Man kann mit Daten spielen, Ergebnisse produzieren, die nichts aussagen, signifikante Zusammenhäng produzieren, die auch nichts sagen, Artefakte als Ergebnis und den letzten Pipifax als statistisch belegt ausgeben. Man kann Statistik auch sinnvoll einsetzen. Aber in diesem Post geht es um den errechneten Klimawandel und deshalb können wir diese Option schlicht außen vor lassen.
Falls Sie sich schon einmal gefragt haben, wo das Thermometer für die Erdtemperatur hängt und nicht fündig geworden sind, das liegt daran, dass die so genannte „globale Temperatur“ nicht gemessen, sondern errechnet wird. Über die Erde verstreut gesammelte Messwerte, wo die entsprechenden Messwerte wie genommen werden, das erklären wir gleich, stellen die Grundlage dar, die dann zu einem MITTELWERT vermanscht wird, ein Mittelwert, der fortan als globale Temperatur ausgegeben wird.
Nun ist ein Mittelwert eine MAßZAHL DER ZENTRALEN TENDENZ, der Wert gibt nichts an, was tatsächlich gemessen wurde, sondern stellt den Wert dar, der eine vorhandene Verteilung am besten repräsentiert. Derselbe Mittelwert kann die unterschiedlichsten Verteilungen repräsentieren. Wir haben das einmal durchgespielt. Die folgende Abbildung zeigt drei Verteilungen, jede dieser Verteilungen hat einen Mittelwert von 1.
Die blaue Punktewolke stell das Ergebnis dar, das sich einstellt, wenn man den Mittelwert von 1 vorgibt und die Verteilung der 200 Punkte innerhalb dieser Vorgabe zufällig zusammenstellt. Die rote Punktewolke zeigt eine Verteilung, bei der wir die Standardabweichung ins Extreme gesteigert haben, 500% des Mittelwerts. Die grüne Punktewolke zeigt eine Verteilung, bei der die Standardabweichung 0,05% des Mittelwerts beträgt. Drei Verteilungen. Sie alle haben einen Mittelwert von 1.
Gibt es jemanden, der der Ansicht ist, die drei Verteilungen mit dem identischen Mittelwert wären auch nur ansatzweise vergleichbar, der Mittelwert in irgendeiner Weise aussagekräftig für „die Punkte“?
Ein Mittelwert, ist ein MAß ZENTRALER TENDENZ, also dafür, was ein typischer Wert für eine Verteilung ist. Indes, der typische Wert der Verteilung zeichnet sich dadurch aus, dass er selbst in der Verteilung weder vorkommen muss, noch etwas über die Heterogenität der Verteilung aussagt. sich hinter ihm also, wie oben dargestellt, vollkommen unterschiedliche Verteildungen einfinden können. Da ein Mittelwert die verfügbaren Informationen stark reduziert, hat es keinen Sinn, eine Menge von Daten, die in einen Mittelwert geschrumpft wurde, OHNE ANGABE der Standardabweichung, also des Werts, der die durchschnittliche Abweichung vom Mittelwert angibt, als durch den Mittelwert repräsentiert auszugeben.
Seltsamerweise wird die Standardabweichung in Klimamodellen, die sich mit der globalen Temperatur abmühen, nicht benannt, wird die Heterogenität und vor allem deren Effekt auf den Mittelwert in keiner Weise thematisiert. Das an sich sagt eigentlich schon alles.
Wenn man nun noch in Rechnung stellt, wie die globale Temperatur zusammengeschustert wird, dann wird sehr deutlich, was für ein himmelschreiender Humbug Bürgern als Realität präsentiert wird:
Das Grundproblem mit der Erdtemperatur besteht darin, dass Temperatur sehr heterogen ist. In der Arktis ist es kälter als in Mali und in München wärmer als in Aberystwyth, während es in Khartoum wärmer ist als in Reykjavik.
Um die „Temperatur der Erde“ zu bestimmen, oder etwas, was man als „Temperatur der Erde“ ausgeben kann, muss man an vielen verschiedenen Orten Messstationen errichten, Messstationen, die so über die Erde verteilt sind, dass ihr Gesamt als für die Erdtemperatur „repräsentativ“ ausgegeben werden kann.. Die Messstationen dürfen jedoch nicht nur an Land stehen, es muss sie auch auf dem Meer geben: auf Schiffen, in Bojen usw.
