Was sind Gutmenschen?

Was sind eigentlich Gutmenschen? Sind Sie das Gegenteil von “Schlechtmenschen”? Was zeichnet Gutmenschen aus? Diese Fragen werden uns regelmäßig gestellt, und wir haben Sie auch schon mehrfach beantwortet, aber offensichtlich ist das Bedürfnis nach einer eindeutig abgelegten Definition davon, was Gutmenschen sind, sehr groß.

Deshalb haben wir uns ein paar weitergehende Gedanken gemacht und die Definition von Gutmensch, die wir bereits gegeben haben, ausgearbeitet, auch oder insbesondere auf Grundlage der Erfahrungen, die wir seit nunmehr drei Dekaden als Sozialwissenschaftler gemacht haben.

Die Definition von Gutmensch, die wir an anderer Stelle bereits gegeben haben, ist die folgende:

darwin-greatGutmenschen sind Indivdiuen, die  ein Überzeugungssystem haben, auf dem sie den Glauben an bestimmte Dinge gründen, z.B. an einen Gott, an den Teufel “Kapitalismus”, an die Benachteiligung von Frauen, an die Überlegenheit der arischen Rasse oder an die Bedeutung ungeborenen Lebens. Von diesem Überzeugungssystem aus – und das ist das entscheidende Kriterium für Gutmenschen- marschieren sie sie, um andere zu ihrem Heil zu bekehren. Das Kriterium, das den Gutmenschen ausmacht, ist somit sein missionarischer Eifer, der sich wiederum aus der eingebildeten Überlegenheit des eigenen Überzeugungssystems speist.

Ausgehend von dieser Definition kann man nun Gutmenschen klassifizieren. Da Gutmenschen ihr Handeln auf andere ausrichten, es sich also um soziales Handeln handelt, bietet sich die von Max Weber aufgestellte Typologie der Handlungsmodi an, um Gutmenschen zu klassifizieren. Entsprechend kann man Gutemenschen  in zweckrationale Gutmenschen, wertrationale Gutmenschen, affektive Gutmenschen und traditionale Gutmenschen unterscheiden.

  • Zweckrationale Gutmenschen missionieren andere, um sich damit einen eigenen Vorteil zu verschaffen. Sie instrumentalisieren ein Überzeugungssystem, um sich Zugänge zu Ressourcen zu verschaffen. Ein herausragendes Beispiel für zweckrationale Gutmenschen sind all die Günstlinge, die sich im Speckgürtel des Bundesministeriums für FSFJ angelagert haben und unnütze Studien anstellen, die Gender Mainstreaming thematisieren oder die sich durch Gender-Was-auch-immer ein Auskommen verschafft haben, das darauf zielt, die gerade opportune Überzeugung, nach der Frauen in Deutschland benachteiligt sind, gewinnbringend einzusetzen. Entsprechend penetrieren sie unbeteiligte Dritte mit dieser opportunen Überzeugung so lange, bis diese Dritten es nicht mehr hören können, um der gerade opportunen Überzeugung Bedeutung zu geben. Das Ziel dieser Verleihung von Bedeutung besteht natürlich darin, Dritten die Notwendigkeit zu vermitteln, für das “Gute” zu bezahlen, und zwar über Steuern und Abgaben. Solange die von zweckrationalen Gutmenschen missionierten den Mund halten und zahlen, sind zweckrationale Gutmenschen zufrieden. Wir glauben, Hinrich Rosenbrock, der sich an den Staatsfeminismus verkauft hat, ist ein gutes Beispiel für einen zweckrationalen Gutmenchen.
  • concentration campBei wertrationale Gutmenschen ist das anders. Ihnen geht es um die Seele ihrer Opfer. Sie verzichten eher auf materielle Aspekte, als dass sie damit leben könnten, dass es in der Welt da draußen Menschen gibt, die nicht glauben, was sie glauben, die nicht der Ansicht sind, dass Menschen soziale Wesen sind, die nicht der Ansicht sind, aller Sinn des Lebens bestehe in Fortpflanzung, die nicht der Ansicht sind, Feminismus sei das Heil, auf das die Welt seit Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, gewartet hat und die nicht der Ansicht sind, Kapitalismus sei schlecht. Wertrationale Gutmenschen verfolgen ihre Opfer, wenn es sein muss bis ans Kreuz, werten Menschen mit anderer Meinung ab, wo sie ihnen begegnen. Sie sind komplette Faschisten, die über Leichen gehen, wenn es die Gelegenheit ergibt, und das ist der Grund, warum wir derzeit wertrationale Gutmenschen nur in Form verbaler Mörder finden. Während zweckrationale Gutmenschen Opportunisten sind, sind wertrationale Gutmenschen Überzeugungstäter. Ein Beispiel dafür scheint uns das zu sein, was sich hinter dem Pseudonym Fiona Baine (oder hier, manchmal überholen einem die Ereignisse stündlich…) bei Wikipedia versteckt.
  • Affektive Gutmenschen halten sich einfach für gut. Es gehört zu ihrem Selbstbild. Sie hinterfragen nichts und verfolgen keine Ziele, sie bilden einfach die unterstützende Masse, die auf die Führung durch Führer (vermutlich Opportunisten, also zweckrationale Gutmenschen) warten. Heike Diefenbach spricht in diesem Zusammenhang von Wasserträgern.
  • Ob es traditionale Gutmenschen gibt, ist eine Frage, die mit Forschung zu klären wäre. Die logische Analyse legt es nahe, ihre Existenz anzunehmen, allerdings sind die Moden der Ideologien zu kurzlebig, als dass man eine Tradition des Gutmenschentums begründen könnte, die eine bestimmte Ausrichtung hat. Entsprechend müsste man annehmen, dass traditionale Gutmenschen leere Eimer sind, in die wahllos die Ideologie gefüllt werden kann, die gerade en vogue ist und von der behauptet wird, dass sie “gut” sei. Von den opportunistischen, zweckrationalen Gutmenschen wären sie entsprechend nur dadurch unterrschieden, dass sie keinerlei Vorstellung und Zweck mit ihrem “Gutsein” verbinden. Sie sind halt so … gut.

Soweit unsere Definition von Gutmensch.

©ScienceFiles, 2013/2014

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92 Responses to Was sind Gutmenschen?

  1. Adam Lauks says:

    Ist unser Bundespräsident Joachim Gauck ein Gutmensch oder einer der Schuld geladen hat die er auf dieser Welt gar nicht sühnen kann !?
    http://adamlauks.wordpress.com/2013/02/16/strafanzeige-gegen-die-bstu-behorde-aus-der-uneingeschrankter-und-unkontrollierbarer-zeit-unter-dem-leiter-joachim-gauck/

  2. Alle -helfer, -retter, -warner und -schützer, also alle, die sich um fremde Angelegenheiten kümmern, um Zeug, das sie nichts angeht.

    Carsten

    “Wir sind keine Mandanten des deutschen Volkes, wir haben den Auftrag von den Alliierten.”
    Conrad Hermann Joseph Adenauer, von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik in Deutschland

  3. Tenpel says:

    Mhm.

    Danke für die Erklärung. Die Frage hatte ich ja gestern (oder vorgestern) in einem Kommentar aufgeworfen.

    Überzeugt mich nur nicht wirklich. Warum?

    Begriffe, wie “Dogmatismus”, “Arroganz” und “missionarisch” decken eigentlich das hier beschriebene Phänomen für mich ab. Dieses Phänomen existiert ja auch nicht erst seit heute. Es beschreibt das Handeln “dogmatisch-missionarischer Elitegruppen”.

    OK, altbekannte Phänomene können neu benannt werde oder polemisch/ironisch zugespitzt und verkürzt werden. Nur ob Sie/dieser Blog sich und den Lesern einen Gefallen tut, ein positiv belegtes Wort “gut” mit “Mensch” zu verknüpfen und dann einen Begriff wie “Gutmensch” zu nutzen, um dogmatisch-arrogante Elitemenschen/Gruppen in Ihrem Treiben zu kritisieren, wage ich zu bezweifeln. Denn es ist doch eigentlich eine schöne Sache danach zu streben, “ein guter Mensch” zu sein, oder? Von daher verleitet der Begriff “Gutmensch” zum Missverständnis, dass ein bestreben, ein “guter Mensch” zu sein ein verwerfliche, lächerliche, naive, ja gefährliche Angelegenheit wäre. Der einfache Leser wird sicher nicht die Definition des Sciencefiles Blogs lesen sondern impliziert schlussfolgern: ein guter Mensch ist was Schlechtes. Was für ein “tolles” Ergebnis!

    Von daher, meines Erachtens, ist die Verwendung dieses Worts missverständlich, in die Irre führend und schießt am Ziel vorbei (destruktives Wirken von missionarischen Dogmatikern zu kritisieren und den Schaden aufzuzeigen, das solches bewirkt).

    Der Begriff wurde bereits zum “Unwort des Jahres 2011” gekürt mit der Begründung:

    Gutmensch: Mit dem Ausdruck Gutmensch wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des “guten Menschen” in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Gutmensch Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationale Diskussionen gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2011 ist er aber in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt entfaltet.

    Die anderen beiden “Unwörter des Jahres 2011” waren “Döner-Morde” und “marktkonforme Demokratie”.

    Ich denke Sciencefiles sollte sich einen besseren Begriff einfallen lassen und das Wort als ungeeignet für die Beschreibung einstampfen. Digital ist einstampfen ja ganz einfach.

    • Es war auch absolut nicht unsere Absicht, Sie zu überzeugen.

      Ich kann also damit leben, dass Sie nicht überzeugt sind. Wir betrachten Gutmensch und das deutlich zu machen ist allein der Zweck des Beitrags, als analytisches Konzept. Sie betrachten es als wertbeladenes und affektives Konzept, ebenso wie Mensch und können gut nur als gut und nicht als z.B. Gut oder sprachliches Konzept denken und damit ist es auch gut.

