Lohnlückenlüge wird nicht seltener: Trotzige Fake News in der ARD

Womit wurden Sie heute von öffentlich-rechtlichen Medien belogen?

Seit wir mit ScienceFiles im Jahre 2011 begonnen haben, hat uns die Lohnlückenlüge oder das Gender Pay Gap begleitet. Die Art und Weise, in der es das getan hat, erinnert an Bourdieus „Feine Unterschiede“ in denen beschrieben wird, warum man mit symbolischem Kapital kein kulturelles Kapital vorgaukeln kann – oder: Nur weil jemand es durch ein Studium und in öffentlich-rechtliche Medien geschafft hat, muss er weder intelligent noch fähig oder in irgend einer Form von Kommunikation und Nachrichtenübermittlung versiert sein. Tatsächlich haben uns die Art und Weise, in der über das „Gender Pay Gap“ berichtet wird, zu dem Schluss geführt, dass zumindest diejenigen, die sich mit diesem Thema in Medien und natürlich im Lager der Genderisten beschäftigen, nicht wirklich mit Verständnis, Einsicht, Intelligenz, you name it, bestückt wurden.

Fangen wir daher vorne an.

Das Gender Pay Gap als solches ist ein einfacher Verdienstunterschied, wie er zum Beispiel zwischen einem Müllfahrer und einer Mausschubserin in einem Ministerium besteht. Ersterer verdient weniger als Letztere. Über dieses Gap regt sich jedoch niemand auf.

Aufregung ergibt sich dann, wenn, wie gerade geschehen, das statistische Bundesamt die durchschnittlichen BRUTTOstundenlöhne veröffentlicht, also die Löhne vor Steuer, nicht danach (warum wohl nicht?). Dann ergibt sich regelmäßig, dass Männer mehr verdienen als Frauen. 21 Euro zu 16,59 Euro dieses Mal.

Besonders schlichte Gemüter sehen in diesen Verdienstunterschied eine Benachteiligung von Frauen. Aber der Unterschied ist natürlich keine Benachteiligung, sondern ein ganz normales Phänomen, dass sich z.B. daraus erklärt,

  • dass Männer mehr arbeiten als Frauen (in Vollzeit/Teilzeit);
  • dass Männer mehr Überstunden machen als Frauen;
  • dass Männer mehr in ihren Arbeitsplatz investieren als Frauen (unentgeltliche Mehrarbeit);
  • dass Männer in produktiveren Branchen arbeiten, die einen höheren gesellschaftlichen Mehrwert erbringen als Frauen (IT-Branche bei Männern, öffentliche Verwaltung bei Frauen);
  • dass Männer aufgrund ihrer längeren und ununterbrochenen Arbeitszeit mehr HUMANKapital ansammeln als Frauen, entsprechend mehr wissen und höher qualifiziert sind, was sich in einem höheren Lohn niederschlägt. Auch wenn es für Funktionäre aller Art, ob in Gewerkschaften oder Parteien, nicht nachvollziehbar ist, in der freien Wirtschaft erhält derjenige, der eine höhere Qualifikation, mehr Arbeitserfahrung und weniger Unterbrechungen in der Erwerbskarriere hat, einen höheren Lohn. Und das zurecht!

Nun hat sich zwischenzeitlich herumgesprochen, dass dann, wenn man den oben angesprochenen Unterschied im BRUTTOStundenlohn zwischen Männern und Frauen zur Hand nimmt und die angesprochenen Variablen in Rechnung stellt, vom Verdienstunterschied kaum mehr etwas übrig bleibt. Beim Statistischen Bundesamt verschwinden 15% von den 21%, und 6% bleiben übrig.

Wir haben seit 2011 viele Beiträge veröffentlicht, in denen wir auf die Idiotie hinter der Behauptung, die 21% Verdienstunterschied hätten irgend etwas mit Benachteiligung zu tun, hingewiesen haben. Langsam aber sicher ist diese Erkenntnis selbst bei öffentlich-rechtlichen Anstalten angekommen. Dass sich nur noch die größten Idioten trauen, die 21% überhaupt noch in einem Atemzug mit Benachteiligung in den Mund zu nehmen, geht mit Sicherheit auch auf unsere Arbeit zurück.

Und nun, da sich herumgesprochen hat, dass die 21% 21% und sonst nichts sind, nun stampfen die trotzigen Gören mit den Füssen auf und versuchen das, was Genderisten und andere Ideologen scheinbar am besten können: Sie lügen.

Nehmen wir zum Beispiel die folgenden Sätze, die heute in der ARD erschienen sind:

„Die Statistiker vermuten dahinter meist strukturelle Gründe: So würden in Berufen, die vornehmlich von Frauen ergriffen werden, oft auch geringere Gehälter gezahlt. Zudem arbeiteten Frauen häufiger als Männer in Teilzeit. Seltener finde man sie zudem in Führungspositionen. Hier könnten – so vermuten zumindest die Statistiker – auch Pausen zur Kindererziehung eine Rolle spielen“.

Die Statistiker die hier angesprochen sind, dass sind die öffentlichen Angestellten in der Presseabteilung des Statistischen Bundesamts, und die schreiben im Original:

„Demnach sind die wichtigsten messbaren Gründe für den unbereinigten Gender Pay Gap unterschiedliche Branchen und Berufe, in denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.“

Es findet sich keine Referenz auf die Kindererziehung, die Phantasie des ARD-Redakteurs. Vielmehr findet sich eine Referenz auf „ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation“. Das heißt im Klartext, dass Männer mehr verdienen, weil sie BESSER qualifiziert sind und weil sie die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um eine Leitungsposition einnehmen zu können, besser erfüllen. Die Frauen, die sich für die Erziehung von Kindern entscheiden, können hoffentlich besser Windeln wickeln als Männer, können im Beruf aber eben nicht dieselben Qualifikationen, Erfahrungen und Fähigkeiten in die Waagschale werden wie Männer.

Die Einschränkung, die „die Statistiker“ hier machen, „ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung“, ist eine erklärende Variable, die, wenn man sie berücksichtigt, den Verdienstunterschied von 21% zum Teil erklärt. Aber nicht nur das. Damit ist auch gesagt, dass berufstätige Männer im Durchschnitt (alle Aussagen beziehen sich natürlich auf den Durchschnitt aller Männer und aller Frauen) qualifizierter sind als Frauen und höhere Qualifikationen haben natürlich weitere Konsequenzen, die sich auf die Höhe des Lohnes auswirken. Aber dazu kommen wir gleich.

