsachen entspräche würde es Sie und Ihre absurde Forderung nach „Entfernung“ von Lann Hornscheidt überrhaupt nicht geben.

    • Ah, die Kader haben den Beitrag entdeckt und beglücken uns mit Beiträgen ohne jeglichen Gehalt. Zur Erinnerung: Gehaltvoll sind Sätze, die etwas über die Realität aussagen. Das sind Sätze, die man von Akademikern erwartet. Keinerlei Erkenntnisgewinn, sondern reine Onanie stellen rhetorische Fragen, ungegründete Behauptungen und Bewertungen dar, die nur dazu dienen, die eingebildete eigene intellektuelle Größe zur Schau zu stellen. Das einzige, was damit zur Schau gestellt wird, ist indes die fehlende geistige Reife und völlige Hilf- und Ahnungslosigkeit von bzw. gegenüber dem Gegenstand der Wissenschaft.

      Und als Hausaufgabe nehmen Sie nun ihren Beitrag und machen eine Strichliste mit: a) reine Onanie, weil nur zu selbstdemonstrativen Zwecken geschrieben; b) unbegründete Behauptung und c) rhetorische Frage.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      s.essokim

      Und was soll das sein? Das letzte verzweifelte Aufbäumen der Wasserträger, „Multiplikatoren“ und abhängig Beschäftigten in Gender-Netzwerken, die meinen, wenn sie oberflächlich besehen gesellschaftskritisch daherreden, dann hält sie jemand für akademisch gebildet?

      Haben Sie schon einmal versucht, mit Ihrem Wissen und Ihren Erkenntnissen auf dem freien Markt Ihr Geld zu verdienen? Ich vermute nicht. Denn wenn Sie es versucht hätten, hätten Sie die Erfahrung gemacht, wie groß Ihre Weltfremdheit ist.

      Welch furchtbar altertümliche Auffassung von Bildung und Wissenschaft Sie haben! Sie
      meinen, beides sei beliebig manipulier- und instrumentalisierbar, ganz so, wie es gerade das Zeitgeist-Windchen erfordert. Sie scheinen mir tatsächlich dem ethnomethodologschen Erschütterungsexperiment auf den Leim gegangen zu sein, das man Konstruktivismus nennt. Nur – das war in den 1960er-Jahren in!

      Wenn Sie u.a. diese Tatsache zur Kenntnis nehmen würden, dann würde es Ihren abstrusen Kommentar überhaupt nicht geben, und Sie hätten irgendeine Vorstellung davon, was Wissenschaft ist, wozu sie dient und wer sie bezahlt.

      Vielleicht überlegen Sie einmal, wie Sie dem Steuerzahler erklären, was Sie zum materiellen und immateriellen Wohlergehen dieser Gesellschaft beitragen – angesichts der Tatsache, dass Sie denselben jeden Monat eine doch nennenswerte Summe Geld kosten und zu wenig mehr im Stande zu sein scheinen als Leute zu beschimpfen, die dummerweise Ihre Kollegen sind, während wir Kollegen BEGRÜNDET kritisieren.

      Schon insofern ist der Unterschied zwischen uns in der Tat ein Qualitätsunterschied. Warum gehen sich nicht einmal in sich und schämen sich für Ihre Selbstgerechtigkeit und Ihre Verachtung für andere Menschen, die Sie pauschal als „weiß“ und „privilegiert“ einordnen. (Dabei dachte ich, selbst Genderisten hätten inzwischen die Intersekltionalität entdeckt …)

      Mir graut vor einer Universität, die solche Studierenden und am Ende vielleicht sogar noch Absolventen wie Sie hervorbringt – aus menschlichen Gründen, aus wissenchaftlichen Gründen und aus gesellschaftspolitischen Gründen.

      • „Dabei dachte ich, selbst Genderisten hätten inzwischen die Intersekltionalität entdeckt …“

        Liebe Heike,
        wie wir doch aus PISA und anderen Leistungsstudien wissen, sind viele Deutsche mit mehr als zwei Variablen überfordert und wenn zwei Variablen, dann noch zueinander ins Verhältnis gesetzt werden sollen, dann ist es ganz aus und wir finden den eindimensionalen Menschen, den Herbert Marcuse beschrieben hat, ein wahrer Augur seiner Zeit, der die Genderisten so was von klar vorhergesehen hat…, aber auch das ist schon einige Jahrzehnte her, was abermals für die Verstaubtheit dieser Ideologie spricht, die schon 1970 Schnee von gestern war.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

        P.S.

        Wenn ich so etwas lese:

        „der weissen privilegierten cisgender “Elite'“ …

        dann habe ich wirklich das Gefühl, Rassismus ist heute wieder überall zu finden – und diesmal besonders bei Leuten, die sich gerne als „links“ betrachten, vielleicht sogar als progressiv und als „Avantgarde“.

        Ob es helfen würde, wenn diese linken Rassisten Geschichtsbücher lesen würden? Ich habe leider tiefe Zweifel hieran!

        • Wie mir scheint, gibt es in Berlin eine anti-weißCisgender-Form von Ku-Klux-Klan.

          Btw: Was ist Cisgender? Kann mir das mal jemand erklären. Ich kenne nur normale Worte und bin in diesem Ku-Klux-Klan-Sprech nicht firm.

    • A.S. sagt:

      „weisse privilegierte cisgender Elite“
      „verstaubter Wissenschaftsbegriff“
      „geschichtsvergessene Selbstgefälligkeit“

      Da lässt der Elfenbeinturm lässt schön grüßen. Mit diesem Begriffsbesteck kann man sich vermutlich in Genderkreisen gut durchsetzen, aber wehen wenn das reale Leben droht. Ich bin kein Misanthrop, aber in solchen Momenten kann auch ich mich an dem Gedanken erfreuen, die Menschheit würde durch einen Kometen in die Steinzeit zurück gebombt. Einfach um zu sehen wie solche Trans-, Cis-, Dis-, Moll- oder Durgenderleute sich im realen Leben zurechtfinden würden.

      • Einfach um zu sehen wie solche Trans-, Cis-, Dis-, Moll- oder Durgenderleute sich im realen Leben zurechtfinden würden.

        Ich sehe keinerlei Hinweis darauf, dass sich diese weltfremden Narzisten in irgend einer Welt zurechtfinden, so ganz ohne Transferleistungen des Staates oder der Eltern. Also lassen wir den Planeten lieber leben, weil das Experiment kein Ergebnis erbringen wird, das wir nicht schon kennen.

    • Werner Sombart III sagt:

      Ich entdecke an ihrem Posting die grundsätzliche Fähigkeit zum Denken, was mich ehrlich gesagt überrascht, drum will ich Ihnen gern weiterhelfen:
      Sie konstatieren, daß Wissenschaft und Universitäten in der Geschichte bereits zur Propaganda und anderen Abseitigkeiten mißbraucht worden sind. Richtig, ist gar nicht strittig. Doch dann machen Sie einen intellektuellen Salto mortale, indem Sie daraus ableiten, daß dies doch ganz normal sei, man folglich auch heute nichts gegen solche Vorkommnisse und Tendenzen sagen dürfe.
      Ich hoffe, Sie haben Ihren Fehler an dieser Analyse bemerkt. Was einmal falsch war, kann niemals zur Legitimierung desselben Fehlers heute herangezogen werden. Noch einfacher: Der Unsinn von gestern und vorgestern kann nicht den Unsinn von heute und morgen legitimieren. Alles klar?
      Und nun sollten auch Sie am besten morgen schon die Humboldt-Uni verlassen und sich neu orientieren, vielleicht im bodenständigen Handwerk oder so. Das könnte der Gesellschaft nützen.

  8. s.essokim sagt:

    Ich habe keinerlei Interesse an einer Diskussion, mit Ihnen die, wie oben schnell erkenntlich ohnehin sinnlos wäre.

    […]

    Wir auch nicht. Deshalb haben wir den Rest hier gelöscht. Es war sowieso nur eine Ansammlung von Verbalinjurien und die xfache Demonstration der bekannten Tatsache, dass Genderisten ausserhalb ihrer Sekte nicht kommunikationsfähig sind, ein Verhalten, das von der Scientology Church oder von der Moon Sekte her hinreichend bekannt ist. Beten Sie also mit Ihresgleichen weiter, also schimpfen Sie weiter, denn auf andere zu schimpfen, scheint für Genderisten ja die einzige Form zu sein, um Gemeinschaft zu schaffen – auch ein bekanntes Muster – Gemeinschaftsbildung durch Ausgrenzung – bestens von der Stasi und der Waffen-SS her bekannt.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      s.essokim

      „Ich habe keinerlei Interesse an einer Diskussion, mit Ihnen die, wie oben schnell erkenntlich ohnehin sinnlos wäre.“

      Seltsam – warum haben Sie denn dann kommentiert? Haben Sie geglaubt, dass es hier genügen würde, sein weltanschauliches Glaubensbekenntnis abzulegen bzw. den eigenen Emotionen freien Lauf zu lassen? Genügt das in Ihren Seminaren? Weiß man dort nicht, was ein ARGUMENT ist? Oder sind Argumente nicht notwendig, weil man ohnehin denselben Katechismus betet? Ist das Ihre Auffassung von Wissenschaft oder auch nur von Gesellschaftskritik?

