Wenn Bildung zur Freiheitsberaubung wird: Eugenik des Nachhaltigen Menschen

BNE ist gut.
BNE ist wichtig.
BNE muss man kennen.
BNE wird schon in der frühkindlichen Bildung verankert.
BNE ist die neustes Form der frühkindlichen Freiheitsberaubung.
BNE steht natürlich für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Bundesregierung hat gerade ihre Stellungnahme zum nationalen Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung vorgelegt. Der Aktionsplan ist im Wesentlichen eine Aufstellung darüber, wie Mensch zu leben hat. Er ist voller Ziele (130 davon), Maßnahmen (349 davon) , Absichtsbekundungen (Unmengen), die es erfordern, „ein Strategiepapier zu entwickeln“, „Fachveranstaltungen durchzuführen“, „Arbeitsgruppen einzusetzen“ und noch viel mehr zu veranstalten, was dem akademischen Präkariat, dessen Studium auf dem Freien Markt nicht nachgefragt wird, Lohn und Brot verschafft.

Im Gegenzug arbeitet das akademische Prekariat am neuen Menschen, wie er den Regierenden und der UN vorschweb. Der Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung geht zu diesem Zweck alle Stationen durch, zu denen der Staat Zugriff auf die Bildungsanstrengungen von Individuen hat. Er reicht von der frühkindlichen Bildung über die schulische Bildung, die berufliche Bildung, bis zu Hochschulen, erfasst auch das non-formale „informelle Lernen“ und Kommunen. Das Prokrustesbett für den modernen Menschen, die Art und Weise, wie er zu leben hat, es nimmt Gestalt an, nachhaltige Gestalt.

Z.B. in der frühkindlichen Entwicklung:

„Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Kindertageseinrichtungen umzusetzen bedeutet, Kindern im Alter von null [!sic] bis sechs Jahren die Möglichkeit zu bieten, sich spielerisch mit zukunftsrelevanten Themen und Fragestellungen zu beschäftigen, ihnen den Raum zu geben, selbst Verantwortung zu übernehmen und ihr unmittelbares Lebensumfeld im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten. Die konkreten Alltagserfahrungen, Bedürfnisse und Interessen der Kinder stellen hierbei primäre Bezugs- und Ansatzpunkte für die Bearbeitung und das Aufgreifen der vielfältigen Themen einer nachhaltigen Entwicklung dar (wie zum Beispiel Wasser, Ernährung, Energie, Gerechtigkeit). Abwechslungsreiche Lernzugänge und offene Lernarrangements wie Morgenkreise, Projektarbeit, Experimentieren, Philosophieren [mit Kindern von 0 bis 6 Jahren], Freispiel und viele andere Angebote prägen den Alltag in den Einrichtungen und bieten Gelegenheiten, nachhaltige Entwicklung erlebbar zu machen“ (11).

Haben Sie schon bemerkt, dass immer dann, wenn es darum geht, Kindern jede Möglichkeit, etwas Eigenes zu entdecken und etwas zu machen, an das kein Erwachsener bis dahin gedacht hat, zu nehmen, davon die Rede ist, dass man den Kindern „Möglichkeiten bieten wolle“. Diese Form des Angebots von Möglichkeiten erinnert doch stark an die Möglichkeit von Strafgefangenen zwischen 11 und 12 Uhr auf dem Hof der Haftanstalt zu tun und zu lassen, was innerhalb von Mauern und Stacheldraht möglich ist. Deutsche Schulen und nicht nur deutsche Schulen, denn treibende Kraft hinter der beabsichtigten perfiden Form von Freiheitsberaubung, die Kindern und Jugendlichen jede Möglichkeit nehmen will, sich autonom und ohne Richtungsvorgabe zu entwickeln, ist die UN, federführend die UNESCO, ähneln immer mehr Haftanstalten. Vielleicht treten die USA ja auch aus der UN aus?

