Das Ende der Solidargemeinschaft – Impf-Fanatiker drehen durch

Der Kern einer Solidargemeinschaft besteht darin, dass alle, die ein bestimmtes Merkmal erfüllen, z.B. ein stetiges Einkommen erzielen, in eine Solidarkasse einzahlen, damit dann, wenn sie z.B. erkranken, Behandlungskosten und durch die Krankheit entstehende Arbeitsausfälle, gedeckt sind und niemand auf der Straße endet.

Das Prinzip einer Solidargemeinschaft besteht darin, dass eine Auszahlung ohne Ansicht von Person, Lebensentscheidungen, Lebensstil und sonstigen individuellen Merkmalen erfolgt. Ob ein Fettleibiger wegen Angina Pectoris ins Krankenhaus eingeliefert wird, oder der Jogger seinen Hitzschlag im Krankenhaus neben dem Skifahrer, der sich ein Bein gebrochen hat, kuriert, in jedem Fall erfolgt eine bedingungslose Übernahme der Kosten durch die Solidargemeinschaft.

Dies in Frage zu stellen, setzt der Solidargemeinschaft ein Ende und führt dazu, dass man grundsätzlich hinterfragen muss, ob eine Einzahlung in eine gemeinsame Kasse, die keine Solidarkasse mehr ist, weil selektiv vergütet wird, z.B. nach dem Kriterium, “Wer sich richtig verhält”, noch einen Sinn macht.

Der von WDR als leitender Kölner Impfarzt eingeführte, Jürgen Zastrow stellt die Solidargemeinschaft in Frage und öffnet mit seinen Anbiederungsbemerkungen eine Büchse der Pandora, deren Inhalt er offenkundig nicht einmal im Ansatz überschaut, woraus man den Schluss ziehen muss, das er dumm oder ein gedungener Agent Provocateur ist, der von Polit-Darstellern dafür bezahlt wird, dass er ihre dreckige Propaganda-Arbeit erledigt (oder er ist beides).

Der Grund dafür, dass Zastrow Ungeimpften, die an COVID-19 erkranken, die Kosten ihrer Erkrankung auferlegen oder gar eine notwendige Behandlung auf der Intensivstation verweigern will, lautet in seinen Worten: Sie hätten sich mit einer Impfung vor Infektion schützen können, sie hätten sich unnötiger Weise infiziert, seien also für ihre Erkrankung selbst verantwortlich.

Der Mann hat ein tausendjähriges Format.

Nehmen wir zunächst an, eine Impfung schütze vor schwerer Erkrankung, was sie nachweislich nicht tut, aber um Dummheit zu exponieren, muss man die entsprechende Dummheit zunächst ein Stück normalisieren, nehmen wir also an, eine COVID-19-Impfung schütze vor schwerer Erkrankung. Dann lautet der Kern seiner Aussage: Wer selbstverschuldet erkrankt, der muss die Kosten der Behandlung übernehmen und kann im Notfall, wenn die Betten auf Intensivstationen weitgehend ausgelastet sind, nicht damit rechnen, eine Intensivbehandlung zu erfahren.

Einmal davon abgesehen, dass eine solche Aussage eine moralische A-Normalität offenbart, die dem hippokratischen Eid direkt ins Gesicht schlägt, führt eine solche Forderung natürlich dazu, dass die oben Genannten, die Kosten ihrer Behandlung zu tragen haben:

  • Wer durch sein Essverhalten aufgeht wie ein Kloß, der hat die Kosten der Behandlungen, die aus seinem Übergewicht resultieren, zu tragen.
  • Wer sich sportlich betätigt, sich z.B. fälschlicherweise für Eliud Kipchoge hält und beim Stadt-Marathon zusammenbricht, wer im Fancy Dress Geraint Thomas nacheifert und mit zu hoher Geschwindigkeit eine Kurve verpasst und an einem Baum endet, beide haben sie die Kosten der nachfolgenden Heilbehandlung selbst durch ihr Verhalten herbeigeführt und nach der Logik, die der wenig intelligente Mensch, den der WDR als Impfarzt bezeichnet, ausführt, die Kosten dafür selbst zu tragen. Und sollten sie eine Intensivbehandlung benötigen, dann müssen sie natürlich darauf hoffen, dass niemand, der unverschuldet krank geworden ist, ein Bett auf der fast gefüllten Intensivstation benötigt.
  • Natürlich ist auch Schwangerschaft Ergebnis einer Entscheidung, eines bewussten Verhaltens. Kosten im Zusammenhang mit einer Geburt, sind entsprechend der Logik von Zastrow von denen, die sie verursacht haben, zu tragen.

