Man kann verstehen, dass Leute wie Marcel Fratzscher, diejenigen, die sich für „Elite“ halten, Angst haben. Jahrzehntelang haben sie internationale Netzwerke geschaffen, die vor allem der Bereicherung und dem Raub am Steuerzahler dienen und sich ausnahmslos alle dadurch auszeichnen, dass sie der NATIONALEN Kontrolle durch Wähler entzogen sind, und nun kommen einfach Parteien und wollen diesen korrupten Laden auseinander nehmen.
Der Beitrag von Marcel Fratzscher, dem Chef des von Steuerzahlern finanzierten DIW, in der ZEIT erklärt sich vor diesem Hintergrund:
„Wer verstehen will, warum demokratische Gesellschaften heute so fragil geworden sind, muss nicht auf Migration, Globalisierung oder technologische Umbrüche schauen. Er muss auf die politische Instrumentalisierung von Angst blicken. Und die hat einen ökonomischen Kern. Neu ist, wie gezielt Angst politisch eingesetzt wird.
Populisten haben eine einfache, aber wirkungsvolle Strategie perfektioniert: Sie verwandeln komplexe Probleme in moralische Konflikte, konstruieren Feindbilder und suggerieren, dass Sicherheit und Wohlstand nur durch Ausgrenzung zu erreichen seien.“
So schreibt Marcel Fratzscher zu Beginn seines aktuellen „Essays“ in der ZEIT.
Und von dieser Erkenntnis schreitet er nun zur Tat, um (aus Angst?) Probleme auf eine Frage von „Angst“ zu reduzieren, um aus einer offenkundig von vielen wahrgenommenen Gegenüberstellung weltfremder und in keiner Weise mit realen Bürgern konfrontiert sein wollenden Leuten, die sich für politische Eliten halten, einen Konflikt zwischen einem „anständigen Volk“ und einer „korrupten Elite“ zu moralisieren und damit zu delegitimieren. Dass er dazu notwendig das Feindbild des Populisten aufbauen und mit dem Bild der Vollidioten, die ängstliche Bürger sein sollen, ergänzen muss, zu denen Fratzscher und die angeblichen „Wissenschaftler“, die er zitiert, von Cas Mudde über Philip Manow bis Michael Zürn, normale Bürger reduzieren wollen und somit tut, was er „Populisten“ vorwirft, das scheint ihm in seiner selbstgerechten Hybris überhaupt nicht zu schwanen.
Indes, geradezu groteske Züge nimmt sein Beitrag an, wenn er denen, die er gerade (aus Angst?) als Feindbild geschaffen und mit den Idioten, für die er Bürger hält, kontrastiert hat, vorwirft, sie würden suggerieren, „Sicherheit und Wohlstand“ seien nur „durch Ausgrenzung zu erreichen“. Er, der gerade Populisten und ihre vermeintlich ängstlichen Opfer ausgegrenzt, ihnen die Verbreitung einfacher Lösungen für „komplexe Probleme“ vorgeworfen hat, bringt damit das einfachste Weltbild, das man haben kann, zum Ausdruck, das feindlicher Mächte, die es auf arme Seelen abgesehen haben…
Absurd.
Da verbreitet einer eine der ärmlichsten und einfachsten Erzählungen, die man sich vorstellen kann, als Erklärung für ein von ihm wahrgenommenes Problem, die auf Angst und deren Instrumentalisierung basiert und merkt nicht, dass er das, was er anderen vorwirft in Perfektion gerade selbst abliefert…
Und dass er das tut, ist kein Wunder, denn er ist Teil des Problems, über das sich Pseudo-Intellektuelle, wie diejenigen, die Fratzscher anführt, auslassen. Fratzscher und seine Gesellen, sie schreiben lieber zu, als dass sie erklären, geben eine Aussage zur Lage der Nation ab, wie Cas Mudde, der eine Dichotomisierung von „anständigem Volk“ und „korrupter Elite“ auf „dünner Ideologie“ gebaut diagnostiziert. Eine dünne Beschreibung, die bei der Beschreibung stehen bleibt. Mudde, in seiner von Fratzscher inkorporierten Gestalt kommt offenkundig nicht einmal auf die Idee die Frage, nach DER URSACHE für das, was er gerade so moralisierend beschrieben hat zu stellen.
Er verbleibt auf einem vor-komplexen Niveau.
So wie Philip Manow, der nächste, den Fratzscher mit ins Boot holen will. Eein „Politikwissenschaftler“, der den alten Kadaver der „xy-Verlierer“, Wirtschaftswunderverlierer, Vereinigungsverlierer, Globalisierungsverlierer usw usf., den phantasielose Sozialwissenschaftler mangels theoretischer Fachbildung seit mehr als 40 Jahren durch die Staubstraßen ihrer längst verlassenen Wild West Kulissen schleifen, einfach nicht loslassen will und nun den „Wohlfahrtsstaatverlierer“ und den Wohlfahrtsstaatsgewinner dazugesellt.