Nun, da es sich verbreitet hat, dass die Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen nichts mit Benachteiligung, sondern mit unterschiedlichen Lebensentscheidungen, mit unterschiedlicher Motivation, Arbeits(erfahrung) und Arbeitsleistung zu tun haben, nun ist den Genderisten eine ihrer liebsten ideologischen Lügen abhanden gekommen. Was machen Genderisten in einer solchen Situation? Sie lügen weiter.

In der ARD nimmt das die folgende Form an:

„Trotzdem: Arbeitnehmerinnen bekommen nach den jüngsten verfügbaren Zahlen (2014) auch bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde sechs Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen. Diese Zahl wird nur alle vier Jahre genauer erhoben.“

Als Gary Becker die Idee hatte, man könne versuchen, Diskriminierung invers zu bestimmen, also darüber, zu versuchen, Unterschiede umfassend zu erklären und bei umfassender Erklärung das Residuum als Diskriminierung interpretieren, da hat er vermutlich nicht gewusst, was er damit anrichtet, wenn diese Idee in die Köpfe von statistisch Minderbemittelten gelangt.

Im vorliegenden Fall sind die 6% das Residuum. Sie stellen genau dann eine Benachteiligung dar, wenn die Bedingungen für Männer und Frauen konstant gehalten werden UND alle Variablen, die zur Erklärung des Verdienstunterschieds notwendig sind, auch berücksichtigt wurden. Das wurden sie aber nicht. Die eklatante Auslassung aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts, die man vor dem Hintergrund der jahrelangen Versuche, die Lüge vom Gender Pay Gap salonfähig zu machen, als bewusste Unterschlagung werten muss, findet sich in der folgenden Passage aus der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts:

Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer.

Hier muss berücksichtigt werden, dass der ermittelte Wert eine Obergrenze ist. Er wäre geringer ausgefallen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.

Kurz: Die „Statistiker“ wissen, dass ihre Erklärung nicht vollständig ist, dass sie nicht umfassend ist, weil sie nicht alle Variablen, die für den Verdienstunterschied verantwortlich sind, berücksichtigt haben. Hätten sie das getan, die 6% wären mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwunden. Wir haben dies vor Jahren nur unter Hinzunahme der Überstunden durchgerechnet und weg war er, der Gender Pay Gap.

Die Meldung in der ARD hätte demnach – wäre dem verantwortlichen Redakteur etwas an der Wahrheit gelegen – lauten müssen: Werden die Unterschiede in Arbeitszeit, Arbeitsleistung und Arbeitserfahrung, die es zwischen Männern und Frauen gibt, berücksichtigt, dann kann der höhere BRUTTOStundenlohn von Männern über durchschnittlich mehr geleistete Arbeitszeit, eine höhere Arbeitsleistung und eine größere Arbeitserfahrung von Männern, ein höheres Humankapital im Vergleich zu Frauen erklärt werden.

Mit anderen Worten: Es gibt keine Lohnlücke. Es gibt kein Gender Pay Gap. Es gibt eine Gender Pay Gap Lüge, die Mittelschichtsfrauen mit zweifelhafter Ausbildung verbreitet haben, um sich als Opfer inszenieren und Steuergelder abgreifen zu können.

Und um noch ein Argument oben drauf zu setzen mit Blick auf die in der Pressemeldung des Statistischen Bundesamts angesprochenen Erwerbsunterbrechungen: Schon 2011 haben wir einen Beitrag veröffentlicht, in dem wir zeigen, dass sich Bildung für Frauen auf allen Bildungsstufen, also vom Hauptschulabschluss bis zum Hochschulabschluss MEHR lohnt als für Männer. Um die Frage zu entscheiden, wie sich Bildung auf das spätere Einkommen auswirkt, berechnen Ökonomen die sogenannte Bildungsrendite. Frauen haben in allen Bereichen eine höhere Bildungsrendite als Männer. Dass sie dennoch im Durchschnitt einen geringeren Stundenlohn erreichen als Männer liegt daran, dass das, was Ökonomen den „Reservation wage“ nennen, so hoch ist, dass es für Frauen als Anreiz dient, Arbeit für staatliche Alimentierung aufzugeben. Wer Elterngeld und Kindergeld und Muttergeld und… zahlt, der muss sich nicht wundern, dass die Bereitschaft von Frauen, sich im Beruf zu engagieren, gering ist, was sich in einem durchschnittlich niedrigeren Stundenlohn niederschlägt. Der Beleg für diese Behauptung stammt übrigens aus dem IAB, dem wissenschaftlichen Ableger der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit. Concetta Medolicchio und Thomas Rhein haben gezeigt, dass sich die Höhe von Kindergeld und Elterngeld negativ auf die Bildungsrenditen von Frauen auswirken. Der Text, den sie dazu geschrieben haben, ist in englischer Sprache. Solche Ergebnisse sollen schließlich nicht popularisiert werden. Kurz: Kindergeld und Elterngeld sind für Frauen ein Anreiz, die Arbeit einzustellen und sich in Fertilität zu üben. Weil sie nicht arbeiten, bleibt ihr Humankapital bestenfalls gleich, schlimmstenfalls verfällt es. Falls sie je wieder arbeiten, tun sie das mit deutlich weniger Humankapital als Männer und nicht zu letzt deshalb verdienen sie verdientermaßen weniger.

Bleibt noch nachzutragen, dass der DGB fordert, Berufen, die von Frauen dominiert werden, per Gesetz eine Lohnerhöhung zu verordnen. Wir fordern, das Gehalt von DGB-Funktionären per Gesetz zu halbieren und an diejenigen zu verteilen, die dieses Land trotz aller gewerkschaftlichen Hinderungs-Versuche am laufen halten, die Zugführer, die Kanalarbeiter, die Lkw-Fahrer, die Lageristen, Packer, Postangestellten usw.

Ein normaler Mensch, der zwei Zahlen sieht, die einen Unterschied zwischen zwei Gruppen z.B. im Verdienst darstellen, der wird denken, dass es für diesen Unterschied bestimmt gute Gründe wie höhere Produktivität gibt. Nur ein boshafter Mensch wird denken, die Angehörigen der Gruppe, die weniger verdient, werden absichtlich und in einer Form der konzertierten Aktion diskriminiert, von der man definitiv sagen kann, dass sie in großen Stil nur dann leistbar ist, wenn sie per Gesetz verordnet wurde. Genderisten sind anscheinend boshafte Menschen, verhärmte, vom Leben Enttäuschte, die die Schuld für ihr Scheitern anderen zuschieben wollen, Männern in ihrem Fall. Warum Männern? Freud könnte das erklären.

