DIW-Chef revolutioniert Logik: 4,1% Inflation? Bah, Humbug – Steigerung ist Verringerung [Kategorie Amts-BS]

Wir waren lange abstinent.
Wir waren noch länger nachsichtig.
Wir haben uns nicht gekümmert.
Waren also tolerant.

Aber Sie kennen das sicher.
Drei Tage haben sie es geschafft, auf Chips vor dem Fernseher zu verzichten.
Drei Tage lang war das Wissen, dass das Zeug schädlich ist, schon weil Sie zuviel davon “knuspern”, stärker als das Verlangen.
Und dann haben Sie doch geknuspert.

Bei uns ist das noch schlimmer.
Wir haben nicht nur ein Verlangen nach Chips, sondern auch nach dem, was wir akademisierten Unfug nennen.
Aussagen von Leuten, die sich selbst für sehr wichtig nehmen und deren diesbezüglicher Irrtum nur noch vom Schwachsinn übertroffen wird, den sie von sich geben.
Diese Leute ziehen uns zuweilen magisch an.

Weil es unerträglich ist, mit solchen Leuten denselben Planeten bewohnen zu müssen, sich ihre Dummheit antun zu müssen.
Weil man solche Leute bloßstellen muss.
Weil es befriedigend ist, solche Leute bloßzustellen, ihrer Wichtigkeits-Inszenierung die Luft abzulassen, wie einem Ballon, der ebenfalls mit heißer Luft gefüllt ist.
Weil es Spaß macht.

Zu denen, die wir monatelang ignoriert haben, gehört Marcel Fratzscher, Marcel…, nein, das ist nicht der Platz um die Soziologie der Namensgebung in ein paar gut bestätigte Hypothesen zu übertragen. Das lenkt vom Thema ab, von dem hier:

Das Statistische Bundesamt hat die vorläufige Inflationsrate für September in Höhe von 4,1 Prozent bestätigt. Damit lag die Inflationsrate so hoch wie seit Dezember 1993 nicht mehr. Dazu ein Statement von Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

4,1 Prozent klingt nach einer höheren Inflation, als sie in Wahrheit ist. Denn im September sind die Preise im Vergleich zum August und zum Juli nicht gestiegen, sondern konstant geblieben. Die höhere Zahl ist vor allem das Resultat so genannter Basiseffekte, also der Tatsache, dass im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr die Preise gefallen sind. Die Preise fossiler Energieträger wie Öl und Gas werden auch in Zukunft weiter steigen. Das ist gut so, denn dies gehört zu einer klugen Strategie in Sachen Klimaschutz dazu. Die Politik sollte Menschen mit geringen Einkommen gezielt finanziell entlasten, aber nicht TopverdienerInnen oder Unternehmen. Die Inflation wird im kommenden Jahr in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit eher zu gering als zu hoch ausfallen. Eine dauerhaft hohe Inflation ist sehr unwahrscheinlich und wäre eher ein Luxus-Problem, denn dies würde eine dauerhaft boomende Wirtschaft erfordern. Es gibt daher keinen Anlass zur Angst und die Politik sollte sich an populistischer Angstmache nicht beteiligen.

Schon in einem vergangenen Post haben wir darauf hingewiesen, dass die Feststellung, jemand habe sich um seinen Verstand geschrieben, eben jenen, den Verstand voraussetzt. Offenkundig ist das im vorliegenden Fall eine Annahme, die man nicht einfach so treffen kann. Es scheint eher ein Fall von “Herr schmeiß Hirn” zu sein.

Falls Sie denken, die 4,1% Inflation, die das Statistische Bundesamt als TEUERUNGSRATE berechnet hat, würden sich auf die Preise der Waren, die Sie nachfragen, auswirken, falls Sie denken, die Preise für Benzin, Strom, Brot und andere Grundnahrungsmittel seien gestiegen, dann irren sie sich. Die Preise sind gar nicht gestiegen. Sie sitzen einem Basiseffekt auf. Die Preise dieses Jahr sind nur nicht so gefallen, wie im letzten Jahr, so schreibt Marcel… Fratzscher in voller Wichtigkeit, also eigentlich konstant geblieben, nicht gestiegen.

Nun ist es natürlich der logische Schluss, der sich jedem mit normaler Denkfähigkeit Ausgestatteten geradezu aufdrängt, dass dann, wenn die Preise im vergangenen Jahr gefallen sind, diese Preise tiefer gewesen sein müssen, als sie es derzeit sind, um 4,1% tiefer. Wenn sie aber im vergangenen Jahr tiefer gewesen sind, weil sie nämlich gefallen (“Going Down” für Fahrstuhl Insider [wer das auflöst, bekommt ein ScienceFiles t-Shirt umsonst von uns]) sind, dann müssen sie, weil sie jetzt höher sind, zwischenzeitlich gestiegen sein, um da anzukommen, wo sie jetzt sind, bei 4,1% mehr. Denn etwas kann nicht fallen und dadurch höher werden. Jedenfalls nicht außerhalb der Klapse. Ob Fratzscher meint, wenn er diesen Blödsinn als “Basiseffekt” bezeichnet, dann kann er jemanden darüber hinwegtäuschen, dass es Blödsinn ist?