Weil es nicht reicht, Kinder von 0 bis 6 Jahren damit zu penetrieren, dass für die Herstellung eines t-Shirts viel Wasser benötigt wird, wird die kontinuierliche Indoktrination, die Dauerberieselung mit dem, was Gutmenschen für gut halten, auch in der Schule vorgesetzt:

„Wenn es darum geht, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erfolgreich im Bildungswesen zu verankern, kommt der schulischen Bildung durch ihren prägenden Einfluss auf individuelle Bildungsbiografien eine besondere Bedeutung zu. BNE stellt dabei die handelnden Akteure im schulischen Bereich vor die Herausforderung, das orientierende Bildungskonzept BNE auf den unterschiedlichen Handlungsebenen (z.B. Bildungsverwaltung, Hochschule/Seminare, Schule) sinnvoll und vor allem wirksam zu verankern. Dabei gilt es, die wesentlichen Handlungsbereiche für diese Integration stärker in den Blick zu nehmen. Aus Sicht des Fachforums Schule wurden für den Bereich der schulischen Bildung zentrale Handlungsfelder, prioritäre Ziele und geeignete Maßnahmen formuliert, die eine zielgerichtete Implementierung von BNE im schulischen Bereich ermöglichen können. Hierbei geht es insbesondere darum, das Konzept der nachhaltigen Entwicklung als selbstverständliche Aufgabe der Bildungsverwaltung und des Bildungswesens zu verstehen, BNE in der Lehr- und (pädagogischen) Fachkräftebildung zu integrieren und strukturell in den Lehr- und Bildungsplänen sowie am Lernort und im Sozialraum Schule zu verankern und dabei die Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Zivilgesellschaft als (Mit-)Gestaltungsinstrument sinnvoll zu berücksichtigen. Die hier formulierten Ziele gelten in gleichem Maße für allgemein- und berufsbildende Schulen” (23).

Kein Schüler, kein Lehrer, keine Schule, kein Lehrplan, nichts, was mit Bildung auch nur entfernt in Zusammenhang steht, wird von BNE verschont. Es gibt eine einzige, richtige Art zu leben und jeder Schüler hat die Freiheit, diese richtige Art zu leben. Wer sich dem BNE-Heil in der Schule verweigert, der wird an der Hochschule, in der beruflichen Bildung, in der Weiterbildung, in der Kommune weiter verfolgt, mit BNE und der richtigen Art selig zu werden.

Einst lebte man in Monarchien, die aus heutiger Sicht als rückwärtsgewandt bezeichnet werden, und durfte nach seiner Fasson selig werden. Heute lebt man angeblich in einer Demokratie und hat genau eine Wahl, mit BNE selig zu werden. Die Freiheitsberaubung durch Gutmenschen geht weiter und sie setzt wie gewöhnlich bei denen an, die sich am wenigsten wehren können, bei „0 bis 6 jährigen Kindern“, bei Schülern und Jugendlichen. Die können zwar in immer größerer Zahl weder lesen noch schreiben noch rechnen, aber das brauchen sie auch nicht. Zu viel Wissen ist hinderlich, wenn die Vorgabe für das richtige Leben darin besteht, mit BNE selig zu werden.

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Osterburg ist wie Pyongyang: Gutmenschen missbrauchen Schüler

Wenn in Nordkorea ein Staatsakt ansteht oder eine Feierlichkeit durchgeführt werden soll, dann werden Kinder, Schüler, Jugendliche in Uniformen gesteckt, dürfen Gedichte zu Ehren von Kim Jong-un aufsagen, Theaterspiele über den Befreiungskampf der Nordkoreanischen Arbeiterklasse darbieten oder sich in Wehrertüchtigung auf den Endkampf gegen die USA vorbereiten.

Man blickt nach Nordkorea und ist erschreckt darüber, wie ein System seine Kinder indoktriniert, ihnen ihren freien Willen, ihre Fähigkeit, frei zu handeln, abtrainiert oder doch zumindest so kaserniert, dass sie sich nicht trauen, beides zu demonstrieren und man spricht von Unfreiheit, von einem Übergriff, von einer Manipulation, davon, dass ein totalitäres Regime die Freiheit seiner Bürger von Kindesbeinen an im Keim erstickt. Naja, die meisten sehen es so – bis auf ein paar ewiggestrige Linke.

Szenenwechsel.

Osterburg.

Marktgraf-Albrecht-Gymnasium
Die Allgemeine Zeitung berichtet:

„Gelungene Aktion gegen Rechts am Marktgraf-Albrecht-Gymnasium in Osterburg. Die Schule, seit drei Jahren Trägerin des Titels ‚Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage‘, setzte ein Zeichen gegen das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl vor knapp einer Woche.“

Und weiter:

„Die Schüler [alle 700 Schüler des Gymnasiums] waren gestern aufgefordert, sich so bunt wie möglich zu kleiden. Das sollte die Vielfalt, das Bunte und auch die Offenheit des Gymnasiums symbolisieren.“

Wem dieser Unsinn noch nicht reicht, für den haben wir noch einen Schulleiter, von dem zu befürchten steht, dass er auch im Dritten Reich erfolgreich dabei gewesen wäre, seine Schüler auf Linie zu bringen:

