Referendum über Net Zero: Widerstand gegen den Klima-Kult wächst in Britannien

Es ist eines der Themen, von denen diejenigen, die sich in politischen und öffentlichen Ämtern herumdrücken, behaupten, sie hätten ein Mandat, es durchzusetzen. Indes gibt es keine einzige Volksabstimmung darüber, ob Politiker ein Mandat dafür haben, den Wohlstand der Gesellschaft, deren Mitglieder sie eigentlich versprochen haben, eben diesen zu mehren, zu verprassen und für eine Phantasie in Klimarettung das Leben der Bürger so miserabel wie nur möglich zu machen. Aus gutem Grund: Was käme wohl dabei heraus, wenn man Bürger in einer Volksabstimmung darüber befinden ließe, ob sie gerne veramt werden, um das, was notorisch falsche Klimamodelle vorhersagen, vielleicht zu verhindern?

Im Vereinigten Königreich gibt es nun eine Kampagne, die genau dies zum Ziel hat: Eine Volksabstimmung über die Net Zero Politik der Regierung Johnson, für die es, wie in Deutschland, keinerlei Mandat durch Wahlen gibt. Ähnlich wie in Deutschland stellen sich im Vereinigten Königreich Parteien mit einem Wahlprogramm, einem so genannten Manifesto zur Wahl. Darin finden sich dann wolkige Aussagen wie:

“Oil and gas sector deal: The oil and gas industry employs almost 300,000 people, of whom four in 10 work in Scotland. We believe that the North Sea oil and gas industry has a long future ahead and know the sector has a key role to play as we move to a Net Zero economy. We will support this transition in the next Parliament with a transformational sector deal.”

Der Öl- und Gassektor spielt also eine Schlüsselrolle, und er hat eine lange Zukunft vor sich, im Rahmen von Net Zero, einem Begriff, der viermal im Manifesto zu den Wahlen 2019 vorkommt, einem Ziel, das 2050 erreicht sein soll. Nach der Wahl hat die Regierung Johnson die Zielmarge 2050 auf 2030 vorverlegt. Eine Form von Wahlbetrug, wenn man so will, denn die Garantie, die Boris Johnson vor der Wahl 2019 abgegeben und unterschrieben hat, sie setzt eindeutig den Termin 2050:

Aber selbst wenn alles korrekt ablaufen und Versprechen eingehalten werden würden, sind Wahlen mehr oder minder nur noch eine Kosmetik, denn wer kennt schon all die Aussagen, die eine Partei in ihrem Wahlprogramm, im Fall der Conservative Party des Vereinigten Königreichs auf 69 Seiten versteckt, und wer von denen, die sie kennen, hat nicht die ein oder andere Kröte zu schlucken, mit der er nicht einverstanden ist? Man sollte denken, dass Leute, die an demokratischer Legitimation interessiert sind, dem Problem, dass jeder Wähler letztlich einen Näherungswert oder einen Vorstellungswert wählt, seine Vorstellung davon, wofür seine Partei der Wahl nun einmal stehen könnte oder seinen Nährerungswert, der ihn letztlich die Partei wählen lässt, die er für mit seiner politischen Orientierung am besten kompatibel hält, längst mit entsprechenden Lösungen begegnet sind, zumal diese Lösungen auf der Hand liegen, wie ein Blick in die Schweiz zeigt, wo Volksbefragungen über zentrale Politiken und wegweisende Entscheidungen stattfinden.

Seltsamerweise haben die Polit-Darsteller, die sich oft genug über Landeslisten in Parlamenten eingeschlichen haben, keinerlei Interesse daran, eine demokratische Legitimation für ihre Politik herzustellen, stehen Volksabstimmungen, Referenden sehr ablehnend gegenüber, und seit sich die Mehrheit der Wähler im Vereinigten Königreich für den Austritt aus der EU ausgesprochen hat, ist auch sehr deutlich geworden, warum sie vor Volksabstimmungen eine so große Angst haben.

Und im Vereinigten Königreich ist die nächste Volksabstimmung in der Pipeline. Und wer anderes als Nigel Farage könnte die treibende Kraft hinter dieser Volksabstimmung sein? Wenn wir den Politiker benennen müssten, der die britische Gesellschaft in den letzten 20 Jahren am meisten beeinflusst hat, es wäre eine einfache Wahl: Nigel Farage.

