Kreuzworträtsel – Wichtige Forschungsergebnisse aus dem WZB

Einst war Wissenschaft etwas, das von verstaubten Männern betrieben wurde, die ihr Leben lang auf der Suche nach der richtigen Antwort auf die wichtige Frage waren, die ihr Leben beherrscht:

  • Was ist der Sinn des Lebens?
  • Welche Position hat die Erde im Weltall?
  • Was geht in einem Atom vor?
  • Welchen Gesetzen folgt menschliches Verhalten?
  • Wer um aller Götter Willen wählt die Grünen?
  • Welchen Gesetzen folgen Börsen?
  • Wie misst man Bildung?
  • Was kann man mit binärem Code alles anstellen?
  • Welche Pilze haben heilende Wirkung, welche lösen Probleme?
  • Gibt es Quarks?

Und so weiter.

Das war früher.

Heute wird institutionalisierte Wissenschaft von gehetzten Gestalten beherrscht, die nur eine Frage bewegt: Wie kann ich meinen Zeitvertrag in eine Daueranstellung verwandeln. Die Antwort: Legitimationsforschung. Ergo finden sich heute keine Antworten mehr auf wichtige Fragen, sondern Manipulationshilfen für Institutionen.

  • Konsumenten zum Kauf bewegen – aber richtig.
  • Klimaleugner effizient bekämpfen.
  • Fette zum Dauerlauf motivieren.
  • Demokratie richtig leben.
  • Aktivismus für Anfänger.
  • Zur Akzeptanz von LGBTusw. in rassistischer Umgebung.
  • Steuer-Umverteilung als Wahlkampfhilfe.
  • Ossis zur richtigen Gesinnung bekehren.
  • Patriarchalische Intersektionalität hegemonialer Heteronormativität beim Kaffeeklatsch.
  • Den Kindergartenaufenthalt von Sarah Marie zum Erfolg machen.
  • Spendenaufkommen maximieren.

Ja, schau. Da hat uns das letzte Thema doch tatsächlich interessiert. Bearbeitet wurde es am Reichspietschufer in Berlin, im dortigen WZB. Die dort lebenden Akademiker werden vom Land Berlin finanziert und Maja Adena und Anselm Hager haben sich nun für die öffentliche Förderung bedankt, in dem sie geforscht haben, wie Nichtregierungsorganisationen mehr Spenden für sich generieren können. Die Ergebnisse sind auf Regierungsorganisationen erweiterbar, was in Berlin, angesichts der alarmierenden Haushaltslage der Stadt, gerne gesehen wird.

Wie lassen sich Spendenaufkommen maximieren?

Adena und Hager zeigen wie: Mit einer Werbekampagne.
Nein, wirklich?

Wer wirbt, der hat mehr Spender, mehr Spendenhäufigkeit und mehr Spendenaufkommen. Beides ist wichtig, denn wer wirbt, der muss die Ausgaben für die Werbung durch mehr Spenden, die er einwirbt, kompensieren. Das kann zuweilen eng werden. Aber das ist nichts, was die beiden Berliner irritieren würde: Sie empfehlen daher eine Werbe-Kampagne, um das Spendenaufkommen zu erhöhen.

Nun haben andere, die sich mit der Motivation von Spendern befasst haben, herausgefunden, dass es weniger Werbekampagnen sind, als zusätzliche Goodies, kleine Geschenke, die das Spendenaufkommen erhalten, die Werbekampagnen ergänzen, mehr oder weniger deutlich, in dem sie die Message, die mit der Kampagne ausgesendet werden soll, unterstützen.

Und da haben wir gedacht, schaun wir mal, ob das stimmt.

Dazu haben wir das folgende experimentelle Design entwickelt.
Zunächst haben wir den Stand unseres Spendenkontos kontrolliert: Es ist noch ein langer Weg, bis zur ersten Million, ein sehr langer, das können wir hier verraten.
Dann haben wir eine Treatment-Gruppe eingerichtet.
Manche unserer Leser erhalten das folgende Kreuzworträtsel, das die zentrale Kampagnen-Message enthält, manche unserer Nichtleser (eigentlich fast alle) erhalten es nicht.

Wer das Kreuzworträtsel löst und den überraschenden Lösungsbegriff herausfindet, so Hypothese 1, ist so erfreut, dass er uns unmittelbar eine Spende auf eines der unten zu findenden Konten überweist.

Wer den überraschenden Lösungsbegriff nicht herausfindet, der ist so frustriert, dass er seinen Frust mit einer unmittelbaren Spende an ScienceFiles abbauen muss. Das ist Hypothese 2.

Die Überprüfung unserer beiden Hypothesen nehmen wir stündlich vor. Und wir sind so gespannt wie ein Panzerknacker vor der Öffnung des Safes.

Und nicht zu vergessen – 
Die Spendenkonten:

Vielen Dank!




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