Wir haben es gestern geschrieben, wir schreiben es heute: Wir haben die atmosphärische Zirkulation unterschätzt, nicht wir, die Klimawandel-Modellierer….
Zwei schnell aufeinander folgende Studien zeigen, dass diese Unterschätzung ziemlich alles, was Klimasimulierer über die letzten Jahrzehnte getan haben, in Frage stellt.
Diese Studie, man soll es nicht glauben, kommt von der Universität Leipzig, und sie wurde im Kontext der „Menschen machen Klimawandel“-Erzählung erstellt, weil man für Forschung wie diese nur Förderung erhält, wenn man denen, die über Fördergelder entscheiden, den von ihnen erwarteten „Klimawandel-von-Menschen-gemacht“-Honig ums Maul schmiert.
Indes: Die Ergebnisse verlangen es geradezu, dass sie ohne den ideologischen Hintergrund, den Klimawandel-Irre an alles herantragen, was ihnen vor die Nase kommt, beschrieben und bewertet werden.
Neben atmosphärischen Effekten sorgen auch diese Monster dafür, dass der Boden in der Umgebung trockener wird und verarmt. Alles nachzulesen in unseren Windkraft-Files
Und genau das tun wir in diesem Post.
Stellen wir eine allgemeinverständliche Beschreibung dessen, was die Autoren getan und gefunden haben, voran:
Dunkl, Bastos und Suppel gehen von der Beobachtung aus, dass seit den 1980er-Jahren die Sommern in weiten Teilen Mitteleuropas trockener geworden – vor allem die Bodenfeuchte und die Niederschlagsmenge sind im Sommer zurückgegangen und die Luft ist trockener geworden (Es gibt ein höheres Dampfdruckdefizit).
Der größte Teil dieser Veränderung zum Trockenen hin kommt nicht davon, dass es insgesamt wärmer geworden ist und dadurch mehr Wasser verdunstet. Der Hauptgrund der Trockenheit findet sich vielmehr in veränderten Großwetterlagen: Es treten häufiger antizyklonale Hochdruckwetterlagen auf, die warme, trockene und sonnige Bedingungen mit sich bringen. Sie sind das Ergebnis atmosphärischer Zirkulationsänderungen und erklären rund 55 % des beobachteten Rückgangs der Bodenfeuchte und rund 42 % des Anstiegs der Lufttrockenheit. Zusätzlich verstärken genau diese trockenen Hochdrucklagen den Effekt der Erwärmung: Wenn sowieso schon wenig Regen fällt und die Sonne stark scheint, wirkt die höhere Temperatur besonders stark austrocknend.
Kurz gesagt:
Die sommerliche Trockenheit in Europa der letzten Jahrzehnte wird vor allem durch häufigere stabile Hochdruckwetterlagen angetrieben, also von Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation, die wiederum Ergbnis interner Variabilität des Wettersystems sind und die sich jedem menschliche Einfluss entzieht.
Bevor wir uns der Studie von Dunkl, Bastos und Sippel eingehender widmen und ein wenig an der Art, wie die Prozentwerte, die wir gerade genannt haben, zustande gekommen sind, mäkeln, bietet es sich an, eine Verbindung zur Studie zu schlagen, die wir gestern besprochen haben und die heute viral im Internet ist:
Roldán-Gómez et al. (2026) können mit ihren Berechnungen zeigen, dass Hitzewellen in Europa im Wesentlichen darauf zurückzuführen sind, dass das Entfernen von SO2 und anderen Schadstoffen aus Abgasen Sulfate aus der Atmosphäre entfernt hat, Sulfate, die sich kühlend auf die Erdtemperatur auswirken. Als Folge hat sich die atmosphärische Zirkulation, haben sich die so genannten Rossby-Waves in einer Weise verändert, die dazu führt, dass Hitzewellen wahrscheinlicher werden. Wenn Sie Näheres erfahren wollen, dann lesen Sie bitte die Studie, die wir hier ausführlich besprochen haben nach.
Für das Ergebnis von Dunkl, Bastos und Sippel liefert die Arbeit von Roldán-Gómez et al. (2026) den fehlenden Mechanismus und die Erklärung für die veränderte atmosphärische Zirkulation nach, die bei Dunkl, Bastos und Sippel fehlt. Trockenere Böden haben somit eine Ursache, eine wesentliche Ursache in veränderter atmosphärischer Zirkulation.
Gehen wir ins Eingemachte:
Die zentrale Fragestellung von Dunkl, Bastos und Sippel lautet: Welchen relativen Beitrag leisten dynamische (atmosphärische Zirkulationsänderungen) und thermodynamische (Hintergrund-Erwärmung, erhöhte Verdunstungsnachfrage) Prozesse zur beobachteten sommerlichen Trockenheit (vor allem dem Rückgang der Bodenfeuchte und Anstieg des Dampfdruckdefizits VPD (dazu unten mehr)) in Mitteleuropa seit den 1980er-Jahren? Die Autoren wollen insbesondere klären, ob und wie stark die Zirkulation die langfristigen Trockentrends antreibt und ob sie die thermodynamische Trocknung zusätzlich verstärkt.
