Rassistische Denkstrukturen: Goethe wäre heute an seiner Uni in Frankfurt nicht erwünscht

Gut, das Johann Wolfgang von Goethe bereits tot ist.

Wäre er nicht tot, er wäre unerwünscht; Persona non grata; und zwar ausgerechnet an der Universität, die seinen Namen trägt.

Dort haben sich „rund 60“ Personen, Laiendarsteller, die an öffentlichen Bildungseinrichtungen aus nicht nachvollziehbaren Gründen geduldet werden, als aufgeklärter Diskurs etabliert. Von hieraus bekämpfen sie alles, was sie für „fernab“ dieses „aufgeklärten Diskurses“ halten. Fern ist auch die Diagnose, die sie ihren Einschätzungen zu Grunde legen, wie z.B. die Ferndiagnose, die sie Rainer Wendt im Hinblick auf seine Denkstrukturen erstellt haben. Rassistisch seinen seine Denkstrukturen. Keinerlei wissenschaftliches Mittel, keim Kernspintomograph oder sonstiges Instrumentarium ist bei dieser Diagnose zum Einsatz gekommen, nicht einmal eine Schlußfolgerung aus empirischem Material. Völlig wissenschaftsfrei hat sich die Erkenntnis über Wendt in Form einer Erleuchtung eingestellt, eine, die die Erleuchteten wie ein Blitz ereilt und ihre Neuronen in einer Weise versengt, die jede weitere Informationsaufnahme unnötig erscheinen lässt. Die Erkenntnis ist fix. Anhörung des Fernbeschuldigten, Debatte, Diskussion, gar Argumentation mit ihm nicht mehr notwendig. Es gilt die eigene Erleuchtung.

Derartige Blitze, die bislang freie Neuronen an ihre Synapsen kleben und allen weiteren Informationsaustausch unnötig machen, ereilen die dafür Prädisponierten nicht nur in räumlicher, sondern auch in zeitlicher Entfernung. Deshalb prognostizieren wir, dass auch ein Vortrag von Goethe von rund 60 Heilsbringern an der Goethe Universität in Frankfurt verhindert würde.

Hier die Gründe, warum Goethe in Frankfurt nicht erwünscht wäre.
Gefunden in seinen Schriften:

Rassismus und egozentrierte Fremdenfeindlichkeit:

Anti-Feminismus

  • „Das Sprichwort sagt: Ein eigner Herd, // Ein braves Weib sind Gold und Perlen wert.”
    „Besonders lernt die Weiber führen; // Es ist ihr ewig Weh und Ach // So tausendfach // Aus e i n e m Punkte zu kurieren.“

Sexismus.

Die Werke von Goethe sind im Geist heteronormativer Männlichkeit geschrieben.

Anti-Kollektivismus

  • “Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen, // Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus.”

Intellektualismus

  • “Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? // Die wenigen, die was davon erkannt, // Die töricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten, // Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten, // Hat man von je gekreuzigt und verbrannt.”
  • “Wer sich behaglich mitzuteilen weiß, // den wird des Volkes Laune nicht erbittern.”

Schlimmer als die Vorwürfe, die Goethes politisch korrekte Weste verschmutzt haben, ist wohl die Tatsache, dass Goethe für Gestalten wie die 60 Frankfurter Kleingeister, die etwas retten wollen, von dem sie keine Ahnung haben, nur Verachtung übrig hat:

  • “Bei euch, ihr Herrn, kann man das Wesen // Gewöhnlich aus dem Namen lesen.”
  • “Bescheidne Wahrheit sprech ich dir. // Wenn sich der Mensch, die kleine Narrenwelt, // Gewöhnlich für ein Ganzes hält.”
  • “Der saubern Herren Pfuscherei // Ist, merk ich, schon bei Euch Maxime.”

Solche kritischen Geister, solche Personen wie Goethe, die sich abseits dessen aufstellen, was für Kleingeister der „aufgeklärte Diskurs“ ist, sie sind im Jahre 2017 an der Goethe Universität unerwünscht.

“Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, // Es müsse sich dabei doch auch was denken lassen“, schreibt Goethe im Faust.

Er irrt.

Kleingeister zeichnen sich nicht dadurch aus, dass sie von Worten zum Denken angeregt werden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Worte ihre Glaubenssätze stimulieren. Die Reaktion auf diesen Stimulus ist entweder räudig oder freudig, in keinem Fall rational, in keinem Fall „gedacht“.