      Dann wundert mich nichts mehr.

      Aber sehen Sie:
      genau das meinte ich mit „Weltfremdheit“: Wie meinen Sie denn, in der Welt bestehen zu können, wenn Sie nicht anders können als sich in die Schmollecke zurückzuziehen, sobald Sie auf jemanden treffen, der nicht Ihrer Auffassung ist?

      Macht es Ihnen nicht irgendwie Sorgen, wenn Sie keine grundlegende Menschlichkeit mit Anderen teilen können bzw. empfinden können, nur, weil Sie sich (dummerweise) auf eine bestimmte Weltanschauung verpflichtet haben?

      Man muss mit anderen Menschen aller möglichen Ausprägungen kommunizieren können und wollen, gerade dann, wenn man ein Anliegen hat, aber zur Kommunikation gehört ein Mindestmaß an Achtung vor anderen Menschen und anderen Meinungen, Wenn die Uni Sie das nicht lehrt, lehrt es Sie früher oder später das Leben. Und Sie sollten das besser schnell lernen, denn sonst tragen Sie unnötig dazu bei, die Positionen, die Sie verteidigen wollen, angesichts der Unfähigkeit zu argumentieren, lächerlich zu machen.

      Wer für ein Anliegen werben will, kann das nicht vollmundig und von oben herab; er muss sich herniederlassen in die Welt der Argumentation, wo reale Menschen reale Einwände formulieren. Wer das nicht akzeptieren kann und keine Argumente hat, kann sich nicht durchsetzen. Er kann bestenfall unterdrücken und unterjochen. Wollen Sie zu der „Avantgarde“ gehören, die dies bereit ist, anderen Menschen anzutun?

      • Liebe Heike,
        wenn ich das mal anmerken darf, man sieht die Erfahrung von mehreren Jahrzehnten als Dozent an Hochschulen. Ich habe diese Geduld, die Du unreifen Flegeln wie diesen entgegenbringst, einfach nicht. Nicht einmal das Mitleid frührerer Tage ist geblieben, angesichts dieser zum Himmel schreienden Deprivierten, die nicht anders können, als sich eine Persönlichkeit dadurch vorzugaukeln, dass sie sich als wissend inszenieren, nur um dann bei der ersten Frage nach einem Argument in die Hosen zu machen und in die Ecke der Fäkalsprache zu flüchten. Nein, ich habe für so etwas nur noch Verachtung übrig und bewundere Dich für deine Geduld und Hingabe, mit der Du versuchst, an die Ratio zu appellieren, die vielleicht gar nicht da ist, gar nie da war … weil sie eine cisgender-Eigenschaft ist, die nur ab einer bestimmten Entwicklungsstufe vorhanden ist.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

          Lieber Michael,

          danke! Weißt Du – die Hoffnung stirbt zuletzt, und im Gegensatz zu manch anderem Kollegen habe ich meinen Lehrauftrag immer ernst genommen, so ernst, dass ich ihn sozusagen nicht wieder loswerden kann, obwohl ich der Uni schon vor Jahren und aus voller Überzeugung den Rücken gekehrt habe🙂

          Und manche Leute appellieren einfach ungewollt an meinen aus unerfindlichen Gründen existierenden Pflege-Instinkt ….

          • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

            P.S.

            Michael, die Wahrheit ist wohl die, dass ich einfach nicht weiß, wie und an was sonst ich appellieren sollte, wenn nicht an die Ratio. Ich dachte immer, dass das die Eigenschaft ist, die den Menschen ausmacht.

            • Liebe Heike,
              ob die Intersektionalität von Mensch und Gehirn diejenigen nicht überfordert, die denken, des Menschen Wesen liege zwischen seinen Beinen begraben — ?

            • seehans52 sagt:

              Dass die Ratio die Eigenschaft ist, die den Menschen ausmacht, ist eine normative Aussage. Nichts gegen normative Aussagen. Aber wenn ich Ihr Popper/Albert geprägtes Wissenschaftsideal betrachte und Ihre nachdrückliche Forderung nach überprüfbaren bzw. überprüften Aussagen über die Wirklichkeit, dann können Sie so eigentlich nicht argumentieren. Vielleicht sollten Sie sich mal Gedanken über normative Bestandteile des wissenschaftlichen Diskurses machen – auch Max Weber spricht letztlich nicht von Wertfreiheit, sondern von einer prinzipiellen Wertbezogenheit (sozial-)wissenschaftlicher Aussagen.

              • @seehans

                Dass die Ratio NICHT die Eigenschaft ist, die den Menschen ausmacht, ist eine normative Aussage. Wenn Sie Recht haben, dann spricht das also ebenso für oder gegen meine Auffassung wie für oder gegen Ihre. So what?!

                Vielleicht sollten Sie sich mal Gedanken über die Grundlagen der Logik machen. damit Sie solche einfachen „Dilemmata“ nächstens erkennen können. Oder anders gesagt: So können Sie nicht argumentieren (nicht nur „eigentlich nicht“, sondern tatsächlich nicht; das ist fehlerhaftes Argumentieren).

                Wenn Sie sich gegen das Kriterium der an der Wirklichkeit überprüfbaren Aussagen wenden, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig als sich mit normativen Aussagen zurfiedenzugegen, und insofern wundert es mich nicht, dass Sie „[n]ichts gegen normative Aussagen“ haben.

                Wissenschaft lässt sich aber nicht auf normative Aussagen gründen (die Erde ist nun einmal keine Scheibe, auch, wenn es einmal als Ketzerei galt, die normative Aussage, dass sie eine sei und wegen göttlicher Fügung eine zu sein habe, zu bestreiten). Ideologien gründen sich auf normative Aussagen, die sie als unhinterfragte und unhinterfragbare Prämissen setzen.

                Insofern kann ich meinerseits Ihr Wissenschaftsideal gar nicht betrachten; ich sehe leider nur Ideologie,

    • A.S. sagt:

      Schade, ich hätte doch gerne gelesen was da so als Argumentersatz gebracht würde.

  9. N.H. sagt:

    Das ist wohl mit Abstand die idiotischste Forderung, die ich je gelesen habe.
    Profx Dr. Hornscheidt, Prof. Dr. Eggers und einige wenige weitere scheinen in den Sozialwissenschaften zu den ganz wenigen Personen zu gehören, die noch das tun, wofür sie an der Universität bezahlt werden: Sie DENKEN! Sie schaffen Ansätze für soziale Innovation und Inklusion.
    Menschen wie Dr. Diefenbach und Klein sind die Sorte Mensch, die im Mittelalter die Leute angezündet hätten, die ausgesprochen haben, dass die Erde eine Kugel ist.

    Ich fordere:
    Dr. Diefenbach und Klein von der Universität zu verweisen

    • Selten so gelacht. Aber wenn wir hier nun einmal einen Denker von der Universität haben, eine Frage: Welchen gesellschaftlichen Nutzen erwirtschaftet das Denken von Lann Hornscheidt.
      Der Vergleich mit der Hexenverbrennung ist wirklich gut, weil so schön reversibel, denn: War es nicht so, dass man im Mittelalter Menschen verbrannt hat, die sich nicht an eine vorgegebene Sprachkonvention halten wollten, also an z.B. Profx, als Inbegriff aller göttlichen Einsicht.

      Um es noch einmal zu wiederholen: Denken allein macht keinen Wissenschaftler, es muss auch Gehalt haben, das Denken, und damit es Gehalt hat, muss es etwas über die Wirklichkeit aussagen, etwas, das man an der Wirklichkeit testen kann. Sich in seinem Büro zu verschanzen, die Stirn in tiefe Falten zu legen und Profx zu brabbeln, hat keinerlei Wert für Innovation oder welche innovative mit einem Mehrwert verbundene Leistung ist daraus entstanden. Ich sehe zwar den Mehrwert für Sie, den sie sich durch kult-konformes Verhalten versprechen, aber wenn Sie es z.B. in ein Graduiertenkolleg schaffen würden, in dem Sie durch „denken“ ihr Dasein fristen können, dann sind sie reiner Steuergelderkonsument, sie verbrauchen dann mit ihrem nutzlosen Denken das Geld, für das andere hart arbeiten müssen.

