Auch in Wales gibt es Feinde der offenen Gesellschaft: Voice of Wales, das Institute of Welsh Affairs und die “Misinformation Cell”

Sie werden vermutlich weder von Voice of Wales noch vom Institute of Welsh Affairs etwas gehört haben, und falls doch, dann sind Sie eine Ausnahme und wir denken dennoch, dass Sie einen Gewinn davon haben, diesen Beitrag zu lesen, diesen Beitrag, in dem es um die Politisierung von Instituten und deren Unterwanderung mit einer linken Agenda geht.

Eine linke Agenda, das ist in Wales eine an den Kommunismus grenzende Agenda, die Leute wie “Mark Drakeford”, eine Art Anti-Charisma und Antidot für jede gute Partystimmung an die Oberfläche spült und in deren Fahrwasser die üblichen Gesellen schwimmen, die mit den Ismen der Zeit ihr Geld verdienen, vornehmlich dadurch, dass sie versuchen, Keile in eine Gesellschaft zu treiben.

Bleiben wir zunächst beim IWA, dem Institute of Welsh Affairs:

Dan yr ogof

Wer wollte das nicht, Wales besser machen, und man würde eigentlich denken, nichts wäre einfacher als das, gäbe es da nicht die linke Agenda von Mark Drakeford, eine Art Wohlstandsvernichtungsprogramm, das sich erst kürzlich im Versuch, Engländer als Touristen von Wales fern zu halten, niedergeschlagen hat, und zwar durch die Einführung einer Tourismus-Steuer. Anlass für den Eigentümer einer der größten Attraktionen in Wales, dem Höhlensystem von Dan Yr Ogof, Mark Drakeford vom Besuch der Höhlen zu bannen:

“According to the owner of Dan Yr Ogof caves, Ashford Price, has stated the reason he has been banned is “because of his anti-tourism tax that he is bringing in across the country at the time of the cost of living crisis… we don’t need a tourism tax in Wales.”

Das Institute for Welsh Affairs, ein Think Tank nach eigener Aussage, bemüht sich also darum, Wales zu einem besseren Platz zu machen, und zwar hauptsächlich mit Workshops, Workshops, die den Eindruck vermitteln, sie seien das zusammengewürfelte Ergebnis mehrerer Brainstormings, bei denen die Teilnehmer überlegt haben, was sie denn einmal anbieten könnten. Und so findet sich etwas zu Tourismus, es finden sich Workshops zum richtigen Entscheiden, dazu, wie man Umfragen durchführt und dazu, wie man Fake News erkennt. Alles Themen, die Inhaber von kleinen oder mittleren Unternehmen in Wales sicher brennend interessieren. Man muss nur kurz in den Jahresbericht des IWA blicken, um zu sehen, dass es sich dabei im Wesentlichen um ein Institut handelt, in dem Schwätzperten ihre Bestes zu Zeitgeistthemen verbreiten, wobei es zwischen dem Besten und Nützlichem zu unterscheiden gilt:

Einen geradezu klassischen Niederschlag hat das Geschwätz in einer Tabelle gefunden, in der Absicht und Umsetzung gegenübergestellt werden:

Für diejenigen, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, haben wir den ersten Punkt der Liste, der schon alles, was man zu erwarten hat, bestens beschreibt, übersetzt:

Linke Spalte [Was wir angekündigt haben]:
Wir werden uns mit den 80+ Mitgliedern unserer Policy-Gruppe in Verbindung setzen, und ein Netzwerk gründen, so dass sie ihre Ideen zu den Ideen, die sich bereits in der Pipeline für unsere zukünftige Arbeit befinden, beitragen können.
Rechte Spalte [Was wir getan haben]:
Die Arbeit wurde ins nächste Jahr verschoben, einerseits wegen Kapazitätsproblemen, andererseits wegen der Pandemie.