Medolicchio, Concetta & Rhein, Thomas (2011). The Gender gap of Returns on Education Across West European Countries. Nürnberg: IAB-Discussion Paper 20/2011.


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10 Kleine Negerlein – Politisch korrekte Verdummung

10 Kleine Negerlein, die kennen viele noch aus Ihrer Kindheit oder als Titel von Agatha Christies Buch, das in der Originalfassung aus dem Jahre 1939 übrigens „Ten little Niggers“ geheißen hat.

Es soll ja Menschen geben, die von Begriffen so in Mitleidenschaft gezogen werden können, dass sie physische und geistige, vor allem letztere Schäden als Ergebnis einer offensichtlich apotropäischen Magie davontragen. Falls wir aufgrund des Begriffs „Nigger“, den ein oder anderen Leser an das politisch-korrekte Paradies im Jenseits der Versprechung verloren haben, dann tut uns das nicht leid.

Zurück zu den 10 Kleinen Negerlein, dem Kinderlied:

Zehn kleine Negerlein,
Die fuhren übern Rhein;
Das eine ist in’s Wasser gefall’n,
Da waren’s nur noch neun.

[…]
Neun kleine Negerlein,
Die gingen auf die Jagd,
Das eine wurde totgeschoss’n,
Da waren’s nur noch acht.
[…]
Acht kleine Negerlein,
Die gingen in die Rüb’n,
Das eine hat sich totgegess’n,
Da waren’s nur noch sieb’n.
[…]
Sieben kleine Negerlein,
Die gingen zu ‘ner Hex’,
Das eine hat sie totgehext,
Da waren’s nur noch sechs.
[…]
Sechs kleine Negerlein,
Gerieten in die Sümf,
Das eine ist d’rin stecken geblieb’n,
Da waren’s nur noch fünf.
[…]
Fünf kleine Negerlein,
Die gingen mal zum Bier,
Das eine hat sich totgetrunk’n,
Da waren’s nur noch vier.
[…]
Vier kleine Negerlein,
Die aßen heißen Brei,
Das eine hat zuviel gegess’n,
Da waren’s nur noch drei.
[…]
Drei kleine Negerlein,
Die fuhr’n in die Türkei,
Den einen traf der Sonnenstich,
Da waren’s nur noch zwei.
[…]
Zwei kleine Negerlein,
Die fingen an zu weinen,
Der eine hat sich totgeweint,
Da gab es nur noch einen.
[…]
Ein kleines Negerlein,
Das fuhr mal in der Kutsch,
Da ist es unten durchgerutscht,
Da war’n sie alle futsch.
[…]

Tatsächlich werden Kindheitserinnerungen von manchen höher gewichtet als politische Korrektheit. Die Kindheitserinnerung hat oftmals auch nicht die real-brutale Version zum Gegenstand, sondern eine abgeschwächte, in der jedoch, entgegen aller politischen Korrektheit, weiterhin von 10 kleinen Negerlein die Rede ist. Doch der gesunde Menschenverstand, das zeigt eine kleine Analyse bei Amazon, ist stärker als die politische Korrektheit:

5,0 von 5 Sternen super…
Von Sandra am 31. August 2016
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
… dass ich das Buch hier gefunden habe. ich kenne es aus meiner Kindheit und wollte es unbedingt wieder haben. der Artikel wurde als gebraucht im guten zustand angeboten. das Buch hatte wirklich nur wenige Gebrauchsspuren und war in einem sehr guten Zustand. habe 7,80 Euro gezahlt. hab mich gefreut.

5,0 von 5 Sternen Kindheitserinnerung
Von M.J.am 3. Mai 2016
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Ich habe dieses Buch als Kind geliebt. Ich habe es immer bei meiner Oma gelesen. Leider ist es irgendwann abhanden gekommen und keiner wusste mehr wohin es verschwunden ist. Nun haben wir es wieder bestellt und unser kleiner Sohn findet es genauso toll wie ich

5,0 von 5 Sternen hanna wacker
Von hanna wacker am 7. September 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Die Qualität war sehr gut, und es weckt alte Erinnerungen auf .. Wunderbar ich hab mich sehr gefreut. Danke an euch

5,0 von 5 Sternen Bilderbuch
Von Mudda 47 am 1. Februar 2014
Format: Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Das Buch kenne ich noch aus meiner Jugend. Dass dieses Büchlein mit Rassismus in Verbindung gebracht wird , finde ich schade.
Ich habe dieses Büchlein für mich gekauft und hoffe, meine Enkel finde es ebenso liebenswert wie ich!

5,0 von 5 Sternen 1,2,3,4,5,6,7,8,9,10 kleine Negerlein
Von C. Stegmaier am 18. Mai 2010
Format: Gebundene Ausgabe
“10 kleine Negerlein…da waren’s nur noch 9…”
Auf jeder der zehn stabilen Pappseiten ist ein Negerlein weniger zu sehen. Immer ein Negerlein verschwindet, weil es sich verletzt hat o.Ä. Doch auf der letzten Seite sind alle 10 wieder versammelt.
Ein sehr schönes Bilderbuch mit zauberhaften Zeichnungen und einer netten, einfachen Reimgeschichte, die wiederkehrende Passagen enthält.
Absoluter Klassiker, immer wieder schön!

Natürlich gibt es auch hier den einen politisch-Korrekten der Anstoß nimmt. Was sonst sollte er auch sonst nehmen? Ein markanter Unterschied besteht zwischen den Reviews, die sich positiv über das Buch äußern und den wenigen, die sich negativ darüber äußern. Letztere belassen es nicht bei der negativen Bewertung. Sie wollen anderen verbieten, was ihnen nicht gefällt, andere in deren Vorlieben bewerten und maßregeln.

1,0 von 5 Sternen Absolut letztes Jahrhundert!
Von ReWu am 1. Mai 2015
Format: Gebundene Ausgabe
Könnte ich keinen Stern posten, würde ich das tun!
Leute, das geht gar nicht mehr!!!!!!!!!
Lasst Vergangenes los und kommt in der Gegenwart an: das N-Wort soll nicht mehr gesagt werden und DAS solltet ihr euren Kindern und Enkelkindern beibringen, anstatt in Erinnerungen zu schwelgen!

1,0 von 5 Sternen Rassistischer Titel
Von Gregory B. Williams am 10. September 2015
Format: Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte auf Amazon verboten werden, das Wort Neger ist rassistisch! Willkommen im 21zigstem Jahrhundert!
Und wenn Schwarze sich selber so nennen ist es noch was ganz anderes als wenn jemand anderes das tut! Weil heutzutage werden sie naemlich Schwarz genannt und es ist nicht abstossend fuer sie.

