Sie gehören vermutlich auch zu denen, mit einem überkommenen, einen patriarchalischen Bild von Krieg, als Veranstaltung, bei der es nach Blut und Ausdünstungen, nach verbranntem Fleisch und nach Tod stinkt, Gliedmaßen mit und ohne Anhang über Felder verstreut liegen, irgendwelche undefinierbaren Gewebefetzen aus ausgebrannten Panzern oder zerstörten Mannschaftstransportern hängen und in Gräben entlang einer nicht mehr vorhandenen Frontlinie ein Gestank herrscht, der selbst den hartgesottensten unter den Beerdigungsunternehmern die Flucht ergreifen sieht.
Aber hey, haben Sie sich nicht so.
So schlimm ist das gar nicht.
Krieg ist fun.
Krieg ist eine Herausforderung.
Krieg ist eine Gelegenheit.
Woher wir das wissen?
Wir haben es von der TU-Berlin.
Dort findet eine Ringvorlesung statt, in der es um „Feministische Perspektiven auf Krieg, Militarismus, Gewalt geht. Feministische Perspektiven, das sind Perspektiven von Mittelschichtsfrauen, die in ihrem Leben noch nie eine direkte Erfahrung etwa mit dem Gefühl körperlicher Arbeit gemacht haben. Mittelschichtsfrauen, die schon seit Jahren versuchen, an die Geldtöpfe heranzukommen, die sie in patriarchalisch behüteten Verstecken wähnen, um sich dort ein Auskommen auf Kosten der Allgemeinheit zu verschaffen, eines, das sie dann nutzen, um im Gegenzug die Freuden des Krieges oder die Schrecken heterosexueller Beziehungen zu beschreiben, ein Auskommen, das der Pflege eines Opferkults gewidmet ist, Sie wissen schon; weniger Geld für weniger Arbeit, mehr Freizeit bei keinem Lohnausgleich, hadern mit eigenen Lebensentscheidungen und Defiziten z.B. im Hinblilck auf „unbezahlte“ Care-Arbeit und vieles mehr, was „die feministische Neidperspektive“ auf die Leistungen der Anderen umfasst.
Indes, das Feiern von Krieg, das ist die Veranstaltung, die viele Männer (viele mehr Männer als Frauen) verstümmelt oder tot zurücklässt, das ist dann doch etwas Neues:
Indes, dass Frauenverbände, die Organisationen von Mittelschichtsfrauen einen Nutzen aus Kriegen zu ziehen versuchen, Geld in die eigenen Taschen abzuzweigen versuchen, das ist so neu gar nicht:
Im Jahre 1963 hat Philip Abrams einen bemerkenswerten Artikel in der Zeitschrift „Past and Present“ veröffentlicht.
Abrams, Philip (1963). The Failure of Social Reform: 1918-1920. Past and Present 24 (1): 43-64
In diesem Beitrag fragt er sich, warum die großen Projekte der Sozialreform, die im Vereinigten Königreich nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Angriff genommen wurden und deren Ziel vor allem darin bestand, die rund 5 Millionen Briten, die im „Great War“ gekämpft hatten, wieder in die Gesellschaft einzugliedern, allesamt gescheitert sind.
Die Erklärung, die Abrams gibt, ist so politisch unkorrekt, dass sie vermutlich nur deshalb die Zeiten überdauert hat, weil sie in einer vergessenen Ausgabe einer in Deutschland wenig bekannten historischen Zeitschrift versteckt ist: Interessengruppen im Allgemeinen und Feministinnen im Besonderen, so Abrams, hätten die finanziellen Mittel, die zur Eingliederung der Weltkriegsteilnehmer bereit gestellt wurden, für die eigenen ideologischen Zwecke entfremdet und missbraucht:
„And when we look at the proposals actually produced by this section [the advisory section responsible for all problems of ’social amelioration‘ that mainly consited of women] at the end of its first year’s work, just that [interest politics] seems to have happend. With one exception all the reports submitted by this group were statements of feminist claims: ‚housing plans from the housewife’s point of view‘, ‚vocational training for women‘, ‚women workers in the health service‘, ‚women in the Civil Service‘, this from a section nominally responsible for the whole unexplored field of social welfare. In so far as the priorities of reconstruction were not set by the war itself, or shaped by the ‚consensus‘ view of society of the Minister and his closest colleagues, they were sharply limited by the social interest of the groups on whom the Ministry relied for advice“ (Abrams, 1963, S.60).
Sehen wir uns dann die Vorschläge an, die diese Sektion [die beratende Sektion, die für alle Probleme der „sozialen Verbesserung“ zuständig war und der hauptsächlich Frauen angehörten] am Ende ihres ersten Arbeitsjahres tatsächlich vorgelegt hat, scheint genau das [Interessenpolitik] stattgefunden zu haben. Mit einer Ausnahme handelte es sich bei allen Berichten, die diese Gruppe vorgelegt hat, um Stellungnahmen zu feministischen Forderungen: „Wohnungsbaupläne aus der Sicht der Hausfrau“, „Berufsausbildung für Frauen“, „Frauen im Gesundheitswesen“, „Frauen im öffentlichen Dienst“, und das von einer Sektion, die nominell für den gesamten unerforschten Bereich der sozialen Wohlfahrt zuständig war. Soweit die Prioritäten des Wiederaufbaus nicht durch den Krieg selbst gesetzt oder durch die ‚konsensuale‘ Sichtweise des Ministers und seiner engsten Mitarbeiter auf die Gesellschaft geprägt waren, wurden sie durch die sozialen Interessen der Gruppen, auf die sich das Ministerium berief, stark eingeschränkt“ (Abrams, 1963, S.60).
Was Abrams hier beschreibt, ist die Umleitung, der Missbrauch von finanziellen Mitteln, die gedacht waren, um Weltkriegsteilnehmer, also im Wesentlichen Männer, in die britische Gesellschaft einzugliedern, um diese Mittel für andere als die beabsichtigten Zwecke zu nutzen, für Zwecke, die man heute als „Frauenförderung“ bezeichnen würde.
Die „Feministinnen“ im Vereinigten Königreich der 1910er Jahre haben den Krieg offenkundig als Möglichkeit genutzt, um die eigenen Interessen auf Kosten der Männer und auch Frauen, immerhin gab es Frauen u.a. in Lazaretten, zu befördern, die im Weltkrieg ihr Leben als Einsatz einbringen mussten. Die Herausforderung bestand wohl damals wie heute darin, so viel wie nur möglich, an öffentlichen Geldern in die eigenen Taschen zu leiten.
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Die am lautesten für Kriege werben,
Werden nicht in diesen sterben!
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