      Und dass die Darmstädter Wortfetichisten den Begriff “Gutmensch” nicht mögen, ist uns auch nicht neu:

      http://sciencefiles.org/2012/01/17/unsinn-der-woche-darmstadter-wortfetischisten-in-aktion/

      “Ich denke Sciencefiles sollte sich einen besseren Begriff einfallen lassen und das Wort als ungeeignet für die Beschreibung einstampfen. Digital ist einstampfen ja ganz einfach.”

      Die Gedanken sind bekanntlich frei und entsprechend können Sie denken, was Sie wollen. Wir werden unseren Gebrauch des Begriffes “Gutmensch” deshalb nicht ändern.

      Aber ausgerechnet diese Darmstädter Wortwächter gegen uns ins Feld führen zu wollen, ist schon dreist. Haben Sie nicht etwas Fundiertes, etwas, was Wissenschaft ist, nicht gefühlsduseliges wie-kommt-mir-die-Welt-vor-und-warum-mag-ich-die-Welt-nicht-so-wie-sie-mir-vorkommt? Wie auch immer, was wir von den Darmstädtern halten, wenn Sie es noch nicht ahnen, können Sie ja oben unter dem Link nachlesen.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      … deshalb definiert man ja Begriffe; damit sie nicht mehr missverständlich sind.

      Wir haben unsere Verwendung des Begriffs “Gutmensch” hiermit geklärt, und wenn man mit unserer Definition nicht einverstanden ist, kann man begründen, warum nicht und eine bessere vorschlagen. Ersteres haben Sie ansatzweise getan, Letzeres aber nicht – es immer schwieriger, konstruktiv zu sein als an den Vorschlägen anderer Mäkel zu finden.

      Unklar ist mir, warum es für uns oder irgendjemanden sonst eine Rolle spielen sollte, ob ein Begriff einmal zum “Unwort des Jahres” gekürt wurde oder nicht, denn die Kriterien, die hierbei ausschlaggebend sind, sind ja bloß ideologische bzw. gar keine und daher nicht ernstzunehmen.

      Und schließlich denke ich, dass es falsch ist, weit verbreitete Begriffe einfach ignorieren zu wollen, nur, weil sie “missverständlich” sein können (wie alle Begriffe); sie werden in jedem Fall weiterverwendet – nur eben weiterhin irgendwie und ohne angebbare Definition, was die Kommunkation deutlich erschwert.

      Die große Resonanz, die unser Beitrag über bzw. unsere Definition von Gutmenschen gefunden hat, gibt uns, finde ich, Recht: es besteht offensichtlich ein Bedürfnis, sich darüber auseinanderzusetzen oder zu verständigen, welches Konzept mit diesem Begriff verbunden ist oder sein soll.

    • H. Bernecker says:

      Sich theoretisch unter linguistischen und soziologischen Aspekten mit dem Begriff zu befassen, mag eine Sache sein. Entscheidend für mich ist jedoch, dass der Begriff des Gutmenschen ein ausschließlich(!) polemischer Begriff ist, der von Individuen und Gruppen verwendet wird, welche das ihnen eigene Weltbild und die ihnen eigene Gedankenwelt – beide übrigens in aller Regel mit Attributen wie “liberal” und “freiheitlich” konnotiert -, regelmäßig in stigmatisierender und diffamierender Absicht verwendet wird. So dass ich als bekennender Gutmensch sehr geneigt bin, in polemischer Reaktion die These aufzustellen, dass es die lobby- und von graduell und qualitativ freilich differenzierbarem Fanatismus getriebenen Arschmenschen (ganz im Sinne des griechischen Begriffs des “Idioten”) sind, die den Begriff des Gutmenschen prägen.

      • @H. Bernecker

        Wenn Sie meinen, dass “Gutmensch” “ein ausschließlich polemischer Begriff” sei, dann ist das IHRE Meinung, aber nicht unsere. Wir haben den Begriff definiert und somit angegeben, was wir darunter verstehen. Sie verstehen offensichtlich etwas anderes darunter, und das ist dann eben so. Aber Sie werden doch wohl respektieren, dass wir das darunter verstehen, was wir angegeben haben; das ist eben auch so.

        Oder vielleicht können Sie als “bekennender Gutmensch” die Auffassungen anderer Menschen eben nicht respektieren, und dies würde immerhin mit Ihrer Bezeichnung von sich selbst als Gutmensch UND mit unserer Definition übereinstimmen, so dass die Sinnhaftigkeit unserer Definition durch Ihr Beispiel zumindest in einem Fall belegt wäre.

        Dafür spricht auch, dass Sie anscheinend meinen, dass Ihre Auffassung des Begriffs von einer Auffassung zu einer für alle anderen Menschen und für alle Zeiten gültigen Tatsache würde, wenn Sie der Formulierung Ihrer Auffassung ein Ausrufezeichen anfügen, Dieses starke Bedürfnis, die eigenen Auffassungen zu verabsolutieren und für alle als geltend zu erklären, ist wie gesagt ja genau das, was für uns die Definition eines Gutmenschen im Kern ausmacht, und das Sie sich genauso verhalten und außerdem selbst angeben, ein “bekennender Gutmensch” zu sein, sollten Sie damit doch auch gar keine Schwierigkeiten haben, oder!?

  4. knn says:

    Zwei Links zum Thema Gutmenschen:

    2 Bilder und 1 Quiz
    http://imgbox.com/g/FgswSh68ew

    Das Resultat von Gutmenschtum: Gleichstellung und Gender Mainstreaming
    http://bloganddiscussion.com/argumentevonfemastasen/3932/geschlechtergleichwertler-und-gleichberechtigungsutopisten/

  5. a.behrens says:

    Die Definition ist in meinen Augen unbefriedigend. Die Definition ist zum einen zu umfangreich und zum anderen wird IMO der Kern eines Gutmenschen verfehlt.

    Leider fällt mir auch nichts besseres ein.

    Aspekte einer Definition (die alle gleichzeitig erfüllt sein müssten) wären in meinen Augen:

    – Ein Gutmensch ist ein Mensch der mit moralischer Empörung die eigene Reputation innerhalb seiner Peergroup zu steigern versucht.
    – Ein Gutmensch versucht durch Mitläufertum und Anpassung an vorherrschende Meinungen eine möglichst geringere Angriffsflächen zu bieten.
    – Ein Gutmensch ist nicht an einer inhaltlichen Auseinandersetzung interessiert, da er aus einer vermeindlich moralisch üblegenen Position handelt.
    – Ein Gutmensch tendiert dazu, nicht selbst für die Beseitigung der wahrgenommen Probleme zu arbeiten.
    – Ein Gutmensch verlangt von einer nicht namentlich benannten, anonymen, Gruppe die Lösung einer Problems, welche eine ebenfalls nicht namentlich genannten dritte Gruppe hat.

    Kernpunkt ist also eine deutlich vorgebrachte moralische Überlegenheit.

    Beispiele:

    – “Die armen Kinder, da muss doch die Politik mal was machen …”
    – “Die armen Angestellten, man müsste die Unternehmer …”

    Ein typischer Gutmensch könnte dieser Kilian Krumm sein. Jedenfalls aufgrund dessen, was ich bei Sciencefiles gelesen habe. Facebook habe ich nicht, weiß daher nichts über seinen Standpunkt.

    Fione Baine ist dagegen kein Gutmensch. Das Wort ‘Glaubenskrieger’ oder ideologischer Fanatiker passt IHMO besser. Hinrich Rosenbrock ist schlicht ein Opportunist.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @a.behrens

      Herzlichen Glückwunsch zum top understatement des Monats:

      “Ein Gutmensch tendiert dazu, nicht selbst für die Beseitigung der wahrgenommen Probleme zu arbeiten” – “tendiert dazu” ist wirklich gut; ich habe diese Formulierung sehr genossen!

      • corvusalbusberlin says:

        Ja, genau, das trifft den Kern der Aussage.

        Ich kenne einen Gutmenschen, einen früheren Erzieher.
        Wenn ich das Wort schon höre, wird mir übel.
        Dieser frühere Erzieher ist der festen Überzeugung – allein auf Grund seiner früheren Tätigkeit, also als Erzieher – genug für die Gesellschaft geleistet zu haben.

        Er steht voll auf der Seite Merkel und alle AfD “Anhänger” sind Monster, mit denen er nichts zu tun haben will.
        Was gibt es da noch zu sagen?

  6. interessant sind aber auch die sarkastisch-aggressiven gutmenschen, wie zb der berüchtigte anatol stefanowitsch (@astefanowitsch) , dessen hetze gegen jungen sie vor kurzem trefflich analysiert haben. er will eigentlich nicht überzeugen, er will einfach nur jeden fertigmachen, der seinen glauben nicht teilt. fällt er nicht ein wenig aus ihren drei kategorien heraus? er wird nicht jeden unsinn, den er verzapft wirklich selber glauben, nur ca jeden zweiten, aber ist er im grunde nicht einfach ein aggressiver karrierist UND ein westentaschensavonarola? was meinen sie? auf seinem sprachblog finden sie auch noch jede menge mißbrauch von wissenschaft, falls sie falsche etymologische ableitungen mögen, schauen sie mal rein. daniel scholten von belles lettres hat dem schon drei lange podcast gewidmet, aber es ist genug fahrlässiger unsinn für alle da. falls ihnen dieser mal ausgehen sollte, was ich aber eher nicht befürchte. guter gruß @meleksgrafitto

    • Der beschriebene Opportunismus klingt qualifiziert ihn zum zweckratoinalen Gutmenschen – oder?

