Sie kennen sicher die lustigste Passage, die als Absatz 2 zu Paragraph 26 Eingang in den Medienstaatsvertrag gefunden hat?
Diese Passage:
„(2) Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind bei der Erfüllung ihres Auftrags der verfassungsmäßigen Ordnung und in besonderem Maße der Einhaltung journalistischer Standards, insbesondere zur Gewährleistung einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und umfassenden Information und Berichterstattung wie auch zur Achtung von Persönlichkeitsrechten verpflichtet. Ferner sollen sie die einem öffentlich-rechtlichen Profil entsprechend den Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit achten und in ihren Angeboten eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen darstellen.“
Wir streiten immer noch mit uns, was der beste Witz in dieser Passage ist: Die Wahrung von Persönlichkeitsrechten, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufgegeben ist und die nicht nur auf Sylt nicht gilt oder die Verpflichtung „den Grundsätzen der Objektivität und Unparteilichkeit“ entsprechend zu berichten und zu informieren. Was von beiden auch immer der bessere Witz ist, Tatsache ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon mangels entsprechend kompetenten Personals nicht einmal ansatzweise in der Lage ist, den hehren Worten im Medienstaatsvertrag gerecht zu werden.
Eine Gruppe von Inkompetenten, die dafür verantwortlich sind, sind GROUPIES.
Sie wissen, was GROUPIES sind?
Gören, die sich das wenige, was sie an Hirn angesammelt haben, aus dem Hals schreien, in der Hoffnung, von dem oder denen, über den/die sie so hysterisiert sind, wahrgenommen zu werden.
Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1964. Die Beatles gibt es nicht mehr, aber GROUPIES gibt es nach wie vor. Sie sind mittlerweile gealtert, was indes nicht bedeutet, dass sie nicht weiterhin neuronales mit basal-solarplexischem ersetzen und ihren Helden zuschreien, natürlich in anderer Form, denn die Stimmbänder machen im Alter nicht mehr so mit, mehr in Form schriftlicher Heldenverehrung, die dann, wenn diese Figuren es in öffentliche Anstellung geschafft haben, als „Information“ oder „Berichterstattung“ ausgegeben werden können.
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Ein klassisches Beispiel für die Transformation vom Schrei-GROUPIE zum Schreib-GROUPIE findet sich bei der ARD-tagesschau und dort unter der Überschrift: „US-Wahlkampf“, eine Überschrift, die den Anschein erwecken soll, es ginge hier um Berichterstattung aus den USA und zum Thema „Präsidentschafts-Wahlkampf“. Tatsächlich finden sich unter dieser Überschrift die Kamala Harris Festspiele, Beiträge, deren inhaltliche Qualität nicht vom Geschrei, das oben im Video zu sehen ist, abweicht, Beiträge, in denen ein Kandidat, der Probleme hätte, als Kassierer bei LIDL Anstellung zu finden, hochgejubelt und der Anschein erweckt wird, er sei der einzige Kandidat im Wahlkampf:
Ein Jubelbeitrag folgt dem nächsten, ein besorgter Beitrag, mit dem die Wahlsiegchancen von Kamala Harris in Deutschland verbessert werden sollen, als wäre dies kein besonders bescheuertes Unterfangen, aber vergessen Sie nicht, wir haben es mit GROUPIES zu tun, folgt dem nächsten, unterbrochen von Spendenjubelmeldungen und einem Beitrag über den bösen Trump.
Falls Sie sich fragen, wer dieser Trump ist, nun das ist derjenige, den die GROUPIES gar nicht mögen, den sie regelrecht hassen, weil er kein so dämliches Lachen hat, wie Kamala, keines, das von irgendwo heraus leuchtet, einer, der mit seinem rationalen Herangehen an die Welt, die emotionalen Wracks in den öffentlich-rechtlichen Anstalten überfordert und vor unlösbare intellektuelle Probleme stellt, einer, den man nur zum Gegenstand eines Beitrags machen kann, um ihn zu hassen oder in aller Schadenfreude vermeintliche Probleme zu erfinden.
Und damit ist die „Berichterstattung“ der GROUPIES in der ARD, von denen alle hoffen, dass sie dereinst einmal Kamala aus der Nähe sehen, um ihr in hysterisch-schrillem Ton sagen zu können: „Ich mag Sie“, der Höhepunkt in einem ansonsten belanglosen Leben, umfassend dargestellt.
