Belanglose Nebensächlichkeiten: Schuleschwänzen ist der ARD wichtiger als Mord

„Wir berichten in der Tagesschau über Dinge von gesellschaftlicher, nationaler oder internationaler Relevanz. Dinge, die für die Mehrzahl der rund 83 Millionen Deutschen von Bedeutung sind.“

Das hat Kai Gniffke, damals noch Chefredakteur der ARD als Begründung dafür angegeben, dass die ARD-Tagesschau nicht über den Mord an dem Offenburger Allgemeinmediziner Joachim Tüncher berichtet hat.

Ein Mord ist demnach für die ARD kein Vorfall von „gesellschaftlicher, nationaler oder internationaler Relevanz“, auch kein „Ding“, das für die „Mehrzahl der rund 83 Millionen Deutschen von Bedeutung“ ist.

Dagegen ist offenkundig die Tatsache, dass 50 Schüler in Köln bereits jetzt mit ihren Ferien beginnen und die nach wie vor in Nordrhein-Westfalen stattfindende Schule schwänzen, um fünf Tage, von heute bis zum Freitag Klima zu streiken, von „gesellschaftlicher, nationaler oder internationaler Relevanz“, ein Ding, das „für die Mehrzahl der rund 83 Millionen Deutschen von Bedeutung“ ist.

Entweder, bei der ARD macht man sich über die Konsumenten der öffentlich-rechtlichen Selektion dessen, was angeblich berichtenswert ist, lustig, oder die Angestellten der öffentlich-rechtlichen Anstalt haben eine ganz eigene Agenda, eine, die sie von Berichten über Mordopfer absehen lässt, wenn der Tatverdächtige aus Somalia stammt, eine, die sie aber über irrelevante Nebensächlichkeiten aus Köln berichten lässt.






Abstrahiert man, dann muss man – den alten Sozialisten Friedrich Engels zitierend – feststellen, dass das „lumpige Individuum“ in Form eines in Offenburg ermordeten Arztes der ARD irrelevant erscheint, während im Bereich der kollektiven Massenhysterien jeder Unfug berichtet wird, und zwar in einer beeindruckenden Ausführlichkeit:

„Die Fridays for Future-Bewegung wird in Köln seit Montag (08.07.2019) für fünf Tage in den Schulstreik treten. Das Motto: “Wenn Freitage nicht reichen, streiken wir die ganze Woche!”.

Es fehle weiterhin an Handlungsbereitschaft in der Politik, die konkreten Forderungen umzusetzen und die Klimakrise endlich ernst zu nehmen, sagen die Organisatoren.“

Die Persönlichkeitsstörungen, die in „FridaysForFuture“ Gestalt werden, eine Form von Narzissmus, wie ihn Howard S. Schwartz beschreibt, kombiniert mit einer Art autistischer Persönlichkeitsstörung, die die Selbstverliebtheit zur Normalität erklärt und jede Abweichung von den eigenen Wünschen als Sakrileg ahndet, weil die Totalität der eigenen Überzeugung keinerlei Alternative zulässt, sind erschreckend. Dass Kinder und Jugendliche der Überzeugung sind, sie wüssten schon ganz genau, was richtig ist, seien in jungen Jahren bereits zu einem Wissen gelangt, das andere sich erst über Jahre, Jahrzehnte erarbeiten müssen, ist erschreckend. Dass angeblich Erwachsene ihnen keine Grenzen setzen, sie statt dessen hofieren und ermuntern, ist erschreckender.

Dass die ARD-Tagesschau über jeden CO2-neutralen Furz, der in einer deutschen Stadt gelassen wird, berichtet, ist das erschreckendste, denn es zeigt, dass eine Agenda vorhanden ist, die gegen alle Kriterien, die angeblich bei der ARD-Tagesschau zur Auswahl des Berichtenswerten vorhanden sein sollen, belanglose Nebensächlichkeiten dann in den Rang von nationalen, internationalen, gesellschaftlich relevanten Informationen hebt, wenn sie geeignet sind, eine bestimmte Agenda zu befördern.

Wer sich etwas mit dem auskennt, was Kritiker des IPCC oder der UN oder des Märchens vom menschengemachten Klimawandel häufig in Nebensätzen fallen lassen, von Marc Morano über Nils-Axel Mörner, Tim Ball, Patrick Moore bis zu William Happer, dem wird das Motiv, das man nur als Neuauflage der Kommunistischen Internationale unter dem Dach der UN beschreiben kann, nicht entgangen sein, die Instrumentalisierung von Erzählungen, wie der des menschengemachten Klimawandels um Umverteilung, zentrale Planung und die Beseitigung nationaler Souveränität durchzusetzen.

Bei der ARD wird eine solche Agenda offenkundig bedient, im Gegensatz zu allen Bekundungen der Kriterien, die angeblich die Auswahl von Nachrichten in der öffentlich-rechtlichen Anstalt leiten sollen.


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