      • halb ein rationaler karrieristengutmensch, ja. aber er wird zu schnell wirklich wütend beim kleinsten widerspruch, als daß das alles sein kann? seine pöbelattacken auf twitter und in seinem sprachblog sind berühmt. das ist nicht gespielt? falls sie den roman “der schüler gerber” von friedrich torberg kennen: stefanowitsch erinnert mich in seinem furor rechthaben zu müssen und die widersprechenden fertigzumachen an “gott kupfer” dort. und natürlich weiß a.s. spätesten seit scholten, daß sein ruf in wirklichen fachkreisen eher mau ist. die wut des fachlich schwachen kommt also dazu. ein karrierist, der das ende der fahnenstange schon erreicht hat, mit 39 und das weiß?

        • Ich denke man muss die Motivation (Handlungsmodi) von der AUsführung trennen. Warum jemand etwas “glaubt” und wie er diesen Glauben letztlich vertritt, sind zwei paar Stiefel und entsprechend müsste man noch eine Persönlichkeitsvariable einführen. Ich denke, eine Unterscheidung in soziale und personale Identität und die Hinzuziehung von IQ dürfte ausreichen. Ich habe mir den Sprachlog vor einiger Zeit, als der Hinweis auf Stefanowitsch kam, angesehen und muss sagen, ich fand es unglaublich langweilig, aber vielleicht war ich auch in den falschen Treads…. Aber wenn jemand pöbeln muss, weil er keine Argumente hat, die seine Position stützen, dann ist eigentlich alles gesagt, womit man wieder beim IQ wäre.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          … ich kenne ihn nicht und weiß über das, was im Beitrag Thema war,nichts über ihn, aber möglicherweise ist er einfach psychisch krank bzw. therapiebedürftig – ausschließen können wir das natürlich nicht. In diesem Fall wäre zu klären, ob es vielleicht einen systematischen Zusammenhang zwischen Gutmenschentum und Psychopathologie gibt ….

  7. Marcel says:

    Besten Dank für die Gutmenschendefinition.

    M.E. gibt es jedoch 2 Sorten von Gutmenschen:

    1. Gutmenschen mit ideologischer Überzeugung aber ohne Machtmittel und

    2. Gutmenschen mit ideologischer Überzeugung und mit Machtmitteln, um ebendiese Überzeugungen auch Andersdenkenden aufzudrücken.

    Gefährlich sind nur letztere. Den Zeugen Jehovas kann ich den Stinkefinger zeigen, wenn sie bei mir zu missionieren versuchen. Bei den Politherrschern mit ihren Machtbütteln hingegen funktioniert das nicht; da habe ich u.U. erhebliche Nachteile zu erdulden – im Ernstfall können die mich in den Knast schicken, zusammenschlagen oder sogar töten lassen.

  8. karstenmende says:

    Der Begriff “Gutmensch” hat zu Recht einen sarkastischen und abwertenden Beiklang. Das ist mit einem einfachen Sprichwort schnell auf den Punkt gebracht: “Gut gemeint ist zumeist das Gegenteil von gut!”
    Wer will denn in 10 Jahren noch zu einer Ärztin in Behandlung gehen, wenn er davon ausgehen muss, dass diese sich (unter Umstänen) ihren akademischen Grad über diverse “Gender-Programme” erschlichen hat? Jede gut ausgebildetet Ärztin wird darunter leiden müssen, dass man ihr ebenfalls nicht über den Weg traut. Ich persönlich habe das jetzt schon zu meinem Prinzip erklärt, da ich schon unangenehme Erfahrungen mit einer jungen “Gender-Zahnärztin” machen durfte. An den Folgen des damaligen blinden Vertrauens werde ich den Rest meines Lebens zu beißen haben.

    • alacran says:

      Bei Ihrer “Gender”- Zahnärztin liegt das Problem m.E. auf einer anderen Ebene, nämlich der Auswahl der Zahnmedizinstudenten nach der Abiturnote! Sicher ist es nicht schädlich mit der Abiturgesamtnote 1+ Zahnmedizin zu studieren, es sollte aber auch ausreichende “praktische Intelligenz” vorhanden sein um fachliche Kompetenz zu erwerben! Hervorragende Kenntnisse der Infinitesimalrechnung und bestechende Gedichtinterpretationen halten einen fachlich qualifizierten Zahnarzt zwar nicht von guter Arbeit ab, sollten aber kein alleiniges Kriterium für die Zulassung zum Studium sein. Da wären wir dann wieder beim ” Genderismus ” , denn Mädchen haben im Schnitt bessere Abinoten!

  9. A.S. says:

    Mit der Definition wäre ich nicht ganz glücklich. Was (mir) noch fehlt sind zwei Punkte:
    Ein notorisch reines Gewissen und daraus folgende das völlige Desinteresse an den Folgen des eigenen Handels.
    Die fehlende Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen wenn ethisch problematische Entscheidungen anstehen.

    • Ich denke, der erste Punkt ergibt sich aus der fehlenden Begründung für die eigene Gutheit (deshalb Überzeugungssystem) und die fehlende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist glaube ich nichts, was Gutmenschen für sich gepachtet haben, das gibt es noch häufiger.

      • A.S. says:

        Auch wenn Sie mit ihren Punkten zweifelsohne Recht haben fehlt mir irgendetwas. Nach der Definition würden auch Pierre Vogel oder Ibrahim Abou Nagie unter die Gutmenschen fallen. Und, zumindest nach meinem noch undefinierten Gutmenschenbild, gehören letztere nicht in diese Kategorie.
        Aber ich merk gerade, das geht jetzt in ne falsche Richtung. Es ging nicht um meine Definition (oder Vorstellung), sondern um Ihre und die ist klargestellt.
        Danke für die Antwort und den (wie immer) lesenswerten Artikel.

  10. Hosea says:

    Ich möchte es mal mit einer kürzeren Definition versuchen.

    Vorweggeschickt sei, dass ein Gutmensch kein guter Mensch sein kann, genausowenig, wie ein Narziss wirklich lieben kann.

    Vorweg gesagt sei auch, dass natürlich die oben erwähnten Sprachwächter garnichts verstanden haben, denn der Begriff desavouiert niemals den guten Menschen, im Gegenteil, er verteidigt ihn. Ob jene Sprachwächter gleichfalls als Gutmenschen zu qualifizieren wären, sei dahingestellt, man kann auch einfach dumm sein.

    Nun zur eigentlichen Defintion:

    Ein Gutmensch ist ein moralischer Narziss, der in einer fortwährenden inneren Selbstbespiegelung sein eigenes Gutsein bewundert.

    Daraus folgt unmittelbar, dass ein Gutmensch kein guter Mensch sein kann, denn er tut alles nur, um diesem geliebten Selbstbild zu schmeicheln, niemals etwas aus Zuneigung oder gar Liebe zu anderen, was, wenigstens für einen Moment, Selbstvergessenheit voraussetzt.

    Die Realität, die Lebenswirklichkeit anderer Menschen erscheint dem Gutmenschen nur insofern als betrachtenswert, wie sie die glatte Oberfläche seines inneren Spiegels nicht kräuselt.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Hosea

      Ja, dem stimme ich vollkommen zu:

      “Vorweg gesagt sei auch, dass natürlich die oben erwähnten Sprachwächter garnichts verstanden haben, denn der Begriff desavouiert niemals den guten Menschen, im Gegenteil, er verteidigt ihn”,

      und ich denke, Ihr Definitionsvorschlag ist ein guter alternativer Vorschlag; für uns ist aber wichtig, dass eine Definition möglichst operationalisierbar ist, damit sie im Prinzip zur Messung/Feststellung von Gutmenschentum in der Realität und ich denke, dass unsere Definition diesbezüglich etwas besser ist als Ihr Vorschlag, einfach, weil ein Überzeugungssystem zwar schwierig, aber immer noch einfacher abzufragen oder aus Beobachtungen zu erschließen ist ist als “moralischer Narzissmus”, aber ich bin keine Psychologin und irre mich diesbezüglich vielleicht. Als Sozialwissenschaftler bleiben wir lieber bei dem uns Näherliegenden und für uns Handhabbare(re)n.

      • upho says:

        “…operationalisierbar ”

        Was sagt mir dieses Wortungetüm ? Na das es wieder mal nicht ausreicht eine Normale Sprache zu Benutzen um die Leute zu “Überzeugen”,sondern es muss immer noch ein Schlenkerle drauf gesetzt werden.Ich Beobachte das schon so Gehäuft Häufig (Schluchtz),das mir schon Angst und Bange wird wer oder was,denn das Tiefe Loch der Nichterkenntniss aufzufangen in der Lage wäre.(Alle Anfragen an das Geschätzte Sommerloch blieben bis heute Unbeantwortet).

        Die Sprache verliert sich allmählich im Nirwana.Was immer das auch sein oder nicht sein mag.
        Wir sagen nicht mehr was wir meinen,weil wir nicht mehr meinen was wir sagen.Und all das nur weil wir nicht mehr Fühlen ! was wir sind sind sind (Nach dem Berühmten Hundedarsteller “Rin-Tin-Tin”).

        Am dringensten Gesucht wird übrigens immer noch der Unbekannte Herr,oder Frau, “Wir”.

        • Offensichtlich sagt Ihnen dieses “Wortungetüm” nichts, was schade ist. Leider enthält die Sprache auch Worte jenseits demonstrativer Akte, um genau zu sein, dazu wurde Sprache entwickelt, weil das Deuten auf Steine und das Äußern von Lauten wie Ugh, Agh, AU! sich auf Dauer als langweilig und wenig nützlich erwiesen hat. Deshalb haben Menschen ihre Sprache differenziert, und in manchen Bereichen gibt es noch dazu eine Fachsprache. Manche Fachsprachen sind gemeingut, wie Stromkreis oder Steckdose, andere einem eher kleinen Personenkreis von Wissenden vorbehalten, die damit bestimmte Konzepte zum Ausdruck bringen wollen, die sie in ihrer täglichen Routine nutzen. Operationalisierung ist ein Begriff, von dem ich eigentlich dachte, dass er mittlerweile Gemeingut ist, aber offensichtlich ist er das nicht. Er meint schlicht, den Prozess, den es benötigt, um einen Begriff wie “Gutmensch” MESSBAR zu machen, denn man kann “GUTMENSCH” nicht einfach in der Welt finden, wenn man nicht weiß, wonach man suchen muss, woran man einen Gutmenschen erkennt, wie man den Begriff operationalisieren soll.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          @upho

          Michael Klein hat ja schon erklärt, was “operationalisierbar” bedeutet. Ich kann nur noch anfügen, dass Operationalisierbarkeit, also das Anhand-Eines-Angegeben-Kriteriums-Erkennbar-Machens oder Messbar-Machens, gerade deshalb so wichtig ist, damit sich die Sprache eben nicht “im Nirwana” verliert.