      Ich schließe mich ihrer Forderung an. Wenn wir so blöd gewesen wären, unsere Karriere an Universitäten fortzusetzen, angesichts einer Infantilisierung der Wissenschaft, angesichts einer Ver-Ideologisierung der Wissenschaft, angesichts der Bologna-Verschulung und angesichts der Reduzierung des Wertes von Wissenschaft von C nach W, dann müsste man uns wirklich von der Universität verweisen, denn dann hätten wir etwas an der Waffel…

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      N.H.

      Machen Sie sich nicht lächerlich, und überlegen Sie beim nächsten Mal vorher, bevor Sie die deutsche Sprache weiterhin jedweden Sinns entleeren:

      Die semantische Bedeutung von DENKEN ist sicherlich nicht die, dass „Ansätze für soziale Innovation und Inklusion“ geschaffen werden. Erstens ist „schaffen“ gerade nicht DENKEN, sondern TUN, und zweitens ist es vielleicht auch für Sie nachvollziehbar (aber wahrscheinlich nicht akzeptierbar), dass Menschen unterschiedliche Auffassungen darüber haben, was „soziale Innovation“ und Inklusion sei oder wie sie zu erreichen sei,

      Also schreiben Sie nicht so einen Quatsch!

      Und sofern ich bereit bin, über Ihre kindische Beleidigung hinwegzusehen, nach der ich oder Herr Klein Leute im Mittelalter angezündet hätten …., darf ich Sie darauf hinweisen, dass Sie sich diesbezüglich offensichtlich mit uns auf eine Stufe stellen würden, wenn Sie unsere Forderung mit der Gegenforderung auf derselben Ebene beantworten. Bestenfalls könnte man über Ihre menschliche Qualität also festhalten: Sie sind auch nicht besser als wir!

      Und da ich in Ihren Augen ja keinerlei Ruf mehr zu verlieren habe, könnte ich jetzt eigentlich fordern, dass der Rektor Sie mit unverzüglicher Wirkung von der Hochschule entfernt, da Sie offensichtlich schon Schwierigkeiten mit der Beherrschung der Sprache haben, auf Kritik nicht mit Argumenten, sondern nur mit Beschimpfungen reagieren können und im Fach deutlich weiter fortgeschrittene Kollegen beleidigen.

      Finden Sie tatsächlich, dass Sie hierzu die Qualifikationen haben, oder Ihr unverschämter Auftritt auch nur im Rahmen des sozial Angemessenen ist?

      Oder illustriert das Ihr Verständnis von „sozialer Innovation“ und Inklusion? Inkludiert sind nur noch die Anhänger derselben Ideologie, und im sozialen Umgang mit Andersgläubigen ist kein Anstand mehr gefordert?!

    • A.S. sagt:

      Die Aufgabe von Universitätsangestellten ist Erkenntnis und Lehre, nicht das Volk zu erziehen. Mit welchem Recht maßen sich Wissenschaftler an Politik betreiben zu wollen? In unserer Gesellschaftsordnung hat man aus gutem Grund dafür gewählte Politiker, die man bei Missfallen (zumindest theoretisch) auch wieder abwählen kann.
      Ein Expertengremium aus erleuchteten Menschen wurde bereits versucht. Es hieß Politbüro und war kein Erfolgsmodell.

      • Werner Sombart III sagt:

        Was für’n Unsinn! Keiner der Ex-Bewohner der DDR, die ich kennengelernt haben (das waren nicht wenige), hätte so eine Behauptung aufgestellt, daß das Politbüro von ‚Experten‘ besetzt gewesen sei. Drum möchte ich Sie korrigieren: Dort saßen ausschließlich Ideologen, die sich selbst und die eingesperrten Einwohner der DDR nach Strich und Faden belogen und betrogen. Und wie das geendet hat, wissen Sie ja. So herum wird ein Schuh daraus.

  10. Alexander Roslin sagt:

    Ist das schon bekannt? Dieser Schlüsseltext?

    entkomplexisierung von diskriminierungsstrukturen durch intersektionalität

    von lann hornscheidt

    http://portal-intersektionalitaet.de/theoriebildung/schluesseltexte/hornscheidt/

    Weil hier doch gefragt wurde, welchen Mehrwert/Erkenntnisgewinn Lann Hornscheidt schaffe.

    Der neue Berliner Großflughafen ist immer noch eine Hasenhoppelheide, aber die Humboldt-Universität, ja, die hat Lann Hornscheidt, die kräftig entkomplexisiert.

    Vielleicht sollte man sie mit der Organisation der Fertigstellung des Flughafens betrauen?

    Oder war sie dort bereits Entkomplexisierungsbeauftragte?

    Das würde viel erklären.

  11. Chaos sagt:

    Dieser Brief ist peinlich und es schmerzt mir als Geisteswissenschaftlerin dergleichen im Namen der Sozialwissenschaften geschrieben zu sehen. Wissenschaft steht immer in einer Tradition und ist nicht losloesbar von ihrer eigenen Geschichte. Diese Geschichte ist voller Diskriminierungen und Verunglimpfungen von Menschen, die irgendeiner imaginierten Norm nicht entsprachen. (Allein, eine Uni nach Humboldt zu benennen und das auch noch gut zu finden schreit gerade zu Geschichts-Vergessenheit. Oder vielleicht einfach nur pro-Diskriminierung)
    Profx Lann steht sehr wohl auf der Seite des Erkenntnisgewinns, im Gegensatz zu ihnen. Die Erkenntnis ist, dass es nicht nur zwei biologische Geschlechter gibt. Egal, ob das Ihnen oder Ihren 62 Unterstützer_innen nun passt oder nicht. Profx Lann nun also all das vorzuwerfen, was Sie vorwerfen, ist Abwehr auf untersten Niveau. Sie würden vermutlich fordern, dass Lann auf dem Marktplatz verbrannt würde, wenn das noch en vogue wäre, oder?
    Shame on you! Reaktionismus, rechts Konservativismus, Sexismus und generelles Arschlochverhalten (Vergewaltigungen egal Vergewaltigungsmetaphern? Ernsthaft?) sind auch dann nicht besser, wenn sie im Namen der Wissenschaft vorgebracht und unterstützt werden.

    • Wow, jetzt wissen wir doch endlich, was wir Profx verdanken, die Erkenntnis, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Ich habe heute beim Denken, und denken ist ja bekanntlich das, was den Wissenschaftler auszeichnet, wie Sie und ihre Kommilitonen hier regelmäßig behaupten, also ich habe heute gedacht, dass die Welt aus mindestens drei Spezies Mensch besteht, eine Spezies, das sind die Nachläufer, die man mit vermeintlichen Erkenntnissen glücklich macht, die andere Spezies, das sind, die, die nur glücklich sind, wenn sie nicht nur mit einem Lebenssinn über die Erkenntnis von anderen versorgt werden, sondern darüber hinaus drauflos beleidigen dürfen, immer in der irrigen Annahme, ihre IP-Nummer sei nicht auflösbar, und dann gibt es noch die Spezies, die selbst denkt und in zwei Subspezies zerfällt, die eine verkauft den letzten Blödsinn als Krötenelixir des Lebenssinns an die beiden ersten Spezies und die andere schüttelt den Kopf und hofft immer noch, dass man Menschen insgesamt zu mit Hirn und eigenen Denken und Urteilsvermögen ausgestattet Wesen machen kann.

      But: Time is running out fast und deshalb schlage ich vor, Sie üben sich ein wenig im Fremdschämen, das dürfte Ihnen liegen. Fühlen Sie sich richtig schlecht, weil es Leute wie uns gibt. Dann können Sie sich auch entscheiden ob sie zur ersten oder zur zweiten Spezies gehören wollen und sich nicht nur für uns schämen, sondern uns vielleicht auch ein bischen schaden wollen, weil wir es ja wagen, nicht nur eine eigene Meinung zu haben, sondern diese eigene Meinung auch noch vertreten. Das ist ein doppelter insult für Leute wie Sie, das ist schon klar.

      Sie können sich dabei auch gerne vor dem Spiegel aufbauen und sich alle ismen vorwerfen, die ihnen so einfallen, Sexismus, Primivismus, Katechismus, Kabalismus, Semitismus, Antisemitismus, feel free to choose.

      Wir haben heute keine Zeit uns um andere Spezies zu kümmern, wir haben wichtigeres zu tun: Wales is playing New Zealand:

      • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

        … ich bin schon total aufgeregt – kann den walisischen Text der Hymne immer noch nicht richtig, und jetzt wird die Zeit zum Üben langsam knapp!

        See you in Cardiff in M7!!

        • Liebe Heike,

          ich freu‘ mich schon.
          Das ist Pflicht:

          (First stanza)

          Mae hen wlad fy nhadau yn annwyl i mi,
          Gwlad beirdd a chantorion, enwogion o fri;
          Ei gwrol ryfelwyr, gwladgarwyr tra mad,
          Dros ryddid collasant eu gwaed.