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Totalitäre Amadeu-Antonio-Stiftung: Die Feigheit der Feinde der offenen Gesellschaft

Die Vorgeschichte der Posse, die sich zwischen dem Antaios-Verlag und der Amadeu-Antonio-Stiftung abgespielt hat, sparen wir uns. Es reicht, festzustellen, dass der Börsenverein des Deutschen Buchhandels es für notwendig gehalten hat, der AAS-Stiftung unentgeltlich eine Bühne bereitzustellen, um ein Gegengewicht, gegen den Antaios-Verlag zu setzen. Warum man ausgerechnet eine Stiftung, die mit öffentlichen Mitteln am Leben erhalten werden muss, weil auf einem offenen Markt keine Nachfrage nach ihren Leistungen besteht, einem erfolgreichen Privatunternehmen, das schon mehrere Bestseller verlegt hat, gegenüberstellen zu müssen glaubt. Vielleicht war es Verzweiflung, weil es halt niemanden gibt, der sich für nichts zu schade ist, außer der AAS-Stiftung.

Schildbürger von hier

Im Vorfeld zu dieser geplanten Konfrontation hat sich der Antaios-Verlag in einem offenen Brief an die AAS-Stiftung gewendet und „Gespräche auf Augenhöhe“, unser Chef mit Eurem, zwei Mitarbeiter von uns und zwei Mitarbeiter von Euch, angeboten. Wie nicht anders zu erwarten, hat die AAS-Stiftung gekniffen. Die Feigheit ist eben größer als die Überzeugung und das Feuer, das angeblich den Kampf für die Demokratie antreibt.

Nun haben manche Mittelschichtler, die so sehr von sich eingenommen sind, dass sie nicht mehr merken, wenn sie sich lächerlich machen, die Angewohnheit, einen bereits erfolgten Gesichtsverlust noch mit einer weiteren Peinlichkeit zu krönen: Im Fall der AAS-Stiftung besteht die neue Peinlichkeit in der folgenden Begründung der eigenen Feigheit.

„Eine Diskussion „auf Augenhöhe“ mit den Neuen Rechten würde bedeuten, dass wir unsere demokratischen Überzeugungen zur Debatte stellen. Grund- und Menschenrechte oder die offene Gesellschaft und ihre Errungenschaften zur Disposition stellen? Der Neuen Rechten entgegen kommen und ihre Meinungen diskutabel machen? Nein, dazu sind wir nicht bereit. Die Amadeu Antonio Stiftung wird der Neuen Rechten nicht die sehnlich herbeigewünschte Bühne bieten, um ihre Propaganda zu verbreiten.“

Fangen wir mit dem Begriff der „offenen Gesellschaft“ an. Die „offene Gesellschaft“ ist eine Schöpfung, die untrennbar mit dem Namen Sir Karl Raimund Poppers verbunden ist. Die offene Gesellschaft ist eine liberale, eine demokratische Gesellschaft, die sich durch zwei Dinge auszeichnet: Kritik und die Möglichkeit, die Regierung abzuwählen (Popper war zeitlebens ein Verfechter der Mehrheitswahl). Kritik ist für Popper die einzige Möglichkeit, Erkenntnis zu gewinnen. Er stellt diese Methode explizit denen entgegen, die eine geschlossene Gesellschaft wollen, die den Himmel auf Erden versprechen, wie Popper es ausgedrückt hat. Diejenigen, die den Himmel auf Erden versprechen, die Sozialisten und Kommunisten, die Gutmenschen und sonstigen Unverrückbaren im Geiste, sie sind Feinde der offenen Gesellschaft. Sie sind nicht bereit, ihre Überzeugungen zur Diskussion zu stellen. Sie sind nicht bereit, Kritik an ihren Überzeugungen zuzulassen. Sie sind Faschisten und Anhänger des totalitären Staates. Sie sind die Amadeu-Antonio-Stiftung, bei der man nicht bereit ist, die eigenen angeblich demokratischen Überzeugungen zur Debatte zu stellen.

Wer dazu nicht bereit ist, wer nicht bereit ist, zu lernen, ist per definitionem eine autoritäre Persönlichkeit, ein Dogmatiker, dem mehr an seiner Ideologie als daran gelegen ist, die eigene Überzeugung ständig der Kritik auszusetzen, um Schwachstellen oder Fehler ausmerzen und die eigene Überzeugung verbessern zu können. Wer Kritik fürchtet und Diskussionen aus dem Weg geht, lebt in einer geschlossenen Gesellschaft und in geschlossenen Gesellschaften, solchen, in denen die Amadeu-Antonio-Stiftung unterwegs ist, gibt es keine Demokratie, sondern die totalitäre Herrschaft einer Priestersekte, die über die sakrosankt gesetzten Inhalte der totalitären Ideologie, über die nicht diskutiert wird und die nicht kritisiert werden darf, wacht.

