Malignophanten: Spiegel-Kollektivisten und andere Demokratiefeinde

Das, ist uns gerade auf den Schreibtisch gekommen:

Dieser Blödsinn, den man in letzter Zeit häufiger liest, ist offenkundig von der Aussage: “die Freiheit des einzelnen endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt” einer unter Linken beliebten Floskel abgekupfert. Es mag sich gut lesen, es ist dennoch Unsinn, katgeorischer Unsinn. Freiheit meint Freiheit. Freiheit, die an Grenzen stößt, ist zwangsläufig keine Freiheit. Dass man die eigene Freiheit nicht vollständig auslebt, das ist eine Frage der Vernunft, nicht davon, dass Freiheit Grenzen hätte.

Nicht der einzige Unsinn, den man in den wenigen Zeilen von “SPIEGEL-Redakteurin Sophie Garbe” lesen muss.

  • Gesundheit und Freiheit seien “kollektive Güter”, behauptet Garbe.
  • Die Freiheit von Menschen, eine Impfung zu verweigern, müsse da enden, wo sie andere in ihrer Gesundheit gefährdeten.

Wir befinden uns heute wieder im Terrain von Dunning und Kruger, also dem Gebiet, in dem Leute zusammengepfercht sind, die eine große Klappe mit herzlich wenig Ahnung verbinden.

Der Reihe nach:

Was ist ein kollektives Gut?
Ein kollektives Gut ist eines, von dessen Nutzung niemand ausgeschlossen werden kann.
Der Meer ohne Zaun und Zugangsbeschränkung ist mehr oder weniger ein kollektives Gut. Luft ist ein kollektives Gut. Regen ist ein kollektives Gut, vielleicht auch ein kollektives Nass.

Kollektive Güter sind darüber hinaus nicht-rivalisierende Güter, also solche, bei denen die Anzahl der Nutzer keinen Unterschied macht, der Gebrauch durch A nicht den Gebrauch durch B ausschließt, wie es zwangsläufig der Fall ist, wenn A den Beerenbusch aberntet und B vor einen leeren Strauch steht.

Sind Gesundheit und Freiheit kollektive Güter?
Sie sind es nicht, und sie können es gar nicht sein.

Gesundheit ist schon deshalb kein kollektives Gut, weil es A nicht möglich ist, die Gesundheit von B zu nutzen und wenn man Gesundheit auf Zugang zu Medikamenten und Behandlung reduziert, dann ist Gesundheit zwangsläufig ein Clubgut, denen vorbehalten, die in den Genuss von Medikamenten und Behandlung kommen. Weder Behandlung noch Medikamente sind in unbegrenztem Ausmaß vorhanden. Für beide sind Ressourcen, Zeit, Material, Arbeitskraft notwendig, um sie zu erstellen oder durchzuführen. Ergo sind sie rivalisierend, denn die Zeit, in der A behandelt wird, steht nicht zur Verfügung, um B zu behandeln.

Freiheit ist vieles, aber mit Sicherheit kein “Kollektivgut”. Warum Leute wie Garbe in die Nähe eines Computers gelassen werden, um einen derartigen Blödsinn zu Keyboard zu bringen, ist uns schleierhaft. Wer nicht glaubt, dass Freiheit ein rivalisierendes Gut ist, der möge sich die Freiheit nehmen, beim Spiegel das Mobiliar der Redaktion abzutransportieren und zu verkaufen. Oder bei Garbe einziehen und Garbe ausquartieren.

Blödheit kann man offenkundig steigern.

Erst behauptet Garbe, Freiheit sei ein Kollektivgut, dann behauptet sie, die Freiheit des einen, ende da, wo die Freiheit anderer beschnitten werde. Damit ist Freiheit im Kopf von Garbe, von dem wir bis zum Beweis des Gegenteils annehmen, dass die Strukturen, die ein denkfähiges Gehirn ausmachen, nicht umschlossen werden, einmal ein Kollektivgut, von dessen Nutzung niemand ausgeschlossen werden kann, und einmal ein rivalisierendes Gut, in dem Grenzen der Freiheit gezogen werden, Freiheit des einen, eben nicht die Freiheit des anderen ist.

