Dokument zeigt Indoktrination bereits in der Kindertagesstätte

Ein Leser von ScienceFiles hat uns auf Leitlinien aufmerksam gemacht, die bereits vor einigen Jahren von WikiMannia aufgenommen wurden und die man derzeit im Netz nicht mehr findet. Die Leitlinien sind ein eindrückliches Dokument des Versuchs, bereits Kinder in Kindertagesstätten mit Gender zu indoktrinieren. Sie sind ein eindrückliches Dokument einer totalen Ideologie, die keinerlei abweichende Sichtweise zulässt, und sie sind erschreckend, denn sie belegen eine Fixierung auf Geschlecht, die man nur als pathologisch bezeichnen kann.

ddr_081Es ist nicht überraschend, dass eine totale Ideologie wie der Genderismus bereits bei Dreijährigen mit Indoktrinationsversuchen ansetzt, aber es ist doch immer wieder schockierend, wenn man sich fragt, wie es in einem Gehirn aussehen muss, dessen Inhaber der Ansicht ist, man müsse bereits Kinder fein säuberlich in Männlein und Weiblein teilen. Und dann, nachdem man sie unterteilt hat, versucht man die unterschiedlichen Geschlechtsrollen, die der Teilung zu Grunde liegen, sonst könnte man die Teilung nicht vornehmen, sonst wäre Geschlecht tatsächlich irrelevant, quasi durch ihre Betonung wegyureden.

Wie absurd diese Vorstellung ist, kann man sich an einem einfachen Beispiel deutlich machen. Ein Junge, der einen Fantasy-Ritter auf seinem Drachen mit in die Kindertagesstätte bringt, wird sofort mit seiner traditionellen “Jungenrolle” konfrontiert, sein Verhalten wird hinterfragt, es wird ihm regelrecht eingehämmert, dass es männlich ist, mit Fantasy-Rittern zu spielen, und der harmlose Junge, der zuvor nur mit dem Ritter gespielt hat, nimmt sich fortan als “männlich” wahr, und zwar als falsch-männlich, denn man spielt in der modernen Genderwelt nicht mit Fantasy-Rittern.

Dass diese verquere und absurde Sichtweise in Kindertagesstätten um sich greift, dafür sorgen Leitlinien, wie die Freiburger Leitlinie, in der das Personal von Kindertagesstätten mit Unsinn der folgenden Art belästigt wird:

“Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten auf die Belange von Mädchen und nehmen sie wahr. Sie sind bereit, sich mit ihrer Geschlechtsrolle und der eigenen geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander zu setzen; nehmen Mädchen in ihrer gesellschaftlichen Rolle geschlechtsbezogen wahr; entwickeln in ihrem pädagogischen Handeln ein Bewusstsein für geschlechtsbezogene Arbeitsweisen und Wirkungen und sind bereit, ihr pädagogisches Handeln kritisch zu reflektieren.”

-erzieher-kindergarten--d972eb3832Gut. Ich nehme jetzt einmal kurz von mir an, ich wäre so wahnsinnig und hätte Erzieher gelernt. Wie weiß ich, was die Belange von Mädchen sind? Wie verhindere ich, dass ich das, was ich als die Belange von Mädchen ansehe, an Mädchen herantrage? Gut. Ich setze mich mit meiner eigenen geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander. Meine Eltern haben darauf bestanden, dass ich von kleinauf Hosen trage, und ich habe mich daran gewöhnt. Außerdem wollten sie, dass ich die Männertoilette aufsuche. Soll ich das jetzt kritisch hinterfragen? Ich musste immer abtrocknen, als kleiner Junge. War das frühkindlicher Terror mir gegenüber oder das Einüben von “nicht-traditionellen Geschlechtsrollen”? Ich reflektiere und setze mich auseinander, und es führt zu nichts. Und wie kann ich Mädchen in ihrer gesellschaftlichen Rolle geschlechterbezogen warhnehmen? Mädchen haben noch keine gesellschaftliche Rolle. Sie gelten gemeinhin als Kinder, und Kinder sind keine gesellschaftlich handelnden Subjekte, sondern Objekte, die von Erwachsenen, vor allem von Genderisten missbraucht werden, um die eigenen Phantasien auszuleben und sie als Wünsche der Kinder auszugeben. Wären Kinder keine Objekte, man müsste sie nicht in Kindertagesstätten sammeln und dort indoktrinieren. So, jetzt habe ich genug Bewusstsein entwickelt, um feststellen zu können, dass diese Leitlinien aus Freiburg blanker Unsinn sind.

Aber dieser Unsinn richtet Schaden an. Wie heisst es zu Beginn von Kapitel 12 dieser Freiburger Leitlinie:

“Aufgrund der prägenden Lebensphase, in der sich Kinder in Kindertageseinrichtungen befinden, gehört die Förderung der Chancengleichheit und der gleichberechtigte Umgang zwischen Mädchen und Jungen zu den grundlegenden Zielen.