Insofern könnten die Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung in einer Diskussion mit der Neuen Rechten weder Grund- noch Menschenrechte noch die offene Gesellschaft und ihre Errungenschaften zur Disposition stellen, denn die AAS-Stiftung ist kein Teil der offenen Gesellschaft, sie zählt zu denen, die für Popper als Feinde der offenen Gesellschaft gelten. Die Feinde der offenen Gesellschaft sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Grundrechte, wie das Recht, seine Meinung frei zu äußern, aushöhlen und in Frage stellen und Menschenrechte nur denen zugestehen, die die richtige Überzeugung, die, die nicht in Frage gestellt werden darf, haben.

Im Zweiten Band der offenen Gesellschaft schreibt Popper: “der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle. Dieser Versuch führt zu Intoleranz, zu religiösen Kriegen und zur Rettung der Seelen durch die Inquisition“ (277).

Die Berliner Seelenretter, die zu feige sind, sich einer öffentlichen Diskussion zu stellen, haben einmal mehr deutlich gemacht, dass ihnen die Inquisition und die Bekämpfung derer, die anderer Meinung sind, näher liegt, als der demokratische Austausch, der in einer offenen Gesellschaft vorsieht, dass JEDE Überzeugung der Kritik unterzogen und durch Kritik verbessert werden MUSS. Durch ihre eigene Aussage haben sich die Mitarbeiter der AAS-Stiftung außerhalb dieses demokratischen Grundkonsenses gestellt. Sie sind damit per definitionem Feinde der offenen Gesellschaft.

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(Keine) Heimat: Die Sprachpolizei ist wieder aktiv

Fast hätten wir Anatol Stefanowitsch, den Professor für die “Struktur des heutigen Englisch” an der FU Berlin, der vornehmlich zu Fragen der „Struktur des heutigen Deutsch“ seinen Senf gibt, vergessen. Doch nun hat sich Stefonwitsch, bereits ein Vorkämpfer geschlechtergerechter deutscher Sprache, wieder in Erinnerung gebracht.

Der Begriff der Heimat, er passt ihm nicht.

Und weil ihm der Begriff nicht passt, weil er eine persönliche Abneigung gegen den Begriff hat, deshalb will er seine Benutzung im Politischen verbieten oder verhindern. Die Begründung dafür, warum er seine persönliche Vorliebe zur Pflicht für andere erklären will, kann man auf vier Sätze reduzieren.

  • Heimat sei ein Ort, mit dem sich positive affektive Konnotationen verbinden.
  • Heimat sei immer derselbe Ort.
  • Wer deshalb von einem Ort zum anderen wandere, sei nur Zuhause, aber nicht daheim.
  • Weil er nicht daheim sei, im Zuhause, deshalb sei er ausgeschlossen, diskriminiert, werde er zum Fremden und deshalb habe „Heimat in der Politik nichts zu suchen“, geht es doch, wie man folgern muss, für Stefanowitsch in der Politik darum, andere nicht zu Fremden zu machen, sie nicht auszuschließen.

Der alltägliche Totalitarismus, er hat Stefanowitsch in Beschlag genommen und davongetragen.

Um dies zu zeigen, muss man gar nicht darauf verweisen, dass manche Menschen ihre Heimat von Ort A nach Ort B verlagern, wir zum Beispiel, problemlos und falsifizierend für den Essentialismus, den Stefanowitsch mit dem Begriff verbindet. Es reicht, die unausgesprochenen Prämissen von Stefanowitsch ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen.

Der Begriff „Heimat“, so lässt sich, was Stefanowitsch schreibt, verallgemeinern, beschreibt eine affektive Bindung an einen Ort.
Affektive Bindungen an z.B. die Heimat haben die Konsequenz, dass sie Dritte ausschließen, Dritte, die die affektive Bindung an, sagen wir: die Südpfalz, nicht teilen.
Sie, so folgert Stefanowitsch, werden ausgeschlossen, sie werden zu Fremden.
Die Politik müsse aber integrierend wirken und dürfe niemanden ausschließen (außer den AfD-Wählern und den AfD-Mitgliedern und den AfD-Sympathisanten und den AfD-Toleranten und den Rechten usw.), für den Stefanowitsch beschlossen hat, dass man ihn nicht ausschließen darf.

