Bewusst Unbewusstes, Fundamentalistisches, die Gefahr des Menschen und Wirksames gegen Unbekanntes – Wahl zum Denkbehinderten der Woche [KW 6]

Traumergebnis.

Mit einem Traumergebnis hat es Helge Lindh geschafft. Der Mann, der körperliche, auch seine körperliche Unversehrtheit für ein vulgäres Konzept von Freiheit hält, wurde von 1.011 ScienceFiles-Lesern (40,6%) zum Denkbehinderten der Woche [KW5] gekürt. Bei so viel neuronaler Ohnmacht blieben für die sieben verbleibenden Aspiranten nur die Plätze. Immerhin 334 Leser (13,4%) waren noch von Claudia Kemferts Ansatz, Unabhängigkeit durch Abhängigkeit zu schaffen, überzeugt und 272 Leser (10,9%) fanden die Selbsterhöhung von Pfarrer Hans Hertel zu Gott 2.0, Sitz Nürnberg, um eine neues Gebot, das 11. Gebot zu erlassen, so überzeugend, dass sie ihm ihre Stimme als Denkbehindertem der Woche gegeben haben.

Gereicht hat es nicht. Mit Helge Lindh war ein Aspirant an Start, der selbst Minister Karl den Status “Denkbehinderter der Woche” streitig machen kann.

Wir arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Auftritt der beiden.

Christine Druml, deren Vorstellungen von Ethik heftig mit Ethik im Konflikt stehen, konnte 9,7% der ScienceFiles-Leser (241 Leser) für sich gewinnen, es folgen Ulrike Protzer, für deren Umkehrung der Evolution 220 Leser (8,8%) votierten, Jonas Schmidt-Chanasit, sie wissen schon, Virologe Jonas, der mit den schlechten Daten, konnte 204 Leser (8,2%) für seine Denkbehinderung begeistern. Abgeschlagen mussten Matthias W. Birkwald (124 Leser, 5%) und Joseph Kuhn (84 Leser, 3,4%) das Wahlfeld verlassen.

Wer das, womit sich die acht Teilnehmer letzte Woche als Aspirant auf den Titel “Denkbehinderter der Woche” empfohlen haben, noch einmal nachlesen will, der kann das hier tun.

Wie in der letzten Woche, so hatten wir auch diese Woche keine Probleme, die acht Plätze, die bei der Wahl zum Denkbehinderten der Woche zur Verfügung stehen, zu besetzen. Wie in vorausgehenden Wochen mussten wir eine Vorauswahl treffen, und sind der Ansicht eine sehr gute Auswahl getroffen zu haben, eine, die repräsentativ sein könnte, vermutlich ist, sicher ist, für das Ausmaß an Denkbehinderung, das in den Kreisen der, die sich für “Elite” halten [Sie kennen schon die billigen Waren in der Eigenmarke von Quelle – Quelle? Quelle, Quelle, das Versandhaus, das pleite gegangen ist, vermutlich wegen Elite … aber lassen wir das] Normalität geworden ist.

Beginnen wir die Wahl der laufenden Woche, Kalenderwoche 6 mit Janosch Dahmen, der nichts mit Janosch, “Oh, wie schön ist Panama” zu tun hat oder gemein hat, denn Dahmen ist nicht an dem interessiert, was “schön” ist, schon gar nicht an Panama. Dahmen ist an Gefahren interessiert, an Gefahren, die von Menschen generell ausgehen, also z.B. von ihm. Gefahren, die man beseitigen kann, in dem man die Waffe “Mensch” und die generelle Gefahr, die sie darstellt, mit einer Anti-Gefahrenwaffe behandelt, einem Impfstoff, einem mRNA-Impfstoff, der eine gefahrabtötende Wirkung hat.

Und Menschen, die geimpft sind, die sind nicht mehr gefährlich. Deshalb dürfen sie aus dem Gefängnis in den Innenhof. Dagegen müssen die Ungeimpften weiterhin im Knast verweilen, denn ihnen hängt als Mensch die Erbsünde, “gefährlich” zu sein, so lange an, so lange sie Dahmen nicht zuwillen sind und sich nicht impfen lassen, um die Gefährlichkeit in sich abzutöten, mit BNT162b2 BNT, Oi, Oi, Oi, BNT, it’s Dynamite … ‘Cause I’m on B.N.T., I’m dynamite, B.N.T., and I’ll win the fight, B.N.T., I’m a power load, B.N.T., watch me explode

Unsere Startnummer 1 ist Janosch Dahmen. Der Mann, nein, der Mensch ist (k)eine Gefahr.