„Doch Angst braucht einen Nährboden. Populisten schaffen einen solchen. Der Politikwissenschaftler Philip Manow aus Siegen zeigt, dass Populismus tief in ökonomischen Umbrüchen verwurzelt ist. Globalisierung, Digitalisierung und der Umbau der Wohlfahrtsstaaten haben neue Gewinner und Verlierer hervorgebracht.“
Ein interessanter Begriff: Wohlfahrtsstaatsgewinner.
Wer ist damit gemeint?
Der Bereitsteller von Sammelunterkünften, der sich ein siebenstelliges Jahreseinkommen auf Kosten von Steuerzahlern genehmigt? Der NGO-Chef, der mit seiner Anbiederungsforschung seinen politischen Herren, die ihn dafür finanzieren, nach dem Maul schreibt? Der Zuwanderer, der im Pflegeheim versorgt wird, obschon er keinen Cent in die Pflegeversicherung eingezahlt hat, im Zimmer neben einem 80jährigen, dem ein Eigenbeitrag von mehreren Tausend Euro pro Monat abverlangt wird?
SciFi-Supt
FINANZKRISE
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Wer ist der Wohlfahrtsstaatgewinner?
Einer, der sich in der sozialen Hängematte ausruht?
Eine, die Gebähren zu ihrem Beruf gemacht hat und von den dafür ausgereichten staatlichen Leistungen lebt?
Ein „Berater“, der Politikern Blödsinn verkauft, gefahrlos verkaufen kann, denn seine Kunden sind noch dümmer als er?
Und wer sind die Wohlfahrtsstaatsverlierer?
Die Rentner, die nach 40 Jahren Beitragszahlung kaum über die Runden kommen?
Die Steuerzahler, die nach Stechuhr arbeiten, um die „Wohlfahrtsstaatsgewinner“ zu finanzieren?
Die Unternehmer, die viel Zeit und Geld aufwenden müssen, um bürokratische Mitesser zu befriedigen, die sich ständig neue kleine Fiesheiten ausdenken?
In ihrer Hybris wissen manche Leute, Fratzscher gehört dazu, Manow scheint dazu zu gehören, offenkundig nicht, was sie schreiben.
Und natürlich darf auch bei Fratzscher der BS nicht fehlen, der sich regelmäßig findet, wenn erklärt werden soll, warum der Handwerksmeister Klaus B. nicht gut auf Friedrich Merz und vor allem seinen Klingbeil zu sprechen ist, die ihm seinen Betrieb mit Kosten, die sie in die Höhe treiben und Verwaltungsvorschriften, mit denen sie ihn bombadieren, weitgehend unmöglich machen. Oder wenn erklärt werden soll, warum ein Bauarbeiter, der bei Wind und Wetter seinen Mann steht, ärgerlich ist, wenn er für den grünen Splee,n den Leute ausleben, die damit überfordert sind, Mörtel zu rühren, zur Kasse gebeten wird und am Ende eines Monats feststellt, dass das einzige, was mit all den „Verbesserungen für das Klima“ für ihn spürbar erreicht wird, eine Verschlechterung seiner Lebensumstände ist.
Mit solchen profanen Dingen des Alltags geben sich „Bildungseliten“ nicht ab. (oder besser: Bildungsverlierer? Es hat immer mehr den Anschein, dass in öffentlichen Institutionen, die einst der Bildung gewidment waren, ein Race to the Bottom stattgefunden hat. Verblieben sind die Lemons, die auf dem Arbeitsmarkt unvermittelbar wären und nun aus Angst vor ökonomischem Niedergang durch Jobverlust, Sykophantentum betreiben, um die, die sie finanzieren, bei Laune zu halten); Selbsterklärte Bildungs“eliten“ wie Michael Zürn vom Wissenschaftszentrum Berlin (eines dieser Gravitationszentren, die schwarzen Löchern gleichen…), fabulieren lieber Dinge wie diese:
„Moderne Demokratien stehen unter dem Druck globaler Konflikte, die national kaum lösbar sind. Migration, Klimawandel oder Finanzmärkte sprengen die klassischen Handlungsspielräume des Nationalstaats. Gleichzeitig erwarten Bürgerinnen und Bürger einfache Lösungen. Populisten reagieren darauf mit Versprechen, die sie nicht einlösen können – die aber politisch wirksam sind: nationale Abschottung, autoritäre Führung, klare Schuldzuweisungen. Angst wird so zum Ersatz für politische Steuerungsfähigkeit. Statt komplexe Probleme zu lösen, werden einfache Narrative produziert.“
Statt eine Erklärung zu geben, produziert Zürn ein einfaches Narrativ, eines, das schon in den 1980er Jahren erzählt wurde, um die damals gesäte Idee zu „popularisieren“, die EU aus der wirtschaftlichen Union (die die EU eigentlich ist) in eine politische Union zu „entwickeln“. Die grenzüberschreitenden Probleme, die Unfähigkeit von Nationalstaaten, sie zu lösen, die bösen Finanzmärkte, die weltweit agieren, während Politiker auf das „Nationale“ begrenzt bleiben, sie sind wie die „Verlierer“-Erzählung eine Art „Resterampe“, auf der Ladenhüter geparkt sind, die von Phantasielosen, die – fragte man sie danach – weder wüssten, was sie zum „Wissenschaftler“ machen soll noch welchen Nutzen sie der Allgemeinheit bereitstellen, regelmäßig abgeholt und gefahren werden, bis sie auseinanderfallen.
