Komplizen: UN assistiert Chinas Genozid an Uiguren

Sind Sie noch zu schocken?

Am Ende eines jeden Tages denken wir: tiefer geht es nun wirklich nicht mehr. Als wir die Renaissance des Faschismus, vor dem Karl Raimund Popper so eindringlich in seiner Open Society and its Enemies gewarnt hat, in „The Great Reset“ gelesen haben, waren wir geschockt und dachten: Es geht nicht mehr tiefer.

Doch!
Es geht noch tiefer.

Xinjiang angebliches re-education camp für Uiguren

Die UN, eine Organisation, der gegenüber wir immer misstrauischer werden, eine Organisation, bei der man kein Problem hat, ein Gremium, das dem Schutz der Menschenrechte gewidmet ist, mit denen zu besetzen, die Menschenrechte mit Füßen treten und dies in jeder Hinsicht und jeden Tag aufs Neue demonstrieren, diese UN hat uns heute gezeigt, dass man tatsächlich noch tiefer im Schmutz versinken kann.

Vor nicht allzu langer Zeit haben wir darüber berichtet, dass China in der eigentlich autonomen Provinz Xinjiang seit Jahren einen schleichenden Genozid an Uiguren durchführt. Uiguren sind Muslime, sehr gemäßigte Muslime gemessen an dem, was wir in Europa mittlerweile gewohnt sind, eher eine weltliche Ausgabe, jedenfalls keine fundamentalistische. Da für die kommunistische Partei Chinas (KPCh) gilt, dass es neben dem Kommunismus keine andere Religion geben darf, ganz einfach deshalb nicht, weil Religionen gemeinhin mit Handlungsethiken verbunden sind, die wiederum die Gläubigen in Konflikt mit dem bringen können, was die KPCh gerade zu normalem Verhalten und vor allem zur kommunistischen Wahrheit erklärt hat, geht die KPCh seit Jahren wieder verstärkt gegen religiöse Minderheiten vor. Z.B. könnten religiöse Menschen Anstoß daran nehmen, dass Bürger für die KPCh eine Art Ersatzteilelager sind, das man für Organe ausschlachten kann, die wiederum international mit hohem Gewinn verkauft werden. Dass die KPCh z.B. Häftlinge ausschlachtet und keine Skrupel hat, Menschen, deren einzige Schuld darin besteht, Falun Gong zu praktizieren oder als Muslim oder als Buddhist z.B. in Tibet geboren zu sein, zu inhaftieren, ist seit langem bekannt. Dass die Menschenverachtung der Kommunisten nicht davor zurückschreckt, Konzentrationslager zu bauen, Umerziehungslager genannt, Uiguren zu Sklavenarbeit (seltsamerweise gibt es keinerlei Linke, die daran Anstoß nehmen) zu zwingen und über erzwungene Sterilisation eine moderne Form des Genozid durchzuführen, ist auch kein Geheimnis.

Bislang war es jedoch ein Geheimnis, dass die UN China bei dieser dreckigen Arbeit behilflich ist.

Wir verlinken hier das Video eines Interviews des britischen Radiosenders LBC. Maajid Nawaz interviewt Emma Reilly, die als Anwalt für die UN tätig ist. Was in diesem Interview zur Sprache kommt, ist ungeheuerlich und reicht als Grund eigentlich dafür aus, die UN sofort zu schließen.



In dem Video berichtet die Anwältin Emma Reilly aus dem Innenleben des UN Human Rights Council (UNHRC), in dem so große Freunde der Menschenrechte wie China, Venezuela und Kuba sitzen. Das Human Rights Council ist eine der wenigen UN-Institutionen mit Außenkontakt, d.h. es ist für Vertreter der Zivilgesellschaft möglich, vor dem UN Human Rights Council ein Thema zur Sprache zu bringen. Nahezu alle anderen Gremien der UN braten im eigenen Saft, d.h. Vertreter von Regierungen erzählen sich gegenseitig, was ihnen Vertreter von anderen Regierungen erzählt haben. Im UN Human Rights Council ist das anders. Dort können Kämpfer für Menschenrechte, die unter hohem persönlichen Einsatz und entsprechender Gefahr tätig sind, Themen zur Sprache bringen. Darunter: Uiguren, Dissidenten, die in den Westen fliehen konnten und nun von hier aus versuchen, ihren Landsleuten, die in China in Konzentrationslagern verschwinden, zu helfen. Vor jedem Treffen des UNHRC, so berichtet Reilly in dem Interview, komme eine Anfrage aus China mit dem Ziel, Namen von chinesischen Dissidenten in Erfahrung zu bringen, die einen Fall aus China, in letzter Zeit vornehmlich das Elend der Uiguren zur Sprache bringen wollen.