„Oberstufenkoordinator Alexander Dankert: ‚Ihr Schüler und wir Lehrer sind eine Schulgemeinschaft ohne Rassismus und mit couragiertem Handeln‘ rief er den Schülern zu. … Das Wahlergebnis des vergangenen Wochenendes erfordere ein Zeichen gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und Extremismus. ‚Wir sind weltoffen und praktizieren an unserer Schule Akzeptanz und Toleranz‘, so Dankert.“

Die Akzeptanz und die Toleranz, die am Marktgraf-Albrecht Gymnasium in Osterburg praktiziert wird, ist eine bedingte Akzeptanz, die sich nicht auf die 16% Osterburger Wähler erstreckt, die bei der Bundestagswahl in Osterburg ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben. Diese 16% haben am Marktgraf-Albrecht Gymnasium ebenso wenig Toleranz zu erwarten, wie die Kinder unter den Schülern, deren Eltern die AfD gewählt haben, Kinder, die es mit Sicherheit gibt. Sie, die nicht akzeptierten und nicht tolerierten, denen gegenüber die Courage nicht ausreicht, um neben Aufmärschen und kollektiven Aktionen auch ein Gespräch zu führen, sie haben nichts Gutes am Gymnasium, das so tolerant ist, dass es Rassismus nur gegen die richtet, die die falsche politische Ideologie vertreten, zu erwarten.

Die Aktion am Osterburger Gymnasium hätte auch in Nordkorea stattfinden können, denn auch in Nordkorea sind die Lehrer angehalten, schädliche Gedanken, alternative, am Ende noch innovative Gedanken, die am Status Quo des Systems, das für sakrosankt und über jede Kritik erhaben erklärt wird, auszumerzen bzw. im Keim zu ersticken. Alexander Dankert wäre auch in Nordkorea gut aufgehoben und könnte sich mit noch größerer Berechtigung auf der Seite der Mehrheit, die auch die Seite der Guten sein muss, wähnen. Zudem wäre in Nordkorea auch ein Irrtum folgenlos, da die Übergriffe auf Schüler, deren Manipulation und Indoktrination durch das Regime nicht nur gedeckt, sondern auch gewünscht sind.

Ob dies in Deutschland auch so ist, muss sich erst noch herausstellen. Ob es z.B. am Osterburger Gymnasium Eltern gibt, die die Indoktrination ihrer Kinder, deren Instrumentalisierung durch einen Gut-Lehrer, deren Standardisierung und den Raub ihrer Handlungs- und Meinungsfreiheit opponieren und es sich verbieten, dass staatliche Bildungseinrichtungen, die zur politischen Neutralität verpflichtet sind, für die Parteizwecke derer, die hinter der Aktion „Schule gegen Rassismus“ stehen, missbraucht werden. Es gibt noch Hoffnung, dass das ein oder andere Elternteil Rückgrat bei sich entdeckt.

Bei der Suche, die dieser Entdeckung notwendig vorausgeht, mag es behilflich sein festzustellen, dass die Aktion am Osterburger Gymnasium nicht nur gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstößt, die im Grundgesetz formuliert ist, sie ist auch ein eklatanter Verstoß gegen das Neutralitätsgebot von Schulen, das eingerichtet wurde, um die Indoktrination von Schülern, wie sie in Nordkorea praktiziert wird bzw. im Dritten Reich in Deutschland praktiziert wurde, zu verhindern.

Lehrer wie Alexander Dankert, die sich als gut profilieren und Schüler dazu missbrauchen wollen, bekämpfen entsprechend das, was sie zu schützen vorgeben: Die Demokratie. Bleibt zu hoffen, dass Dankert Sportlehrer ist. Da kann er nicht noch mehr Schaden anrichten.

Das Gymnasium in Osterburg ist übrigens nach Marktgraf Albrecht dem Bären benannt, ein wichtiger der Teilnehmer des Wendenkreuzzugs von 1147 war. Kreuzzüge sind eine Form des religiösen Genozids, bei der es darum geht, Ungläubige, in diesem Fall Slawen, zu vertreiben oder zu töten oder zu versklaven. Die entsprechende Tätigkeit setzt eine Überzeugung über die heilige Berechtigung der eigenen Handlungen, die darin bestehen, Dritte mit Krieg, Verwüstung und Tod zu überziehen, voraus. Insofern ist das Gymnasium in Osterburg vermutlich korrekt benannt.