Mit Startnummer 2 schicken wir Rasha Nasr ins Rennen. Nasr sitzt in der Bundestagsfraktion der SPD, was den Verdacht nahelegt, dass sie – wohl über eine Liste – gewählt wurde. Wähler sind heute wirklich sehr unverantwortlich mit ihren Stimmen, die ScienceFiles-Leser, die den Denkbehindertern der Woche wählen, sind hier eine Ausnahme. Zurück zu Nasr, sie sagt:

“Ohne eine allgemeine Impfpflicht werde Deutschland “in eine Situation laufen, in der wir nicht alle schützen können … Ich bin der Überzeugung: Wenn ich selbst geimpft und geboostert bin, stecke ich weniger Leute an. Wenn viele Menschen geimpft sind, grassiert das Virus weniger und wir belasten nicht mehr das Gesundheitssystem.” […] Ob man sich impfen lasse oder nicht, sei keine persönliche Entscheidung mehr, findet Nasr: “Es geht darum, die eigene Freiheit ein Stück zurückzustellen, damit wir alle als Kollektiv wieder Freiheit erlangen.””

Nasr ist der Beleg dafür, dass es Leute gibt, die ihre Überzeugung aufrechterhalten, egal, ob sie mit der Realität übereinstimmt oder nicht. Im Falle von Nasr führt diese falsche Überzeugung dazu, dass die Gefahr besteht [Menschen sind eine Gefahr, hat schon Janosch Dahmen gewusst], dass Nasr in der Sicherheit herbeigeimpfter Unfähigkeit SARS-CoV-2 zu verbreiten, als gutmeinende Virenschleuder durch die Welt läuft und ansteckt, ansteckt, ansteckt. Wie gut, dass SARS-CoV-2/Omikron nicht mehr von H1N1/Influenza zu unterscheiden ist [im Hinblick auf die Folgen einer Ansteckung]. Ansonsten würde Rasha Nasr, eine Spur der viralen Verwüstung nach sich ziehen, denn ihre Überzeugung, die vermutlich auf Gefallensbasis gebildet wurde, sie steht im Widerspruch zu allem, was sich in der Empirie so finden lässt. Studie um Studie zeigt, dass Geimpfte und Ungeimpfte sich weder im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken, noch es weiterzureichen, unterscheiden. Aber was sind Realität und wissenschaftliche Erkenntnisse schon im Vergleich zu Nasrs Überzeugung? Eben. Und wenn man Überzeugungen hat, wie Nasr, Überzeugungen, die auf Irrationalität gebaut sind, dann ist der Schritt in den Wahnsinn nur ein kurzer: Man müsse Individuelle Freiheit zurückstellen, um als Kollektiv wieder Freiheit zu erlangen.

Seit wir uns mit den Früchten kollektivistischer Ideologien befassen, fragen wir uns: Wie schaffen es Kollektivisten, derartigen Unrat zu denken und an keiner Stelle einem Zweifel, einem Widerspruch, einem Neuron, das Rationalität ins Hirn trägt, zu begegnen. Ein Rätsel. So wie es ein Rätsel ist, woraus das Kollektiv, das frei wird, wenn alle Individuen auf Freiheit verzichten, besteht. Aus Individuen offenkundig nicht, denn die verzichten auf Freiheit, was notwendig WENIGER Freiheit zur Folge hat. Wenn das Kollektiv aber frei ist und nicht aus Individuen, die unfreier sind als das Kollektiv, besteht, woraus besteht es dann? Fragen Sie Frau Nasr – oder, wenn Deutschland bei Ihnen an der Tür klingelt, dann fragen Sie Deutschland, ob es nun frei ist, nachdem man Sie als Ungeimpften eingesperrt hat.

Rasha Nasr ist unsere Startnummer 2.


Startnummer 3 trägt ein alter Bekannter. Christian Drosten. Lassen Sie uns Drosten zunächst gemeinsam genießen. Im O-ton:

“Man muss sich ja schon mal klar machen, wenn wir nicht testen würden, dann wüsten wir in vielen Ländern gar nicht, dass es dieses Virus überhaupt gibt”.