Das Problem, das all diese Leute mit Popolismus haben, ist ein moralisches, eines der Angst, eines das ihre eigene Unzulänglichkeit zum Gegenstand hat. Denn: Natürlich kann man Migration national lösen: Man kann Grenzen schließen. Punkt.
Darin unterscheidet sich Migration von den Pseudoproblemen, die Leute wie Zürn aus „Klimawandel“ und „Finanzmärkten“ machen. Letztere funktionieren am besten, wenn sich Regierungen nicht einmischen, deren Mitglieder nicht versuchen, ihre ökonomische Legasthenie auszuleben. Klimawandel ist weder ein Regierungs-Problem, noch ein Regierungs-Problem, das global gelöst werden könnte, wenn es denn eines wäre. Aber das, was im Rahmen von Klimawandel abgeliefert wird, zeigt, worum es wirklich geht. Warum Leute wie Fratzscher gegen „Populisten“ stänkern, moralisieren, versuchen, Volksparteien wie die AfD (ab 30% ist man Volkspartei) zu diskreditieren und Bürger, die sie wählen, als Vollidioten, die vor Angst ihren Schlächter wählen, abzuqualifizieren.
Würden Sie für diese „männliche Person“ in den Krieg ziehen?
Seit Jahrzehnten haben Antidemokraten ein internationales Netzwerk errichtet, das aus Organisationen besteht, die keinerlei demokratische Legitimation haben. Immer mehr nationale Kompetenzen wurden von Regierungen bereitwillig oder als Ergebnis pekuniärer Nachhilfe an diese Organisationen transferiert, die nun, unkontrolliert vom Souverän, dem sie nationale Demokratie vorheucheln, schalten und walten und den Muppets in nationalen Regierungen die Ausflüchte liefern, um unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen, mit Verweis auf Brüssel oder die Verpflichtungen, die angeblich in einem Völkerrecht zu finden seien oder mit Verweis auf die Menschenrechte, über die ein korrupter Haufen mit finanzieller Unterstützung der üblichen Verdächtigen in ihr Amt gekommene Richter „wachen“. Alles, was von Leuten wie Fratzscher als komplexe internationale Zusammenhänge dargestellt und gegen Bürger in Stellung gebracht wird, dient dem Ziel, demokratischer Kontrolle, die nach Lage der Dinge nur NATIONAL sein kann, zu entweichen und ein Netzwerk internationaler Korruption zu schützen, das dem Transfer großer Mengen von Geld aus den Taschen von Steuerzahlern in die Taschen von Wenigen gewidmet ist.
Das ist keine Verschwörungstheorie.
Das ist eine Arbeitshypothese.
Nehmen Sie die Hypothese und versuchen Sie „Elaborate“, wie dasjenige von Fratzscher, Sykophantenforschung an Hochschulen oder NGO-Dienstleistungen für Regierungen vor ihrem Hintergrund zu erklären.
Sie werden sich wundern.
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Am verstörendsten an den Äußerungen Fratzschers ist die vollständige Unbewusstheit hinsichtlich seiner tatsächlichen Qualifikationen und Kenntnisse. Er hat offenbar keine Ahnung davon, dass das, was Leute wie er und die von ihm erwähnten Konsorten, betreiben, alles andere als Sozialwissenschaft ist, und maßen sich einen Status als Sozialwissenschaftler an, nur, weil sie von irgendeiner Uni (die vielleicht und in manchen Fächern mehr als in anderen in den 1950er-Jahren ‚mal einen guten Ruf genossen haben mag) einen Abschluss bekommen haben, der sie als Bachelor, Magister oder gar Doktor für irgendeinen thematischen Bereich ausweist. Aber akademische Titel sind eben nicht das, was einen Wissenschaftler ausmacht, ja, nicht einmal einen gebildeten Menschen.
Ein gebildeter Mensch weiß, dass eine Gesellschaft, in der Menschen keinen Lebenssinn finden können, jedes moralische Prinzip in den Wind geschrieben wird bzw. Sinn und moralische Prinzipien ersetzt werden durch die Lust, anderen Menschen irgendeinen beliebigen Unsinn aufoktroyieren zu können, um sich selbst überhaupt irgendwie als selbstwirksam – von gewissen Leuten oft als (eigen-/)„mächtig“ missverstanden –, erfahren zu können, eine sterbende, wenn nicht tote, Gesellschaft ist.