          (Chorus)
          Gwlad, gwlad, pleidiol wyf i’m gwlad.
          Tra môr yn fur i’r bur hoff bau,
          O bydded i’r hen iaith barhau.

          (Second stanza)
          Hen Gymru fynyddig, paradwys y bardd,
          Pob dyffryn, pob clogwyn, i’m golwg sydd hardd;
          Trwy deimlad gwladgarol, mor swynol yw si
          Ei nentydd, afonydd, i mi.

          (Chorus)

          (Third stanza)
          Os treisiodd y gelyn fy ngwlad tan ei droed,
          Mae hen iaith y Cymru mor fyw ag erioed,
          Ni luddiwyd yr awen gan erchyll law brad,
          Na thelyn berseiniol fy ngwlad.

          (Chorus)

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      @Chaos

      Wie Ihr Pseudonym schon nahelegt zu vermuten, ist der Kommentar, der unter demselben verfasst wurde, chaotisch und peinlich und schmerzt mich als Sozialwissenschaftlerin: so etwas kann von jemandem verfasst werden, der in seinem ganzen geistigen Chaos meint, als Wissenschaftlerin durchgehen zu können, wenn er nichts anderes kann als herumzuproleten.
      Das ist wirklich sehr peinlich!

      Noch peinlicher ist der Bildungsstand, den die Studierenden und Sektenmitglieder an der Humboldt-Uni hier dokumentieren: Glauben Sie das wirklich und im Ernst, dass Profx der Welt die Erkenntnis gebracht hat, es gebe mehr als zwei Geschlechter? Haben Sie irgendwann in Ihrer Schulzeit einen Biologieunterricht gehabt, irgendetwas von einem biologischen und einem genetischen Geschlecht gehört, vom Einfluss von Hormonen auf die körperliche Entwicklung eines Fötus im Mutterleib?

      Kann man dermaßen ungebildet und naiv sein und dennoch an eine deutsche Universität gekommen sein? Falls ja, beginnt der Mißstand zweifellos in der Schule und nicht erst an der Humboldt-Uni!

      Mich macht das sehr betroffen, denn vielleicht wissen Sie ja wenigstens das: dass ich Bildungsforscherin bin. Und falls Sie lesen können und vielleicht sogar ein wissenschaftliches Buch lesen können, dann lesen Sie mein Buch über „Migrantenkinder im Bildungssystem“, und dann prüfen Sie, wie sexistisch, rassistisch und überhaupt „…istisch“ das ist, was dort steht!

      Und dann wischen Sie sich den Schaum vom Mund, sammeln die gesamte persönliche Größe, zu der Sie vielleicht fähig sind und entschuldigen sich!

      Falls nicht, muss ich leider festhalten, dass ich zwar kein Essentialist bin, aber doch anerkennen muss, dass es strukturbedingte Positionen in der bundesdeutschen Gesellschaft gibt, die dazu führen, dass ich nicht nur sagen muss, dass manche Leute ein ArschlochVERHALTEN zeigen, sondern Arschlöcher sind! Und auf just dieser Position scheinen Sie zu sitzen – das würde dann auch erklären, warum Sie nichts anderes können als sich zu erleichtern!

      Versuchen Sie wieder, mit anderen Menschen zu sprechen, wenn Sie Ihr Dasein um einige Organe (außer denen in der Unterleibsgegend) ergänzt haben – vorzugsweise ein Gehirn!

      • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

        P.S. – zur Klärung bzw. Chaosbeseitigung:

        Übrigens wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben als zu akzeptieren, dass andere Leute über das, was Profx an einer vom Steuerzahler finanzierten Universität tut, anderer Meinung sind als Sie und dieser Meinung Ausdruck verleihen. Das ist so, auch, wenn Ihnen und ein paar anderen Sektenmitgliedern das nicht passt, und es gehört zu den demokratischen Rechten von Bürgern, ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen. Profx kann dasselbe tun, aber im Rahmen seiner/ihrer Arbeitsstelle als Prof an einer Uni hat er/sie benennbare Aufgaben, die er/sie erfüllen muss. Er/sie erfüllt sie nicht, und darüber hinaus fügt er/sie dem Schaden zu, was er/sie repräsentieren und vermitteln soll; der Idee der Wissenschaft!

        Wie gesagt: das mag Ihnen und einer Handvoll Sektenmitglieder nicht passen, aber das ändert nichts an der Realität! Mit-dem-Fuß-Aufstampfen und Sich-Mal-So-Richtig-Verbal- Auskotzen hilft nichts, sondern demonstriert Ihre vollkommene Unfähigkeit, mit Kritik umzugehen und auf sie zu reagieren – argumentativ, versteht sich, also wie eine Wissenschaftlerin, die Sie doch so gerne sein möchten! Dass Sie Ihre Tage an der Humboldt-Uni mit dem zubringen, was Sie für „Denken“ halten mögen (z.B. von einer „guten“ Welt träumen, die man sozialklempnerisch anderen Leuten abufdrückt, am besten durch Abschaffung von Demokratie und Einführung von Gender-Faschismus ….) macht Sie zu einem vom Steuerzahler finanzierten Positionsbesetzer, aber nicht zu einem Wissenschaftler!

      • „Haben Sie irgendwann in Ihrer Schulzeit einen Biologieunterricht gehabt, irgendetwas von einem biologischen und einem genetischen Geschlecht gehört, vom Einfluss von Hormonen auf die körperliche Entwicklung eines Fötus im Mutterleib?“

        Das ist allerdings leider häufig in der Tat kein Thema, jedenfalls nicht in dem Umfang, der für Genderthemen interessant wäre. Wohl politisch zu sensibel. Sexuelle Selektion und ihre Auswirkungen leider auch nicht.

        • @Christian

          Wenn das so ist, dann ist es in der Tat eine Soll-Stelle im Bildungsplan für Biologie!

          Ich finde wirklich, dass es ein regelrechter Hammer ist, wenn es Leute gibt, für die es anscheinend eine echte Offenbarung ist, wenn sie an der Uni (!) zum ersten Mal davon hören, dass es mit der Geschlechtlichkeit des Individuums nicht ganz so einfach liegt wie sie das anscheinend selbst bis dahin dachten. Und das hat mit Gender ja erst einmal gar nichts zu tun (diesbezüglich würde man auf dem Feld der Evolutionspsychologie wandeln, das nach wie vor ein Minenfeld ist ….), sondern tatsächlich mit Geschlecht im eigentlichen, d.h. biologischen, Sinn.

          Ein Hammer ist es deshalb auch, wenn aus dieser Erkenntnis so etwas Skurriles wird wie die Idee, das eigene Geschlecht sei mehr oder weniger frei wählbar, oder es gäbe gaaaaaaanz viele, ja, geradezu Tausende (wie man in der deutschen Presse fehlaufgeklärt wird!) von Geschlechtern. Das zeugt für mich nicht nur von Unbildung in Sachen Biologie, sondern von einer umfassenden Nicht-Urteilsfähigkeit, wenn man so sagen will, soll heißen: von Unfähigkeit, Komplexität zu erfassen, ohne sie zu überschätzen, zu verallgemeinern, grob zu vereinfachen, nach Belieben auszulegen oder als „gut“ oder „schlecht“, geschweige denn als „sozial innovativ“ oder sonst als etwas weit Hergeholtes zu bewerten, ….

          Tendenziell scheint mir, dass es nach wie vor besser ist, seine Schulbildung irgendwo in der südlichen Hälfte der Republik zu erwerben …

    • Sven H. Schillings sagt:

      @ Chaos:
      Vermutlich sind Sie auch an der Humboldt-Universität tätig.
      Die Leistungen der Humboldt-Brüder, die weltweite Anerkennung genießen, zu kritisieren, dürfte Ihnen sicherlich nicht zustehen. Beide stehen für einen enormen Zugewinn an Erkenntnis, von dem wir als Menschheit profitiert haben. Was hat denn die jahrzehntelange „Forschung“ an ca. 220 Gender-Leerstühlen der deutschen Gesellschaft an Erkenntniszuwachs erbracht? Die Leugnung der biologischen Fakten, das es zwei Geschlechter gibt und in einigen genetisch bedingten Variationen auch mal Geschlechtlosigkeit? Oder das ideologische Wunschdenken, das man sich sein Geschlecht selbst konstruieren könnte? Komme ich als Mann nicht zurecht, so mache ich mal auf Frau? Wenn Frau Hornscheidt mit ihrem Geschlecht nicht zurecht kommt, dann ist dies schade, aber es bleibt ihre Privatangelegenheit, die nichts mit der Humboldt-Universität zu tun hat. Und Ihre Verbalangriffe (Reaktionismus, Sexismus, Vergewaltigungen) zeigen, das Sie nicht mit sachlicher Kritik umgehen können.