Ja.
Das wäre fatal.
Stellen Sie sich DAS Virus vor.
Niemand kennt es.
Niemand bemerkt es.
Niemand erkrankt an ihm.
Niemand stirbt an ihm.
Es ist unsichtbar, unfühlbar, unwirksam.
Ein Nichts.
Wie gut, dass es Drosten und den von ihm entwickelten Test gibt, an dem er gut verdient, der Test, der dieses Virus, das an Einsamkeit zu sterben drohte, das kurz davor war, aus Depression über vorhandene Bedeutungslosigkeit, die Mutation um Mutation wieder unter Beweis gestellt hat, auszusterben, ja: AUSZUSTERBEN, wie gut, dass es Drosten und seinen Test gibt, um dieses Virus aus der Bedeutungslosigkeit in die Testöffentlichkeit zu holen, es dort zum Killer aufzubauen und seinem Selbstbewusstsein einen entsprechenden Schub zu verpassen.

Es ist gut, dass es Menschen wie Drosten gibt. Bei Drosten ist es die Startnummer 3, wenn sie für ihn stimmen wollen.


Rainer Schlegel ist Chef des Bundessozialgerichts und unsere Startnummer 4. Als solcher hat er klare Prioritäten: “Stolz verwies Schlegel darauf, dass von April an innerhalb der Richterschaft eine Parität von Männern und Frauen herrscht”. Ein Mann, der Geschlecht und nicht etwa Befähigung zum Richteramt eine Bedeutung zuweist, die ihn stolz macht, bei dem muss man davon ausgehen, dass er auch in anderen Bereichen Mängel aufweist, z.B. in seiner Definition von Solidarität. “Wir reden viel von Solidarität, aber sie ist keine Einbahnstraße”, sagt er und will deshalb die Höhe der Kosten einer Behandlung wegen COVID-19 Ungeimpften aufbürden, jenen Ungeimpften, die mit ihren Steuern die nutzlosen Impfstoffe, die Geimpfte gleich im Doppelpack verbrauchen und dann noch mit einem zusätzlichen Schuss anreichern, finanzieren.

Solidarität ist keine Einbahnstraße, sagt Schlegel, ergo muss er auch dafür votieren, Geimpfte an den Kosten ihrer Impfung zu beteiligen. An COVID-19 sterben, wie offizielle Daten und wissenschaftliche Forschung übereinstimmend zeigen, vor allem Vorerkrankte und Dicke. Beteiligen wir also Vorerkrankte und Dicke an den Kosten ihrer Behandlung, immerhin ist Dickwerden bei vielen Ergebnis einer Fressentscheidung die frei getroffen wurde. Niemand hat den Dicken die fünfte Packung Chips und den zwanzigsten Gesundheitsriegel mit ganz viel Protein aufgezwungen. Und wo wir gerade dabei sind: Sportverletzungen. Wie hoch sind die Kosten, die den Beitragszahlern von Krankenkassen jährlich durch Spinner entstehen, die – obwohl sie es nicht können – auf Kunststoffbretterln einen Abhang hinunterrutschen und an einem Baum enden? Wie hoch sind die Kosten, die durch diejenigen entstehen, die im Fancy Dress auf dem Rad bei brütender Hitze ihren fetten Arsch über kochenden Asphalt radeln, um ihrer Umwelt nicht nur visuell eins auszuwischen, sondern Beitragszahlern und Notaufnahmen zur Last zu fallen. Solidarität ist keine Einbahnstraße. Schlegel hat Recht. Wählen Sie Startnummer 4, Rainer Schlegel, aus Solidarität mit Denkbehinderten.


Er ist wieder da.
Es führt tatsächlich kein Weg an Minister Karl vorbei.
Wir hatten 5, in Worten: fünf, fünf verschiedene Vorschläge, die seine Teilnahme an der Wahl zum Denkbehinderten der Woche rechtfertigen. Wir haben uns für diesen entschieden:

Diese Aussage, dass man mehr tun müsse, als Ungeimpften auf die Nerven zu gehen, sie ist hervorragend, für uns, sie ist hervorragend geeignet, um zu zeigen, was mit Minister Karl nicht stimmt.