In einer Gesellschaft, in der jeder Menschen auf einen Platzhalter für jeden beliebigen Anderen reduziert ist, niemand sich selbst zur Geltung bringen kann, weil er von Gleichschaltung und Gleichstellung zur technokratischen Herstellung von Pseudo-„Gleichheit“ erstickt wird – die als solche niemandem persönlichen Sinn geben kann, weil es sich bei ihr um ein relationales Konzept handelt, d.h. „Gleichheit“ gibt es nur im Verhältnis von etwas zu etwas anderem –, hat niemand einen Antrieb oder sieht niemand eine Chance, sich mit dem, wer er oder sie ist, was er oder sie kann, zu tun bereit ist, einzubringen. Das dürfte derzeit insbesondere auf jüngere Leute zutreffen, denen es (zumindest bislang) nicht vergönnt war, ein anderes Leben kennenlernen zu können.
Ein Sozialwissenschaftler weiß, dass die erste Qualifikation eines Wissenschaftlers eine menschliche, keine per se wissenschaftliche, ist, nämlich diejenige, zu zweifeln, skeptisch zu sein, nichts ohne Weiteres zu glauben oder vollmundig nachzubeten, was z.B. seine politischen „Herren“ ihm zu verkünden vorgeben. Für einen Wissenschaftler ist diese Eigenschaft aber insofern besonders wichtig als er sich darüber im Klaren ist, dass es immer Leute gegeben hat, die Wissenschaft – oder treffender: Wissenschaftler – für bloß ideologische Zwecke mißbraucht habe oder missbrauchen wollten, und dass er immer in der Gefahr steht, ein Missbrauchsopfer zu werden. Er weiß, dass seine beste Verteidigung gegen diese Gefahr ist, „to speak truth to power“, d.h. Leuten, die gerade an der „Macht“ sind, zu sagen, was wahr bzw. oder anhand wissenschaftlicher Methoden belegbar ist und was nicht, egal, welche Leute mit welcher Ideologie das gerade sein mögen. Das ist seine beste Verteidigung, weil ihn das unattraktiv für Missbrauch durch diese Leute macht.
Ein Sozialwissenschaftler kennt seine fachspezifischen Konzepte, so z.B. das Konzept der „system justification“, der Systemrechtfertigung, nach dem Leute – manche mehr als andere, je nach ihrer Lebenssituation und ihren Persönlichkeitsmerkmalen – dazu neigen, existierende wirtschaftliche, politische, soziale Verhältnisse, denen sich unterworfen sind und von denen sie abhängen, zu rechtfertigen, zu verteidigen, gegen Kritik zu immunisieren. Das Konzept basiert auf der sozialpsychologischen Hypothese, nach der Leute ein Bedürfnis haben, die eigene Zufriedenheit mit dem Status quo zu erhöhen, indem sie Gefühle der Unsicherheit, der Bedrohung, u.a. angesichts sozialer Konflikte, zu reduzieren versuchen (s. Jost, John T., 2018: A Quarter Century of System Justification Theory: Questions, Answers, Criticisms, and Societal Applications. British Journal of Social Psychology 58(2): Seite 1).
Ein Sozialwissenschaftler ist im Stande, fachspezifische Konzepte anzuwenden, auch und zuerst auf sich selbst, statt zu meinen, er stünde aus irgendwelchen Gründen über „den Menschen“ (was ihn nicht unbedingt zu einem Über-Menschen machen würde, sondern schlicht zu einem Nicht-Menschen) und sei von allen Sätzen, die Sozialwissenschaftler postuliert haben, per se ausgenommen.
Zu den fachspezifischen Konzepten, die ein Sozialwissenschaftler kennt, gehört auch Robert K. Merton’s Anomietheorie (Merton, Robert K., 1938: Social Structure and Anomie. American Sociological Review 3(5): 672-682), die Merton darauf gründet, dass soziale Strukturen „…a definitive pressure …“, d.h. eine entscheidenden Druck, auf Leute ausüben können, sich in krimineller oder ausbeuterischer oder sonstwie sozial schwerlich wünschenswerter zu verhalten. Ein Sozialwissenschaftler, der gelernt hat, zur Kenntnis zu nehmen, was in den Sozialwissenschaften bereits erarbeitet und geleistet wurde (was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wenn man sozialwissenschaftliche Kompetenz beansprucht), kommt dementsprechend auf die Idee, dass ein Wohlfahrtsstaat, der so weit ausgeweitet wurde, dass er sich zu einer Art steuerfinanziertem Lebensstil entwickelt hat, entsprechend genutzt wird – man kann ausgehend von der ihm ursprünglich zugrundegelegten Idee, nach der materielle Not (die diese Bezeichnung verdient) behoben werden sollte, von Missbrauch oder Ausbeutung sprechen –, eine solche soziale Struktur darstellt; offenbar macht Gelegenheit Diebe.
Wenn eine neue Volkspartei in einer Gesellschaft entsteht, dann ist dies für einen Sozialwissenschaftler Grund genug, zu untersuchen, warum so vielen Menschen die Neigung, das bestehende System zu rechtfertigen und zu verteidigen, abhanden gekommen ist, und welche sozialen Strukturen entstanden sind, die so viele Menschen als Anreize zu missbrauchs- und ausbeuterischem Verhalten setzend wahrnehmen – wenn es schon nicht Sozialwissenschaftler sind, die solche Strukturen identifizieren können oder wollen und diejenigen an der politischen „Macht“ (aber nicht unbedingt Herrschaft Ausübende) auf die Gefahren, die mit solchen Strukturen verbunden sind, hinweisen, wie es ihre Aufgabe wäre.