    • Werner Sombart III sagt:

      Verdrehen Sie doch nicht ständig, was längst kristallklar ist: Ließe man solche wie Sie zur Mehrheit werden, dann wären Sie es doch, die als erste dazu aufriefen, normal denkende und normal handelnde Menschen flugs zu verbrennen! Die Perversion Ihrer Maßstäbe, die in Ihrer Verteidigung der Geschlechtervermengung zum Ausdruck kommt, läßt das Schlimmste befürchten, denn eine Perversion zieht sehr schnell die nächste nach sich.
      Das ist es, was man prima face und durch die Geschichte beobachten kann. Deshalb ist diese Auseinandersetzung hier zu diesem Thema kein verzichtbarer Zeitvertreib, sondern markiert einen bitter notwendigen Kampf an der Front des moralischen Zerfalls (nicht nur) dieser Nation. Ich hoffe sehr, daß die Leser dies erkennen.

  12. Pingback: Ich bin ein Mannmann! - Torsten Heinrich - In dubio pro libertate

  13. Kritischer Menschenverstand sagt:

    Liebe Dr. habil. Heike Diefenbach, lieber Michael Klein,

    ich möchte zunächst an Sie beide ein großes Lob aussprechen, dass Sie sich so mutig gegen diese „Political Correctness“ Gender-Ideologie wenden und auch ernsthafte Schritte in die Wege geleitet haben.

    Was Ihren Brief betrifft, so traue ich es mir nicht weiter zu – aufgrund der großen Entfernung – diesen in seiner Art und Weise zu kritisieren. In einem Kommentar wurde ja bereits diskutiert, ob nicht ein persönliches Gespräch mit das Lann Hornscheidt (ich verwende den neutralen Artikel, um dem Wesen Hornscheidt seinem Wunsch zu erfüllen, weder als Mann noch als Frau zu betrachten) zu suchen. Auch wenn ich ein persönliches Gespräch immer einem Aus-dem-Weg-gehen vorziehe, werden Sie beide sicher ihre guten Gründe haben.

    Mir war die Gender-Mainstream Ideologie von Anfang an suspekt und weltfremd. Es war mir immer unbegreiflich, wie jemand, der diese Ideologie vertritt, die Natur/Biologie in seinem Denken außer Acht lassen kann. Seit je her hat sich der Mensch an der Natur orientiert – ist der Mensch nach Kant ja ein NATUR- und VERNUNFTwesen – und die Natur vermittelt dem Menschen eine eindeutige Aussage: MÄNNLICH UND WEIBLICH. Ganz gleich, wie sehr die Genderideologen versuchen, an dieser Tatsache mit aller Macht etwas zu ändern.

    Ich habe mich schon oft mit Menschen unterhalten und Diskussion geführt, die diese Ideologie vertreten haben, und keiner dieser Menschen konnte mir ein schlüssiges und griffiges Argument liefern, warum wir Menschen das biologische Geschlecht aufgeben sollten. WEIL SIE ES NICHT KÖNNEN. Wenn die Natur anfangen würde, männliche und weibliche Wesen nicht mehr hervorzubringen, würde ich dieser Ideologie zustimmen… Dummerweise ist zur Fortpflanzung fast aller Organismen auf der Welt die Zusammenkunft von männlich und weiblich nötig. Diese dumme Natur aber auch; macht sie einfach ein Strich durch die Ideologie!

    Mittlerweile betrachte ich diese ganze Strömung nur noch mit einem sarkastischen und zynischen Lachen. Ich denke mir einfach, dass jede Ideologie, jede Theorie, die von Menschn erdacht wird, scheitern muss, wenn sie nicht eine realitäts- und naturbezogene Komponente aufweist. Gewissermaßen betrachte ich all diejenigen, die der Genderideologie anhängen, metaphorisch gesprochen, wie ein lebender Organismus, der dem des Virus gleicht: er ist selbst nicht überlebensfähig, sondern benötigt stets einen Wirt, der ihn füttert und versorgt. Und jeder Organismus, der sich selbstständig nicht ernähren kann, stirbt zwangsläufig aus. Heißt für die Genderideologie: sie wird auf kurz oder lang aussterben, weil die Art und Weise, wie diese Theorie in unsere Gesellschaft installiert wurde, nach dem Top-Down-Verfahren verlief und sich nicht aus dem gesunden Menschenverstand VON SELBST in die universitäre Lehre integriert hat.

    Es bringt auch aus meiner Sicht gar nichts, sich mit solchen Menschen zu streiten oder sie überzeugen zu wollen; es ist, als würde man einen Gläubigen davon überzeugen wollen, Gott existiere nicht. Jeder Mensch, der seine Vernunft tatsächlich gebraucht, und dementsprechend zu einem kritischen und prüfenden Denken fähig ist, relativ schnell dahintersteigen, dass die Theorie des Gender-Mainstream keinerlei Mehrwert innehat oder zur Verbesserung der Gesellschaft beiträgt. Jeder dieser Menschen muss von alleine darauf kommen. Jeder Mensch hat seinen freien Willen, und wer halt an diese Theorie glauben will, der soll dies tun.

    Was die politischen Dimensionen angeht, so ist es natürlich nervig und stressig, diese Theorie aufgezwungen zu bekommen. Und noch ein Gedanke: wenn diese Theorie in der Tat auch nur einen Funken Wahrheitsgehalt hätte, wäre sie mit der kritischen Vernunft in Einklang zu bringen.

    Bleiben Sie standhaft und bewahren Sie sich ihre gesunde Menschenvernunft!

    Mit besten Grüßen

    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

      „Kritischer Menschenverstand“,

      haben Sie vielen Dank für Ihre netten und ermunternden Worte!

      Ich freue mich darüber und habe dem, was Sie schreiben kaum etwas anzufügen, was nicht schon an anderer Stelle geschrieben worden wäre.

      Ihr Kommentar gibt mir aber Anlass, auf einen einzigen Punkt, auf den ich in einem anderen Kommentar auch schon einmal kurz eingegangen bin, wie Sie korrekt bemerken, noch einmal einzugehen, denn hier geht es um den grundlegend wichtigen Unterschied zwischen fachlicher/sachlicher Kritik und persönlichen Animositäten:

      Sie schreiben:

      „Was Ihren Brief betrifft, so traue ich es mir nicht weiter zu – aufgrund der großen Entfernung – diesen in seiner Art und Weise zu kritisieren. In einem Kommentar wurde ja bereits diskutiert, ob nicht ein persönliches Gespräch mit das Lann Hornscheidt (ich verwende den neutralen Artikel, um dem Wesen Hornscheidt seinem Wunsch zu erfüllen, weder als Mann noch als Frau zu betrachten) zu suchen. Auch wenn ich ein persönliches Gespräch immer einem Aus-dem-Weg-gehen vorziehe, werden Sie beide sicher ihre guten Gründe haben.“

      Davon abgesehen, dass auch nach meiner Erfahrung persönliche Gespräche mit Ideologen keinen Nutzen haben, eben weil die Ideologie ihre gesamte Wahrnehmung umfassend prägt und es ihnen daher kaum möglich ist, ein Gespräch mit jemandem außerhalb der Rahmung dieser Person als Freund oder Feind (und sonst gar nichts) zu führen, muss ich mich erneut darüber wundern, dass die Idee auftaucht, „ein persönliches Gespräch“ könne aus irgendeinem Grund angezeigt sein.

      Noch einmal in aller Deutlichkeit:

      Normalerweise führt man ein persönliches, klärendes Gespräche mit jemandem, wenn man mit einer Person einen persönlichen Konflikt hat. Das haben jedoch weder Michael Klein noch ich mit Profx. Wir kennen es nicht, und vermutlich kennt es uns nicht.

      Unsere Kritik ist eine rein sachliche/fachliche. Sie hat NICHTS mit der Person von Profx zu tun, und diese Kritik würde auch keine andere, wenn wir uns nett oder auch nicht so nett mit Profx austauschen würden. Wozu sollten wir das tun?

      Wie Sie unserem neuen Text entnehmen können, ruft Profx z.B. zu Straftaten und Schädigung anderer Personen auf, die es nicht mag. Es ist eine sehr, sehr seltsame Idee, dass Michael Klein oder ich oder vielleicht ein Staatsanwalt diese Straftaten vielleicht doch ganz in Ordnung fänden, wenn sie von Profx in einem persönlichen Gespräch erläutert würden.

      Und es ist eine ebenso seltsame Idee, dass ich aufhören könnte, die Indoktrination von Studierenden mit irgendeiner Ideologie durch vom Steuerzahler finanzierte Dozenten an öffentlichen Universitäten zu kritisieren, die den Studierenden gerade das Gegenteil von dem vermittelt, was Wissenschaft ist, nur, weil Profx oder sonst irgendjemand mir seine Ideologie anpreist.