Zunächst kann eine solche Aussage natürlich nur treffen, wer zwei Bedingungen erfüllt: (1) sich seiner Sache sicher ist, Zweifel nicht kennt, Überzeugungstäter ist, und (2) so voller Eifer ist, dass er denkt, die Wahrheit, in deren Besitz er ist, müsse anderen eingetrichtert werden, etwa so, wie das in der Inquisition der Fall war: Erst hat man mit Folter ein Geständnis erwirkt, das der Wahrheit, die man ohnehin schon kannte, wortgleich war, dann wurde der Geständige verbrannt, weil er vor den Folgen seiner Verfehlung gerettet werden sollte. Die Verfasstheit derer, die zu solchen Handlungen und Aussagen fähig sind, sie ist identisch und wurde von Douglas Pratt in seiner Typoligie des religiösen Fundamentalismus hervorragend beschrieben. Wir reden in diesem Zusammenhang lieber von Fanatismus und wollen uns auf die Beschreibung aktiver Fanatiker in der Typologie Pratts beschränken. Sie zeichnen sich durch:

  • ein Sendungsbewusstsein aus,
  • wähnen sich in Besitz einer Art “heiliger Schrift”, die zusammenstellt, wie die Rettung der Menschheit zu erfolgen hat.
  • Sie cliquen unter ihresgleichen und bauen eine Feindschaft zu denen auf, die von der eigenen Überzeugung abweichen, eine Feinschaft,
  • die sie Zwangsmaßnahmen ersinnen lässt, mit denen diese Abweichler auf den rechten Pfade zurückgeholt werden sollen.
  • Diese Anderen werden zunehmend dehumanisiert und zu Objekten degradiert, die man in einer bestimmten Form “behandeln” oder “drangsalieren” oder auf andere Weise “nerven” muss, um ihnen deutlich zu machen, dass sie auf dem falschen Weg sind [die Folter der Inquisition].

Eiferer, die die Ebene der verbalen Anfeindung anderer verlassen und dazu übergehen, Aktionen gegen diese Anderen auszuführen, Aktionen, die diese anderen schädigen, sie an Leib und Leben gefährden oder zu einem bestimmten Verhalten zwingen, nennt Pratt übrigens Terroristen. Sie haben den Übergang vom Fundamentalismus zum Terrorismus vollzogen.

Wenn Sie Minister Karl wiedererkannt haben, dann geben Sie ihm Ihre Stimme. Er ist unsere Startnummer 5.


Mit Startnummer 6 schicken wir Marie-Agnes Strack-Zimmermann ins Rennen. Stammlesern von ScienceFiles ist Strack-Zimmerman aus der Wahl zum Denkbehinderten der Woche 46/2021 bekannt, eine Wahl, die sie mit großem Vorsprung gewonnen hat. Wir schicken somit nicht nur Minister Karl, sondern auch Strack-Zimmermann als bereits gekürte Denkbehinderte ins Rennen. Damals hat eine Frage gereicht, um die Probleme Strack-Zimmermannscher Verbalisierungsversuche auf den Punkt zu bringen, denn wenn

“Die Leute, wenn sie da was von Impfzwang hören, das Gefühl haben, da kommt einer, zerrt sie aus der Hütte und rammt ihnen die Spritze in den Oberarm und geht wieder. Davon redet keiner. Es gibt keinen Impfzwang. Impfpflicht ist ja die Pflicht, sich impfen zu lassen und wenn man das nicht tut, wird man mit einer Strafe belegt.”

gilt, was, wenn die Strafe, die es für einen Verstoß gegen die Impfpflicht gibt, darin besteht, dass einer kommt, die Armen aus “der Hütte” zerrt und “ihnen die Spritze in den Oberarm rammt”?

Es gibt schon singulär einfältige Menschen, bei denen, wie gerade gezeigt, ein Adjektiv, das eigentlich nicht steigerbar ist, durch Hinzufügung eines zweiten gesteigert werden muss. Auch dieses Mal enttäuscht uns Strack-Zimmermann nicht:

Aus diesem Anfall von Unfug hat uns am besten die Episode (ab 0:45) gefallen, in der Strack-Zimmermann die allgemeine Impfpflicht, die im April/Mai kommen soll, damit begründet, dass man nicht wisse, welche Viren, Omikron habe man ja gerade, was man noch an Viren “abfeuern” müsse, im Spätjahr, “dass wir den Winter eben erreichen und dann gut durchgeimpft sind”.