Warum erfüllen Leute wie Fratzscher und Konsorten diese Aufgabe nicht? Warum betreiben sie selbst „system justification“, und warum wollen oder können sie soziale Strukturen, die Anreize zu missbräulichem oder ausbeuterischen Verhalten setzen, nicht als solche identifizieren? Die einfachste Antwortmöglichkeit lautet: sie sind keine Sozialwissenschaftler, oder sie sind als solche schlichtweg unqualifiziert.
Dafür spricht auch, dass sie es vorziehen, Leute, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben, von vornherein als angstbesetzt, dumm oder schlicht böse zu qualifizieren, als eine nüchterne Bestandsaufnahme darüber vorzunehmen, welche sozialen Strukturen Mißbrauch und Ausbeutung inwieweit ermöglichen oder gar einladen.
Und das verweist m.E. auf ihre Qualität als Menschen:
Eine nüchterne Bestandsaufnahme darüber vorzunehmen, welche sozialen Strukturen Mißbrauch und Ausbeutung inwieweit ermöglichen oder gar einladen, impliziert durchaus nicht, dass Leute, die sich entsprechend verhalten, angestbesetzt, dumm oder böse sein müssten; vielmehr verhalten sie sich situationsbedingt rational: warum nicht nehmen, was angeboten, wird, besonders dann, wenn man beobachtet, dass „alle“ anderen das auch tun und tun können, ungeachtet der Frage, ob sie jemals irgendeinen gesellschaftlichen Beitrag erbracht haben oder nicht?! Eine solche Betrachtung zielt also nicht darauf ab, Leute zu verurteilen. Demgegenüber verweist der Versuch, Leute, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben, von vornherein als angstbesetzt, dumm oder schlicht böse zu qualifizieren, auf niedrige Motive; sie sollen verurteilt werden.
Und eine Unfähigkeit zum logischen Denken ist bei Fratzscher ebenfalls zu konstatieren: Wenn er Leute, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben, von vornherein als angstbesetzt, dumm oder schlicht böse, jedenfalls als „Gegner“, qualifiziert, dann ist das letztlich ein moralisches Urteil, und dass jemand, der meint, Moralität komme einer vernünftigen Diskussion ins Gehege, bloß ein moralisches Urteil fällt, statt sich für eine vernünftige Diskussion offen zu zeigen, ist ein Widerspruch, von dem ich nicht weiß, wie ein zum logischen Denken fähiger Mensch mit ihm leben kann.
„Erkenne dich selbst“ ist eine Maxime, von der Pausanias berichtet, sie habe über dem Orakel von Delphi gestanden. Vielleicht hat sie über dem Orakel gestanden, weil niemand seine eigene Zukunft und seinen eigenen Platz auf dieser Erde so gut vorhersehen bzw. bestimmen kann wie man selbst. Als Sozialwissenschaftler sind Fratzscher und Konsorten fehl am Platz, und würden sie sich selbst kennen, wüssten sie das, und sie wüssten dementsprechend, dass es sie nur in Schwierigkeiten oder gar Verruf bringen kann, wenn sie als Sozialwissenschaftler zu posieren.
Beispielerfahrung aus den frühen 70ern:
Ein fakultätsfremder Student las u.a. aufgrund seiner altsprachlichen Kenntnisse in einem „SOFInstitut“ Korrektur, wobei er den Inhalt auch beurteilen sollte.
Es waren 385 Seiten. Das anschließende Gespräch zwischen dem Studenten (S) und dem Wissenschaftler (W) verlief so:
S: „Mehrere längere Abschnitte (markiert) sind Unsinn.“
W: „Die ganzen 385 Seiten sind Unsinn.“
S:“Für wen ist diese unsinnige Arbeit denn gemacht?“
W: „Das kriegt die Regierung, die lesen das sowieso nicht.“
Kein Witz !
Das „Γνῶθι σεαυτόν“ kann nur insoweit greifen, wie es die jeweilige
Entwicklung eines Menschen, die als Resonanzfaktor für Bewußtwerdung arbeitet, zuläßt.
Die schweren systematischen bürgerfeindlichen Problemfelder in den Regierungen in Brüssel, Berlin und allen Landesparlamenten Deutschlands haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Diese sind sind so schlimm und so tief verwurzelt , dass weder schnelle Lösungen noch oberflächliche Reformen ausreichen. Wir stehen nicht einfach vor Ineffizienz, Inkompetenz oder politischer Dysfunktionalität, sondern zusätzlich vor einer massiven Störung des Systems selbst. Ein Netzwerk aus Selbsterhaltung, Täuschung und Machtmissbrauch konnte sich innerhalb eben jener Institutionen ausbreiten, die eigentlich die Bürger vor einem Machtmissbrauch durch die Regierungen schützen sollten.