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Neo-Orientalismus im Bundestag – Ressourcenverschwendung im Extrem

Vorrede: Ressourcen sind begrenzt. Die Ressourcen, die man für eine Sache einsetzt, stehen nicht mehr für eine andere Sache zur Verfügung. Wenn man also Ressourcen für eine unwichtige Sache verschwendet, dann fehlen die entsprechenden Ressourcen, um eine wichtige Sache anzugehen.

Erving Goffman hat wie kein Anderer das Soziale als Schauspiel beschrieben und durchschaut. Wir alle spielen Theater ist die deutsche Übersetzung seines Klassikers, der mit „The Presentation of Self in Everyday Life“ einen wesentlich besseren Titel trägt: Die Selbstdarstellung im täglichen Leben, wäre ein sinnvollerer Titel gewesen.

Das tägliche Leben, es besteht aus der täglichen Inszenierung von sozialen Rollen, aus der Errichtung einer Fassade vor oder hinter der die dramatische Gestaltung der Selbstinszenierung erfolgen kann, es besteht aus Ausdruckkontrolle und Idealisierung und vor allem aus dem Versuch, glaubwürdig zu erscheinen.

Gutmenschen, also Menschen, die als „gute Menschen“ erscheinen wollen, denen es wichtig ist, sich als das zu inszenieren, was sie für einen guten Menschen halten, sie haben es heute schwer. Gerade noch haben sie in einer modernen Variante des Orientalismus des 18. und 19. Jahrhunderts, die man als Neo-Orientalismus bezeichnen kann, Flüchtlinge als Form kleiner schwarzer Kinder, um die man sich kümmern muss, idealisiert, da haben sich die idealen Flüchtlinge, die zu Millionen nach Deutschland kommen, als gar nicht ideal, sondern als menschlich entpuppt. Sie haben andere Bedürfnisse als von den Gutmenschen für sie vorgesehen, sie bringen andere kulturelle Traditionen mit, sie haben andere Wertvorstellungen, in denen weder Homosexualität einen Platz hat noch eine öffentliche Exposition von Sexualität, sie sind zuweilen gar kriminell und mögen die deutsche Küche nicht. Wenn Gutmenschen auf die Realität treffen, dann passiert, was immer passiert: Ihre Idealisierung zerfällt zu Staub, ihre Inszenierung als Gutmensch ist entsprechend in Gefahr, ihre mühsam errichtete Fassade, sie bröckelt.

Da wiederum die Inszenierung als Gutmensch nicht um ihrer selbst willen, sondern deshalb erfolgt, weil die eigen Persönlichkeit davon abhängt, bringen die undankbaren Flüchtlinge, die sich als normale Menschen entpuppen, nicht nur die Fassade der Gutmenschen-Darstellung, sondern die ganze Persönlichkeit des Gutmenschen in Gefahr.

Folglich muss ein neues Feld her, auf dem sie sich als Gutmenschen dramatisieren können. Sie benötigen eine neue Gruppe, derer man sich bemächtigen kann, die man idealisieren kann, der man sich überlegen fühlen kann und auf deren Rücken man sich gut fühlen und als gut inszenieren kann. Die entsprechende Gruppe darf nicht zahlreich sein, sonst besteht zum einen die Gefahr, dass die Idealisierung durch Konfrontation mit dem real existierenden edlen Wilden in sich zusammenfällt, zum anderen lebt die ganze Dramaturgie, das ganze Signalisieren der eigenen Gutheit, das virtue signalling, und somit die Inszenierung der eigenen Persönlichkeit davon, dass das für die Gutheit ausgewählte Objekt, sich nicht als etwas anderes entpuppt als es zu sein hat.

Da Flüchtlinge, undankbare kleine Braune, die sie sind, sich als normale Menschen erwiesen haben, haben sich die Gutmenschen auf eine Gruppe zurückbesonnen, die ihnen schon einmal als Objekt gedient hat: Homosexuelle.