          Alles andere, was Sie schreiben, verstehe ich nicht bzw. sagt mir nichts, Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen oder was Sie sagen wollen; mir scheint, Ihre Sprache hat sich – zumindest in diesem Kommentar – schon weitgehend im Nirvana verloren, und wenn so etwas vorkommen sollte, dann wird mir Angst und Bange und die Kommunikationsfähigkeit von Sprechern der deutschen Sprache.

    • Tenpel says:

      Wenn ich es also nun richtig verstehe, ist Gutmensch eine (nun für mich ziemlich interessante) Polemisierung und bezieht sich auf Personen, die nach außen und nach innen “gut” wirken wollen, aber nur um sich 1) selbst besser zu fühlen, 2) sich moralisch größer/erhabener zu fühlen, 3) auf anderen herabblicken zu können/sich selbst über andere zu erheben und 4) dadurch Anerkennung von anderen zu bekommen.

      Ihre Definition bringt das für mich knapp auf den Punkt:

      »Ein Gutmensch ist ein moralischer Narziss, der in einer fortwährenden inneren Selbstbespiegelung sein eigenes Gutsein bewundert.«

      Das unterscheidet den Gutmenschen von einem guten Mensch (den ich für mich als eine Person sehen würde, der altruistisch – auf das Wohl von anderen ausgerichtet – ist).

      Der Gutmensch kommt also im Kleid des Selbstlosen ohne selbstlos zu sein, sondern zutiefst selbstbezogen. Oder wie es François de La Rochefoucauld ausdrückte:

      »Der Egoismus spricht alle Sprachen und spielt alle Rollen, sogar die der Selbstlosigkeit.«

      • Hosea says:

        »Der Egoismus spricht alle Sprachen und spielt alle Rollen, sogar die der Selbstlosigkeit.«

        Ein schöner Satz, vielen Dank dafür.

        Es hat was Beruhigendes, dass die Weisheit wohl ein zeitloses Phänomen ist, die Torheit geht mit der Mode.

  11. WikiMANNia says:

    Nach Überzeugung der WikiMANNia-Redaktion rückt die obenstehende Definition Gutmenschen ungerechtfertigter Weise in die Nähe missionierender Christen, welche aufgrund ihres Glaubens ein Wissen darüber haben (der sündige Mensch), dass der Mensch nicht nur gut ist. Ebenfalls ungerechtfertigt erscheint uns, dass diese wiederum in die Nähe von Nazis gerückt werden. Der primäre Impuls des Gutmenschen ist nicht der missionarischer Eifer, mit dem etwa andere “bekehrt” werden sollen, sondern der notorische Zwang zur Selbst­ver­gewisserung, selbst zu “den Guten” zu gehören. Er muss zwanghaft sich und anderen ständig beweisen, dass er “der Gute” ist.

    Das Gesagte gilt für den einzelnen Gutmenschen. Treten Gutmenschen allerdings in Rudeln auf, so ergeben sich weitere negative Wirkungen, die sich aus der Massen­psychologie erklären.

    In Abgrenzung zum Gutmenschen sind sich religiöse Menschen (Christen, Moslems, Juden, etc.) darüber im Klaren, dass die menschliche Natur sowohl den Barmherzigen Samaritaner als auch den Sünder umfasst. Dem Gutmenschen fehlt diese Einsicht, was erklärt, warum er so notorisch ist.

  12. Pupsi das Schwein says:

    Ich finde den Begriff Bessermensch richtiger, da er hervorhebt, dass der Mensch besser ist als der Rest. Genauso wie Besserwisser oder Besserwessi.
    P.S. Das untere Foto ist völlig daneben. Es geht um Feministen und nicht um Massenmord.

  13. Pingback: Schau Hin! [...] – “Was für ein Dreck!” (O-Ton, Dr. habil. Heike Diefenbach) | Kritische Wissenschaft - critical science

  14. ulpho says:

    “…oder an die Bedeutung ungeborenen Lebens”

    Ist Ungeborenes Leben etwas schlechtes ? Oder wie soll man das Verstehen ?

    “…Indivdiuen, die ein Überzeugungssystem haben, auf dem sie den Glauben an bestimmte Dinge gründen”

    “Glaube” an sich kommt ja schon mal nicht aus dem Nichts,sondern ist natürlicherweise immer mit Beeinflussung sozusagen “Höherer Kräfte” Verbunden.Also mit den ersten “Beeinflusern” den Eltern und als allererstes der Mutter die ihr Ungeborene Leben und sein Wachstum,mit ihrer Hormon und Ernährungslage Beeinflusst wird.Einen “Freien Willen” der oft und gerne angenommen wird,kann so schon mal gar nicht als Voraussetzung für spätere Verhaltensweisen aus sich selbst heraus Existieren.

    Natürlicherweise hat ein Mensch das tiefe Bedürfnis “gut” sein zu müssen.Er will “brav” sein und Gehorchen.Er ist ja zunächst einmal klein und Schwach.Es bleibt also nichts weiter übrig als der Höheren Gewalt zu Gehorchen.So sind erstmal die Voraussetzungen um zu Überleben.

    Gehorcht man nicht – Stirbt man unter Umständen.Instinktiverweise wird der kleine Mensch das eben dadurch Verhindern,indem er Gehorcht.Er geht brav zur Schule,Lernt Dinge die nichts mit dem Menschsein zu tun haben sondern eher mit der Vernichtung desselben und macht sich nichts daraus weil er die Zusammenhänge nicht sehen kann.Es sagt ihm auch niemand.

    Die Kinder in den “Koranschulen” sind alle “Gutmenschen”,oder werden zumindest dazu Gedrillt.Die einzige Abwehr die das Schwache Kind vor derartiger Vergewaltigung hat,ist dieselbe wie der Elefant im Zoo hat – Symptome von Hospitalismus,also das Typische hin und her Schaukeln des Oberkörpers.

    Der Körper Erkennt Instinktiv sein Eingesperrtsein und Reagiert mit Zwanghaften Abwehrbewegungen:Hospitalismus eben.Also ein Simpler Überlebensmechanismus.

    Ein “Gutmensch” ist also nur der Annahme das er “gut” wäre,aufgrund seines Handelns.
    Gutmenschen sind demnach:Ärtzte,Lehrer,Ingenieure,Baggerfahrer,Bergarbeiter,Kabarettisten,
    Autofahrer,Bauern,Wissenschaftler,Gentechniker,Blogbetreiber,Kommentaristen,Islamisten,
    Phobiker,Neurotiker,Christen,Beschneidungssüchtige Jüdische Israeliten,Buddhisten,der Klu-Klux-Klan,Frau Merkel,
    Nachrichtensprecher,Uneinsichtige in jeder Richtung,sich Selbsthassende,sich und andere Liebende,21 jährige,Menschen ab dreissig und unter über dreissig,Leute die Spalten wollen,Leute die “Gutmenschen” Erfunden haben,”Schlechtmenschen”,Revolutionäre,die Atombombe,
    Arbeiter in Rüstungsfabriken,Jäger,Panzerfahrer,Soldaten,Putin Patin und Potin,Die vielen Gesichter des “Gutmenschen”,Goethe,Descartes und Benoit Mandelbrot,der Struwwelpeter,die Gebrüder Grimm,alle Hexen,das Lagerfeuer,der Regen und seine Tropfen,Desinformanten und Trolle,Scientologen,Dalai Lama,Möbelhersteller und Waschmaschinenhersteller,Autobauer,der mit dem Feindbild Tanzt,Sexsüchtige,Frauen.

    Puh,das Internet hat gar nicht so viel Platz um alle Sorten von Gutmenschen aufzulisten ^^

    Also…Ist Ungeborenes Leben etwas schlechtes ?

  15. Prof. Abronsius says:

    Erst einmal danke für den Versuch einer Erklärung.

    Die Klassifikation mag ja noch ganz logisch erscheinen, aber die Definition scheint mir jedoch sehr beliebig. Ich persönlich kann wenig damit anfangen, da die Erklärung alles und gleichzeitig nichts aussagt.

    Ein Beispiel: “Gutmenschen sind Indivdiuen, die ein Überzeugungssystem haben, auf dem sie den Glauben an bestimmte Dinge gründen.”

    Diese Aussage trifft doch so ziemlich auf jeden Menschen zu. Jeder glaubt an irgendetwas, auf dem seine Überzeugungen gründen. Sind also alle Menschen Gutmenschen?

    Alle Menschen GLAUBEN irgendetwas, doch nur selten können sie es beweisen. Ob jemand an Gott glaubt oder nicht, ist beides Glaube, da beides nicht beweisbar. Also ergo beides Gutmenschen. Zumindest laut der Erklärung in diesem Artikel.