Ich Anatol, Professor und Gott …

Nähme man ernst, was Stefanowitsch allen Ernstes in die Tageszeitung geschrieben hat, dann wären die Folgen für die Politik unübersehbar.
Denn es ist nicht einzusehen, dass nur ein Stefanowitsch das Recht haben soll, seine persönlichen Vorlieben für andere zur Verbindlichkeit zu erklären.
Affektive Bindungen, die per definitionem diskriminierend sind, gibt es nicht nur mit Bezug auf Heimat. Es gibt sie in so vielen Formen, dass für die Politik kein Gegenstand mehr übrig bleibt.

Eine Beziehung ist eine affektive Bindung, die alle-1 ausschließt. Eine schlimmere Form der Diskriminierung und der Schaffung von Fremden kann man sich kaum vorstellen. Entsprechend hätte alles, was mit Beziehung und Familie zu tun hat, aus der Politik zu verschwinden, ginge es nach Stefanowitsch.

Affektive Bindungen kann man nicht nur zu Orten oder anderen Menschen aufbauen, man kann sie auch mit Bezug auf Ideen, Einstellungen, Überzeugungen etablieren. Manche sind z.B. in affektiver Bindung mit ihrer sexuellen Orientierung, sehen ihre LSBTusw. als Definiendum des eigenen Seins. Damit schließen sie alle Heterosexuellen aus, machen sie zu Fremden, spalten die Gesellschaft. Auch LSBTusw. haben, nähme man Stefanowitsch ernst, in der Politik nichts zu suchen.

Dasselbe gilt für Gender Mainstreaming, das für viele Feministen zum affektiven Lebensinhalt geworden ist. Es schließt Männer aus und hat nach Stefanowitsch in der Politik nichts zu suchen.

Die Liste der Gegenstände affektiver Bindung, die nach Stefanowitsch nichts in der Politik zu suchen haben, sie ist unüberschaubar:

  • Umwelt-/Klimaschutz;
  • Windräder und andere unzuverlässige Energieformen;
  • Kampf gegen Rechtsextremismus;
  • Anti-Kapitalismus;
  • Die Düngemittelverordnung;
  • Arbeitslosengeld;
  • Hilfe für Flüchtlinge;
  • Anti-Rassismus;
  • Frauenquote;
  • Soziale Dienste;
  • Caritas;
  • Das Jugendamt;
  • Geschlechtergerechte Toiletten;
  • Kindergeld;
  • Bundeswehr;
  • Demokratieerziehung;
  • Parteienfinanzierung;
  • Strafgesetze;

Es gibt kaum einen Gegenstand des Politischen, an dem keine affektiven Bindungen beteiligt sind und der nicht diskriminierend wirkt, der nicht die Gesellschaft in Befürworter und Gegner, in Begünstigte und Nettozahler usw. unterteilt. Das genau ist nämlich der Gegenstand des Politischen, Dinge, die diskriminieren auf dem freien Markt der Ideen und ohne totalitäre Eingriffe zu diskutieren und zu Entscheidungen darüber zu kommen, wer durch Entscheidungen besser, wer schlechter gestellt werden soll.

Das nennt man auch Demokratie. Zur Erinnerung: Eine Demokratie lebt davon, dass ein Wettbewerb zwischen Ideen stattfindet, ein Wettbewerb, der es den Marktteilnehmern ermöglich, sich für eine Idee zu entscheiden. Welche Idee letztlich das Rennen macht, ist eine Entscheidung der Mehrheit und eine Frage der Fähigkeit von Ideen, sich an die Bedingungen der Zeit anzupassen. Um einen Wettbewerb der Ideen gewährleisten zu können, muss der Zugang zum Markt der Demokratie unbeschränkt sein und jedem, sei seine Idee auch noch so schräg, offen stehen. Weil dem so ist, muss man Leute wie Stefanowitsch, den den Zugang zum Markt der Demokratie nach ihren eigenen Vorlieben gestalten und mit Schranken und Privilegien versehen wollen, als Feinde der Demokratie ansehen, die ihre totalitären Phantasien auszuleben versuchen.