Wer an dieser Stelle einhaken und das Elend, das weltweite Temperaturmessung ist, den Humbug, der über der angeblichen „vorindustriellen Temperatur“ steht, genießen will, der kann das mit folgenden Texten tun, in denen wir die „Datenlage“ der Messung globaler Temperatur aufgearbeitet haben.
Die im Kasten verlinkten Texte geben einen Eindruck in das Ausmaß der Erfindung von Daten, die in die „Berechnung der Erdtemperatur“ einfließen. Wie sie das tun, stellen wir nun dar.
Derzeit gibt es weltweit vier Datensätze, die genug Temperatur-Informationen enthalten (sollen), um die Erdtemperatur zu bestimmen. Der wohl umfassendste Datensatz ist der GISTEMP-Datensatz, den das Goddard-Institute for Space Science der NASA zusammenstellt. Er soll 99% der Erde mit Temperaturinformationen abdecken.
Daneben gibt es noch den MLOST-Datensatz der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der USA, den HadCRUT4 [mittlerweile Version 5]-Datensatz, der von UK Met Office Hadley Centre und der Univeristy of East Anglia (Climate Research Unit) zusammengestellt wird, sowie einen Datensatz, den die Japanese Meterological Agency (JMA) erstellt. Er hat mit rund 85% die geringste Abdeckung durch Messstationen. Die Daten stammen für HadCRUT4 aus rund 5.500 Messstationen, GISTEMP basiert auf rund 6.300 Einzeldaten, MLOST auf rund 7.000. Alle Messstationen befindet sich an Land.
Die Temperaturmessung auf dem Meer ist ein eigenes Problem, findet in diesen Datensätzen daher nicht statt. Wenn Sie wissen wollen, wie die Temperatur auf dem Meer geschätzt erfunden wird, dann lesen Sie die Beiträge im Kasten oben.
Die Datensätze unterscheiden sich nicht nur darin, aus wie vielen Messstationen sie ihre Informationen beziehen, sie unterscheiden sich auch in der Länge der Datenreihen. Die längste Datenreihe stellt HadCRUT4 bereit, sie beginnt 1850, GISTEMP und MLOST Daten beginnen mit dem Jahr 1880, die Daten der JMA beginnen im Jahr 1891. Obschon die Datensätze zu einem frühen Zeitpunkt beginnen und damit den Anschein erwecken, sie würden eine Zeitreihe zur Verfügung stellen, die in der vorindustriellen Zeit beginnt, ist dem nicht so, denn die Angaben für die vorindustrielle Zeit, generell alle Temperaturangaben, die vor 1900 liegen, basieren auf einer sehr kleinen, im Wesentlichen auf die nördliche Hemisphere und hier vor allem die USA und Mittel- und Nordeuropa beschränkte Messwerte. Die Behauptung, man könne eine Temperatur für die vorindustrielle Zeit bestimmen, ist eine Lüge.
Was aus diesen Quellen an Informationen zusammengeklaubt werden kann, fileßt dann in eine Abbildung wie die folgende ein, die wir auf Basis der NASA GISTEMP Daten erstellt haben.
Die Musik bei dieser Abbildung spielt in dem, was links am Rand abgetragen ist: Average Temperature Anomalies. Was es damit auf sich hat, beschreibt NOAA wie folgt:
“The term temperature anomaly means a departure from a reference value or long-term average. A positive anomaly indicates that the observed temperature was warmer than the reference value, while a negative anomaly indicates that the observed temperature was cooler than the reference value.”
Eine Anomalie beschreibt demanch eine Abweichung von einem Mittelwert, der über eine bestimmte Phase, z.B. 1991 bis 2020 gebildet wurde. Die Idee steckt bereits in der Bezeichnung: Abweichung. Damit wird suggeriert, der berechnete Mittelwert, also das Kunstmaß, das es in der Realität meist nicht gibt, sei der reale Wert, das optimale Maß, zu dem tatsächliche Werte oder Temperaturkonglomerate, Mittelwerte von Messwerten, dann, wenn sie abweichen, eine Anomalie darstellen.
Fragwürdig ist das harmloseste Wort, das mir einfällt, um diesen Humbug zu qualifizieren.
SciFi-Supt
FINANZKRISE
Selbst wir leben nicht von Luft und Liebe!
Aber nur, weil andere stets Geld von uns wollen.... zunehmend mehr Geld von uns wollen.