Offenkundig fabuliert Strack-Zimmermann hier über SARS-CoV-2, der Verweis auf Omikron scheint das nahezulegen, womit auch klar ist, dass sie, wenn sie von anderen Viren schwätzt, nicht andere Viren meint, sondern andere Varianten von SARS-CoV-2. Diese anderen Varianten von SARS-CoV-2, die man heute noch nicht kenne, müsse man durch eine allgemeine Impfpflicht “abfeuern”, was wohl “abwehren” meint, was voraussetzt, dass der Impfstoff, der heute gegen Viren, die man heute noch nicht kennt, also Varianten von SARS-CoV-2, nicht Viren als solche, per Impfpflicht von der FDP und anderen für Liberalität Nutzlosen zwangsverimpft werden soll,  wirksam ist, also dass der Impfstoff, der derzeit schon gegen Omikron nicht wirksam ist, in Zukunft eine Wirkung gegen Varianten (Viren für Strack-Zimmermann) von SARS-CoV-2 erreicht, Varianten, die heute unbekannt sind.

Das ist schon gesteigerte geistige Verwirrung, wenn man denkt, etwas, das man nicht kennt, könne mit etwas, das schon heute gegen etwas anderes, das vielleicht in einem Zusammenhang mit dem, was man nicht kennt, steht, aber nicht gegen dieses andere wirkt, könne gegen das wirken, was man nicht kennt, damit man über den Winter kommt oder so.

Was würde Friedrich Dürrenmatt wohl heute als Fluchtort für seine Physiker wählen?
Den Bundestag?

Wie auch immer – Strack-Zimmermann ist unsere Startnummer 6.


Startnummer 7 gehört diese Woche Sebastian Erb. Sebastian Erb ist einer von drei Autoren, die in der Taz ein Hitpeace gegen Harald Matthes, den Ärztlichen Leiter des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe verfasst haben. Erb hat die Erbschuld auf sich geladen, an erster Stelle zu stehen. Deshalb ist er, Sebastian Erb, unsere Startnummer 7 der Wahl zum Denkbehinderten der Woche. Der lange Beitrag in der taz über den “alternativen Umgang mit Corona”, den Erb zu verantworten hat, diesen Beitrag in der TAZ, wir wollen ihn unseren Lesern gar nicht zumuten. Es ist ein Beitrag der in die Rubrik dessen gehört, was man heute als neues Genre des Blockwartjournalismus bezeichnen könnte. Sie wissen schon. Leute, die sich für besonders gut halten, ziehen mit einer Checkliste, die sie von der Partei oder einem staatlich autorisierten Checklisten-Verteiler erhalten haben, los und sammeln die vermeintlichen Verfehlungen ihrer Mitmenschen, und laufen zurück zu Papa Staat, um sich loben zu lassen. Diese Art von “Journalismus”.

In dieses Stück, dieses viel zu langem Stück, in dem es im weitesten Sinne auch um Anthroposophie geht, etwas, das Erb offenkundig nicht mag, so wie er Menschen, die sich ein eigenes Urteil zutrauen, eines, das von staatlichen Verdikten abweicht, nicht mag, hat sich die folgende Passage verirrt, quasi als eine Form der Selbstdegradierung:

“Es gibt eine Konfliktlinie im Krankenhaus. Die Leitungsebene besteht vor allem aus überzeugten Anthro­po­soph:innen, aber weiter unten in der Hierarchie arbeiten viele, für die es ein normaler Job ist, die mit der Anthroposophie fremdeln. Diese Konflikt­linie war wohl noch nie so deutlich wie jetzt, in der Pandemie. „Wir reißen uns den Arsch auf, und dann gibt es eben viele Ärzte auf der Leitungsebene, die schwurbeln und sich nicht impfen lassen“, sagt die Ärztin. Die Che­f:in­nen würden ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht.”