Deshalb wäre es in einer demokratischen Gesellschaft so, dass es Anbieter im Markt des Politischen gibt, die mit Begriffen wie “Heimat” werben und den entsprechenden Nachfragern eine – wenn man so will: politische Heimat bieten. Andere, die mit Heimat eher nichts anfangen können, könnten ihre politische Heimat bei anderen politischen Anbietern suchen. And never the twain shall meet. Leute wie Stefanowitsch, die in einem Schwung Angebot und Nachfrage verbieten wollen, sind somit keine Demokraten. Sie sind totalitär, auf Kontrolle des Marktes und auf die Bevormundung derer ausgerichtet, die sie für Fremde halten, die ihnen Angst machen, die ihnen zeigen, dass es Gruppen gibt, zu denen sie nicht gehören. Und genau das, nicht dazu zu gehören, dass können die Stefanowitschs dieser Welt nicht aushalten. Deshalb wollen sie verbieten, was sie ausschließt und zeigen damit aller Welt, wie schwach, wie ängstlich sie sind oder, je nach Gewichtung, wie viele Sprünge sie in der Schüssel haben, wenn sie bereits mit Begriffen ins Bockshorn zu jagen sind. Sie sind offensichtlich nicht geeignet, um in einer Freien Gesellschaft, in einer Gesellschaft offener politischer Märkte zu leben. Nach dem Ende der Sowjetunion, dem Ruin des Arbeiter- und Bauernstaates bleiben fast nur Nordkorea und Venezuela als Zuflucht für diejenigen, die keine Freiheit, vor allem dann, wenn andere sie nutzen, ertragen können.

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Wollt Ihr den Totalen Grünen Staat?: Grüne verbreiten Lügen in Bundestags-Drucksache 18/12644

Theodor Adorno, dessen Name aufgrund historischer Zufälle ausgerechnet mit einer quantitativen Studie, deren Ziel die Erklärung der Unterstützung, wie sie extremistische Organisationen wie die NSDAP darstellen, verbunden ist, wird deshalb unweigerlich genannt, wenn es um die Autoritäre Persönlichkeit geht.

Studien AdornoDie Autoritäre Persönlichkeit, das ist eine defizitäre Persönlichkeit, deren Versuch, eine soziale Bindung zu finden und nach außen als Persönlichkeit zu erscheinen, regelmäßig in den Armen der Anbieter von Extremismus endet. Für Adorno, Frenkel-Brunswick, Levinson und Sanford waren diese Anbieter vornehmlich auf der rechten Seite des politischen Spektrums zu finden.

Eine falsche Überzeugung, wie sich in der Folge gezeigt hat (nicht nur durch die Untersuchungen von Milton Rokeach). Extremismus finden sich auf der linken Seite des politischen Spektrums mindestens so häufig wie auf der rechten Seite des politischen Spektrums, vermutlich findet er sich häufiger und daher kann man begründet annehmen, dass die Anzahl autoritärer Persönlichkeiten auf der linken Seite größer ist, als auf der rechten Seite.

Ein Aspekt, der autoritären Persönlichkeiten besonders auszeichnet, ist eine kognitive Störung, die man unter Rückgriff auf Festinger als Ausschlussverfahren für Informationen, die der eigenen Überzeugung widersprechen, bezeichnen kann. Das Alleinstellungsmerkmal, das nach unserer Ansicht in diesem Punkt Linke von Rechten trennt, besteht darin, dass Rechte Informationen passiv konsumieren und Informationen, die von ihrer Überzeugung abweichen, schlicht ignorieren, während Linke, ihrem intellektuellen Anspruch entsprechend, versuchen, abweichende Informationen zu beseitigen, entweder dadurch, dass sie die Verbreiter abweichender Informationen mundtot oder anderweitig sozial tot machen oder dadurch, dass sie ein gesellschaftliches Klima zu etablieren versuchen, in dem abweichende Informationen gar nicht erst auftauchen können.

Die Mittel der rekonstruktiven Sozialforschung, die Ralf Bohnsack in seinem kleinen Bändchen mit eben diesem Titel beschreibt, insbesondere seine dokumentarische Methode, sind geeignen, um darzustellen, wie die Grünen die Wahrheit unterdrücken, wie sie lügen, um ihre Überzeugung als einzig richtige Überzeugung hinstellen zu können.

logo_bundestagDie entsprechende Methode der grün autoritären Persönlichkeiten, wie man wohl feststellen muss, sind in der „Kleinen Anfrage der Abgeordneten Monika Lazar, Özcan Mutlu, Luise Amtsberg, Volker Beck (Köln), Katja Keul, Renate Künast, Irene Mihalic, Dr. Konstantin von Notz, Tabea Rößner, Elisabeth Scharfenberg, Ulle [kein Tippfehler] Schauws, Hans-Christian Ströbele und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“ verewigt.

Die Anfrage ist ein Paradebeispiel dafür, wie linke autoritäre Persönlichkeiten versuchen, Informationen und Handlungen, die ihnen nicht gefallen, auszuschalten, um sich ihre eigene kleine faschistische Welt zu bauen, in der sich nur Klone von ihnen finden.

Die Anfrage hat „Mixed-Martial-Arts (MMA)“, also Kampfsport zum Gegenstand und somit etwas, was Grünen nicht passt. Wer sich die Grünen Abgeordneten zu Gemüt führt, hat sicher keine Probleme festzustellen, warum die entsprechenden Abgeordneten an dem Ausdruck, den Maskulinität und Körperbeherrschung in Mixed-Martial-Arts finden, keinen Gefallen finden können.