Um ihre Fragestellung zu bearbeiten nutzen sie wie Roldán-Gómez et al. Atmosphären-Simulationen die im Wesentlichen Winde oberhalb von 700 hPa zum Gegenstand haben. Ähnlich wie Roldán-Gómez et al. (2026) rechnen die Autoren drei unterschiedliche Szenarien von Simulationsmodellen
Simulationen die das vollständige „historische Forcing“, also alle bekannten Einflussfaktoren auf die Erdtemperatur, also das „Klima“ (anthropogen und natürlich) umfassen;
Simulationen in denen vorindustrielle Treibhausgase und Aerosole berücksichtigt werden;
Simulationen in denen die Konzentrationen von Treibhausgasen und Aerosolen auf Niveau der 2020er-Jahre standardisiert wird;
Von diesem Vorgehen erhoffen sich die Autoren die Möglichkeit, die Anteile an der Bodentrockenheit und des reduzierten Niederschlags, die auf Zirkulationsveränderungen zurückgehen, vom Anteil, der thermodynamischen Effekten (also Erwärmung) geschuldet ist, zu trennen. Zusätzlich führen die Autoren bestimmte Großwetterlagen in ihre Simualtionen ein, um deren Effekt bestimmen zu können.
Die zirkulationsbedingten (dynamischen) Effekte erklären ca. 55 % des beobachteten sommerlichen Bodenfeuchte-Rückgangs und ca. 42 % des Dampfsdruckefizits (ein Maß dafür, wie „durstig“ die Luft ist: trockene Luft „saugt“ Feuchtigkeit aus Boden, Pflanzen oder Haut. VPD, das Dampfdruckdefizit ist ein Maß für die Austrocknungskraft der Sonne);
Der Rückgang von Niederschlag wird fast ausschließlich durch Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation getrieben, der thermodynamische Anteil (auf den die Klimawandelfanatiker fixiert sind) erklärt nur einen sehr kleinen Anteil;
Bestimmte Wetterregimes (zunehmende antizyklonale, warme und trockene Lagen über Mittelmeer und Mitteleuropa, abnehmende zyklonale Lagen) erklären die räumlichen Muster, die sich im Hinblick auf die Trockenheit von Böden ergeben;
Die thermodynamische Trocknung wird unter diesen zirkulationsbedingten warm-trockenen Bedingungen deutlich verstärkt (Korrelationen 0,62–0,66). Klimawandel, wenn man so will, ist also nicht die Ursache, sondern ein Ergebnis einer veränderten atmosphärischen Zirkulation.
Und dann das Hammer-Ergebnis, das man mehr oder minder herausfeilen muss:
Die Autoren haben beobachtete Veränderungen der Wetterlagen (z. B. häufigere Hochdrucklagen) seit 1980 mit einem großen Korpus von Klimasimulationen (LENS2) verglichen, um bei denselben äußeren Einflüssen (Forcings), aber leicht veränderten Startbedingungen, die Bandbreite, die allein durch natürliche Schwankungen (interne Variabilität) möglich ist, zu bestimmen. Dabei sind sie zu dem Ergebnis gelangt, dass das, was man tatsächlich beobachtet, wenn man das tatsächliche Wetter und seine Großwetterlagen zum Gegenstand macht, durch all die Klimasimulationen, die in LENS2 versammelt sind, NICHT erklärt werden kann. Die tatsächlichen Veränderungen liegen alle außerhalb der Bandbreite der in LENS2 versammelten Klimamodelle, was schlicht und ergreifend bedeutet: Die veränderten Wetterlagen, die verantwortlich für Trockenheit und Hitze sind, können nicht mit den Variablen erklärt werden, die fester Bestandteil der „Menschen-machen-Klimawandel“-Erzählung sind.
Und das bedeutet, die Großwetterlagen, die von den Klimajüngern als Ergebnis ihres geliebten Klimawandels angebetet werden, sie sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Ergebnis eines spielenden Klimasystems, von Zufällen und Chaos in diesem System. Mit anderen Worten: Alles, was in den letzten Wochen und Monaten durch die Shitstream-Medien getrieben und dem von Menschen gemachten Klimawandel angelastet wurde, von Hitze bis Dürre, hat mit demselben nichts zu tun, ist Ergebnis veränderter atmosphärischer Zirkulation …
Die Angstmache in Shitstream-Medien ist eine freie Erfindung.
Und besonders ärgerlich für die Klimafetischisten ist, dass Dunkl, Bastos und Sippel zu ihrem Ergebnis auf Basis übertriebener Temperaturzunahmen gelangt sind. Sie rechnen mit einer durchschnittlichen Erwärmung in Europa von 0,64 °C pro Dekade über Land. Das ist fast dreimal so viel, wie in den Satellitenmessungen, die das Team von Roy Spencer an der University of Huntsville in Alabama regelmäßig auswertet, für die Dekaden-Erwärmung der nördlichen Hemisphäre angegeben wird: 0,23 °C pro Dekade über Land.
Bei inflationierter Erwärmung ist ein thermodynamischer Einfluss auf in Europa nachlassenden Niederschlag nicht festzustellen, ein solcher auf die Austrocknung von Böden offenkundig eine Folge veränderter atmosphärischer Zirkulation, die im Wesentlichen geringer werdenden Niederschlag in Europa und die Austrocknung von Böden treibt. Und die veränderter atmosphärische Zirkulation ist wiederum ein Ergebnis der Reine-Luft-Politik, die in den 1970er Jahren begonnen hat.
Da sage noch jemand, Menschen hätten keinen Einfluss auf das Wetter… Nur dummerweise einen anderen als beabsichtigt.
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