Massenprotest in London, die Roadmap aus dem Lockdown und viel mehr! – Ärmel-Kanal News

Wir waren in den letzten Wochen wieder fast im Normalmaß aktiv, denn: Das Corona-Theater nähert sich im Vereinigten Königreich seinem Ende, die Normalität kehrt zurück und die Wahrscheinlichkeit, dass die Unnormalität der letzten Monate jemals wiederkehrt, sie wird stetig geringer. Ereignisse wie der Massenprotest des gestrigen Tages in London tragen dazu bei. Bevor wir Bilder von der gestrigen Demonstration in London, die sich vor allem gegen die Idee der Regierung Johnson gerichtet hat, temporäre COVID-Passports einzuführen (dazu gleich), haben wir eine Zusammenstellung der Roadmap erstellt, die den Weg aus dem Lockdown für England zeigt. Die sogenannte Roadmap aus dem Lockdown ist eine Abfolge von Zeitpunkten, zu denen bestimmte Restriktionen zurückgenommen und die Normalität des Lebens wieder hergestellt wird. Unser Überblick bezieht sich auf England. In Schottland und Wales gibt es eigene Regierungen, die natürlich ihre Existenz rechtfertigen wollen. Sie tun das, in dem sie im Wesentlichen später als die englische Regierung Restriktionen zurücknehmen.

  • 12. April
    • Non-essential Shops, die bislang geschlossen waren, können wieder öffnen. Das betrifft Frisöre, Fitness-Studios, Schwimmbäder, Bibliotheken, usw.
    • Pubs und Restaurant können im Außenbetrieb wieder öffnen;
    • Der Besuch von Menschen in Pflegeheimen ist wieder erlaubt (begrenzt auf zwei Besucher);
    • Urlaub auf Campingplätzen oder in Ferienwohnungen ist wieder erlaubt (in England);
  • 17. Mai
    • Die meisten Regeln sozialer Distanz werden aufgehoben, Gruppen bis zu 30 Personen können sich wieder treffen;
    • Restaurants, Bed & Breakfast, Hotels, Museen können wieder öffnen bzw. ihre Innenräume nutzen;
    • Konzerte mit bis zu 1.000 Besuchern (in Konzerthallen) sind wieder möglich;
    • In kleineren Fussballstadien oder anderen Sportarenen sind wieder bis zu 4.000 Personen zugelassen, die Kapazität für größere Sportarenen beträgt 10.000 Besucher;
  • 21. Juni
    • Alle Beschränkungen für soziale Kontakte werden aufgehoben;

Des weiteren wird derzeit geprüft, ob die Maskenpflicht in Supermärkten, U-Bahnen, bei Versammlungen außerhalb, aufgehoben wird. Zu den Unklarheiten, die derzeit noch herrschen, zählt auch die Möglichkeit, international uneingeschränkt zu verreisen.

Der gestrige 24. April ist somit Tag 12 nach der ersten Station der Roadmap, die mit den oben dargestellten Erleichterungen einher gegangen ist. Das hat mehrere 10.000 Menschen nicht davon abgehalten, in London auf die Straße zu gehen, um gegen noch bestehende Restriktionen zu protestieren, denn angesichts der stetig sinkenden Fallzahlen sind viele Briten der Ansicht, die langsame Rückkehr ins normale Leben sei nicht angebracht. Vor allem ging es aber darum, die Idee der Regierung Johnson, COVID-19 Passports einzuführen, an die dann z.B. der Einlass zu größeren Veranstaltungen gekoppelt wäre, zurückzuweisen. Johnson ist mit seiner Idee bereits innerhalb seiner eigenen Partei auf Widerstand gestoßen und hat als Reaktion darauf den Pass insoweit zurückgenommen, als er nun nur noch “temporär” und auch nur für Großveranstaltungen und Veranstaltungen, die innen durchgeführt werden (und für Reisen?), gelten soll. Auch diese Idee ist in einem Land, in dem Personalausweise als Eingriff in die inviduelle Freiheit angesehen werden, nicht populär. Die Bilder vom gestrigen Tag, die wir für unsere Leser gesammelt haben, zeigen, wie unpopulär diese Idee ist.