      Fakten können nicht in einem Gespräch weggeredet werden. Ich pflege nicht, Fakten unterschiedlich zu beurteilen, je nachdem, ob ich jemanden mag oder nicht mag, mich mit jemandem verstehe oder nicht verstehe, mich mit jemandem unterhalte oder nicht unterhalte. Wenn ich etwas nicht gut finde, dann finde ich es nicht gut.

      Ich bin nur ein Mensch, und die Form, in der ich eine bestimmte Kritik in einem bestimmten Fall vorbringe, mag von persönlichen Präferenzen und Beziehungen beeinflusst sein, aber solange meine Kritikpunkte nicht ausgeräumt sind, bleibt neine Kritik bestehen, und wenn jemand an einer Uni Ideologie statt Wissenschaft betreibt, dann ruht meine Kritik hieran genau dann, wenn diese Person damit aufgehört hat. Ob ich mit derselben Person abends ein Bier trinken gehe, eine Petition zum Schutz einer bedrohten Tierart ins Leben rufe oder eine Leidenschaft fürs Bungee-Springen teile, hat damit überhaupt nichts zu tun, und über all das kann ich mich (auch) mit einer solchen Person ganz zwanglos unterhalten.

      Wenn andere Leute sich nicht vorstellen können, dass man sachliche/fachliche Kritik vorbringen kann, ohne die so kritisierte Person in Bausch und Bogen abzulehnen, tut mir das sehr leid! Ich bedaure solche Menschen, aber ich kann ihnen nicht helfen. Ich habe damit aber nichts zu tun. Meine Welt zerfällt nicht in Freunde und in Feinde, und gerade das ist es, glaube ich, was mich am meisten von den Berliner Ideologen unterscheidet.

      Kurz: Realität bleibt Realität und kritikwürdige Realität bleibt kritikwürdige Realität, bis die Realität sich verändert hat. Die Argumente liegen alle auf dem Tisch, sind jedem bekannt oder für jeden zugänglich. Das muss man, glaube ich, nicht jedem persönlich erläutern. Und hierüber hinaus spielt das „Persönliche“ in der Kritik der Ideologie des Genderismus wie in der Kritik jeder anderen Ideologie überhaupt keine Rolle.

      Ich hoffe, ich habe das jetzt hinreichend klar machen können, denn ich finde es sehr wichtig, dass der Unterschied zwischen sachlicher/fachlicher Kritik und persönlichen Animositäten deutlich wird und die Unterteilung in fremde Menschen in Freunde und Feinde in Deutschland endlich ein Ende findet. Ich jedenfalls mache sie nicht mit.

      • Kritischer Menschenverstand sagt:

        Liebe Frau Diefenbach,

        ich verstehe Ihre Position zu dieser Thematik und kann Ihren Ausführungen folgen und stimmen diesen auch zu. Es steht außer Frage, dass zwischen einer sachlichen und persönlichen Kritik strikt getrennt werden muss.

        Ich möchte auch nicht zwingend diese ganze Problematik nochmals neu aufrollen, aber wenigstens noch einmal meine Intention zu einem persönlichen Gespräch darlegen: ich bin ein angehender Lehrer und daher liegt bei mir die persönliche und vernünftige Entwicklung eines Menschen mehr im Vordergrund als bei anderen.

        Es erscheint mir nur so, dass es bei diesem Wesen schwieriger ist, zwischen Persönlichem und Sachlichem zu unterscheiden, als wenn z.B. ein Philosoph für seine Theorie kritisiert wird. Ich habe den Eindruck, dass die Theorie, die das Hornscheidt vertritt und propagiert, gerade DAS persönliche bei diesem Wesen ist und dass es versucht, seine persönlichen Probleme in dieser „objektiven“ Theorie ausdrücken oder verarbeiten zu wollen.
        Von daher war eine weitere Intention meinerseits, diesen Menschen in einem persönlichem Gespräch wieder auf einen vernünftigen Weg bringen zu können (was ich mir aber auch sehr schwer vorstelle und vielleicht auch nur ein Wunsch meinerseits ist). In gewisser Weise maße ich mir an, zu wissen, was gut für dieses Wesen ist, wenn ich sage, dass dieses verwirrt und vom rechten Weg abgekommen ist und sich in mir der Pädagoge regt, dieses Wesen sozusagen „zu heilen“. Aber ich vermute, dass Sie, Frau Diefenbach, dieses Problem nicht auch noch auf sich nehmen wollen und es auch gar nicht zu Ihren Aufgaben gehört, die persönlichen Probleme andere zu lösen. Ich hoffe, ich konnte dennoch meinen Standpunkt einigermaßen verständlich machen.

        Diesem Wesen muss einfach geholfen werden, dass es wieder in Einklang mit sich kommt und seinen Frieden mit sich schließen kann. Denn das scheint ja die Genderidiologie anzuziehen: Menschen, die verwirrt, möglicherweise auch verbittert und frustriert sind und niemals eine gesunde Selbstverwirklichung erfahren haben.

        • Kim Reiter sagt:

          Es ist wirklich nett von Ihnen, dass Sie sich solche Gedanken um andere Menschen machen, aber es ist gleichzeitig auch sehr anmaßend, zu behaupten, dass Lann Hornscheidt krank sei und geheilt werden müsse. Das ist die gleiche Argumentation, die extrem religiöse Therapeuten bei Homosexuellen anwenden.
          Vielleicht ist Lann Hornscheidt wirklich krank und braucht Therapie, aber sicherlich nicht wegen des Identifizierens als weder Mann noch Frau.
          Ich spreche aus eigener Erfahrung und habe schon jahrelange Therapien hinter mir, aber an meiner Identität hat das nichts geändert (nicht, dass das nicht Thema gewesen wäre). Ich fühle mich weder als Mann, noch als Frau, auch wenn ich zwei X-Chromosome habe. Natürlich kann das auch durch meinen Autismus begründet sein, aber das ändert ja nichts.
          Daher frage ich nochmals, was denn so schlimm daran sein soll, wenn es für Menschen wie mich, Lann Hornscheidt und viele andere (die wahrscheinlich auch noch andere Gründe haben) nicht ein Pronom, eine Anrede geben sollte? Niemanden wird dadurch Schaden zugefügt.
          Außerdem: Es ist sehr unwissenschaftlich, nicht zwischen Sex/Geschlecht und Gender/Identität zu unterscheiden!

          • Nur als kleine Anmerkung: Lann Hornscheidt hat eine öffentliche Funktion an einer Universität inne und wird u.a. dafür bezahlt, Studenten etwas beizubringen, was diese in die Lage versetzt, nach ihrem Studium eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Ich sehe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Lann Hornscheidt dieser Aufgabe, die in seinem/ihrem Arbeitsvertrag festgehalten ist, auch nur ansatzweise gerecht wird. Dafür sehe ich viele Anzeichen dafür, dass Lann Hornscheidt seine/ihre Position dafür missbraucht, Studenten zu indoktrinieren und einen eigenen Spleen auszuleben, der an Universitäten nichts zu suchen hat. Wenn LH mit seinem/ihrem biologischen Geschlecht ein Problem hat, dann ist das ein privates Problem, für das es weder einen Grund noch eine Berechtigung gibt, es zum Lehr-Gegenstand an einer Universität und zur Grundlage von Agitation zu machen. Der richtige Ort zur Problembewältigung ist entweder die geschlossen Anstalt oder die Couch bei einem Psychiater, und es ist gerade schlimm genug, dass die Gemeinschaft der Versicherten für solche Spleens zur Kasse gebeten wird.

            • Kim Reiter sagt:

              Was haben Sie eigentlich ständig mit diesem „der Steuerzahler muss das alles bezahlen“? Das gleiche Argument wird auch ständig bei Grundlagenforschung oder Theorie in den Naturwissenschaften angewandt, weil Laien oder Ignoranten keinen sofortigen Nutzen sehen und das dann als Geldverschwendung ansehen. Seit wann muss Forschung/Wissenschaft einen geldwerten bzw. kapitalistischen Nutzen haben?
              Ich kann verstehen, dass man es als „Elfenbeinturm-Problem“ ansieht, aber warum sollte die Uni nicht ein Ort sein, um solche Theorien auszuprobieren? Wenn Menschen wie ich das in Subkulturen, politischen Kleingruppen machen, dann wird uns Spinnerei, Slang und Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen – macht man es an Universitäten, dann ist es Indoktrination, Geldverschwendung und ebenfalls Unwissenschaftlichkeit. Was denn nun?
              Ihre Kommentare zeigen nur, dass sie ein persönliches Problem mit Menschen wie Hornscheidt haben und uns alle für Spinner halten, unsere Probleme für Krankheiten und Genderfragen für unwissenschaftlich.