Das Wort „Neger“ ist natürlich nicht rassistisch. Rassismus ist ein Konzept, das sich auf menschliches VERHALTEN bezieht. Im Gegensatz zu den Knalltüten, die Rassismus in Worten entdecken zu können glauben, sind sich die meisten Sozialwissenschaftler, die ernsthaft mit dem Konzept „Rassismus“ beschäftigt sind, darüber im klaren, dass es um Handlungen und nicht um Worte geht. Eine Faust auf die Nase zu bekommen, tut weh, ein Wort entgegen geschleudert zu bekommen, nicht.

Dessen ungeachtet sind diejenigen, die in Weiterentwicklung von Wittgensteins Willkür nunmehr keine Sprachspiele mehr spielen, sondern Sprachkriege führen wollen, erst zufrieden, wenn es ihnen gelungen ist, anderen ihre verquere Sicht der Dinge aufzuzwingen, z.B. in dem man aus den 10 kleinen Negerlein, 10 kleine Kinderlein macht. Glücklicherweise gibt es noch genug Menschen mit dem entsprechenden Menschenverstand, die wissen, dass sie hier manipuliert werden sollen:

1 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen!
Von Rudolf Seeger am 13. Juli 2015
Verifizierter Kauf
Ich musste leider 1 Stern geben um eine Rezension abzugeben! Wer es fertigbringt ein uraltes Kinderlied zu vergewaltigen, nur um politisch korrekt zu sein, der sollte die Finger vom schreiben lassen !!! Zum Glück habe ich hier auch die Orginalfassung gekriegt.

Worte und Begriffe sind so etwas wie Zeitzeugen, vor allem dann, wenn es sich um demonstrative Begriffe oder um Konzepte handelt. Wer diese Worte eliminiert, richtet mehr Schaden an, als er in der Enge seiner politischen Korrektheit zu sehen vermag. In 20 Jahren, wenn alle Spuren der Neger getilgt sind, werden es die politisch-korrekten Geschichtsfälscher zwar geschafft haben, ihre eingebildeten Schmerzen, die durch Begriffe hervorgerufen werden sollen, beseitigt zu haben, aber nicht nur das. Sie haben jede Möglichkeit beseitigt, historische Entwicklungen zu verstehen, da sie die Begriffe, die sie nicht mögen, eliminiert haben. Die Vergangenheit besteht demnach für all diejenigen, die in politisch-korrekter Einöde erzogen werden, aus Begriffen, die sie weder kennen noch verstehen. Was man aus der Geschichte, die eine andere Sprache spricht als man selbst, lernen kann, ist offenkundig: Nichts. Das Projekt „politische Korrektheit“ führt demnach direkt in die a-historische Zukunft, in der das Denken durch das Fühlen ersetzt wurde. Was gefühlt werden darf, das geben natürlich die politisch korrekten Faschisten vor.

In diesem Sinne hat bei uns heute Florian Erhard das letzte Wort, als Primärquelle für jene geistige Verwirrung, die als politische Korrektheit in die Geschichte eingehen und von zukünftigen Generationen hoffentlich mit Humor genommen werden wird, sofern sie nicht beschließen, den Begriff der „politischen Korrektheit“ wegen des intellektuellen Kahlschlags, den er nach sich gezogen hat, zu verbieten….

1,0 von 5 Sternen Titel
Von Florian Erhard am 29. März 2013
Format: DVD
Das Wort “Negerlein” sollte in der heutigen Zeit nicht mehr verwendet werden. Siehe z.B. auch unsere Kinderbücher, die geändert werde…

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Demokratie als Happening? Hannovers demokratische Illiteraten

Es hat ganz den Anschein.

Ausgangspunkt ist eine Einladung zu einem Pressetermin. Vertreter derselben, die das Bedürfnis verspüren, ihren Lesern die Konterfeis des Oberbürgermeisters von Hannover, „Stefan Schostok, der Ersten Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette in Vertretung für die Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf sowie dem Personal und Kulturdezernenten Harald Härke“ zuzumuten, können sich am 2. Juni um 9.00 Uhr im neuen Rathaus von Hannover die entsprechende Munition holen, um auch noch den letzten Leser zu vergraulen.

Hannover Demokratiefestival 1Der Smilietermin ist der Auftakt zu ein einer Veranstaltung, die in Hannover als „Demokratiefestival“ bezeichnet wird. Irgendwie gehe es beim dem Festival, so die Überzeugung der Veranstalter, um Demokratie: „Ziel der Veranstaltung ist es“, so die Pressemitteilung aus Hannover, die uns ein geschätzter Kollege zugeschickt hat, “ein starkes Signal gegen Intoleranz, Rechtsextremismus und andere extremistisch geprägte Ideologien zu setzen. Zielgruppen sind alle Schulen, Berufsbildenden Schulen, Jugendtreffs sowie Jugend- und Kultureinrichtungen sowie Sprachlernklassen“.

Diese Zielsetzung erklärt, dass sich im Programm des Demokratiefestivals in Hannover so gar nichts finden lässt, was man als eine positive Bestimmung von Demokratie ansehen könnte. Demokratie, es mag den Hannoveranern entfallen sein, ist eine Regierungsform, bei der die Regierung durch die Wähler bestimmt und abgewählt werden kann. Wähler sind entsprechend der Souverän, und mehr gibt es über Demokratie nicht zu sagen.

Auf die Idee, dass Demokratie eine Regierungsform ist, bei der die Wähler Souverän sind, kommt man nicht unbedingt, wenn man sieht, was Hannover für die anvisierten Jugendlichen zum Demokratiefestival serviert:

“Setz[‘] Dich ein für Demokratie”, so lautet die Aufforderung, deren Umsetzung darin besteht, mit Klebebändern Sitzobjekte herzustellen und damit in Schulen ein Zeichen für Demokratie zu setzen.

Demokratie besteht also darin, mit Klebeband zu hantieren?

“Stimm‘ Dich ein für Demokratie”, so fordert das Programm (ohne Ausfallstrich übrigens). Die Einstimmung besteht darin, Texte zum Thema Demokratie zu schreiben und diese „sogar dem Publikum vorzutragen“. Demokratie als Bühnenperformance?

“Stillstehen für Demokratie”, ist der nächste Schnickschnack: Jugendliche sollen in Posen wie Schaufensterpuppen erscheinen, ein Selfie-knipsen und so ein Zeichen für die Demokratie setzen. Demokratie als Smartphone-Selbst-Inszenierung?