Und weil das alles noch nicht reicht, kommt das hinterher:

  • Die Freiheit von Menschen, eine Impfung zu verweigern, müsse da enden, wo sie andere in ihrer Gesundheit gefährdeten.

Wo fängt man hier an.

Beginnen wir wie immer formal.

Gesundheit ist ein INDIVIDUELLES GUT. Die Gesundheit von A ist die Angelegenheit von A. Sich und seine Gesundheit zu erhalten, ist eine Pflicht von Menschen, die bei Philosophen wie Kant mit dem Verbot von Selbstmord einhergeht. Hobbes hat sich damit begnügt festzustellen, dass Selbsterhalt die Grundfunktion menschlichen Daseins ist.

Dass die Gesundheit von A Angelegenheit von B sei, das ist eine absurde Behauptung, die – wenn man sie zuende denkt – zu Ergebnissen wie den folgenden führt: Wenn die Freiheit von Garbe, jeden Schwachsinn zu schreiben, der ihr gerade einfällt, da endet, wo ich mich darüber aufrege und dies zweifellos auf meine Gesundheit durchschlägt, dann muss ich erwarten, dass Garbe ab sofort ihrer Pflicht, mich mit ihrem Geschreibsel zu verschonen, nachkommt. Dasselbe gilt für die Bundesregierung, die über ihre Finanzämter Erwerbstätigen Geld entziehen lässt und dieses Geld dann verbrasst. Es gibt einen vielfach belegten Zusammenhang zwischen Einkommen und Gesundheit, je höher ersteres, desto besser zweitere. Wenn die Bundesregierung über ihre Diebe bei Finanzämtern Erwerbstätigen Geld stiehlt, dann reduziert sie deren Einkommen, was sich wiederum negativ auf deren Gesundheit auswirkt. Ergo muss aus dem, was Garbe glaubt, der Leserwelt zumuten zu können, eine Pflicht von Regierungen folgen, KEINE STEUERN ZU ERHEBEN:

Eigentlich gar nicht schlecht …

Aber es ist eben Bullshit, geschrieben von Leuten, die unbedingt anderen Schaden wollen. Weil es nicht gut kommt, wenn man seine Fratze zeigt und Ungeimpften sagt: Ich will Dir schaden, will, dass Du leidest, deshalb reichen Malignofanten ihre Bösartigkeit als Apfel dar, in der Hoffnung, er entfalte eine “Schneewitchen-Wirkung”. Deshalb tun sie so, als wären sie um die Gesundheit von Menschen besorgt. Wären sie besorgt, sie würden in Rechnung stellen, dass Impfung nicht davor schützt, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren und andere anzustecken. Wenn aber Geimpfte anstecken können, dann muss man aus dem Quatsch, den Garbe verzapfen will, schließen, dass Geimpfte und Ungeimpfte für die Gesundheit aller anderen Geimpften und Ungeimpften verantwortlich sind und weil beide, Geimpfte und Ungeimpfte andere anstecken können, deshalb muss man alle ihrer Freiheit berauben, andere anzustecken, was lediglich durch Einzelhaft für alle umsetzbar ist.

Obschon eine solche Regelung im Hinblick auf das, was beim Spiegel als Redakteur durchgeht, gewissen Reize ausübt, kann man sie schon deshalb nicht gut finden, weil sie gegen alles, was Vernunft und Rationalität ist, steht. Denn, wie gesagt: Gesundheit ist ein individuelles Gut. Ihre Aufrechterhaltung die Aufgabe des Individuums, nicht die Aufgabe der Gesellschaft. Es gibt KEIN RECHT, andere auf den Schutz der eigenen Gesundheit zu verpflichten. Eine solche Abstrusität erfinden nur Personen, deren Denkversuche gemeinhin in Kollektivismus stecken bleiben, weil sie im Kollektivismus die einzige Möglichkeit sehen, ihre individuellen Defizite zu verbergen und ihre Boshaftigkeit auszuleben, indem sie anderen vorschreiben, wie sie sich zu verhalten haben.

Diejenigen, die sich einbilden, weil sie in Räumen sitzen, die Redaktion genannt werden, wären sie Journalist, spielen eine herausragende Rolle bei der derzeit stattfindenden Radikalisierung der Gesellschaft, ihrer Zweiteilung in Gefügige und Feinde. Bereits im Dritten Reich waren Redaktionsnetzwerke in hohem Maße an der Verbreitung der damals nationalsozialistischen Ideologie beteiligt. Wir haben das vor einiger Zeit bereist dargestellt.