Damit ist alles gesagt, und vielleicht ist es nicht verwunderlich, dass das Institute of Welsh Affairs auf seiner Suche nach einem Gesicht, nach etwas, wofür man stehen kann, was dem Patchwork von Dingen, die sich derzeit auf der Seite des IWA finden, eine einheitliche Richtung geben kann, beim Kampf gegen die Rechten angekommen ist, die sich auch in Wales finden, schon deshalb in Wales finden müssen, weil man aus ihnen Kapital schlagen kann, Kapital in Spenden und Grants, in Geldmitteln von Stiftungen und der waliser Regierung.

Damit sind wir bei 

angekommen, denn der Kampf gegen Rechts wird gemeinhin als Kampf gegen Fake News und Misinformation und Desinformation und so weiter geführt, was auch nicht anders sein kann, denn Linke wähnen sich im Besitz der Wahrheit über das Leben, das Universum, über schlicht alles, und entsprechend können diejenigen, die sich dieser Wahrheit mit Kritik oder empirischen Fakten entgegenstellen, nur des Teufels, böse, Fakenewser, Verschwörungstheoretiker, eben Rechte sein. Diese Erzählung, die aus Deutschland und den USA sattsam bekannt ist, ist auch in Wales angekommen, wird auch von den hiesiegen Gruppen, die hoffen, von Steuergeldern oder Spenden im vermeintlichen Kampf gegen Rechts und FakeNews und so weiter profitieren zu können, eingesetzt, in aller Armseligkeit eingesetzt, wie man sagen muss, denn ewig denselben BS zu lesen, ist nicht wirklich erbauend.

Der Beitrag: “Wie Desinformation nach Wales gekommen ist und wo sie anschließend hingeht” [zugegeben eine nicht ganz akkurate Übersetzung, aber wer auch immer für diesen dummen Titel verantwortlich ist, hat diese Übersetzung nahegelegt] ist ein Beitrag, der an diffamierender Absicht, inhaltlicher Leere und ideologischer Dummheit kaum zu überbieten ist. Insofern ist die Überschrift programmatisch, denn offenkundig sind die Autoren dieses Beitrags, sind Adam Belcher und Stefan Rollnick der Ansicht, die Welsh wären rein [links] und würden nur durch den Außenkontakt mit verderbten Nicht-Welsh mit Desinformation in Verbindung gebracht. Wie also kam die Sünde ins Waliser Paradies, welche verdammte Schlange hat den Apfel eingeschleppt?

Rechte.

Quelle


Rechte, das sind für Adam Belcher und Stefan Rollnick, die ihr Geld in der “Misinformation Cell” verdienen, ein passender Name für das geistige Gefängnis, in das sie sich gesperrt haben, das sind Leute, die nicht so wollen, wie sie selbst. Die das, woran Belcher und Rollnick glauben, nicht glauben. Das reicht schon, wie wir aus der Forschung zu Fundamentalismus, religiösem Fundamentalismus wissen, um von den Gläubigen als Feind eingeordnet zu werden. Zwangsläufig schlägt sich das in einem Text nieder, in dem Desinformation nicht etwa als Desinformation dadurch identifiziert wird, dass ihr Widerspruch mit der Realität aufgezeigt wird, sie an der Empirie falsifiziert wird, wie das ein Wissenschaftler tun würde. Nein, wie gewöhnlich bei Linken, die sich in geistigen Zellen der Desinformation eingesperrt haben, wird Definformation als im Widerspruch zur eigenen IDEOLOGIE stehend definiert. Wer nicht denkt, wie ich denke, der denkt falsch, egal, ob das, was ich denke, mit der Empirie übereinstimmt oder nicht:

Und so findet sich in diesem bemerkenswert eintönig, und bemerkenswert intellektuell armseligen Beitrag, den Belcher und Rollnick dem IWA untergeschoben haben, kein einziger Beleg für Desinformation, aber viele Belege für das intellektuelle Elend, in dem sich Belcher und Rollnick suhlen:

  • Desinformation finden Belcher und Rollnick in Beiträgen, die die Erzählung von Long COVID in Frage stellen, was eine ganze Reihe von Wissenschaftlern tun, und zwar deshalb, weil sie keine physische Grundlage für die fortdauernden Leiden nach COVID-19 finden können. Belcher und Rollnick wüssten das, wären sie nicht desinteressiet und desinformiert.
  • Desfinformation findet sich wenn Voice of Wales sich mit anderen Gruppen, z.B. mit Public Child Protection zusammentun, um gegen die Politik der Frühsexualisierung von schon Dreijährigen zu protestieren, die die Labour Regierung in Wales in ein Gesetz geschrieben hat.
  • Desinformation findet in Kritik an Lockdown, an Maskenmandat und an Impf-Wut.
  • Desinformation ist, wenn gegen Überwachungskameras, die mit Gesichtserkennungssoftware kombiniert und am Bahnhof in Cardiff installiert werden sollen, protestiert wird.
  • Desinformation betreibt offenkundig auch eine Gruppe, die auf Basis derzeitiger Geburtsziffern das Jahr 2066 als das Jahr ausgemacht hat, ab dem Weiße im UK in der Minderheit sind. Indes, Belcher und Rollnick können die Desinformation nur behaupten, nicht belegen, obschon man denken sollte, dass Desinformation, die nach Ansicht von beiden so offensichtlich ist, auch einfach als solche zu belegen wäre.
  • Kurz: Desinformation finden Belcher und Rollnick in allem, was nicht die Regierungspolitik von Labour in Wales ist.

Die “Misinformation Cell“, in der beide eingesperrt sind, ist somit eine Zelle, in der von morgens bis abends Mark Drakeford eingespielt wird. Kein Wunder, dass dabei der Verstand auf der Strecke bleibt. Kein Wunder, dass das einzige, was anschließend noch zu funktionieren scheint, das emotionale Zentrum im limbischen System ist, so dass schon die Tatsache, dass etwas von Leuten, die für Rechts gehalten werden, vorgebracht wird, den Inhalt, im klassischen Fehlschluss ad hominem, als falsch ausweist.

Die Denkprobleme, die Linke auszeichnen, sie sind offenkundig international, ihre globale Unfähigkeit, auch nur ein Argument vorzubringen, ist bester Beleg dafür. Aus dieser inferioren Position heraus, bleibt ihnen nichts anderes, als jede Abweichung von dem, was ihnen als richtig und wahr vorgegeben wurde, zu bekämpfen, jeden Wettbewerb der Ideen zu verhindern und zu vermeiden, jeden Versuch, die beste Erklärung für gesellschaftliche Probleme zu finden, zu boykottieren, die offene Gesellschaft und damit Demokratie unmöglich zu machen.

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Eine offene Gesellschaft und eine Demokratie leben davon, dass es einen Markt der Ideen gibt, einen Wettbewerb um die beste Erklärung empirischer Fakten gibt. Qua definitionem ist derjenige, der aus niederen ideologischen Gründen versucht, den Wettbewerb zu verhindern, ein Feind der Demokratie, ein Anti-Demokrat:

“These narratives – whether it’s about climate or Wales’ relationship with the UK, sex education or vaccines – will always be jumped upon by extreme actors, opportunistic fringe politicians and click-bait publications. Resilience must start with our national and local political apparatus, and representatives must guard against over-interpreting public sentiment based on a noisy few. The threat of political actors weaponising ‘culture wars’ doesn’t necessarily come from the war itself but from the disproportionate fear they generate in the minds of legislators and activists.”

Wer zu den genannten Punkten eine andere Meinung als die der Autoren hat, wer den Klimawandel für den Ausgangspunkt einer Massenhysterie hält, COVID-19 Impfstoffe / Gentherapien für unwirksame, bestenfalls bedingt wirksame Brühen, die über Nebenwirkungen mehr Schaden anrichten als sie Nutzen haben, wer sein Recht auf eine eigene Meinung ernst nimmt und – worst case – die eigene Meinung auch noch begründet, der ist Feind, Feind dieser Anti-Demokraten, deren geistige Ausstattung es nicht zulässt, in einen Diskurs, ein Argument, einen Streit einzutreten.

Ob sich das Institute of Welsh Affairs in diesem antidemokratischen Fahrwasser wohlfühlt?



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