Unter dem Stichwort: „Eine starke Demokratie“ werden zwei Filme von Flüchtlingen gezeigt, in denen die Flüchtlinge ihre Träume und Wünsche und Hoffnungen erzählen. Demokratie als individuelles Wunschkonzert von Flüchtlingen?

Schließlich gibt es die bewegte Demokratie, also Tanz.

  • Demokratie, wie sie in Hannover am 2. Juni vermittelt werden soll, ist demnach:
  • Mit Klebebändern hantieren;
  • Eine Bühnenperformance;
  • Eine Smartphone-Selbstinszenierung
  • Tanz
  • Ein Wunschkonzert von Flüchtlingen

Irgendwie gewinnt man den Eindruck, dass die Hannoveraner nicht so wirklich wissen, was der Begriff “Demokratie” bezeichnet, und deshalb auf das zurückgreifen, was man von mittelmäßigen Event-Agenturen als mittelmäßige Veranstaltung zu nahezu jedem Gegenstand kaufen kann. Es fehlen nur die Fingerfarben, mit denen Demokratie an Scheiben geschmiert werden kann.

Die völlige Unfähigkeit, Demokratie positiv zu bestimmen, setzt sich fort in einer Ausstellung über die Rolle der Polizei im Nationalsozialismus und in einem Vortrag über “Islamofaschismus”. Beides ist nicht Demokratie. Das wissen wir. Aber was ist Demokratie? Die Hannoveraner haben keine Ahnung.

Hannover Demokratiefestival 2Sie benutzen ihr Festival vielmehr dazu, ideologische Indoktrination in Workshops anzubieten, Workshops, in denen die Rolle des Individuums in der Familie bestimmt werden soll, nicht etwa die Bedeutung von autonomen Akteuren für eine Gesellschaft; Workshops, die Gewalt und Aggression thematisieren und fragen, wie man Gewaltprävention und demokratische Werte im Eishockey vermitteln kann (auf so einen Unsinn muss man erst einmal kommen). Schließlich sollen junge Migranten zu Toleranz erzogen werden, junge männliche Migranten natürlich, denn weibliche Migranten müssen schon in einem anderen Workshop vor einer Zwangsehe geschützt werden.

Der Eindruck, dass in Hannover das Rathaus von demokratischen Illiteraten besetzt ist, die ihr Nichtverständnis als Happening unter der Überschrift „Kampf gegen Recht und für Toleranz“ verkaufen wollen, er ist durch das Programm dieses „Demokratiefestivals“ so fest eingegraben, dass man ihn, wollte man ihn erschüttern, erst einmal archäologisch vorbehandeln müsste.

Bleibt festzustellen, dass in Hannover Demokratie aus mehr oder weniger affigen Betätigungen (Wir entschuldigen uns bei allen Affen) zu bestehen scheint, die mit einem erheblichen Schuss Indoktrination angereichert werden. Dasselbe Festival könnte man in Pol Potts Kambodscha, in Mao Zedongs China oder in Hugo Chavez‘ Venezuela abhalten.

Niemand würde den Unterschied bemerken.

Schlimmer als im Dritten Reich: Indoktrination in Schulen dieses Mal von links

Wer keine Argumente hat, um Menschen zu überzeugen, muss u.a. dafür sorgen, dass Fragen, die ihn in Bedrängnis bringen, nicht gestellt werden, und Sichtweisen, die ihm nicht genehm sind, diskreditiert sind. Das macht Schulen als Ort der Indoktrination so wichtig.

„Die Stadt Essen ist von der französischen Grenze … km, von der belgischen Grenze … km entfernt (Atlas!). Wieviel Minuten braucht ein Flugzeug für diese Strecke bei 250 km Stundengeschwindigkeit? […] Auf dem Messtischblatt 1: 25 000 bildet die Innenstadt von Essen einschl. der Kruppschen Fabrik ein Rechteck von 10 x 6,5 cm. Wieviel km2 umfaßt das Rechteck (auf Ganze genau)? Wieviel Bomben von je 1000 kg wären zur Vernichtung dieses Gebietes erforderlich, wenn eine solche Bombe alle Gebäude im Umkreis von 50 m zum Einsturz bringt? … Wieviel Staffeln zu je 10 Flugzeugen müssten eingesetzt werden, wenn jedes Flugzeug zwei solcher Bomben mitführen könnte?“

Oder:

“Der jährliche Aufwand des Staates für einen Geisteskranken beträgt im Durchschnitt 766 RM; ein Tauber oder Blinder kostet 615 RM, ein Krüppel 600 RM. In geschlossenen Anstalten werden auf Staatskosten versorgt: 167 000 Geisteskranke, 8 300 Taube und Blinde, 20 600 Krüppel. Wieviel Mill. RM kosten diese Gebrechlichen jährlich? Wieviel erbgesunde Familien könnten bei 60 RM durchschnittlicher Monatsmiete für diese Summe untergebracht werden?“

Flessau_ Schule der DiktaturDie Schulausgaben stammen aus Schulbüchern, die im Dritten Reich zum Einsatz gekommen sind. Kurt-Ingo Flessau hat sie in seinem Buch „Schule der Diktatur“ als Beispiele für die Art und Weise, wie im Dritten Reich versucht wurde, Kinder und Jugendliche in Schulen auf Linie zu trimmen und mit der richtigen Ideologie zu versorgen, zusammengetragen [Das Buch von Flessau, das leider nicht mehr gedruckt wird, wie so viele kritische Bücher, ist übrigens sehr lesenswert!].

Schulen waren immer die Tummelplätze für diejenigen, die ihre ideologischen Finger nicht von Schülern lassen können, die ideologischen Missbrauch betreiben und ohne das Machtgefühl, Kinder und Jugendliche zu manipulieren, offensichtlich nicht leben können. Daran hat sich nichts geändert.

Heutige Schulen sind wieder die Tummelplätze von denen, die es nicht ertragen können, wenn Menschen eigenständige Gedanken haben und sich eigenständig Meinungen bilden, die von dem, was die Indoktrinateure für richtig halten, abweichen. Entsprechend finden sich in deutschen Schulbüchern, die für den Englischunterricht vorgesehen sind, Passagen wie die folgende, die uns ein Leser zugeschickt hat:

“”We live in an era of globalization.”
How often have we heard this?
And how often have we really thought about what it means? Most people think they know what it is, but do they really?