Ja so ist das, es gibt eine neue Konfliktlinie in der Gesellschaft. Da gibt es diejenigen, die sich den “Arsch aufreißen”, um die Gesellschaft auch dann noch am Laufen zu halten, wenn sich die Berufsideologen hinter ihren Computerscreens im eigenen Wohnzimmer verschanzt haben, um ihren ideologischen Krieg in Doppelpunkten, ihr Gender- und sonstiges Geschwurbel aus der scheinbaren Omikron-Sicherheit des eigenen Wohnzimmers zu führen. Die Pandemie hat diese Konfliktline sehr deutlich gemacht. Nur Erb sieht sie nicht. Er schreibt weiterhin selbstbezügliche Beiträge, mit denen er versucht, andere in die Pfanne zu hauen und doch nur sich selbst in die Pfanne haut.

Sebastian Erb ist unsere Startnummer 7.


Nancy Faeser hat es auf den Posten eines deutschen Innenministers geschafft. Der institutionelle Niedergang Deutschlands wird wohl in nichts so deutlich, wie darin, dass eine Aktivisten mit Affinität zum Linksextremen Spektrum eine Position besetzt, die einst dazu gedacht war, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Nun hat man Faeser zum Gärtner gemacht, und muss sich nicht wundern, wenn Gastbeiträge von Faeser in Schriften wie “Antifa”, dem Organ der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, eine jener Organisationen, die von Verfassungsschutz beobachteten Linksextremismus betreiben, erscheint. Man muss sich vermutlich auch nicht über die Qualität dessen, was Faeser so schreibt, wundern. Wer Faeser in eine Position hievt, bekommt eben genau das: Faeser:

“Der Mann, der in Berlin als mutmaßlicher Urheber der meisten NSU-2.0-Drohungen verhaftet wurde, wird als Einzelgänger und Einzeltäter beschrieben. Und es ist wahrscheinlich wirklich so, dass er seine widerlichen Pamphlete ohne fremde Hilfe verfasst hat. Aber er tat es ganz bestimmt in dem Bewusstsein, eben nicht alleine zu sein. Denn um sich zu vernetzen, sich gegenseitig in Rassenwahn und faschistischen Phantasien zu bestärken, reicht den Rechtsextremen heute das Internet. Dort treffen die ideologischen Wegbereiter auf ihre nützlichen Idioten. Dort werden Verblendete zu Gewalttätern. Auch der mutmaßliche Verfasser der NSU-2.0-Briefe war bei seiner Verhaftung bewaffnet.”

Es ist ein Talent.
Wer ist schon dazu fähig festzustellen, dass er gerade ins Wasser gefallen ist, aber, da er nicht absichtlich ins Wasser gefallen ist, nicht nass sein kann. Ein reverses Format dessen, was Faeser hier zusammenpinselt: Einer, der ein Einzeltäter war, war kein Einzeltäter, denn er hatte bestimmt das “Bewusstsein nicht alleine zu sein”. Es ist schon eine eher abartige Kunst, sich einzubilden, man könne sich genau einbilden, was andere sich einbilden. Um genau zu sein, das ist, was im ICD-10 unter Paranoia und Delusional Disorder geführt wird:

  • A disorder characterized by the presence of one or more nonbizarre delusions that persist for at least 1 month; the delusion(s) are not due to schizophrenia or a mood disorder, and do not impair psychosocial functioning apart from the ramifications of the delusion(s).

Nancy Faeser ist nicht nur Bundesinnenminister, sie ist vor allem unsere Startnummer 8.

Es ist auch diese Woche nicht einfach!
Wem geben Sie ihre EINE Stimme?

  • Janosch Dahmen, der erkannt hat, dass Menschen generell und ungeimpft eine Gefahr sind?
  • Rasha Nasr, die der Überzeugung ist, dass Etwas, das nachweislich keinen Unterschied macht, einen Unterschied macht, wenn sie dieses Etwas hat?
  • Christian Drosten, der etwas, was niemand bemerkt, per Test bemerkbar macht?
  • Rainer Schlegel, der Mann der Solidarität?
  • Karl Lauterbach, der die Leiter des Fundamentalismus erklimmt?
  • Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die Unbekanntes mit Wirkungslosem bekämpfen will?
  • Sebastian Erb, Blockwartjournalist und Freud selbstentlarvender Textstellen?
  • Nancy Faeser, die sich einbildet, sich von anderen Eingebildetes einbilden zu können.

Einmal mehr, keine einfache Wahl.
Over to you:

Wer ist der Denkbehinderte der Woche [KW 6]
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