Sechs Aktivisten von Extinction Rebellion, die am 15. April das Hauptquartier von Shell in London beschädigt haben, sind von einer Jury, die, wie die BBC berichtet, aus 7 Frauen und 5 Männern bestanden hat , freigesprochen worden, obwohl alle so genannten Aktivisten die Beschädigung des Hauptquartiers von Shell zugegeben und mit dem angeblichen Beitrag von Shell zum Klimawandel begründet haben. Das ist das erste Urteil, in dem eine falsche Moral über geltendes Recht gestellt wurde, sehr zum Missfallen des Richters, der dem Verfahren vorstand und mehr als einmal darauf hingewiesen hat, dass das Verhalten der Extincten Rebellen eine Straftat darstelle. Die Jury hat sich darüber hinweggesetzt. Derartige Urteile sind ein alarmierendes Zeichen dafür, dass es erwachsene Menschen gibt, die nicht in der Lage sind, zwischen der Bewertung, die sie bestimmten Dingen zuteil werden lassen und Fakten zu unterscheiden. Die faktisch vorhandene Sachbeschädigung stellt einen Straftatbestand dar. Dass die sechs Spinner von Extinction Rebellion behaupten, ihre Straftat sei moralisch gerechtfertigt, weil Shell zum Klimwandel beitrage, ändert nichts daran, dass sie eine Straftat verübt haben. Dass es tatsächlich eine Jury in Großbritannien gibt, die dennoch zum Urteil “nicht schuldig” kommt, zeigt, dass die Hexenjagden wieder guten Nährboden vorfinden werden, denn die Anzahl der Menschen, die kognitive so beschränkt sind, dass sie sich Gründe vorstellen können, die Straftaten legitimieren, ist wieder so groß, dass sie schon Mehrheiten in den Jurys von Gerichten bilden. Bleibt noch nachzutragen, wer die angeblichen Aktivisten sind:

  • Simon Bramwell, 49 Jahre (Mitgründer von Extinction Rebellion) aus Stroud, Gloucestershire,
  • Ian Bray, 53 Jahre (Mitgründer von Extinction Rebellion) aus Holmfirth, West Yorkshire,
  • Jane Augsburger, 55 Jahre aus Stroud;
  • Senan Clifford, 60 Jahre aus Stroud;
  • David Lambert, 62 Jahre aus Stroud;
  • James “Sid” Saunders, 41 Jahre aus Stroud;

Fast schon, dass man von einer Rentner-Gang sprechen muss. Wer in diesem Alter immer noch nicht über seinen kindlichen Trieb hinaus ist, Oberflächen zu beschmieren, der ist möglicherweise gar nicht schuldfähig, denn Schuldfähigkeit setzt bekanntlich eine sittliche und moralische Reife, das Erbringen von Entwicklungsleistungen voraus, das man bei den sechs extincten Rebellen offenbar nicht voraussetzen kann.

Alex Belfield, ehemaliger Journalist der BBC, der sich nunmehr im ständigen Rechtsstreit mit der BBC befindet, sieht die Sache dessen ungeachtet nicht locker [Wir teilen seine Annahme, dass dieses Urteil einen Präzedensfall begründen kann, nicht]:


Das House of Commons hat am 22. April eine Resolution verabschiedet, in der festgestellt wird, dass die Kommunistische Partei Chinas derzeit einen Genozid an Uighuren verübt. Die Resolution, die von Nusrat Ghani eingebracht wurde, stellt insofern eine Besonderheit dar, als Ghani die Untätigkeit der UN explizit als Grund dafür angeführt hat, die Resolution im House of Commons einzubringen:

“Our government is handcuffed, paralyzed by the United Nations. We need to take back control … Our route to tackling genocide cannot be controlled by China”.