The term ‘globalization’ has taken on a life of its own. It has become a sort of mystical, romantic term. Globalization is seen as a beneficial thing, even a cosmopolitan thing, a ‘hip’ thing. It is seen as cutting edge to “go global”. Many people feel that globalization is a great force bringing the world closer together. There are even new cuddly phrases like ‘global village’ which make us feel good about globalization bringing us all closer together. But when we think about what globalization really is – when we look beneath this surface glamour – we can see the true meaning of the word and the true proponents of this phenomenon.

Unfortunately, globalization is not brought about by elementary school children writing to internet pen-pals (as cozy as that sounds). The real agents of globalization are our friends the multinational corporations – the ‘super-companies’. Globalization is nothing more than the product of the multinational corporation’s search for profit. So, rather than being driven by positive things like a wish to bring the world closer together, globalization is driven by corporations seeking to maximize profits, and part of that search for profits involves the search for cheaper labor. Many companies move into less developed countries to take advantage of the lack of organization of labor there which allows these companies to pay below subsistence-level wages.

So, rather than making the world a more friendly place, globalization is leading to things such as “Export Processing Zones” – places where millions of people – mostly women – make products which are then shipped into the more developed countries and sold for a huge profit. These zones are integral to what globalization is and does. So, the next time someone talks about the global community, ask yourself if this is something we really want.”

Für alle die des Englischen nicht mächtig sind, kann der Text einfach zusammengefasst werden: Globalisierung ist eine Erfindung der Großkonzerne. Großkonzerne haben die Globalisierung erfunden, um Menschen in armen Ländern auszubeuten und hohe Profite zu machen. Entsprechend macht Globalisierung die Welt nicht zu einem freundlichen Platz, sondern zu einem Platz, an dem vor allem Frauen ausgenutzt werden: „Wenn also das nächste Mal jemand von der globalen Gemeinschaft spricht, fragt Euch, ob Ihr das wirklich wollt“, so der letzte Satz dieses religiös-rechtsextrem-nationalistischen Textes, den man durchaus als Neuauflage der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung ansehen kann. Nur sind es dieses Mal (noch) nicht die Juden, die die Weltverschwörung und dieses Mal nicht die Versklavung des deutschen Volkes, sondern die Versklavung von vor allem Frauen finanzieren, sondern gesichtslose Großkonzerne. Und während die Nazis die jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung propagiert haben, um die militärische Expansion zu legitimieren, wird in diesem Schulbuchtext die Rückbesinnung auf die eigene Scholle als Lösung für alle Probleme propagiert. Geschrieben hat diesen rechtsextrem-nationalistischen Text Emily McMillan

McMillan ist im Vereinigten Königreich dafür bekannt, als Angestellte von JP Morgan rund 11.000 Pfund gestohlen zu haben, um ihre Drogensucht zu finanzieren. Dafür ist sie zwischenzeitlich verurteilt worden. Offensichtlich ist man beim Cornelsen Verlag der Ansicht, eine ehemalige drogensüchtige Assistentin des Managements bei JP Morgan sei das geeignete Rollenmodell, mit dem man deutsche Schüler konfrontieren müsse.

crossover-2Cornelsen trägt die Verantwortung für diesen rechtsextrem-nationalistischen Text, mit dem Schüler der 12. Klasse im Englischunterricht traktiert wurden. Crossover 2 nennt sich das Schulbuch, das den Text enthält, geradezu prophetisch, denn Crossover bedeutet „Überführung“ und meint in diesem Zusammenhang wohl, dass Schüler, die bislang von linker Ideologie unbeeindruckt und der Ansicht waren, freier Handel, Globalisierung und Kapitalismus seien für den Wohlstand verantwortlich, der u.a. Gestalten wie Emily McMillan möglich macht, zur richtigen Anti-Kapitalistischen und Anti-Globalisierungs-Ideologie überführt werden müssen.

Das Bemühen, deutsche Schüler auf den richtigen Großkonzern-Hasspfad zu bringen, ist in Deutschland so immens, dass man selbst mit drogensüchtigen Kriminellen gemeinsame Sache macht. Und deutsche Schüler sind offensichtlich in keinem Schulfach mehr davor sicher, mit linker Ideologie abgefüllt zu werden. Das ist widerlich und zeigt, dass viele Linke kein Konzept von Anstand und Moral, von Respekt, Toleranz und Demokratie haben. Damit bleiben sie selbst hinter den Nationalsozialisten zurück, belegt doch die Analyse von Schulbüchern, die im Englischunterricht im Dritten Reichs benutzt wurden, dass „nicht alle Schulbücher jener Zeit die nationalsozialistischen Lehren wiedergegeben und die Schuljugend sich nicht in allen Fächern fortwährender direkter oder indirekter politischer Beeinflussung und Meinungsbildung ausgesetzt gesehen hat“ (Flessau 1977: 139).

Die moderne, linke Indoktrination kennt diese Schlupflöcher nicht. Schüler werden anscheinend nach Betreten der Schule pausen- und gnadenlos mit der richtigen Ideologie verfolgt, vom angeblichen Anti-Rassismus bis zum Anti-Kapitalismus.

Wer kontrolliert eigentlich den Inhalt von vermeintlichen Schulbüchern – wer die Qualifikation der Autoren? Und was machen Schulämter.


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Unterrichtsmaterial – Es ist #NichtEgal, wenn alle Schwulen heterosexuelle Menschen hassen

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat einmal mehr eine sinnlose Verwendung von Steuermitteln entdeckt: Sie ist Partner von YouTube bei der infantilen Kampagne #NichtEgal, mit der gegen – na, gegen was? Krieg im Südsudan? Armut in der Sahel-Zone? Prostatakrebs bei Männern über 60 Jahren? Wasserknappheit in Guinea-Bissau? Krieg in Syrien? Überfischung der Weltmeere? Oder gegen Hassrede im Netz vorgegangen werden soll?

Richtig. Das derzeit wichtigste Thema, das so wichtig ist, dass man eine Kampagne nach der nächsten starten muss, um notleidende Aktivisten vor Arbeitsamt und der Gefahr, Weiterbildung und tatsächliche Arbeit erleiden zu müssen, zu retten, das ist natürlich HATE SPEECH.