So viel, dass ScienceFiles am (finanziellen) Abgrund steht.
Wenn Sie gerne lesen, was Sie bei ScienceFiles lesen und auch weiterhin lesen wollen, was Sie nur bei uns finden, dann müssen Sie uns flüssig halten.
Bei allen Unterstützern bedanken wir uns bereits an dieser Stelle sehr HERZLICH!
Kehren wir zurück zu den Werten diverser Messstationen, die meist nicht nur zu einem Zeitpunkt erhoben werden, sondern im Verlauf eines Tages, im Verlauf eines Tages, an dem sich die gemessenen Temperaturen verändern. Ergo gibt es den nächsten Mittelwert: Für jede Messstation wird aus den Tagesdurchschnittswerten ein Monatsdurchschnittswert berechnet, der jeweils die Temperatur-Anomalie, also die Abweichung zur Durchschnittstemperatur für einen bestimmten Zeitraum , sagen wir 1991 bis 2020, angibt. Um es noch einmal zu wiederholen: Ein Mittelwert ist ein Maß zentraler Tendenz, dessen Wert von den Ausgangswerten abhängig ist. Wenig überraschend kommen unterschiedliche Temperatur-Datensätze zu unterschiedlichen Temperaturen für die Erde.
Die Abbildung enthält Temperaturangaben für die vier oben genannten Datensätze HadCRUT4, GISTEMP (NASA GISS) und MLOST (NOAA). Wie man sieht, weichen die Temperaturangaben von einander ab. Indes: Es handelt sich hierbei um die Angabe der Erdtemperatur auf Basis tatsächlich gemessener Werte. Offenkundig gibt es mehr als eine durchschnittliche Erdtemperatur oder die Berechnung dessen, was durchschnittliche Erdtemperatur sein soll, ist nicht so einfach, wie gedacht.
Und das ist sie tatsächlich nicht. Stellen Sie sich vor, sie haben die Daten für ihre Messstationen, die sich an unterschiedlichen Orten der Erde befinden. Wie kommen Sie von den Einzeldaten zur durchschnittlichen Erdtemperatur?
Die Vorgehensweise von NASA, NOAA; Met Office / East Anglia und JMA ist weitgehend identisch. Die Erde wird in ein Netz von Quadraten eingeteilt, für jedes Quadrat wird die durchschnittliche Temperatur bestimmt. Für GISTEMP liegen die meisten Daten vor, also kann es sich das Goddard Center leisten, ein Grid aus Quadraten von jeweils 2 Breiten- und 2 Längengraden herzustellen. Alle anderen müssen mit 5 Breiten- und 5 Längengraden arbeiten.
Bislang haben wir quasi den Idealfall dargestellt. Die Realität besteht darin, dass alle vier Datensätze mit leeren Feldern in Ihrem Grid umgehen müssen. Die folgende Abbildung für HadCRUT4 zeigt, dass zum Teil erhebliche Lücken bestehen:
Die weißen Gridzellen sind solche, für die keine Informationen in HadCRUT4 vorhanden sind. Für Meeresflächen wird angegeben, dass Daten vorhanden sind. Seit 1979 gibt es Satellitenmessungen, die entsprechende Schätzungen ermöglichen. Das ändert aber nichts daran, dass es vor 1979 keinerlei verlässliche Daten gibt, die Aufschluss über eine „durschnittliche Meerestemperatur“ erlauben würden.
Wenn man mit leeren Zellen in seinen Daten konfrontiert ist, hat man mehrere Möglichkeiten: Man kann die fehlenden Werte zum Anlass nehmen, die Berechnung zu beenden, weil sie zu nicht aussagekräftigen Werten führen würde. Man kann die leeren Zellen aus den räumlich gesehen nächsten Zellen, für die Werte vorliegen, berechnen und behaupten, dieser Schätzwert komme dem wahren Temperatur wert nahe, den man nun vorteilshafter Weise nicht kennt, vorteilshaft deshalb, weil man nicht falsifiziert werden kann. Diesen Weg geht man im Goddard Center der NASA. Es ist auch möglich, die fehlenden Werte mit dem errechneten „globalen Durchschnitt“ zu füllen und so zu tun, als wäre die Temperatur, die man an all den Stellen in der Antarktis oder in Afrika gemessen hätte, wenn es denn eine Messstation gegeben hätte, gleich. Diesen Weg gehen die Forscher bei HadCRUT4.