              • Nun, dann beantworten Sie mir eine Frage: Warum soll ein Arbeiter, der 40h die Woche seinen LKW durch Deutschland fährt, um die Regale in Supermärkten zu bestücken, für Sie bezahlen?
                Wir haben knappe Ressourcen, falls Sie das noch nicht bemerkt haben und alles Geld, was dafür drauf geht, dass sich ein kleiner Zirkel von Problem-Neurotikern mit sich selbst beschäftigt und der Ansicht ist, man müsse sichtbar werden durch ein X , könnte in der Tat in der Grundlagenforschung besser eingesetzt werden. Der Unterschied zwischen Grundlagenforschung und der Sprachspinnerei aus Berlin besteht nämlich in der Tat darin, dass Grundlagenforschung regelmäßig zu einem Ergebnis führt, das gesellschaftlichen Mehrwert produziert und wenn das Ergebnis darin besteht, dass man bestimmte Lösungen aus guten Gründen nicht verwirklich, weil die Kosten zum Nutzen in keinem Verhältnis stehen.

                Universitäten sind keine Anstalten, an denen jeder Unsinn toleriert werden kann unter dem Deckmantel von „man denke hier“, sondern Stätten, für die Steuerzahler viel Geld bezahlen, damit nach einer strikten, erprobten und bewährten wissenschatflichen Methoden Erkenntnis produziert wird. Erkenntnis zeichnet sich dadurch aus, dass Sie etwas über die Realität aussagt, im besten Fall Neues umfasst und prüfbar ist, so dass es möglich ist, darauf aufbauend fortzuschreiten und Nutzen zu generieren.

                Im Fall von LH sehe ich nur Kosten, keinerlei Nutzen. Aber Sie haben jetzt die einmalige Gelegenheit den Nutzen zu beschreiben, den unbeteiligte Dritte, z.B. der Lkw-Fahrer, den ich oben bemüht habe, von dem reflexiven Gelaber in LH-Seminaren hat. Ich bin schon gespannt!

                • Kim Reiter sagt:

                  Der Nutzen ist, dass es (endlich!) ein deutsches Pronom/Artikel/Ansprache für Personen wie mich, Lann Hornscheidt und viele tausend andere Menschen auf der Welt gibt! Dann muss man nicht mehr „das Ding da“, „Mann-Frau-Ding“, „die-der-das“ oder sonst was sagen. Das würde die Kommunikation ernorm erleichtern. Man könnte sich auch einfach darauf einigen, den sachlichen Artikel/Pronom zu verwenden, oder immer den Vornamen. Geht auch, muss man halt ausprobieren und drüber reden. Im englischsprachigen Raum und in Schweden haben sie das z.B. auch hinbekommen.
                  Ich sehe nicht ein, was daran unwissenschaftlich sein soll – es gibt ein reales Problem (Wie spricht man solche Menschen an?) und dafür wird eine Lösung gesucht. Natürlich finde auch ich nicht alle Methoden von LH zielführend, aber Wissenschaft geht auch mal Irrwege. So ist Wissenschaft. Dann forscht man weiter, redet und sucht eine bessere Lösung.
                  Haben Sie denn eine Idee, außer das man Leute wie mich und LH „in die Geschlossene“ stecken sollte“?

                  • Haben Sie auch nur entfernt eine Idee davon, was Wissenschaft ist? Fragen Sie sich doch einmal, was ihre Umtriebe von denen der NPD unterscheiden, was Sie wissenschaftlich und die NPD unwissenschatflich macht, und zwar nicht inhaltlich, sondern formal. Vielleicht sehen Sie dann ein, warum Sie nicht wissenschaftlich sind.

                    Es gibt auch andere reale Probleme: Wie spricht man z.B. einen Kleinwüchsigen richtig an? Kann man ihn als Herrn bezeichnen, obwohl er der normalen Herrengröße nicht entspricht? Das muss unbedingt erforscht werden, wenn ich Sie richtig verstanden haben und am besten wir gründen noch ein Institut, das die Frage erörtert, wie man Menschen anspricht, die sich einbilden, sie seien von Aliens abducted worden und vor allem müssen wir uns endlich der Frage stellen, wie man Menschen anspricht, die KEINERLEI Problem in ihrem Leben haben, das sie versuchen, zum Problem anderer zu machen.

                    Lesen Sie unser Grundsatzprogramm. Vielleicht wird ihnen dann klarer, was Wissenschaft ist und was nicht.

                  • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

                    @Kim Reiter,

                    wenn Sie Sozialwissenschaftlerin sind oder werden möchten, dann wissen Sie oder sollten dringend lernen, dass das, was zum „realen Problem“ erklärt wird, das Ergebnis von Aushandlungsprozessen oder der Ausdruck von Machtverhältnissen oder auch nur des Einflusses bestimmter Lobbies ist.

                    Eine sozialwissenschaftliche Definition von sozialen Problemen lautet deshalb:

                    „“Our definition of social problems focuses on the process by which members of society define a putative condition as a social problem. Thus we define social problems as the activities of individuals or groups making assertions of grievances and claims with respect to some putative conditions” (Spector & Kitsuse 1977: 75).“

                    Was ein „reales Problem“ ist und was nicht, ist daher für die Sozialwissenschaften keine Frage, sondern nur, wer was und warum als soziales Problem definiert und welche allgemeinen Mechanismen oder Prozesse hinter der Konstruktion sozialer Probleme stehen.

                    Gerade das ist der Witz an der Forderung nach Werturteilsfreiheit: Wissenschaft muss möglichst frei von gruppenspezifischen Interessen sein, damit eine sachliche und realistische Beschreibung und Erklärung von Sachverhalten erfolgen kann, statt Sachverhalte herauszusuchen, die gerade dem Interesse passen, das man zu seinem eigenen macht, und sie als die einzig wichtigen oder besonders wichtigen zu präsentieren. Wenn dies Wissenschaft wäre, gäbe es soviel „Wissenschaften“ wie persönliche Meinungen auf dieser Erde, und das sind unendlich viele.

                    Das kritische Potential von Wissenschaft entsteht ALLEIN daraus, dass sie durch ihren nicht-parteiischen Blick im Stande ist, Interessen verschiedener Personen oder Gruppen von Personen oder Institutionen zu erkennen und zu benennen, Widersprüche zwischen Postulat und Realität aufzuzeigen etc. D.h. Wissenschaft ist kein Bauchladen, aus dem aussucht, was man mag, sondern eine bestimmte, systematische und möglichst unvoreingenommene Herangehensweise an Phänomene. Nur auf diese Weise kann man etwas über Phänomene lernen, seien sie soziale Phänomene oder solche der natürlichen Umwelt.

                    Selbstverständlich haben wir alle unsere persönlichen Meinungen und Überzeugungen darüber, wie etwas sein sollte oder ob wir in einer Sache ein Problem sehen oder nicht, aber das sollte soweit wie uns das möglich ist, AUSSERHALB unserer Tätigkeit als Wissenschaftler liegen, Was ich als Wissenschaftler begründet über ein Phänomen sagen kann und wie ich es als Person und Mensch bewerte, sind eben ZWEI PAAR SCHUHE. Wer sie nicht auseinanderhalten kann oder will, kann nicht Wissenschaftler sein. In der Ethnologie ist das vielleicht besonders deutlich: dort gilt (der Versuch der bzw.) die ethnologische Verfremdung bekannter Tatsachen als Grundpostulat, und nicht jeder ist psychologisch dazu geeignet, es zu erfüllen.

                    Das ist doch auch gar nicht schlimm: Warum legen Sie so viel Wert auf Wissenschaftlichkeit? Wenn Ihnen persönliche Bewertungen und politische Agitation und Persuasion anderer Menschen so wichtig sind, warum wählen Sie nicht eine entsprechende Karriere, z.B. eine Parteikarriere? Wenn Sie glauben, Ihre persönlichen Bewertungen würden durch einen akademischen Abschluss die Aura der Richtigkeit oder höheren Geltung erhalten, dann werden Sie sehr enttäuscht werden; das kann ich Ihnen voraussagen!

                    Mehr zur Konstruktion von sozialen Problemen können Sie in einem Text lesen, den wir früher einmal hier auf ScienceFiles veröffentlich haben. Hier der link:

                    https://sciencefiles.org/2014/07/21/wie-man-soziale-probleme-schafft-institutionalisiert-und-wartet/

                    • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

                      Nachtrag:

                      Ich könnte mir vorstellen, dass Sie im Bereich der Gender Studies wegen seiner Nähe zum Sozialismus und Marxismus schon einmal dem Konzept der Reifikation begegnet sind, und wenn Sie meinen, dass von einigen gefühlten persönlichen Problemen oder sozialen Problemen der Status der Realität zukomme, dann reifizieren Sie sie. d.h.Sie verdinglichen Sie, tun so, als ob es sich bei ihnen um tatsächlich reale Dinge in unserer natürlichen Umwelt handele.