Hass.
Hass ist überall.
Sie wachen morgens auf uns sehen in den Spiegel. Was sehen Sie? Sich? Nein: Hass!
Sie schalten das Radio an. Was hören Sie? Hate Speech!
Sie fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und lauschen der Hassrede ihrer Mitfahrer. Sie kommen am Arbeitsplatz an und tauschen die Mitfahrer gegen Kollegen. Sie schalten ihren Computer an und was erwartet Sie? Hass. Hass auf allen Seiten. Ständig sind sie nur einen Klick vom Hass entfernt. Hass in Bannerwerbung. Hass auf den Seiten der Bundesregierung, bei WELT; Fokus und BILD, Hass im Computerspiel und natürlich: Hass in sozialen Netzwerken, vor allem, in sozialen Netzwerken. Und das ist natürlich nicht egal. Es ist nicht egal, ob irgendwo auf Youtube irgendwer mit irgendeinem anderen eine Hassrede teilt oder einen Hasskommentar oder einen Hasspost …

nichtegalUnd weil das #NichtEgal ist, deshalb gibt es Unterrichtsmaterialien, mit denen bereits in Schulen dafür geworben werden soll, den Hass zu hassen, also auf Hassreden so mit Hass zu reagieren, dass man die Hassrede löscht, den Hassredner denunziert und … ja, wir kennen das, von der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Neu bei #NichtEgal ist, dass die Unterrichtsmaterialien mit einer Definition von Hassrede beginnen, nein mit drei Definitionen.

Die erste Definition stammt von Anatol Stefanowitsch und findet sich in einer Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung:

“Hassrede .. ist kein sprachwissenschaftlicher, sondern ein politischer Begriff mit mehr oder weniger starken Bezügen zu juristischen Tatbeständen“, so schreibt Stefanowitsch für die AAS-Stiftung und belehrt seine Leser, dass Hassrede nur dann Hassrede ist, wenn Hassrede Volksverhetzung ist, wenn also, wie es in § 130 StGB steht, in einer Weise, die geeignet ist, “den öffentlichen Frieden zu stören, 1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert [wird] oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet“ wird.

Hassrede ist also nur dann relevant, wenn sie geeignet ist den öffentlichen Frieden zu stören. Ob das, was Hubert K Fritz P. in der geschlossenen Facebook-Gruppe anvertraut, den öffentlichen Frieden stört? Hassrede im hier definierten Sinn ist auch eine Leugnung des Holocaust oder die Billigung der Willkürherrschaft der Nationalsozialisten, sofern beide öffentlich erfolgen.

NoHate3

Die Amadeu-Antonio-Stiftung lauert überall!

Die zweite Definition stammt aus einer Broschüre der – na? Richtig: Amadeu-Antonio-Stiftung. Dort lernen wir, dass Hassrede ein Konzept ist, das man „kaum“ katalogisieren oder definieren kann. Hassrede kommt nur vor, wenn es bereits eine „bestehende Diskriminierung von Gruppen aufgrund von Hautfarbe, Gender, Sexualität …“ gibt. Und Hassrede funktioniert nur: „wenn sie eine kollektiv verankerte Abwertung anspricht und im Einklang mit gesellschaftlicher Diskriminierung steht“.

Das ist eine erstaunliche Definition von Hassrede. Ob die Urheber dieser Definition wissen, was sie da schreiben? Tatsächlich binden sie die Existenz von Hassrede an vorhandene Diskriminierung. Um eine Hassrede zu führen, muss entsprechend eine Diskriminierung „kollektiv verankert“ und tatsächlich vorhanden sein. Ohne den Nachweis einer kollektiven Verankerung von Sexismus und ohne den Nachweis einer Diskriminierung nach Geschlecht ist entsprechend keine Hassrede möglich. Das erklärt manches, denn nur wer sich in einer gewissen Paranoia suhlt und überall, wo er geht und steht, Rassisten, Sexisten, Rechtsextremisten sieht und nur wer diesen seinen Einbildungen entsprechende tief sitzende Ressentiments unterstellt, quasi als Projektion der eigenen Ressentiments gegen diejenigen, die er als Rassisten, Sexisten oder Rechtsextremisten katalogisiert, ist fähig zur Hassrede und fähig dazu, überall Hassrede zu lesen und zu hören. Vielleicht hilft den Armen ja ein Hassrede-Entzug in einer geschlossenen Anstalt?

Die dritte Definition stammt von „No-Nazi-Net“, also von der AAS-Stiftung, die das No-Nazi-Net finanziert und lautet, wie folgt:

„Als ‚Hate Speech‘ bezeichnet man [nicht man, wir nämlich nicht] menschenfeindliche Äußerungen, die zu Gewalt, Ausgrenzung oder Benachteiligung gegenüber einer Person oder eine Gruppe von Menschen aufrufen, z.B. Volksverhetzung oder Leugnung des Holocaust“.

Auf den ersten Blick sind wir zurück bei Stefanowitsch und seiner Definition. Auf den zweiten Blick sind wir hier in einem Dilemma, denn nach der Definition von No-Nazi-Net ist die Leugnung des Holocaust keine Hassrede, während Stefanowitsch sie in seiner Definition eingeschlossen hat. Da die Leugnung des Holocausts keine Gewalt, Ausgrenzung oder Benachteiligung einer Person oder Gruppe von Menschen zum Gegenstand hat, sondern einen historischen Fakt bestreitet, kann die entsprechende Leugnung nach den Kriterien der dritten Definition keine Hassrede sein.

Was nun?
Ignorieren wir die dritte Definition, weil sie einen Widerspruch formuliert und die zweite Definition, weil sie so formuliert ist, dass Hassrede nur von Personen wahrgenommen werden kann, die einen psychologischen Schaden erlitten haben, dann sind wir zurück bei Stefanowitsch und seiner Gleichsetzung von Hassrede und Volksverhetzung. Warum man einen neuen Begriff einführen soll, um einen alten Begriff zu ersetzen, wissen wir nicht. Aber scheinbar macht es Stefanowitsch Spaß unnötige Komplexität zu schaffen. Lassen wir ihm seinen Spaß.

Somit liegt Hassrede dann vor, wenn in einer Weise, die den öffentlichen Frieden stören kann, zum Hass aufgestachelt wird, gegen andere, also durch eine andere nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe oder dann, wenn die Menschenwürde anderer dadurch angegriffen wird, dass sie wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden und wenn der Holocaust geleugnet und die Nationalsozialisten verharmlost werden.

Damit haben wir die zweite Aufgabe in den Unterrichtsmaterialien von #NichtEgal, die in Partnerschaft mit der Bundeszentrale für politische Bildung erstellt wurden, gelöst, die auf Basis der drei Definitionen gelöst werden sollte. Dass die drei Definitionen ausnahmslos von der AAS-Stiftung stammen, muss man wohl als Productplacement oder Schleichwerbung seitens der Bundeszentrale bezeichnen.

