Tag: Entmündigung

Beratung – Zwang – „Korrektur“: Vom guten Willen zum Totalitarismus

von Dr. habil. Heike Diefenbach In der Einleitung des im Jahr 2004 erschienenen Sammelbandes mit dem Titel „Die beratene Gesellschaft: zur gesellschaftlichen Bedeutung von Beratung“ schrieben die Herausgeber Rainer Schützeichel und Thomas Brüsemeister: „Der Titel des Bandes gibt [d.h. bringt] vielmehr alltagssprachlich zum Ausdruck, dass Beratungen in der Gesellschaft weit fortgeschritten und offensichtlich für sie

Die alltägliche Elternentmündigung

Wissenschaftliche Vorrede An Hochschulen hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Eine besonders negative Veränderung betrifft die Kompetenzen institutionalisierter Wissenschaftler in Bezug auf das, was eigentlich ihr Handwerkszeug sein soll. Zur Erinnerung: Wissenschaft will allgemeine Aussagen aufstellen. Um dies zu können, bedarf es der Fähigkeit zur empirischen Prüfung, was Kenntnisse der Methoden der empirischen Sozialforschung

Der Souverän wurde entmündigt: Dressierte Bürger machen Männchen

In unserer Jugend gab es das Bonmot der „normativen Kraft des Faktischen“. Die Idee dahinter: Man stelle Bürger vor vollendete Tatsachen, wettere den Sturm der Entrüstung – oder sitze ihn aus, wie später Helmut Kohl – und dann hat man, was man wollte. Gewohnheit holt auch die intensivste Erregung irgendwann ein. Niemand kann sich fortwährend

Biomacht: Würden Sie Björn Höcke (oder Ralf Stegner) Ihr Herz spenden?

Oder Angela Merkel – oder Gregor Gysi – oder Sigmar Gabriel? Ab 2020 ist in den Niederlanden jeder, der das 18. Lebensjahr erreicht, ein Organspender. So lange er nicht ausdrücklich widerspricht. Damit ist nach Kroatien, Spanien, Belgien und Wales, ein weiteres europäisches Land (eine weitere Region) zum Nudger geworden, der Entscheidungen für seine Bürger trifft.

Effizientes Regieren durch entmündigte Bürger

Regierungen haben mit ihren Bevölkerungen ihre liebe Not: Bürger zahlen weniger Steuern als Regierungen es für notwendig halten, ja, manche enthalten ihre Steuern gar vor. Viele Bürger wollen einfach nicht einsehen, dass es gut für sie ist, wenn sie nach ihrem vermeintichen Hirntod Organe spenden. Andere rauchen und belasten die Gesundheitskassen, obschon sie über ihre Tabaksteuer die Kosten ihrer infolge des

Schau Hin! […] – “Was für ein Dreck!” (O-Ton, Dr. habil. Heike Diefenbach)

Im Speckgürtel des Bundesministerium für FSFJ hat sich eine Aktion eingenistet, die Eltern zeigt, wie man richtig mit neuen Medien und mit alten Medien umgeht. SCHAU HIN! heißt die Aktion, deren Initiatoren ganz offensichtlich davon ausgehen, dass Eltern behinderte Deppen sind, die keinerlei eigenes Urteilsvermögen und keinerlei Kenntnisse in der Erziehung ihrer Kinder haben, schlimmer

Sozialpaternalismus: Herrschaft durch Entmündigung

Sozialpaternalismus ist eine Wortschöpfung, die ich gerade vorgenommen habe. Ja, und wo ich gerade dabei bin, den Begriff zu reklamieren, muss ich einräumen, dass ich zu schnell gewesen bin, mit meinem Innovations-Anspruch: Eine Suche in Google Scholar bringt für Deutschland immerhin 31 Einträge, eine Suche nach dem englischen Korrespondenten “social paternalism” erbingt immerhin 421 Einträge.
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