Die Delegitimation der UN schreitet stetig voran. Es ist nach unserer Ansicht nur eine Frage der Zeit, bis die UN dem Schicksal folgt, das dereinst der Völkerbund genommen hat. Einen wichtigen Beitrag in der Debatte über die Resolution, die hier nachgelesen werden kann, stammt vom Tory-Urgestein, Iain Duncan Smith:

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“I wish to highlight a couple. First, Sir Geoffrey Nice QC, whose inquiry is ongoing, has said that his inquiry is certain—unanimously, and sure beyond reasonable doubt—that in China forced organ harvesting from prisoners of conscience has been practiced for a substantial period of time involving a very substantial number of victims.”
[Ich möchte ein paar Punkte hervorheben. Sir Geoffrey Nice, der derzeit einen Bericht über die Menschenrechtslage in China erstellt, hat mir gesagt, dass es keinen Zweifel daran gibt, dass in China Zwangsentnahmen von Organen von wegen ihrer Weltanschauung Inhaftierten, die zur Transplantation bestimmt sind, vorgenommen werden. Die Praktik gebe es schon sein geraumer Zeit, und es gebe eine große Zahl von Opfern.]

That is the organ harvesting of victims in the power of the state. I thought that we, collectively as nations, decided never ever to see this happen again. In the 1940s, Nazi Germany practised organ harvesting and strange science on people in captivity—mostly the Jewish people, but others, too. How can we hear that and lock it away in a box? It is astonishing that we should even be thinking that it is just an item for debate. It is not. It is redolent of the terrible times that we and others went through, and we decided never again. But it is again, and on an industrial scale.
[Das ist staatlich betriebene Zwangsentnahme von Organen bei Menschen, die sich in der Gewalt des Staates befinden. Ich dachte, das wir, gemeinsam als Nationen, beschlossen haben, derartige Dinge nie wieder geschehen zu lassen. In den 1940er Jahren hat Nazi Deutschland die Zwangsentnahme von Organen und seltsame Experimente an Menschen, Gefangenen in der Regel, die meisten davon Juden, vorgenommen. Wie können wir die Meldungen aus China hören und es ignorieren? Es ist erstaunlich, dass wir auch nur denken könnten, das sei nur eine Angelegenheit, über die debattiert werden müsse. Das ist es nicht. Es erinnert an die schrecklichen Zeiten, durch die wir und andere gehen mussten und für die wir entschieden haben, dass wir das nie wieder zulassen werden. Und dennoch, hier ist es wieder, in industriellem Ausmaß.]

Bislang haben die USA, das Vereinigte Königreich, Kanada und die Niederlande den Genozid, den China derzeit an Uighuren betreibt, also solchen festgestellt und verurteilt. Wenn es um die oft beschworene historische Verantwortung im Hinblick auf Genozide geht, dann zeichnet sich diese Liste durch eine erstaunliche Fehlstelle aus.


Beenden wollen wir unseren Bericht von der anderen Seite des Ärmel-Kanals wie immer auf einer leichten Note. Nachdem wir uns nicht dazu durchringen konnten, über die Explosion der Absatzzahlen, die Gartenzwerge im Vereinigten Königreich gesehen haben, zu berichten, haben wir uns entschieden, einen Ausflug in die Musikszene von Wales zu machen. Tom Jones ist in dieser Szene seit Jahrzehnten aktiv. 1940 geboren ist er mittlerweile 80 Jahre alt, ein Alter, das man seiner neuesten CD, die den Titel “Surrounded by Time” trägt, kaum anmerkt. Tom Jones und sein Lied “Delilah”, sind in Wales eine feste Institution. Vor jedem Rugby Spiel der Walisischen Nationalmannschaft singt sich die Menge mit Delilah warm, um dann die Hymne von Wales, in Inbrunst mitsingen zu können. Das Lied, in dem das beschrieben wird, was die Franzosen ein “crime passionelle” nennen, hat Jahrzehnte und wiederholte Versuche der linksidentitären Blockwarte überlebt, wegen seiner … [setzen Sie eine linke Floskel ein] gestrichen zu werden. Es ist eben so dauerhaft wie Tom Jones selbst, dessen neuestes Album wir unseren Lesern empfehlen.

12 Lieder umfasst das Album, Lied Nr. 11 trägt den Titel: “I’m Growing Old”. Angesichts einer immer kindischer werdenden Welt, in der alte Menschen schon ob ihrer Erfahrung nicht geduldet werden, kann man dieses Lied gar nicht genug würdigen.



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