Man soll sich nicht von der Benutzung wohlklingender Begriffe wie “Chancengleichheit” und “gleichberechtigter Umgang” täuschen lassen. Es geht hier schlicht und ergreifend um die Indoktrination von Kindern im Alter von drei Jahren aufwärts. Es geht um das Ausnutzen der “prägenden Lebensphase”, in der sich die Kinder befinden. Die ganze Gleichheits- und Gerechtigkeitsmimikry wird sofort aufgegeben, wenn es um Toleranz für so genannte traditionelle Rollenvorstellungen geht. Traditionelle Rollenvorstellungen sind der Feind. Sie sind nicht gleichberechtigt. Sie haben keine gleichen Chancen wie die Genderidealvorstellung. Sie sind auszumerzen. In diesem Punkt zeigt der Genderismus seinen totalen Anspruch. Hier wird deutlich, dass Genderismus eine totalitäre Ideologie mit Alleinvertretungsanspruch ist, die – wie alle Faschismen – nicht davor zurückschreckt, bereits die Kleinsten und Empfindlichsten der Gesellschaft zu indoktrinieren. Nicht nur das hat der Genderismus mit dem Nationalsozialismus, dem Stalinismus und dem Kommunismus gemeinsam.

mowgli_and_kaaEntsprechend endet die Indoktrination nicht mit dem Verlassen der Kindertagesstätte. Die Indoktrination beginnt in der Kindertagesstätte. Wir haben vor einiger Zeit über die Indoktrination von 13jährigen in Gymnasien berichtet, und bei der Recherche für diesen post bin ich auf ein im Jahre 2006 veröffentlichtes und im Namen des Bundesministerium für Bildung (!) und Forschung erstelltes Pamphlet gestoßen, das sich “Geschlechtsbezogene Pädagogik an Grundschulen” nennt und von Susanne Brandes und Olaf Jantz erstellt wurde. Ich möchte mich an dieser Stelle damit begnügen, einige der Erkenntnisse, die in “[z]usammenfassende Leitlinien für die geschlechtsbezogene Arbeit an Grundschulen” eingeflossen sind, zu zitieren und zuweilen zu kommentieren.

  • “Mädchen und Jungen könnten im Prinzip sämtliche Anforderungen gleichermaßen gut erfüllen” (191). Es ist immer wieder erfrischend, Genderisten bei ihren Vorurteilen zu ertappen, denn sie sind offensichtlich die ersten, die denken, Mädchen sind weniger Wert als Jungen, benötigten Hilfe, weil sie von sich aus nicht leistungsfähig sind. Wären sie ansonsten überrascht, dass beide Geschlechter in gleicher Weise leistungsfähig sind?

  • “Wir fragen uns und die SchülerInnen, inwiefern es den Einzelnen wichtig erscheint, Unterschiede zu betonen. … Dabei nutzen wir unser Wissen über die Geschlechtstypik, fragen die SchülerInnen jedoch ‘völlig neu’, um sie nicht selbst in die Rigidität von männlich vs. weiblich zu drängen. … Der geschlechtsreflektierte, koedukative Alltag wird so oft wie möglich durch geschlechtshomogene Gruppenarbeit von Mädchen- und Jungengruppen bereichert” (191). Man denkt, man hat es mit einer Horde Irrer zu tun. Jungen und Mädchen sollen also dadurch, dass sie ständig, nein, “völlig neu” und basierend auf den Geschlechtsstereotypen, die “wir” mit uns herumtragen, auf eben diese angesprochen werden. Ihre “Nicht-Unterschiedlichkeit” soll dadurch herbeigeführt werden, dass Sie ständig in “homogene Geschlechtsgruppen” eingeteilt und als Angehöriger eines Geschlechts angesprochen und hinterfragt werden?

Mit Verlaub, das grenzt nicht mehr an Wahnsinn, das ist blanker Wahnsinn. Das Tragische daran ist, dass es Kinder und Jugendliche sind, die diesem blanken Wahnsinn, die der Fixierung mancher Erwachsener, die nie darüber hinweggekommen sind, dass sie ein Geschlecht haben, ausgesetzt sind. Man kann nur hoffen, dass der Trotz und Starrsinn, der Kinder und Jugendliche zuweilen auszeichnet, dazu führen wird, dass sie die ständige Penetration mit “Geschlecht”, dieses ständige fixiert werden auf Geschlechtsorgane derart anödet, dass sie ihre Erzieher, Erzieher und Lehrer Lehrer sein lassen, auf Durchzug schalten und sich ansonsten mit Dingen umgeben, die ihnen Spass machen, unabhängig davon, ob sie eine traditionelle oder keine traditionelle Geschlechtsrolle erfüllen.

Abschließender Kommentar von Dr. habil. Heike Diefenbach: “Bei soviel Geschlecht, wo bleibt da Raum für Menschlichkeit?”

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