Nun, nachdem wir herausgearbeitet haben, was Hassrede sein soll und festgestellt haben, dass Hassrede Volksverhetzung ist und nichts anderes, nun können wir uns ans Werk machen, Aufgabe 3 zu lösen. Aufgabe 3 besteht darin, Hassreden zu identifizieren und wie immer, wenn man Schüler nicht in der Weise alleine lassen kann, dass sie zu kritischen Gedanken kommen, werden in den Unterrichtsmaterialien Beispiele gegeben. Folgende Beispiele:

  1. nichtegal2Alle Schwulen hassen heterosexuelle Menschen.
  2. Alle Ausländer sind gleich.
  3. Juden = Israel, Schwarze = Afrika.
  4. Wenn wir denen nicht zeigen, wo sie hingehören, haben wir nichts mehr zu lachen.
  5. Alle Muslime stellen die Scharia über das Grundgesetz.
  6. Wenn Ausländer klauen, ist es viel schlimmer, als würden Deutsche das tun.
  7. Meinungsfreiheit muss es auch mal ertragen können, dass ich Feministinnen scheiße finde.
  8. Diese Gutmenschen mit ihrem Genderwahn und ihrer ach so großen Toleranz können mich mal.
  9. Für ein Deutschland, das christlich bleibt.

Haben Sie bei den Beispielen bemerkt, wie sich langsam aber sicher eine bestimmte Ideologie einschleicht, die für sich in Anspruch nimmt, die einzig gültige Ideologie zu sein, das einzige Heil, das zum Vierten Reich führt?

Fangen wir mit (1), (2) und (5) an. Hierbei handelt es sich zum einen um empirische Aussagen, zum anderen um Allaussagen. Wenn jemand eine Allaussage über die Wirklichkeit aufstellt, macht er damit zweierlei: Er stellt eine Aussage auf, die man prüfen kann. Und er stellt eine Aussage auf, die schon mit einem Gegenbeispiel falsifiziert werden kann. (1), (2) und (5) sind somit keine Hassrede sondern empirische Aussagen, die falsifizierbar sind. Ein Schwuler, der keine heterosexuellen Menschen hasst, reicht zum Beispiel zur Falsifikation von Aussage (1). Aussage (2) ist darüber hinaus Unsinn, weil nicht klar wird, im Hinblick worauf und mit wem Ausländer gleich sein sollen. Ergebnis: Keine Hassrede.

hate_speech1Aussage (3) ist leicht als Unsinn zu erkennen, denn die Gleichsetzungen sind falsch, da außerhalb von Israel Juden leben und außerhalb von Afrika Schwarze. Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (4) ist ohne Bezug sinnlos. Erst wenn man „denen“ mit Sinn füllt, also z.B. denen als schlechte Clowns oder Spaßverderber operationalisiert, kann man die Aussage sinnvoll interpretieren. Und in der Tat feststellen, dass dann, wenn wir Spaßverderbern nicht zeigen, wo sie hingehören, wir bald nichts mehr zu lachen haben. Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (6) mangelt ebenfalls eine Bestimmung, denn schlimmer ist nicht nur ein zweistelliger Funktor im Hinblick auf die Vergleichsgruppe, es bedarf auch einer Bestimmung von schlimmer im Hinblick worauf: Schlimmer im Hinblick auf die Straffolge: Landen Ausländern schneller im Gefängnis als Deutsche? Schlimmer im Hinblick auf den Tatanlass: Ist die Not, die Ausländer zum Diebstahl treibt, größer als die deutscher Diebe? Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (7) ist vollkommen richtig. Wenn Feministinnen nicht damit leben können, dass es Menschen gibt, die sie „scheiße finden“, dann haben sie eine Lebensleistung die den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter signalisiert, nicht erbracht. Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (8) können wir uns nur anschließen. Sie ist eine Aussage, die deutlich macht, dass der Aussagende in Zukunft bitte nicht mehr von Gutmenschen belästigt werden will. Das werden die entsprechenden Gutmenschen doch wohl akzeptieren und tolerieren oder? Ergebnis: Keine Hassrede.

Ob Aussage (9) aus dem Parteiprogramm der CDU oder der CSU stammt, konnten wir nicht klären. Dass es auch im Interesse der Katholischen Kirche ist, dass nicht alle Christen zum Buddhismus übertreten, ist ebenfalls klar, so dass man sich fragt, was die Aussage hier soll, wenn es nicht darum geht, die Offiziellen der Katholische Kirche als Hassprediger hinzustellen? Ergebnis: Keine Hassrede.

free Hate speechDie Frage, was mit den Beispielen und den gesamten #NichtEgal Unterrichtsmaterialien bezweckt werden soll, ist keine triviale Frage, denn unter den neun Beispielen kann nur jemand Hassrede finden, der bereits mit einer entsprechenden Voreinstellung, einem entsprechenden Vorurteil, einem entsprechenden Hass an die Aufgabe geht und mehr liest, als da steht, jemand der eine Ideologie an die Wirklichkeit heranträgt und auf deren Grundlage Aussagen bewertet, so dass eine Ablehnung von Feministinnen zur Häresie wird, also zur Hassrede und die Bezeichung Gutmensch zur böswilligen Verächtlichmachung. Entsprechende Menschen sind leider nicht in der Lage, ihre Bewertung von ihrer Wahrnehmung zu trennen. Sie sehen keine Menschen mehr, sie sehen nur noch Gruppen: Freunde und Feinde. Sie lesen keine Sätze mehr. Sie lesen nur noch Hassrede oder Nicht-Hassrede. Sie können einem Leid tun, diese Ideologen. Ihre Welt muss furchtbar sein. Überall sehen sie, was sie sich in ihren Köpfen zusammenbrauen – nirgends mehr, was ist. Erschreckend.

Was derartige Projektionen geistiger Abgründe allerdings in Schulen verloren haben sollen, und wie es sein kann, dass die Bundeszentrale für Politische Bildung für derartigen Unsinn Steuergelder verschwendet, sind Fragen, die man nicht einfach unbeantwortet lassen kann, zum einen haben Unterrichtsmaterialien ein gewisses Niveau zu erfüllen und dienen dazu, Schülern etwas beizubringen, nicht dazu, sie zu verdummen. Zum anderen hat auch die Bundeszentrale für politische Bildung mit Steuergeldern verantwortlich umzugehen.

Gibt es eigentlich noch den Bund der Steuerzahler oder den Bundesrechnungshof? Wenn ja, was machen die? Denn: Wofür Steuergelder ausgegeben werden, ist #NichtEgal.


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