Mehrheit zu höheren Energiepreisen bereit? Andienforschung: Vom Töten von Mäusen zum neuen Menschen

Armin Falk, ein Ökonom für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, bastelt schon seit Jahren an seinen 15 Minutes of Fame. 2013 hat er Mäuse ermordet, um herauszufinden, wie moralisch seine Probanden, nicht etwa er sind. 2016 hat er analysiert, wie der neue Mensch, der neue PROSOZIALE Mensch beschaffen sein muss und gezeigt: Der neue Mensch ist ein irrationaler, naiver Heiliger, der von anderen optimal ausgenutzt werden kann und sich perfekt instrumentalisieren lässt, weil er in seiner Heiligkeit nicht merkt, wenn man den Affen mit ihm macht. Das also ist er, der neue Mensch. Und 2017 hat er versucht, auf dem Trittbrett des Gerechtigkeitszuges mitzufahren und verkündet: “Unfaire Löhne gefährden die Gesundheit“.

Das alles scheint nicht befriedigend gewesen zu sein, weshalb sich Falk nun bei briq, einem Institut für Verhalten und Ungleichheit, das seit Ende 2017 wohl von der Deutschen Post Stiftung am Leben gehalten wird, engagiert. Das Institut mit dem eigentümlichen Namen, es ist in erster Linie ein “Institut”, dessen Ziel darin besteht, staatsdienlich zu sein, z.B. in dem der Genderista gefällige Forschung zu Mentorenprogrammen für Mädchen durchgeführt werden oder Versuche dazu, wie man Menschen am besten dazu bringen, manipulieren, übertölpeln kann, damit sie bereit sind, zum Klimaschutz beizutragen. Wenig Forschung, viel Anbiederung, wenn man so will. Die Normalität an Hochschulen.

Staatsdienlichkeit verlangt auch den Einsatz von Meinungsforschung zu aktuellen Themen, und zwar mit Ergebnissen, die Legitimation für die Politik verschaffen, die aus dem Äther von morgens bis abends dröhnt und die Regierungen ohnehin umsetzen wollen. Früher haben Wissenschaftler die Reaktionen von Bürgern, die von ihrer Regierung und deren Regimefunk von morgens bis abends mit Propaganda zugedröhnt werden, zum Anlass genommen, um die Mechanismen, sich gegen die entsprechenden Übergriffe zu wehren zu untersuchen. Heute sind Leute wie Falk dabei instrumentell, die Propaganda und die politischen Maßnahmen, zu deren Legitimierung sie dienen soll, mit dem Anschein wissenschaftlicher Legitimation zu versehen.

“Mehrheit zu höheren Energiepreisen bereit”, so titelt die FAZ und vertreibt unter diesem Titel im Wesentlichen eine Pressemeldung von briq, die auf einer natürlich repräsentativen Studie von 2000, keiner mehr, keiner weniger, von 2000 Menschen beruht, die dazu befragt wurden, ob sie Preiserhöhungen zustimmen würden …

Quelle: FAZ

Eine schöne Frage, die Leute, die wirklich noch etwas von Sozialforschung verstanden haben, wie Kurt Holm zum Beispiel, in einen Zustand zwischen Wut und Ärger versetzt hätte. Denn an solchen Fragen wird deutlich, dass Forscher nicht damit beschäftigt sind, ein Meinungsbild zu erheben, sondern damit, gefällige Ergebnisse bereit zustellen.

Bevor wir weiterschreiten: Wer hat bemerkt, dass in der Abbildung oben ein fieser Trick angewendet wird, um den Anteil derjenigen, die nicht bereit sind, mehr Geld für Treibstoff auszugeben, wenn dadurch der politische Druck auf Russland erhöht wird, geringer erscheinen zu lassen als er ist? Wer es nicht bemerkt hat, der möge die Prozentwerte in den jeweiligen Balken addieren.

So geht Manipulation.
Ob dafür die FAZ oder briq verantwortlich sind, ist einerlei. Es ist versuchte Manipulation, das steht fest.

Zurück zur Frage, zur bedingten zudem hypothetischen Frage:

  • Würden Sie ihr Auto verkaufen, wenn damit der Planet gerettet würde?
  • Wären Sie bereit, weniger zu essen, wenn sie damit eine Hungersnot irgendwo in Afrika verhindern könnten?
  • Wären Sie bereit, zwei Stunden pro Tag im Dunkeln zu sitzen, wenn dadurch in der Ukraine das Licht anbleiben würde?

