Kontertierte Aktion von ARD und WHO, um Angst zu schüren
Propaganda lebt von Wiederholung. Derselbe Blödsinn wird Leuten wieder und wieder zugemutet, um sie – wie eine Festung – sturmreif zu schießen und zu erreichen, dass ihre Vernunft vor dem Ansturm, dem Blödsinn-Tsunami kapituliert.
Die ARD-Tagesschau steht in erster Reihe, wenn es darum geht, den Ansturm auf kognitive Festungen, die sich dem lancierten und orchestrierten Blödsinn widersetzen, zu koordinieren. Aktuell mit einem Beitrag über das West Nile Virus, der in Koordination mit der WHO dazu geschrieben wurde, Angst vor einem Virus zu verbreiten, das letztlich NOCH harmloser als SARS-CoV-2 ist.
Kommen Sie mit auf eine Reise in die Realität.
Beginnen wir mit der Blödsinns-Attacke, für die die ARD-tagesschau das Geld der Gebührenzahler missbraucht.
“Dutzende Menschen haben sich in Südeuropa in den vergangenen Wochen mit dem West-Nil-Virus infiziert. In Griechenland hat sich die Zahl seit Ende Juli vervierfacht, seit Jahresbeginn starben dort 13 Menschen nach einer Infektion.
In Griechenland ist die Zahl der Infektionen mit dem West-Nil-Virus weiter deutlich gestiegen. Landesweit wurden seit Jahresbeginn inzwischen 157 Fälle registriert, 13 Menschen starben laut der Gesundheitsbehörde EODY nach einer Infektion.
Damit hat sich die Zahl der Erkrankungen innerhalb weniger Wochen nahezu vervierfacht. Ende Juli waren noch 42 Fälle gemeldet worden.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im Juli zu verstärkter Wachsamkeit aufgerufen. Für die meisten Menschen bleibt eine Infektion aber folgenlos: Rund 80 Prozent der Infizierten haben keine Beschwerden. Weniger als ein Prozent entwickelt eine schwere Erkrankung des zentralen Nervensystems, etwa eine Hirnhautentzündung.
Das Virus wird durch Stechmücken übertragen.
Wir haben den Text etwas gekürzt, im Wesentlichen fehlen die Ratschläge, mit langer Kleidung oder Fliegennetzen einem Stich von Stechmücken vorzubeugen. Nehmen wir diesen suggestiven Mist der Reihe nach auseinander. Infektionen mit West Nile Virus sind saisonal, hängen im Wesentlichen von Zugvögeln ab, die das Virus aus Afrika mitbringen und an heimische Stechfliegen verteilen, die es dann wiederum an Menschen weitergeben:
Das West Nile (Fever) Virus wurde 1937 erstmals isoliert, und zwar im West Nile District von Uganda. Daher der Name. Seit 1958 gibt es regelmäßige lokal begrenzte Ausbrüche entlang der Route von Zugvögeln. Die größten davon in Griechenland, Rumänien, Israel und den USA.
Das West Nile Virus gehört zur Gruppe der Flaviviren, eine Gruppe von Viren, die für Encephalitis, Hirnhautentzündung notorisch ist.
Menschen sind für das Virus die Endstation. Es kann sich nicht ausreichend replizieren um zwischen Mensch und Mensch ansteckend zu sein. Indes gibt es eine Reihe von Fällen, bei denen das West Nile Virus ein Mitbringsel bei Bluttransfusionen oder Organtransplantationen war.