Homosexuelle sind optimal, wenn man sich als guter Mensch inszenieren will. Man erklärt, dass Homosexuelle nicht benachteiligt werden dürfen. Kämpft dafür, dass sie nicht diskriminiert werden. Macht sie zu einer idealen Lebensform, einer von der heterosexuellen Mehrheit unterdrückten Lebensform, in der sich nicht etwa Männer in Leder mit einem Hang zu Sado-Masochismus treffen oder Männer, die ihre finanzielle Position ausnutzen, um sich mit Crystal-Meth auszurüsten und Strichjungen zu kaufen, oder Frauen, die ihre Faszination und gleichzeitige Angst vor Männlichkeit hat eine Psychose entwickeln lassen, nein, Homosexuelle sind rein wie kleine Kinder. Sie haben kein erhöhtes Aids-Risiko, sind mindestens genau so gute Eltern wie heterosexuelle Eltern und in jeder Hinsicht die überlegene Lebensform, schon weil sie wie die Kindlein sind – jedenfalls in der Idealisierung derer, die sich auf dem Rücken von Homosexuellen ausleben.

[Ein Aspekt homosexueller Kultur:]

Homosexuelle sind auch deshalb optimal, weil es kaum welche von ihnen gibt, und die, die es gibt, die sich in der Öffentlichkeit als homosexuell inszenieren, sie werden als Ikonen eines Befreiungskampfes aufgebaut, der dieses Mal keine unterdrückten Minderheiten zum Gegenstand hat, die in stattlicher Anzahl vorhanden sind, wie z.B. die Palästinenser, die um staatliche Anerkennung kämpfen, sondern eine so kleine Minderheit, dass man sie einerseits mit der Lupe suchen muss, um sie zu finden, andererseits die Gefahr reduziert ist, dass sie sich als normale Menschen erweisen, die von der Idealisierung von Homosexualität, auf der die öffentliche Diskussion basiert, abweichen.

Um die Idealisierung auf die Spitze zu treiben, unterstellen die Kämpfer für die Gleichberechtigung von Homosexuellen Letzteren, dieselbe Spießigkeit, die sie selbst auszeichnet, eine Spießigkeit, die das eigene Leben in die Obhut des Staates und den rechtlichen Schutz seiner Gesetze legen will, eine Spießigkeit, für die Partnerschaft so gefährlich und bedrohlich ist, dass man sie nur eingeht, wenn klar ist, welche Rechte und Pflichten damit einhergehen. Selbstverständlich wollen Homosexuelle nichts lieber als heiraten, um zu zeigen, dass sie zwar anders, aber nicht zu anders sind.

So sehen es die Gutmenschen und so kommt es, dass der Bundestag über die Ehe für Alle abstimmen wird, dass er seine Ressourcen einsetzen wird, um ein Recht zu schaffen, von dem, wenn man annimmt, dass der Anteil der Homosexuellen, die heiraten werden, dem Anteil der Verheirateten in der Bevölkerung entspricht, gerade einmal 0,23% der Haushalte in Deutschland etwas haben werden.

Wie das Statistische Bundesamt heute mitgeteilt hat, gibt es rund 94.000 homosexuelle Partnerschaften. Gemessen an den 24.099.000 Haushalten, in denen zwei oder mehr Personen zusammenleben, macht dies einen Anteil von 0,4%. Rund 61% der Deutschen im Alter von 27 bis 59 Jahre sind verheiratet. Unterstellt man Homosexuellen dasselbe Heiratsverhalten, dann stimmt der Bundestag über Rechte ab, die von 0.23% der deutschen Haushalte wahrgenommen werden.

[Noch ein Aspekt homosexueller Kultur:]

Dieser Irrelevanz homosexueller Ehen im gesellschaftlichen Kontext steht die Nützlichkeit von Homosexualität für Virtue Signalling gegenüber. Kein anderes Thema hat es in den letzten Wochen und Monaten geschafft, die Phantasie derer, die in Medien und Politik sitzen, so zu beflügeln, wie Homosexualität, jene Verhaltensweise, von der die meisten nicht mehr wissen als sie in ihrer Phantasie sich auszumalen, im Stande sind. Wobei diese Phantasie in den meisten Fällen kein gutes Licht auf den Charakter der Phantasten werfen wird. Homosexualität, die Vorstellung vom edlen Schwulen, sie steht somit in einer direkten Reihe mit dem Orientalismus, jener Bewegung, die Deutschland schon einmal im Griff hatte, damals mit Blick auf die arabischen Staaten, die die Phantasie mancher Deutscher in einer Weise beflügelt haben, die umgekehrt reziprok zu den Kenntnissen besagter Deutscher von arabischen Ländern stand.