Solche bedingten, hypothetischen Fragen sind die Krönung von Suggestion und Nutzlosigkeit, denn niemand weiß, ob durch den Verkauf des eigenen Autos der Planet gerettet, durch individuelles Fasten eine Hungersnot in Afrika, durch zwei Stunden Stromsperre, die Versorgung in der Ukraine, durch höhere Spritpreise der Druck auf Russland erhöht werden könnte. Es sind hypothetische Fragen, die entsprechend nichts Reales, die etwas ERWÜNSCHTES, etwas sozial Erwünschtes messen und somit etwas, das so weit von tatsächlichem Verhalten entfernt ist, wie es nur sein kann, nichtsdestotrotz und das ist das Perfide, aber dazu genutzt wird, die Politik zu legitimieren, die ohnehin durchgesetzt werden soll. Es ist verachtenswert.

Viele von uns haben das Bedürfnis, ein guter Mensch zu sein. Ein guter Mensch, so wird den Deutschen derzeit von Medien und Polit-Darstellern eingehämmert, der zeichnet sich dadurch aus, dass er sich impfen lässt, sich bevormunden lässt, sich solidarisch mit der Ukraine oder dem Planeten, je nach Thema, verhält und deshalb bei seinem Konsum Abstriche macht, das wird, was Falk schon 2016 als Idealtypus geschaffen hat, ein irrationaler, naiver Heiliger, der von anderen optimal ausgenutzt werden kann und sich perfekt instrumentalisieren lässt, weil er in seiner Heiligkeit nicht merkt, wenn man den Affen mit ihm macht.

Dieser Idealbürger, er wird von briq und Falk mit Hilfe manipulativer Fragen geschaffen, denn diejenigen, die das Bedürfnis haben, ein guter Mensch zu sein, denen von Medien und Polit-Darstellern vorgegeben wurde, wie sie es anstellen, um ein guter Mensch zu sein, die werden natürlich die Gelegenheit nutzen, um in einer Befragung, die darauf ausgelegt ist, dem potentiell guten Menschen die Möglichkeit zu geben, kostenfrei [Antworten kosten nichts, zunächst nichts], seine hervorragende menschliche Eignung und seine vollständige Unterwürfigkeit unter das Diktat von Medien und Politschranzen zu dokumentieren, in dem er auf vorgefertigte Fragen die Antwort gibt, die ihm seit Wochen vorgegeben wird, die einzige Antwort, die ein guter Bürger, der sich gleichzeitig als guter Mensch ausweisen will, geben kann, die von der politischen Korrektheit erlaubt wird, auch zu geben Und natürlich gibt es zudem die Befragten, die die Befragung nicht als Angebot zum Gutsein auffassen, sondern als Abfrage ihrer staatsbürgerlichen Eignung und die deshalb antworten, was sie glauben, dass geantwortet werden soll. Ein solches Antwortverhalten hat keine Kosten. Es ist verbales Verhalten und talk is cheap.

Dass es seit Jahrzehnten bekannt ist, dass zwischen dem, was Menschen im Umfragen sagen, dass sie tun würden und dem, was sie tatsächlich tun, ein Unterschied besteht, der so groß ist, dass er im Grande Canyon kaum Platz hätte, dass sei deshalb erwähnt, weil es genau der Umstand ist, der von Leuten wie Falk ausgenutzt wird, um mit ihren Andien-Umfragen die Ergebnisse vorweisen zu können, von denen sie sich wohl 15 minutes of fame und darüber hinaus öffentliche Förderung versprechen.

Vor diesem Hintergrund ist das eigentlich Interessante an dieser Abfrage sozialer Erwünschtheit, dass sich rund ein Drittel der Befragten der vorgegebenen Gutheit durch Leiden verweigert. Dass die Ablehnung von Selbstschädigung mit dem Schaden der Selbstschädigung, also mit dem Anteil am Einkommen, den sie ausmacht, steigt, ist nicht verwunderlich, es ist ein weiterer Beleg dafür, dass das, was Abraham Maslow in seiner Bedürfnishierarchie zusammengestellt hat, gilt: Erst wenn die Sicherheit der eigenen Existenz gegeben ist, kann man sich Transzendentem widmen und das bedeutet heute leider, dass man sich in Unfug aller Art ergeht, um der psychologischen Schädigung, die in Deutschland endemisch ist, durch virtue signaling, also Tugendwedeln, dem, was normale Menschen, die in sich ruhen und Grund haben, sich einen Selbstwert zuzuweisen, nicht nötig haben, zu begegnen.

Das alles sind seit langem bekannte sozialpsychologisch gut erforschte Dinge. Das was neu ist: Sie werden nun von angeblichen Forschern ausgenutzt, um Gefälligkeitsergebnisse in Meinungsumfragen zu produzieren. Ganz offensichtlich reicht die Finanzierung von briq durch die Post Stiftung nicht mehr hin, es müssen noch öffentliche Gelder hinzukommen.

Und wer bei staatlichen Geldgebern am Tropf hängen will, der muss seine Fähigkeit, in vorauseilender Antizipation erwünschter Ergebnisse beweisen.

Briq und Armin Falk scheinen genau das derzeit zu tun.

Sozialforschung geht jedenfalls anders, ganz anders.


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