Wenn es darum geht, Bürgern das Geld per Steuer aus der Tasche zu ziehen, sind die üblichen Verdächtigen immer schnell bei der Hand mit Pseudo-Legitimationen, die belegen sollen, dass der von ihnen geplante Raub am Steuerzahler kein Raub, sondern eine herausragende Leistung menschlichen Mitgefühls ist, mit dem diese besorgten Räuber die Beraubten oder deren Kinder vor gesundheitlicher Verheerung schützen wollen.
Die ganze Diskussion zur Zuckersteuer trieft nur so von dieser Art pseudo-legitimierender Selbstbeweihräucherung:
„Wir brauchen eine Zuckersteuer auf Softdrinks nach britischem Vorbild. Das schützt die Kinder vor Adipositas und Diabetes und entlastet das Gesundheitssystem. Freiwillige Vereinbarungen mit der Industrie bringen hier leider gar nichts.“ Karl Lauterbach
„Länder wie Großbritannien zeigen uns doch, wie es geht: Kaum droht eine Abgabe auf zu viel Zucker in der Limonade, ändern die Hersteller im Handumdrehen ihre Rezepturen. Das ist genau der richtige Weg. Wir müssen es den Menschen leichter machen, gesund zu leben, anstatt den Fehlkonsum staatlich wegzugucken.“ Cem Özdemir
Die Deutsche Zuckersteuer, die Mitte 2027 in Kraft treten soll, ist am britischen Vorbild orientiert. Im Vereinigten Königreich, in dem die Klasse der Polit-Darsteller noch gelangweilter ist als in Deutschland und noch mehr Zeit damit verbringt, Bürgergängelmaßnahmen zu überlegen, ist die Soft Drink Industry Levy (SDIL) bereits 2018 eingeführt worden, unter einer Tory-Regierung (!sic). Seither ist der Zuckergehalt in Soft-Drinks heftig gesunken, um rund 50%, d.h. die Getränkeindustrie ist umgestiegen. Nicht mehr Zucker, sondern Zuckerersatzstoffe werden nun genutzt, um die „Soft Drinks“ zu süßen und im Ergebnis ist der durchschnittliche Zuckerersatzstoffkonsum der britischen Bevölkerung um rund 20% gestiegen. Ein Ergebnis, das sich weltweit in den rund 100 Ländern beobachten lässt, die bereits eine Zuckersteuern eingeführt haben und den Konsum von Zuckerersatzstoffen bei ihrer Bevölkerung um zwischen 2% und 29% erhöht haben.
Wer es im Einzelnen nachlesen will, der letzte Absatz ist die komprimierte Darstellung der Ergebnisse der folgenden Studien:
Ein klassischer Substitutionseffekt, den man vorhersehen kann und sogar beim Umweltbundesamt vorhergesehen hat, im Rahmen der üblichen möglichkeitsformtriefenden Aussagen.
Statt Zucker gibt es jetzt
Aspartame
Saccharin
Acesulfame-k
Erythritol
Sorbitol
Xylitol
Tagatose
Und noch eine ganze Reihe weiterer, nicht so weit verbreiteter Zuckerersatzstoffe (viele davon sind übrigens Alkohole).
Friede, Freude, Eierkuchen.
Die Polit-Darsteller haben sich inszeniert, ihre Steuer durchgesetzt, die Welt nach ihrer Ansicht gesünder und die eigene Kasse voller gemacht.
Das Leben ist schön.
Aber die Realität ist nicht so einfach, wie die vergleichsweise wenigen Neuronenbahnen, die sich in den Hirnen der einfachdenkenden Polit-Klasse nachweisen lassen, gaukeln.
Die meisten, wenn nicht alle Dinge haben zwei Seiten. Gerade Twitter-Prof. Lauterbach, Nebenwirkungsfrei-Karl sollte das wissen:
Wie viele Leichtgläubige dem Knowledge-Imposter Lauterbach geglaubt und sich heftige Nebenwirkungen haben animpfen lassen, ist eine offene Frage, indes eine, die Lauterbach nicht zu interessieren scheint. Er macht weiter wie gewohnt.
Gonçalves et al. (2025) haben 12.272 Brasilianer, allesamt erwachsen und im Schnitt 52 Jahre alt, über acht Jahre verfolgt und zu drei Zeitpunkten intensiv unter die Lupe genommen. Ausgangspunkt dabei ist eine detaillierte Beschreibung ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten durch die 12.272 Brasilianer, auf deren Grundlage Gonçalves et al. berechnet haben, wie viel Zuckerersatzstoffe es durchschnittlich in den Organismus ihrer Probanden schaffen. Die Berechnungen münden in einen Index, der zwischen denen unterscheidet, die wenig bis gar keine Zuckerersatzstoffe zu sich nehmen, denen, die moderat zulangen und denen, die hohe Konzentrationen von Zuckerersatzstoff in ihren Organismus pumpen – oft, weil sie denken, damit schlimmeres, nämlich Zucker, umgehen zu können. Ein Irrtum, wie Gonçalves et al. durch ziemlich krasse Ergebnisse zeigen.
Die Autoren aus Brasilien haben nicht nur die Ess- und Trinkgewohnheiten ihrer Probanden unter die Lupe genommen, sie haben sie auch zu drei Zeitpunkten im Verlauf der acht Jahre auf ihre kognitiven Fähigkeiten hin getestet: Wie gut ist ihre Erinnerungsfunktion, wie gut ihre Sprachbeherrschung, wie fließend ihre Sprachfertigkeit, wie schnell können sie auf Informationen, die sie im Gedächtnis haben (sollten) zugreifen, wie gut können sie sich überhaupt Dinge und für wie lange merken? Das sind eine Reihe von Fragen, die Gonçalves et al. per Test beantwortet haben, Fragen, die letztlich einen Überblick über den geistigen Zustand ihrer Probanden, deren Zugriff auf mentale Prozesse, die für das tägliche Leben grundlegend sind, geben.