In ca. 80% der Fälle bleibt es beim Stich, bleibt das Virus “asymptomisch”, der Gestochene hat oft nicht einmal Juckreiz an der Einstichstelle. Rund 20% der Fälle münden in milde Erkrankungssymptome, nämlich Fieber, Mattigkeit, Durchfall und Hautausschlag, in weniger als einem Prozent der Einstiche führt die Infektion mit dem West Nile Virus zu einer schweren Erkrankung mit hohem Fieber, einem steifen Nacken, Desorientierung. Erkrankte können in ein Koma fallen, die Kontrolle über ihre Gliedmaßen verlieren und von Anfällen und Krämpfen heimgesucht werden. Einer von ca. 150 Erkrankten ist von dieser neuroinvasiven Erkrankung betroffen, weniger als 1% der bekannten Fälle entwickeln eine West Nile Neuroinvasive Disease, 9% bis 16% derjenigen, die sie entwickeln, sterben daran. Besonders gefährdet sind sehr alte Menschen mit Ko-Morbiditäten, Leute mit Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Nierenerkrankung, Krebs und alle Personen, die mit immunsupressiven Medikamenten behandelt werden, also Organempfänger, AIDS-Infizierte ….
Die Mortalität ist geringer als 0,1%.
Die Symptome, die mit einer milden Erkrankung an West Nile Fever einhergehen, sind von den Symptomen einer saisonalen Grippe nicht unterscheibar. D.h. die Mehrzahl der am West Nile Fever Erkrankten werden weder einen Arzt aufsuchen noch, wenn sie einen Arzt aufsuchen, von demselben als mit “West Nile Fever” infiziert erkannt werden. Die Fälle, die bekannt werden, sind ein sehr sehr kleiner Teil der Verbreitung des harmlosen Virus. Die Mortalität geht weiter in die Knie, weil 80% der mit West Nile Virus Infizierten davon überhaupt nichts mitbekommen.
Kurz:
Wir haben es im Bericht der ARD-tagesschau mit einer extrem seltenen Population zu tun, die nur deshalb überhaupt erkannt wurde, weil es in Griechenland im Nachgang der Sensibilisierung durch die WHO offenkundig Bestrebungen gegeben hat, West Nile Virus zu finden. Warum man es unbedingt finden wollte, ist eine Frage, die sich jeder selbst beantworten kann.
Dass die Zahl der Infizierten, die gefunden wurde, seit Juli steigt, das hat eine einfache Erklärung, denn – wie bereits gesagt: West Nile Virus ist saisonal. Die US-Amerikanische CDC veröffentlicht umfangreiche Daten, auf deren Basis man diesen Umstand sehr deutlich machen kann. Die typische Verteilung der Verbreitung von West Nile Virus Infektionen über ein Jahr sieht so aus:
Der Schmierfink bei der ARD will also aus einem ganz normalen Verlauf der Häufigkeit von Infektionen, die mit ZUGVÖGELN assoziiert sind, Angst generieren, indem er suggeriert, der Anstieg wäre erheblich und heftig und vor allem unvorhergesehen.
Damit nicht genug, ist Griechenland dieses Jahr NICHT das Land, in dem die vergleichsweise wenigen Fälle von West Nile Virus am häufigsten gefunden wurden. Denn die 157 Fälle, die die ARD breittritt, verblassen angesichts von 224 Fällen, die bis zum 13. August 2026 für Italien gemeldet wurden. Und dass die derzeitige Saison nicht, wie der ARD-Schmierer suggerieren will, besonders schlimm ist, das zeigt ein Blick in die Daten der Europäischen CDC:
In all den Jahren, die hier dargestellt sind, wurden die meisten Fälle von West Nile Virus entweder für Italien oder für Griechenland berichtet. In keinem dieser Jahre hat es erhebliche gesundheitliche Probleme gegeben. Die Anzahl der Toten lag zwischen 10 (2021) und 166 (2018). Die Anzahl der Personen, die obschon sie mit dem West Nil Virus infiziert waren, keinerlei oder milde Beschwerden verzeichneten lag irgendwo zwischen 10.000 (2021) und 105.000 (2018).
In der ARD und bei der WHO wird einmal mehr versucht, auf Basis von Nichts Angst zu schüren.
Jährlich sterben in Deutschland rund 30, europaweit rund 250 Menschen als Folge einer heftigen allergischen Reaktion auf die Medikamente, mit denen sie behandelt werden. Bislang habe ich noch keinen Text in der ARD dazu gefunden.
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