Jahrzehntelang wurde den Deutschen und Europäern gesagt, sie sollten „dem Prozess vertrauen“. Doch was geschieht, wenn der Prozess selbst als Waffe eingesetzt wird? Was geschieht, wenn diejenigen, die vereidigt wurden, das Gesetz zu wahren, es beugen, um ihre eigenen Interessen zu bedienen? Wir leben in diesem Moment.
Ministerien, Geheimdienste und die etablierten Bürokraten haben meines Erachtens nicht nur ihre Pflicht vernachlässigt, sondern ihre Macht gegen das Volk gerichtet, dem sie eigentlich dienen sollen. Die Verantwortlichen entziehen sich weiterhin der Rechenschaftspflicht und verstecken sich hinter den Mauern des Rechtsprivilegs und dem Vorwand eines ordnungsgemäßen Verfahrens.
Sie manipulieren Verfahren, die Fairness und Gerechtigkeit gewährleisten sollten, und missbrauchen sie zur Verzögerung, Verschleierung und zum Schutz der Schuldigen. Sie hoffen, dass die Zeit ihre Verbrechen begräbt, das öffentliche Gedächtnis verblasst und die Müdigkeit den Ruf nach der Wahrheit zum Schweigen bringt.
Doch die Geschichte lehrt uns die Gefahr der Selbstzufriedenheit. Keine Demokratie kann überleben, wenn Problemfelder ( u.a. Korruption ) an der Spitze sich verfestigen und dauerhaft werden. Ungebremst breitet sich der Verfall aus, bis das Fundament gänzlich zusammenbricht: Das Fundament der EU und das Fundament Deutschlands sind meiner Meinung nach jetzt schon zum grössten Teil zerstört. Der weitere Verfall muss gebannt und die Ursachen beseitigt werden.
Was manche Menschen sagen, argumentieren, hängt – das gilt insbesondere für mich – davon ab, ob das Einkommen dadurch irgendwie in Gefahr geraten könnte. Ich bin kein Held, ich bin kein Märtyrer, ich muss meine Miete und alles zahlen, ich bin insofern durchaus zur Kriecherei (ist eine versuchsweise ehrliche Selbsteinschätzung) fähig.
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Ein gebildeter Mensch weiß, dass eine Gesellschaft, in der Menschen keinen Lebenssinn finden können, jedes moralische Prinzip in den Wind geschrieben wird bzw. Sinn und moralische Prinzipien ersetzt werden durch die Lust, anderen Menschen irgendeinen beliebigen Unsinn aufoktroyieren zu können, um sich selbst überhaupt irgendwie als selbstwirksam – von gewissen Leuten oft als (eigen-/)„mächtig“ missverstanden –, erfahren zu können, eine sterbende, wenn nicht tote, Gesellschaft ist.
In einer Gesellschaft, in der jeder Menschen auf einen Platzhalter für jeden beliebigen Anderen reduziert ist, niemand sich selbst zur Geltung bringen kann, weil er von Gleichschaltung und Gleichstellung zur technokratischen Herstellung von Pseudo-„Gleichheit“ erstickt wird – die als solche niemandem persönlichen Sinn geben kann, weil es sich bei ihr um ein relationales Konzept handelt, d.h. „Gleichheit“ gibt es nur im Verhältnis von etwas zu etwas anderem –, hat niemand einen Antrieb oder sieht niemand eine Chance, sich mit dem, wer er oder sie ist, was er oder sie kann, zu tun bereit ist, einzubringen. Das dürfte derzeit insbesondere auf jüngere Leute zutreffen, denen es (zumindest bislang) nicht vergönnt war, ein anderes Leben kennenlernen zu können.
Ein Sozialwissenschaftler weiß, dass die erste Qualifikation eines Wissenschaftlers eine menschliche, keine per se wissenschaftliche, ist, nämlich diejenige, zu zweifeln, skeptisch zu sein, nichts ohne Weiteres zu glauben oder vollmundig nachzubeten, was z.B. seine politischen „Herren“ ihm zu verkünden vorgeben. Für einen Wissenschaftler ist diese Eigenschaft aber insofern besonders wichtig als er sich darüber im Klaren ist, dass es immer Leute gegeben hat, die Wissenschaft – oder treffender: Wissenschaftler – für bloß ideologische Zwecke mißbraucht habe oder missbrauchen wollten, und dass er immer in der Gefahr steht, ein Missbrauchsopfer zu werden. Er weiß, dass seine beste Verteidigung gegen diese Gefahr ist, „to speak truth to power“, d.h. Leuten, die gerade an der „Macht“ sind, zu sagen, was wahr bzw. oder anhand wissenschaftlicher Methoden belegbar ist und was nicht, egal, welche Leute mit welcher Ideologie das gerade sein mögen. Das ist seine beste Verteidigung, weil ihn das unattraktiv für Missbrauch durch diese Leute macht.