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Dass die Medien Frau Harris liebgewonnen haben, was auch an den Beitragsüberschriften auf Google zu erkennen ist, steht wohl außer Frage. Schließlich ist sie die Gegenspielerin des ungeliebten Mr. Trump. Wenn allerdings die SZ ihre Beschäftigung mit der Präsidentschaftskandidatin „Das Lachen der Vizepräsidentin. Leuchtet da jemand von innen? Wenn sie lacht, dann strahlt Kamala Harris jene Kraft aus, die Joe Biden nicht mehr vorweisen kann und Donald Trump nur in der Abart der Aggression kennt“ überschreibt (Autor: Detlef Esslinger, Jg. 1964), fragt man sich aber schon, ob Frohsinn neuerdings ein Ausweis für politische Kompetenz ist.
Die Kommentatorin Katrin Brand (WDR) war ja auch begeistert vom bebenden Körper: „Kamala Harris lacht, dann verzieht sie nicht nur den Mund, sie röhrt, sie gluckst, sie lässt das Lachen aus dem Bauch aufsteigen bis zu ihren Augen. Sie lässt ihr ganzes Gesicht strahlen und ihren Körper beben. Ich finde das ansteckend. Die Republikaner nicht. Sie zeigen in ihren Werbespots Bilder der lachenden Vizepräsidentin und machen Harris als wiehernde linksextremistische Irre lächerlich. So ist das im US-Wahlkampf. Er ist hässlich und persönlich. … Eine schwarze Frau als Präsidentin, das hätte es noch nie gegeben. Und dann noch eine frühere Staatsanwältin, die einen verurteilten Straftäter an der Wahlurne besiegen könnte. Was für eine großartige Geschichte!“ (Zitiert nach A. Wallasch)
Na ja, letztlich kann es den US-Amerikanern egal sein, was bundesdeutsche Journalisten (m/w/d) so denken. Harris ist weiblich, gilt als „schwarz“ (ist sie das?), sieht gut aus, ist anscheinend eine fröhliche Person, und sie ist nicht Trump, was will man mehr. Ich vermute allerdings, dass die Mehrheit der schreibenden Zunft und Wähler hierzulande keine Ahnung vom Harris-Wahlprogramm hat.
„…die Bogos sagen: »das **** ist eine Hyäne« .“ Zitatende; Friedrich Nietzsche: Zur Genealogie der Moral https://www.youtube.com/watch?v=T5gyi_fHL_c
Vom Nachbarhaus schallt so etwas des öfteren stundenlang mehrstimmig herüber.
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Dass die Medien Frau Harris liebgewonnen haben, was auch an den Beitragsüberschriften auf Google zu erkennen ist, steht wohl außer Frage. Schließlich ist sie die Gegenspielerin des ungeliebten Mr. Trump. Wenn allerdings die SZ ihre Beschäftigung mit der Präsidentschaftskandidatin „Das Lachen der Vizepräsidentin. Leuchtet da jemand von innen? Wenn sie lacht, dann strahlt Kamala Harris jene Kraft aus, die Joe Biden nicht mehr vorweisen kann und Donald Trump nur in der Abart der Aggression kennt“ überschreibt (Autor: Detlef Esslinger, Jg. 1964), fragt man sich aber schon, ob Frohsinn neuerdings ein Ausweis für politische Kompetenz ist.
Die Kommentatorin Katrin Brand (WDR) war ja auch begeistert vom bebenden Körper: „Kamala Harris lacht, dann verzieht sie nicht nur den Mund, sie röhrt, sie gluckst, sie lässt das Lachen aus dem Bauch aufsteigen bis zu ihren Augen. Sie lässt ihr ganzes Gesicht strahlen und ihren Körper beben. Ich finde das ansteckend. Die Republikaner nicht. Sie zeigen in ihren Werbespots Bilder der lachenden Vizepräsidentin und machen Harris als wiehernde linksextremistische Irre lächerlich. So ist das im US-Wahlkampf. Er ist hässlich und persönlich. … Eine schwarze Frau als Präsidentin, das hätte es noch nie gegeben. Und dann noch eine frühere Staatsanwältin, die einen verurteilten Straftäter an der Wahlurne besiegen könnte. Was für eine großartige Geschichte!“ (Zitiert nach A. Wallasch)
Na ja, letztlich kann es den US-Amerikanern egal sein, was bundesdeutsche Journalisten (m/w/d) so denken. Harris ist weiblich, gilt als „schwarz“ (ist sie das?), sieht gut aus, ist anscheinend eine fröhliche Person, und sie ist nicht Trump, was will man mehr. Ich vermute allerdings, dass die Mehrheit der schreibenden Zunft und Wähler hierzulande keine Ahnung vom Harris-Wahlprogramm hat.
„…die Bogos sagen: »das **** ist eine Hyäne« .“ Zitatende; Friedrich Nietzsche: Zur Genealogie der Moral
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Vom Nachbarhaus schallt so etwas des öfteren stundenlang mehrstimmig herüber.
Wäre DAS nicht die passende Hymne für den „K-H-Fanclub“ ?