Aber, wie schon mit Blick auf die Flüchtlinge festgestellt, es geht nicht darum, die Realität zu beschreiben. Es geht darum, sich als Gutmensch zu inszenieren, eine dramatische Darstellung zu liefern, die zeigt, man ist der Samariter, auf den selbst die Bibel umsonst gewartet hat. Die Realität stört dabei nur. Sie stört den Neo-Orientalismus und die von ihm versprochene Möglichkeit, der eigenen Phantasie Flügel zu verleihen, die Grenzen überwindet, Grenzen der Moral, Grenzen des guten Geschmacks, des pfleglichen und verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen …

P.S.
Wenn Homosexuelle zusammenleben wollen und sich ihrer nicht sicher sind, so dass sie eine rechtliche Sicherheit benötigen, steht ihnen jederzeit die Möglichkeit zur Verfügung, einen privatrechtlichen Vertrag mit einander abzuschließen. Es gibt keinerlei Notwendigkeit, homosexuelle Partnerschaften per Zugang zur Ehe unter den Schutz des Grundgesetzes und nachfolgend in den Genuss der damit verbundenen steuerlichen Vorteile, staatlichen Subventionen und sonstigen finanziellen Zuwendungen kommen zu lassen. Wenn es um Gerechtigkeit geht, bestünde der sinnvollere Weg darin, die Privilegierung von Lebensentwürfen abzubauen, anstatt den privilegierten Lebensentwürfen neue hinzuzufügen, denn: auch finanzielle Ressourcen sind begrenzt. Die Staatsknete kommt nicht aus der Steckdose, sie muss erwirtschaftet werden, von denen, die nach wie vor dumm genug sind, ein Erwerbs- und kein Transferleben zu leben.

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[Zugabe: Ein weiterer Aspekt homosexueller Kultur:]

Annalen des Gutmenschen-Dummdeutsch – heute: Chancenungerechtigkeit

Die Wortschöpfungen, mit denen sich immer mehr als Gutmenschen outen wollen, sie werden immer abenteuerlicher. Offensichtlich führt die neue Mode, sich als guter Mensch, der sich um das Schicksal von denen sorgt, die er sozial unter sich verortet, zu einer gewissen begrifflichen Armut, die durch innovative Schöpfungen, die sich regelmäßig als Blödsinn erweisen, bekämpft werden muss.

Heute ist es „Minister a.D, Walter Hirche“, auf den die Zeit als Minister so prägend gewirkt hat, dass er den sprachlichen Unsinn, der sein Amt ausgezeichnet haben muss, bis heute nicht los wird, der sich in die Annalen des Gutmenschen-Dummdeutsch einträgt.

Nachdem die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz die Chancengerechtigkeit erfunden hat, einen Begriff ohne Inhalt, kann die UNESCO nicht zurückstehen. Da man bei der UNESCO lamentieren und nicht fordern will, wird nicht von Chancengerechtigkeit, sondern von Chancenungerechtigkeit fabuliert. Hier ein Teil des Dummdeutschen, das aus den Hallen der UNESCO kommt, und zwar unter der irrsinnigen Überschrift: “UNESCO-Studie fordert: Chancenungerechtigkeit in der tertiären Bildung beseitigen“.

Studien fordern bekanntlich nichts, und wenn diejenigen, die eine Studie erstellt haben, etwas fordern, dann belegen sie damit, dass sie keine Studie ausgeführt haben, in der es um Wissenschaft geht, sondern eine Auftragsarbeit, in der es darum geht, Politiker oder Gutmenschen-Organisationen mit Material zu versorgen, an dem sie ihr Dummdeutsch ausprobieren können, etwa so:

facepalm orang utan“Im Einklang mit dem weltweiten Trend studieren auch in Deutschland immer mehr junge Erwachsene. Über eine halbe Million junger Menschen haben im vergangenen Jahr ein Studium begonnen. Doch trotz dieser deutlichen Expansion wirken auch bei der Studienaufnahme soziale Herkunftseffekte. Diese Chancenungerechtigkeit müssen wir beseitigen. Chancengerechtigkeit beginnt bei der frühkindlichen Bildung und kann auch im Hochschulwesen nur durch systematische Maßnahmen entlang der gesamten Bildungsbiografie geschaffen werden. Nur so kann das Potenzial von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung voll genutzt werden“, betont Walter Hirche, Minister a.D., Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission.

Chancenungerechtigkeit ist ein ebensolches sprachliches Unding wie Chancengerechtigkeit. Es kann Chancengleichheit geben, aber keine Chancengerechtigkeit.