Eine kurze Erinnerung:

Alfred Hugenberg.
Wer sich mit der Geschichte des Dritten Reiches befasst, stolpert früher oder später über den Pressemogul.
Alfred Hugenberg gilt vielen als Steigbügelhalter des Nationalsozialismus, unter anderem deshalb, weil er in “seinen” Zeitungen das Bild von Volksgemeinschaft und Herrenmenschen popularisiert haben soll.
Für uns ist Hugenberg aus einem ganz anderen Grund interessant, denn er ist der Architekt einer unglaublich wirksamen Gleichschaltung der deutschen Presselandschaft, die – wenn man sie mit dem heutigen Tag vergleicht – geradezu gespenstische Parallelen aufweist.

Kern des Erfolgs von Hugenbergs Presseunterfangen ist WiPro – die Wirtschaftsstelle der Provinzpresse. WiPro bot kleinen Provinzzeitungen das an, was heute “Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)” oder Presseagenturen anbieten: Den Mantelteil. Leitartikel, Nachrichten, Sportnachrichten, alle Nachrichten, die über die lokale Verbreitung der Provinzzeitung hinausgingen. Die Lieferung der Beiträge erfolgte in Form von Pappstreifen, die vor Ort leicht in fertige Druckplatten transferiert werden konnten. Das Angebot von Hugenbergs WiPro erlaubte es den Provinzzeitungen, Redakteure einzusparen und eine höhere Gewinnmarge zu erreichen, vielen wurde auch einfach das Überleben erleichtert. Auf diese Weise gelang das, was später Alfred Hugenbergs “Zeitungen” zugeschrieben wurde: Die Gleichschaltung der deutschen Presse in einem Tenor, der der Reichsregierung, die im Januar 1933 die Macht übernommen und bis zum 8. Mai 1945 nicht mehr abgegeben hat, genehm war. Die Methode ist nicht wirklich von dem verschieden, was heute dazu beiträgt, dass egal, ob sie das Hertener Tageblatt oder die Oberhessische Presse in die Hand nehmen, Sie immer mit dem selben Beitrag, geschrieben im selben Duktus und zur Verbreitung derselben politischen Haltung bestimmt, konfrontiert sind.

Quelle: Kommission zur Feststellung der Medienkonzentration (KFK) Wir dachten, die KFK soll Medienkonzentration verhindern. Falsch: Sie soll sie nur feststellen.

Bis zum Ende der Weimarer Republik gehörten gut 1.600 deutsche Zeitungen zum Kundenstamm von Hugenbergs WiPro. Der Pressekonzern von Alfred Hugenberg war im Verlauf der Weimarer Republik auf einen Stamm von mehr als 2000 Mitarbeiter angewachsen. Die Ähnlichkeiten zwischen dem, was heute als Journalismus gilt und dem, was zum Ende der Weimarer Republik und im Dritten Reich in weiten Teilen als Journalismus galt, sie sind geradezu erschreckend. Aber natürlich haben heutige Haltungsjournalisten, im Gegensatz zu denen, die in Hugenbergs Konzern für die Volksgemeinschaft warben, ein legitimes Anliegen, z.B. die Massenimpfung durchzuschreiben und die Angst vor SARS-CoV-2, einem bestenfalls mittelmäßigen Pathogen, aufrechtzuerhalten, indem sie nunmehr dazu über gehen, ganz offen die Kriminalisierung von Teilen der Bevölkerung für den Fall zu fordern, dass sie ihr individuelles Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen:

Beiträge, wie dieser, dienen ausschließlich dazu, Stimmung gegen einen Teil der Bevölkerung zu machen, um die Inszenierung aufrecht zu erhalten, dass SARS-CoV-2 ausschließlich von Ungeimpften verbreitet werden kann, man sich in einer Pandemie der Ungeimpften befinde, um zu lügen und zu betrügen und natürlich, um Ungeimpfte einzuschüchtern, ihnen Angst zu machen, so wie das beim Nudging an der Tagesordnung ist.

Es hat schon seinen Grund, dass wir diese Leute Malignofanten nennen.



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