Nigel Farage ist schon seit längerem ein erklärter Gegner des Net Zero Wahnsinns, den der Klima-Kult auch im Vereinigten Königreich durchgesetzt hat. Die rasant steigenden Energiepreise im Vereinigten Königreich haben dem Widerstand gegen den “Fracking Idiot – Boris Johnson”, neue Fahrt gegeben und zur Gründung der Kampagne “Vote Power, not Poverty“, ein schönes Wortspiel, denn Power bedeutet neben Strom, Energie, auch MACHT oder Kraft, geführt. Das Ziel der Kampagne besteht darin, ein Referendum über die Net Zero Politik herbeizuführen und Druck auf die politische Klasse in Westminster auszuüben, endlich die in Britannien reichlich vorhandenen Schiefergasreserven zu “fracken”, zu fördern. Schätzungen belaufen sich auf Erdgas-Bestände im Bereich von 2.000.000.000.000 GBP, genug, um den steigenden Energiepreisen die Stirn zu bieten und Britanninen unabhängig von Importen zu machen. Eigentlich ist das ein Geschenk für eine Regierung, das ihr auf lange Jahre die Wiederwahl sichert: Wer würde schon die Regierung abwählen, die die Energiepreise erheblich gesenkt und den Wohlstand erheblich gesteigert hat? Indes: Es wird nicht gefrackt, im Vereinigten Königreich. Das und die fehlende Abstimmung über die Net Zero Politik will Vote Power not Poverty nun ändern bzw. nachholen.

Und der Klima-Kult ist in heller Aufregung und zeigt sich einmal mehr von seiner ekeligen, bösartigen Seite, sofern die Kultisten noch eine andere Seite aufzuweisen haben.

Dazu gleich.

Zunächst zum Aufruf, den Nigel Farage gerade verschickt hat:

Nigel Farage, MEP

Dear Supporter,
They’ve tried to shut us down; they’ve tried to get it stopped but the Vote Power Not Poverty campaign is on a march to Bolton next Saturday and here is why I need you to join us.

The Net Zero agenda is the biggest silent rip off in Britain today.
[Die Net Zero Agenda ist die größte Abzocke, die derzeit und insgeheim in Britannien erfolgt]

We’re told it’s about reducing CO2 and if that were true, we might not mind so much, but it isn’t.

Even before prices go through the roof, 25% of your electricity bills go towards green subsidies and environmental expenditure. What those bills don’t tell you though is who benefits from that 25% – giant, foreign multinationals and rich landowners here in the UK who get paid to have ineffective wind turbines put onto their estates.

The Net Zero delusion is nothing more than a few rich, privileged people thinking that by importing half of the gas that Britain needs, by importing up to 10% of our electricity from France, by importing increasing amounts of oil and coal, somehow, they’re saving the planet.

[Der Net Zero Wahn ist nichts anderes als die Vorstellung von ein paar reichen, privilegierten Leuten, dass man dann, wenn die Hälfte des Erdgas, das Britannien benötigt und rund 10% der Elektrizität aus Frankreich importiert, dass durch den Import von steigenden Mengen von Kohle und Gas, es irgendwie gelingt, den Planeten zu retten.]

Bowing down to a teenager called Greta, who has no scientific background whatsoever, they’re perfectly happy for our heavy industries to move out to China and India because they believe that they’re reducing carbon dioxide output; they’re not – they’re simply outsourcing it.

The real problem with that now is that the Russian invasion of Ukraine has changed the world and it isn’t going to go back for many, many years.

If we rely on France to sell us electricity, on Putin, Norway, or Qatar to sell us natural gas, there could come a point when genuine shortages mean that those countries choose to look after themselves.

In a very different world, our energy security becomes more vital than ever. We need to be self-sufficient in energy.
[In einer Welt, die sich verändert hat, ist unsere Energiesicherheit wichtiger denn je. Wir müssen unabhängig bei unserer Energieversorgung sein.]

The UK should be a net exporter of energy, not a net importer. Under our feet we have an estimated £1trillion of natural gas, some experts predict under current prices it could be as much as £2trillion. That would be a value of gas equal to the size of our national debt.