    Genau wie das mit dem Ungeborenen Leben. Ich persönlich würde da mal Dr. Nathanson nachlesen, was der am Ende seines Lebens dazu geschrieben hat. Leben ist nun mal Leben. Ob es nun moralisch verwerflich ist, ungeborenes Leben zu töten? Ich finde ja! Bin ich nun ein Gutmensch? Würde ich eigentlich nicht sagen. Und was ist mit Menschen, die es in Ordnung finden, Geborenes Leben (also generell Menschen) zu töten? Wenn man dagegen ist, ist man dann auch ein Gutmensch oder umgekehrt. Wer legt das fest? Wenn jemand behauptet, es ist in Ordnung ungeborenes Leben zu töten und/oder ihm keine Bedeutung zuschreibt, ist das dann nicht auch eine eingebildete Überlegenheit des eigenen Überzeugungssystems? Und gibt es da nicht auch eine Lobby, die das geradezu missionarisch betreibt?

    Gutmenschen sind meiner Meinung nach eher Leute, die sich von Regierungen, Medien etc. für Dumm verkaufen lassen, vor lauter Gehirnwäsche nicht mehr vernünftig denken können und sich Pseudoschuldkomlexe einreden lassen. Auch hier in Deutschland rennen besonders viele davon durch die Gegend, auch wenn ich das Gefühl habe, es gibt immer mehr die zur Vernunft kommen.

    Ist natürlich nur meine Meinung. Aber mit der obigen Definition kann man sich alles so zurechtbiegen und interpretieren, dass man letztlich jeden zum Gutmenschen erklären kann.

  16. Pingback: Andrea Dernbach: Dilettierende Agitatorin | DiskursKorrekt im Tagesspiegel

  17. G.Wissen says:

    Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.
    Und Gutmenschen meinen sehr vieles gut, was sie nicht per se zu schlechten Menschen macht. Meistens ist einfach der fehlende Weitblick über die Folgen Ihres Handelns das Problem.
    Dies denke ich, stellt die überwiegende Mehrheit der Gutmenschen dar. Zumindest diese in der normalen Gesellschaft anzutreffenden (keine Entscheider).

  18. Raffael says:

    “Gutmenschen sind Indivdiuen, die ein Überzeugungssystem haben, auf dem sie den Glauben an bestimmte Dinge gründen, z.B”….Zitat Ende…und danach folgt eine wirre Vermengung von wissenschaftlichen Fakten mit Ideologie.

    Wenn schon verschiedenen Hunderassen bestimmte Merkmale zuzuordnen sind, warum sollte es dann keine Menschenrassen mit bestimmten Merkmalen geben? Sarrazin hatte ja darauf hingewiesen (Judengen) und bis in die 60iger Jahre – bevor also “Gutmenschenideologie” Einzug hielt, war diese Einsicht auch allgemein verbreitet. Interessant, dass nun genau auf einem solchen Blog der Bock zum Gärtner gemacht wird! Gleich hintendran folgt dann die “Bedeutung des ungeborenen Lebens” als “Gutmenschenkategorie”! – Was bitte ist denn das?! Die Zeugung von Nachkommen wird also in einen Topf geworfen mit dem “Glaube an Gott oder den Teufel Kapitalismus”??? Gehts noch!

    Was soll zudem das Foto dieses angeblichen Konzentrationslagers?! Ehrlich gesagt, ich hab gestrichen die Nase voll von den dauernden Lügen über irgendwelche niemals stattgefundenen Verbrechen der pösen Nazis. Von Auschwitz bis zur NSU zieht sich die Lüge der Besatzer und die Vergewaltigung der Deutschen! …

    …und wer antritt, den Gutmenschen die Maske vom Gesicht zu reißen, jedoch ganz offensichtlich selbst einer ist, der schadet dieser Sache mehr, als er ihr nützt!

  19. Striesen says:

    Falls ein kleiner Schlenker weg von der Wissenschaft hin zur unterhaltsamen Auseinandersetzung gestattet ist:

    Ein Klassiker zur Gutmenschen-Thematik ist

    Achtung, Gutmenschen!
    Warum sie uns nerven. Womit sie uns quälen. Wie wir sie loswerden
    von Dietmar Bittrich

    Das Taschenbuch stammt aus 2007 und ist immer noch erhältlich. Man lese die Kritiken bei einem einschlägigen Versandhändler. Die wenigen ablehnenden stammen offensichtlich von ertappten Gutmenschen.

    Ich habe mich jedenfalls mit diesem Büchlein köstlich amüsiert.

  20. Alexa says:

    Man kann es auch ganz kurz erklären: vor 80 Jahren haben die Gutmenschen Ihre Nachbarn ´die ,die judische Fam. im Keller verstekt haben , verraten : es war “in “,- als Antisemmit war man patriotisch, es war alles nach ” Gesetz “.Heute tut uns die Gutmenschen die Mohren und die Zigeunen aus unseren alten Märchen löschen …und bei d. Holänder bleibt Nikolaus ohne Helfer wenn es so weiter geht…Es wird aber nicht so weiter gehen…( es ist nur eine Frage der Zeit wann sich wieder alles dreht) ….das Blöde ist nur dass wir nur die Extremen kennen…die “goldene Mitte ” ist schon lange ein Fremdwort.

    • Raffael says:

      Ich empfehle Ihnen dringend, sich mal etwas näher mit der tatsächlichen deutschen Geschichte zu befassen. Ist nicht böse gemeint, denn leider ist der Großteil der Deutschen mittlerweile völlig gehirngewaschen.

      http://www.youtube.com/watch?v=Ff1MHQWYN7c

      …ab Minute 5.15 ist für Sie etwas dabei. Wachen Sie mal auf!

  21. Martin Bauer says:

    Wenn der Gutmensch danach strebt das es Allen gut geht,aber wenigstens nicht schlecht,
    dann bin ich ein Gutmensch.Das ist Sozialhygine und ist so wichtig und angenehm wie
    das kolektive aufraeumen in einer sauberen (Wohn)-Gemeinschaft.
    Der echte Egoist kooperiert sozial.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Martin Bauer

      wenn Sie danach streben, dass es Allen gut geht UND Sie meinen, dass Sie wüssten, worin das Gute für Andere besteht, UND meinen, das Sie das pausenlos mitteilen müssten oder gar erzwingen, also auf diese Weise für “Sozialhygiene” sorgen zu müssen, dann sind Sie nach unserer Definition in der Tat ein Gutmensch.

      Wenn Sie aber danach streben, dass es Allen gut geht und dabei beachten, dass das auch den Respekt vor den Wünschen, Bedürfnisse und Überzeugungen Anderer beinhaltet, auch, wenn Sie diese nicht teilen oder nachvollziehen können, dann sind Sie u.E. wohl doch eher ein guter Mensch.

  22. Pingback: Was sind Gutmenschen ? | volksbetrug.net

  23. Dr. habil. Heike Diefenbach says:

    @WikiMANNia
    @Pupsi …
    @ulpho
    @Prof. Abronsius
    @Raffael

    Sie stört an unserer Definition, dass damit (auch) Personen oder Gruppen mit einem Anliegen angesprochen wären, deren Anliegen Sie persönlich wichtig, richtig, eben “gut” finden. Der Punkt ist aber nicht, dass Gutmenschen etwas gut finden,was wir nicht gut finden, sondern der, dass Gutmenschen meinen, anderen Menschen aufoktroyieren zu dürfen oder zu müssen, was sie gut finden, also meinen, zu wissen, was für sie oder für alle anderen Menschen gut ist, ohne diese gefragt zu haben, ob sie das auch so sehen und ob sie sich ihrem Urteil darüber, was gut sei, unterwerfen wollen oder nicht.

    Deshalb ist der Bezug auf irgendwelche Inhalte (sei es auf ungeborenes Leben, Missionierung durch Christen, Massenmord an Juden zur Rettung der arischen Rasse oder vielleicht Zwangsumerziehung zum Liberalismus.) verfehlt: Wer meint, anderen vorgeben zu können, wie sie in ihrem Leben zu entscheiden haben oder wie sie ihr Leben zu leben haben, weil er meint, er wisse in dieser Sache, was gut ist und was nicht, der fällt nach unserer Definition in die Kategorie des Gutmenschen – unanhängig davon, was es gerade ist, was er als gut bewertet. Sie ebenso wie wir wären Gutmenschen, wenn wir meinen würden, dass wir anderen Menschen unsere speziellen Anliegen und Überzeugungen aufdrängen oder sogar aufzwingen könnten.
    (Ausnahmen sind schwere Beeinträchtigungen der Unversehrtheit und der Freiheit eines Menschen durch das Verhalten anderer, weshalb z.B. das Verbot zu morden, “gut” ist; aber darauf können wir uns alle vermutlich recht leicht einigen, so dass diesbezüglich vermutlich auch kein Klärungsbedarf unter Bezug auf Gutmenschentum besteht.)

    Ich z.B. würde, wenn das anders wäre, die Massentierhaltung und grausame Fleischindustrie, die lebende Tiere nur als Fressobjekte betrachtet (und entsprechend behandelt) von heute auf morgen umstandslos und vollständig verbieten und Vegetarismus als Zwangsernährungsweise vorgeben. Aber ich versuche, kein Gutmensch zu sein und kann deshalb hierzu nur meine Meinung sagen und meine Gründe nennen, denen, die mir zuhören wollen, und ansonsten nach meinen eigenen Prinzipien leben und für die Farmtiere tun, was ich kann. Aber ich wollte mich nicht nach meinen eigenen Masstäben gegen Menschen versündigen, um Tiere zu retten, obwohl mir das ein echtes Anliegen wäre. Also muss ich bis auf Weiteres mit dem Misstand der grausamen Fleischproduktionsmaschinerie leben.

    Andere müssten dementsprechend damit leben, dass andere Menschen die Entscheidung treffen, ungeborenes Leben sich nicht weiterentwickeln zu lassen, auch, wenn sie das faslch oder sündig finden, oder die Missionierung aufzugeben, auch dann, wenn sie meinen, dass damit die Seelen anderer Menschen gefährdet seien. Wenn man damit nicht leben will oder kann und deshalb meint, anderen Menschen etwas aufzwingen zu müssen oder zu dürfen, dann mangelt es einem an Respekt vor dem Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen, und das Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen zu ignorieren oder zu relativieren, gefährdet die eigene Seele bzw. die eigene Integrität. (wie u.a. Immanuel Kant erläutert).