Nun belassen es linke autoritäre Persönlichkeiten nicht dabei festzustellen, dass Mixed-Martial-Arts eben nicht ihr Ding sind. Nein, linke autoritäre Persönlichkeiten wollen nicht, dass es etwas, was nicht ihr Ding ist, gibt. Entsprechend versuchen sie, die Mixed-Martial-Arts zu diskreditieren.

Wie tut man das heute?

ultimate fighting

Mixed-Martial Arts

Indem man behauptet oder besser: insinuiert, denn zu mehr reicht gewöhnlich der Mut nicht, dass Mixed-Martial-Arts vornehmlich, ausschließlich oder doch in weiten Teilen von Rechtsextremen betrieben werden.

Warum sollen ausgerechnet Rechtsextreme sich mit Kampfsport beschäftigen, der im fernen Asien entwickelt wurde, also durch und durch „undeutsch“ ist?

Die Antwort, abermals insinuiert, findet sich im Kleinen Antrag der Grünen in der Aussage, dass das „Ziel bei MMA ‚anders als in allen anderen Kampfsportarten, offen und ausschließlich die Verletzung des Gegners an Körper, Gesundheit und Leben“ sei.

Können Sie das autoritäre Gehirn bei der Arbeit sehen? Es darauf anzulegen, andere zu verletzten, Kampfsport, Ziel: Den Gegner zu schädigen. Das kann nur rechts sein. Denn Rechtsextreme wollen vor allem Menschen körperlich verletzten. Das ist das Narrativ, das Grüne gerne durchsetzen würden:

Mixed-Martial-Arts-Sportler sind Rechtsextreme, die ihren Kampfsport erlernen, um im Straßenkampf die Grünen und die anderen Linken zu verprügeln und an der Gesundheit zu schädigen. Und auch wenn ein einfacher Blick auf Grüne den Schluss zur Folge hat, dass man kaum Martial-Arts kundig sein muss, um Grüne zu verprügeln, hat dieses Narrativ, dass Rechte extra Kampfsport lernen, um Linke und Grüne zu verprügeln, etwas, was das Ego von Grünen Anfrageschreibern scheinbar wachsen lässt.

Wir halten fest: Die Kleine Anfrage beginnt damit, dass Grüne, wie sie die Welt so durchwühlen, auf etwas treffen, was ihnen nicht gefällt: Mix-Martial-Arts. Weil ihnen Mixed-Martial-Arts nicht gefallen (Stimulus), folgt die Feststellung (Reflex) auf dem Fuße, dass es sich bei Mixed-Martial-Arts um eine rechtsextreme Betätigung handeln müsse, insbesondere, weil Mixed-Martial Arts „anders als“ alle „anderen Kampfsportarten … offen und ausschließlich auf die Verletzung des Gegners an Körper, Gesundheit und Leben“ ausgerichtet seien.

Offensichtlich hängt das Grüne Weltbild daran, dass man Mixed-Martial-Arts Kämpfer als Rechtsextreme disqualifizieren kann. Und diese Disqualifikation bedarf der Feststellung, dass Mix-Martial-Arts „ausschließlich auf die Verletzung des Gegners an Körper, Gesundheit und Leben“ ausgerichtet sind, eine Behauptung, die die Grünen im Bundestag der Bundesärztekammer zuschreiben. 2010, so schreiben die Grünen, hätte die Bundesärztekammer diese Aussage getätigt, diese Aussage, die so gut zu den Vorurteilen passt, die die Grünen gerne in Mixed-Martial-Arts objektivieren würden.

Und so liest sich die Grüne Behauptung im Original:

„MMA ist umstritten. 2010 forderte die Bundesärztekammer ein Verbot aller „Ultimate Fighting“-Events (Kampfserie eines US-MMA-Verbandes) in Deutschland, da das Ziel bei MMA „anders als in allen anderen Kampfsportarten, offen und ausschließlich die Verletzung des Gegners an Körper, Gesundheit und Leben“ sei (vgl. www.welt.de/sport/article145458446/Nichts-fuer-Assis-die-Rentnerins-Koma-pruegeln.html). Die bayerische Landeszentrale für neue Medien verbot 2010 eine Übertragung im deutschen Fernsehen. Dieses Verbot wurde 2014 gerichtlich gekippt.”