Diese Informationen gibt die UN grundsätzlich nicht heraus. Grundsätzlich im rechtlichen Sinn, denn sie macht für China eine Ausnahme. Die Namen von chinesischen Dissidenten, die vor dem UNHRC den Genozid an den Uiguren, den China betreibt, zur Sprache bringen wollen, werden von der UN an China herausgegeben. In der Folge setzen Chinesische Behörden die Verwandten der Dissidenten, die in China bleiben mussten, unter Druck, verhaften den Bruder, stecken die Eltern in ein Konzentrationslager, foltern Angehörige, üben alle möglichen Formen von Menschenrechtsverletzungen aus, um zu verhindern, dass vor dem UNHRC  der Genozid an Uiguren oder den Mitgliedern von Falun Gong oder an tibetischen Buddhisten etc., den chinesische Behörden betreiben, zur Sprache kommt.

Damit es nicht untergeht: Die UNHRC und mit ihr die UN, eine Organisation, die letztlich zum Schutz der Menschenrechte gegründet wurde, tritt eben diese Menschenrechte  mit Füßen und begründet das damit, dass man gute politische Beziehungen mit China anstrebe. Dass diese “guten politischen Beziehungen” nicht etwa angestrebt werden, um die Lebensbedingungen von Chinesen unter der totalitären Herrschaft der kommunistischen Glaubensbrüder der KPCh zu verbessern, ist offenkundig und könnte kaum deutlicher gemacht werden. Die UN ist Komplize von Mördern.

Reilly hat Belege für ihre Behauptungen:

Die emails, in denen ihr ehemaliger Chef, der – nachdem Reilly diese Unglaublichkeit öffentlich gemacht hat, befördert wurde, an China geschickt hat und in denen die Namen von Dissidenten genannt werden.

Schriftsätze der UN, die im Rahmen eines internen Rechtsstreits zwischen der UN und Reilly, die beurlaubt wurde, nachdem sie diese Ungeheuerlichkeit ans Licht gebracht hat, ausgetauscht wurden: Darin verteidigt die UN ihr Vorgehen u.a. damit, dass Menschenrechte keine Priorität gegenüber der Möglichkeit, bessere politische Beziehungen mit China zu haben, hätten, mit anderen Worten: Die UN verkauft Menschen, um vielleicht bessere politische Beziehungen zu China (zu welchem Zweck auch immer) zu erreichen. 



Als Folge des Verkaufs von Informationen an China sind Menschen verschwunden, wurden Menschen gefoltert, sind Menschen in Konzentrationslagern gestorben. Die UN ist Mittäter des Genozids, den die KPCh derzeit in der Xinjiang Provinz durchführt.

Das ist das Gegenteil dessen, wofür die UN einst gegründet wurde.
Das Gegenteil dessen, was die Existenzberechtigung der UN ausmacht.

Wenn eine Organisation, die zum Schutz von Menschenrechten geschaffen wurde, Menschenrechte mit Füßen tritt, sich quasi so pervertiert hat, dass das Gegenteil der ursprünglichen Ziele verfolgt wird, dann ist es an der Zeit, die Organisation aufzulösen. Denn Auswüchse wie dieser sind natürlich kein Einzelfall. Wenn in Organisationen derartige Praktiken nicht nur möglich sind, sondern von Angestellten der Organisation auch noch verteidigt werden, dann sind derartige Formen der Menschenverachtung ein Teil der Organisationskultur.

Die Alliierten, so muss man zurückblickend und auf Basis dieser UNlogik sagen, haben alles falsch gemacht. Anstatt Krieg gegen Deutschland zu führen, hätten sie die Menschenrechte der Kontinentaleuropäer zugunsten guter politischer Beziehungen mit den Nazis opfern sollen, so wie die UN das heute tut. Was sind schon ein paar, selbst ein paar mehr Tote in Konzentrationslagern angesichts der Aussicht auf gute politische Beziehungen?



Demokratie lebt vom rationalen Widerstand.
Journalismus lebt von Recherche.
ScienceFiles lebt von Spenden.

Bitte unterstützen Sie unseren Fortbestand als Freies Medium.
Vielen Dank!




Folgen Sie uns auf TELEGRAM


Bleiben Sie mit uns in Kontakt.
Wenn Sie ScienceFiles abonnieren, erhalten Sie bei jeder Veröffentlichung eine Benachrichtigung in die Mailbox.

ScienceFiles-Abo
Loading

Print Friendly, PDF & Email
35 Comments

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Translate »

ScienceFiles-Betrieb

Was uns am Herzen liegt ...

 

Ein Tag ScienceFiles-Betrieb kostet zwischen 250 Euro und 350 Euro.


 

Wenn jeder, der ScienceFiles liest, uns ab und zu mit einer Spende von 5, 10, 20, 50 Euro oder vielleicht auch mehr unterstützt, vielleicht auch regelmäßig, dann ist der Fortbestand von ScienceFiles damit auf Dauer gesichert.


Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützen!


ScienceFiles-Spendenkonto

Vielen Dank!

Holler Box