By exploiting that, rather than buying gas from Mr Putin or from elsewhere, we can produce our own natural gas and alongside that, tens of thousands of well-paid jobs.

We have real solutions, real alternatives to the Net Zero madness that are essential if we’re to provide the secure, self-reliant future that Britain needs.

Next Saturday morning in Bolton, 26th March, I’ll be speaking alongside Richard Tice, Julia Hartley-Brewer, Graham Stringer MP and Dominique Samuels. Together, we will be demanding a referendum on Net Zero.

I need you to come and support us. If you can help me to send that message to Westminster then we will get the change we need.

It’s time to Vote Power Not Poverty. It’s time to play your part.

Many Thanks,

Nigel Farage
Honorary President of Reform UK

Man kann sich vorstellen, dass all diejenigen, all die wenigen, die derzeit auf Kosten der Mehrheit und auf dem Rücken einer erstunken und erlogenen Geschichte von einem kurz vor dem Abdriften in das Universum stehenden Planeten Milliarden scheffeln, Milliarden für Energieformen, die unter normalen Umständen niemals Marktreife erreicht hätten, weil sie so ineffektiv sind, nicht gerade erfreut darüber sind, dass ihnen ein Referendum drohen könnte, eines, das so ausgehen könnte, wie das Referendum von 2016 über den Ausstieg aus der EU. Und weil dem so ist, zeigen sich die guten Menschen, die den Planeten am liebsten dadurch retten würden, dass sie all diejenigen, die anderer Ansicht als sie selbst sind, eliminieren, von ihrer hässlichen Seite (immer vorausgesetzt sie haben noch eine andere). Die im Schreiben von Nigel Farage angekündigte Versammlung in Bolton ist mittlerweile abgesagt worden:

Since we first announced our intention to hold a meeting in Bolton, we have been confronted by a wave of abuse, threats and intimidation by people and groups determined to stop any kind of free and democratic discussion on the disastrous Net Zero plans.
[Seit wir die Versammlung in Bolton angekündigt haben, sind wir zum Gegenstand einer Welle von Missbrauch, Drohungen und Einschüchterungsversuchen geworden, betrieben von einer Gruppe von Leuten, die jede freie und demokratische Diskussion über die katastrophalen Net Zero Pläne verhindern will.]

[…]
Amid increasing security concerns, it is becoming clear that we cannot guarantee a safe environment within which people can come together to participate in the rally and so we have no alternative but to cancel.
[Wachsende Sicherheitsbedenken haben sich in die Gewissheit gesteigert, dass wir kein sicheres Umfeld garantieren können, in dem Menschen zusammenkommen können, um an der Versammlung teilzunehmen. Wir hatten daher keine Alternative dazu, die Versammlung abzusagen.]

[…]

Be assured that though our rally in Bolton will not go ahead, our campaign to provide cleaner air, improved sustainability and truly affordable energy to Britain will continue unfettered.
[Seien Sie darüber versichert, dass unsere Kampagne, deren Ziel es ist, saubere Luft und verbesserte Tragfähigkeit und erschwingliche Energiepreise bereitzustellen, unbeeindruckt von der Absage unserer Versammlung in Bolton weitergehen wird.]

Richard Tice, der Vorsitzende der Reform Party hat im Interview mit Patrick Christy die Umstände, die zur Absage der Veranstaltung in Bolton geführt haben, näher beschrieben:

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass diejenigen, die so penetrant versuchen, die Gefahr von Rechts zu beschwören, diejenigen, die jeden, der nicht ihrer Meinung ist, zum Nazi erklären, ein Mob aus aggressiven und bösartigen kleinen Faschisten ist, die ihren Glauben untrennbar mit dem, was sie für ihre Persönlichkeit halten, verquickt haben, so dass sie beim kleinsten Gegenwind sofort mit deviantem, in der Regel kriminellem Verhalten reagieren?

Greenepeace blockiert Notarztwagen

Der Vorteil einer im Klimwandel untergehenden Erde bestünde unweigerlich darin, dass man mit diesen Niederungen menschlicher Daseinsform nicht mehr konfrontiert wäre.



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