Alles Lüge; wie ein wenig Recherche zu Tage fördert, denn die Bundesärztekammer war genötigt, die entsprechende Aussage zu widerrufen, öffentlich und mit der folgenden Stellungnahme:

Baerztekammer Unterlassungserklaerung“Auf den Internetseiten der Bundesärztekammer (www.bundesaerztekammer.de) unter der Rubrik „113. Deutscher Ärztetag“, im Beschlussprotokoll zum 113. Deutschen Ärztetag sowie im Rahmen einer Pressemitteilung vom 14. Mai 2010 fordert die Bundesärztekammer gestützt auf eine Entschließung des Deutschen Ärztetags im Rahmen des Antrags Drucksache V – 128 das „Verbot der „Ultimate Fighting“-Veranstaltungen und ihrer TV-Übertragung“.

In diesen Dokumenten sind die nachfolgenden Behauptungen enthalten, die hiermit als unwahr widerrufen werden. Zudem wird die Entschließung des 113. Deutschen Ärztetages zur Drucksache V 128 „Verbot der „Ultimate Fighting“-Veranstaltungen und ihrer TV-Übertragung“ insoweit aufgehoben.

Die unwahren Tatsachenbehauptungen sind im Einzelnen, dass:

• das Ziel von „Ultimate Fighting“ Veranstaltungen – anders als in allen Kampfsportarten – offen und ausschließlich die Verletzung des Gegners an Körper, Gesundheit und Leben ist;

• ein Kampf in der Regel solange weitergeführt wird, bis ein Kämpfer regungslos liegen bleibt;

• es sich bei UFC-Veranstaltungen um Kampfveranstaltungen handelt, bei denen es ausschließlich darum geht, dem Gegner Verletzungen an Körper, Gesundheit und Leben zuzufügen, bis er regungslos am Boden liegt;

• die Abgrenzung zu anderen Sportarten anhand der Frage, ob eine Betätigung auf die Körperverletzung abzielt, klar zu treffen ist;

• bei derartigen Veranstaltungen in der Regel schwere Verletzungen des Kopfes, innerer Organe und des Bewegungsapparates herbeigeführt werden;

• Todesfälle in der Folge derartiger Kämpfe vielfach aufgetreten sind;

• sich die Kämpfer in der Regel schwere Verletzungen des Kopfes, der inneren Organe und des Bewegungsapparates zufügen – oft auch bis zum Tod;

• es in Deutschland bislang nur vereinzelte Versuche, solche Veranstaltungen abzuhalten gegeben hat, die bis auf eine von den Ordnungsbehörden verhindert werden konnte;

• die Bayerische Landesmedienzentrale am 19.3.2010 dem Sender DSF die Genehmigung entzogen hat, weiter solche Veranstaltungen auszustrahlen;

• der Deutsche Ärztetag in derartigen Aufführungen die zielgerichtete und absichtliche Herbeiführung eines sog. Polytraumas sieht, die auch nicht durch eine zuvor erklärte Einwilligung des Verletzten in seine eventuelle Verletzung erlaubt sein kann; sowie

• gerade die in der Rechtssprechung zum ärztlichen Heileingriff entwickelten Anforderungen an die notwendige Aufklärung es ausschließen, dass den Kämpfern zuvor die möglichen Verletzungsfolgen (z. B. Blindheit, Querschnittslähmung) hinreichend deutlich gemacht worden sein können.”

Es ist schon erstaunlich, welche Lügenwerke auf Ärztetagen als Entschließung verabschiedet werden.

tennessee-williams-dramatist-the-only-thing-worse-than-a-liar-is-aWer die Unterlassungserklärung genau liest, stellt fest, dass alle zitierten Aussagen, die die oben genannten Grünen in der aktuellen Bundestagsdrucksache 18/12644 machen, falsch sind. Die Bundesärztekammer hat die von den Grünen als wahr zitierte Aussage öffentlich widerrufen und als unwahr gekennzeichnet und die Aussage, nach der die bayerische Landesmedienzentrale eine Übertragung von Mixed-Martial Arts im Deutschen Fernsehen verboten hat, ist ebenfalls eine Lüge.

Der Antrag der Grünen zum brennenden Thema der Mixed-Martial-Arts enthält somit zwei Lügen. Scheinbar heiligen Lügen als Mittel den Grünen Zweck.

Ganz nebenbei geben die Grünen noch einen tiefen Einblick, in ihren autoritär Persönlichkeitsabgrund. „Dieses Verbot wurde 2014 gerichtlich gekippt“, so lautet die verräterische Formulierung, in der alle grüne Verachtung für richterliche Entscheidungen, die den grünen Überzeugungen widersprechen, zum Ausdruck kommt.