Ein Sozialwissenschaftler kennt seine fachspezifischen Konzepte, so z.B. das Konzept der „system justification“, der Systemrechtfertigung, nach dem Leute – manche mehr als andere, je nach ihrer Lebenssituation und ihren Persönlichkeitsmerkmalen – dazu neigen, existierende wirtschaftliche, politische, soziale Verhältnisse, denen sich unterworfen sind und von denen sie abhängen, zu rechtfertigen, zu verteidigen, gegen Kritik zu immunisieren. Das Konzept basiert auf der sozialpsychologischen Hypothese, nach der Leute ein Bedürfnis haben, die eigene Zufriedenheit mit dem Status quo zu erhöhen, indem sie Gefühle der Unsicherheit, der Bedrohung, u.a. angesichts sozialer Konflikte, zu reduzieren versuchen (s. Jost, John T., 2018: A Quarter Century of System Justification Theory: Questions, Answers, Criticisms, and Societal Applications. British Journal of Social Psychology 58(2): Seite 1).
Ein Sozialwissenschaftler ist im Stande, fachspezifische Konzepte anzuwenden, auch und zuerst auf sich selbst, statt zu meinen, er stünde aus irgendwelchen Gründen über „den Menschen“ (was ihn nicht unbedingt zu einem Über-Menschen machen würde, sondern schlicht zu einem Nicht-Menschen) und sei von allen Sätzen, die Sozialwissenschaftler postuliert haben, per se ausgenommen.
Zu den fachspezifischen Konzepten, die ein Sozialwissenschaftler kennt, gehört auch Robert K. Merton’s Anomietheorie (Merton, Robert K., 1938: Social Structure and Anomie. American Sociological Review 3(5): 672-682), die Merton darauf gründet, dass soziale Strukturen „…a definitive pressure …“, d.h. eine entscheidenden Druck, auf Leute ausüben können, sich in krimineller oder ausbeuterischer oder sonstwie sozial schwerlich wünschenswerter zu verhalten. Ein Sozialwissenschaftler, der gelernt hat, zur Kenntnis zu nehmen, was in den Sozialwissenschaften bereits erarbeitet und geleistet wurde (was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wenn man sozialwissenschaftliche Kompetenz beansprucht), kommt dementsprechend auf die Idee, dass ein Wohlfahrtsstaat, der so weit ausgeweitet wurde, dass er sich zu einer Art steuerfinanziertem Lebensstil entwickelt hat, entsprechend genutzt wird – man kann ausgehend von der ihm ursprünglich zugrundegelegten Idee, nach der materielle Not (die diese Bezeichnung verdient) behoben werden sollte, von Missbrauch oder Ausbeutung sprechen –, eine solche soziale Struktur darstellt; offenbar macht Gelegenheit Diebe.
Wenn eine neue Volkspartei in einer Gesellschaft entsteht, dann ist dies für einen Sozialwissenschaftler Grund genug, zu untersuchen, warum so vielen Menschen die Neigung, das bestehende System zu rechtfertigen und zu verteidigen, abhanden gekommen ist, und welche sozialen Strukturen entstanden sind, die so viele Menschen als Anreize zu missbrauchs- und ausbeuterischem Verhalten setzend wahrnehmen – wenn es schon nicht Sozialwissenschaftler sind, die solche Strukturen identifizieren können oder wollen und diejenigen an der politischen „Macht“ (aber nicht unbedingt Herrschaft Ausübende) auf die Gefahren, die mit solchen Strukturen verbunden sind, hinweisen, wie es ihre Aufgabe wäre.
Warum erfüllen Leute wie Fratzscher und Konsorten diese Aufgabe nicht? Warum betreiben sie selbst „system justification“, und warum wollen oder können sie soziale Strukturen, die Anreize zu missbräulichem oder ausbeuterischen Verhalten setzen, nicht als solche identifizieren? Die einfachste Antwortmöglichkeit lautet: sie sind keine Sozialwissenschaftler, oder sie sind als solche schlichtweg unqualifiziert.
Dafür spricht auch, dass sie es vorziehen, Leute, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben, von vornherein als angstbesetzt, dumm oder schlicht böse zu qualifizieren, als eine nüchterne Bestandsaufnahme darüber vorzunehmen, welche sozialen Strukturen Mißbrauch und Ausbeutung inwieweit ermöglichen oder gar einladen.
Und das verweist m.E. auf ihre Qualität als Menschen:
Eine nüchterne Bestandsaufnahme darüber vorzunehmen, welche sozialen Strukturen Mißbrauch und Ausbeutung inwieweit ermöglichen oder gar einladen, impliziert durchaus nicht, dass Leute, die sich entsprechend verhalten, angestbesetzt, dumm oder böse sein müssten; vielmehr verhalten sie sich situationsbedingt rational: warum nicht nehmen, was angeboten, wird, besonders dann, wenn man beobachtet, dass „alle“ anderen das auch tun und tun können, ungeachtet der Frage, ob sie jemals irgendeinen gesellschaftlichen Beitrag erbracht haben oder nicht?! Eine solche Betrachtung zielt also nicht darauf ab, Leute zu verurteilen. Demgegenüber verweist der Versuch, Leute, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben, von vornherein als angstbesetzt, dumm oder schlicht böse zu qualifizieren, auf niedrige Motive; sie sollen verurteilt werden.