    Wer ein guter Menschen (und kein Gutmensch) sein will, kann daher nicht anders als sich in Liberalismus zu üben – und dabei muss er die eigenen Grundsätze und Überzeugungen keineswegs verrraten oder verschweigen. Er hat das Recht, nach ihnen zu leben und sie zu verteidigen, nur: die anderen haben dasselbe Recht mit Bezug auf IHRE Grundsätze und Überzeugungen.

    • Raffael says:

      “Sie stört an unserer Definition, dass damit (auch) Personen oder Gruppen mit einem Anliegen angesprochen wären, deren Anliegen Sie persönlich wichtig, richtig, eben “gut” finden” Zitat Ende

      Nein. Mich stört, das empirisch belegte Tatsachen (Rasse, Fortpflanzung etc), zusammen mit Gott und Teufel und gefälschter deutscher Geschichte in einen Topf geworfen werden. Während das Eine, subjektive – möglicherweise irrige – Wahrnehmung ist und das Enstehen dieser Gutmenschenseuche recht gut beschreibt, ist das Andere vollkommen zeitlos und seit Bestehen der Menscheit gültig.

      Fortpflanzung und Rasse sind nicht interpretierbar – Teufel, Gott und die Lügen über unsere deutsche Geschichte schon. Was ich meine, wird in folgendem Filmbeitrag auf den Punkt gebracht. Da drehen die Gutmenschen auch am Rad, um Dinge zu verbiegen, welche sich nunmal nicht verbiegen lassen. Nach Ihrer Definition, müßten sich jedoch auch die seriösen Forscher dieses Beitrages zu den “Gutmenschen” rechnen lassen – obwohl sie nur das wiedergeben, was in der Natur auch tatsächlich existiert



      • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

        @Raffael

        Sie schreiben;

        “Nein. Mich stört, das empirisch belegte Tatsachen (Rasse, Fortpflanzung etc), zusammen mit Gott und Teufel und gefälschter deutscher Geschichte in einen Topf geworfen werden. Während das Eine, subjektive – möglicherweise irrige – Wahrnehmung ist und das Enstehen dieser Gutmenschenseuche recht gut beschreibt, ist das Andere vollkommen zeitlos und seit Bestehen der Menscheit gültig.”

        Aber das geht eben wieder am Punkt vorbei:

        Wenn etwas empirisch belegt ist, dann sollte man meinen, dass es sich gut argumentieren lässt und insofern früher oder später eine entsprechende Überzeugungskraft entwickelt. Gerade deshalb ist es in einem solchen Fall besonders unnötig, es anderen Menschen aufzwingen wollen oder sie pausenlos damit zu penetrieren.

        Und genau das, nämlich, anderen Menschen etwas aufoktroyieren zu wollen, das sie selbst nicht glauben oder wovon sie (noch) nicht überzeugt sind, das macht den Gutmenschen aus. Ob das, was sie nicht glauben oder wovon sie nicht überzeugt sind, empirisch belegte Tatsache ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

        Wie gesagt: normalerweise entwickeln empirisch belegte Tatsachen eine eigene Überzeugungskraft.

        Davon angesehen bestreitet, glaube ich, niemand die Existenz der sexuellen Fortpflanzung bei der menschlichen Spezies. Umstritten ist vielmehr, was einige Leute aus derselben an Werturteilen oder Verhaltensvorgaben abzuleiten zu müssen oder zu können meinen (- dasselbe gilt für das Konzept der Rasse). Es sind gewöhnlich eben nicht empirische Tatsachen als solche, von denen überzeugt werden soll oder die bestritten werden sollen, sondern bestimmte Interpretationen und Werturteile. Und auch insofern geht Ihre Antwort am Punkt vorbei.

        • Raffael says:

          Kritische Wissenschaft und Zensur. Sehr amüsant.

          • Schön, dass Sie es amüsant finden, dann werden Sie sicher auch einsehen, dass es kein Recht zur Veröffentlichung von Müll auf ScienceFiles gibt, weshalb es schlicht Unsinn ist, von Zensur zu sprechen. Wie wir angekündigt haben und jeder nachlesen kann, der einen Kommentar schreibt, veröffentlichen wir nicht jeden Müll. Wer sich auskotzen will, soll zur nächsten Toilette gehen oder sich anderweitig abreagieren.

          • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

            @Raffael

            …sehr amüsant, dass immer diejenigen am lautesten danach schreien, sich doch gefälligst äußern und gehört werden zu dürfen, die dasselbe Recht am ehesten zu verweigern bereit sind, wenn sich jemand äußern möchte, der eine andere Auffassung in einer Sache hat als sie selbst! Und das selbst dann, wenn ihre Äußerungen in nichts anderem bestehen als in in inakzeptabler Baby-Sprache vorgebrachten Verunglimpfungen, Unterstellungen oder anderen Formen der emotionalen Erleichterungen.

            Aber auch für Sie gilt: Wir gestehen jedem zu, ARGUMENTE auf unserem blog vorzubringen; alles, was kein ARGUMENT ist, veröffentlich wir oder auch nicht – das behalten wir uns vor:

            Le blog, c’est nous!

            Wer sich nur erleichtern möchte, wendet sich bitte an die hierfür vorgesehenen Örtlichkeiten oder betreibt seinen eigenen blog – dann sieht er vielleicht auch, dass das mit Arbeit verbunden ist und jede Menge Entscheidungen erfordert, die er nach bestem Wisen und Gewissen treffen muss – und sei es nur, um Leser und Kommentatoren nicht unnötig dümmlichen Äußerungen auszusetzen, die sie nur langweilen oder dazu geeignet sind, dass sie sich über den Sich-Erleichternden.lustig machen (obwohl ich manchmal auch nicht anders kann als über die Äußerungen einiger Kommentatoren zu lachen).

            Diese Entscheidungen, die wir treffen, müssen alle, die sich hier auf unserem blog bewegen, wohl oder übel akzeptieren.

            Also, Raffael, seien Sie nicht (so) albern (wie in ihrem “zensierten” Kommentar) und kleinlich .- zeigen Sie Größe!

  24. qed says:

    Der ‘Gutmensch’ ist schlicht und ergreifend das Bild des ‘Neuen Menschen’, wie ihn die Neomarxisten der Frankfurter Schule erträumten- ein Jammer, daß diese epochalen Figuren und ihre Irrtümer so sehr in Vergessenheit geraten sind- selbst ihre Adepten heute kennen sich nicht mehr aus.
    Ein wunderbares Sittengemälde aus der Gutmenschenwelt hat uns dieser Tage ein Österreicher geliefert:

    http://www.andreas-unterberger.at/2013/12/die-feinde-der-freiheit/#sthash.5jnWY3hf.il5XvE4x.dpbs

  25. BeFree says:

    Gutmenschentum ist geistiger Imperialismus und virtuelle Sklaverei mit dem einzigen Ziel: Den oder die zu Bekehrenden – und das sind nach deren Selbstverständnis alle, die nicht des guten ‘Rechten Glaubens’ des jeweiligen Gutmenschen sind, sondern einen anderen und damit natürlich schlechten Glauben praktizieren – ggf. mit Feuer, Schwert und Exterminierung zu bekämpfen, wenn Diffarmierung und Diskreditierung versagen. Gutmenschen nehmen in imperialen, persönlichen Allmachtsfantasien Allwissenheit für sich in Anspruch. Gutmenschen sind das Schimmste, was einem/dem Menschen passieren kann/konnte. Gutmenschen sind alles, außer gut, weil sie die Freiheitsrechte anderer einschränken und nicht bedenken, dass ihre vermeintlichen Rechte auf ihr persönliches Gutmenschentum dort enden, wo die Rechte anderer beginnen. Nur eine kurze Armeslänge von ihnen entfernt, in einem vollen Bus sogar weniger.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @BeFree

      ja, ich glaube, das ist eine gute Beschreibung des Gutmenschentums, die – soweit ich jetzt spontan den Eindruck habe – auch kompatibel mit der von uns vorgeschlagenen Definition ist.

  26. Bellator Eruditus says:

    Mir fehlt bislang eine wesentliche Eigenschaft der Gutmenschen:
    Bei zweckrationalen Gutmenschen: Ihr Willen ihre jeweilige Problemlösung um jeden Preis durchzusetzen, d.h. alle offensichtlichen gegen ihre Lösung sprechenden Argumente zu ignorieren
    bzw.
    Bei wertrationalen Gutmenschen: Ihre vollkommene Unfähigkeit zu sehen, dass ihre Problemlösung mehr Probleme verursacht als löst.

    Als Beispiele möchte ich nennen:

    (Warnhinweis: Der folgende Text enthält hochangereicherten Sarkasmus)

    Tierbefreier: “Befreien” Tiere aus Ställen oder Zuchtanlagen. Die Tiere gehen daraufhin entweder ein (meist durch verdursten oder erfrieren) oder sie rotten ihre einheimischen Konkurrenten aus.

    Entwicklungshelfer: Bohren Brunnen, damit die Menschen nicht verdursten. Das zusätzliche Wasser wird aber in mehr Rinder investiert, denn Nomaden messen den Reichtum einer Familie an der Zahl ihrer Rinder. Die zusätzlichen Rinder fressen die Gegend kahl wie es sonst nur Ziegen können. Erfolg: Die Menschen verdursten nicht mehr, sondern verhungern.

    Feministen: Führen Frauenquoten ein damit Frauen nach Jahrtausenden der Unterdrückung auch eine Chance haben.
    Unvermeidbare Folge: Es gibt keine guten Krimis mehr zu lesen, weil wegen der Quote auch narrativ herausgeforderte Frauen verlegt werden müssen und der Markt eben begrenzt ist.