Der Sprengstoff der Studie ergibt sich aus der Korrelation zwischen geistiger Fitness und dem Konsum von Zuckerersatzstoffen, denn diejenigen, die viel Zuckerersatzstoff zu sich nehmen, weisen einen um 62% schneller verlaufenden Niedergang ihrer kognitiven Funktionen auf als diejenigen, die wenig bis keinen Zuckersersatzstoff zu sich nehmen.
Das entspricht rund 1,6 Jahren mentaler Fitness.
Anders formuliert: Zuckerersatzstoffe weisen einen Zusammenhang mit dem stetigen Verlust kognitiver Funktionen von Menschen auf, beschleunigen den mit Alterung assoziierten Prozess. Auch eine Reduktion von Zuckerersatzstoffen scheint keine Abhilfe zu bringen, denn die Gruppe moderater Zuckerersatzstoff-Konsumenten wies ebenalls, einen, in diesem Fall um 35% schnelleren Verlust kognitiver Fähigkeiten auf. In allen Fällen bezog sich der kognitive Niedergang auf die Erinnerungsfähigkeit und all die Fähigkeiten, die man als Konstituenten geistiger Fitness ansehen kann.
Was die Studie noch krasser macht ist die Tatsache, dass die beschriebenen Effekte vornehmmlich bei Probanden unter 60 Jahren mit hohem Konsum von Zuckerersatzstoffen zu finden sind und bei Diabetikern. Leute, die an Diabetes leiden und hoffen, den negativen Konsuequenzen von Zucker durch den Griff zum Zuckerersatzstoff entgehen zu können, erkaufen sich diese Hoffnung durch eine besonders amplifizierte geistige Alterung, einen besonders heftigen Niedergang ihrer kognitiven Funktionen.
Zuckerersatzstoffe sind nicht nur fester Bestandteil von Soft-Drinks. Sie finden sich in Fertiggerichten, in Jogkurt, in Energiedrinks und nahezu allem, was mit wenig Kalorien wirbt. Eine großangelegte Verdummungsaktion?
Die negativen Effekte, die für Zuckerersatzstoffe im Hinblick auf kognitive Fitness belegt sind, sind nicht die einzigen. Es kommt noch mindestens ein durch den Konsum von Zuckerersatzstoffen erhöhtes Risiko auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall hinzu.
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben…
Wie immer, wenn sich regelungsgeile Polit-Clowns austoben, bleiben am Ende nur Scherben…
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Es könnte so einfach sein: Seit vielen Jahren gibt es etliche Limonaden, besonders Cola-Varianten mehrerer Hersteller, ohne Zucker. Wer Diabetiker oder diabetes-gefährdet ist, wer sonst eine Stoffwechselstörung hat, bei der es besser ist, wenig Zucker zu essen und zu trinken, und wer einfach den Geschmack auch der zuckerfreien Getränke mag (und die Verkaufszahlen zeigen, dass es diese Käufergruppen gibt), kann selbstverständlich die zuckerfreien Varianten trinken. Wer sie nicht mag und dabei stoffwechselgesund und nicht oder nur sehr wenig übergewichtig ist, kann bei den Angebotem mit Zucker bleiben. Wer Diabetes hat, ist eh besser beraten, nur bestimmte, außerhalb von Blutzuckerkrisen genau festgelegte, Zuckermengen zu sich zu nehmen. Es ist nicht schwer, sich anhand einiger Faktoren (Körpergewicht, Ernährungsgewohnheiten bzgl. Zucker und Kohlenhydrate, familiäre Belastung mit Diabetes, auch mit leichteren Fällen von Diabetes II) ein ungefähres Bild darüber zurechtzulegen, wieweit man diabetesgefährdet ist. Für alle, die absehbar nicht anfällig für Diabetes I oder II sind, ist Zucker-oder-Zuckerersatz eine reine Geschmacksfrage, DIE DAS REGIME NICHTS ANGEHT.
Es könnte so einfach sein: Seit vielen Jahren gibt es etliche Limonaden, besonders Cola-Varianten mehrerer Hersteller, ohne Zucker. Wer Diabetiker oder diabetes-gefährdet ist, wer sonst eine Stoffwechselstörung hat, bei der es besser ist, wenig Zucker zu essen und zu trinken, und wer einfach den Geschmack auch der zuckerfreien Getränke mag (und die Verkaufszahlen zeigen, dass es diese Käufergruppen gibt), kann selbstverständlich die zuckerfreien Varianten trinken. Wer sie nicht mag und dabei stoffwechselgesund und nicht oder nur sehr wenig übergewichtig ist, kann bei den Angebotem mit Zucker bleiben. Wer Diabetes hat, ist eh besser beraten, nur bestimmte, außerhalb von Blutzuckerkrisen genau festgelegte, Zuckermengen zu sich zu nehmen. Es ist nicht schwer, sich anhand einiger Faktoren (Körpergewicht, Ernährungsgewohnheiten bzgl. Zucker und Kohlenhydrate, familiäre Belastung mit Diabetes, auch mit leichteren Fällen von Diabetes II) ein ungefähres Bild darüber zurechtzulegen, wieweit man diabetesgefährdet ist. Für alle, die absehbar nicht anfällig für Diabetes I oder II sind, ist Zucker-oder-Zuckerersatz eine reine Geschmacksfrage, DIE DAS REGIME NICHTS ANGEHT.