Und jetzt alle:

Gerechtigkeit ist ein relationales Konzept, das sich auf die Bewertung prozeduraler Erträge bezieht. Wenn Kinder in der Schule für die gleiche Leistung die gleiche Note bekommen, dann ist das (verfahrens-)gerecht. Wenn sie, wie es in deutschen Schulen der Fall ist, mehr leisten müssen, weil sie männlich sind, um die selben Noten zu erhalten, wie weibliche Schüler oder wenn sie, weil sie aus Familien kommen, die die Mittelschichts-Lehrer als Schicht unterhalb ihrer eigenen ansehen, selbst bei gleicher Leistung schlechtere Grundschulempfehlungen bekommen als die Kinder der Mittelschicht, dann ist das ungerecht. In keinem Fall hat es etwas mit Chancen zu tun.

Wollte man Sinn aus dem Begriff „Chancenungerechtigkeit“ machen, dann müsste man annehmen, dass Chancen nicht gleich verteilt sind, aber dafür gibt es schon die Begriffe der Chancengleichheit bzw. -ungleichheit. Chancengerechtigkeit ist schlichter Blödsinn, den man nur im Mund führen kann, wenn man nichts sagen, nichts kommunizieren will oder kann, was Sinn und Bedeutung hat, sondern affektive Ladungen transportieren will: Seht her, wie gut ich bin, ich sorge mich um die Kinder der Unterschicht. Ich habe zwar keine Ahnung, warum die Unterschichtskinder aus dem Bildungssystem ausscheiden und noch weniger Ahnung habe ich, warum ich den Trend, nachdem immer mehr studieren, gut finde, aber das macht nichts, ich will mich produzieren, als guter Mensch, als einer, der keine Ahnung, aber viel Empathie mit was oder wem auch immer hat.

In der Pfalz nennt man derartige Produzenten kurz und knapp: Dummbabbler.

Zum Verteilen und Auswendig lernen, besonders Ministern, Ministern a.D. und Politikern empfohlen: Unser Idiotentest für Verteilungsfragen.

Unser Häupling Seattle meint (an Genderisten und Politiker gewandt): “Erst wenn der letzte Begriff sinnentleert, das letzte Wort bedeutungslos, der letzte Satz entstellt und das letzte Konzept verballhornt ist, werdet ihr feststellen, dass Blödsinn weder sprachlich noch praktisch brauchbar ist.”

Sprühender Witz: Kardinal will Gutmenschen rehabilitieren

Kardinal Woelki ist unter die Straßenkünstler, neudeutsch: die performance artists gegangen. Gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und Mitarbeitern der Caritas will er im Erzbistum Köln das Wort „Gutmensch“ auf Plätze sprühen. Die Sprühkreide, die grüne Sprühkreide sei leicht zu entfernen, so hört man aus dem Erzbistum.

Die vergängliche Straßenkunst, die man wohl als Verbildlichung des Spruchs, nichts ist so vergänglich, wie ein Gutmensch (aus Sprühkreide) betrachten muss oder als modernisierte Variante der morbiden Erkenntnis: Asche zur Asche und Sprühkreide zur Sprühkreide, mit der Geistliche bei Begräbnissen glänzen, sie soll der Rehabilitation des Wortes „Gutmensch“ dienen, so erklärt der Kardinal.

“Eigentlich will doch jeder Mensch gut sein. Wir brauchen gerade das Gute, um unsere Gesellschaft zusammenzuhalten.“ Wenn Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen, als Gutmenschen beschimpft werden, dann sei das absurd. Das meint der Kardinal.

Bochenski LogikFrüher hatten katholische Geistliche eine Ausbildung in Logik. Joseph Maria Bochenski hat seine Logik und seinen katholischen Glauben unter einen Hut gebracht. Früher, da haben sich katholische Logiker über die Frage auseinandergesetzt, was ein Begriff wie „Gutmensch“ eigentlich aussagt.

Die zwei Lager, die es früher gab und die früher noch jeder katholische Geistliche aufsagen konnte, sie leiteten sich einmal von Plato ab und behaupteten, das begrifflich Beschriebene haben genau die reale Existenz, die der Begriff beschreibe. Wenn man so will, teilt sich das Beschriebene dem Beschreiber im Begriff mit. Diese etwas mystische Auffassung vom Wesen der Dinge in begrifflicher Fassung, wurde von einer nominalistischen Schule bekämpft, die darauf beharrt hat, dass Begriffe Konstruktionen sind, die von Menschen erdacht werden, um reale oder abstrakte Dinge zu beschreiben. Am deutlichsten kann man diesen Unterschied am Beispiel von Gut und Grumpf machen. Während ein Anhänger Platos der Ansicht ist, „gut“ sei eine Eigenschaft von Dingen, die begrifflich gefasst wird, was eine Äquivalenz von gut in Begriff und Realität zur Folge hat und keine andere Begrifflichkeit als “gut” zulässt, sind die Nominalisten der Ansicht, dass dann, wenn man Grumpf als etwas definiert, das z.B. jemanden beschreibt, der in Mathematik immer alle Aufgaben zu lösen im Stande ist, man sagen kann, dass dieser jemand in Mathematik grumpf ist – denn man beschreibt ein empirisches Faktum mit einem mehr oder weniger willkürlichen Begriff, der seiner Willkür nur dadurch enthoben wird, dass er zur Konvention erklärt wird, was dem Verständnis und der Verständigung sehr zuträglich ist.