Wer also bei der Bundestagswahl Grüne wählt, der kann sicher sein, dass kein Bereich seines Lebens mehr vor Grünen Übergriffen, die auch mit Lügen gerechtfertigt werden, sicher ist.

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Die Autorität hat immer recht oder: Richter befiehl, wir folgen…

Mancher Deutscher Charakter ist autoritär, nicht autoritär im Sinne einer Ausübung von Autorität, sondern autoritär im Sinne einer Unterordnung unter die Autorität. Schon Heinrich Mann hat dies meisterlich beschrieben. Die Autorität, sie gibt diesen Deutschen Sinn, sie gibt ihnen Orientierung, sie sagt ihnen, wer sie sind, wo in der Hierarchie sie sind (unten nämlich), und was sie tun sollen und zuweilen, so haben u.a. Adorno et al. herausgefunden, zuweilen verführt die Autorität die ihr Hörigen, nutzt ihre Hörigkeit aus, schickt sie in den Krieg …

Der Untertan

Aber die Unterordnung unter die Autorität des Staates oder der von ihm abhängig Beschäftigten, sie hat natürlich einen Vorteil: Man muss nicht selbst nach Sinn suchen, ist nicht das Individuum, das für sich steht und für sich Verantwortung übernimmt. Man hat Halt in der Welt, ohne etwas dafür zu tun. Weiß immer, was korrekt ist, muss niemals selbst denken.

Nicht-selbst-denken-Müssen, das scheint der größte Anreize zu sein, den die Autorität denen, die sich schon unterordnen, noch bevor Zwang auf sie ausgeübt wurde, zu bieten hat. Die staatliche Befreiung vom Denken, sie funktioniert durch das, was Paul Lazersfeld “opinion leader”, also Meinungsführer genannt hat, staatliche Bedienstete, die in der Öffentlichkeit als “Rollenmodell” inszeniert werden und vorleben, was staatsdienlich und (deshalb:) gut ist, wie man ein guter Untertan ist.

Es funktioniert über staatlich vergebene Etiketten, Gütesiegel, Plaketten, Engel, Standards und nich zuletzt funktioniert es über den Richterspruch, jene fast heilige Verkündung, die von bunt-berobten in unterschiedlichen Städten zu unterschiedlichsten Themen dem staunenden Volk präsentiert wird.

Verkündigungen wie: Du sollst ein Impressum auf deiner Webseite haben.

Und wenn eine Webseite kein Impressum hat, dann weiß so mancher Deutsche nicht, was er damit anfangen soll. Ein Impressum bürgt für Qualität, dafür, dass das, was auf der Seite der impressten Seite steht, richtig, qualitätvoll, von Staateswegen positiv sanktioniert und von Richtern abgenickt wird. Es sorgt dafür, dass Normalbürger Angsthase versichert surfen kann, selbst auf noch so schrägen Seiten surfen kann, solange sie ein Impressum haben. Das Impressum, es nimmt die Not zum denken, es erlöst die arme Surferseele von der Notwendigkeit, sich ein eigenes Urteil darüber zu bilden, auf welcher Seite sie da gelandet ist.

Wir sind ein Wissenschaftblog.

Wir wollen, dass unsere Leser selbst denken.

Schon deshalb haben wir kein Impressum.

Irritierend für manche, wie z.B. Herrn Strom, der uns folgende Nachricht geschickt hat:

Name: Rolf Storm

Email: p****@hotmail.de

Ihre Mitteilung: Sehr geehrte Damen und Herren!

Bin ich nur unaufmerksam oder wo steht das Wort IMPRESSUM? –
Ich weiss nicht wer Sie sind.
M.W. hat ein Gericht gefordert daß man entweder nach dem dritten Mausklick das Impressum finden muss oder in 15 Sekunden…

Gerne höre ich zeitnah wieder vo Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Storm
p****@hotmail.de

Zeit: Dezember 17, 2016 um 2:02 pm
IP Adresse: 80.131.80.187

Wenn es nur ums Wort geht – nichts leichter als das: Impressum.

Ansonsten leisten wir passiven Widerstand und erkennen die Diktion, die Jurisdiktion, die Impressionale Jurisdiktion in unserer Welt nicht an. Bei uns muss man noch selbst denken … und recherchieren … und sich ein Urteil bilden, auf Grundlage der Argumente, die wir nennen. Und da deren Gültigkeit, also die der Argumente, nicht davon abhängig ist, wer das Argument vorbringt (denn sonst wäre es ein Fehlschluss ad hominem), ist es auch ganz wurscht, wer wir sind, wo wir sind und was wir sind.

Wir denken, das muss reichen.

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