  27. Mario says:

    Momentan höre und lese ich diesen Begriff immer mehr von NPD-Mitgliedern auf diversen Internetplatformen.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      @Mario

      wenn das so ist, dann ist es umso wichtiger, dass man den Begriff nicht der NPD anheim fallen lässt, denn das, was wir damit bezeichnen wollen (s. unsere Definition), ist ja ein gesellschaftliches Phänomen, das uns alle betrifft und uns allen schadet, Wenn man den Begriff deshalb vermeiden wollte, weil die NPD ihnn benutzt, dann bestünde die Gefahr, dass damit das Phänomen, das er beschreibt totgeschwiegen wird.

      Im übrigen muss jemand nicht deshalb mit allem, was er sagt oder wie er es sagt, Unrecht haben, weil er NPD.Mitglied ist – das wäre ein Fehlargument ad personam.

  28. Franz Schuldt says:

    Gutmenschen Sehen aus wie ihr Fernseher. Sie geben nur das weiter, was Ihnen die Mainstreemmedien erzählen und mit Gehirnwaschtechniken ins Gehirn einbrennen.

    Ich bin umgeben von Gutmenschen. Und manchmal fühle ich mich von ihnen mehr als bedroht in meiner Existenz. Wirklichen Diskussionen können sie nicht folgen. Und ich war vor drei Jahren auch noch ein Gutmensch und was für einer.

    Deshalb habe ich noch Hoffnung auf eine Metamorphose dieser Menschen.Denn anders als bei der Metamorphose von Raupen zum Schmetterling macht der Mensch diese nur durch, wenn er anfängt nach zu denken.

  29. Roper9711 says:

    Wenden Sie doch den Begriff mal auf sich selber an

    Gutmenschen sind Indivdiuen,
    > sollte zutreffen

    die ein Überzeugungssystem haben, auf dem sie den Glauben an bestimmte Dinge gründen,
    > ich denke mal das trifft bei ihnen auch zu, ganz ohne Überzeugungssystem werden sie wohl schwerlich entscheidungen treffen können. Und wenn ihr Überzeugungssystem nur der Glaube an das Individuum, die Entscheidung oder was weiß ich was sein mag (dazu kenne ich sie zu schlecht; Ihnen “wird es ganz natürlich” erscheinen)

    (beispiele entfernt)
    Von diesem Überzeugungssystem aus – und das ist das entscheidende Kriterium für Gutmenschen- marschieren sie sie, um andere zu ihrem Heil zu bekehren.
    > Ja, was genau machen Sie mit diesem Blog hier nochmal? Ich würde ein Internetblog mal als digitales ausmarschieren beschreiben. Wer sind die anderen? Nunja, die anderen, die verblendet sind durch Gender und Kommunismus.

    Das Kriterium, das den Gutmenschen ausmacht, ist somit sein missionarischer Eifer, der sich wiederum aus der eingebildeten Überlegenheit des eigenen Überzeugungssystems speist.
    -> reflektieren Sie mal innig ob das nicht auch ein “klein wenig” auf sie zutreffen könnte

    Gutmenschliche Grüße

    • Nun, ich habe innig reflektiert und stelle auch nach mehrmaligen “in mich gehen” keinen missionarischen Eifer bei mir fest. Und das ist dann der ganze Unterschied. Wir stellen hier Informationen bereit. Was Sie mit diesen Informationen machen, ob Sie sie verwenden, verwerfen oder vergessen, ist Ihre Sache und uns als Blogbetreibern vollkommen wurscht. Nein, wir veröffentlichen sogar ihre Kommentare … Wir können nicht mehr als auf Missstände aufmerksam machen und Unsinn bloßstellen. Und mehr wollen wir auch nicht, denn wir gehen, was Ihnen zum Beispiel völlig undenkbar zu sein scheint, von autonomen und eigenverantwortlichen Individuen aus, die ihr Leben selbst gestalten und niemanden brauchen, der sie paternalisiert. Das nennt man Liberalismus…

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      Ach Gott, Roper9711,

      was soll man dazu sagen?

      Ich weiß nicht, was Sie beim Verfassen dieses Kommentars bewegt hat, aber wir danken für die “gutmenschlichen Grüße” und senden unsererseits “menschliche Grüße” zurück, und ich vermute ansonsten, dass hier einfach Ihre Emotionen mit Ihnen durchgegangen sind,

      denn: Irgendwie können Sie unseren Text und unsere Kommentare nicht gelesen oder nicht verstanden haben oder haben beides nicht verstehen wollen, denn wenn das anders wäre, hätten Sie nicht so einen Unsinn geschrieben wie

      “Von diesem Überzeugungssystem aus – und das ist das entscheidende Kriterium für Gutmenschen- marschieren sie sie, um andere zu ihrem Heil zu bekehren.
      > Ja, was genau machen Sie mit diesem Blog hier nochmal? Ich würde ein Internetblog mal als digitales ausmarschieren beschreiben. Wer sind die anderen? Nunja, die anderen, die verblendet sind durch Gender und Kommunismus”

      Wo, bitte, hätten wir z.B. eine Regel auf dem blog aufgestellt, nach der nur Leute, die eine Liberalismus-Test abgelegt haben, kommentieren dürfen? Ich meine, SIE dürfen hier kommentieren, und wir antworten Ihnen. Und wo, bitte, antworten Genderisten oder Kommunisten auf Nachfragen oder Kritik?

      Und wo haben wir eine rechtliche Regelung zur Ungleichbehandlung von Genderisten und Nicht-Genderisten gefordert oder zur Bevorzugung von Liberalen, weil die derzeit leider keine 50 Prozent in der Bevölkerung ausmachen?

      “Missionarischer Eifer” ist MISSIONARISCHER Eifer (wissen Sie irgendetwas von der Geschichte der christlichen Missionierung?!) und nicht die Tatsache, dass man für seine Überzeugungen oder die Akzeptanz bestimmter Tatsachen wirbt. Es geht hier vor allem um die MITTEL, die gewählt werden, um Einfluss zu nehmen, und wir verletzen niemandes Individual-, Freiheits- oder Selbstbestimmungsrechte, was man von Genderisten oder Kommunisten keineswegs behaupten kann, und wir behaupten auch keine Dinge, die nachweislich empirisch falsch sind, oder versuchen eine Darstellung der Menschheitsgeschichte nach unserem “Geschmack”.

      Es mag Ihnen aufgrund Ihrer Überzeugungen nicht genehm sein, aber es GIBT einen Unterschied in der Selbstdarstellung und der Darstellung anderer Menschen sowie in der Wahl der Mittel zwischen Gutmenschen und allen anderen Menschen, die ihre Überzeugung leben und vertreten wollen, der in der Realität eine erheblichen Unterschied macht, d.h. die Lebensqualität für die meisten Menschen in einer Gesellschaft beeinflusst. Es mag für Kommunisten schwierig zu akzeptieren sein, aber wir sind NICHT alle gleich, und nicht alle Überzeugungen sind – aufgrund der Qualität ihrer Begründungen und der Folgen, die sie produzieren – GLEICHWERTIG.

      Vielleicht ist es ja möglich, dass Sie diese Überlegungen einmal auf Ihre Überzeugungen – nicht auf sich selbst, wir sind im Gegensatz zu Ihnen keine Essentialisten, denken also nicht, dass die Qualität von Menschen mit der Qualität ihrer Überzeugung in einer bestimmten Hinsicht identisch sind – anzuwenden….

  30. Der Gutmensch gibt nicht. Die einzige Werte die uns annährend an dem Gutmenschentum bringen konnten sind Werte wie: Gewissen, Moral, Schamgefühl, die uns helfen konnten uns etwas menschlicher zu verhalten. Aber diese Werte, glaube ich, sind in wenigen Individuen vorhanden, die am meisten als Helden betrachtet werden, weil sie diese Tugend pflegen und wenn sie z.B. versuchen diese Tugend in der Politik anzuwenden werden sie oft schnell ermordet oder in die Wüste geschickt. Die meisten Menschen sind kleinlich, neidisch und feige, von Zivilcourage keine Spur und werden schnell manipuliert. Wie Karl Landauer, Psychoanalytiker in KZ 1945 gestorben schrieb: “Die am meisten verbreitete Neurose ist die Dummheit”, Sorry –
    http:/mundderwahrheit.wordpress.com

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      ” Gewissen, Moral, Schamgefühl, die uns helfen konnten uns etwas menschlicher zu verhalten” – das wäre nach unserem Verständnis und unserem Sprachgebrauch, etwas, was ein guter Menschen hat oder haben sollte, nicht ein Gutmensch, der für sich in Anspruch nimmt, gut zu sein und das zur Grundlage nimmt, sich auf eine Weise anderen Menschen gegenüber zu verhalten, die keineswegs mehr als gut bezeichnet werden kann und von diesen Menschen auch unerwünscht ist,

      z.B. wenn jemand jemand anderen auf dem Scheiterhaufen verbrennen möchte, damit dessen Seele gerettet werde, dieser andere Mensch aber gar nicht glaubt, dass er eine Seele hat oder er zwar glaubt, dass er eine hat, aber meint, sie würde auf andere Weise gerettet werden können,

      oder wenn Frauen auf eine bestimmte Weise “gefördert” werden, ohne, dass sie jemals danach gefragt wurden, ob sie so gefördert werden wollen oder überhaupt gefördert werden wollen, und ohne Rücksicht darauf, dass eine solche “Förderung” vielen Frauen Schwierigkeiten bereitet.