Kardinal Woelki ist im Gegensatz dazu der Ansicht, dass ein Begriff das ist, was er bezeichnet. Gut muss gut sein. Der gute Hirte kann sich für Woelki ebenso wenig als Schwein erweisen wie sich ein Gutmensch als missionarischer Eiferer, der dem eigenen Vorteil verpflichtet ist, erweisen kann. Kurz: Begriffe haben für Woelki eine wahre, keine konstruierte Existenz.

Nur so kann man es erklären, dass er meint, man könne dadurch, dass man das Wort „Gutmensch“ auf Plätze sprüht, nur eines bewirken: Die Rehabilitation von Gutmenschen.

Auf eine solche Idee kann man nur kommen, wenn man keinerlei Menschenkenntnis, keinerlei Erinnerung an die scholastische Tradition in der Katholische Kirche und keinerlei Verständnis des täglichen Lebens hat. Wir fürchten, dem Kardinal aus Köln steht ein Schock bevor.

Es beginnt schon damit, dass nicht „jeder Mensch gut sein“ will. Oder anders formuliert: Das, was manche Menschen für gut halten, wird von anderen für gar nicht gut gehalten. Nehmen wir Woelki kurz ernst und gestehen ihm zu, dass jeder Mensch gut sein will. Wenn jeder Mensch gut sein will, dann müssen zwangsläufig auch Adolf Hitler, Heinrich Himmler, Mao, Idi Amin und Fidel Castro den Willen gehabt haben, gut zu sein.

 

Die Opfer der Genannten werden kaum zu dem Schluss kommen, dass den Genannten ein Wille zur Gutheit unterstellt werden kann. Der Kardinal erzählt hier also Unsinn. Es gibt ganz offensichtlich einen Unterschied zwischen Intention und Verhalten, so wie es einen Unterschied zwischen Auffassungen darüber gibt, was als „gut“ anzusehen ist. Die katholische Kirche hat es über Jahrhunderte für gut befunden, Menschen an Holzstäben zu verbrennen, um deren Seele zu befreien. Die damaligen Gutmenschen haben also zwangsläufig die posthume Segnung des Kölner Kardinals.

Oder ist Woelki gar nicht der Meinung, dass man Giordano Bruno Gutes getan habe, als man ihn verbrannt hat bzw. dass Adolf Hitler mit seinen Großdeutschen Phantasien eigentlich Gutes tun wollen, wem auch immer?

Wenn der Kardinal dieser Meinung nicht ist, dann muss er zwangsläufig zugestehen, dass Gutmenschen nicht unbedingt gut sein müssen, schon weil das, was der Begriff bezeichnet, nicht notwendig ein guter Mensch sein muss. Entsprechend sollte es den Kardinal nicht wundern, wenn seine Aktion von manchen als Unsinn von Gutmenschen bewertet wird, und zwar von denen, die es nicht mehr ertragen können, von anderen bevormundet und ständig auf das, was angeblich gut und richtig ist und regelmäßig denen nutzt, die sich so gerne als Gutmensch inszenieren, hingewiesen zu werden.

Manche werden gar in der Aktion einen Beleg dafür sehen, dass es auch anderen reicht. Denn: Wie man daran sehen kann, dass in Köln Plätze mit dem grünen Wort Gutmensch besprüht wurden und da jeder weiß, dass grün die Farbe von Ekel, Schlechtheit und Erbrechen ist, gibt es immer mehr, die der Missionierung durch Menschen, die vorgeben, besser als andere zu wissen, was gut und was für diese anderen gut ist, nichts mehr abgewinnen können, sie im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen finden.

Das eben ist das Problem: Ob Gutmenschen alle gut sind oder jeder gut sein will, sind empirische Fragen, keine Fragen des Glaubens, wie der Kardinal meint.

Ob er es auch gut meint?

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