Und eine Unfähigkeit zum logischen Denken ist bei Fratzscher ebenfalls zu konstatieren: Wenn er Leute, die Kritik an den bestehenden Verhältnissen üben, von vornherein als angstbesetzt, dumm oder schlicht böse, jedenfalls als „Gegner“, qualifiziert, dann ist das letztlich ein moralisches Urteil, und dass jemand, der meint, Moralität komme einer vernünftigen Diskussion ins Gehege, bloß ein moralisches Urteil fällt, statt sich für eine vernünftige Diskussion offen zu zeigen, ist ein Widerspruch, von dem ich nicht weiß, wie ein zum logischen Denken fähiger Mensch mit ihm leben kann.
„Erkenne dich selbst“ ist eine Maxime, von der Pausanias berichtet, sie habe über dem Orakel von Delphi gestanden. Vielleicht hat sie über dem Orakel gestanden, weil niemand seine eigene Zukunft und seinen eigenen Platz auf dieser Erde so gut vorhersehen bzw. bestimmen kann wie man selbst. Als Sozialwissenschaftler sind Fratzscher und Konsorten fehl am Platz, und würden sie sich selbst kennen, wüssten sie das, und sie wüssten dementsprechend, dass es sie nur in Schwierigkeiten oder gar Verruf bringen kann, wenn sie als Sozialwissenschaftler zu posieren.
Beispielerfahrung aus den frühen 70ern:
Ein fakultätsfremder Student las u.a. aufgrund seiner altsprachlichen Kenntnisse in einem „SOFInstitut“ Korrektur, wobei er den Inhalt auch beurteilen sollte.
Es waren 385 Seiten. Das anschließende Gespräch zwischen dem Studenten (S) und dem Wissenschaftler (W) verlief so:
S: „Mehrere längere Abschnitte (markiert) sind Unsinn.“
W: „Die ganzen 385 Seiten sind Unsinn.“
S:“Für wen ist diese unsinnige Arbeit denn gemacht?“
W: „Das kriegt die Regierung, die lesen das sowieso nicht.“
Kein Witz !
Das „Γνῶθι σεαυτόν“ kann nur insoweit greifen, wie es die jeweilige
Entwicklung eines Menschen, die als Resonanzfaktor für Bewußtwerdung arbeitet, zuläßt.
[…] Source : Lire l’article original […]
Die schweren systematischen bürgerfeindlichen Problemfelder in den Regierungen in Brüssel, Berlin und allen Landesparlamenten Deutschlands haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht. Diese sind sind so schlimm und so tief verwurzelt , dass weder schnelle Lösungen noch oberflächliche Reformen ausreichen. Wir stehen nicht einfach vor Ineffizienz, Inkompetenz oder politischer Dysfunktionalität, sondern zusätzlich vor einer massiven Störung des Systems selbst. Ein Netzwerk aus Selbsterhaltung, Täuschung und Machtmissbrauch konnte sich innerhalb eben jener Institutionen ausbreiten, die eigentlich die Bürger vor einem Machtmissbrauch durch die Regierungen schützen sollten.
Jahrzehntelang wurde den Deutschen und Europäern gesagt, sie sollten „dem Prozess vertrauen“. Doch was geschieht, wenn der Prozess selbst als Waffe eingesetzt wird? Was geschieht, wenn diejenigen, die vereidigt wurden, das Gesetz zu wahren, es beugen, um ihre eigenen Interessen zu bedienen? Wir leben in diesem Moment.
Ministerien, Geheimdienste und die etablierten Bürokraten haben meines Erachtens nicht nur ihre Pflicht vernachlässigt, sondern ihre Macht gegen das Volk gerichtet, dem sie eigentlich dienen sollen. Die Verantwortlichen entziehen sich weiterhin der Rechenschaftspflicht und verstecken sich hinter den Mauern des Rechtsprivilegs und dem Vorwand eines ordnungsgemäßen Verfahrens.
Sie manipulieren Verfahren, die Fairness und Gerechtigkeit gewährleisten sollten, und missbrauchen sie zur Verzögerung, Verschleierung und zum Schutz der Schuldigen. Sie hoffen, dass die Zeit ihre Verbrechen begräbt, das öffentliche Gedächtnis verblasst und die Müdigkeit den Ruf nach der Wahrheit zum Schweigen bringt.
Doch die Geschichte lehrt uns die Gefahr der Selbstzufriedenheit. Keine Demokratie kann überleben, wenn Problemfelder ( u.a. Korruption ) an der Spitze sich verfestigen und dauerhaft werden. Ungebremst breitet sich der Verfall aus, bis das Fundament gänzlich zusammenbricht: Das Fundament der EU und das Fundament Deutschlands sind meiner Meinung nach jetzt schon zum grössten Teil zerstört. Der weitere Verfall muss gebannt und die Ursachen beseitigt werden.
Was manche Menschen sagen, argumentieren, hängt – das gilt insbesondere für mich – davon ab, ob das Einkommen dadurch irgendwie in Gefahr geraten könnte. Ich bin kein Held, ich bin kein Märtyrer, ich muss meine Miete und alles zahlen, ich bin insofern durchaus zur Kriecherei (ist eine versuchsweise ehrliche Selbsteinschätzung) fähig.