  31. Adam Lauks says:

    APROPOS: Guitmenschen
    Gibt es in Deutschem Bundestag oder in Deutschland einen Gutmenschen der mein Status eines Folteropfer der STAZIS bescheinigt !?? Ich schrieb an den Bundestagspräsidenten Prof.Dr. Norbert Lammert am 3.12.2013 letztmalig. http://adamlauks.wordpress.com/2013/12/03/offener-brief-an-den-bundestagsprasidenten-prof-dr-lammert-betr-unbehandelte-petition-strafvereitelung-im-amt-der-gauck-behorde-aktenmanipulation-und-beweiseunhterdrucking-z/

  32. Adam Lauks says:

    Ich begreife nicht warum man sich mit dem Gutmensch oder Gutmenschzusein solche Probleme bei der Definition hat !?? Streben wir alle philosophische Traktate an um es zu erklären was ein Gutmensch ist !? Ein Gutmensch muss nicht Gutes tun um Gutmensch zu sein. Er soll nur “Füge keinem anderen zu, was Du nicht willst das man Dir antut !” Mwehr Erklärung braucht man nicht. Dafür braucht der Mensch weder den Bischoff noch die Partei, es liegt bei jedem Einzelnen zu entscheiden WAS er tut. Problem entsteht wenn ein 76 jähriger, den ich irrtümlich für Freund gehalten hatte sagt:” Der Mensch ist erst böse..”

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      … wenn jemand nach der Regel

      “Füge keinem anderen zu, was Du nicht willst das man Dir antut !”

      lebt, dann kann er wahrscheinlich als ein guter Menschen gelten.

      Aber ein Gutmensch lebt eben NICHT nach dieser Regel, sondern fügt anderen zu, was ihm selbst ein gutes Gefühl gibt. Er würde wahrscheinlich selbst nicht wollen, dass man ihm vorschreibt, was er – angeblich in seinem eigenen Interesse – zu essen, zu kaufen, zu lesen, zu schauen etc. hat, meint aber, er könne sich aufgrund seiner “Gutheit” das Recht nehmen, für andere zu entscheiden, was sie zu essen, zu kaufen, zu lesen, zu schauen etc. haben, und ist daher dafür, andere Menschen entsprechend zu reglementieren.

      Das genau betrachten wir (und nicht nur wir) als den entscheidenden Unterschied zwischen einem guten Menschen und einem Gutmenschen.

  33. Lockez says:

    Zitat: ” … z.B. an einen Gott, an den Teufel “Kapitalismus”

    Hmmm…. da der Satan bzw. Teufel zweigeschlechtlich sein soll, so muß der Kommunismus auch aufgeführt werden und nicht nur der Kapitalismus, denn beide Systeme sind Menschenverachtend !!!

    😉

  34. Adam Lauks says:

    Lange Rede kurzer Sinn… so eine PC Tastatur gibt einiges her wenn man den ganzen Tag darauf herumklimpert. Gutmensch hin Gutmensch her… hier ist die Möglichkeit die Tastaturhelden von Gutmenschen zu trennen.
    Wir wollen gemeinsam den Deutschen Bundestag dazu bewegen endlich den § FRolter in das Strafgesetzbuch aufzunehmen, damit die Folterknechte im Dienste des Staates wissen was auf sie zukommt.
    Hoffentlich bedarf es nicht Civilcourage die Unterschrift zu leisten aus angst selbst schon dadurch sich als Whistleblower zu fühlen. http://www.change.org/petitions/deutscher-bundestag-rechtsausschuss-implementierung-oder-aufnahme-des-folter-im-amt-und-anstiftung-zur-folter-im-amt-in-das-nationale-strafgesetzbuch-von-deutschland?share_id=BASFsSAXLl&utm_campaign=share_button_action_box&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition# … 70 % Deutsche sind,laut ZDFUmfr.g.Folter .Wie viele sind für Aufn. des § in StGB!? pic.twitter.com/jyPUAoI3lk

    • upho says:

      An sich finde ich Petitionen ne gute Sache.Überleg dir mal wieviele Menschen Rache”Gefühle” haben…

      Was ist “Folter” ? Jeder Staat hat da wohl seine eigene Definition.Solange der Mensch nicht Frei ist,wird er andere Menschen Foltern müssen.Die Freiheit aber beginnt mit der Erforschung seines eigenen Hirnstammes in dem die Wahre Vergangenheit Gespeichert ist.

      Erst dann wird Folter aufhören zu Existieren.

      Ich habe das ungute Gefühl das immer mehr und immer mehr das Pferd auf der falschen Seite Aufgezäumt wird.Ich bin von immer mehr an Regelungen nicht überzeugt.Ich bin eher der Überzeugung das wir einen neuen Menschen brauchen,der das Gute aus sich heraus weiss weil er Lebt und weil er Fühlen kann was der Schmerz in einem anderen Menschen ist.

      Solange man nicht Fühlen kann das ein anderer Mensch Leidet,solange muss es wohl oder übel Regeln geben die den Menschen mehr und noch mehr in seiner Emotions und Gefühllosen Zwangsjacke Gefangen halten.

      Dennoch werde ich Unterschreiben.

      • Adam Lauks says:

        Soltest Du es wirklich tun, dann bist Du für mich ni8cht nur ein Gutmensch sondern vor allen Dingen ein Mutmensch. Dass man jetzt das zu Unterschreiben Civilcourage haben muss, und über die Folgen sich Gedanken machen muss, zeugt von der Angst in der wir eigentlich leben, wir scheinen nicht frei zu sein…Hoffentlich finden sich weitere Gutmenschen, die nicht erst überzeugt werden müssen zu unterschreiben !?

  35. rascal23 says:

    Nennen wir das Kind doch beim Namen:
    Gutmenschen erwecken den Eindruck von verklemmten Spießbürgern aus einem, doch häufigen, rot- grünen Umfeld mit stark faschistoiden Tendenzen.

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  37. Dummerjan says:

    Ich hätte noch eine Ergänzung: Gutmenschentum richtet direkten Schaden an, meist größer als der zu beseitigende Missstand. Schlagende Beispiele: Kleiderspenden für Afrika, zerstört lokale Märkte für Kleidung und macht Handwerker arbeitslos, Verbot von Kinderarbeit führt zum Verhungern der Familien, Mindestlohn fürt zu Pseudounternehmern ohn eSozialversicherung… die Beispiele sind endlos.

    Damit will ich nicht die Missstände verteidigen, sondern gedankenloses Guttun, welches mehr Schaden anrichtet als es je gutmachen kann.

  38. Wolfgang Pietsch says:

    “Gutmenschen” sind für mich “Einschleichdiebe” ! Meistens mit politischem Hintergrund oder solche Menschen, die sich zur Politik hingezogen fühlen. In sogenannten sozialen Unternehmen die poltischen Parteien nahe stehen. Sie plündern besonders die einfachen und arglosen Menschen aus.

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  42. Torsten says:

    Populist: Mit dem Ausdruck Populist wird insbesondere in den Systemmedien das ethische Ideal eines Menschens in hämischer Weise aufgegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren. Ähnlich wie der meist ebenfalls in diffamierender Absicht gebrauchte Ausdruck Wutbürger widerspricht der abwertend verwendete Ausdruck Populist Grundprinzipien der Demokratie, zu denen die notwendige Orientierung politischen Handelns an ethischen Prinzipien und das Ideal der Aushandlung gemeinsamer gesellschaftlicher Wertorientierungen in rationale Diskussionen gehören. Der Ausdruck wird zwar schon seit 20 Jahren in der hier gerügten Weise benutzt. Im Jahr 2009 ist er aber in unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Kontexten einflussreich geworden und hat somit sein Diffamierungspotential als Kampfbegriff gegen Andersdenkende verstärkt entfaltet.

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  46. Patrick90 says:

    Für mich ist ein Gutmensch jemand, der ohne nach Anerkennung zu streben aktiv positive Dinge vollbringt. Er muss dazu nicht Unmengen an Geld spenden, sondern sich einfach für andere einsetzen und somit den ersten Schritt machen;-)

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  48. KerldieKiste says:

    Gerne bringe ich einen bisher nicht genannten Aspekt zur Sprache: Prostitution und Gutmenschentum.

    In der aktuellen Debatte über die Gesetzesreform aus dem Jahre 2000 zeigt sich der Gutmensch exemplarisch.
    Eine Minderheit aus Feministen und selbsternannten „Moralisten“ möchte der Mehrheit vorschreiben, daß Sexualität nur im legitimen Bett praktiziert werden soll.
    Es wird nicht gegen die althergebrachte „Hurerei“ als solche zu Felde gezogen, nein, es geht ausschließlich darum, Frauen aus ihrer mißlichen und von Dritten verschuldeten
    Lage zu befreien. Frauen sind immer und ausnahmslos Opfer, Sklaven, Vergewaltigte und niemand hülfe, wenn es die selbsternannten Retter, die es nur gut meinen – außer natürlich mit den bösen Tätern – nicht gäbe.
    Diese Position ist nicht verhandelbar; sie ist absolut. Wer davon abweicht, nicht alles bejaht, wird unter Generalverdacht gestellt, kann nur Mittäter oder Profiteur sein.
    Selbstkritik oder ein Austarieren des eigenen Standpunktes kommen nicht vor.
    Die Betroffenen/ zu Befreienden werden selbst nicht gefragt; alles ist vorab zu deren Wohl entschieden. Sie haben kein Recht auf Selbstbestimmung.
    Es geht einzig und allein darum, deren Würde (und die der Männer) wieder herzustellen. Wenn dann auf freiwilliges Übereinkommen verwiesen wird, kennt die moralische Ekstase keine Grenzen mehr.
    (Wilhelm Reich hat das die „emotionelle Pest“ genannt.)

    Das Phänomen Prostitution wird keinesfalls in geschichtlicher, sozialer oder anthropologischer Hinsicht näher untersucht. Fragwürdige Statistiken und extreme Einzelschicksale untermauern
    die eigene Überzeugung. Einspruch unerwünscht.

    Daß die Antriebskraft für diesen „Befreiungskrieg“ in einer sex-aversen Grundhaltung ebenso wie im Verdruß über das Genießen des Anderen liegt, bleibt im Verborgenen.

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