Man könnte die Beispiele noch fortführen, aber die drei Beispiele sollten ausreichen, um die Implikationen hinter dem Vorschlag von Zastrow offen zu legen. Wenn man das Prinzip, “Solidargemeinschaft übernimmt nur Kosten von z.B. Heilbehandlung, wenn die Kosten nicht auf eine Entscheidung des Behanldungsbedürftigen zurückzuführen sind”, durchsetzen will, dann wird es natürlich auch diejenigen geben, die infrage stellen, dass eine Solidargemeinschaft, wenn sie nun nicht mehr unabhängig von der Person die Kosten trägt, Kosten für Personen übernehmen soll, die keinerlei Beitrag in die Solidarkasse geleistet haben.

Fordert Zastrow tatsächlich das Ende der Familienmitversicherung bzw. der Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern und anderen Zugereisten?
Weiß der Mann, was er sagt?

Er weiß es wohl nicht, und er weiß auch ansonsten nicht viel. Z.B. scheint es in der Außenstelle menschlicher Zivilisation, die er die letzten Monaten bewohnt zu haben scheint, nicht angekommen zu sein, dass eine Impfung NICHT vor Ansteckung mit und Weitergabe von SARS-CoV-2 und nicht vor Erkrankung, schwerer Erkrankung an oder gar Tod durch COVID-19 schützt. Ein “leitender Kölner Impfarzt” mit solchen Wissenslücken ist eigentlich nicht tragbar. Aber, da in Deutschland Inkompetenz als Voraussetzung zu gelten scheint, um öffentliche Positionen besetzen zu können, ist Zastrow nur ein weiteres, dieser Probleme. Indes wäre es interessant zu erfahren, wem er die Kosten der schweren Erkrankung an COVID-19 eines Ungeimpften aufbürden würde, wenn sich herausstellt, dass der Ungeimpfte von einem Geimpften infiziert wurde, als Folge der Impfung.

Und was ist mit Geimpften, die nach spätestens sechs Monaten keinen Impfschutz mehr haben, sofern sie je einen gehabt haben, die sich infizieren und schwer erkranken? Gelten sie nunmehr als Ungeimpft, was ihrem tatsächlichen, sechs Monaten nach Impfung verschwundenen Impfschutz entsprechen würde und müssen die Kosten ihrer Behandlung tragen, oder werden ihnen die Kosten erlassen, weil sie sich in der Vergangenheit als gefügig erwiesen haben?

Gefügigkeit, Unterwerfung, das scheinen die zentralen Anliegen von Leuten wie Zastrow zu sein. Bei diesen Personen handelt es sich wohl um die von Adorno et al. beschriebenen Menschen, deren kleines Ego in einer Situation, in der ihnen der große staatliche Bruder den Rücken stärkt, zu einem egomanen Monstrum heranwächst, das jeden Tag mit neuen abstrusen Aussagen, mit denen man sich selbst aus der Masse der Sykophanten herausheben und bei der “Obrigkeit” empfehlen will, nach Aufmerksamkeit heischt.

Was wir von Leuten wie Zastrow halten, das behalten wir lieber für uns. Sagen wir abschließend einfach nur, dass eine Gesellschaft, die solche Personen duldet, ihnen unwidersprochen öffentliche Aufmerksamkeit und Sendezeit zukommen lässt, nicht überlebensfähig ist.

P.S.
Ein ärztlicher Kunstfehler würde in der Zastrow-Logik natürlich zwingend dazu führen, dass der behandelnde Arzt, der durch seinen Fehler die nachfolgenden Kosten verursacht hat, die Heilbehandlung und alle weiteren aus seinem Fehler folgenden Kosten zu tragen hat.



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