                      Dasselbe tut man mit der Sprache, wenn man z.B. meint, sie müsse sich ändern, damit man Menschen dazu bekommt, anders zu denken, zu fühlen, wahrzunehmen. Das ist natürlich Unsinn. Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang B. D. Palmers „Descent into Discourse: The Reification of Language and the Writing of Social History“ aus dem Jahr 1990 (Temple U P).

                  • Werner Sombart III sagt:

                    Kim, Ihre Ausführungen sind grotesk! Wie kommen Sie dazu, Ihr individuelles Problem, das sich als Folge von Fehlerziehung, von Fehlfunktionen des Gehirns, Störungen des Hormonhaushaltes oder gar von Dämonie einordnen läßt, zu einem realen Problem unserer Gesellschaft aufzublähen und zu fordern, daß der von Herrn Klein zitierte LKW-Fahrer für dessen universitäre Luxusbehandlung bezahlen soll? Ich sag Ihnen deshalb klipp und klar: Verschonen Sie uns mit diesem Unsinn, gehen Sie arbeiten und steigen Sie aus dieser unseligen Selbstbespiegelung aus. Das wird Sie nur noch kränker machen.

                    • Kim Reiter sagt:

                      In einer wissenschaftlichen Debatte erwähnen Sie die Möglichkeit, dass ich oder Lann Hornscheidt von Dämonen besessen sein könnten. Damit erübrigt sich jede weitere Diskussion mit Ihnen.

              • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

                @Kim Reiter

                „Seit wann muss Forschung/Wissenschaft einen geldwerten bzw. kapitalistischen Nutzen haben?“

                Das ist nicht, was Sie oder wir meinen. Es geht hier vielmehr um IRGENDEINEN Nutzen, und es ist äußerst schwierig, einen Nutzen darin zu sehen, dass jemand seine persönliche Ideologie verbreitet und versucht, Leute umzuerziehen, indem er seine Ideologie als Wissenschaft ausgibt, damit die Leute, die umerzogen und manipuliert werden sollen, ihre Umerziehung und Manipulation auch bezahlen.

                Von der Nutzenfrage abgesehen ist es Aufgabe einer wissenschaftlichen Einrichtung, WISSENSCHAFT zu befördern, nicht das Gegenteil von Wissenschaft, also Ideologie.

                Wenn Sie eine Ahnung von Wissenchaft haben, dann wissen Sie auch, dass eine Ideologie eine Ideologie und keine THEORIE ist, wie Sie in Ihrem Kommentar zu meinen oder suggerieren zu wollen scheinen.

                Wenn Sie schreiben:

                “ Wenn Menschen wie ich das in Subkulturen, politischen Kleingruppen machen, dann wird uns Spinnerei, Slang und Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen – macht man es an Universitäten, dann ist es Indoktrination, Geldverschwendung und ebenfalls Unwissenschaftlichkeit. Was denn nun?“

                dann nennen Sie ja selbst die Gemeinsamkeit in beiden Bewertungsarten, die Sie unterscheiden (aber nicht ich): nach Ihrer Aufzählung kommt in beiden Unwissenschaftlichkeit vor, und genau das ist der Punkt! Da stimme ich völlig mit Ihnen überein. Was immer, das, was an Humboldt-Uni unter dem label Sozialwissenschaften betrieben wird, auch sein mag, es ist in jedem Fall UNWISSENSCHAFTLICH.

                Und was sollen wir mit Ihrer Feststellung anfangen, die da lautet:

                „Ihre Kommentare zeigen nur, dass sie ein persönliches Problem mit Menschen wie Hornscheidt haben und uns alle für Spinner halten, unsere Probleme für Krankheiten und Genderfragen für unwissenschaftlich.“?

                Was soll der Quatsch? Welche Antwort darauf erwarten Sie denn? Die einzig erwartbare und angemessene ist wohl die folgende:

                Ihr Kommentar zeigt nur, dass Sie ein persönliches Problem mit Menschen wie Herrn Klein und mir haben und uns alle für Spinner halten, unsere Probleme mit der Karrikatur und Pervertierung von Wissenschaft für irgendwie „böse“ halten.

                Und jetzt? Ist das Ihre Diskussionskultur? Ist das das Niveau, auf dem Sie sich normalerweise auseinandersetzen? Können Sie keine Argumente erkennen, nur, weil Sie selbst keine haben? Das zeugt von einer sehr schwachen Persönlichkeit!

                Im übrigen haben nicht nur Herr Klein und ich Probleme damit, wenn Leute, die Wissenschaft betreiben sollen und vom Steuerzahler finanziert werden, also in dessen Interesse (nicht: zu seinem Wohl, das er nicht selbst definiert hat!) agieren sollen, z.B. zu Straftaten aufruft. Sie mögen noch nicht im richtigen Leben angekommen sein, aber es gibt in Deutschland Gesetze und eine Ermittlungspflicht der Staatsanwaltschaft.

                Versuchen Sie doch einfach einmal, endlich erwachsen zu werden! Und wenden Sie sich nicht wieder an uns, wenn Sie nicht anderes auf die Beine stellen können als Beschimpfungen und Störanktionen, denn das ist eben einfach albern.

  14. Katharina sagt:

    Gut, dass die Frage der Wissenschaftlichkeit diesen ganzen Treibens endlich mal auf den Tisch kommt. Auch nach meinem Dafürhalten hat sich Wissenschaft, die diesen Namen beanspruchen darf, mit der Erkenntnis dessen zu beschäftigen, was ist. Und Sprachwissenschaft hat eben Strukturen der natürlichen Sprachen zu untersuchen, nicht aber diese „Zu verändern“. Was ja auch gar nicht realisierbar ist.

    Solche ( – vielleicht originellen) Ideen wie die von Frau Hornscheidt kann man ja in einem Verein propagieren oder in künstlerischen Aktionen (- ich verweise auf DADA…alles schon dagewesen). Dafür muß dann auch nicht der dumme Steuerzahler eintreten. Das ist bitte privat zu finanzieren!

    Wichtig ist, diese ganze Ideologie innerhalb der Universität selbst zu erforschen und zum Gegenstand öffentlicher Debatten zu machen.

    • @Katharina,

      wir danken Ihnen für diesen Kommentar, der unsere Position perfekt zusammenfasst.

      Lassen Sie uns hoffen, dass die Versuche, unser Anliegen zu personalisieren, d.h. direkt auf Profx beziehen zu wollen, nicht gelingen, so dass tatsächlich der Raum dafür entsteht, die Ideologie des Genderismus und seine Position an manchen Universitäten bzw. Fachgebieten zu diskutieren!

      Auch nach unserer Einschätzung ist diese Diskussion längst überfällig….

  15. Pingback: Ein feministisches Gedicht – eigentlich eine Reaktion auf Klein & Diefenbach | NICHT-Feminist

  16. Pingback: Genderquatsch birgt riesiges Einsparpotenzial | Kreidfeuer

  17. tenpel sagt:

    Interessant. Auf SPON sagt Lann Hornscheidt:

    „Hornscheidt: Auch in der Biologie können Sie keinen eindeutigen Schnitt machen. Bei welcher körperlichen Ausprägung fängt eine Frau an? Wo ein Mann? Das sind immer soziale Konstrukte. Aber um es ganz klar zu sagen: Es ist vollkommen in Ordnung, wenn sich Personen als Frauen oder Männer begreifen.“

    Das ist in der Tat reine Ideologie. Rein biologisch Scheide=Frau, Penis=Mann. Diese Organe und was mit ihnen verbunden ist sind (bis auf wenige Ausnahmen) eindeutig bei der Geburt und auch schon zuvor im Mutterleib vorhanden.

    Die Benennung als Frau oder Mann hat eine klare biologische Grundlage. Natürlich gibt es Menschen, die obwohl biologisch Mann oder Frau sich geistig/emotional einem anderen Geschlecht zugehörig fühlen und es gibt andere eher seltene biologische Abweichungen. Aber den grundsätzlichen biologischen Fakt eines Sexualorgans und damit verbundene Fähigkeiten oder fehlende Fähigkeiten zu leugnen und zu meinen das sei sozial festgelegt zeigt ein erstaunliches Maß an Realitätsverleugnung. Begreife ich mich als Frau, kann ich dann Kinder gebären?

    • Katharina sagt:

      Jede Frau hat sie irgendwann schon mal gesehen – Männer, die mit offener Hose an S-Bahn-Brücken, in U-Bahnen usw. weibliche Fahrgäste erschrecken.
      Zeigen diese Leute da etwa ein „soziales Konstrukt“?

  18. Pingback: Wer hat vor dem Mob die Hosen voll? Von Genderita und Gesinnungsschnüflern | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science

  19. Leo Lübbers sagt:

    Wenn man liest was diese/r Lann Hornscheidt für einen hanebüchenen Unsinn von sich gibt, wäre diese/r in einem gesunden Land in einer psychiatrischen Anstalt und zwar als Patient.

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