Aber es kommt noch besser. Denn das, was eigentlich gar nicht teurer geworden, im Preis gar nicht gestiegen ist, es wird “auch in Zukunft weiter steigen”, so schreibt Fratzscher. Eine reife Leistung, die jeden Intelligenztest vor schier unlösbare Aufgaben stellt.

Und weil das alles noch nicht reicht, fordert der weise Mann aus der NegerMohrenstraße in Berlin, dass die Preise fossiler Energieträger weiter steigen müssten: Sie wissen schon, wegen des Klimas. Fratzscher gehört zu den Kultisten, die Menschen opfern, um sich einbilden zu können, sie, die deutschen kleinen Lichter im großen Konzert der Weltwirtschaft könnten mit ihren 2% Emission an CO2 einen Unterschied machen. Hochmut kommt vor dem Fall, heißt es. Die Frage, die sich bei Fratzscher stellt ist, was am Ende eines Falls ins Bodenlose steht?

Aber immer noch nicht genug. Fratzscher sind “Menschen mit geringen Einkommen” eingefallen. Das sind die Menschen, die Fratzscher seinem Klimagott eigentlich als Opfer darbieten will. Aber Fratzscher ist ein guter Mensch mit etwas mehr als geringem Einkommen, der etwas für die “Menschen mit geringen Einkommen”, die sich Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern, Sie wissen schon, das sind die Preise, die steigen, obwohl sie eigentlich fallen, nicht leisten können, tun will. Was? Das:

“Die Politik sollte Menschen mit geringen Einkommen gezielt finanziell entlasten.”

Und wie tut die “Politik” das? Verkauft die SPD ihr Presseimperium und verteilt die Erlöse an die Arbeiter und Bauern, die zumindest verbal diejenigen darstellen, denen sozialistische Parteien ihre Politik widmen? Sicher nicht. “Die Politik” nimmt Steuergelder, um “finanziell zu entlasten”. Steuergelder zahlen alle, auch die “Menschen mit geringen Einkommen”. Der Vorschlag von Fratzscher zielt also darauf ab, denjenigen, die sich absurd hohe ideologisch motivierte Strom- und Benzinpreise, nicht leisten zu können, einen Teil der Steuern, die ihnen abgezogen werden, zurückzugeben, damit sie sich die absurd hohen ideologisch motivierten Strom- und Benzinpreise zwar immer noch nicht leisten können, aber Menschen wie Fratzscher, die mit etwas mehr als geringem Einkommen auskommen müssen, sich gut fühlen können. Und darum geht es: Sich bei aller sprachlichen und gedanklichen Perversion gut fühlen zu können.

Diesem übergeordneten Ziel wird alles geopfert, vom Verstand bis zur Moral.
Und deshalb gibt es einen Präsidenten eines einst angesehenen Deutschen Instituts der Wirtschaftsforschung, der behauptet, etwas falle und steige gleichzeitig, der sich berufen sieht, anderen “Menschen”, selbst denen mit “geringen Einkommen” höhere Preise für fossile Brennstoffe zu verordnen, weil er sich einbildet, Einfluss auf das Erdenklima nehmen zu können. Und weil das alles noch nicht reicht, will er den Menschen mit geringen Einkommen einen Teil dessen, was ihnen genommen wird, um ihr Leben zu erschweren und Leute wie Fratzscher durchfüttern zu können, zurückgeben, damit legitimiert wird, dass ihnen noch mehr genommen wird.

Hierzu passt dann der Wunsch von Fratzscher nach möglichst hoher Inflation. Wie viel darf es sein, Herr Fratzscher? Venezuela hat derzeit 5.500 Prozent. Genug für den Klimagott? Ist Venezuela, was Fratzscher sich wünscht? Venezuela, eines der an Erdöl reichsten Länder der Erde, in dem es sich kaum jemand leisten kann, ein Auto zu betreiben, also ein El Dorado des Klimaschutzes. Venezuela, ein Land, in dem es zum Glück nicht oft sehr kalt wird, denn der Bann auf fossile Brennstoffe ist so umfassend, dass sie sich niemand leisten kann, vor allem niemand, der in den Slums von Caracas lebt, also Menschen mit geringen Einkommen. Menschen, die trotz aller Härte, die ihnen das klimaneutrale Leben auferlegt, nicht krank werden. Schon weil es keinen Sinn macht, krank zu werden. Die Krankenhäuser laufen auf Notstrom und haben weder Medimante noch einsatzfähige Geräte in ausreichender Menge. Venezuela, ein klimaneutrales Inflations-Paradies, wie es Fratzscher vorschwebt?

Der geistige Zustand derer, die sich in Deutschland für Elite halten, ist damit umfassend und vermutlich vollständig beschrieben.



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