All die Entscheidungen, all die Unterschiede in der Berechnung der Erdtemperatur tragen dazu bei, dass die Modelle der Klimaforscher je nachdem, welchen Datensatz sie zu Grunde legen, unterschiedliche Ergebnisse ausspucken. Hinzu kommen nicht wirklich nachvollziehbare Entscheidungen wie die, die Erdtemperatur für die nördliche und südliche Hemisphäre zunächst getrennt zu berechnen und daraus einen Mittelwert für die endgültige Erdtemperatur zu errechnen. Der Hintergrund ist, dass es im Norden mehr Messstationen als im Süden gibt. Hinzukommt, dass die Distanz zwischen zwei Längengrad am Äquator größer ist als an den Polen. Um dieses Problem auszugleichen, werden die Ergebnisse aus den Zellen, für die Werte vorliegen, gewichtet (wie auch immer).
Dass man Grundrechenarten und Statistik einsetzt, um Maße zentraler Tendenz zu errechnen, Maße, von denen man nicht wirklich weiß, was genau sie aussagen, die aber, über Zeit betrachtet, eine Entwicklungsrichtung erkennen lassen, sofern es eine gibt, das ist an sich nichts, was problematisch wäre. Dass man diese errechneten Werte dann als „wahre Werte“ ausgibt, so tut, als habe man einen realen Wert gemessen, die globale Temperatur, das ist nicht nur problematisch, das ist Betrug, Betrug, der sich zunutze macht, dass die meisten nicht darüber nachdenken, wie die angeblich gemessene Erdtemperatur überhaupt bestimmt wird.
Aber es ist Betrug, der sich für die Betrüger lohnt.
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege
Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher!
DENN: ScienceFiles lebt von Spenden.
Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:
Nachdem WHO & Konsorten “ globale“ Werte für z.B. Blutdruck, Blutzuckerspiegel und Cholesterin erfanden, ist die Erzählung von einer globalen Mitteltemperatur durchaus schlüssig. Zumindest aus der Sicht der üblichen Verdächtigen.
Die Schwierigkeit von den Einzeldaten zur durchschnittlichen Erdtemperatur zu kommen, erinnert mich an die Schwierigkeit, den durchschnittlichen Menschen biologisch, anatomisch, physiologisch, und psychologisch zu berechnen. Oder woher will man wissen, wie der perfekte Mensch, der perfekte Körper, das perfekt funktionierende Gehirn, beschaffen ist? Gibt es überhaupt diesen global einheitlichen Menschen? Und um wieviel schwerer dürfte es sein, herauszufinden, wie die durchschnittliche oder gar perfekte Erdtemperatur sein muß, damit … was eigentlich? Der Mensch gut leben kann? Es ist doch eher so, dass es sich um Betrug handelt, wie man doch gut an Nachrichten der Art „Im Land x steigt die Temperatur doppelt so schnell wie im Rest des Kontinents y“, die in verschiedenen Ländern verbreitet werden oder wurden.
„Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie sie gemessen wird?“
Nach rot-grüner Ideologie vermutlich rektal.
[…] Source : Lire l’article original […]
Nachdem WHO & Konsorten “ globale“ Werte für z.B. Blutdruck, Blutzuckerspiegel und Cholesterin erfanden, ist die Erzählung von einer globalen Mitteltemperatur durchaus schlüssig. Zumindest aus der Sicht der üblichen Verdächtigen.
Die Schwierigkeit von den Einzeldaten zur durchschnittlichen Erdtemperatur zu kommen, erinnert mich an die Schwierigkeit, den durchschnittlichen Menschen biologisch, anatomisch, physiologisch, und psychologisch zu berechnen. Oder woher will man wissen, wie der perfekte Mensch, der perfekte Körper, das perfekt funktionierende Gehirn, beschaffen ist? Gibt es überhaupt diesen global einheitlichen Menschen? Und um wieviel schwerer dürfte es sein, herauszufinden, wie die durchschnittliche oder gar perfekte Erdtemperatur sein muß, damit … was eigentlich? Der Mensch gut leben kann? Es ist doch eher so, dass es sich um Betrug handelt, wie man doch gut an Nachrichten der Art „Im Land x steigt die Temperatur doppelt so schnell wie im Rest des Kontinents y“, die in verschiedenen Ländern verbreitet werden oder wurden.